Beiträge von Alex82

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Fantomas

    Ja ist es....ich sehe es aber auch für die Entwicklung der Jugendlichen wichtig. Zumal beide Spieler beim Vorstand vorgesprochen haben auf der Weihnachtsfeier...sie wollen neue Trainer, die Mädels spielen immer und das Training ist zu lasch. Das es an ihnen liegt haben sie völlig ausgeblendet und da die Eltern zu Hause nicht mit ihren Jugendlichen reden werden wir es so lösen.


    Don Quijote

    Bei uns sind tatsächlich noch viele Eltern am Wochenende dabei und schauen zu. Letztendlich soll es nochmal eine Elternversammlng sein, um Dinge zu erklären und nochmal einiges in Erinneriung zu rufen. Erziehung und das Vermitteln von Werten passiert in den Grundlagen zu Hause und nicht im Training, was 2 mal die Woche stattfindet.

    Hallo an euch und mal ein kurzes Update.


    Wir drei Trainer haben uns kritisch reflektiert und viele Gespräche miteinander geführt. Daraus resultiert, dass wir eine Elternversammlung durchführen werden und dort eben die Themen ansprechen, die uns gerade beschäftigen. Dazu werden wir klare Forderungen / Bitten an die Eltern formulieren. Wir dachten bisher, das einige Sachen selbsverständlich sind, aber anscheinend muss man das ganze immer mal wieder aufrufen. Weiterhin werden wir eine klare Linie fahren, die wir den Eltern mitteilen.

    Es wird u.a. dann zu den Spieltagen (im Wechsel) festgelegt, welche Spieler sich um Bälle, Trikots usw kümmern. Zu den Heimspielen soll ein weiterer Spieler die Kabine fegen. Wir wollen hier alle mit einbinden und ihnen wieder etwas "Gemeinschaft" vermitteln, sprich alle sind mal dran, etwas für die Mannschaft zu tun. Weiterhin werden wir im Training mit unseren unwilligen, lustlosen konsequenter umgehen. Es wird einmal eine motivierende Ansprache geben, bleiben sie weiter lustlos ist für sie an diesem Tag das Training beendet.


    Im letzten Training bekam die Mannschaft 15 Minuten Zeit, gemeinsam OHNE uns sich Ziele für die Hauptrunde zu setzen. Konkret war die Aufgabenstellung:

    - Welche Ziele haben wir als Mannschaft

    - Was wollen wir für das Spiel trainieren

    - Was bin ich bereit dafür zu tun?


    Der letzte Anstrich war für sie überfordernd....es kam die Gegenfrage, wie was soll ich tun? Wir haben es ihnen dann so erklärt, das sie eben für ihre Ziele etwas tun müssen im Training..z. B. Konditon verbessern, miteinander reden, repektvoll sein usw.


    Zu unseren beiden "Spezies" die so gar keine Lust haben und die mit den Mädels nicht wollen, wird es ein Gespräch extra geben mit den Eltern und Spielern zusammen. Ausschlaggebend ist der Punkt, dass beide aktuell von hinten in die Mannschaft sticheln und speziell gegen unseren Torwarttrainer. Einer der beiden Spieler hat schon mal gegen ihn gearbeitet und musste dann, aufgrund einiger Dinge, drei Wochen vom Training und Spiel pausieren.

    Nun hat dieser Spieler sich bei seiner Mutter beschwert, dass er mit ihm eine Problem habe, da er und der zweite Spezie immer Thema bei ihm sind im Gespräch z.B. mit den Mädels. Daraufhin hat sie mich angerufen und ich durfte mir eine Schimpftriade as its best anhören. Ich habe sie dann eingebremst (auch in etwas strengem Ton) und mal gefragt, ob sie mit ihm mal gesprochen hat warum es so ist (wir erklären es allen), es kam ein Nein. Ich habe ihr die Thematik dann erklärt (Mädels ausgrenzen und beleidigen, im Training sich verweigern). Dann hatte sie ihn selbst bei der Weihnachtsfeier erlebt, wie er hinter dem Rücken der Mädels "Grimassen zog" und sie nachäffte. Daraufhin hatte sie mal mit den Mädels gesprochen und kam ziemlich ruhig und geknickt zu mir...ich solle es mit dem Vater und ihrem Sohn klären....


    Nun gut wir schauen wie es weiter gehen wird. Auf jeden Fall hoffen wir auf eine positive Entwicklung.

    Grundsätzlich finde ich es nicht problematisch, ab der D Jugend nach dem Leitsungsprinzip aufzustellen.

    Ich möchte dir mal diesbezüglich meine Erfahrungen der letzten Jahre mit meiner Mannschaft schildern, die ich u.a. durch beide Jahre D Jugend begleitet habe.


    Wir haben 1:7 in der D Jugend gespielt, anhand meiner Spieler habe ich immer ein 2-4-1 gespielt.

    Ich hatte es wie du gestaltet und die stärksten Spieler aufgestellt. Mein Team hat sich oftmals auf 2 Mitspieler (ZM, LM) verlassen, was in der zweiten Saison der Jugend mir auf die Füße gefallen ist. Mein ZM und LM haben es auf die Sportschule geschafft und den Verein verlassen. Die zweite Saison war sehr durchwachsen, da plötzlich alle anderen "liefern" mussten und sich nicht mehr auf die beiden Spieler verlassen konnten. Es hat gedauert hier wieder ein Spielfluss zustande kam.


    Daher mein Tip, nicht nur auf die starken Spieler zu setzen, sondern ein gutes Gleichgewicht zu finden, eine Mannschaft zu formen die auch mal Ausfälle stärkerer Spieler kompensieren kann. Hierbei bieten sich Spielformen im Training an oder eben bei Spielen gegen tabellarisch "schwächere" mal eine andere "Startelf" aufzustellen, damit eben einen Entwicklung / Verantwortungsübernahme der restlichen Spieler eintritt.

    Weiterhin (mit meinem heutigen Blick aus der B Jugend) musst du eben auch auf die Entwicklung schauen, da es ja in absehbarer Zeit aufs Großfeld geht und dort eben die Anzahl der Spieler steigt, die von Beginn an spielen. Hier wird es dann schwer, wenn man eben dann erst anfängt andere Spieler mit in die "Verantwortung" zu nehmen. Zudem empfinde ich das D Jugend Alter als richtig, um eine zweite Position zu lernen. Ich habe es meinen Spielern offen und ehrlich gesagt, dass es u.a. eben wichtig ist für das Großfeld. "Stell dir vor du hast auf deiner Position plötzlich weitere Spieler"....so in etwa.

    Mittlerweile hat es der Großteil im dritten Jahr auf dem Großfeld verstanden und kann 2 (teilweise haben wir einige "Allrounder") Positionen spielen.


    Was die Entwicklung deiner starken Spieler betrifft, denke ich die Stagnation kommt evtl. durch das Bewusstsein "gesetzt" zu sein. Habe ich aktuell bei meinen beiden ZM, die seit Beginn der neuen Saison stagnieren, weil sie eben der Meinung sind sie sind gesetzt. Mittlerweile gibts Konkurrenz und beide haben in den letzten Spielen einige Male auf der Bank gesessen...mal schauen was passiert.

    Fantomas

    Ich halte euch auf dem Laufenden...die Zeit bis zur Vorbereitung auf den Start in die zweite Saisonhälfte ist ja nicht sooo lange ;)


    janosch

    Vielen Dank für die Worte. Der Ansatz ist eben bei uns, sich um die zu kümmern die wollen. Es gab letztendlich für uns keine Alternative als den Rauswurf. Es war das zweite Fehlverhalten innerhalb von 3 Wochen. Es gab nach dem ersten Platzverweis das Gespräch. Dabei wurde klar gesagt, eine emotionale Diskussion mit dem Schiedsrichter und ein daraus resultierender Platzverweis ist nicht schlimm, sofern KEINE Beleidigung oder Schläge angedroht wurden. Am Ende kommt eben noch das bestärken seiber Aussagen durch andere Elternteile hinzu, die uns eben veranlasst haben hier klare Grenzen aufzuzeigen.


    Dann euch allen eine schöne Winterpause :)

    Mein Vorschlag: am besten das Team auflösen und alle haben ihre Ruhe.
    Es ist Eure kostbare Freizeit. Ihr seit keine Sozialpädagogen oder doch?
    Sorry aber was wollt ihr selber? Leistungssport oder Breitensport?
    Welcher Liga spielt ihr und was sind die Ziele?

    Die Antwort kann ich dir ganz klar geben. Mit den 12 verbleibenden willigen Spielern die Rückrunde absolvieren und genau diesen Spielern die Möglichkeit geben sich zu entwickeln. Aktuell stehen wir bei 2 Winterzugängen, was den Kader auf 18 Spieler erhöht. Wenn die 3 verbleibenden störenden Spieler, deren Mütter sie scheinbar als kommende Nationalspieler sehen, sich dann auch über den Winter verabschieden stünden wir bei 15 Spielern die Wollen...und das reicht mir vollkommen aus, meine Freizeit genau für diesen Teil der Mannschaft zu opfern.


    Btw und das ist keine Scherz, tatsächlich bin ich und mein Trainerkollege mit pädagogsichen Hintergrund. Wir beide sind ausgebildete Erzieher. Ich selbst musste zwar aus gesundheitlichen Gründen aufhören (Hörverlust in den hohen Tönen), habe aber gut 10 Jahre Berufserfahrung. Davon eben 4 Jahre in den stationären Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe sowie 6 Jahre Hort und Kita.


    Unser Trio Standpunkt ist eben der, dass wir uns von den drei "Störern" nicht das Hobby kaputt machen lassen. Es gab auch Zuspruch von Eltern, die es begrüßen das wir da so klar agieren und kommunizieren. Es ist ein herausforderndes Alter, was aber nicht heisst dass alle einen Freifahrtsschein haben.

    Sooo dann mal ein erstes Feedback..vielen Dank nochmal an alle :)


    golfstrom

    Ich habe deinen "Verhaltenskodex" in angepasster Form angenommen und für unseren kompletten Nachwuchs dann zukünftig eingeführt. Die Idee kam bei allen anderen Trainern gut an. Danke dir.


    Coach1976

    Generell besprechen wir offen und ehrlich mit den Spielern was wir erwarten und warum die Aufstellung so steht wie sie am Spieltag steht.


    Btw haben wir festgestellt, dass eben zu Hause nur die halbe Wahrheit ankommt.

    Wir haben gestern 45 Minuten mit der Mannschaft über den Sonntag gesprochen. Zur Einführung haben wir erstmal ohne Wertung gefragt, was ihnen die genannten Punkte von golfstrom im Fussball bedeuten. Daraufhin haben wir dann gefragt warum dann Dinge wie am Sonntag aufkommen und was der Anlass dafür war....betroffenes Schweigen.

    Beide Spieler, die nicht mit den Mädels spielen wollen, haben wir sachlich in der Runde angesprochen, warum sie das nicht wollen. Es b haben beide sich angeschaut, laut los gelacht und sich auf dem Boden gekugelt. Daraufhin gab es in strengem Ton ernste Worte. Hingegen hat ein Spieler ruhig und sachlich gesagt, dass unsere Stürmerin eben am Sonntag einige Chancen hat liegen lassen. Sie meinte ja das hatten wir am Sonntag schon besprochen und es war für beide ok in dieser Art u. Weise. Wir haben eben dann erklärt niemand kann sich entwickeln, wenn er nicht ins Spiel einbezogen wird.


    Von drei Eltern kam in der Whatsapp Gruppe dann Unverständnis auf, warum wir den Spieler, der ausgeflippt ist, derart demütigen wollten sich beim Schiedsrichter zu entschuldigen. Der Schiedsrichter war befangen (er hatte ihn 2 Spiele zuvor wegen Meckern vom Platz gestellt) und habe schließlich Scheiße zusammen gepfiffen. Wir sollen doch sowas den jungen Menschen plausibel erklären.

    Meine Antwort kurz und knapp, wenn ich Beleidigungen, Mittelfinger und Gewaltandrohungen tolerieren soll, können sie gerne zukünftig die Mannschaft trainieren....danach Schweigen.

    Zudem hatte mich die Mutter unserer Stürmerin angerufen, sie hatte sich ebenfalls geäußert und das sehr objektiv und sachlich, dass sie eben nach dem Platzverweis nicht weit entfernt von dem Spieler der vom Platz flog, dessen Mutter und der Mutter meines ZM Spieler stand. Seine Schimpftriaden auf Verein, Trainer, Schiedsrichter und auch auf ihre Tochter habe sie und andere Eltern mitbekommen. Beide Mütter haben ihn auch noch darin bestärkt das alles so richtig sei was er sagt und getan habe. Wir Trainertrio sind da sprachlos, wie verschoben Wahrnehmung auch bei Eltern sein kann.

    Weiterhin geben die "starken" Spieler den "schwachen" Spielern im die Schuld an Niederlagen, was natürlich auch an ihre Tochter geht.


    Für diese -Sorry- hinterv.........t der Mutter meines ZM Spieler wird es von meiner Seite aus nochmal ein klärendes Gespräch geben. Wir hatten den Spieler aufgrund mangelnder Lust im Training auf die Bank gesetzt....der junge muss ja nicht bei uns spielen.


    Nach zwei Nächte drüber schlafen haben wir entschieden uns von dem Spieler zu trennen. Der Mutter habe ich das mitgeteilt und die Reaktion war, es ist kein Sport für ihn, da er weiterhin Gefahr laufe auszurasten. Man geht den Weg des geringsten Widerstandes, der Junge spielt seit 7 Jahren in unserem Verein.


    Wir lassen das alles jetzt sacken und schauen uns die weitere Entwicklung in der Winterpause an und gehen weiter unseren Weg, die willigen Spieler spielen zu lassen und eben die sportlich besseren und lustlosen auf die Bank zu setzen oder eben auch mal zu Hause zu lassen. Am Ende gilt es die zu halten die motiviert sind und sich eben sportlich gut verhalten.

    Elternabend ist ne gute Idee.

    Ganz so schlimm habe ich es noch nicht erlebt, aber ich habe mir als Co-Trainer schon mal ne Auszeit genommen, vor allem weil auch der Trainer Nummer 1 nichts gegen die Disziplinlosigkeit gegenüber Gegenspielern unternommen hat.


    Wenn du 17 Spieler hast, und aktuell darfst ja in der Jugend noch rückwechseln, würde ich die 8 setzen und den Rest alle paar Minuten durchwechseln.

    Bei uns geht das in der B Jugend mit dem Rückwechseln nicht. In Brandenburg gilt ab dem Großfeld, wer ausgewechselt ist, ist draussen.

    Generell fragen wir in jeder dritten bis vierten Einheit nach was der Wunsch ist. Ansonsten halten wir es so, dass wir schon an den mannschaftlichen Dingen arbeiten, die im Spiel auffallen und aufgearbeitet werden müssen.

    Was das taktische betrifft machen wir nichts hochtrabendes und die Mannschaft kann es grundsätzlich...es liegt eben am Kopf und wollen. Kurz zur Übersicht was "Taktik" betrifft:

    - bei Ballverlust das Zentrum zustellen sprich "einschieben", damit der Gegner über aussen kommen muss

    - bei Ballgewinn breit machen, um möglichst Räume zu bekommen und Anspielstationen zu schaffen

    - Ecken..einlaufen auf den kurzen und langen Pfosten..aus dem Strafraum in den Rückraum

    - Verteidigen nach aussen weg, der Spiele bietet bewusst die Aussenseite an



    Malikinho

    Meine Tendenz geht dorthin den Spieler auszuschließen. Es war wie erwähnt das zweite Mal innerhalb drei Wochen. Ihm war es egal und der Mannschaft die Spieltauglichkeit abzusprechen geht gar nicht.


    Danke erstmal für euren bisherigen Input. Wir Trainertrio werden uns dazu austauschen und ich halte euch dann auf den Laufenden, was die Konsequenzen angehen.

    Grundsätzlich liebäugeln wir mit einem Wechsel in den Fussballnachbarkreis. Dort besteht die Möglichkeit verkleinertes Großfeld zu spielen dort spielt man je nach Meldung 1:10, 1:9 oder 1:8.

    Guten Morgen an euch :)

    aktuell sind wir in der ersten B-Jugend Saison und damit wohl mit in einem schwierigen Alter. Ich bräuchte mal etwas Input / Erfahrungen von euch bezüglich einiger Dinge die seit einigen Wochen bei uns auftreten.

    Die Mannschaft umfasst 17 Spieler, wobei aktuell 8 Spieler voll dabei sind und der Rest der Meinung ist, Julian Nagelsmann nominert sie bald und da braucht man im Training sich nicht sonderlich anstrengen.


    Gestern hatten wir das letzte Spiel gegen den Tabellenletzten und wie erwartet war es eine grotten erste Halbzeit, da ein Teil dachte heute schiessen wir die aus dem Stadion. Der Gegner war zu neunt !

    1. Problem:

    In der 42. Minute erhielt mein IV nach der abgesessenen gelb rot Sperre im letzten Spiel erneut gelb rot. Ja es war der gleiche Schiedsrichter der ihn 2 Spiele zuvor vom Platz gestellt hat, jedoch gibt es ihm nicht das Recht sein Trikot in Richtung Schiedsrichter zu werfen und ihm mit seiner Körpersprache noch Schläge anzudrohen. Am Ende hat der Schiedsrichter ihm angeboten es bei einer Entschuldigung mit gelb rot zu belassen...hat der Spieler abgelehnt und trotz meiner Erklärung (Sonderbericht, evtl lange Sperre, saftige Geldstrafe für den Verein) abgelehnt. Aktuell muss ich das sacken lassen und überlege den Spieler nach seinem wiederholten Fehlverhalten aus der Mannschaft zu werfen. Zumal er schon auf dem Platz nur gemeckert hat..u. a. mit der Mannschaft könne man kein Fussball spielen, er selbst aber nicht geglänzt hat.


    2. Problem:

    3 weitere Spieler die dem Gegner ohne Respekt gegenüber getreten sind. Der Gegner hat mit seinen 9 Spielern (1 TW + 8 Feldspieler) alles reingehauen und das Spiel fair bis zum Ende durchgezogen. Da wir zu überheblich waren, ging erste Halbzeit eben nichts. Dann wurde in der zweiten Halbzeit der Mittelfinger zum Gegner gezeigt und angepöbelt. Diese drei Spieler werden zum Training dann von der Mannschaft getrennt und in einem 30 minütigen Lauf Zeit erhalten, über ihr unsportliches Verhalten nachzudenken.


    3. Problem:

    Die Teilung der Mannschaft in "willige" und wie oben beschrieben "lustlose" bei denen wir drei Trainer uns fragen, warum man zum Training kommt. Es wird im Training nicht mitgezogen, kein Tempo in den Übungen und gerade, wenn wir im tatktischen Bereich arbeiten wird da selten ordentlich mitgemacht. Bisher haben wir dann einen Teil der Spieler auf die Bank gesetzt. Es gibt dann 2 bis 3 Spieler die u. a. mit den drei Mädels unserer Mannschaft nicht spielen wollen (sie werden in Spielformen quasi "umspielt"). Hier haben wir schon oftmals jetzt in Spielformen 2 vs. 2 o. ä. bewusst die Mädels immer einigen dieser Spieler zugelost.


    Ich habe mich nach dem Spiel beim Gegner für die Arroganz einiger meiner Spieler entschuldigt, da ich sowas nicht dulde und die Spieler wissen das ! Von daher wäre ich dankbar für weitere Anregungen, um einfach hier etwas Disziplin wieder reinzubekommen. Es nervt mittlerweile das die Spieler, die wollen darunter leiden und der Rest denkt sie wären der nächste Messi.

    Wäre es auch sinnvoll den Eltern das ganze mal so mitzuteilen?


    Danke schon mal vorab. :thumbup:

    Juli


    Wenn ich deinen Bericht lese, könnt ich im Strahl k....n. Kurz zu mir ich bin seit 5 Jahren Trainer im Jugendbereich und mittlerweile in der B Jugend angekommen.

    Was euer "Trainer" dort abzieht ist im Amateurfussball unter aller Kanone und gehört verboten seitens des Jugendleiters. Wenn nicht so ein Mangel an ehrenamtlich Tätigen wäre, würde ich dir sogar raten, den Rauswurf zu fordern.

    So wie du es beschreibst hat euer Sohn unter einem anderen Trainer regelmäßig gespielt und scheint ja den Anforderungen gewachsen zu sein. Ich vermute daher es ist einfach eine Sympathiefrage bzw gibt es scheinbar persönliche und keine objektiven sportlichen Gründe, warum euer Sohn nicht spielt.


    Vereinsleben geht eben nur wenn alle an einem Strang ziehen. Wenn euer Sohn sich sogar krank zum Training schleppt, hat das ganze nichts mehr mit Spaß am Hobby zu tun. Krank zum Training geht aus meiner Sicht gar nicht und verbiete ich meinen Spielern, bzw. schicke sie vom Training nach Hause sofern ich das mitbekomme.

    Mal als Gegenbeispiel wie wir es im ländlichen Brandenburg in unserem Verein handhaben:

    Der Kader umfasst 18 Spieler. Es wird ein 16er Kader vor dem Spieltag festgelegt, damit alle Spieler im Kader des aktuellen Spieltages spielen können. Dabei wird rotiert das alle mal aussetzen bzw Einsatzzeiten bekommen. Gerade im Herbst und Frühjahr reguliert sich das meist von selbst aufgrund Krankheit oder privater Termine.

    Wir legen den Kader nach Trainingsbeteiligung und dem Engagement der Spieler fest. Wer über mehrere Trainingseinheiten nur halb mitmacht bleibt mal zu Hause. Ich bestrafe keinen Spieler der noch "Luft nach oben" hat für seinen Einsatz im Training mit zu Hause bleiben, wenn andere nur halb mitmachen.

    Spiele unter der Woche sind bei uns eine Seltenheit und finden nur statt, wenn Spiele verlegt werden müssen. Das wird vorher mit den Eltern abgestimmt. Nochmal wir sind im Amateurbereich und auch ich muss meine Freizeit größtenteils nach der Arbeit richten.

    Ein gutes miteinander zwischen Eltern, Spielern und Trainer gelingt nur, wenn man miteinander redet.

    Sollten die Spieler mal in ihre "Komfortzone" rutschen (in der Pubertät passiert das häufiger) sagen wir es ihnen direkt, damit sie wissen woran sie sind.


    Kurzum bevor ihr hofft der Trainer geht mein Tipp:

    Sollte er in der zweiten Mannschaft beeser aufgehoben sein hinsichtlich Spielzeiten geht diesen Schritt. Ansonste hofft nicht das der Trainer geht sondern sucht euch einen neuen Verein. Euer Sohn soll Spaß haben und sich entwickeln.

    Ich kann deinen Ärger verstehen bin aber persönlich der Ansicht, der Trainer des "neuen" Vereins hat richtig reagiert.

    Wir reden vom Amateursport und da ist es legitim, wenn du unzufrieden mit der Entwicklung / Förderung deines Jungen bist etwas neues zu suchen.

    Ich kann jetzt nicht konkret aus deinem Beitrag rauslesen, ob du mit dem Trainer der jetzigen Mannschaft mal darüber gesprochen hast.


    Aus meiner Sicht als Jugendtrainer wäre das die erste Handlung gewesen, die Fair gegenüber dem jetzigen Trainer gewesen wäre. Somit hätte er Zeit gehabt etwas zu ändern oder zumindest die Konsequenz, den Vereinswechsel auf dem Schirm gehabt.

    Ich selbst verhalte mich bei Spielerwechseln von anderen Vereinen zu unserer Mannschaft ebenfalls so und kommunizier das mit den Eltern. Es geht darum, dass gerade bei uns im ländlichenm Raum dann miese Stimmung unter den Vereinen herrscht. Das möchte ich vermeiden und bin damit bisher gut gefahren. Im Winter sowie jetzt im Sommer ist jeweils ein Spieler aus ein und demselben Nachbarverein zu uns gekommen. Beide mit Freigabe, weil ich eben transparent darüber mit allen Beteiligten gesprochen habe.


    Das der jetzige Trainer etwas verstimmt ist kann ich nachvollziehen. Man plant immer die neue Saison mit den Spielern plus der Variablen X an Abgängen. Das kann Jugendmannschaften zur neuen Saison zusammenfallen lassen, gerade wenn jetzt neben deinem Jungen vllt. noch weitere Spieler gehen. Da hängen, zumindest bei uns im ländlichen Raum, schon Mannschaftsabmeldungen dran, wenn plötzlich nur noch 14 oder 15 Spieler da sind.

    Guten Morgen :),


    ich gehe jetzt zur neuen Saison von der C in die B Jugend, wir haben einen Kader von 18 Spielern und Spielerinnen.

    Wir wollen zur neuen Saison das Modell fahren, dass Elternteile oder Eltern plus Spieler in der Gruppe sind.

    Grundsätzlich wollen wir auch das alle etwas Eigenverantwortung tragen, aber letztendlich müssen bei uns im ländlichen Bereich eben die Eltern das ganze mittragen u.a. wegen Fahren.


    Vorne weg, auch hatten wir immer mal wieder kurzfristige Absagen die abnerven....Arzttermine...lernen für die Klassenarbeit usw sind Dinge, die man weit im Vorfeld weiß und planbar sind. Daher kann ich nicht 30 Minuten vor Trainingsbeginn absagen.


    Wie sind wir bisher verfahren?

    Klare Ansagen und Konsequenzen transparent angesagt für Eltern und Spieler.


    Training:

    - rechtzeitiges Abmelden bei Terminen und planbaren Dingen

    - kurzfristig nur bei unvorhergesehen Sachen z.b. Krankheit u.ä.

    - Abmeldung spätestens 1 Stunde vor Trainingsstart


    Spiel:

    - Abmeldung bei ersten Krankheitsanzeichen möglichst zeitnah (nicht 2 Stunden vor Anpfiff)


    Zudem machen wir immer eine Abfrage am Mittwoch, wer zum Spiel am Sonntag da wäre. Abstimmen ist bis Donnerstag 20 Uhr möglich (es gibt nur 2 Spieler bzw deren Eltern die es nur nach mehrmaliger Aufforderung schaffen).


    Konsequenzen:

    Wer nicht bis 20 Uhr sich gemeldet hat steht nicht im Kader. Ich warte dann noch das akademische Viertel und dann steht der Kader. Ebenso wer nur unregelmäßig zum Training kommt (z.B. alle 2 Wochen mal) steht dann eben nur im Kader, wenn wir Platz haben. Ansonsten spielen diejenigen die regelmäßig kommen.

    Ich hatte schon Tränen eines meiner "Spezies" dem ich klar gesagt habe, deine Bilanz in der Rückrunde:

    kein Training in der Winterpause in der Halle, danach alle 2 Wochen mal da und jedes zweite Spiel kurzfristig abgesagt oder zu spät abgestimmt.

    Somit muss er eben damit leben.


    Für den restlichen Kader klappt das gut. Wir hatten im Schnitt 12 Spieler beim Training und wenigstens immer 14 Spieler zum Spiel. Überwiegend ware der Kader am Spieltag voll besetzt mit 16 Spielern. Eben weil wir dann auch mal den sportlichen Erfolg hinten anstellen und diejenigen mitnehmen die wollen.


    Genervt bin ich nach wie vor immmer noch, wenn man kurzfristig absagt oder betteln muss. ABER ich habe gelernt sacken lassen und Fokus darauf das es bei mir nur 2 Spieler sind und der Rest läuft. Somit werden beide (keine schlechten Fussballer) auch zur neuen Saison eben damit Leben müssen, dass sie dann auf der Bank sitzen oder eben nicht im Kader stehen.

    Mir ist klar das sie dann auch gehen könnten, aber es geht in erster Linie eben auch um etwas Disziplin.

    Es ist alles richtig was Du sagst, bei der richtigen Mannschaftsgröße bin ich mir unschlüssig.


    Zu viele Spieler sind gut für den Trainer, da er nicht auf jeden angewiesen und die unzuverlässigen nicht ins Gewicht fallen.

    Zu wenig Spieler sind gut für jeden einzelnen Spieler, da er fast immer spielt, egal was er macht bzw. nicht macht.

    Er wird ja gebraucht :)

    Die Frage der Kadergröße ist eben abhängig was du an Spieler hast, so wie Coach1976 das schon erwähnt hat.


    Aus eigener Erfahrung, wenn alle Bock haben reichen 17 bis 19 Spieler.

    Mal so der Werdegang meiner Mannschaft in der abgelaufenen Saison 23/24:

    6 Spieler habe ich seit der E - Jugend trainiert und zur jetzigen Saison in die C begleitet. Dort haben wir dann aus dem alten Jahrgang C Jugend und meinen Spielern eine Mannschaft zusammengestellt. In erster Linie sollte eine Mannschaft geformt werden die zusammenhält und dann das fussballerische vermittelt werden...Spoiler es hat geklappt.

    Gestartet sind wir mit 20 Spielern, klar Ansage an alle und an die Eltern, jeder wird seine Spielzeiten bekommen. Es wird sich ein Stammkader rauskristallsieren (Startelf plus 2 Wechsler) und wir schauen mit Rotation, dass alle fair behandelt werden. Grundvoraussetzung regelmäßiges Training. Ich stelle niemanden auf, der 2 mal im Monat kommt.

    Ziemlich schnell hat sich (erwartungsgemäß) unser zweiter Torwart verabschiedet. Er kam mit uns aus der D Jugend und hatte da schon in der Rückrunde wenig Ehrgeiz und Lust, somit war dieser Abgang vorhersehbar.

    Der zweite verließ uns Ende November nach der zweiten Pokalrunde...Trainingsbteiligung alle 2 bis 3 Wochen mal und bei Pokalspiel mit dem Handy spielend auf der Ersatzbank. Frage, ob er denn Bock hat auf Fussball...Schulter zucken und weiter gezockt. Danach habe ich der Mutter ehrlich gesagt es bringt nichts.

    Spieler Nummer drei ging in der Winterpause und möchte mit seinen Freunden von seiner Schule spielen. Er hat dann die komplette Rückrunde ausgesetzt, da der neue Verein zu diesem Zeitpunkt keine C-Jugend hatte.

    Spieler Nummer Vier ging auch auf meinen Rat hin jetzt zum Saisonende, da er einmal im Monat kam.


    Im Gegenzug kam im März ein vereinsloser Spieler vom Bolzplatz der grundsätzlich Bock hat und sich jetzt durch Training entwickelt hat. Somit haben wir ab der Winterpause mit 16 Spielern plus Zugang im März die Rückrunde ordentlich absovliert. Alle Spieler und Spielerinnen haben mitgezogen, weil Sie zum einen merken was wir trainieren klappt und durch unser Trainertrio Zeit da ist, sich untensiv um die "schwächeren" zu kümmern. Durchschnittlich waren 12 bis 14 Spieler und Spielerinnen beim Training.

    Zur neuen Saison werden wir wieder 19 Spieler haben und es sollte klappen sofern nicht andere Dinge dazwischen kommen ;)

    Ich glaube du erlebst das ganz normale Fussballleben ab dem Großfeldbereich. Ich denke die drei, die aufgehört haben, haben eben mitbekommen das sie nicht mehr mithalten können.

    Die anderen Spieler die wechseln, werden wohl vom aufnehmenden Verein Honig um den Mund geschmiert bekommen haben.

    Bitter ist natürlich jetzt mit 15 Spielern in die neue Saison zu gehen, da kann es mit Sicherheit eng werden, gerade zum Herbst, eine Mannschaft voll zu bekommen.


    Aus meiner Sicht war es vielleicht nicht ganz so zum Vorteil 23 Spieler zu haben. Das bringt eben immer die Gefahr mit sich, dass Spieler im Ligabetrieb auf der Strecke bleiben und die Motivation verlieren.

    Ich habe einen ähnlichen Thread erstellt (Spiele gegen Kellerkinder).


    Du wirst das gleiche erleben wie ich es seit 4 Jahren erlebe und es nicht ändern. Es ist vollkommen normal das du solche Spiele haben wirst. Wir hatten es die letzten beiden Punktspiele gegen den letzten und vorletzten der Tabelle. Kaum Bewegung, wenig Motivation "das geht auch mit halber Leistung".

    Am Ende war das Team geknickt und unzufrieden.


    Ich kenne deine Kadergröße nicht und von daher Tipps aus meiner Erfahrung, wenn du mehrer Testspiele machst.

    Das Ergebnis ist eh Nebensache. Ich habe Spieler die das nicht ernst nehmen dann eben nach 15 bis 20 Minuten ausgewechselt, was bei einder Kadergröße von 18 Spielern und Spielerinnen eben geht. Im Gegenzug dafür habe ich sie dann wieder 15 bis 20 Minuten vor Ende eingewechselt. Natürlich haben wir das dann besprochen und es fruchtet eben bei dem einen früher, beim anderen später und bei einigen gar nicht.

    Bei den gar nicht bin ich mittlerweile an dem Punkt, dann spielt eben ein Spieler der das ganze mit Erhrgeiz angeht. Ich brauche keine Spieler im Team die da Larifari machen. Klingt blöd, aber mir ist eine gute Teamchemie wichtiger als gute Einzelspieler.


    Ansonsten im Rahmen der Vorbereitung kann man natürlich auch klar sagen, es geht um die Verteilung der Kaderplätze. Wer eben nicht motiviert ist wird eben weiter hinten landen. Man muss nicht alles auf Kuschelpädagogik machen, es geht eben (sachlich) darum allen ein konstrukitves und ehrliches Feedback zu geben.


    So kannst du den Prozess nur begleiten. Ich hatte letzte Saison in der D Jugend das Problem, so bald es 0:1 stand hatte der Großteil der Mannschaft keine Lust. Immer wieder haben wir im Training gesagt, man muss eben weiterspielen und wenn es nicht läuft, kann man Fussball auch "arbeiten" (ich laufe, der Ball läuft). Am letzten Spieltag hat es klick gemacht.

    Das mit den Trainern kommt ebenso hinzu. Dann stehen Leute an der Linie, die einfach nur draufhauen.

    Ich habe es bisher so gehandhabt, dass ich neuen Spielern die noch Zeit brauchen das so kommuniziert habe.

    Wir trainieren erstmal das du zu den Grundlagen kommst und dann gehts in den Spielbetrieb. Für mich ist das immer ein Spagat, denn ich möchte keinen Spieler der anfängt und im Spiel keine Erfolgserlebnisse hat.


    Das mit dem scouten ist für mich relativ einfach. Ich habe gegenwärtig 17 Spieler, wobei einer unzuverlässig ist. Ich gehe immer davon aus, dass am Spieltag 2 bis 3 Spieler nicht können. Demzufolge haben wir zur neuen Saison 3 Zugängen. Mit 20 Spielern sollte das gut klappen. Das funktioniert allerdings auch erst (dank Corona) , da man ja jetzt 5 mal wechseln darf. Somit fahren 16 Spieler mit zum Spiel.

    Ich denke das ist ein eher vielschichtiges Problem.


    Schicht 1:

    Die Eltern fördern nicht ausreichend das Hobby ihre Kinder bzw. wertschätzen es nicht. "Abladen zum Training/ Spiel" damit es nicht zu Hause an der Playstation hängt oder man interessiert sich nicht dafür.

    Beispie aus meiner aktuellen C-Jugend ein Mädchen, dass in dieser Saison gute Fortschritte gemacht hat. Die Eltern kommen nicht zuschauen, da beide mit Fussball nie was zu tun hatten. Da in der Mannschaft nebn ihr noch 2 weitere Mädels sind, kommt sie aufgrund der Freundschaft und eben weil sie den Ansporn hat sich zu verbessern. Wertschätzung erfährt sie durch uns Trainer, was grundsätzlich so sein sollte aber eben auch Eltern dazu beitragen könnten.

    Weiterhin wird eben auch schnell gesagt, dreimal nicht entsprechende Spielzeit bekommen ist alles doof und Eltern unterstützen dann den "einfachen Weg" aufzuhören statt eben mal anzusporen es weiter zu probieren oder eben mal abzuwarten.


    Schicht 2 :

    Das Angebot an anderen Hobbies ist groß und teilweise einfach...Stichtwort Online Gaming.


    Schicht 3:

    Landes- oder Kreisfussballverbände die meinen "das Ohr an der Basis" zu haben.

    Vereinsdialoge fehlen, um gemeinsam Lösungen zu suchen. In Großstädten ist eben das Einzugsgebiet anders als auf dem flachen Land.

    U.a. könnte man vom Großfeld (1:10) auch wegkommen und das Norwegermodell fahren mit verkürztem Großfeld und verringerter Spielstärke.


    Unser Kreisverband in Brandenburg hat schon etwas reagiert. Wir spielen mittlerweile eine Vorrunde (ehemals Hinrunde).

    Mit dem letzten Spiel kommt die Winterpause und anhand der Platzierung erfolgt in der Hauptrunde (ehemals Rückrunde) die Einstufung in Kreisliga, 1. Kreisklasse und 2. Kreisklasse.

    Somit hat man bei einem spielschwachen Jahr eben die Chance gegen ähnliche starke Teams in der Hauptrunde zu spielen. Das sorgt bei uns in der Region mittlerweile für weniger Abgänge durch Motivationsverlust.


    Schicht 4:

    Verein die stumpf und stur an "ihren Farben" festhalten. Ich habe als Trainer und Nachwuchsleiter seit März mehere Gespräche geführt und viel Zeit investiert, um Spielgemeinschaften auf dem Großfeld anzustoßen.

    Verein 1:

    in der abgelaufenen Saison Probleme eine C und B Jugend im Spielbetrieb vollzubekommen.

    Lösung war in der Hauptrunde die Spiele der C zu verlegen (sofern der Gegner zugestimmt hat), damit einige Spieler in der B aushelfen.

    Dadurch hatte dann die C Jugend in allen Spielen Probleme eine Mannschaft zusammen zu bekommen, da Eltern klar sagten 2 Spiele am Wochenende geht nicht. Es haben dann D Spieler in der C ausgeholfen.

    Fazit C Jugend 7 Spiele, davon 3 in Unterzahl und 4 mit zahlreichen D Spielern aufgefüllt.

    Da man sich bei uns kennt, hat der scheidende Trainer mir klar gesagt er war dafür und der Verein wollte eine SpG nicht.

    Aber Wir machen das zur neuen Saison selbst....eine Mannschaft wird wohl auf der Strecke bleiben und damit Spieler verloren gehen.


    Verein 2:

    Wir haben 11 Spieler und melden, eine SpG will unser Vorstand nicht.

    Gegenwärtig läuft die "Werbung" nach Spielern heiß.


    Verein 3:

    Selbe Problematik wie Verein 1.

    In der abgelaufenen Saiosn B und A Jugendliche in der C spielen lassen unter falschen Namen.

    Zu Auswärtsspielen die gesamte Saison mit 8 bis 10 Spielern gefahren.

    Aber auch hier, wir machen es selbst.

    Aktuell trainieren 2 Spieler von diesem Verein mit und wollen wechseln, da sie keine Lust mehr haben so zu spielen.


    Man darf gespannt sein, wie lange die C Jugendmannschaften im Spielbetrieb sind.

    Bei uns im Landesverband Brandenburg ist ganz klar geregelt, dass Vereinsmitgliedschaft und Spielberechtigung voneinander getrennt sind. In der Praxis bedeutet aber ein Austritt aus dem Vereine gleichzeitig die Abmeldung des Spielrechts.

    Die Vereinsmtgliedschaft ist eine privatrechtliche Sache zwische Verein und Mitglied, während das Spielrecht aufgrund der Statuten und demzufolge Rechtsgrundlagen des Landesverbandes erfolgt.


    Der Grundsatz der DFB Statuten ist der, dass es zwei Wechselperioden gibt.

    Sommer: 01.07. bis 31.08.

    Hierbei muss die Abmeldung des Spielrechts bis 30.06. erfolgen und die Neuanmeldung beim aufnehmenden Verein ab 01.07.

    Winter: 01.01. bis 31.01.

    Hierbei muss die Abmeldung des Spielrechts bis 31.12. erfolgen.

    Die Jugendordnungen der Landesverbände kann da noch mal besondere Regelungen schaffen.


    Aus deinem Text entnehme ich eine falsche Wechselfrist..nicht bis 30.06. sondern Kündigung des Spielrechts bis 30.06. und der neue Antrag geht erst ab 01.07. .

    Vermutlich wurde das Spielrecht abgemeldet und daher besteht kein Spielrecht mehr.

    Ich verstehe dein Dilemma und kann den Trainer nicht ganz nachvollziehen.

    Meine Mannschaft begleite ich jetzt zur neuen Saison 24/25 ins fünfte Jahr und habe sie im zweiten Jahr der E-Jugend übernommen. Um mir einen Überblick zu verschaffen habe ich damals eine Halbserie alle erstmal auf (vom Vorgänger) eingsetzte Positionen spielen lassen (Spielstärke 1:6). Spätestens im D-Jugend Alter (Spielstärke 1:7) habe ich angefangen, entsprechend der Position den Spielern eine zweite Position zu geben. Dabei habe ich es einfach gehalten, den Außenverteidiger mal in den Außenlauf gestellt, den zentralen Mittelfeldspieler mal in den Sturm. Dann habe ich Stück für Stück in Testspielen oder eben auch Punktspielen begonnen Spieler ins Zentrum zu stellen oder eben auf Positionen die mit ihrer Hauptposition wenig zu tun haben.


    Das Ganze mit passierte mit Blick auf das Spiel auf Großfeld. Ich habe dem Team immer erklärt, dass es wichtig und gut ist mehrere Positionen zu spielen, gerade wenn wir (wie jetzt) auf dem Großfeld angekommen sind. Dabei habe ich aber nie starr daran festgehalten, dass der Verteidiger nur hinten bleiben muss ! Auch ein Verteidiger kann mit nach vorne arbeiten, wodurch sie in der D-Jugend das ein oder andere Tor erzielt haben und auch sich jetzt auf dem Großfeld mit 2 bis 3 Toren belohnt haben.


    Ich denke der Trainer sollte das so kommunizieren und eben auch mal deinem Sohn die Möglichkeit geben auf seiner alten "Stammposition" zu spielen. Bei uns im ländlichen Raum haben wir keine große Auswahl an Kindern und schauen eben, dass möglichst alle motiviert sind und dabei bleiben.

    . Wir vertreten beide eigentlich die Philosophie, dass wir dem Gegner unser Spiel aufdrücken, und nicht auf den Gegner reagieren. Das klappt in der Regel ganz gut, wir spielen hohes Angriffspressing, und gerade stärkere Gegner gucken da regelmäßig dumm aus der Wäsche.. sorry der Nachfrage, das klingt schon nach Bundesliga-NLZ....kannst du das mal näher erläutern?

    Ich bin zwar nicht Basti81, aber würde mich ebenfalls dazu gern äußern.


    Du musst nicht zwangsläufig NLZ sein. Ich habe das bei der Mannschaft aus dem Nachbarort im Bereich der D Jugend oft gesehen. Dort wird das permanente Anlaufen und den Gegner hinte rein drängen in dem Alter trainiert.

    Mein Team ist ebenfalls auf dem Weg dahin, allerdings mache ich es Schritt für Schritt, da alle unterschiedliche Voraussetzungen haben und ich einen Teil der Mannschaft jetzt erst in der Saison 23/24 übernommen habe.


    Wir haben im letzten Sommer mit Grundlagen angefangen, nämlich dem "Einschieben" bei Ballverlust und dem "Breit machen" bei Ballgewinn. Ich habe es ihnen erst auf der Taktiktafel gezeigt....das Feld in mehrere Bereiche eingeteilt und aufgezeigt wo eben Tore fallen (im Zentrum um den Strafraum herum). Daher soll das Team immer nach Ballverlust einschieben und die Mitte eng machen. Somit wird der Gegner gezwungen über außen zu spielen, was sich eben einfacher verteidigen lässt.

    Dazu kommt noch, wenn der Druck bei einem gegnerischen Konter zu hoch wird, einfach den Ball ins Seitenaus spielen. Das verschafft uns Zeit nachzurücken, uns neu zu stellen und wir haben kurzzeitig Überzahl (1 Spieler des Gegners macht den Einwurf).


    Das war relativ schnell drin, so dass wir das Verschieben in Richtung Ball üben konnten. Also sprich der Gegner ist im Ballbesitz und wir schieben als Team in die Richtung des gegnerischen ballführenden Spielers. Dabei läuft der eigene ballnahe Spieler den Gegner an und der Rest verschiebt mit. Wenn wir auf Höhe der Mittellinie anlaufen, läuft unser 10er den Rückpassweg zu, somit muss der Gegner nach vorne spielen. Erklärt habe ich es ebenfalls erst an der Tafel dann auf dem Feld. Sie sollen sich das Ganze immer als Banane vorstelllen, wenn wir Richtung Ball verschieben (Mittelfeld u. Abwehr). Den Außenverteidigern u. Läufern habe ich als Orientierung mitgegeben, das sie bis zum ersten Pfosten mit rüber schieben.

    Behelfsweise habe ich mal mit Hütchen das echte Großfeld in Bereich aufgeteilt wie auf der Tafel ("ihr schiebt innerhalb eures Feldes oder im Angriff immer ein Feld vor").


    Angriffspressing haben wir mal sporadisch geübt, weil mir erstmal wichtig war aus der kompakten Defensive heraus zu spielen. Wir haben schnelle Flügelspieler und einen schnellen 10er, welche das Umschalt spiel gut umsetzen können.

    Der nächste Schritt den ich mit dem Team machen will, ist das "Klemmen u. Lenken". Dabei soll das Team hinten bewusst kurz rausspieln, wenn es möglich ist.

    Bspw. soll dann der rechte IV, recht AV, rechte RM sowie 6er und 8er den Ball auf der Seite ein paar mal rotieren lassen. Der Gegner schiebt rüber (90% der Fällte passiert dies) und dann eben möglichst schnell über IV und 6er (altern. zweiter IV) den Ball auf die linke Seite bringen (Bspw. mit langem Diagonalball). Somit steht der LM im freien Raum und kann anlaufen. Das Team muss dann eben schnell genug nachschieben.

    Gleiches bei gegnerischen Abstoß. Ich biete dem Gegner bewusst eine Seite an, indem ich mich bspw. nach rechts schiebe und ihm links anbiete. Kommt der Ball dorthin, muss ich natürlich im Tempo dorthin schieben und dem Gegner Druck machen.

    golfstrom  Constantin

    Vielen Dank für eure Antworten, es ist immer gut mal einen sachlichen Blick auf solche Dinge zu haben.


    Die Szenerie schätze ich ebenfalls als normal an und habe ich selbst als Fussballer auch erlebt. Heute war Training und wir haben das gestrige Spiel sachlich und mit Beispielen besprochen. Gut war, dass unser IV seine 5te gelbe Absitzen musste und heute mal die Spielauswertung begonnen hat. Somit haben die Jungs und Mädels das mal aus ihren Reihen gehört.

    Die Konsequenz daraus ist für uns dann nach wie vor von Spiel zu Spiel zu schauen und in der Kabinenansprache nicht nur eigene Stärken anzusprechen, sondern auch darauf hinzuweisen was eben der Gegner gut kann.

    Zudem wird unser 10er auf die Flügel rausgehen, da er dort weniger Schaden anrichten kann.

    Wir predigen immer bei Ballerverlust die Mitte eng zu machen, um den Gegner über Außen zu leiten. Dies lässt sich einfacher verteidigen...eben nur wenn der 10er sich nicht regelmäßig festläuft und wir dann offen stehen.

    Das ganze werden wir ihm so mitteilen, da er die letzten beiden Spiele nicht geglänzt hat und der Meinung war, die Liga ist nicht anspruchsvoll für ihn.


    Im Großen und Ganzen also weiter die Mannschaft entwickeln ;)