Ich denke das ist ein eher vielschichtiges Problem.
Schicht 1:
Die Eltern fördern nicht ausreichend das Hobby ihre Kinder bzw. wertschätzen es nicht. "Abladen zum Training/ Spiel" damit es nicht zu Hause an der Playstation hängt oder man interessiert sich nicht dafür.
Beispie aus meiner aktuellen C-Jugend ein Mädchen, dass in dieser Saison gute Fortschritte gemacht hat. Die Eltern kommen nicht zuschauen, da beide mit Fussball nie was zu tun hatten. Da in der Mannschaft nebn ihr noch 2 weitere Mädels sind, kommt sie aufgrund der Freundschaft und eben weil sie den Ansporn hat sich zu verbessern. Wertschätzung erfährt sie durch uns Trainer, was grundsätzlich so sein sollte aber eben auch Eltern dazu beitragen könnten.
Weiterhin wird eben auch schnell gesagt, dreimal nicht entsprechende Spielzeit bekommen ist alles doof und Eltern unterstützen dann den "einfachen Weg" aufzuhören statt eben mal anzusporen es weiter zu probieren oder eben mal abzuwarten.
Schicht 2 :
Das Angebot an anderen Hobbies ist groß und teilweise einfach...Stichtwort Online Gaming.
Schicht 3:
Landes- oder Kreisfussballverbände die meinen "das Ohr an der Basis" zu haben.
Vereinsdialoge fehlen, um gemeinsam Lösungen zu suchen. In Großstädten ist eben das Einzugsgebiet anders als auf dem flachen Land.
U.a. könnte man vom Großfeld (1:10) auch wegkommen und das Norwegermodell fahren mit verkürztem Großfeld und verringerter Spielstärke.
Unser Kreisverband in Brandenburg hat schon etwas reagiert. Wir spielen mittlerweile eine Vorrunde (ehemals Hinrunde).
Mit dem letzten Spiel kommt die Winterpause und anhand der Platzierung erfolgt in der Hauptrunde (ehemals Rückrunde) die Einstufung in Kreisliga, 1. Kreisklasse und 2. Kreisklasse.
Somit hat man bei einem spielschwachen Jahr eben die Chance gegen ähnliche starke Teams in der Hauptrunde zu spielen. Das sorgt bei uns in der Region mittlerweile für weniger Abgänge durch Motivationsverlust.
Schicht 4:
Verein die stumpf und stur an "ihren Farben" festhalten. Ich habe als Trainer und Nachwuchsleiter seit März mehere Gespräche geführt und viel Zeit investiert, um Spielgemeinschaften auf dem Großfeld anzustoßen.
Verein 1:
in der abgelaufenen Saison Probleme eine C und B Jugend im Spielbetrieb vollzubekommen.
Lösung war in der Hauptrunde die Spiele der C zu verlegen (sofern der Gegner zugestimmt hat), damit einige Spieler in der B aushelfen.
Dadurch hatte dann die C Jugend in allen Spielen Probleme eine Mannschaft zusammen zu bekommen, da Eltern klar sagten 2 Spiele am Wochenende geht nicht. Es haben dann D Spieler in der C ausgeholfen.
Fazit C Jugend 7 Spiele, davon 3 in Unterzahl und 4 mit zahlreichen D Spielern aufgefüllt.
Da man sich bei uns kennt, hat der scheidende Trainer mir klar gesagt er war dafür und der Verein wollte eine SpG nicht.
Aber Wir machen das zur neuen Saison selbst....eine Mannschaft wird wohl auf der Strecke bleiben und damit Spieler verloren gehen.
Verein 2:
Wir haben 11 Spieler und melden, eine SpG will unser Vorstand nicht.
Gegenwärtig läuft die "Werbung" nach Spielern heiß.
Verein 3:
Selbe Problematik wie Verein 1.
In der abgelaufenen Saiosn B und A Jugendliche in der C spielen lassen unter falschen Namen.
Zu Auswärtsspielen die gesamte Saison mit 8 bis 10 Spielern gefahren.
Aber auch hier, wir machen es selbst.
Aktuell trainieren 2 Spieler von diesem Verein mit und wollen wechseln, da sie keine Lust mehr haben so zu spielen.
Man darf gespannt sein, wie lange die C Jugendmannschaften im Spielbetrieb sind.