Beiträge von sanja1302

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    Vielen Dank an alle!
    Werde das ganze jetzt einfach mal ausprobieren.
    Hat ja keiner etwas negatives zu meinen Überlegungen geschrieben.

    Einen Vorteil habe ich und die meisten Trainer hier ja sowieso.
    Sehr viele Trainer trainieren nämlich von Spiel zu Spiel ohne jegliches Konzept.
    Da ist man dann -egal mit welchem Konzept- schon besser dran.

    Hallo!
    Erst einmal Danke für die schnellen Antworten!
    Stimmt Koordinationsleiter und -training spielen bei Coerver eine nicht so wichtige Rolle (eigtl. nur die "Ballkoordination", also Ballgefühl).

    @ Andre: Finde das Argument mit dem goldenen Lernalter gut.
    Es ist nicht unbedingt klug, dann nur das 1v1 zu üben.
    Aber das habe ich ja auch nicht vor. Mir geht es darum einen Schwerpunkt zu setzen, die vorherigen Stufen sollen/müssen immer mit eingebaut und vertieft werden.
    Denke dadurch, dass man nur einen Schwerpunkt hat, kann man viel intensiver üben.

    Im Bereich der D/C-Junioren sehe ich das ähnlich, man sollte sehr spielnah trainieren und viele Spielformen anbieten (Torabschluss und Gruppentaktik sollten dann Schwerpunkt sein).
    Aber so lange möchte ich die Mannschaft ja gar nicht machen.

    Zum Thema Koordinationstraining:
    Klar ists kein Allheilmittel. Es ist aber eine gute Ergänzung zum normalen Fußballtraining.
    Meiner Meinung nach kann ein gutes Koordinationstraining gar nicht langweilig sein.
    Wer die Spieler immer gleich über die Leiter steppen lässt macht ja auch nicht wirklich Koordinationstraining. Koordinationstraining muss vielseitig und abwechslungsreich sein, sonst schult man ja mehr die Motorik. Es ist also nicht damit geholfen ne Leiter hin zu legen und die Spieler immer gleich drüber laufen zu lassen. Das kann nämlich schnell langweilig werden.

    @ playmosoccer:
    Finds interessant, dass du ähnlich arbeitest. Das bestätigt mich ja ein bisschen.
    Die Methoden von Peter Schreiner sind mir bekannt (habe Lektüre dazu und die Fußballschule der DFA ist immer bei uns im Verein) und wie gesagt möchte ich in jeder Altersklasse auch das Koordinationstraining mit einbauen, genauso wie die Schnelligkeit.

    Denke es fällt einem leichter das Koordinationstraining ins Training mit ein zu bauen, wenn man nur einen Schwerpunkt hat. Dann hat man viel mehr Zeit dazu.
    Bisher habe ich in der D alle Techniken trainiert und auch 1v1. Dabei kam das Koordinationstraining eigentlich immer zu kurz.
    Außerdem kann man viel spielerischer arbeiten.
    Habe nicht vor bei den Minis ein ganzes Training lang Skills zu üben (nur 5-10 Minuten)!
    Es soll viele Spielchen und Wettkämpfe geben, wie gesagt ergänzt durch interessantes Koordinationstraining.

    Der Trainingsaufbau gestaltet sich eigentlich immer gleich:
    1. Koordination (allgemein, fußballspezifisch), Fang- und Dribbelspiele, Lauf-ABC
    2. Schwerpunkt (Technikübungen, bzw. -spiele), auch koordinatives Techniktraining
    3. Fußball spielen

    Find feste Nummern auch am Besten.
    Neben oben genannten Vorteilen, ist dies auch für Trainingsanzüge oder ähnliches (falls ihr sowas habt) gut. So ist die Nummer dann eindeutig & jeder kann seine Sachen schnell finden.

    Setzt allerdings voraus, dass du genügend Trikotnummern für deine Spielerinnen hast. In der E-Jugend hats bei mir geklappt, aber in der D hatten wir dann einen 14er-Satz und 17 Spieler. Da kann man das dann nicht machen. Man kann ja schlecht 3 Spielern kein Trikot geben...

    @ Super-Trainer: Wieso bald?

    Hallo Franzi!
    Da deine Fragen zur Schnelligkeit noch nicht wirklich beantwortet wurden, versuch ich dir mal zu helfen.
    Schnelligkeit wird wie folgt unterschieden/eingeteilt:
    1. Antrittssch. => Start, Schnelligkeit auf den ersten Metern
    2. Reaktionssch. => wie schnell reagiert das Gehirn auf äußere Faktoren? (z.B. Pfiff, wie lang brauch Spieler um los zu laufen)
    3. Handlungssch. => wie schnell entscheidet sich ein Spieler für etwas (z.B. Pass zum Mitspieler oder Dribbling) => geistige Schnelligkeit
    4. Zyklische Aktionssch. = Sprintschnelligkeit, wie schnell legt ein Sportler eine bestimmte Strecke zurück?
    5. Azyklische Aktionssch. => schnelle einzelne Bewegung mit maximaler Kraft auf leichten Widerstand (z.B. beim Torschuss)
    6. Schnelligkeitsausdauer = Fähigkeit maximale Bewegungsschnelligkeit möglichst lange aufrecht erhalten zu können

    Wie trainiert man nun was?
    1. kurze Sprints 3-5 m, lange Pausen (Spielerinnen müssen erholt sein)
    2. z.b. Dribbelübung: bei Pfiff in anderes Feld wechseln, wenn rechter/linker Arm gehoben wird Finte ausführen
    3. Spielformen/Spiele; es müssen mehrere Möglichkeiten gegeben sein, damit der Spieler sich überhaupt für 1 entscheiden kann
    4. kurze/mittlere Sprints, lange Pausen
    5. automatisch bei Schuss- und Passtechnik
    6. längere Sprints (10-20 Sekunden), Pausen machen!

    Wichtig: nicht einfach nur Laufen lassen.
    Schnelligkeits- und Koordinationsübungen lassen sich sehr gut kombinieren und machen den Spielern bekanntlich viel mehr Spaß.
    Auch Wettkämpfe organisieren und mit Ball trainieren (Dribbelspiele). Das macht viel mehr Spaß & die Motivation ist höher, so dass auch eine höhere Leistung zu erwarten ist.
    Immer ausreichend Pausen einplanen! d.h. auf eine sehr anstrengende Übung folgt eine lockerere.

    Dem Namen nach sind also die Aktionsschnelligkeiten = Bewegungsschnelligkeit.

    Laufen mit Klatschen hat meines Wissens nicht (nur) was mit dem gemeinschaftlichen Auftreten der Mannschaft zu tun.
    Es soll wohl eher der Rhytmisierungsfähigkeit (=> Koordination) dienen und z.B. ein besseres Dribbling bringen.
    Nur wer gekonnt ein Tempo halten kann und in einem bestimmten Rhytmus läuft, kann ihn auch gezielt verändern. Und das Tempowechsel im Fußball wichtig sind, brauch ich ja wohl nicht zu sagen.

    Ausprobiert hab ichs noch nicht (nur einmal Ballkorobics mitgemacht), weil mir da auch die Infos und so zu fehlen. Bei einem Hallenturnier hats mal ein Gegner gemacht, da haben wir uns (als Mädchenspielerin) drüber lustig gemacht. Grad in der Halle find ichs übertrieben (ist sowieso schon laut genug). Aber im Training sollte man das schon mal ausprobieren.

    googelt doch mal nach Ballkorobics, das ist ein Mischmasch aus Fußball und Aerobic (mit Musik natürlich) und fürs Training bestimmt auch mal interessant.

    Hallo!
    Erst einmal kurz über mich:
    Habe bisher 2 Jahre F-Jugend, 1 Jahr E- und 1 Jahr D-Jugend (alles Jungs) trainiert und werde in der kommenden Saison eine Minikickermannschaft übernehmen.
    Vor ca. 1 Jahr habe ich die Fachübungsleiter C-Lizenz erworben, wo mir die neue Philosphie des DFB nahe gelegt worden ist.

    Übers Internet habe ich nun vom Coerver-Coaching erfahren, was ich total interessant finde.
    Habe mich bereits eingelesen und mir Videos auf youtube und natürlich auch playgreatsoccer.com dazu angeschaut.

    Da ich mein neues Team ca.5 Jahre begleiten möchte, überlege ich nun ob ich Coerver-Coaching anwenden/einbauen soll.
    Beim Vergleich der beiden Philiosophien ist mir jedoch aufgefallen, dass sie sich im Prinzip recht ähnlich sind.
    Wahrscheinlich wurd bei der neuen DFB-Philosophie recht viel von Coerver übernommen (Vermutung).

    DFB:
    (Minis: vielseitige Bewegungen schulen / koordinative Fähigkeiten entwickeln)
    F/E-Junioren: Technische Grundlagen in der Grobform erlernen (Dribbeln, Passen, Schießen)
    D/C-Junioren: Techniktraining, technisch-taktische Elemente (Individual/Gruppentaktik)
    B/A-Junioren: spezifisches technisch-taktisches Handeln

    Coerver: (Stufenmodell)
    1. Ball Mastery => Ballbeherschung = Dribbling
    2. Passing & Receiving => Passen
    3. 1v1 => Individualtaktik
    (4. Speed )
    5. Finishing => Schusstechniken & Abschluss suchen
    6. Group Play => Gruppentaktiken

    Es ist doch nur die Aufteilung und Reihenfolge unterschiedlich, oder sehe ich das falsch?
    Wirklich große Unterschiede sehe ich (in der Philosophie) nicht.

    Meine Variante würde wie folgt aussehen:
    Minis: Koordination, Ball Mastery = Dribbling
    F2-Junioren: Ball Mastery
    F1-Junioren: Passing & Receiving = Passen
    E2-Junioren: Passing & Receiving
    E1-Junioren: 1v1 = Individualtaktik
    Wobei die zuvor gelernten Dinge natürlich mit ins weitere Training einbezogen und vertieft werden sollen.
    In der Aufwärmphase würde ich in allen Altersklassen viel Koordinationstraining einbauen.

    Nach DFB-System lasse ich in dem Bereich (Kinderfußball) eigentlich nur die Schusstechnik weg. Was meiner Meinung nach aber auch nicht wirklich schlimm ist.
    Da Vollspann, Kopfball, Hüftdrehstoß, Fallrückzieher oder Gruppentaktik von Kindern sowieso noch nicht erlernt werden können/sollten und Innenspanntechnik beim Passen geübt wird.

    Was haltet ihr von meinen Überlegungen?
    Ich weiß ist nichts weltbewegendes, aber mir ists schon recht wichtig.
    Habt ihr Ergänzungen, Tips oder Veränderungsvorschläge?
    Bin wie gesagt Neuling, was das Coerver-Coaching angeht.

    Ich kann da nur das Buch "Koordinationstraining Fußball" von Peter Schreiner empfehlen.
    Es ist sehr günstig, ich glaub 8,90 € hab ich dafür bezahlt.

    Das Buch beinhaltet neben Übungen zum Koordinationstraining (allgemein wie fußballspezifisch)
    auch Erklärungen zum Thema (was ist Koordination überhaupt?).

    Meine E-Jugend hat immer im 3:3-System gespielt, wobei es eigentlich mehr ein 1:2:2:1 war.
    Der Einfachheit halber, hab ich aber immer 3:3 aufgeschrieben.
    Also einer sollte hinten absichern und einer immer vorne bleiben. Wobei auf jeder Position regelmäßig gewechselt wurde.

    Auch wenn manche meinen, dass das System zu einfach und starr ist halte ich daran fest. Durch diese simple Aufstellung erreicht man nämlich, dass sich alle einigermaßen gleichmäßig verteilen ohne dass man viel erklären muss.

    Bei meinem Team -mittelmäßige Stärke- hat sich so total schnell eine Eigendynamik entwickelt. Es wurde viel über die Außen gespielt und die Außenvertiediger sind immer mit aufgerückt, was häufig zu Überzahlsituationen geführt hat.

    Taktisch habe ich wie gesagt nur das 3:3 vorgegeben. Der Rest kam von den Spielern ganz alleine. Durch ein simples System bietet man meiner Meinung nach viel mehr Raum für die Spielinteligenz der Spieler. Es ist viel mehr Kreativität gefordert.
    Wer ne komplizierte Aufstellung hat, gibt meines Erachtens schon viel zu viel vor.

    Hallo!
    Bin Fan von der Viererkette, obwohl ich selber noch nie damit gespielt habe.

    1. Vorbereiten ab der F-/E-Jugend:
    Bevor großer Protest kommt, bin der Meinung das Mannschafts-Taktik im F- und E-Jugendbereich noch nichts zu suchen hat.
    Wenn man die Kinder aber frei im 3:3-System (nur zur Orientierung) spielen lässt legen sie erfahrungsgemäß folgende Eigenschaften an den Tag:
    - ballorientiertes Spiel
    - Raumdeckung
    Wenn man als Trainer den Spielern nicht die Manndeckung aufdrückt, bereitet man sie also schon indirekt auf ein Spielsystem mit Viererkette vor.
    Das 3:3-System hat auch noch den Vorteil, dass die Außenverteidiger sich als defensives Mittelfeld auch im Offensivspiel mit einschalten müssen (wie AV bei Viererkette).

    2. Spielen ab der D-Jugend (nur 11er):
    Auf Großfeld bevorzuge ich ein 4-4-2-System mit Raute im Mittelfeld.

    -----------------------Torwart-----------------------------
    AV-----------IV--------------------IV---------------AV---
    -------------------------DM--------------------------------
    ---------RM--------------------------------LM-------------
    -------------------------OM--------------------------------
    -----------------ST--------------ST-----------------------

    Denke Variationen im Spielsystem, sollte man erst ab der B-Jugend durchführen, oder bei einer sehr leistungsstarken C-Jugend. In der D, sollen sich die Spieler doch erst einmal langsam an ein Spielsystem und das große Feld gewöhnen.
    Die meisten würde es total überfordern, wenn man dann hin und her springt.
    Im taktischen Bereich sehe ich in der D-Jugend sowieso eher Individual- und Gruppentaktik als Hauptaugenmerk.

    Hoffe das war jetzt nicht zu viel...