Beiträge von Wald und Wiese

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    Hi,


    Autismus-Spektrum-Störungen sind sehr vielschichtig und sehr unterschiedlich. Es ist schwierig, da eindeutige Handlungsempfehlungen zu geben. Manche brauchen sehr viele Informationen, andere gar keine.


    Manche Übungen werden klappen, andere nicht. Es ist sehr viel wahrscheinlicher dass dieses Kind manche Übungen super gerne macht und andere.. überhaupt nicht.


    Das wichtigste ist keinen Druck zu erzeugen, ermutigen andere Dinge zu probieren und zu wissen und einfach zu akzeptieren dass manche Dinge nicht funktionieren. Im sozialen Gefüge ist es manchmal schwer, Interessen und Emotionen anderer Kinder zu erkennen und wissen nicht so Recht was sie tun sollen. Das kann in Apathie oder in Agressionen Umschlägen. Regeln werden zum Teil pedantisch eingehalten, aber auch nicht bei allen.


    Es kommt sehr aufs Kind an. Es gibt das Sprichwort: "kennst du einen Autisten, dann kennst du EINEN Autisten" und so ist es dann leider auch. Allgemeingültige Tips gibt es nicht so viele. Gelassenheit, wenn etwas nicht läuft oder nicht verstanden wird ist das wichtigste.


    Hoffe, das hilft etwas.

    Für mich ist die Sachlage ganz einfach. Wäre ich Elternteil und mein Sohn&Tochter wir sind unzufrieden und haben das Angebot für ein Probetraining bei einer "perspektivischen" Leistungsmannschaft würde ich es nutzen und dem Trainer das kurz mitteilen, muss man aber nicht. Werde ich im neuen Verein aufgenommen und der Mannschaft, teile ich das dem aktuellen Trainer mit.

    ich würde nicht mehr zum Training der alten Vereins gehen, sondern mich voll und ganz auf die neue Mannschaft konzentrieren und mich freuen. Leistungsteams machen i.d.R viele Testpsiele und dort kann dein Sohnemann spielen. Er darf nur nicht bei den Pflichtspielen mitmachen. Ich würde mich nicht mehr ärgern oder gar Zeit investieren mit der alten Mannschaft. Es kommt früher oder später heraus, das ihr wechselt und das gibt nur Unruhe innerhalb alten Mannschaft und davon hat keiner was.


    Sehe ich ganz anders. Man ist mit dem Verein und dem Trainer zufrieden und das Pflichtbewusstsein ist da die Saison zuende zu bringen. Warum soll man das denn nicht tun?

    Ich glaube, dass man in zwei Mannschaften gleichzeitig Mitglied sein kann und trainieren darf. Nur in zwei Mannschaften gleichzeitig das Spielrecht auszuüben ist streng reguliert.


    Wenn Du dem Verein jetzt mitteilst, dass ihr euch überlegt im Sommer zu wechseln und dein Sohn weiterhin ins Training geht und spielt, hast Du im Prinzip alles richtig gemacht. Die Reaktionen darauf kannst Du nicht beeinflussten.

    Worüber sich erwachsene Menschen streiten können..


    Ich würde auch dem Frieden zuliebe die einheitlichen Stutzen anziehen und dann fragen, ob man gemeinsam die Jugendleitung ins Boot holen soll um klären zu lassen ob Schienbeinschoner der falschen Marke ein Grund für den Spielausschluss sind. Dann würde er schon merken wie sinnlos die Diskussion ist.


    Würde ich als Trainer so auftreten, wären Kinder und Eltern bereits zu Nachbarvereinen gewechselt. Wenn solche Streitereien zwischen zwei Trainern in der Kabine entflammen, dann wirft das auch auf die herumstehenden Eltern ein schlechtes Licht.


    Deswegen höflich aber bestimmt und im Zweifel immer wieder anbieten die Jugendleitung ins Boot zu holen, egal wie schwachsinnig es einem auch erscheint, wäre wohl was ich machen würde.

    Hier im Landkreis gibt es eine Regelung, unter der man in einer 7er Mannschaft einen und in einer 9er Mannschaft zwei Spieler eines älteren Jahrgangs einsetzen kann, wenn man die Mannschaft mit einem X meldet und auf ein Aufstiegsrecht verzichtet. Es ist dann auch für alle ersichtlich dass dieses Team im begrenzten Umfang ältere Kinder einsetzt.


    Natürlich führt das auch wieder zu Missbrauch, aber in solchen Fällen eine gute Idee


    Ich habe lediglich wertneutral die Behauptung aufgestellt, dass ein besonders talentiertes Kind auch ein Jahr später in einem NLZ unterkommen wird.

    Bei 7 jährigen ein und halb Jahre im Voraus eine Zusage.. da kriege ich schon beim lesen Bauchschmerzen und ich denke die Alarmglocken sind die richtigen. Entweder das Kind ist ein überflieger. Dann ist er aber so gut, dass es auch in einem Jahr problemlos in einem NLZ unterkommt (denke ich).. oder aber es wird erstmal alles aufgesammelt und dann ausgesiebt, und das will man seinem Kind dann auch eher nicht antun :/


    Ist das Aufnahmeverfahren von anderen NLZ bekannt? Spricht etwas dagegen dort anzurufen und zu sagen: "ich habe eine Zusage von XY, wie handhabt ihr das? Was ist euer Konzept für die F Jugend?"

    Ich befürchte, da gibt es kein richtig oder falsch.


    Entweder ihr lasst die Beleidigungen des Vaters an euch abprallen und bietet dem Kind ein Training und einen Platz in der Mannschaft/Gemeinschaft, was unheimlich viel wert sein kann.. oder aber es ist zu viel und nicht zu ertragen und man sagt es geht nicht mehr.


    Wenn es privat wird und Schmutz über einen erzählt wird bzw. man vieles nur hintenrum mitbekommt wird es schwierig. Zusammen mit den Mittrainern und der Jugendleitung bzw. dem Vorstand eine Entscheidung treffen und diese dann zusammen vertreten ist denke ich immer das beste, egal welche es ist.


    Es ist richtig, dass man nicht alles aushalten muss. Die Frage ist denke ich eher "ist es mir/uns das Wert?" und da denkt dann jeder anders drüber nach, was auch vollkommen ok ist.

    I

    Ich habe im vergangenen Jahr die C- sowie die B-Lizenz absolviert.

    Aktuell gibt es keinen "Ersatz" für mich als Übungsleiter. Für mich ist es total schwer die Jungs abzugeben. Wir haben gemeinsam 4 Jahre intensiv miteinander gearbeitet. Ich weiß aber auch, dass ich den anderen Kindern genau Das ebenfalls vermitteln kann.

    Ab der Saison 23/24 bin ich zusätzlich sportlicher Leiter für den Bereich Fußballkindergarten-U12.


    Ist verständlich, dass es einem dann schwer fällt.

    Du hast wie es scheint eine tolle, motivierte Truppe. Möglicherweise findet sich ein Trainer, den Du in einem fließenden Übergang von einem halben Jahr oder Jahr anlernen kannst? Ein erfahrener Spieler ohne Trainerschein etc. der nicht im Kinderfußball anfangen möchte aber auch nicht ins kalte Wasser geworfen werden will.. ist schwierig!

    Um Kindern zu zeigen, dass sie besser werden, können solche Tests schon Sinn machen.

    Wer sich die Mühe macht, am Anfang und am Ende der Saison einen Test zu machen, kann den Kindern so zeigen dass sie besser, wendiger und schneller geworden sind. Das ist an und für sich nichts verkehrtes. Die DFB Fußballabzeichen haben ja auch eine Punktvergabe um die Motivation zu steigern.


    Dass wir dann in den F Jugenden in Dorfvereinen unsere Startaufstellung nicht zwingend nach Excel Listen der Leistungsdiagnostik richten sollten, ist denke ich jedem bewusst :S

    Ist auch immer eine Frage, was man verändern kann und was man verändern will.


    Mannschaftstaktische Überlegungen würde ich persönlich auf die Vorbereitung D Jugend schieben, wenn sich durch die Viererkette eh alles wieder verändert.


    Ein paar Ideen:

    Umschaltspiel lässt sich schon allein dadurch traineren, dass man beim Abschlussspiel im Training nach jedem Ball im Aus als Trainer sofort einen neuen Ball ins Spiel bringt und gezielt Mittelfeldspieler/Stürmer anspielt, um ständig neue Spielsituationen wie Konter zu erzeugen.


    Aufbauspiel aus der Abwehr heraus: 3 gegen 1, dann 3 gegen 2 im Funino Feld, dabei anleiten das 2 gegen 1 suchen und offene Stellung auf den Außen näherbringen. Oder im "großen" Feld Überzahlspiel auf Minitore mit Konter der Stürmer auf das Jugendtor.


    Wenn es um das Spiel nach vorne geht, evtl. 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 auf Dribbeltore, da man sich hier durchsetzen muss und der Torschuss keine Option ist.


    Torschussübung: 4 Kleinfeldtore oder Stangentore im Funino Feld, 4 Torhüter und 2 gegen 2 Feldspieler (alle drei Minuten Feldspieler und Torhüter wechseln zur Erholung). So kann man viele Torabschlüsse in Bedrängnis aus spitzem Winkel etc üben und gleichzeitig etwas für die Kondition tun.


    Das alles wird vermutlich keinen schnellen Erfolg bringen, aber die Kinder lernen Situationen wahrzunehmen und Entscheidungen zu treffen und können dann ihre vorhandene Technik besser einsetzen.

    Nach langer Zeit des Mitlesens habe ich beschlossen mich doch auch einmal anzumelden.


    Vatertrainer sind natürlich oft wegen Ihrem Kind dabei und haben oft Motivation mit den Kindern mitzugehen. Das ist per se nichts schlechtes und die Motivation ein gutes Training anzubieten ist oft riesig, da man ja auch möchte dass das eigene Kind ein tolles Training hat usw. Diese Trainer gewinnt man bei den Bambinis und in der F Jugend, wo sie noch verhältnismäßig neu sind. Nicht alle sind ausgebildete Kindertrainer, allerdings sind es motivierte Eltern und in der Regel gute Fussballer.

    Ich habe bisher nur F Jugenden trainiert, Vatertrainer als Betreuer hinzugewonnen und die Mannschaften zur E Jugend dann an die Väter/Betreuer abgegeben, um dann den nächsten F Jugend Jahrgang zu übernehmen. Fällt jedes Mal schwer, hat aber immer gut geklappt.


    Ich verstehe jeden, der viel Herzblut in eine Mannschaft steckt und Angst davor hat, dass diese dann auseinanderbricht weil sich kein anderer Trainer findet. Ich hatte bei der Übergabe selbst zum Glück bisher immer ein richtig gutes Gefühl.


    Jetzt zurück zur perfekten Dauer: Ich finde, dass die Anforderungen an die Trainer in verschiedenen Jugenden gänzlich andere sind. Wer alles kann und selbst neue Impulse setzen kann, kann einen Jahrgang viele Jahre trainieren. Ich kann das nicht, spätestens ab der C Jugend müsste ich ehrlich genug sein, dass ich den dann Jugendlichen nichts mehr beibringen kann. Andere laufen erst ab der B Jugend warm. Idealerweise setzt man die Kompetenzen so ein, dass man allen Kindern gerecht wird? Finde ich im Ehrenamt schon schwierig genug. Dauer finde ich eher unwichtig..