Beiträge von Wald und Wiese

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    Die Verteidiger stehen links und rechts NEBEN dem Strafraum

    Warum stehen die "Neben" dem Strafraum? Da könnte ich sie als Gegner zustellen. Mit der neuen Regel würde ich sie im Strafraum sich aufhalten lassen - neben dem Torhüter.

    Ist euer Torwart grundsätzlich auch ein ordentlicher Feldspieler

    Spielt ihr in der U10 schon mit der Rückpassregel? Ansonsten könnte der Torwart im Notfall den Ball auch mit der Hand aufnehmen.

    "Neben", da der Pass zur Seite etwas ungefährlicher ist als Spielaufbau direkt vor dem Tor. So groß ist der Strafraum ja nicht. Bei mir stehen sie idealerweise an der Strafraumkante seitlich etwa auf halber Höhe zwischen Strafraumkante und Grundlinie.


    Wenn der Gegner zustellt, gibt es einen langen Abschlag aus der Hand nach Rückpass und das nächste Mal wird danach meistens nicht mehr zugestellt.

    Tut nicht weh, ist bestimmt ordentliches Training, und vielleicht ein bisschen ein Erlebnis bei einem Bundesligaverein ein paar Einheiten zu trainieren. Wenn es einem das Geld wert ist, ist es kein Fehler. Wenn man zudem als Trainervater zuschauen kann und möglicherweise das ein oder andere mitnehmen (kann man meiner Meinung nach von guten Trainern immer) kann, umso besser.


    Ob es einem das Wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

    Das ist natürlich etwas unbefriedigend, wenn man in einer zu starken Gruppe eingeteilt ist.

    Spielaufbau trainiere ich auch in einer Überzahlform mit einem Jugendtor auf der einen Seite und Minitoren links und rechts auf der anderen in Überzahlsituationen und evtl. mit Zeitdruck (Abschluss aufs Minitor in weniger als 20 Sekunden). Dadurch entsteht dann auch ein bisschen Druck den Ball schnell zu spielen und es ist trotz weniger Gegnerdruck Wettkampfnah.

    Ich lasse mit einem 2-3-1 spielen in der E-Jugend. Die Verteidiger stehen links und rechts NEBEN dem Strafraum, damit man gleich aus der gefährlichsten Zone rausgeht und die Flügelspieler stehen an den Außenlinien relativ weit hoch. Das taktische Grundgerüst haben sie einigermaßen verinnerlicht und den Rest spielen sie frei raus ohne Vorgaben.


    Es steht und fällt für mich alles mit den Fähigkeiten Ballan- und Mitnahme und Passschärfe für die ersten Schritte. Wenn das noch nicht so gegeben ist, würde ich zuerst das trainieren bevor ich in die Gruppentaktik gehe, da die Fähigkeiten nicht nur beim Spielaufbau helfen.

    Bereits länger praktiziert wird es in Spanien, früher als wir umgestellt haben Österreich und Belgien. Die "Bolzplatzideologie" ist denke ich auch ein Stück weit Frankreich geschuldet.


    Vereine, die in Deutschland schon länger den Weg mitgehen und kleine Spielformen unterstützen und lautstark fordern sind Freiburg und Hoffenheim, die beide gemessen an ihrem Einzugsgebiet eine wirklich erfolgreiche Jugendarbeit nachweisen können.

    Ich persönlich sehe es an den Jahrgängen 2013 - 2016, da sind in den jüngeren Jahrgängen Mannschaften dabei, die den älteren jetzt schon spielerisch weit überlegen sind und die zweiten (jungen Mannschaften) vergleichsweise gut da stehen im Quervergleich, und damit meine ich nicht die "farmteams" für die NLZ.

    Funino soll eigentlich im Spiel ohne entsprechende Coachinghinweise zurechtkommen. Das wird eigentlich auch vom Verband so kommuniziert. Ich habe mich als Trainer meistens zum schwächeren Team dazugestellt, da die stärkeren schon wissen, was sie tun, während die anderen ein paar Hilfestellungen gebrauchen konnten.


    Wenn ich auf dem stärksten Feld wäre und der gegnerische Trainer poltert herum, würde ich mich schon wundern. Ein Spieler merkt selbst ganz gut, wenn er an einem Gegentor schuld ist. Dann kann man zwischen den Spielen ganz gut erklären was zu gefährlich ist und wie man es besser machen kann.


    Auf der anderen Seite.. wenn ich überlege wie meine Spieler noch vor einem Jahr richtig blöde Gegentore bekommen haben wegen Hackentrick im eigenen Strafraum etc.. und ich jetzt sehe wie sie sich spielerisch Rauskombinieren, bin ich eher einer von denen die sagen: "ich finde es toll, dass du versuchst es spielerisch zu lösen". Und dann einfach kurz aufzeigen, warum es in der Situation zu gefährlich ist (Nähe zum Tor, keine Möglichkeit der Mitspieler zu helfen wenn etwas schief geht, etc). Ganz ohne Risiko entwickeln sich die Spieler aber auch nicht.


    "Was soll der Mist" als Kommentar für eine misslungene Aktion finde ich bei sieben/achtjährigen vollständig daneben.

    Ein zwei gegen zwei in Zonen forciert Doppelpässe und Schnittstellen. Man macht einfach ein kleines Spielfeld auf und teilt das Spielfeld in der Mitte der Länge nach. Also hat man einen Spieler auf der rechten Seite und einen auf der linken. Wenn man am Gegner vorbeikommen möchte, geht nur das 1:1 oder der Schnittstellenpass/Doppelpass (von einer gelegentlichen Flanke mal abgesehen). Schnittstellenpässe und die dazugehörigen Laufwege sind auch in der E-Jugend keine Selbstverständlichkeit, da gehört schon relativ viel räumliches Denken und Timing dazu.


    Bei einem 1:3:2 ist es für den Verteidiger im Spielaufbau extrem schwierig, wenn der Gegner das Prinzip des Deckungsschattens begreift und einfach nur nah an deinen Verteidiger heranrückt. Selbst wenn nicht viele Fehler vorkommen, sind diese dann halt immer gleich gefährlich. Der Gegner hat die Mitte ja eigentlich auch immer am besten mit abgedeckt, da machst Du es sowohl dem Mittelfeldspieler als auch dem Abwehrspieler in der Mitte unheimlich schwer.

    mit einem 3:1:2 (und Narrenfreiheit für die Außenverteidiger im Spiel nach vorne) bindest du entweder Gegenspieler auf die Außen und Steckpässe zum ZM werden einfacher ODER der Ball kann nach außen gespielt werden und dann kann man sich da durchdribbeln/kombinieren.

    mit einem 2:3:1 opferst du einen Stürmer, stehst aber hinten wesentlich stabiler. Und wenn der Passweg zum Mittelfeldspieler zugestellt ist, spielt man eben über den anderen Verteidiger nach vorne. Zudem sind Ballverluste in den Halbräumen immer etwas weniger gefährlich als zentral vor dem Tor.

    Ich denke, die 1-3% sagen relativ wenig über den Erfolg der NLZ an sich aus, sondern eher etwas über den Flaschenhals zum Profifußball.


    Die relevanten Quoten sind meiner Meinung nach:
    Wie viele Spieler in den U17/19/21 Nationalmannschaften stammen aus Deutschen NLZ? (auch in anderen U Nationalmannschaften)
    Wie schneiden unsere U17/19/21 leistungstechnisch international ab?
    Wie verschiebt sich die Quote der in Deutschland ausgebildeten zu den aus dem Ausland gekauften Spielern?

    Ich würde die Vorteile sehen:


    Das Kind spielt nicht nur mit, sondern trägt sein Team. Vielleicht hat sich der Trainer auch gedacht, es ist gut etwas mehr Verantwortung zu haben oder etwas mehr im Bereich "gegen den Ball" zu lernen, was automatisch gegen stärkere Mannschaften mehr der Fall ist.


    Ein Kind, das verhältnismäßig gut ist bekommt in seiner Mannschaft mehr Zuspiele, bestreitet mehr Zweikämpfe und mehr Dribblings. Meiner Meinung nach lernt man da mehr, als in einem Team der top 5 einfach mitzuschwimmen und auf der Erfolgswelle zu reiten.

    Bei mir ist das Leistungsgefälle enorm. Ich versuche es in Gruppen einzuteilen. Manche Trainingsformen lassen sich sonst nicht durchführen, da bei den weiteren alles wie im Fluss ist und bei den anderen jeder Ball wegspringt. Manche lernen recht schnell, andere "scheinbar" gar nicht. Und bei denen, die noch nicht so weit sind, kommen neue relativ schnell mit rein.

    In der E Jugend finde ich es aber sinnvoll mit dem Spielbetrieb ein paar Monate Grundlagentraining ab zu warten, da man es immer mehr merkt wenn "einer weniger" auf dem Platz ist. Ich weiss auch noch nicht genau wie ich es nächste Saison ausgleichen soll. Eine gerechte Spielzeitverteilung wird immer schwieriger. Die einen laufen für die anderen mit. Und das ist "noch" F1. Kann mir vorstellen dass es jedes Jahr immer schwieriger wird.

    Erst einmal vielen Dank für die ganzen Beiträge, ich sehe schon ich / wir sind nicht allein.


    Das Thema Struktur ist halt so eine Sache bei 3 unabhängigen Vereinen wo die JSG eher ungeliebtes Anhängsel ist.


    Jeder macht so sein Süppchen Vorgaben gibt es nicht auch keinerlei Rückmeldung oder Vergleich wie die Kids so in etwa vom Leistungsstand sind.

    Ich denke, dass viele nicht wissen, was ein Trainerjob so alles mitbringt. Bei JSG's fehlt es oft an Ansprechpartnern oder Hilfestellungen, da es mehrere Jugendleiter gibt weiss man oft nicht wer der richtige ist. Dann muss man schauen, welchen Sportplatz der Mannschaften man zur Verfügung gestellt wird etc etc.


    Die Basics, die für mich fehlen ist einfach mal zusammengefasst, was erwartet wird und wie man unterstützt wird.


    Was für ein Trainer wird gesucht?
    Welche Erfahrungen muss er mitbringen?
    Welche Erwartungen werden fußballerisch gestellt?


    "Fußball bereitet dir Freude und du kannst gut mit Kindern umgehen? Dann werde Trainer bei uns!", ist was anderes als "Dringend Trainer gesucht!"

    Welche Aufgaben fallen an, was wird einem abgenommen?
    Gibt es bereits Betreuer in den Mannschaften, die bereit sind unterstützend tätig zu werden?
    Wie hilft dir der Verein? Wer erklärt das DFB Net / Mannschaftsmeldungen etc? Hilft ein erfahrener Trainer bei den ersten Trainingseinheiten?

    Gibt es evtl. ehemalige Trainer? Kann man mit ihnen reden, was sie gestört hat und warum sie aufgehört haben? Gibt es evtl. einen Weg zurück? Viele schmeißen das Handtuch weil sie mit der Vereinsmeierei zwischen den Vereinen nichts zu tun haben wollen und da hilft es einen engagierten Jugendleiter und Koordinator zu haben, der sich Gedanken macht und den Trainern den Rücken frei hält.

    Es gibt ja inzwischen das Kindertrainerzertifikat und den Basiscoach Lehrgang


    Off topic: Vielleicht kannst Du in deinem Bundesland auch Sonderurlaub für die C Lizenz beantragen? Der Arbeitgeber stellt einen frei, es gibt Lohnersatz von der Jugendförderung (wie das genau funktioniert weiss ich aber nicht) und man hat selbst 3 Wochen "Urlaub" mit Gleichgesinnten Lehrgangsteilnehmern in der Sportschule.

    Es ist je nach Bundesland auch unterschiedlich, womit man locken kann.

    In Hessen kriegt man einen zusätzlichen Urlaubstag, wenn man Jugendtrainer ist und im öffentlichen Dienst arbeitet.

    Für die C-Lizenz kann man sich mit Sonder- und Bildungsurlaub freistellen lassen.

    Die Lizenzen werden in der Regel von den Vereinen bezahlt, da der Verein später auch für lizenzierte Trainer Geld bekommt


    Aber das ist erst der zweite Schritt.


    Der Trainernachwuchs kommt von den Eltern, aber ich glaube, dass es so nicht mehr für lange Zeit weiter gehen wird. Es gibt immer weniger die sich dazu bereit erklären so viel Zeit zu "opfern". Und dann gibt es Trainer, die man nur zähneknirschend mit Bauchschmerzen einer Jugendmannschaft zumuten kann. Ich glaube ohne eine entsprechende Bezahlung wird das auf lange Sicht nicht funktionieren.

    Zeit für 2x die Woche Training, Spiele und Freundschaftsspiele, organisatorische Aufgaben, Kommunikation mit Eltern und Jugendleitern etc etc. und man wird mit allem eigentlich ziemlich allein gelassen. Wer das Trainer dasein noch nicht kennt, wird das von alleine nicht machen. Equipment und Material kriege ich auch nicht.


    Meiner Meinung nach sollte es eine Trainerausrüstung, Literatur, einen Ansprechpartner für das organisatorische und einen lizenzierten Trainer geben, der bei den ersten Trainingseinheiten und bei der Saisonplanung unterstützt. Ein Ausbildungskonzept ist hilfreich, wenn man engagierte Trainer gewinnen wollen, selbst wenn es nicht umgesetzt wird. Es sieht schick aus.

    Wenn man genug Geld hat, einen FSJler einzustellen, ist das eine Überlegung.
    Dann gibt es evtl. ein paar alte Herren oder pensionierte Vereinslegenden, die man überzeugen kann. Spieler, die aus der ersten Mannschaft rauswachsen gleich für eine A oder B Jugend"verhaften", bevor sie ein Jahr nichts tun und die freie Zeit zu schätzen wissen.

    Aber ich denke am Ende hilft dauerhaft nur Geld.

    Puh Prinzipien.

    Ich denke vieles was du hier nennst sind mMn eher "Einstellungen zum und im Spiel". Es ist natürlich die Frage was der Threadersteller hier wissen wollte. Wenn wir aber von spielerischen (oder "taktischen") Spielprinzipien sprechen dann müssen diese für mich konkrete Handlungsanweisungen auf dem Feld enthalten, am besten nach dem Prinzip "Wenn (Spielsituation) ... Dann (Aktion orientiert an Ball, Mitspieler, Gegner, Feld). Was versteht ein Kind darunter "mutig zu spielen"? Der eine versteht darunter vllt. egoistische Dribblings, der nächste schießt aus allen Lagen, etc. Und wobei sollen sie "sich gegenseitig helfen"? Soll der Mitspieler ihn im Zweikampf unterstützen (zu zweit drauf) oder für ihn absichern? Soll er neben ihm herlaufen als Anspielstation, durchstarten oder sich als Anker für einen Rückpass anbieten?

    aus den Spielprinzipien ergeben sich doch die Handlungsanweisungen? Ein bekanntes Spielprinzip für mich ist "Wir wollen den Ball haben". Und die "Wenn.. Dann" Aktionen unterfüttern die Leitlinien dann mit Leben? Ist aber gut möglich, dass ich das falsch verstanden habe.

    Das ist immer heikel und schwer zu erklären. Manchmal ist das ja auch nur wegen dem Mannschaftsgefüge weil man verschiedene Spielertypen braucht oder ein Bauchgefühl, weil man denkt der eine passt besser in die Mannschaft rein oder es würde ihm gut tun Führungsspieler statt Mitläufer zu sein. Es gibt einige Kinder, die nochmal einen richtigen Schub kriegen, wenn sie merken dass es auf sie ankommt und auf einmal übernehmen sie Verantwortung in einer spielschwächeren Mannschaft.

    Aber insgesamt jedes Jahr aufs neue unglücklich. Ich bevorzuge Jahrgangsmannschaften, auch wenn das extreme Leistungsgefälle ganz andere Schwierigkeiten mit sich bringt.

    Puh Prinzipien.


    offensiv:

    Mutig spielen.

    Entscheidet selbst, aber denkt an eure Mitspieler.

    Fehler sind erlaubt.

    Bleibt in Beweigung.


    Defensiv:

    Helft euch gegenseitig.

    Der erste stellt, der zweite sichert ab.

    in der roten Zone (im und vorm Strafraum) kein Risiko eingehen.


    allgemein:

    Wir feuern uns gegenseitig an.

    Wir geben niemals auf.

    Wir bleiben fair.


    und das reicht mir für meine U9.

    Was man hier glaube ich an erster Stelle sehen muss: Es ist ein Vater Trainer der, zumindest hört es sich für mich so an, nur Trainer ist wegen seinem eigenen Kind. Eventuell sogar ungeschult und ohne große Vorkenntnisse?


    Vielleicht muss man ihm aufzeigen wie man solche Situationen besser lösen kann (extra Aufgaben, verschiedene Schwierigkeitsstufen etc.) . Klar ist die Art wie er es aktuell löst ist kommunikativ und auch in der Umsetzung nicht gut und wird über kurz oder lang zu Problemen führen. Wenn die zwei Helfer auch Eltern von den "besseren" Kindern sind sollte man eventuell schauen das man da einen Ausgleich schafft indem man auch ein Elternteil von einem "schlechteren" Kind mit einbezieht.


    Zum Zusatztraining: Auch ich bin Vater Trainer und gehe neben dem Training mit meinem Sohn und seinen Freunden (natürlich auch Fußballer aus dem Team) ab und zu nochmal separat auf den Platz. Dabei wird gebolzt aber auch das ein oder andere mal trainiert. Das wiederum mache ich jedoch als Vater und nciht als Trainer. Zudem ist es halt kein offizielles Training sondern meisten einfach spontan wenn es die Zeit gerade zulässt.

    Auf dem Vereinsgelände oder auf dem Bolzplatz?