Es ist je nach Bundesland auch unterschiedlich, womit man locken kann.
In Hessen kriegt man einen zusätzlichen Urlaubstag, wenn man Jugendtrainer ist und im öffentlichen Dienst arbeitet.
Für die C-Lizenz kann man sich mit Sonder- und Bildungsurlaub freistellen lassen.
Die Lizenzen werden in der Regel von den Vereinen bezahlt, da der Verein später auch für lizenzierte Trainer Geld bekommt
Aber das ist erst der zweite Schritt.
Der Trainernachwuchs kommt von den Eltern, aber ich glaube, dass es so nicht mehr für lange Zeit weiter gehen wird. Es gibt immer weniger die sich dazu bereit erklären so viel Zeit zu "opfern". Und dann gibt es Trainer, die man nur zähneknirschend mit Bauchschmerzen einer Jugendmannschaft zumuten kann. Ich glaube ohne eine entsprechende Bezahlung wird das auf lange Sicht nicht funktionieren.
Zeit für 2x die Woche Training, Spiele und Freundschaftsspiele, organisatorische Aufgaben, Kommunikation mit Eltern und Jugendleitern etc etc. und man wird mit allem eigentlich ziemlich allein gelassen. Wer das Trainer dasein noch nicht kennt, wird das von alleine nicht machen. Equipment und Material kriege ich auch nicht.
Meiner Meinung nach sollte es eine Trainerausrüstung, Literatur, einen Ansprechpartner für das organisatorische und einen lizenzierten Trainer geben, der bei den ersten Trainingseinheiten und bei der Saisonplanung unterstützt. Ein Ausbildungskonzept ist hilfreich, wenn man engagierte Trainer gewinnen wollen, selbst wenn es nicht umgesetzt wird. Es sieht schick aus.
Wenn man genug Geld hat, einen FSJler einzustellen, ist das eine Überlegung.
Dann gibt es evtl. ein paar alte Herren oder pensionierte Vereinslegenden, die man überzeugen kann. Spieler, die aus der ersten Mannschaft rauswachsen gleich für eine A oder B Jugend"verhaften", bevor sie ein Jahr nichts tun und die freie Zeit zu schätzen wissen.
Aber ich denke am Ende hilft dauerhaft nur Geld.