@ Hattabi
Die von dir beschriebene Idee mit der separaten Spielrunde mit gleichstarken Mannschaften in Vorbereitung auf das Großfeld finde ich sehr interessant, wäre bei uns aber erst sinnvoll ab der D, da es bei uns erst ab der C aufs Großfeld geht.
Ob das Ganze nun Landesliga, Bezirksliga oder wie auch immer heißt, wäre mir persönlich völlig egal, Hauptsache der Zweck der homogenen Staffeln bzw. Ligen wäre gewahrt. Die Fahrzeiten sind natürlich je nach Staffel bei uns erheblich, andererseits steigt natürlich bei einem größeren Gebiet auch die Wahrscheinlichkeit, dass man wirklich gleichstarke Mannschaften zusammenbekommt. Unsere Erfahrungen sind bislang wie gesagt bislang positiv, das mag aber auch daran liegen, dass wir offensichtlich die sportlich anspruchvollste Staffel mit den im Vergleich kürzesten Fahrtstrecken erwischt haben.
@ all
Ich bin mir bewusst, dass wir vom Thema abgewichen sind, derartige Themen interessieren mich im Interesse der optimalen Förderung der Kids aber einfach. ![]()
Beiträge von Coach99
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Hallo Hattabi,
wo spielst du denn mit deinen Jungs? Hatte Jahrelang dasselbe Problem, zu wenig richtige Gegner zu haben und bin froh, jetzt mit den Kindern in der Landesliga (Brandenburg) spielen zu können. Dort halten sich die hohen Ergebnisse in Grenzen, wir haben allerdings in den ersten 4 Spieltagen auch schon mal zweistellig gewonnen, der Rest waren aber Fußballergebnisse und auch die richtige Forderung der Kinder.
Vielleicht könnt ihr in eurem Landesverband auch über die Schaffung einer Landesebene nachdenken?
Schöne Grüße
Coach99 -
Hallo Pietro,
nur eine Verständnisfrage: Was ist mit "Kategorie" und "aufsteigen" gemeint? Meinst du Altersklassen wie z.B. C-Junioren etc. oder unterschiedliche Ligen wie z.B. Kreis- und Landesliga?
Generell stimme ich dir darin zu, dass kein Vater-Sohn/Trainer-Spieler-Paar erwarten sollte, von den Bambinis bis zu den ersten Männern gemeinsam zu trainieren, insofern muss jeder Vater, der auch Trainer ist, sich die Frage stellen, ob und wann er perspektivisch ein Team ohne eigenes Kind trainieren will.
Die Frage, ob die Trainer - unabhängig davon, ob Vater oder nicht - zumindest für einige Jahre und über mehrere Altersstufen hinweg mitgehen sollten oder ob es für die Altersstufen feste Trainer und damit alle zwei Jahre einen neuer Coach für die Kids ansteht, ist sicherlich ein weiteres Thema, über das man trefflich diskutieren kann. Haben wir bei uns im Verein auch schon durch und es gibt für beide Positionen viele gute Argumente.
Schöne Grüße
Coach99 -
Hallo Hans,
finde ich persönlich nicht gut und auch unsportlich dass Du Deinen Keeper mit nach vorne gelassen hast.
Ein 8:0 ist schon hart genug und wenn einem dann der gegnerische Torwart auch noch einen einschenkt, ist das wirklich deprimierend für den Gegner, dem man damit signalisiert: ihr seid so schwach, dass wir sogar den Keeper rausnehmen können und selbst dieser erzielt gegen euch noch einen Treffer.
Habe derartige Nachfragen meines Keepers in ähnlichen Situationen bislang immer abgelehnt und werde es auch weiterhin tun.
In einem Vorbereitungsspiel hat mein Keeper ohne Fremdeinwirkung Atemprobleme bekommen und ich habe - es stand 10:1 für uns - kurzerhand einen Feldspieler ins Tor gestellt. Der gegnerische Anhang hatte das Handicap meines Torwarts nicht mitbekommen und war genau wie der Trainer etwas verschnupft. Ich habe dann aufgeklärt, dass ich mit der Auswechslung nicht zeigen wollte, dass wir gar keinen Keeper nötig haben, sondern dass es einen triftigen Grund für den Wechsel gab und alles war wieder OK.
Ihr habt es doch sicher gar nicht nötig, durch derartige Aktionen Sympathien zu verschenken.
Schöne Grüße
Coach99 -
Hallo Holler,
spiele mit meinen Jungs in Brandenburg. Dort gibt es ab der E-Jugend auch Meisterschaften auf Landesebene.
Ist nach meiner bisherigen Erfahrung durchaus eine sinnvolle Sache, da stärkere Teams hier auf gleichwertige Gegner treffen und die Mannschaften auf Kreisebene von den Top-Teams endlich nicht mehr "abgeschossen" werden.
Sofern ein Verein auf Landesebene spielt, kann er neben dem reinen Breitensport auch in der frühen Jugend schon leistungsorienteren Fußball anbieten, was für Talente durchaus interessant ist (Bindung und Neugewinnung).
Vereinzelt gibt es schon einmal höhere Ergebnisse (wir haben vor kurzem für mich unerwartet auch 10:0 gewonnen), was an der Auf- und Abstiegsregel liegt und dafür sorgt, dass es dann Probleme geben kann, wenn ein Verein nach einem starken auch einmal einen schwächeren Jahrgang in den Reihen hat. Kommt aber erfreulicherweise eher selten vor, es gibt zumeist richtige Fußballergebnisse, was auf Kreisebene nicht immer der Fall war.
Schöne Grüße
Coach99 -
Die kostenfreie Versorgung mit Obst und Getränken finde ich auch eine tolle Idee. Unsere E2 war vor kurzem auf einem Turnier, wo der Veranstalter das auch so gemacht hat und es ist wohl bei allen super angekommen. Mit etwas Glück und Geschick kann man bei entsprechender Größe des Turniers auch Sponsoren dafür gewinnen.
Haben bei einem Turnier neben der Ansage der Torschützen auch zu Beginn neben den Mannschaften die Namen aller Teilnehmer genannt, kam auch gut an. Ob man das macht, hängt aber auch von der Anzahl der Teilnehmer ab (welch ein Graus bei 16 Mannschaften...).
@ blue
Bei dem Hinweis auf die Entfernung dachte ich an ein eintägiges Turnier, für mehrtägige interessante Veranstaltungen sind die Eltern meiner Kids natürlich auch bereit, größere Strecken in Kauf zu nehmen (da wir Landesliga spielen, verbringen wir ohnehin in der Saison einige Zeit im Auto)
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Sehe es wie die Kollegen, da scheint die Psyche das Problem zu sein und so etwas braucht halt Zeit.
Ein ganz wichtiger Punkt dabei ist, dass man den Spielern gestattet, auch Fehler zu machen und klar kommuniziert, dass es besser ist, etwas zu versuchen und es geht dann schief als dass man gar nichts macht.
Habe es auch schon einmal so gemacht, dass ich den Spielern Aufnahmen von guten und schlechten Spielen gezeigt habe: erst einmal das Defizit (möglichst eine typische Situation, wo nur der Gegner agiert) und dann die positive Seite (gelungene Aktionen mit kreativer und möglichst mutiger Lösung) mit der Botschaft: genau das ist eure Stärke, traut euch, sie gegen alle Gegner zu zeigen.
Ist damals ganz gut angekommen und die Kids haben die vom Trainer genannten Punkte auch einmal selbst gesehen (manchmal glauben sie ja, alles versucht zu haben) und nicht nur Besserung gelobt, sondern auch umgesetzt. Waren aber alle deutlich jünger als deine Spieler.
Schöne Grüße und weiterhin viel Erfolg (denn so schlecht läuft es ja nun wirklich nicht)
Cooch99 -
Bin auch begeistert von solchen technischen Möglichkeiten => Hut ab!!!
Leider ist Hamm von uns so weit (fast 400 km) entfernt, sonst würde ich mich um eine Turniereinladung bemühen
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Eigentlich wurde schon alles genannt, was zu einem "perfekten" Turnier gehört:
- 5X2m Tore und möglichst beidseitige Banden; Spielfläche nicht zu klein (wir mussten letztes Jahr eine kleine Halle nutzen und haben deshalb die Anzahl der Feldspieler um einen reduziert, damit man noch Fußball spielen konnte)
- ausreichend dimensionierte Tribüne und gute Kabinen + sanitäre Anlagen
- 8 nette Mannschaften in zwei Gruppen mit ausgespielten Plätzen finde ich in der Halle ideal
- ausreichend Spiele (mind. 4) und Spielzeit 12 Minuten
- möglichst gleichstarkes Teilnehmerfeld mit Gegnern, auf die man sonst nicht immer trifft (andere Staffeln oder Fußballkreise); ideal sogar überregional oder Ausland (ist aber nur schwer zu stemmen und erfordert auch entsprechende Unterbringung)
- keine Tretertruppen oder Mannschaften, deren Anhang pöbelt/Stress macht
- Medaillen für alle Kids sind wichtiger als Pokale
- gute Verpflegung zu familienfreundlichen Preisen
- gute Organisation (klare Ansagen, Turnierpläne, Schiris etc.)
@ blue
Sanitäter haben wir bei unseren Turnieren bislang nicht dabei gehabt, immer aber ausreichend Material zum Kühlen und einen Verbandskasten für Erstversorgung. Dass Du Sani bist, halte ich für völlig ausreichend und die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als einer gebraucht werden, ist doch eher gering. Falls man dich braucht, wird bei einer stärkeren Verletzung eh nach dir gerufen (bzw. ausrufen lassen).
Bier ist zwar gut für die Mannschaftskasse, würde ich aber dennoch nicht verkaufen, da erfahrungsgemäss bei vielen Konsumenten die Hemmschwelle sinkt und auch Zuschauer unangenehm auffallen könnten, die sonst wahrscheinlich ruhig geblieben wären. Trinke zwar selber gerne auch einmal ein Bier oder Alsterwasser, finde Alkohol bei Sportveranstaltungen - gerade für Jugendliche - aber dennoch nicht passend.
Live-Übertragung, Beamerausstrahlung von Ergebnissen etc. sind toll, wenn man die Möglichkeiten hat, aber die anderen Punkte finde ich wichtiger.
Wie du Infos an den Sprecher übermittelst, hängt von den technischen und personellen Möglichkeiten ab. e-Mail und Funk gehen natürlich schnell, ein dafür eingeteilter Bote tut es zur Not auch, für einige Infos reichen auch Handzeichen (bergen aber das Risiko von Mißverständnissen).
Schöne Grüße
Coach99 -
Eine Trainerbörse ist mir nicht bekannt, letztlich suchen ja die meisten Vereine - häufig händeringend - weitere Trainer.
Vielleicht kann ja hier im Forum jemand weiterhelfen, dazu bräuchte man aber ein paar Details (Ort bzw. Region, Alter, Qualifikation, bisher trainierte bzw. bevorzugte Mannschaften, Kleinfeld/Großfeld etc.).
Schöne Grüße
Coach99 -
Hallo Chris,
habe gar kein Problem damit, kritisiert zu werden.
Mein Junior war im übrigen nicht immer Kapitän, sondern erst, nachdem er sich entsprechend entwickelt hatte und beim damaligen Kapitän irgendwann das Quatschmachen überhand nahm und sich auch nur schwer abstellen ließ.
Deshalb mussten wir die Kapitänsfrage leider neu regeln und sind dabei alle Teammitglieder durchgegangen. Die Entscheidung, meinen Junior zum Kapitän zu machen, haben mein damaliger Co-Trainer und ich anhand eines klaren Kataloges, der im übrigen u.a. auch die Punkte von Holler beinhaltete, ganz lange diskutiert, gerade im Hinblick auf mögliches Gerede von wegen Sonderstatus.
Wir haben uns die Frage auch unter dem Gesichtspunkt gestellt, wie wir entscheiden würden, wenn wir nicht selbst Kids in der Mannschaft hätten und da kam dann halt die Auswahl des Spielführers inklusive des Stellvertreters anhand des Kriterienkatalogs zustande.
Da mein Sohn wie dargestellt immer mehr Leistung als die anderen bringen muss - was für ihn sicherlich eine dauernde Herausforderung darstellt und nicht einfach ist - gibt es erfreulicherweise kein Problem mit der Vermutung von Sonderlocken, die Akzeptanz für die Maßnahme ist bei Kindern und Eltern absolut vorhanden. Auch in der Schule "trifft" es meinen Sohn aufgrund seines ausgleichenden Wesens immer wieder, wenn es um Streitschlichter oder ähnliches geht.
Im übrigen war es ganz interessant, dass mein Junior bei einem Turnier einer anderen Mannschaft im Sommer ausgeholfen hat (alle Kids kennen sich), welche für dieses Turnier noch die Spielführerfrage regeln wollte. Ich habe mich natürlich völlig rausgehalten und sogar interveniert, als die Wahl dann für das Turnier auf meinen Sohn fiel, da ich es für viel besser und passender gehalten hätte, wenn es ein Kind der eigentlichen Mannschaft getroffen hätte.
Deshalb die Gegenfrage: Wenn das Trainerkind objektive Kriterien erfüllt, warum sollte man es ausschliessen?
Ach so, eine Frage habe ich noch nicht beantwortet: Mein Sohn hat überhaupt kein Problem damit, nicht Kapitän zu sein und stellt sich trotzdem voll in den Dienst der Mannschaft (habe ich ganz bewusst ausprobiert, um sicherzustellen, dass er nicht abhebt).
Schöne Grüße
Coach99 -
In Brandenburg wird ab den Bambinis im Kleinfeldbereich ausschließlich auf 5-Meter-Tore gespielt und mir ist völlig neu, dass es in anderen Landesverbänden auch eine Genehmigung für 3-Meter-Tore gibt.
Nur bei Hallenturnieren trifft man ab und zu noch auf Handballtore, was dann leider zu viel zu wenigen Toren und damit Erfolgserlebnissen für die Kids führt.
Meine Erfahrungen mit den 5m-Toren sind bis auf einen Punkt sehr gut: Ergebnisse von 20:0 und auch darüber kommen bei starken Leistungsunterschieden leider häufiger vor. Bin aber überzeugt, dass die stärkeren Teams auch bei kleineren Toren ihren Gegnern "die Hütte vollhauen" (meine Jungs haben auch schon auf Handballtore trotz der kurzen Spielzeit zweistellig gewonnen, was ich als Trainer auch durch das Herausnehmen der besten Schützen nicht verhindern konnte).
Ich würde aber immer die 5m-Tore einsetzen, damit die Kids auch Erfolgserlebnisse haben, ein 5:4 finde ich als Trainer auch besser als ein ermauertes 1:0 (wir spielen auch einen sehr offensiven Fußball).
Schöne Grüße
Coach99 -
Bin auch seit nunmehr 6 Jahren Vater-Trainer und passe durchaus in die genannten Klischees:
Mein Junior zählt zweifelsohne zu den talentiertesten Kids seines Jahrgangs (das ist zumindest die Rückmeldung, die regelmäßig auch von Außenstehenden kommt) und ist Kapitän (aber deshalb, weil er trotz seiner ruhigen Art ein Leader im Team ist und stets mit vorbildlichem Einsatz vorangeht), außerdem ist er seit Jahren einer der erfolgreichsten Goalgetter.
Er wird durch mich als Trainer immer besonders gefordert und muss immer mehr als die anderen bringen.
Aber:
Die Kommunikation klappt sehr gut, er hört konzentriert zu und kann erfreulicherweise durchaus zwischen mir als Trainer und Vater unterscheiden.
Er hat kein Problem, auch bei anderen Trainern zu trainieren und verhält sich dort wie bei mir. Er nimmt von Anfang an auch regelmäßig an externen Trainingscamps teil, damit er sich nicht auf mich als Trainer fixiert.
Innerhalb der Mannschaft werde ich höchstens dahingehend angesprochen, dass ich meinen eigenen Jungen doch ab und zu hart anfassen würde, was aus meiner Sicht auch das Hauptproblem darstellt und dessen ich mir durchaus bewusst bin.
Soll alles keine Selbstbeweihräucherung sein, im Verein haben wir diverse weitere Trainer, auf die die Beschreibung auch zutrifft und das wird es bei euch auch sehr viele geben. Ab der C haben wir seit zwei Jahren aber feste Trainer und sammeln hiermit Erfahrungen. Ohne Vater-Trainer lässt sich der Trainingsbetrieb von Amateurvereinen auch gar nicht aufrecht erhalten, dass sehe ich wie BB.
Schöne Grüße
Coach99 -
Es ist sicher unstrittig, dass die Spieler, die hoch hinaus wollen, auch mehr trainieren müssen als andere, die es eher als Breitensport betreiben.
Es hängt auch sehr stark von den Kids ab, ob sie sich überlastet fühlen. Meine Auswahlspieler sind selbst an den Tagen, wo sowohl Vereins- als auch Auswahltraining stattfanden, nach dem Auswahltraining noch zum Vereinstraining gekommen, obwohl ich empfohlen hatte, an diesem Tag nur bei der Auswahl zu trainieren, weil ich eine Überlastung befürchtete, die sich dann aus meiner Sicht zum Teil auch bemerkbar gemacht hat. Obwohl ich es auch angesprochen habe, wurde der Turnus so beibehalten und wegschicken wollte ich sie auch nicht. Seit wir unser Training um einen Tag verschoben haben und die Kids an getrennten Tagen trainieren, ist es deutlich besser geworden.
Man muss auch berücksichtigen, dass Kinder und Jugendliche ja auch relativ schnell regenerieren können. Gestern war meinen Auswahlspielern im Pokalspiel nichts davon anzumerken, dass sie am Vortag ein ganztägiges Kreisauswahlturnier betritten hatten.
Ich persönlich bin auch nicht davon überzeugt, dass die größten Talente zwingend über Stützpunkttrainings gefunden werden. Aus meinem Team trainieren 4 von 14 Spielern zusätzlich zum Vereinstraining im Stützpunkt.
Interessanterweise ist es aber so, dass bei den parallel in der Landesliga durchgeführten Talentsichtungen mittels Angabe der besten Spieler durch die gegnerischen Trainer auf dem Spielformular nicht zwingend die Auswahlspieler erscheinen. Mein meistgenannter Kicker hat zu den Sichtungen erklärt, dass er keine Lust habe auf dem Stützpunkt zu trainieren, da es ihm dort nicht gefalle (gemeint waren die wenig kindgerechte Atmosphäre und der Kasernenhofton), was ich als sein Vater auch akzeptiert habe. Weitere Spieler, die mindestens so talentiert wie die Auswahlspieler sind, wollten aus ähnlichen Gründen auch nicht zum Stützpunkt. Ich halte es auch für sinnvoll, dass die Kids neben dem Training auch ausreichend Zeit für ihre Freunde haben.
Zumindest in unserem Fußbalkreis so, dass der Verein, auf dessen Gelände das Stützpunkttraining stattfindet, sich dadurch "auszeichnet", die Talente unverhohlen abzuwerben, weshalb viele Vereine ihre talentierten Kids dort gar nicht mehr hinschicken.
Schöne Grüße
Coach99 -
Hallo Thom,
da bin ich ja beruhigt, dass sich meine Befürchtung bezüglich "Pappa-Trainer" nicht bewahrheitet hat
. Pappa-Trainer sind die meisten von uns aus Mangel an sonstigen Trainern geworden, ich selbst habe damit vor 6 Jahren auch begonnen, weil sich in meinem damaligen Verein niemdand um Bambinis kümmern wollte.
Dass dein Verein nur jeweils eine E und eine F zusammenbekommt, liegt ja offensichtlich nicht am mangelnden Interesse der Kinder, sondern an der Unfähigkeit des Vereins (und nicht deiner Person), ausreichend Trainer zu rekrutieren. Soll auch keine pauschale Schelte für den Verein sein, hier ist er aber in der Pflicht.
Das von mir angeregte Gespräch mit der Jugendleitung bzw. dem Vorstand solltest du in jedem Fall kurzfristig führen und aufzeigen, dass bei einer derartigen Entwicklung der Verein perspektivisch vor die Hunde gehen wird. Das Problem zieht sich ja später über die Großfeldmannschaften bis in die Männerteams durch, wenn aus dem Jugendbereich kein Nachwuchs mehr oben ankommt. Du engagierst dich ja seit Jahren, hast die Risiken erkannt und deshalb sollte man dir auch Gehör schenken.
Eine Lösung könnte ja auch eine Spielgemeinschaft mit einem benachbarten Verein sein. So versuchen bei uns in Brandenburg diverse Vereine, der Problematik von Trainer- oder Kindermangel Herr zu werden. Mein Schwager ist im Vorstand eines kleinen Vereins und dort kann man sich aus "historischen Gründen" nicht für eine Zusammenarbeit mit meinem ehemaligen Verein entscheiden, wo einige Sturköpfe im Vorstand sind. Perspektivisch sehe ich für beide wenig Chancen, da sich jetzt schon absehen lässt, dass beim Sprung auf das Großfeld zu wenig Kinder da sein werden.
Sofern gewünscht, können aus Spielgemeinschaften auch Vereinszusammenschlüsse entstehen, die allen Beteiligten inklusive der Trainer Vorteile bringen. Bei uns ist es jedenfalls so gelaufen. Wir haben mit einem kleineren benachbarten Verein zunächst eine Spielgemeinschaft gehabt, um nach einer Phase des Kennenlernens zu fusionieren. Dadurch gibt es so viele Mannschaften und auch Trainer, dass man die Kids auch in leistungsmäßig relativ homogene Jahrgangsmannschaften einteilen konnte. Du kannst jetzt natürlich dagegen halten, dass ich gut reden habe, da ich ja die erste Mannschaft trainiere und die "Stolperfüßler" zunächst in anderen Teams ausgebildet werden, das stimmt :).
Ob die von mir genannte Alternative für deinen Verein eine Lösung sein kann, über die es sich zu sprechen lohnt, kann ich nicht beurteilen und aus eigener Erfahrung würde ich zunächst mit kleinen Schritten auf den Vorstand bzw. Jugendleitung zugehen, d.h. die Frage, was man tun kann, um weitere Trainer zu rekrutieren, da das eine Vereinsaufgabe ist.
Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und denke doch darüber nach, ob du nicht übergangsmäßig mit 14 bis max. 16 Spielern leben kannst, von denen die Anfänger zunächst vorrangig in Freundschaftsspielen eingesetzt werden.
Schöne Grüße
Coach99
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Hallo Thom,
sicherlich ist es schwierig, zu viele Kinder trainieren zu müssen. Glaub mir, bin das alles schon durch, bei den Bambinis bis zu 40 Kinder mit 2 Trainern. Insofern habe ich grundsätzlich großes Verständnis dafür, dass man als Trainer möglichst homogene und kleine Gruppen trainieren möchte.
Ob ihr es euch als Verein aber leisten könnt, auf die Dauer nur Kids aufzunehmen, die schon Fußball spielen können, wage ich - unabhängig von der Vereinsphilosophie - zu bezweifeln. Mit dieser Philosophie hat ein in Verein in unserem Landkreis, auf dessen Vereinsgelände es immerhin auch noch einen DFB-Stützpunkt gibt, gerade so viel "Erfolg", dass man dort schon Jugendmannschaften vom Spielbetrieb abmelden musste, im übrigen laufen dort inzwischen auch die Talente weg.
Deine Aussage bezüglich "Pappa-Trainer" irritiert mich schon etwas. Es hört sich schon etwas so an, als ob da ein Vater durch Kaderbegerenzung sicherstellen will, dass das eigene Kind genug spielen kann. Muß ja nicht so sein, klingt aber so...
Bin übrigens selbst Papa-Trainer und trainiere ein Landesligateam, wo wir schon leistungsorientierter ausbilden und ich die Kadergröße unter sportlichen Gesichtspunkten gestalten (begrenzen) kann. Daneben gibt es aber ausreichend Mannschaften für den Breitensportbetrieb und einen regen Austausch mit den dortigen Trainern, damit Spieler, die sich dort entwickeln, bis zur ersten E herangeführt werden kann.
Im übrigen solltest Du gerade im F-Juniorenalter sehr vorsichtig damit sein, Spieler vorschnell in eine Schublade zu stecken. Ich habe auch Stammspieler in meiner Mannschaft (und wir zählen immerhin zur Spitzengruppe der für diese Altersklasse höchsten Spielklasse in unserem Bundesland), die noch gar nicht so lange im Verein Fußball spielen, aber an das gute Niveau der anderen herangeführt werden konnten. Das sind zwar die Ausnahmen (der größte Teil des Teams inklusive meines Juniors hat bereits mit 4 Jahren im Verein gespielt), zeigt aber deutlich, dass gerade in jungen Jahren enorme Entwicklungen möglich sind.
Du solltest dich also mit der hoffentlich vorhandenen Jugendleitung deines Vereins zusammensetzen, um nach Lösungen zu suchen, weitere Kinder im F-Bereich aufnehmen zu können. Ein Kader von 14 bis 16 Spielern ist dir sicherlich notfalls zuzumuten, darüber hinaus sollten zwingend weitere Mannschaften aufgemacht werden. Hier ist auch der Verein in der Pflicht.
Schöne Grüße
Coach99 -
Bei meinen E-Junioren (13 Spieler) werde ich durch zwei Väter unterstützt, von denen einer als Co-Trainer fungiert (auch wenn er sich offiziell noch nicht dazu durchringen konnte) und ein weiterer das TW-Training aller 4 E-Junioren-Mannschaften übernommen hat.
Ist aus meiner Sicht ideal, wir können dadurch sehr individuell in kleineren Gruppen trainieren, was sich auch in den teilweise erhebliche Ausbildungsfortschritten der Kinder dokumentiert.
Schöne Grüße
Coach99 -
Bezüglich der Integration von Mädchen in Jungenmannschaften sehe ich es ähnlich wie bcefferen. Hatte in meinen Teams immer mal wieder Mädchen und es hat nie Probleme gegeben. Wichtig hierbei ist, dass alle gleich behandelt werden.
Mädchen, die sich in Jungenteams durchbeißen, haben in der Regel in den jungen Altersstufen ganz erhebliche Vorteile, da sie lernen, die zumeist gegebene körperliche Unterlegenheit durch entsprechende Technik etc. auszugleichen. Ein Kollege aus einem Nachbarort hat in seinem E-Landesligateam eine sehr ziehrliche Spielerin dabei, die zu den absoluten Leistungsträgern zählt und sich auch in 1:1 Situationen trefflich behauptet. Das Mädchen ist voll anerkannt und integriert, würde ich sofort in meinem Team aufnehmen :).
Falls es Probleme mit der Integration in Jungenteams gibt, ist halt der Trainer besonders gefordert, für einen geordneten Trainingsablauf zu sorgen.
Schöne Grüße
Coach99 -
Hallo Brummi,
das von dir gewählte 3:3-System ist für deine Jungs eigentlich das richtige
. Wir spielen in Brandenburg ab der F-Jugend zwar mit 1+7 Spielern auf dem Halbfeld, bei unseren regelmäßigen Turnierbesuchen im benachbarten Berlin müssen wir aber immer mit sechs Feldspielern agieren, wobei sich 3:3 als beste Variante bewährt hat, da sich hier am wenigsten Unterzahlsituationen ergeben können, wenn deine Spieler einigermaßen mitziehen.
Bei mir müssen aber alle Offensivspieler auch Defensivaufgaben übernehmen und zurückkommen, ebenso aber auch die Abwehrspieler sich in die Offensive einschalten. Das ist eigentlich der Schlüssel und klappt bei meinen Kids erfreulicherweise immer wieder sehr gut. Gestern haben wir auch einmal wieder bei gutem Starterfeld in Berlin ein Turnier gewonnen.
Hier noch ein paar Tipps, wie man das Defensivverhalten neben entsprechenden Übungen im Training verbessern kann:
Blockweise wechseln (insbesondere Offensivpart, der sich dann voll verausgaben kann und nicht beim zurücklaufen "schont"). Ich tausche dann regelmäßig die jeweiligen Reihen durch, wechsle aber auch konsequent Spieler einzeln wieder aus, die sich im Vertrauen auf die Blockwechsel nicht anstrengen. die Kids wollen ja alle spielen und wissen, dass es überhaupt kein Problem darstellt, Fehler zu machen wenn man sich anstrengt und dass ich es für viel schlimmer halte, sich nicht reinzuhängen (wozu auch die Rückwärtsbewegung gehört).
Lass doch ruhig besonders die Offensivspieler, die sich durch das Nicht-Zurückkommen "auszeichnen" in der Abwehr spielen und dann erleben, wie es ist, wenn man sich plötzlich in ständigen Unterzahlsituationen befindet. Hat bei einigen meiner "Offensivstrategen" Wunder gewirkt. das Tauschen von Positionen gilt natürlich auch generell, gerade in den jüngeren Altersklassen.
Außerdem solltest du versuchen, durch Freundschaftsspiele gegen in etwa gleichstarke Mannschaften und die sich hierbei hoffentlich ergebenden Erfolge das Selbstvertrauen Deiner Kids zu stärken.
Schöne Grüße und viel Erfolg!
Coach99 -
Hallo Marcel,
ich verstehe dich so, dass du bereits einige potentielle Sponsoren im Auge hast. Wenn du noch keinen direkten Kontakt zu einem Entscheider im Unternehmen hast, solltest du versuchen, über den Verein oder Eltern den Ansprechpartner herauszufinden, vielleicht kann dann ja jemand mit guten Kontakten auch schon persönlich "vorwärmen".
Dann genau überlegen, was euer Verein dem Sponsor bieten kann und weshalb gerade dein Team gefördert werden soll (manche Sponsoren fördern z.B. ausschließlich Jugendteams, andere haben abweichende Schwerpunkte).
Das Ganze sollte auch nie wie ein reiner Bittbrief aussehen, sondern es soll die Botschaft dahinterstehen: ihr sollt nicht nur zahlen, sondern auch eine echte Gegenleistung erhalten!
Außerdem würde ich derartige Aktionen immer mit dem Vorstand abstimmen, damit man nicht riskiert, dass der Sponsor bereits anderweitig kontaktiert wurde und nachher verschnupft reagiert, wenn eine zweite Anfrage kommt, aus der klar hervorgeht, dass die rechte Hand im Verein nicht weiß, was die linke macht.
Ansonsten sollte der Brief (Vereinspapier mit Logo!) immer von einem Vorstand mit unterschrieben werden, das macht einen besseren Eindruck. Habe das schon mehrfach gemacht und kann dir versichern, dass es nicht den einen richtigen Musterbrief gibt, sehe das genau wie bcefferen.
Schöne Grüße und viel Erfolg
Coach99
