Beiträge von ruffy85

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    Coach1976

    Ja, der zuständige Verband könnte mit ein Problem sein. Und nein, weder Funino noch die neuen Spielformen lösen alle Probleme.


    Von den Schilderungen WJM3 verstehe ich, dass er bereits in der F Jugend wert auf Ergebnisse legt und erste gruppentaktische Entwicklungen erwartet. Beides ist meinem Verständnis und meiner Erfahrung nach falsch.


    Und das sowohl im "alten 6+1" als auch im neuen "4+1 / Funino". Bis zur U11 sollte es nur um Spielerlebnis gehen, jedes Kind ungefähr gleich viel Spielzeit bekommen, starke Zweikämpfer mit hoher Spielintelligenz und grundlegenden Techniken ausgebildet werden.


    Ab der U11 dürften die ersten Kinder soweit sein, dass Taktik durch bspw. Rondos sinnvoll geschult werden können.


    In meinem Verein wird von der U8 bis zur U11 min. 1x / Woche ein ganzer Jahrgang, teilweise aus bis zu 5 Mannschaften bestehend, gemeinsam trainiert. Alle bunt durcheinander. Zusätzlich gibt es noch 1x Training für jede Mannschaft. Diese Mannschaften bilden dabei unterschiedliche Entwicklungsstände ab, manche Kinder sind 2 Mannschaften zugeordnet, weil sie genau am Übergang stehen.

    WJM3

    In welchem Kreis / Verband spielt deine F1? Für mich liest sich das insgesamt sehr abenteuerlich.


    Unterschiedliche Entwicklungsstände sind üblich. Bei 22 Kindern können daraus 2 bis 3 homogene Mannschaften gebildet werden.


    Wieso wechselst du nicht bei jedem Tor oder alle 2 Minuten? Wahrscheinlich geht's auch bei dir nicht um Plätze und Pokale, oder?


    Zusammen mit der genannten F2 wären locker 5 relativ homogene Mannschaften mit einer angemessenen Durchgängigkeit im Sinne der neuen Spielformen möglich und alle Kinder kämen wöchentlich auf Spielzeit.


    Bitte daran denken: Spielzeit ist die Verlängerung des Trainings. Insbesondere bis zur U12.

    Wäre da nicht das DFB Fußballabzeichen die bessere Wahl und auch Motivation?


    In der U9 sind das, wie in der U7, drei fußballspezifische Aufgaben ohne Zeitdruck: Parcours-Dribbeln, Torschuss und Pass mit Rückprall.


    Ab der U10/U11 gibt's dann eine Variante mit 5 Aufgaben und es kommt der Faktor Schnelligkeit dazu.


    Ab 1 Punkt gibt's eine Urkunde und einen Anstecker. In der U7 - U9 Variante gibt's max. 30 Punkte und ab 21 Punkte erreichen die Kinder "gold".


    Das gibt eine kindgerechtere Rückmeldung über Stärken und Schwächen und belohnt die Kinder.

    Was auch Gelder aus der Kasse Jugend ziehen kann, sind Erwachsenenmannschaften.


    In meinem Verein gibt's 6x so viele Jugendteams wie Erwachsenenteams. Dennoch bekommt die Jugend weniger als die Hälfte der Beitragseinnahmen und sonstiger Einnahmen zugewiesen.


    Wie wird das bei euch im Verein gehandhabt?

    U6 (2017er/2018er):

    1x 16:00 Uhr - 17:00 Uhr (eff. 45 Min)


    U7 (2016er):

    1x 16:30 Uhr - 18:00 Uhr (ganzer Jahrgang, eff. 75 Min)

    1x 17:00 Uhr - 18:00 Uhr (einzelne Mannschaften, eff. 55 Min)


    U8/U9 (2015er/2014er):

    2x 17:00 Uhr - 18:30 Uhr (einzelne Mannschaften, eff. 75 Min)


    U10/U11 (2013er/2012er):

    2x 17:00 Uhr - 18:45 Uhr (einzelne Mannschaften, eff. 90 Min)

    1x 17:00 Uhr - 18:30 Uhr (ganzer Jahrgang, eff. 75 Min)

    Der RSC, der Pfingsten ein Turnier ausrichtet, bei dem bereits die U7 6+1 spielen wird?


    Rahlstedter Sport Club von 1905 e.V.


    Unsere U9 (Jg. 2014) ärgert sich darüber, dass sie mit einem Ball der Größe 3 spielen muss. Dafür spielen sie nie auf Minitore und wenn möglich schon 6+1.


    Vielleicht wachsen die Jahrgänge 2015 und 2016 besser hinein als 2014 bis 2012, die plötzlich vom Fairplay Modus auf den neuen Kinderfußball umsteigen mussten.


    Wobei ja die Fairplay Liga in der U11 (Jg. 2012) wieder abgeschafft werden soll. Zumindest die Regionalkonferenz im Osten stimmte dafür.

    Rollierende Gruppe, check. Ein Kind war neu, der war jedoch nicht nervös. Er ärgerte sich viel mehr über seine erstarrten Mitspieler.


    Ein anderes Kind ähnlich gut wie der Neue, war sehr eigensinnig, ließ sich aber nicht von der Kulisse beeindrucken. Er kennt das schon.


    Die anderen drei - mindestens einer von ihnen war immer auf dem Platz - haben alle schon mehrere Spielrunden seit August 2022 absolviert. Dennoch erstarrten sie, sobald sie auf dem Feld standen.


    Den Ansatz mit den Eltern / Großeltern werde ich aufgreifen. Wir wünschen uns eh schon eine kindgerechtere Vorbereitung auf Pflichtspiele bei den meisten Familien. Da passt das Thema "versehentlicher Erwartungsdruck" ganz gut.


    Ansonsten fällt mir nur noch ein, dass wir "selbsterfüllende" kleine Aufgaben, wie schieße 3 Mal aufs Tor oder dribble 2 Kinder aus, einbauen oder an vergangene Erfolge erinnern.

    Wie begegnet ihr "großer Nervosität" bei euren Bambini?


    Mir fiel heute auf, dass einige Kinder auf dem Platz fast versteinerten und somit Frust bei ihren Mitspielern erzeugten, weil sie weder Zweikämpfe führten noch versuchten den Ball zu bekommen oder anspielbar waren.


    Mit Motivation, z.B. "genießt das Spiel, versucht alles um euch herum zu vergessen", klappte es nicht.


    Während der Spiele waren diese Kinder nur noch physisch anwesend. Selbst lautes Rufen zum Wechseln bekamen sie nicht mehr mit.


    Ich habe dieses Verhalten zum ersten Mal bei einer Gruppe Kinder beobachtet. Weder mein Trainerkollege noch ich fanden eine Möglichkeit diese Kinder zu erreichen.


    Im Training zeigen dieselben Kinder Biss und Motivation, spielen miteinander, reden miteinander.

    Julinka

    In welcher U9 Staffel spielt dein jüngster Sohn? Abwechselnde Felder - hoffentlich insgesamt mehr als 4 - wären ein Traum.


    Uns begegnen sowohl im Westen - Ottensen, HSV eV, Altona, usw. - als auch im Osten - Lohbrügge, Billstedt, usw. - fast nur Mannschaften - über alle 3 Spielklassen hinweg - die froh sind ab der U8 auf 5m Tore spielen zu können.


    Mir fällt auch auf, dass im Frühjahr fast alle Turniere in Hamburg ab der U7 6+1 spielen lassen. Dabei ist das ja erst ab der U10 vorgesehen. Auf Nachfrage höre ich immer wieder entweder "sie sind ja ab Juli U8 und auf 1 oder 2 Kinder mehr kommt es dann nicht an" oder "die Kinder sollen auch mal richtigen Fußball spielen".

    In der U7 ist nur 3 gegen 3 erlaubt. Mangels "Material" wird jedoch empfohlen nur 4 Felder (halber Platz) aufzubauen. Und nun wird's lustig: es soll nach Möglichkeit mit 4 Feldern im CL-Modus gespielt werden.


    In der U8 und U9 soll 5 gegen 5 auf 25m x 40m gespielt werden. Ohne TW auf Minitore, mit TW auf 5m Tore. 3 gegen 3 darf weiter gespielt werden, ist aber nicht mehr cool in dem Alter. Beim "5 gegen 5" auf 2 oder 3 Feldern, wieder im CL Modus...


    In der U10 und U11 ist's dann 7 gegen 7 mit TW auf nahezu einem halben Platz. Daher nur 2 Felder und 4 Teams. 5 gegen 5 mit Minitoren oder TW wäre auch möglich, spielt aber fast niemand.


    Einerseits sind die Gruppen der Staffeln sehr ungleichmäßig verteilt, andererseits weiß niemand, welche Spielform eine Gruppe spielt. Der Ausrichter eines Festivals entscheidet über die Spielform und baut auf. Theoretisch ist eine Absprache mit den Gästen möglich.


    Da Hamburg an Niedersachen und Schleswig-Holstein grenzt, sind Vereinsturniere manchmal schwierig, weil dort wieder anders gespielt wird.


    Wie ist es denn in euren Verbänden geregelt? Wurden dort auch einfach verschiedene Teile aus der DFB Reform zusammenhanglos in eine Durchführungsbestimmung kopiert oder wurden sich Gedanken über eine angemessene (schrittweise?). Einführung gemacht?

    Momantai

    Wir haben aktuell 30 Kinder in der U7, davon 10, die auf "L" passende Gegner gefunden haben. Aktuell in der Halle ist es 1 Team (5 Kinder), ab März wollen wir 2 Teams (max. 8 Kinder) als 1.G spielen lassen.


    Für die Durchlässigkeit haben / melden wir auch weitere Mannschaften auf "N" (normal) und "S" (schwach), damit kein Kind ausgeschlossen / ausgegrenzt wird. Wie viele, dass wissen wir noch nicht. Die Zuverlässigkeit der Eltern nimmt mit dem Entwicklungsstand der Kinder ab.

    Ich frage mich, von wo stinkt der Fisch in Hamburg und wohl auch in anderen Verbänden. Die Hamburger Umsetzung ab der F-Jugend ist ein Witz, da es nur auf dem Papier die Reformen umsetzt.


    Im Sommer wird mein Team eine F jung (U8). Schon jetzt fragen mich befreundete Trainer*innen, ob ich weiter am Mini-Fußball festhalten wolle oder endlich richtig Fußball spielen werde. Richtig meint 4 gegen 4 + TW auf 2 5m-Tore ohne Höhenreduzierung.


    Nun stecke ich in einer Zwickmühle:

    Eine Gruppe meiner Kinder ist aktuell vergleichsweise weit entwickelt und fand erst durch Meldung auf "L" (leistungsstark) Gegner auf Augenhöhe. Eine tolle Entwicklung setzte ein. Und genau diese Gegner werden zum größten Teil in der kommenden Saison die größtmögliche Spielform mit großen Toren wählen.


    Ich würde gerne weiter am Mini-Fußball, vielleicht im 4 gegen 4 (offiziell nicht erlaubt in Hamburg), mit den Kindern teilnehmen. Und erst ab der U9 im Wechsel auf Minitore und höhenreduzierte 5m-Tore (nicht vorgesehen in Hamburg) spielen.


    Bleibe ich beim Mini-Fußball, so wird die genannte Gruppe sich wieder langweilen und häufig 2-stellige Ergebnisse erzielen. Ja, es geht um nichts. Die Kinder merken sich das und werden (und waren!) unzufrieden. Schließe ich mich der Mehrheit an, breche ich mich mit meinen Prinzipien der kindgerechten Entwicklung. Und ich unterstütze die Gruppe der Ablehner.


    Vor einem Jahr als frischer Trainer der U7 klang alles so toll. Nun konnte ich hinter die Kulissen blicken und bekam einen Vorgeschmack für die F-Jugend und E-Jugend und bin einfach nur noch enttäuscht von der Umsetzung hier in Hamburg. Neidisch blicke ich nach Berlin und Köln.

    Linksfuss

    HSV e.V. nimmt ab der U7 am Spielbetrieb in Hamburg teil. Ab der U14 konkurriert dieser e.V. mit dem HSV NLZ, kann daher zB nur in der Bezirksliga ohne Auf- und Abstieg spielen.


    St. Pauli nimmt nicht am Spielbetrieb teil, ab der U8 besitzen sie ihre Fußballschule Rabauken für Kinder aus den angeenzenden Stadtteilen. Gegen Gebühr organisieren sie Spielfestivals. Ab der U12 gibt's das St. Pauli NLZ.


    Aber auch andere ambitionierte Vereine besitzen inzwischen NLZ, die in ihrer eigenen Sphäre weilen.


    let1612

    Wie Momantai schrieb, hat der Hamburger Verband einen Weg gefunden, so wenig wie möglich zu verändern und dennoch die DFB Reform auf dem Papier als erster Verband vollständig umgesetzt zu haben.


    In allen Altersklassen sollen 4 Mannschaften ein Festival spielen. Von der G (U6) bis zur E (U11). Auch die alten Spielformen sind mit Ausnahme der G-Jugend weiter erlaubt. Das soll die Flexibilität und die Akzeptanz erhöhen. Wenn möglich, soll beim Spiel mit TW noch ein Nebenspielfeld mit Minitoren aufgebaut werden.


    Zum Frust ein paar verallgemeinerte Antworten, die vom Verband kamen:

    Höhenreduzierungen für Jugendtore? Zu teuer, Mehrwert wird in Frage gestellt. Wird es nicht geben.


    Mehr als 4 Spielfelder in der G? Minitore sind zu teuer und die zentrale Planung im DFBnet wird zu aufwendig.


    Planung als Vereinsturniere (zeitlicher Blocker)? Sind keine Turniere und die Vereine kriegen das eh nicht hin. Klappt ja jetzt schon nicht.


    Mein ganzer Optimismus ist inzwischen weg. Der Fisch stinkt vom Kopf. Viel heiße Luft. Jede Grauzone wird genutzt, damit sich möglichst wenig ändert und dennoch die Anforderungen des DFB erfüllt sind.

    -Nils-

    Hoffentlich hast du Recht. Es wurde schwurbelig von einer Ausnahmeregelung auch nach 24/25 gesprocheny, die genutzt wird.


    Jetzt gibt's selten echte U11 Teams, weil sie lieber U12 spielen. Mit der Änderung werden die meisten U10 Teams als U11 melden.


    Verschiebt eigentlich nur das vermeintliche Problem anstatt es zu lösen.

    HansUwrat

    Wahrscheinlich habe ich dich missverstanden.


    Einem Kind anzudrohen, dass es bei fortgesetzem Fehlverhalten das (Abschluss)spiel zuschauen muss ist für mich etwas anderes als eine*n Störer*in Beiseite zu nehmen um die Situation zu entschärfen während jemand Anderes die Spielform mit dem Rest fortsetzt.


    Drohen und derart heftig bestrafen gehen für mich zu weit. Daher meine deutliche Antwort.


    Einem Kind aufzeigen, wieso sein Verhalten fehl am Platze war und die Ursachen zu ergründen hingegen sind für mich selbstverständlich. Gerade in dem Alter sind Kinder noch sehr Ich-bezogen und haben nur wenig Gemeinsinn.

    Hach, wie gerne würde ich eine Kinderfußballmannschaft im Berliner oder Kölner Verband führen dürfen anstatt in Hamburg...


    Und ich dachte, in meinem Verein wären einige am Drücker, die viel heiße Luft produzieren und sich an falsche Tradition klammern, aber nach Außen Veränderung fordern...


    Leider kann ich nicht ins Detail gehen. Doch nun weiß ich, dass die Reformen möglichst auf kleiner Flamme gekocht werden sollen, damit möglichst viel so bleibt, wie es vor der Einführung der - Achtung! - FairPlay Reform war.


    Tatsächlich gibt es Ausnahmeregelungen, die es ermöglichen, den Zustand vor der FairPlay Liga und vor den aktuellen Reformen wiederherzustellen.


    Hamburg strebt zur Saison 23/24 eben diesem Rückschritt in der U11 an und verkauft das noch als Fortschritt und den Wunsch der Mehrheit der Vereine.


    Kann mich mal bitte wer kneifen? Ein böser Albtraum muss das sein - oder Realsatire.

    Meine Frage konkret ist.. Was mache ich mit den Kindern die stören und mir nicht zuhören oder kinder die sagen auf diese Übung habe ich keine Lust.

    Meine Manmschaft besteht aus 2016, 2017 und 2018.

    Und es sind alles Jungs.

    Übungen sind dazu da dass sie besser werden. Würd aber im Bambinibereich relativ kurze Stationen machen, so 6 Minuten find ich optimal. Wenn einzelne Kinder keinen Bock haben bekommen sie eine Pause und dürfen das halbe Abschlussspiel neben dir zuschauen.....was glaubst du wie die das ärgert zuzuschauen wenn andere kicken dürfen.

    Musste ich aber noch nie anwenden.

    Strafen wie "du schaust das halbe Spiel zu" finde ich falsch, insbesondere in diesem Alter. Den Kindern fehlt die Fähigkeit zur Selbstreflexion.


    Eine solche Strafe wird mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ausschluss aus der Gruppe oder als Erniedrigung vor den anderen Kindern empfunden.


    Gehorsam durch "Angst" ist psychische Gewalt und seit spätestens 1989 durch die UN Kinderrechtecharta verboten.

    lea_044

    Ich habe in solchen Situationen die Kinder gefragt, wieso sie eine Spielform / Übung nicht mit machen wollen. Ein immer wieder genannter Punkt war "wir wollen endlich das Spiel spielen".


    Inzwischen haben wir unser Fangspiel zum Ankommen, dann den Kreis zur Begrüßung mit dem Thema des Trainings und dann 5 Minuten im "3 gegen 3" auf bis zu 3 Feldern in der Halle (wenig Platz). Hierbei durchaus mit Besonderheiten.


    Anschließend gehen wir ins Thema - diese Woche wird es "Schlau wie Füchse" (Vernetzung) sein und am Ende des Trainings spielen sie noch einmal und wenden hoffentlich das Neue an (oder versuchen es).


    Nun bleiben noch "ich bin erschöpft vom Tag", "ich habe nicht aufgepasst" oder "ist mir zu leicht / schwer" übrig. Darauf können wir zu zweit/ zu dritt gut reagieren.