Beiträge von ruffy85

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    CoachT

    Meiner Erfahrung nach steigt der zeitlichen Aufwand enorm, sobald die Gruppe am Spielbetrieb teilnimmt und es ist nicht mehr von einer Person alleine zu schaffen.


    Insbesondere die Elternarbeit und die Teilnahme an Spielrunden und Turnieren kostet enorm viel Zeit. Das schreckt viele ab und auch ich habe es unterschätzt als ich vor 2 Jahren begann.


    Es ist schade, dass das Ehrenamt zunehmend ein finanzielles Risiko wird. Und es wäre fatal, wenn sich nur noch finanziell abgesicherte Menschen sozial engagieren würden / können.


    Für mich ist es schön, dass ich Kindern geben darf, was mir als Kind gegeben wurde. Dennoch bedeutet das, dass ich 3 bis 4 Arbeitsstunden in der Woche am Abend oder früh am Morgen nachholen muss. Andere Trainer:innen in meinem Verein arbeiten im Schichtbetrieb und können das nicht. Da fällt dann auch mal das Training aus, weil es die Arbeit nicht erlaubt.


    Das Argument "etwas Gutes für die Kinder tun" verliert zunehmend an Gewicht und es braucht mehr hauptamtliche Trainer:innen, dafür vielleicht weniger Vereine.


    Es ist doch so, dass Eltern zunehmend nach professionellen Angeboten für ihre Kinder suchen und sich das auch gerne einiges kosten lassen. Die Kinder kommen zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr aus der Schule und haben zwei oder drei Tage in der Woche Programm. Freies Spielen ist eher die Ausnahme.


    Diesem Trend sollten sich auch Fußballabteilungen und -vereine endlich anpassen und Vergütung auf Mindestlohnniveau anbieten.


    Alternativ bräuchte es ein bedingungslose Grundeinkommen, damit soziales Engagement weiter möglich ist ohne finanzielle Abstriche.

    ParkerS

    Heute als Ausrichter einer U7 Spielrunde habe ich ähnliches erlebt wie du in den letzten Monaten.


    16 Kinder angemeldet - 4 Teams. 13 kamen - 3 Teams. Dann mürrische Eltern, die nicht als Betreuer:in unterstützen wollten.


    Zuschauer von Gästen, die nach zwei freundlichen Hinweisen immer noch an den Toren standen und hineinriefen. Erst die Androhung des Verweises von der Sportanlage half. Dafür kassierten meine Helfer:innen und ich rüde Beschimpfungen.


    Nach 5 Spielrunden (35 Minuten Spielzeit) war ich derart bedient, dass ich mich frage, was in den letzten Wochen passiert ist.


    Auch unsere Elternschaft zerstreitet sich zunehmend. Es gibt eine kleine Minderheit, die alles doof und zu viel findet und andauernd stänkert. Die Mehrheit ist zunehmend genervt.


    Dann jetzt auch Eltern, die es unfair finden, dass ihr Kind zur neuen Saison in eine Gruppe ohne Spielbetrieb kommt. Dabei war das Kind nur 1x dabei - bei 11 oder 12 Einladungen.


    Irgendwie muss das mit dem Wetter zusammenhängen.

    Fantomas

    Bei 250 € im Monat würde zumindest ich meinen Hauptberuf auf 37 oder 38 Stunden/ Woche reduzieren und könnte somit mein Familienleben, meinen Beruf und mein Ehrenamt (explizit nicht mein Hobby!) besser miteinander vereinbaren.


    Ich frage mich jedoch, ist das eine Sache der Vereine oder doch eher eine Sache der Politik. Werden wir hier nicht beantworten können und weicht zu sehr vom Thema ab.

    Ich bin der Meinung, dass kein Trainer mit einem finanziellen Minus aus seiner Tätigkeit herausgehen sollte.

    In meinem Verein ist mir kein:e Trainer:in bekannt, die nicht mit einem finanziellen Minus herausgeht. Über eine Saison gesehen.


    Als ehrenamtlich Tätige erhalten wir eine Aufwandsentschädigung an der unteren Grenze, auch mit C- oder B-Lizenz, wir können unsere gefahrenen Kilometer als Spende abrechnen und erhalten zumindest die Schulungen bis "DFB Basis Coach" durch unseren Verein.


    Dennoch liegen die Ausgaben höher, alleine der zeitliche Aufwand zu Lasten des Hauptberufs oder der Familie. Mir ist zunehmend aufgefallen, dass in meinem Verein immer weniger Trainer:innen aus finanziellen einfachen Verhältnissen stammen oder aus Familien, in denen beide Elternteile junger Kinder Vollzeit arbeiten (müssen).


    Man muss es sich scheinbar "leisten können", ehrenamtlich Kindern und Jugendlichen ein Hobby zu ermöglichen. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel erfordert wohl, dass man genauer darauf achtet, ob man sich die investierte Zeit für etwas finanziell erlauben kann.


    Dennoch, so mein Eindruck, hängen insb. Fußball- und Mehr-Sparten-Vereine immer noch in einer verklärten Vereinsromantik fest, die es so seit der Jahrtausendwende nicht mehr gibt. Seien es monatliche Beiträge oder Erwartungen an Menschen sich ehrenamtlich zu engagieren.

    Ja, müsste es geben. Gibt für jeden Jahrgang eine Gruppe.


    Schreib mir doch bitte mal eine PN mit deinem Jahrgang und evtl. einer Handy-Nr. Ixh reiche das dann entsprechend weiter.


    Mein Team ist in der 2016er Gruppe, bestimmt hat da jemand den Kontakt zu den 2012/2013 Jahrgängen.

    Wahrscheinlich wird sich erst etwas ändern/ bewegen, wenn die aktuelle Geberation "Vereinsvorstand" verstirbt.


    In meinem Verein in Hamburg habe ich es nach nun 2 Jahren aufgegeben, Strukturänderungen schmackhaft zu machen und in Form von Änderungsanträgen einzubringen.


    Da nur Personen ab 16 Jahren stimmberechtigt sind, überstimmten Herren und Senioren einfach alles, was bedeutet hätte, dass sie ihr "Vermögen" mit dem Nachwuchs teilen müssten oder die Mitgliedschaft zum monatlichen Preis einer halben Schachtel Zigaretten nicht mehr haben können.


    Als Mehrspartenverein mit Schwerpunkt Fußball (größte Sparte) und Turnen (auf Rang 2) haben diese beiden Abteilungen die wenigsten Stimmen im Vorstand.


    Alles sehr merkwürdig. Unternehmerisches Denken und Handeln ist nicht vorhanden. Es wird an Altem festgehalten, aber die Verwunderung, dass es immer weniger Freiwillige gibt und Verein nicht mehr so empfunden wird wie vor 30 Jahren, bleibt bei ihnen. Immer wieder aufs Neue.


    Eltern wollen nicht mehr ehrenamtlich tätig werden, außer sie haben eine starke emotionale Bindung mit dem Sport und sind finanziell abgesichert.


    In unserem Fall haben wir bis jetzt keine festen Person für die 25 2017er Kinder. Unsere 2016er, 2015er und 2014er können nicht mehr aufnehmen. Unsere A- und B-Jugend besteht zu 90% aus Jugendlichen anderer Stadtteile, die können wir nicht rekrutieren.


    Die Eltern rufen nach höheren Beiträgen, der Verein sagt nein. Weil, war schon immer so. Und mit höheren Beiträgen sprengt man die Grenze von 15 €, die die Stadt Hamburg festgelegt hat. Mehr darf ein Angebot nicht kosten, wenn es gefördert werden soll, so dass finanziell schwächere Familien teilhaben können.


    15 € im Monat für Sport & Kultur? Arme Kinder in Hamburg, die dadurch eh schon ausgeschlossen werden von der Teilhabe und zusätzlich eine Fessel für Vereine.


    Und auf der anderen Seite fehlt dann Geld für qualifizierte Trainer:innen, die nicht ehrenamtlich, sondern als Minijobber die Mannschaften betreuen, damit mehr Kinder teilhaben können und Wartelisten nicht nötig sind.

    Chris

    17 bis 24 Jährige sind meist Auszubildende, Studierende oder Berufseinsteiger.


    Ich würde sagen, die ersten beiden Gruppen sind ohne weitere Qualifizierung mittels Kurzschulung oder "Lizenz" ein monatliches Taschengeld zwischen 40 € und 50 € "wert".


    Berufseinsteiger arbeiten meist sehr viel für ihre Karriere. Hier wird ein Taschengeld nicht helfen, sondern es müsste schon ein Lohnersatz über dem Mindestlohn sein.


    Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Höhere Beiträge scheitern meist an Totschlag-Argumenten oder tatsächlich an wegfallenden Fördermitteln.


    Und wie würde dann sichergestellt werden, dass auch Kinder finanziell schwächerer Familien nicht ausgeschlossen werden.


    Letztlich ist es doch "Fußball mit Herz, statt mit Mantel und Nerz". Oder?

    Dann los. :)


    Höhenreduzierung, z.B. von Lüttje Kicker, an die Tore, damit hohe Weitschüsse reduziert werden und die Kinder im Tor auch eine echte Chance haben hohe Bälle zu halten.


    Gibt's bei euch einen Liga-Spielbetrieb mit Tabellen, usw.? Wettkampf-Spielformen sind sie ja alle irgendwie.

    Gegen Ausprobieren spricht ja Nichts. Und das Spiel auf höhenreduzierte (!) zentrale Tore ist auch vollkommen in Ordnung.


    Den meisten hier geht es, wie auch mir, um a) die Anzahl der Feldspieler:innen und b) keine festen Positionen.


    Mit meiner aktuellen U7 spiele ich bereits im Training und gegen unsere U8 3+1. Gerne auch als Chaos-Spiel orthogonal zu einem klassischen 3 gegen 3 auf Minitore.


    Wichtiger als eine konkrete Spielform ist:

    - viele Ballkontakte für jedes Kind

    - altersgerechte Zahlenverhältnisse, damit auch "schwächere" ihre Erfolgserlebnisse haben

    - jedes Kind darf überall spielen. Jedes Kind "muss" auch mal ins Tor.

    - Das Spiel wächst mit den Kindern mit


    Zumindest mir geht es nicht um "Verbote vermeintlicher alter Spielformen", sondern um abwechslungsreiche und vielfältige Spielangebote um immer wieder neue Reize zu setzen.


    Zur U8 verzichte ich gerne auf das Hamburger 5 gegen 5 und spiele 4+1. Denn 4 Feldspieler sind besser als 5 in dem Alter.


    Richte ich in der U8 aus, gibts 4 gegen 4 und 4+1 im Wechsel, damit alle Kinder die Vorteile beider Spielformen erleben können.

    Da scheint der Hamburger Ansatz doch nicht so schlecht zu sein. Dabei übe ich gerne Kritik daran.


    Beginnend mit der U13 spielt ein Jahrgang für sich selbst bis zur U19 um die Spielklassen. Aufstiege werden in die neue Saison mitgenommen.


    Sportliche Erfolge bzw. die Spielklasse hängt somit nicht von dem vorhergehenden Jahrgang ab.


    So kann es aber auch sein, dass auf eine Regionalliga U16in dieser Saison eine Bezirksliga U16 in der kommenden Saison folgt.


    Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile.

    Wenn dein Rasenplatz nach zwei sommerlichem Wochen so aussieht, dann weißt du, dass dein Verein keinen Platzwart hat oder es allen völlig ist, wie es dem Rasenplatz geht, weil es mindestens noch einen Kunstrasenplatz nebenan gibt.


    Mir fehlten heute die Worte, dass ich für 2 Mannschaften auf diesem Strohacker ausrichten musste.


    Und dann fehlten auch noch Minitore, weil der Sportwart die Bestellung nach über 5 Wochen immer noch nicht ausgelöst hat.


    So waren wir zu Recht Ziel von Hohn und Spott. Als vermeintlich größter Verein in unserem Bezirk können wir nicht einmal unsere Sportanlagen in Schuss halten und ausreichend Material für mehrere Spielrunden parallel - G bis E auf mehreren Plätzen - bereitstellen.

    Werden vernünftige Trainer:innen lauter, befeuern sie dann nicht auch unfaires Verhalten? ;)


    Selbst in der U7 gibt es versehentliche Berührungen, die bei hohem Tempo zu Stürzen führen und Frust auslösen. Die Emotionskontrolle ist bei Kindern kaum ausgeprägt.


    Anderes Beispiel, zwei Mal nacheinander macht ein Kind den gleichen Fehler, der zum Gegentor führt. Da kannst du als Trainer:in reden, wie du willst. Das Kind ist frustriert und zeigt es. Es schreit, es tritt irgendwo gegen oder schießt den Ball weg.


    Will sagen: es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Wir Erwachsene sollten uns möglichst vorbildhaft verhalten und Fairplay vorleben. Stellen wir uns und unsere Interessen nicht über die der uns anvertrauten Kinder, sollte das problemlos möglich sein.

    Hier noch ein Gedankengang von mir - und ab kommender Saison werde ich in meinem Verband sicher dafür Ärger bekommen. :D


    In der U8 werde ich wechselweise Felder mit Minitoren und höhenreduzierten Jugendtoren aufbauen und Fußball-3 mit / ohne Torkind spielen.


    Ich sollte jedoch eigentlich 5 gegen 5 auf Minitore oder 4+1 spielen lassen. Aufgrund der Anzahl der Feldkinder finde ich die letztere Spielform besser als das größere Funino.


    5 auf dem Feld sind in der U8/U9 zu viele Kinder. 4 sollte in der U9 den Wahrnehmungsfähigkeiten der meisten Kinder entsprechen und immer noch viele Ballkontakte ermöglichen.


    Für die Bambini-Frage hier und die Grundidee auf Jugendtore zu spielen:


    Spielt doch im Wechsel Fußball-3 mit / ohne Torkind auf Minitore / höhenreduzierte Jugendtore.

    Ihr setzt damit unterschiedliche Reize, achtet dennoch darauf, dass die Anzahl der Kinder der üblichen Entwicklung des Alters entspricht.


    Je mehr Kinder auf dem Feld, desto mehr Kinder stehen herum. Und desto weniger Ballkontakte für jedes Kind.


    Was sollen sie denn in dem Alter lernen

    Herumstehen oder Positionen? Oder vielleicht doch den Ball, und was man damit am Fuß anstellen kann, kennenlernen?

    Wieso wird denn geteilt? In der F braucht's 7 Kinder für eine Mannschaft, mit typischer 70% Beteiligung 10 bis 11 Kinder im Training.


    Bei eurer Kadergröße können 2 Erwachsene alle Kinder gemeinsam trainieren, entweder durch doppelten Aufbau oder durch 2 bis 3 Stationen.


    Dadurch sind wechselweise homogene und heterogene Gruppen im Training möglich und jedes Kind kann 2x pro Woche trainieren.


    Ist mal ein Trainer alleine, wird ein Funino Feld aufgebaut und ein Elternteil zum Aufpassen abgestellt.


    Ich verstehe auch noch nicht so recht, wo dein Verein eigentlich hin will. Einteilung homogener Gruppen an Spieltagen, ok. Aufteilen in komplett getrennte Mannschaften bis zur E-Jugend, nein.


    Letztlich werden in der D-Jugend 18 bis 22 Kinder benötigt, die miteinander können und einen ähnlichen Entwicklungsstand haben.


    Wie soll das klappen, wenn der aktuelle Trainer beim Aufstieg in die U8 Rosinen pickt und dem Rest der Kinder zu verstehen gibt, dass sie nicht gut genug sind.


    Wollen wir wetten? Ein Großteil dieser Kinder kommt nach einem solchen Erlebnis nicht in eurer D-Jugend an.

    Verstehe. Dann würde ich das Gespräch suchen und erfragen, wieso nur bestimmte Kinder am zweiten Training teilnehmen dürfen und wonach ausgewählt wird.


    Wie schon geschrieben, ist es in meiner U7 auch so, dass es für interessierte Kinder ein freiwilliges, zusätzliches"U8 Training" gibt.


    In meinem Funktionsteam haben wir vorab offen erklärt, wieso wir das machen und Fragen beantwortet.


    Beim gemeinsamen Training wechseln wir zusätzlich zwischen "alle durchgemischt" und "Mannschaften trainieren zusammen" wöchentlich ab.


    Wir haben 34 Kinder auf 3 Trainer, aufgeteilt in 4 Mannschaften unterschiedlicher"Spielstärke". Kinder können dabei in 2 Mannschaften sein, sprich "sie sind auf den Sprung in die höhere Mannschaft".

    Scarpetta

    22 Kinder auf 1 Erwachsenen?


    In den neuen Spielformen könntet ihr, sofern die Eltern unterstützen, durchaus 2 bis 3 Mannschaften melden und dadurch eher homogene Spielgruppen bilden.


    Auch hierbei empfehle ich, dass alle Kinder des Jahrgangs einmal in der Woche zusammen trainieren, damit sie sich nicht aus den Augen verlieren und der Überblick über die Entwicklung erhalten bleibt.

    Fantomas

    Es steht außer Frage, dass die Kinder im Bambini-Alter - und jedem anderen Alter, wenn es nach mir geht - alters- / kindgerecht Freude an Sport im Allgemeinen und an Fußball im Speziellen entwickeln sollen.


    Dafür braucht es meiner Erfahrung nach zum einem einen angemessenen Betreuungsschlüssel, der nicht schlechter als der Betreuungsschlüssel der Kindergärten ist, und zum anderen homogene Spielgruppen, damit weder "heftige Negativerlebnisse" noch "krasse Erfolgserlebnisse" zur Regel werden und die Kinder sich sozial und sportlich entwickeln können.


    Die Grundidee in diesem Faden kann ich daher nachvollziehen. Die angedachte Umsetzung mit dem Überspringen von der G zur F hingegen nicht.


    Würde der deutsche Fußball im Sinne der Kinder ausgerichtet sein und nicht auf die Ausbildung einer leistungsorientierten Spitze von 0,0000001 % der Kinder, so gäbe es bis zur U12 keinerlei Pflichtspielbetrieb und keinerlei Erlaubnis von Turnieren mit Platzierungen.


    Stattdessen werden unterschiedliche leistungsorientierte Ansätze bereits ab der U6 umgesetzt. Manche Trainer:innen lassen sich davon verführen. Andere wollen so schnell wie möglich die Kinder in eine Spielform bringen, die dem Erwachsenenfußball so nahe wie möglich ist.


    Bis jetzt hat mich nur der dezentrale Ansatz der Köln-Liga überzeugt, bei dem Trainer:innen gemeinsam Spielfestivals organisieren und so Gegner wählen können, die dem vermeintlichen Entwicklungsstand der eigenen Kinder entsprechen.


    Alle zentralen Ansätze mit Ansetzungen durch Verbände führen meiner bescheidenen Meinung nach in die falsche, rückwärtsgewandte Richtung. Und dadurch entstehen dann Diskussionsfäden wie dieser hier.

    Leider ist das auch in meinem Verein und in Hamburg allgemein übliche Praxis in der zweiten Saisonhälfte starke Teams in der nächsthöheren Altersklasse auf Niveau "mittel" zu melden.


    Ich habe mich dagegen entschieden und bin froh darüber. Je weniger Kinder zusammenspielen, desto mehr Ballkontakte, Zweikämpfe, Dribblings, Torerfolge, usw.


    Hier gibt es Vereine wie St. Pauli oder VfL Sittensen, die den Kinderfußball sehr ernst nehmen und kleine Spielformen auch für "ältere" Kinder anbieten.


    So lasse ich manchmal meine U7 auch an Spielfestivals für U7 & U8 teilnehmen. Mal halten sie mit, mal gibt's auf die Nase. Das gehört dazu und zeigt den Entwicklungsstand. Aber es bleibt beim empfohlenen 3 gegen 3.


    Dauerhaft würde ich sie jedoch nur dann hochziehen, wenn es in einer Altersgruppe bleibt, bspw. U8 zu U9. Die Spielform bleibt dann gleich, lediglich der Schwierigkeitsgrad aufgrund des körperlichen Nachteils steigt.


    U7 dauerhaft als U8 spielen lassen? Lehne ich ab.


    Gibt's bei euch die Einteilung in "Leistungsklassen" seitens des Verbandes? Falls ja, meldet doch eine Gruppe auf der höchsten Klasse. Es reichen ja schon 4 Kinder aus für ein Team.

    Als Trainer einer U7, der auch ein Training für alle - 30+ Kinder - und ein Training für Kinder auf dem Entwicklungslevel der U8 anbietet möchte ich Folgendes dazu sagen:


    Gerade im 2. Halbjahr der U7 zeigen sich deutliche Unterschiede in der Entwicklung. Diese Unterschiede treten zumindest in meiner Gruppe "sprunghaft" auf.


    Ein U8 Training "Spielen & Üben" biete ich daher an. Interessierte Kinder können daran teilnehmen. Etwa 12 sind regelmäßig dabei und - wer hätte es (nicht gedacht) - bilden inzwischen die "stärkste" Mannschaft meines Jahrgangs.


    Das andere Training orientiert sich an der U7 Vorgabe "Spielen & Bewegen". Daher enthält es keinerlei Grundtechniken wie Innenseitenstoß oder Abkappen.


    Unser Ansatz ist es, den Kindern, die weiter sind, ein fordernderes Training anzubieten und bereits erste Grundlagen für die kommende Saison zu legen.


    Da hier in Hamburg bereits ab der U6 in Leistungsklassen unterschieden wird, werden für Kinder auf dem höchsten Niveau bereits Grundtechniken benötigt und üblicherweise von Vereinen auch angeboten.


    Wichtig ist mir zu betonen, dass jedes Kind in das zweite Training hineinschnuppern darf. Aber ebenso wichtig ist es, ehrlich und offen zu sagen, wenn das Training noch zu viel für ein Kind ist.


    Die "stärkeren" bevorzugen inzwischen das U8 orientierte Training gegenüber dem normalen U7 Training. Wir setzen im U7 Trainint abwechselnd auf homogene und heterogene Gruppen und passen die Spielformen möglichst an. Bspw. sind Passdreiecke bei besseren Kindern größer oder die Kinder bekommen Provokationsregeln.