Training junger F-Jahrgang. Eins meiner Kinder spielt in diesem Team, daher bin ich indirekt betroffen.
Seit März steht die Gruppe ohne festen Trainer da, da der bisherige Trainer umzugsbedingt aufgehört hat.
Unter der Federführung einer Mama, die alles organisiert, haben wir Eltern das Training bis zum Ende der Saison übernommen und wechseln uns ab, da niemand die Zeit hat, sich zu 100% um die Kinder zu kümmern.
So weit so gut. Wenn da nicht dieser eine Papa wäre, der früher "Höher gespielt hat" und Inhaber einer B-Lizenz ist.
Da werde ich noch wahnsinnig...
Ich kannte ihn bisher nur als Anweisungsbrüllender Joysticktrainier während der beiden letzten Spiele der Kinder, und da war es schon eher zum Fremdschämen.
Meine Bitte, die Kinder doch in Ruhe spielen zu lassen, verpuffte mit dem Hinweis auf seine Erfahrung einfach.
Heute hatte ich erstmals die Möglichkeit das Training zu erleben:
Runden Laufen und Dehnen zum Warmmachen. Im Anschluss 2 Übungen: Torschuss, er legt ab.
Passviereck mit "klatschen lassen und gehen" (fand ich sogar ganz interessant, was die Kinder daraus gemacht haben - er eher nicht so)
Und dann ein Abschlussspiel 8:8 bei dem er selber eingreift, den Kindern Beinschlüsse gibt und sich tierisch darüber freut...
Inklusive der Anweisungen in Dauerbeschallung und nur Lob, wenn der angewiesene "Raus damit"-Ball auch wirklich weit genug weggebolzt wurde.
Der Frust bezieht sich aber eigentlich auf das Dilemma, wenn man kurzfristig keine Trainer findet und dann eben nehmen muss, was man bekommen kann. Immerhin beschimpft er die Kinder nicht und könnte ihnen sicherlich auch viel beibringen.