Beiträge von ScuBac

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Das gab es doch schonmal für die Nationalmannschaft bei der EM 2016 glaube ich. Halt ohne Flock, aber das Auswärtstrikot konnte man auf Links drehen und dann sah es ein bisschen wie ein Leibchen aus.


    Auswaertstrikot_600Breite_10€_Code_EM2016.jpg

    Da ist ja auch nur ein Leibchen eingenäht, so wie das aussieht.


    Dann kann man dann auch im Einsatzfall ein Leibchen drüberziehen und hat nicht immer zwangsweise ein Leibchen drunter, dass man häufig gar nicht braucht.

    Außerdem reibt der Druck dann nicht innen.

    Ich kann nur vermuten:


    Vielleicht, weil es einfacher ist, Trikots ohne Ärmel (Basketball)doppelt zusammen zu nähen?


    Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass der Druck/Flock dann beidseitig erfolgen müsste und das sich der innen getragene Druck/Flock dann relativ schnell durch die ständige Reibung löst.

    Unabhängig davon, fühlt sich der Druck innen wahrscheinlich auch unangenehm an, wenn man nichts drunter hat.


    Und ja: bei beiden Sportarten schwitzt man. Allerdings beim Basketball in der Regel in der Halle bei konstanten 22-23 Grad. Beim Fußball kann es im Sommer schon auch 28 Grad sein, in Spanien z. B. noch mehr.


    Beim Basketball ist man durch die ärmellosen Shirts grundsätzlich deutlich luftiger unterwegs.

    Der Stoff der einzelnen Lage kann auch dünner ausfallen, da wenig "mechanische" Beanspruchung.

    Beides zusammen ergibt ganz andere Möglichkeiten beim doppellagigen Stoff um das Körperklima in einem passenden Rahmen zu halten.




    Oder es ist bisher einfach niemand auf die Idee gekommen, wie man das gut umsetzen kann.

    Also: Ran an die Nähmaschine und ab zur Höhle der Löwen mit der Idee

    Bei uns gehen die Kinder ins Fußballtraining, nicht ins Fußballcoaching.


    Insofern nenne ich mich Fußballtrainer und nicht Fußballcoach.


    Ich verstehe wohl, dass die Frage auf die Art und Weise, wie man die Tätigkeit mit den Kindern auslebt, abzielt. Finde es aber wesentlich wichtiger, wie man tatsächlich ist, als wie man sich nennt oder genannt wird.

    Und das schwache Kind einfach weiter vorne spielen lassen, wo ein verlorenes 1:1 oder unberücksichtigter Gegenspieler nicht so viel ausmachen?

    Hat er ja gemacht.

    Sorry, hab ich missverständlich geschrieben.


    Die Absätze sind jeweils eigenständig zu lesen.


    Ein Kind, dass anscheinend regelmäßig schlecht spielt, könnte grundsätzlich weiter vorne eingesetzt werden.

    Da kann es Erfahrung sammeln, ohne dass dadurch automatisch Gefahr für ein Gegentor entsteht.


    Nicht als Reaktion auf Fehler während eins Spiels.

    Ganz schön viel Druck für einen U11 Rechtsverteidiger.

    So wie es sich liest, ist er an der Niederlage schuld…? X/

    Naja, zwei Gegentore gehen auf seine Kappe. Die Offensive hat es aber versäumt noch ein paar Tore nachzulegen. Chancen waren da.

    Oder gehen die Tore auf die Kappe des Trainers?

    Wozu gibt's bei euch feste Positionen?

    Wenn alle Kinder überall eingesetzt werden können, hätte der Trainer viele Möglichkeiten und nicht nur eine, mit der er noch dazu unzufrieden ist.


    Lass das nächste Mal vielleicht den Spielmacher oder den Stürmer als RV spielen, vielleicht ist er auf der Position besser und ihr gewinnt das Spiel?


    Und das schwache Kind einfach weiter vorne spielen lassen, wo ein verlorenes 1:1 oder unberücksichtigter Gegenspieler nicht so viel ausmachen?

    Verständnis schon, deswegen habe ich ja auch gesagt die Trainingsbeteiligung könnte eine Rolle spielen, muss sie aber nicht zwingend.

    Aber das was du als Sippenhaft bezeichnest, nenne ich Vereinssport. Da haften dann Eltern für ihre Kinder und umgekehrt, die Eltern gehen mit dem Vereinssport eben die Verpflichtung ein, ihre Kinder auch regelmäßig daran teilnehmen zu lassen. Wenn die Eltern das nicht auf die Reihe kriegen ist der Vereinssport eben nichts für die. Alles andere wäre eher ein Dienstleistungsverhähltnis wofür ich nicht gut genug bezahlt werde.

    So gesehen, hast du Recht 😁

    Die Diskussion ist für mich Sinnlos und der Trainer disqualifiziert sich sofort, da er allem Anschein nach, nach “Leistung” aufstellt. In der G-Jugend. Wenn er eine Kapazität von 8 Spielern pro Turnier hat, sollte er immer Rotieren und das sollte er den Kindern auch transparent kommunizieren. Lediglich die Trainingsbeteiligung könnte eine Rolle in der Auswahl der Kinder spielen. Das würden die Kinder verstehen und dann sind sie auch nicht enttäuscht, da sie wissen: “Wenn ich regelmäßig zum Training gehe bin ich beim nächsten mal wieder dabei.”

    Beim ersten Teil gehe ich mit. Wenn er es so macht, wie du es beschreibst, ist es Falsch.


    Beim Thema Trainingsbeteiligung bin ich bei Bambinis deutlich anderer Meinung. Die Kinder sind in der Regel nicht selbstbestimmt beim Training oder nicht beim Training.

    Das hängt häufig vielmehr von den Eltern ab. Kinder für das Verhalten ihrer Eltern zu belohnen oder zu bestrafen, halte ich nicht für richtig. Das klingt mir dann zu sehr nach "Sippenhaft".


    Und ich bezweifle stark, dass 5- und 6-Jährige erkennen können, dass sie überproportional häufig im Training gefehlt haben. Sie erinnern sich allenfalls an ihre Trainingsteilnahmen.

    Ob und wie oft sie gefehlt haben, wissen sie nicht. Und schon gar nicht im Vergleich zu anderen Kindern. Sie leben in ihrer Welt und dass überhaupt die Möglichkeit besteht, dass ein Training stattfinden kann, wenn sie gar nicht da sind... da würde ich auf wenig Verständnis hoffen.

    Sehe ich zum Teil genauso.


    Bin selbst Trainer in dem Verein und hab auch einen guten Kontakt zum Verantwortlichen. Kommt schon zur Sprache, keine Angst. Er soll dann entsprechend positive Impulse bei ihm setzen bzw. ihm aufzeigen, was man besser machen könnte. Oder er sagt: sind ja nur noch Mai und Juni. Den Rest zeigt dann die Zeit.


    Was ich in unserem Fall nicht so sehen kann, und was mich entsprechend frustriert, ist vielmehr:

    Es gibt in unserem Fall aktuell keine Alternative.

    Es ist der einzige Verein am Ort.

    Das bedeutet im Endeffekt:

    Variante A) eventuell langfristig ein paar Kinder verlieren, weil sie die Lust verlieren

    Variante B) sicher sofort alle Kinder verlieren, weil es gar kein Fußball für sie gibt.


    Und ganz ehrlich: ich hätte keine Lust und Zeit, dauerhaft mein Kind in den nächsten Ort zum Training zu fahren. Nicht in der F-Jugend. Sollte er Talent und Bock haben, gerne irgendwann später.


    Vielleicht ist's in der kommenden Saison wieder anders. Und darauf hoffe ich jetzt einfach 😉

    Training junger F-Jahrgang. Eins meiner Kinder spielt in diesem Team, daher bin ich indirekt betroffen.


    Seit März steht die Gruppe ohne festen Trainer da, da der bisherige Trainer umzugsbedingt aufgehört hat.


    Unter der Federführung einer Mama, die alles organisiert, haben wir Eltern das Training bis zum Ende der Saison übernommen und wechseln uns ab, da niemand die Zeit hat, sich zu 100% um die Kinder zu kümmern.


    So weit so gut. Wenn da nicht dieser eine Papa wäre, der früher "Höher gespielt hat" und Inhaber einer B-Lizenz ist.

    Da werde ich noch wahnsinnig...

    Ich kannte ihn bisher nur als Anweisungsbrüllender Joysticktrainier während der beiden letzten Spiele der Kinder, und da war es schon eher zum Fremdschämen.

    Meine Bitte, die Kinder doch in Ruhe spielen zu lassen, verpuffte mit dem Hinweis auf seine Erfahrung einfach.


    Heute hatte ich erstmals die Möglichkeit das Training zu erleben:


    Runden Laufen und Dehnen zum Warmmachen. Im Anschluss 2 Übungen: Torschuss, er legt ab.

    Passviereck mit "klatschen lassen und gehen" (fand ich sogar ganz interessant, was die Kinder daraus gemacht haben - er eher nicht so)

    Und dann ein Abschlussspiel 8:8 bei dem er selber eingreift, den Kindern Beinschlüsse gibt und sich tierisch darüber freut...

    Inklusive der Anweisungen in Dauerbeschallung und nur Lob, wenn der angewiesene "Raus damit"-Ball auch wirklich weit genug weggebolzt wurde.



    Der Frust bezieht sich aber eigentlich auf das Dilemma, wenn man kurzfristig keine Trainer findet und dann eben nehmen muss, was man bekommen kann. Immerhin beschimpft er die Kinder nicht und könnte ihnen sicherlich auch viel beibringen.

    Und wenn ich davon ausgehe, dass ca. 6 Vereine für ein Festival gut sind, dann muss ich mir zu heute (siehe ScuBac und 6 Vereine pro Liga) Gedanken machen, dass es nicht langweilig wird.


    Und wenn ich beides zusammen nehme (Festival und keine Langeweile), dann habe ich bisher wenige Lösungsmöglichkeiten gefunden.


    Stimmt schon.


    Wir haben bei unserer E2 und E3 im Frühjahr jeweils ein Team aus der Herbstrunde in der Gruppe in der Frühjahrsrunde dabei.


    Im Kreis sind es bei uns in der E-Jugend insgesamt im 7:7 Ligabetrieb der Saison 22/23 in Herbst und Frühjahr jeweils 27 Gruppen zu je 6 Vereinen.



    In Hinblick auf die Festivals:

    Natürlich sollte es, auch unter regionalen Gesichtspunkten, möglich sein, die Festivals immer leicht unterschiedlich zu "bestücken", sodass man nicht immer gegen Verein A oder B spielen muss.

    Ist es nicht möglich, die Einteilung in verschiedene Stufen meinetwegen vom Staffelleiter anhand der Ergebnisse durchführen zu lassen? Man schaut sich die ersten beiden Festivals an, wie sind die gelaufen, welche Ergebnisse wurden erzielt, und dann wird für die nächsten zwei Festivals eine neue Zuteilung durchgeführt. Muss ja nicht zwingend eine Tabelle über die ganze Saison sein. Aber grob sollte schon passen, wer gegen wen spielt. So würde man dann auch die un-/bewusste leistungsmäßige Fehleinschätzung der Trainer korrigieren.

    Doch klar. In unserem Kreis wird das bisher in F und E bereits in den klassischen Ligaspielen so gemacht.


    Anhand der Ergebnisse im Herbst (6er Gruppen) werden die Gruppen für das Frühjahr (wieder 6er Gruppen) neu zusammengestellt.


    Das funktioniert schon irgendwie. Aber wie Goodie schon sagt, auch nicht zu 100%. Allerdings eben auch nur deshalb, da man ja nur eine E1, eine E2 etc. meldet. Und dann mit z.B.12 Kindern ein klassisches Spiel 7:7 spielst.


    Wenn du jetzt aber eine heterogene (eher normal) E-Jugend hast und für ein Festival aus den 12 Kindern ein gutes und ein schwaches Team mit je 6 Kindern hast, müsstest du dann beim nächsten Mal auf zwei unterschiedliche Festivals fahren, wenn man nach Vorergebnissen einteilt.


    Was bei Festivals ohne CL-Modus (also eigentlich Turnieren) auch sinnvoll wäre.


    Da Festivals aber eher Sinn machen, wenn man sie im CL-Modus spielt, fährst du als Verein zu einem Festival. Ein Team spielt dann auf den "guten" Feldern und kann da Spiele gewinnen, und ein Team spielt auf den "schwachen" Feldern und kann da seine Spiele gewinnen.


    Und ja, zwischen drin kann es auch ein 8:0 geben. Aber man hat ja viele Spiele und normalerweise auch mehrere unterschiedliche Ergebnisse und Herausforderungen am Tag. Da fühlt das 8:0 dazwischen sich nicht so dramatisch an, wann man ansonsten 2:0 2:4 3:3 etc. gespielt hat.

    Früher war bei Weitem nicht alles besser. Aber in meiner Beobachtung ist schon auffällig, dass viele Kinder/Jugendliche heute Probleme mit Frustrationsbewältigung haben. Evtl. kommt das auch daher, dass sie immer später mit vermeintlich negativen Erlebnissen konfrontiert werden. Dazu gehört eben auch, dass man mal verkraften können muss wenn ich ein Spiel verliere, in der Tabelle hinten stehe, andere in der Schule bessere Noten schreiben usw usw. Stattdessen wird versucht, solche Umstände so weit wie möglich hinauszuschieben. Mag sein, dass man es dem Durchschnitt damit zuerst etwas leichter macht. Das bleibt aber nicht so und die Leistungswilligen werden gebremst.


    Der Kinderpsychologe würde sagen, dass die Menge an Frustrationen den Kindern eher zusetzt.


    Häufig werden Kinder ohnehin schon von unterschiedlichen Seiten Druck verspüren:

    Bei Nichterfüllung wissen die Kinder genau, dass sie "verloren" haben. Das lernen die schnell.


    Das Kind muss früh in der Schule messbar erfolgreich sein.

    Das Kind muss auf dem Pausenhof die geilsten Schuhe etc. tragen.

    Das Kind muss ...

    Setze beliebig fort...


    Warum muss dann noch die Frustration im Fußball nicht gut genug zu sein zusätzlich auf das Kind einprasseln?

    War hat denn da was davon?


    Warum sollte das Kind nicht wenigstens beim Hobby Erfolg auf seinem Niveau erleben dürfen? Ohne Tabellendruck?

    Zu Wettkampf: Für mich ist es kein (fairer) Wettkampf, wenn die Leistungsunterschiede zu hoch sind. Wenn man im Funino nach einer Minute 3:0 führt, dann einen Spieler rausnimmt (3vs2) und am Ende trotzdem 8:0 gewinnt, dann ist das kein Wettkampf, sondern eine Farce. Da haben beide Seiten nichts von. Sowas gehört vermieden (zB wenigstens zwei Leistungsklassen, meinetwegen Anfänger u. Fortgeschrittene).


    Zu Wettbewerb: Warum braucht es keinen Wettbewerb? Was ist so verwerflich daran, ein Ranking zu bilden? Warum geht nicht beides? Warum funktioniert das in anderen Sportarten und im Fussball plötzlich nicht mehr? Was unterscheidet den Fussball da von anderen Sportarten?


    Ich muss für einen Wettbewerb noch nicht mal das Format ändern. Wer kein Ranking will meldet für Festivals im herkömmlichen Sinn. Und wer sich vergleichen will, nimmt eben Festivals, bei denen die Ergebnisse notiert und in einer Tabelle gepflegt werden. Mit der Logik, dass Wettbewerb nicht wichtig sei, dürfte es dann auch keine Turniere mit einem Sieger geben…

    Rein Interesse halber: In welcher Sportart gibt's Tabellen bei 8-Jährigen Kindern?

    Ich habe da gerade keinen genauen Überblick.



    Festivals sollten auch grundsätzlich eher nicht im jeder-gegen-jeden-Modus gespielt werden.

    Dann gibt's auch nicht viele 8:0-Ergebnisse (die es im klassischen Einzelspiel im übrigen auch gerne gibt) sondern nach 2-3 Spielen hat man Spiele auf relativer Augenhöhe.


    Tabellen und Meistertitel sind per se nicht schlecht.

    Das blöde an einer Tabelle sind eher die überehrgeizigen Trainer.

    Die geben Kindern dann nämlich manchmal, vor dem Hintergrund der Tabelle/Finalspiel etc. und je nach subjektiv vom Trainer eingeschätzter Leistungsfähigkeit, mehr oder weniger Spielzeit, feste Positionen und Anweisungen wie: "hau den Ball sofort nach vorne"

    Das führt eben manchmal dazu, dass sich 8-jährige Kinder vom Sport abwenden, weil sie nicht spielen oder nur Bälle nach vorne kloppen dürfen.


    Auch in Einzelsportarten wie z.B. Leichtathletik wird, obwohl dort die individuelle Leistungsfähigkeit einfach und eindeutig messbar ist, inzwischen davon weggegangen zwangsläufig Frustrationsmomente bei vielen Kindern zu erzeugen und setzt auf neue Wettbewerbsformate um den Kindern eine längere Entwicklung und Erfolgserlebnisse auf ihrem Niveau zu ermöglichen.

    Was mich persönlich am meisten an den neuen Spielformen nervt, ist, dass damit der Wettbewerbsgedanke zu sehr in den Hintergrund rückt. Da kann man mich jetzt auch gerne für steinigen, aber ich stehe dazu. Ich halte nichts davon, nur Festivals durchzuführen, ohne, dass nicht auch auf das Ergebnis geschaut wird. Das muss bei Babini/G-Jugend nicht sein, aber spätestens ab der F sollte es auch um einen Wettbewerbscharakter gehen. Kinder wollen sich auch vergleichen und man muss auch für die Kinder ein Angebot schaffen, die mehr Leistung zeigen wollen als nur dabei zu sein.


    Das fehlt mir in meinem Umfeld aktuell komplett. Wir spielen das zweite Jahr nur Festivals bei denen jedes Mal nur die Gesamttore zählen. Und diese Festivals sind in ihrer Zusammensetzung zu unterschiedlich. Ich wünsche mir, dass es auch für die neue Spielformen, als Ergänzung meinetwegen, eine Art Wettbewerb gibt. So wie das momentan bei uns läuft, kenne ich das von keiner anderen Sportart. Beim Tischtennis kommen auch nicht alle Schüler zusammen und spielen 'ne Runde Rundlauf... Da werden auch Punkte gezählt und es gibt Gewinner und Verlierer.


    Was wir mit den Festivals machen, ist, wie wenn in der Schule zwar alle eine Klassenarbeit schreiben, korrigiert oder benotet wird aber nicht.

    Verstehe ich nicht.


    Jedes Spiel ist doch ein Wettbewerb mit einem Sieger und Verlierer (Ok, ggf. Unentschieden).

    Bei einem klassischen Spiel 7:7 spielt man an einem Spieltag nur gegen einen einzigen Gegner.

    Da sind 2-3 unterschiedliche Gegner in 6-7 Spielen die jeweils bei 0:0 anfangen für die Kinder vielleicht deutlich interessanter.


    Bei uns sind Festivals bei F und E aktuell noch freiwillig. Insofern ist mein Eindruck sicher nicht repräsentativ.

    Aber es klappt bisher wunderbar. Es wird grundsätzlich immer auf 8 Feldern gespielt.

    Auch mit 4 Teams aus dem eigenen Verein kommt man auf einige Spiele gegen unterschiedliche Gegner. Zum Teil halt auch gegen Teams aus dem eigenen Verein. Aber definitiv nicht nur.


    Und ja, ein komplett unterlegenes Team wird nur gegen 2-3 andere Teams spielen und ein alles überragendes Team auch.

    Trotzdem haben deutlich mehr Kinder eigene Erfolgserlebnise als im klassischen Ligaspielbetrieb.

    Ich kann dem 3vs3 was abgewinnen, wenn es um die ersten Schritte auf dem Platz geht, den Kindern erste Erfolge ermöglichen soll, viele Ballkontakte. usw. Aber in meiner Truppe spielen die Meisten mittlerweile im dritten, teilweise im vierten Jahr Fußball, und mangels verschiedener Klassen triffst Du halt am Wochenende dann auch auf totale Anfänger. Das endet dann in einem Gemetzel, was keinem hilft. Die Erfahreneren werden nicht gefordert, und die Anfänger bekommen unberechtigt eine Klatsche. Und wenn Du dann auch noch laufend gegen die eigenen Mannschaftskameraden spielen sollst, ist auch kein großer Unterschied zum normalen Training mehr gegeben.


    Der "Klassenunterschied" erledigt sich normalerweise während eines Festivals schnell, wenn man es im Champions- League-Modus spielt.

    Dann spielen schnell die besten Kinder von Verein x gegen die besten Kinder von Verein y und z und sind dann definitiv entsprechend gefordert.

    Genauso die Anfänger, die schnell auf die Anfänger der anderen Vereine treffen und sich untereinander messen können.


    Dadurch kommen die eigenen Anfänger auch nicht mit den eigenen erfahrenen Kickern in Spielpaarungen und es wird nicht zum gefühlten Trainingsspiel.


    So wie es sich bei dir anhört, spielt ihr Festivals als Jeder-gegen-Jeden-Turnier.

    Wie, wenn nicht akkustisch, sollen die Kinder sich gegenseitig unterstützen und bemerkbar machen?


    Problem 1

    Bei uns (auch E) sind einige Kinder noch zu häufig mit dem Blick zum Ball unterwegs.


    Problem 2

    Dass sich die Kinder gegenseitig unterstützen mit z.B. "Paul ist frei!" klappt genauso nicht, weil der Ballbesitzer ja, genauso wie der Gegner, überhaupt nicht weiß, wo Paul gerade ist.

    Die Kinder spielen nicht immer auf festen Positionen, auch während einem Spiel wird von uns gerne gewechselt.

    Schau einmal nach dem DFB Paule

    Schnupperabzeichen.

    Gibt's auch extra für Kindergartenkinder.


    Wir haben das Abzeichen für Kinder ab 6 Jahren vor drei Wochen in der Grundschule für die ersten und zweiten Klassen angeboten und 120 Kinder haben mitgemacht.


    Vor allem die Urkunde und der Pin vom DFB machen bei den Kindern was her.


    Und du bekommst gratis das Material (Hütchen, Pins, Urkunden) zugeschickt.

    Werbepartner ist übrigens REWE.

    Wenn du einen örtlichen REWE hast, dann bekommst du da sicher auch Äpfel für die Kinder oder so, wenn du ganz nett fragst. (Hat bei uns zumindest geklappt).

    Wenn ein Kind z.B. im Winter 2 Mal eine Woche krank ist und 4 Trainings versäumt, das andere Kind hat 3 Mal keine Lust auf Training und kommt einfach nicht. Wer hat dann den Preis verdient?

    Es geht ja nicht um zwei Wochen, sondern um eine ganze Saison.


    Und da werden sich nach 10-12 Monaten schon diejenigen durchsetzen, die es verdient haben. Da wird keiner oben in der Liste auftauchen, der ein paar mal keine Lust hatte. Meiner Erfahrung nach stehen am Ende wirklich die oben, die sich wirklich bemüht haben und anwesend sein WOLLEN.

    Hab ja auch nicht davon geschrieben, dass es um zwei Wochen geht...

    Es ging dem Fragesteller um ein halbes Jahr. Und da sind 4 fehlende Trainingseinheiten schon eine relevante Menge.



    Wir haben auch ein Schaustellerkind im Team, das den Preis nie bekommen wird, weil er über lange Phasen mit den Eltern über die Rummelplätze dieser Welt tingeln muss.

    Wenn es nach ihm ginge, würde er immer im Training sein. Er ist einer, der immer kommen würde.

    Soll ich ihn dafür "nichtbelohnen" dass seine Eltern den falschen Beruf haben?

    Oder soll - der Fragesteller spricht hier ja von 7-8-jährigen Kindern - denjenigen belohnen, der immer von den Eltern zum Fußball gebracht wird, obwohl er keinen Bock hat?


    Wie gesagt: wir haben es selbst gemacht und es war kein Problem. Ich kann aber alle verstehen, die damit ein Problem haben. Die Welt der Trainingsbeteiligung ist, gerade in den jüngsten Jahrgängen, nicht nur schwarz und weiß sondern sehr elternabhängig.

    Im Endeffekt belohnt man damit wahrscheinlich eher die Kinder zuverlässiger und motivierter Eltern (die durchaus auch selbst motiviert sein können), als motivierte Kinder.

    Die Idee find ich nicht schlecht !
    Die Intention ist ja das man die Trainingsfaulen zu mehr Teilnahme oder Trainingsfleiß bewegen will aber schafft man das auch oder wie ist es wirklich?

    Guter Punkt:

    Wer aussichtslos abgeschlagen ist, wird sich dadurch sicher nicht extra motiviert fühlen.


    Und in der F hängt es großteils doch eher an Eltern und nicht an den Kindern.

    Wenn die Eltern einen Schwimmkurs finden, wird da wegen 6 Terminen nicht Rücksicht auf das Fußballtraining genommen. Da kann das Kind überhaupt nichts dafür.