Beiträge von CoachT

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    Meine nervigsten Punkte im Leistungs-Jugendfußball sind definitiv die Eltern und manchmal auch die Spieler:


    Ja, bevor die Diskussion los geht, es ist Jugendfußball und am besten sollte jeder gleich viel spielen, ABER wir spielen in unserer Altersklasse in der höchstmöglichen Liga in Deutschland, DAS ist nun mal auch Leistungssport, was den Kids bewusst ist.


    Und es bekommt auch jeder Einsatzzeiten, aber Jungs die nun mal nicht die Leistung wie andere bringen, spielen halt seltener (nicht) von Beginn an, sondern werden in der Regel eingewechselt.


    Und dann gibt es da manche Eltern oder Spieler die dann eine komische Erwartungshaltung haben. Vor der Saison offen angekündigt, dass wir primär dieses Jahr nach Leistung aufstellen und es kommt immer wieder vor, dass da dann Missgunst entsteht, obwohl offensichtlich in Spielen erkennbar ist, dass deren Jungs Aufgaben nicht umsetzen keine positiven Aktionen bringen jedes Spiel die selben (angesprochenen und korrigierten) Fehler machen. Und dann kommt die Frage "Wieso spiele ich nicht von Anfang an?"...


    Es wäre ja ok, wenn die Spieler selber das Gespräch suchen und man dass dann mit denen erörtern kann, aber wenn die Eltern losgeschickt werden per WhatsApp da Stunk zu machen, ist das kacke; nehmt ruhig die Eltern mit zum PERSÖHNLICHEN Gespräch, aber sprecht es selber bei uns an, ihr seid alt genug...


    Anderer Punkt ist definitiv der Leistungsdruck.

    Ein Ligensystem ohne Abstiege wäre super für die Entwicklung, man muss da nur gute Umsetzungsmöglichkeiten finden

    "Intuition ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen. Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen."

    Ich würde daraus folgern, dass es schwer ist, sowas gezielt zu trainieren. Spieler können sich da besser entwickeln, so fern sie viele freie Spiele haben.
    Unterstützen kann man da sicherlich, indem man Spielformen nimmt, die zu dem jeweiligen Bereich passen (will ich Intuition im Passspiel trainiere, so kommt eine Spielform zum Einsatz, wo die Spieler in der Regel viel Passen und ständig neue Aufgaben im Spiel haben; will Ich das beim Torschuss trainieren, mache ich kleinere Felder aber mit großen Toren, wo sie in der Regel viele Torabschlüsse bekommen).

    Torschuss. Alle in einer Reihe sollen den Ball dem Trainer/Betreuer ablegen und auf's Tor schießen. Zwei Kinder drängeln und schubsen sich gegenseitig bis einer angefangen hat zu weinen.

    Nur eine kleine Anmerkung von mir zu dieser einzelnen Szene:

    Könnte man vermeiden, wenn man nicht solche Torschussübungen macht. 30 Kids (übertrieben) in er EINER langen Schlange ist einfach nicht "richtig".
    Teile die Kids auf, mach mit Vorlauf und Nachlauf und nicht stumpfes anstellen, andribbeln und schiessen, das sind viel zu wenige Aktionen und sind viel zu lange Standzeiten.

    Ich verstehe das Problem nicht.
    Das Trainerteam/ der Trainer hat scheinbar einfach eine andere Idee von der Spieleröffnung. Wir fordern von unserem Torwart auch immer wieder Dinge, die in solcher extremen Form umgesetzt werden sollen, wo man manchen Eltern am Spielfeldrand auch nur die Fragezeichen im Gesicht sehen kann, und? Mal funktioniert es und mal nicht, aber es passt zu unserer Idee und wenn diese zu einem gewissen Punkt gut umgesetzt wird, sind wir auch jedes mal damit erfolgreich.


    Der Trainer fragte ihn auch mehrfach warum er nicht ins Drippling geht, also in die erste Pressinglinie

    Ohne die exakte Idee des Trainers zu kennen, gehe ich davon aus, dass dieser möchte, dass der Torwart so den Angreifer zu Entscheidungen zwingt. Wird er angelaufen, ergeben sich wo anders freie Räume/ oder freie Spieler die dynamisch im Raum angespielt werden können oder beim Spiel über den Dritten in den jeweiligen reaktionsraum eingebunden werden.

    Wird er nicht angelaufen, so kann er die ersten Meter dynamisch belaufen, zumal Pässe aus der Bewegung oft leichter sind und mehr Präzision mit sich bringen.


    Zitat von PlayerCallsMeDad


    Jetzt müssen wir einen Weg finden die fehlenden Ausbildungsinhalte irgentwo nachzuholen.

    Wieso? welche Ausbildungsinhalte werden denn aktuell nicht berücksichtigt? Besteht das Training für deinen Sohn nur noch aus Driblling? Darf er nichts anderes mehr machen bzw. macht er nichts anderes mehr?

    Gestern musste der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert beim CL Spiel zwischen Milan und Chelsea ja ordentlich Kritik einstecken, wegen seiner Entscheidung auf Elfmeter und Notbremse gegen Milan.


    Ich verstehe die Empörung überhaupt nicht.

    Stimme dir zur 100 % zu.
    In einem vollen Tempo ist sowas entscheidend im Abschluss, wie gut man den Ball trifft oder nicht.
    Es ist ein Foul und in einer solchen Situation die Verhinderung einer klaren Torchance, da ohne Möglichkeit den Ball zu spielen auch eine rote Karte da hier nicht die Sonderregel zur Doppelbestrafung greift.

    Dämlich vom Verteidiger.
    wobei Siebert auch es als nicht "klare Torchance" interpretieren hätte können und dann nur die gelbe Karte hätte zeigen können. Am ende eine Frage der Argumentation und Auslegung (im Beobachtungsgespräch des Schiris nach dem Spiel - für diesen extrem wichtig, da er da seine Wahrnehmung Entscheidungen dem Beobachter begründen kann)

    RWE und Saarbrücken haben übrigens beide ein NLZ

    Tatsache, das hatte ich noch anders im Kopf. Ich meine auch das letztes Jahr noch ein 3. oder 4. Ligist sein NLZ wegen den hohen Kosten aufgegeben hat.

    Aber die Beispiele spielen auch eher eine untergeordnete Rolle, es ging mir auch primär um die Aussage, dass hauptsächlich nur die 1. und 2. Bundesliga NLZs haben, weil diese auch super teuer sind.

    Es gibt Vereine die Leisten gute Ausbildung über alle Altersklassen, spielen mit Ihren Teams z.T. Bundesliga können oder wollen sich den Aufwand für ein "Bundesliga-NLZ" aber nicht leisten.

    Ein NLZ kostet halt einfach extrem viel Geld. Es ist ja nicht damit getan, einmal ein vernünftiges Gebäude hinzu stellen. Man braucht extra Mitarbeiter, Festangestellte Leute, Trainer mit bestimmten mindest. Lizenzen, sportliche Leitung mit mindest. Lizenz etc. Ich hab mal Zahlen gehört, die waren zwischen 500k und bis zu 1,5 millionen jährlich.
    Wenn man dann bedenkt, dass an für sich die 3. Liga ein Minusgeschäft ist, ist es kein Wunder, dass sich Vereine wie Meppen, Viktoria Köln etc, die schon mehrere Jahre in der 3. Liga sind, kein offizielles NLZ aufbauen. Dafür fehlt einfach das Geld.

    Wobei ein NLZ zu haben, vieles leichter machen würde. So können aktuell NLZ Spieler von anderen Vereinen jederzeit holen (zumindest in der Winterpause, die im Jugendbereich kein offizielles freies Wechselfenster ist) ohne Ausbildungsentschädigungen zahlen zu müssen, weil die dann einfach denen ein Ausbildungsvertrag geben und es dann für die erledigt ist. So verliert mein Verein jedes Jahr extrem viel Geld. Wären wir ein NLZ könnten wir den Spielern auch Verträge geben und würden jedes mal eine Ausbildungsentschädigung erhalten

    eim Thema NLZ fände ich es besser, wenn nur noch Entwicklungsligen existieren würden in denen es nicht um Auf-/Absitieg geht und jeder Spieler, der den Aufwand betreibt ein sinnvolles Minimum an Spielzeit erhält.

    Das abschaffen von Auf-/ Abstieg im Jugendbereich würde vermutlich auch deutlich mehr dazu führen, dass Spielzeiten gerecht verteilt werden als eine vereinfachte Wechselregelung.

    Finde den Gedanken interessant, ab wonach willst du die Vereine da einstufen? Klar NLZs alter Jahrgang in Bundesliga und junger Jahrgang in Regionalliga, aber was ist mit nicht NLZs?
    Um Vereine die mir bekannt sind, aus dem Norden zu nennen, was ist mit einem Eimsbüttler TV, oder Weiche Flensburg? oder VfB Lübeck? Was ist mit einem RWE, Saarbrücken, Mannheim, etc, wo die Herren in der Regio oder 3. Liga spielen aber kein NLZ haben, die Arbeit aber trotzdem sehr gut ist und viele derer JugendSpieler am Ende in der A und B-Jugend Bundesliga in einem NLZ spielen?

    Wo gliedert man solche Vereine ein? Der Anspruch solcher Vereine ist schon mindestens Jugend-Regionalliga, was mMn akzeptabel ist. Da wollen nur auch andere Vereine mit deren Jugendmannschaften spielen, wenn man sich in Hamburg zB Vorwärts Wacker oder Rahlstedt anguckt (die aber mMn auf Grund der Infrastruktur etc da eigentlich nicht hingehören)

    Und wie teilt man einem Spieler mit, dass er tatsächlich zu viel wiegt und teilweise auch dadurch zu langsam und unbeweglich ist? Spieltaktisch ist der Spieler sehr gut.

    Ist der Spieler durch sein Körper tatsächlich eingeschränkter als seine Mitspieler auf er Position, sprich weniger Beweglich, langsamerer Antritt, geringere Endgeschwindigkeit?

    Dann sagt man ihm das am besten genau so, dass er aktuell keine Aussicht auf Spielzeit auf der Position hat, weil seine Konkurrenten aktuell einfach spirtziger sind, mehr beweglichkeit haben und agiler sind und er daran arbeiten muss, um da als Alternative präsent zu sein.

    Klappt bisher schon häufig nicht. Ob es gegen Bezahlung und mit Arbeitsvertrag dauerhaft besser wird, glaube ich erstmal nicht.

    Ist halt die Frage, ob man das beurteilen kann, ohne Erfahrung (sowohl die eine als auch die andere Richtung).


    Meine These ist es halt, weil ich denke, dass es mehr potentielle Bewerber gibt und der Verein dann zumindest mehr selektieren kann. Aus der breiten Masse gibt es immer mehr Potential extreme Peaks/spitzen zu generieren/finden

    der ehemaligen Freizeitkicker, der lieber am Sportplatz herumkommandiert, als sich von seinem Chef selbst herumkommandieren zu lassen, die durchschnittliche Qualität auf Trainingsplätzen erhöht, weiß ich nicht.

    Da kommt es ja darauf an, wen der Verein für bestimmte Personen anstellt. Jemand ohne Flugschein wird auch keine Linien-Flüge fliegen.



    Trainer werden nicht besser, wenn sie 12euro pro Stunde kassieren.

    Ich würde auf jeden Fall sagen, dass es Herzblut-Trainen mehr Möglichkeiten bieten und sie damit tendenziell eher besser machen würde.

    Jein.
    Ich glaube eine bessere Entlohnung könnte dazu führen, dass Trainer einfach mehr Zeit in ihr TrainerJob stecken können und somit die Vor-und Nachbereitung einfach besser wird und somit auch die Qualität im Normalfall steigt.

    Ich kenne eigentlich nur, dass bestimmte Punkte (Ecke vom 16er) etc. mit so einem Büschel markiert wird.
    Wenn man in einen Rasenplatz Kunstrasen verlegt, muss man sich immer im klaren sein, dass beide unterschiedliche Eigenschaften haben. Der Ball verhält sich auf beiden Materialien unterschiedlich, daher weiß ich nicht, ob das von Verbandsseite aus erlaubt ist.


    (Edit:) Bevor ich sowas machen würde, würde ich einfach in teurere und qualitativ-hochwertige Linienfarbe investieren. Da halten die Markierungen dann auch ein paar Wochen, wenn man es wie angegeben verwendet

    Bevor die Diskussion hier endgültig in ein anderes Thema hinein rutscht:

    Es ist ja völlig irrelevant hier ein Schuldigen zu suchen oder jemanden die Schuld zu zuweisen.

    Fakt ist, dass das Kind kein Spaß mehr hat und da sollte man was tun, ob es nun mal das ist, dass man mit dem Trainer redet und die "Anschuldigungen" des Kindes vorträgt oder ob man einfach das Kind wo anders anmeldet.
    Nur sollte irgendwas getan werde, damit das Kind nicht komplett dem Fußball verloren geht, wenn es scheinbar vermeidbar wäre.

    Also ohne genaue Erfahrungen bei der B+ Lizenz zu haben, kann ich mir vorstellen, dass es ähnlich abläuft wie bei den anderen Fortbildungen, die man besuchen muss, um die Lizenz zu behalten (und sie nicht abläuft).
    Und das wahrscheinlich angepasst an die Lizenz selber, sprich in Bezug auf die Jugend-Bundesliga/NLZ wo man ja mit der Lizenz trainieren darf.

    Kann mir jemand Erfahrungsberichte geben wo genau die Schwerpunkte in der F- Jugend sind

    der DFB gibt vor, dass in dem Alter Grundtechniken erlernt und verbessert werden sollen.
    technische- und spielerische Vielseitisgkeitsschulung.
    Bei dem C-Lizenz Lehrgang nennen sie das "spielen und erlernen"

    Es sollte also anders als bei der G schon mehr um den Fußball gehen (bei G Jugend ist ja eher der generelle Spaß und die Freude an Spielen im vordergrund)

    Der schwört darauf, dass sein Sohn es zum Landesligisten geschafft hat, weil sie in dem Verein jahrelang immer schwächere aussortiert und bessere geholt haben und er dadurch immer ein hohes Trainingsniveau hatte. Sowas würde sich eben auszahlen und die schwächeren können dann halt woanders spielen. Traurigerweise hat er jetzt erneut unten angefangen und praktiziert mit seiner neuen F-Jugend das gleiche System. Er hat über Kaderzusammenstellungen schwadroniert und wie er sich im Moment eine super Mannschaft aufbaut.

    Das traurige ist halt, dass das ständige Aussortieren halt leider auch funktioniert. Wenn man guckt, wie das ganze bei den NLZs läuft oder bei Möchtegern NLZs, wo überambitionierte Jugend-Regionalligsten mit teuer Geld Spieler aus der nächsten Großstadt einkaufen und dann die eigenen Jungs, die teilweise seit 5-6 Jahren im Verein sind, rauswerfen, aber für die eingekauften Jungs auch noch ein Shuttle-Service bestellen müssen.

    Das mit Aussortieren und ständig neue Kader sehe ich bei mir im Landesverband aber auch schon bei Landesligisten (Kreisklasse-Kreisliga-Landesliga-Oberliga-Regio-Bundesliga; zur Einordnung wo wir uns befinden). Da gibt es ein Trainer einer A-Jugend Landesliga-Mannschaft, der lockt jedes Jahr etliche Spieler mit Ausstattung im Wert von über 500 € zu sich, hat ein Kader von 30 Mann und dümpelt dann irgendwo im oberen Mittelfeld der Landesliga rum. Alles für Jungs die nicht deutlich besser als Kreisligaspieler sind. Und in der Landesliga wird großteils echt kein guter Fußball gespielt, sehr viel nur mit langen Bällen irgendwie nach vorne.
    Irgendwie groß ein Pressing-System erkennbar oder systematischer Spielaufbau - Fehlanzeige

    Sowas und die ganzen unnötigen JFVs (Da wo kein Spielermangel als solches herrscht) und die "Spielergehälter" im Amateurbereich wird auf lange Zeit den Fußball unterhalb der Profiligen zerstören.
    Dann werden wahrscheinlich die NLZs auch ihre Liga bald für sich haben, einfach weil alle anderen sich gegenseitig kaputtmachen.

    ter Stegen: "Manchmal führen unsere Innenverteidiger die Abstöße aus, um den Gegnerdruck nach dem ersten Pass zu vermeiden. Wir suchen immer nach neuen Ideen, die uns stärker machen und die es dem Gegner komplizierter machen."

    Machen wir tatsächlich auch, um im Spielaufbau aus unserer 3er-Kette mit dem TW eine 4er Kette zu bilden. Oft beginnt ja das Angriffspressing bei Mannschaften, wenn man ein Pass auf eine bestimmte Seite auf den IV spielt. Nur wenn der TW da konsequent mit macht stimmt beim Pressing oft nicht mehr die Zuordnung und die Aufgaben werden unklarer und es wird einfacher das Pressing zu überspielen