Beiträge von CoachT

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    Ich weiß, dass dieses Thema in verschiedenen Threads schon phasenweise diskutiert wurde.
    Mir ist es jetzt nur nochmal so in den Sinn gekommen, weil beim größten Hallenfußball Turnier Deutschlands (SHFV Masters) der ehem. Präsident des SHFV sich klar gegen den Futsal ausgesprochen hat "die Leute wollen Hallenfußball sehen (...) Futsal ist ja eine andere Sportart".


    Ich selber habe in meiner Jugendzeit nur 2-3 Futsal Turniere gespielt, als das in den 10er Jahren relativ neu war. Und ja ich fand die Hallenfußball-Turniere immer extrem geil.

    Aber jetzt, 10 Jahre später und Trainer einer eigenen C-Jugend bin ich echt anderer Meinung. Allein auf Grund der Benefits des "normalen" Hallenfußballs ist das Verletzungs-Risiko soooo viel krasser. Allein das Grätschen in der Nähe des Gegenspieler ein Foul nach sich ziehen, verringert beim Futsal die Verletzungsgefahr enorm. Zudem finde ich von der spielerischen Qualität her, Futsal deutlich attraktiver. Es ist schneller, dynamischer und technisch anspruchsvoller, als das Geboltze beim Hallenfußball.


    Wenn ich es allein aus Sicht eines Jugendtrainer betrachte, bringen mir doch Futsal Turnier deutlich mehr, insbesondere, weil ich mehr Möglichkeiten habe, in der Hallenzeit meine Spieler auch technisch mehr zu fordern.
    Und sind wir doch mal ehrlich, die Zuschauer bei den Turnieren wollen doch eh nur Bier und paar Tore sehen.
    Ob es dabei dann ein weniger springender Ball und ohne Bande in der Halle ist, juckt doch niemanden, ODER?



    Wie steht ihr dazu?

    Was sind eure Meinungen, und wo sieht ihr die Pro und Contras im Vergleich zu dem Banden-Fußball

    Ich glaube die DFB-Akademie liest hier auch mit ;) : Das Fazit der Studie: Der Bildungsgrad beeinflusst nachweislich die Arbeitsweise von Trainern.

    Der Artikel ist, glaube ich, schon 1-2 Jahre alt, zumindest kommt der mir sehr bekannt vor.
    Was ich am interessantesten finde, ist die Vorstellung am Ende des Beitrages, wie der DFB eine Zusammensetzung des Trainerteams sich vorstellt.
    Und tatsächlich würde ich da mit gehen und habe auch die Erfahrung gemacht, dass so eine Kombi sehr gut wirken kann.
    Meine beiden letzten Trainergespanne, in denen ich mit gewirkt habe, waren so aufgebaut, wobei der Altersspezialist und der Erfahrene beide jeweils nur Co-Trainer waren.


    Ich habe mit 17 Jahren als Trainer angefangen und bis 34 Jahre Fußball gespielt - damit geht sogar beides ;)

    Würde ich ja auch nicht sagen, dass das nicht möglich ist, aber ich glaube(Semi-)Profis sind eher in seltenen Fällen Spieler und Trainer irgendwo.
    Ich kenne nur auch etliche Trainer (auch in NLZs oder Leistungsvereinen) die zwar auch noch bis 23/24 oder 25 selber gekickt haben aber durch einen zeitintensiven Trainerposten + Full-Time Job das selber spielen aufgegeben haben. Und bei uns in der Region sind das Trainer die sehr gefragt sind und in ihren Lehrgängen durchweg fast immer die beste Punktzahl erreicht haben. Und die Ligen, die von denen bespielt wurden gehen von Kreisklasse bis Oberliga.

    Da stellt sich mir die Frage, macht das jemand von euch?

    Nicht direkt mit Feedback-Bögen, aber halbjährlich gibt es Gespräche mit Eltern und Spielern und da geht es nicht immer nur um den Spieler, sondern auch mal um uns Trainer, um das Training etc. Da werden auch durchaus Dinge offen angesprochen.

    Ingolstadt: Sabrina Wittmann (31 - seit 2021)

    Trainerin seit dem 27 Lebensjahr (auch nicht bis 30 Fußball gespielt)

    Frankfurt: Damir Agovic (33 - seit 2022)

    seit 2012 Fußball-Trainer, 2009 aktive Profi-Karriere beendet, heißt mit 21/22.

    Bayern: Danny Galm (36 - seit 2021)

    seit 2013 Trainer, also auch mit 26 angefangen.

    Hoffenheim: Stephan Lerch (38 - seit 2022)

    genau so, auch mit 27 angefangen

    KSC: Ralf Kettemann (36 - seit 2021)

    Auch mit 27/28 Jahren angefange.

    Alle unter 30 Jahre alt gewesen. Die anderen hatte ich keine Lust nach zu gucken, aber da werden sicher etliche nicht erst 2020 als Trainer angefangen haben und laut Wörns zu früh mit der Karriere aufgehört und deswegen nicht "genug" Erfahrung als Spieler gesammelt haben...

    Ich selber gehe nur auf Hallenturniere mit rundumbande da Fußball gespielt werden soll und nicht ständig mit dem einrollen beschäftigt sein sollten.

    Also beim Futsal gibt es meines Wissensnach kein Einrollen. sondern es wird eingespielt.
    Und ist es nicht näher am draußen Fußball wenn man keine Bande hat ;)

    Somit auch hier aus meiner Sicht kein "Jugendwahn".

    Die absolute Zahlen sind da auch nicht weiterführend. Dem Worns geht es ja darum, wann wer angefangen hat. Die ganzen Mit-30er brauchen ja allein für die Lizenz ein paar Jahre, werden also wohl selten erst mit 35 angefangen haben. Laut Worns müsste man ja aber am besten bis 30 gespielt haben. Passt dann selten zusammen. Die meisten davon haben auch wahrscheinlich mit Mitte/Ende 20 die aktive Karriere beendet und angefangen die Trainer-Lizenzen zu machen und dabei auch die ersten Posten angenommen haben. (Als {Semi}-Profi ist das selten parallel machbar!).
    Man muss da schon auch ein wenig in der Historie nachgucken.

    Und wie sieht es in den Regionalligen aus?

    Sowohl Herren als Jugend? Viele U23 spielen in der Regionalliga. In der Regio Nord gibt es zudem einen Trainer der ist grade mal 27 Jahre alt (Drochtersen-Asseln).

    über wen spricht da Christian Wörns? wie viele Prozent der Trainer beenden in diesem Alter ihre Fußballkarriere und machen nur noch Trainer? wer trägt da heutzutage schon größere Verantwortung? Wahrscheinlich weniger als 10%. Und das soll ein Problem sein?

    Wahrscheinlich spielt er da auf ein Julian Nagelsmann an. Oder wenn man sich die Trainer in der Regionalliga, U23/21 Mannschaften den Profis oder U17/U19 der NLZs anguckt, ist schon erkennbar, dass diese immer jünger werden. Ich bin selber auch erst 23. Trainer der Ligamannschaft und der U23 bei uns beide nicht über 33jahre alt, generell kein Trainer als Head-Coach der über 35 ist, eher alle unter 30 (klar sind da ältere Co-Trainer mit dabei)

    Hakendran  Charles De Goal
    Ich verstehe beide eure Punkte, aber es geht doch im ursprünglichen Post um eine D-Jugend, oder nicht?

    Mir bekannt ist es, dass es im Altersbereich der D-Jugend nur auf Kreis-Ebene Ligen gibt, sprich Kreisklasse, Kreisliga und eine überkreisliche Liga darüber. Sind insgesamt 3 Ligen (in der Höhe).
    C-Jugend sind es in meinem Landesverband schon 5 Ligen (Kreis-ebene, überkreisliche ebene, Landesverband-Ebene und Regionalliga).

    Die meisten NLZ oder ambitionierten Vereine unterhalb der NLZs haben nun mal die Erfahrungen gemacht, dass ihre D-Jugend (der ältere Jahrgang) in der überkreislichen-Ebene, also höchstmögliche Ebene, alles zerschießen und in der Regel immer Meister werden. Evtl. gibt es mal bei einem Dorf-Club einen sehr starken Jahrgang, der etwas paroli bieten kann. Aber eine Saison mit 15 Siegen und 1 Unentschieden und einem Torverhältnis von 105:5, bringt das Team nicht weiter.
    Deswegen haben viele dieser Vereine ihren U13 Jahrgang vom Spielbetrieb abgemeldet und spielen mit denen Leistungsvergleiche/Turniere gegen andere NLZs oder ambitionierte Vereine unterhalb der NLZs, was mMn sinnvoll ist, da sie dort von der Qualität her mehr gefordert werden, als durch selbst-auferlegte Regeln in einem 15:0 Spiel.

    Hi CoachT,

    wie sieht es so nach gut einem Jahr bei euch aus im Verein. Konntet ihr viel umsetzen?

    Durftest du von Coach Carter eigentlich mal das Jugendkonzept lesen oder hattest du oder ihr selbst eins geschrieben?

    Gibt nicht viel darüber zu berichte.
    ich habe meine Herangehensweise vorgestellt gehabt, aber schlussendlich abgeblockt mit "wird man nie umsetzen können" und das wars dann...
    wie aus anderen threads ersichtlich, ich bin im Sommer dann gewechselt zu einem anderen Leistungsverein in meiner Umgebung.

    Meinen Kleinen, D, haben sie gleich ganz vom Liga Betrieb abgemeldet. Man befindet sich jetzt in einer Wohlfühloase Namens Leistungsvergleiche. Die Kinder sollen sich dort weiterentwickeln und lernen. Funktioniert nicht so gut, aber das ist ein eigenes Thema.

    Dazu müsste man die Hintergründe kennen. Ich weiß von einigen NLZ-Trainern aus meiner Umgebung, dass die mit den jüngeren Jahrgängen der D-Jugend nicht am Liga-Betrieb teilnehmen, weil die Spielklassen es einfach nicht hergeben. Die haben ja oft nur Kreisklassen oder Kreisligen und keine Verbands oder Oberligen in dem Altersbereich und man sieht dann oft Übermannschaften, die mit 100:0 Toren und ohne Niederlage Meister in der D-Jugend werden. Sowas bringt aber der Entwicklung dann auch nichts. Deswegen zB lässt Fortuna Düsseldorf keine deren D-Jugenden am Ligabetrieb teilnehmen und spielt nur Vergleichsturniere gegen andere NLZ aus NRW (wie Bochum, Dortmund, etc)

    Schreib alles auf, womit du als Trainer in eurem Verein Berührung kommst. Auch wenn es noch so selbstverständlich ist, gehen lieber davon aus, dass es dem Gegenüber nicht sonnenklar ist.

    Finde ich auch am Sinnvollsten. So ein kleines Willkommens-Handbuch, mit wichtige Ansprechpartner, generelle Infos, wo man zB was findet etc. (zB Platzbelegung ist dort zu finden, oder die Schlüssel sind am Schlüsselbund,...)
    Ich hab sowas mal bei meinem neuen Arbeitgeber (richtiger Job) bekommen und guck da jetzt auch immer wieder mal rein.

    Platz 4: Mats Hummels - bei der WM nicht dabei

    Über alles bin ich gerne dabei zu streiten, aber Mats Hummels wäre eine absolute Wundertüte gewesen.
    Ich erinnere gerne an die letzten Natio-Spiele vor der WM, wo er gespielt hat, da hieß es jedesmal von den Leuten und aus der dt. Presse "zu langsam", "zu alt", ...
    Und genau die selbe Presse, kritisieren jetzt, dass er nicht dabei war?

    Hätte er gespielt und wir hätten verloren, dann wäre wieder genau diese Argumente gekommen.

    Und ob wir ein eHummels mit nur "Nationaler-Klasse" spielen lassen oder ein Süle oder Schlotterbeck (die beide enorm viel Potential haben) macht dann mMn kein Unterschied.

    Nur das Ginter nicht gespielt hat, war halt ein Fehler von Flick und verstehe ich auch nicht.

    dass die oben beschriebenen Beispiele in England keine Ausnahmen sondern die Regel sind und dass in Deutschland die meisten Trainingszentren Lichtjahre davon entfernt sind

    absolut. Wenn ich Pauli oder Bremen sehe, sind da echt welten dazwischen. Auch RWE ist da nicht wirklich gut dabei.

    Normal sind wohl solche Gelände und Gebäude wie beim HSV, aber in der Theorie brächte wohl jedes NLZ eine Anlage wie der DFB-Campus

    Ich bin mal gespannt, ob die neue "Taskforce Sport" auch den Punkt Finanzierung der Nachwuchsförderung im internationalen Vergleich ins Auge fasst.

    Ich würde gerne Wetten dafür abgeben: 100€ auf NEIN


    Corona scheint sich positiv auf die Zahlungsbereitschaft der Vereine ausgewirkt zu haben.

    Zumindest was den Herrenbereich angeht, ja.

    Und wieso sollte sich da auch was ändern. Der Jugendfußball nimmt kein Geld ein, weshalb der Fokus da selten liegen wird. Und die Spieler für den Herrenbereich kommen so oder so, zu not "kauft" man sie vom Liga-Konkurrenten (ich unterscheide da nicht, da es von den untersten Ligen bis nach ganz oben ja so praktiziert wird).

    Und der Fußball bleibt ja der günstigste Sport in den Sportvereinen.

    Gemessen an der Qualifikation / Lizenz sowie am Volumen des Aufwandes ist eine Entschädigung von 2,50€ für einen Co-Trainer und 5,00€ für einen Cheftrainer nicht angemessen!

    Willkommen im Leistungsjugendfußball in Deutschland. Aber das Thema wurde hier und in anderen Threads schon oft genug thematisiert.

    Und ich habe durch meine Lehrgänge genug Trainer aus benachbarten NLZs oder anderen Leistungsvereinen kennengelernt, bei denen sieht es selten wirklich besser aus.

    Aber wie gesagt, dass es zu wenig ist, brauchst du mir nicht erzählen und das war oft hier auch Thema. Aber Fußball in DE muss ja für die Masse günstig bleiben und Subventionen vom DFB wird es dafür niemals geben, obwohl man auf uns für die Talente von morgen angewiesen ist...

    Ok, das ist mMn schon außergewöhnlich wenig...

    Sind halt kein NLZ, darüber hinaus tragen wir halt keine Kosten. Fahrten werden extra bezahlt, sämtliche Ausstattung wird gezahlt (auch nur für den Trainer, wie Kamera-Systeme), Lizenzen werden gezahlt, ohne Vertragsbindung und wir sind Beitragsbefreit

    Hier könnten DFB und andere Verbände mit dezentraleren Konzepten ansetzen. Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll Kooperationen von Schulen und Vereinen mit Hauptamtlichen gut ausgebildeten Trainern zu starten, die sicherstellen, dass der Spagat zwischen Schule und Leistungssport für die Kinder machbar ist und bleibt.

    Etwas idealistisch dargestellt bin ich auch überzeugt, dass diese Förderung einen Mehrwert für das ganze Gesellschaftssystem bringen würde, weil die so geförderten Jugendlichen / Jungen Menschen am Ende auch in der Arbeitswelt eher vornewegmarschieren würden, als sich vom Rest aushalten zu lassen.

    Geht ja dann stark in die Richtung, wie das amerikanische System aussieht (ohne dass vllt jede Schule ein eigenes Team hat).

    Aber ja finde ich spannend und eine Überlegung wert.

    Nichts desto trotz gibt es ja zwischen NLZ und Breitensport eine Zwischenstufe: Vereine wie Eimsbüttler TV, RW Essen, Preußen Münster, VfB Lübeck, VfB Oldenburg.

    Alles Vereine die in der Jugend definitiv Leistungsfußball anbieten aber kein NLZ sind, aus welchen Gründen auch immer. Trotzdem leisten die super Arbeit, was oft in den Jugenden gezeigt wird.