Beiträge von Tomminator

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    Wir haben bei uns auch einen riesigen Fußballkreis. Aber trotzdem kommen wir hier im Extremfall "Schienbeintreter Süd-West" (mein "alter" Verein) vs "Ar... der Welt Nord-Ost" laut Routenrechner auf 80 km.
    Desweiteren: Wenn das Spiel um 9 Uhr angepfiffen wird, solltet ihr um 8:30 etwa ankommen und müßtet euch (je nach Verkehr) vielleicht um 7 Uhr treffen - mitten in der Nacht!!!
    Wenn wir dein obiges Exempel weiterrechnen, dann käme man wegen 50 Minuten E-Jugendspiel auf 4 bis 5 Stunden "Rahmenzeit" (davon allein über zwei Stunden Autofahrt).



    Unser Kreis sieht salinoförmig aus mit geringer Bevölkerungsdichte an den Rändern. Daher hat der KFV sozusagen Pokalrunden in zwei Regionen aufgeteilt, um eben diese riesigen Anfahrtstrecken zu vermeiden. Später setzen sich dann die üblichen Verdächtigen durch und das Halbfinale und Finale finden dann auf neutralen Platz mit feierlichen Rahmen statt - bis hoch zur A-Jugend.

    Die letzten drei Jahre wurde die Binde immer als ein "Geburtstagsgeschenk" verteilt - das kam auch immer gut an. Witzig war es auch, wenn einige Kinder plötzlich angaben, mehrmals pro Jahr Geburtstag zu haben... :D


    Zum Glück ist mein Sohn nicht so heiß drauf, die Binde zu tragen - ich würde sie ihn auch ungern geben. Jetzt wird die Binde immer dem "MVP" (most valuable player) gegeben - "sie" hat übrigens als einzige noch kein Pflichttor gemacht (sowas scheint ja für "Laien" das einzige Qualitätskriterium zu sein), aber ist in jeder Hinsicht (wie oben auch schon von den Vorrednern aufgezählte Merkmale: Charakter, Ehrgeiz, Können, Spielwitz) ein Leader.
    Wenn jemand eine gute Entwicklung hinter sich gebracht hat oder sich besonders in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, dann bekommt er/sie auch mal die Binde - es muß nicht immer nur der "Torjäger" sein!

    Da kann ich aber auch ein haarsträubendes Beispiel liefern:
    Der Freund meiner Söhne (aus der Nachbarschaft - Jg 99) hat es vedientermaßen nun in die Kreisauswahl geschafft. Sechs Jahre lang hat er mit meinem Großen (Jg 98) in einem Team gespielt: Überragender Spielmacher mit Torgarantie!! Nun hatte der Trainer das Amt niedergelegt, es fand sich kein Neuer, die Mannschaft zerfiel und er ist dann zu einem Nachbarverein gewechselt. Dort sollte/wollte er mit einigen seiner ehemaligen Kameraden (alle Jg 98) in der D spielen - in der E ist/wäre er komplett unterfordert.


    Nun sagt sein Auswahltrainer (hat der Burschi mir Samstag erzählt, als ich ihn fragte warum zum Teufel er wieder E spielt):"Du bist in der E-Auswahl, ergo mußt du auch am E-Spielbetrieb teilnehmen!" Folge: 13:2 gegen den (nun nicht mehr) amtierenden "Tabellenführer" einer 6er-Staffel - vorher war seine neue Mannschaft ohne ihn auch noch Tabellenletzter (in einer A-Staffel / Unterbau der Kreisliga).
    Nach Jugendordnung (schon mal woanders gepostet) nicht statthaft, aber wenn der Kreis das so anordnet, dann gelten scheinbar keine Regeln mehr... 8|

    Verehrte Leserschaft,


    heute dann schließt sich nun der Kreis mit einem schönen Happy End.


    Natürlich hat mich Freund "Kleinhirn" zu diesem emotionaleren Absatz verleitet, der hier und da bei einigen Foristen für Unmut sorgte und den eigentlichen Kontext für kritischere Geister nicht klar herausstellte. Es klang scheinbar eher nach "Apokolyptischer Mob, der ganze Landstriche in Schutt und Asche legt wegen drei Punkte eines E-Jugendspiels". Diesem Eindruck möchte ich widersprechen und ggf. entschuldigen...


    Hochachtungsvoll


    (In Anführungsstrichen) Beleidigte Leberwurst :D


    Wie ging es aber nun weiter....


    Leider konnte ich ja gestern die Spiele weder sehen noch betreuen.
    Heute morgen erhielt ich die Info, daß unsere E1 (1999) gegen exakt die besagten Spieler antreten mußten - und mit 5:11 gut bedient waren.
    Einen höflichen Apell an den Sportsgeist (mit Zitat des §11 der Jugendordnung des DFB & SHFV: Beschränkung des sportlichen Einsatzes) und auch im Interesse der nichteingesetzten Spieler deren E3 bekam ich prompte Antwort vom Jugendwart des besagten Vereins, dass er der Sache nochmal nachgeht, die Betreuer instruiert, Besserung gelobt und mir eine Kiste Bier (Vorsicht: Scherz! :] ) zukommen lässt. Fussball ist mehr als ein 1:0!


    Beim letzten Training sind wir das Spiel nochmal durchgegangen und haben gemeinsam mit den Kindern den Honig aus dem Spiel gesogen. Sie haben viel aus diesem Spiel gelernt, wir haben nochmal gelacht und in der Folge drückten sie bei den Übungen richtig auf die Tube: "So gut und schnell wie die wollen wir auch werden!"


    Vielen Dank für eure positiven Kommentare - scheinbar hat es einigen gefallen. Ich drohe mit Fortsetzungen an anderer Stelle.

    Vielen Dank für die freundlichen Komplimente. Über eine Beschwere hatte ich auch kurz nachgedacht - fand ich aber pingelig. Die Punkte sind mir egal, es geht mir aber um das Prinzip. Zumal ja wie gesagt mein Neffe in der Mannschaft ist und ich meinem Bruder keinen Ärger bereiten möchte. Aber sowas kann man ja möglicherweise geschickt anstellen - wie ihr nun lesen dürft... ;)


    Wie ihr wißt schreibt nur das Leben die richtig guten Geschichten ... und nun folgt die Fortsetzung:
    Die Trickkiste eines erfahrenen Trainers (der ich mal irgendwann sein möchte, Ernst Happel ist mein Vorbild!) hat ja ein Wunderhorn an Spitzfindigkeiten und Tricks zur Verfügung: Stichwort "Gegnerbeeinflußung". Ganz schlecht kommt ja immer bekanntlich die "Holzhammermethode" an - Florett ist viel besser. Und der Gegner sagt optimalerweise erst zwei Tage später "Reingefallen - Autsch!" :rolleyes:
    Zufällig trafen wir den besagten Trainer des Gegners kurz vor dem Spiel: "Sag' mal, ich kenn dich doch. Du bist doch der und der - ich komme ja von da und so! Ich bin der Onkel von meinen Neffen (höhö)" "Stimmt, Tatsache - was für ein Zufall!" PATSCH! In die Falle getappt. :P


    Zum Ende des Spiels hat er eben durch die Auswechslung des Topspielers dafür gesorgt, daß es nicht noch schlimmer wurde - aus reiner "Sympathie". Dann kam er zu mir und machte den entscheidenen Fehler: "Sag mal, eure E1 - ist die noch stärker als ihr?!" Was ich bislang nicht erzählt habe: Im "sich-absolut-doofstellen" bin ich ungekrönter Weltmeister: "Nöö, wieso?" "Ja, nächste Woche spielen wir gegen die!" *händereib* und in einer Millisekunde den Masterplan ausgetüftelt!
    Wie es der Genosse Zufall - schon wieder - so will: Sie fahren zu uns - und in Anschluß an dieses Spiel haben wir auf dem gleichen Platz unser Heimspiel! Im Fernsehen hätte ich jetzt den Ausknopf betätigt "Was für eine unglaubwürdige Geschichte! Dafür zahle ich Gebühren?! Skandal!"


    Und wenn es was schlimmeres als Punktabzug, Dürreperiode und Bundestagswahl geben sollte, dann kann es niemals so heftig sein als der schockfrostende Blick von "betrogenen" Spielern - und Spielereltern. Gaaanz zufällig habe ich die Mannschaft gebeten, sich dieses Spiel anzusehen! Leider bin ich ja persönlich verhindert, da ich zeitgleich mit der Familie unterwegs bin - aber vielleicht schreibt die Zeitung darüber oder es kommt in der Tagesschau. :cursing:


    Das ist aber noch nicht alles: Laut Spielordnung §10 ist ein Spieler nach zwei aufeinanderfolgenden Spielen in EINER Mannschaft "festgespielt". Danach muß er zwei Spieltage aussetzen. Beim Rückspiel gegen sie kann ich mit einen einzigen Anruf herausfinden, ob die gleichen Spieler zum Spiel eingeladen werden ("Habt ihr wieder den einen dabei? Der kann ja überhaupt nix!" "Doch - der ist voll gut und schießt euch wieder ab!") und ob diese zuvor schon spielten ("Und? Überhaupt was gewonnen, ihr Luschen? Auch gegen den und den?" "Alles gewonnen - wir hatten ja X dabei!"). Das Spiel werden wir austragen - und danach wird ein Faß aufgemacht. Ich kenne unsere Auswahltrainer und die legen allerhöchsten Wert auf Disziplin UND Ordnung - und Skandale gehen garnicht! Schlecht für das Image! Schon etliche Talente wurden wieder nach Hause geschickt, sobald sie in irgend etwas verwickelt waren.
    Ich kenne den Kreisjugendobmann und ich kenne den KFV-Vorsitzenden. Mit Engelszunge: "Ganz bösen Gerüchten zufolge wird der Kreisauswahlspieler X an jeden Spieltag in zwei Teams eingesetzt - aber sowas unsportliches kann man ja nicht glauben... oder???" :] ..und wenn das nicht hilft, gibt es immer noch ein geschickt lancierter Tipp an die Lokalzeitung, die sowas immer gerne aufnimmt.


    Mein Gott, bin ich bösartig ... :rolleyes:

    Es war soweit...
    Nach vier entspannten Jahren in G- und F-Jugend fuhren wir (Jahrgang 2000) frohen Mutes zu unserem ersten echten Punktspiel. Heissa!!
    Aus unserem Kader von 13 Kindern fehlten unglücklicherweise teilweise extrem kurzfristig vier Kinder krankheitsbedingt oder terminlich. Naja, mit nur zwei Ergänzungsspielern auf dem 55m-Feld über 2mal 25 Minuten... *grübel*
    Kriegen wir hin - wir wechseln alle sechs Minuten durch, so bekommt jeder eine Pause. Ins Tor wollte wieder keiner, so wurde Sohnemann - auch auf Wunsch - ins Tor gestellt (Schwächen mit flachen Bällen, Stärken beim Abschlag und Spielaufbau).
    Der Gegner sollte ebenso eine E3 sein. Die E1 und E2 des Vereins sind in sehr hohen Staffeln (A & B) eingeteilt, die E3 wurde mit uns in den "Grundstock" gesetzt: Tummelplatz für die jungen und "aufstrebenden" Kräfte. Wie Genosse Zufall es will, spielt in diesem Verein mein Neffe (gleicher Jahrgang wie sein Cousin) - bei jeden Treffen ist Fussball Dauerthema zwischen den beiden. Natürlich immer mit dem Tenor: "ich bin besser und du bist ne Lusche".... diese kleinen Racker... tzztzzz
    Dieser besagte Neffe ist von der F1 in die E2 gesetzt worden:"Boah! Da haben wir die besten Spieler des Vereins, viele aus der fünften Klasse (1999) uns sogar zwei aus der Kreisauswahl!" "Und wieso sind die nicht in der E1?" "Weil die Väter den E1-Trainer nicht mögen." ... Achso...
    "Sag mal, liebster aller Neffen, wer spielt dann in eurer E3?" "Ja, ..ööh.., die ...ööh.. SCHLECHTEN!" (Ich bin ja eher so'n Typ Trainer, der nervenzerfetzende 5:4-Ergebnisse mag ... da leuchten bei den Kindern noch Jahre später die Augen! "Schwache" Gegner wecken immer meinen "Beschützerinstinkt" :O )


    Weiter im Text:
    Meine Mutter (die beste von allen!) rief mich am abend davor an und sagte, dass sie ihn zum Spiel fährt und zuschaut. Mooomentn (würde Maulwurfn sagen)! Fussball.de aufgemacht, Suchfunktion, Vereinsnamen rein, E2 angeklickt: "Spieltag 1: Spielfrei." :huh:
    Naja, da fehlen dann wohl vielleicht ein oder zwei Spieler in der E3 - nagut, wenn die Trainer dann Spieler aus dem Jahrgang 2000 nehmen, dann ist es ok. Und mein Sohn spielt gegen den Cousin - ist ja auch ganz witzig.


    ......
    Von wegen witzig: Ich mache es jetzt mal kurz, der Trainer der E2 hat kurzerhand das Traineramt der E3 übernommen und uns von Minute 1 an mit seinen besten Spielern (denen der E2) eingekesselt. Weil ich aber die richtigen Spieler mit Kampfeswillen habe, sind sie richtig gut ins Spiel gestartet und bestraften des Gegners Überheblichkeit mit einer 100% Torausbeute und einem schnellen 4-Tore-Vorsprung...
    Sämtliche Chancen des Gegners wurden auf sträflichste Weise vergeben - und das Glück war auch noch auf unserer Seite.
    Hatte ich erwähnt, dass einige Gegner ZWEI Köpfe größer waren? Der Riesen-Torwart hat mit einen seiner Abschlägen sogar fast ein Tor gemacht - 60 Meter!
    Nun gut: Das Kontingent an Glück war nunmehr aufgebraucht, der Gegner war eingespielt und hat uns komplett durchschaut - zur Halbzeit kamen sie auf 2:4 heran.


    Sohnemann hielt, was zu halten war - aber irgendwann waren wir sturmreif und wurden nach guter alter Sitte in alle Teile zerlegt. In kürzester Zeit bekamen wir in Halbzeit zwei weitere 7 Treffer - und in Minute 40 ging der sechsfache Torschütze, Denker und Lenker, Dribbelkönig, Lionel Messi der E-Jugend etc. gönnerhaft vom Feld.
    Wir haben eigentlich ne sattelfeste Defensive, die in den vergangenen Jahren nur selten Mal was zuließ (letzte Saison in 16 Spielen nur 18 Gegentore!), aber diesen einen Spieler kamen sie mit fairen Mittel (andere Mittel gestatte ich nicht!) kaum bei. Abbuchung unter "Lehrstunde".


    Der "Heimschiri" des Gegners war extrem gut, hat alles korrekt gesehen und auch diverse Attacken gegen unseren Torwart immer sofort unterbunden. Im Gespräch stellte er sich als "Kreis-Staffelleiter der E-Jugend" vor. Meine Stirn zog sich sofort kraus, aber ich ließ mir nichts anmerken. Was - bitteschön - lief hier gerade ab???
    Nach dem Spiel war mein Sohn natürlich geknickt, weil er beim 4:9 (Ball kam aus tiefstehender Sonne) etwas unglücklich aussah und er von einigen "Zuschauern" nicht gerade bejubelt wurde. Unschön. Wir gingen sportlich fair zum Sportlergruß, gratulierten zum Sieg und teilten gegenseitig Komplimente aus (ganz im Ernst, naja - eher "Höflichkeitsfloskeln"). Beim abschließenden Achtmeterschießen waren "meine" Kinder die einzigen, die bis zum letzten Schützen blieben (Stichwort "Mannschaftsgeist"). Die Gegner gingen jeweils nach ihren Schüßen in die Kabine und warteten NICHT auf ihren Torwart - sowas hatte ich auch noch nicht gesehen.
    Nun war in der Kabine "Trösten" angesagt: Eine Runde Haribo macht doch jeden Kicker froh! Und Erwachsene ebenso (Frage an den Admin: Ist das Schleichwerbung??) :D


    Im Prinzip eines unserer besten Spiele, aber aufgrund des "Ablaufs" werde ich diesen Gegner von nun an unter strengster Beobachtung haben. Mein "blöder" Obmann konnte sich später einige kleine Seitenhiebe nicht verkneifen - naja, vom Traineramt hat er wenig Schimmer. Im Prinzip eine klare Wettbewerbsverzerrung - oder wie seht ihr dass? Man kann ja mal einen oder zwei Spieler im Bedarfsfalle "verleihen", aber doch nicht mit der Politik "Wir gehen über Leichen für jeden (Gummi)punkt!" eine ganze Mannschaft mit Kreisligaformat in der "Anfänger"-Staffel einsetzen? Vielleicht nur ein Einzelfall und wir waren die "Dummen" - es hätte gut und gerne auch 0:20 ausgehen können. Wir freuen uns schon jetzt auf das Rückspiel und wetzen unsere "Messer": MUAHRRHRR!!! (Vorsicht: Das war Ironie!)

    @Mark773: Im Training auf jeden Fall. Nur so kann ein Trainer auch mal neue Eindrücke gewinnen und sehen, ob der eine oder andere Knoten geplatzt ist.
    Wir werden ja nun auch in die E-Jugend kommen - daher kann sich der Kreis der Torhüter etwas verkleinern. Das hat aber eher mit der Lust der Kinder zu tun, denn nun werden die Schüsse plazierter und härter. Und unser Kreis war ein Novum, weil wir immer noch mit kleinen Toren ("Handballtor") spiel(t)en - dann reicht schon gutes Stellungsspiel des Keepers.


    Aber niemals sollte man einen blutigen Anfänger ins Tor stellen - das kann in der E-Jugend ins Auge gehen. Minimalkriterium ist Fangsicherheit, gute Reflexe, totale Schmerzfreiheit und - ganz wichtig - ein sicherer und variantenreicher Abschlag. Wer kennt nicht diese Bilder (aus der G-Jugend), wo so ein kleiner Zwerg den Ball keine 10 Meter wegbefördern kann und die Gegner wie Schakale am Strafraum lungern und ihm im Minutentakt die Bälle um die Ohren schiessen? :whistling:
    Wenn ich mich richtig erinnere, haben sogar sieben meiner Torhüter jeweils mehr als Minimum drei Spiele/Turniere absolviert - in den meisten Fällen haben wir auch in den Halbzeiten ausgewechselt, wenn den Kindern danach war.


    Weil man bei uns die Stärke der Gegner in etwa kennt, "variiert" man natürlich bei der Torwartwahl. Oftmals aber hat man keine andere Wahl, weil ein Kind entweder eine Blase am Fuß hat oder die Tage davor schnupfig und blaß war (" Kann ich denn ins Tor?").
    Desweiteren: Es sind da ja noch sechs Mitspieler, die Ball UND Gegner bitteschön nicht in Tornähe kommen lassen sollen.


    Zu deinem Bruder: Von der Sorte habe ich drei... :D
    Fußball verrät soviel über Menschen - keiner kann sich verstellen. Der Stürmer an sich ist ja etwas schwierig im Charakter, verbürgt ist weltweit auch die miese Zweikampfbilanz.
    Darum: Jeder Spieler MUSS universell ausgebildet werden, um neben dem ganzzeitlichen Können auch eine umfassende Perspektive des Spiels zu erhalten. Und es hilft bei der Sozialisierung so mancher hoffnungsloser Fälle oftmals ungemein. Ausnahmen bestätigen die Regel. Weil es dein eigener Bruder ist: Es gibt da ein altes "Hausmittel", was schon seit Jahrmillionen erfolgreich Anwendung findet... :]

    Die Position des Torhüters ist die verantwortungsvollste - und gerade deshalb muß jeder Spieler diese mindestens einmal besetzt haben.
    Wie wir ja alle wissen, vergisst man schnell mal einen Fehler eines Stürmers (vergebene Großchance) oder eines Mittelfeldspielers (Fehlpaß) - aber ein Torwartpatzer ist in der Regel immer ein Gegentor. (WM-Finale 2002)
    Darum ist es für die Ausbildung und Entwicklung wichtig, dass JEDER Spieler auch mal im Wettkampf auf dieser Position eingesetzt wird. Als Ausnahme nehme ich "kleinere/zartere" Spieler raus - mein großer Sohn hatte sich mal in seiner F-Jugend-Zeit als Goalie nach einem Gewaltschuß den Arm gebrochen! Nach diesem Prozedere haben in der abgelaufenen Saison 9 meiner 12 Spieler eine tadellose Leistung gezeigt, bzw. teilweise die Gegner zur Verzweiflung gebracht... :D


    Interressant zu beobachten ist dabei, dass jeder diese Position immer etwas anders spielt: Einige haben Top-Reflexe und bleiben auf der Linie, andere haben ein gutes Auge und kommen optimal raus und machen sich "breit", bzw. erkennen/verhindern den Schuß/Paß im Ansatz. Einige haben (F-Jugend) einen Mordsabwurf, andere treffen mit ihren Abschlägen die Briefmarke oder im "schlimmsten" Fall das gegnerische Tor... :thumbup:


    Durch diese und andere Rotationen stößt man unweigerlich Prozesse an - die "Spielanalyse" der Kinder ist jedes Mal ein Genuß. Selten wird auf den Torwart eingedroschen - falls doch, gibt es sofort eine "Retourkutsche" der anderen Spieler ("Den hättest du auch nicht gehalten!").


    Im Training sieht es dann so aus, dass bei kleineren Spielen (4:4) der jeweilige Torschütze ins Tor wechselt. So kommt es zu ständigen Positionswechseln und wechselnden Spielsituationen. Außerdem spornt es einige an, lieber mal abzuspielen, anstatt "schon wieder" ins Tor zu gehen. Dabei erkennen die "Stars", daß da noch andere auf dem Platz sind...

    Es soll sowas geben, aber in unserem Verein ist Fußball absolute Randsportart: Alles ist auf Handball ausgerichtet.
    "Unsere" A-Jugend hat wirklich mit minimalsten Mittteln (was Sponsering etc. angeht) zum Beispiel THW und SG Flensburg ausgestochen und sind nun - in Folge! - wieder Nordost-Meister geworden (u.a. auch Berlin, Hamburg und MeBuVoPo) und wurden aber jetzt von "Dietmar Hopp"-Kronau-Östringen (amtierender Deutscher Meister A-Jugend) gestoppt.
    In den unteren Jugenden ist ALLES auf Leistung ausgelegt, die talentierteren Spieler aus A und B müssen zeitgleich auch noch E- und D-Jugenden trainieren, spielen desweiteren teilweise Kreis- , Landesauswahl. Einer hat es jetzt sogar in die Bundesauswahl gepackt. Diese Spieler haben Minimum 4-5 Einheiten in der Woche (auch in den Ferien!) und gehen nebenbei Laufen und in Mucki-Bude. Ihr müßt mal die Augen meiner Spieler sehen, wenn sie ihre "Vorbilder" treffen...


    Von meinen 12 Spielern sind aufgrund ihres Umfelds mittlerweile fünf paralell beim Handball. Ich selbst kann aus Zeit-/Platzgründen nur ein Training pro Woche anbieten, bei dem möglichst alles mit Ball gemacht wird,. Aber beim Handball werden diese Kinder "traditionell" vor dem Training zum Aufwärmen auf fünf Platzrunden (=2 km!!) geschickt - bei "schlechten" Spiel am Wochenende zur Strafe noch mehr.


    Natürlich ist unsere erste Fußball-Herren eine bessere Thekentruppe, daher wird im Dorf entsprechend argumentiert ("Handball ist besser als Fußball...")
    In der Folge brechen spätestens ab der D-Jugend die Mannschaften auseinander - die "Handballer" beenden ihre Fußballlaufbahn und die "talentierteren" Fußballer gehen zu einem reinen Fußballverein in der Region mit besserem/engagierterem Umfeld.


    Alles etwas Off-Topic, aber:
    Ab einem gewissen Alter wollen Kinder Erfolg und als "Beispiel" gilt dann eben das "Training", was ihnen von ihren "Vorbildern" gezeigt wird. Sei zu erwähnen, dass eben auch die jüngeren Mannschaften auf regionaler Ebene auf Top-Niveau spielen.
    Da kann man als Trainer noch so gut, modern und verantwortungsvoll "arbeiten", letztendlich werden einige Spieler (=Eltern!) immer das "Totschlag"-Argument ("Da sind wir aber viiiel besser!") bringen. X(

    Wir sind ja auch so'n bunter Haufen, der eben durch die Mischung funktioniert. Keine festen Torhüter (diese Saison hatten 8 verschiedene Spieler freiwillig im Tor gestanden), keine festen Abwehrleute etc.
    Natürlich kommen momentan die Linksfüsse eher auf die linke Seite (erleichtert das Passspiel erheblich), aber selbst im Spiel wechseln die Kinder (wenn wir mal nur einen Auswechselspieler dabeihaben) pro Halbzeit schon mal untereinander die Positionen.
    Sah zwar zu Beginn oftmals chaotisch aus, hat aber sowohl die Eltern als auch den Gegner schön irritiert... :D


    In der Folge haben sich de Kinder in puncto Übersicht und "Vorausahnung" (Antizipation: "Was macht mein Mitspieler oder Gegner im nächsten Moment?") tierisch verbessert - von selbst! Das gibt uns gegen technisch stärkere Teams natürlich enorme Vorteile.


    Die Trainingsspiele (5 gegen 5 mit "Fliege" - alles ohne Joystick, sondern nur mit "Zucker") zeigen dann auch immer die Stärken und Schwächen. Desweiteren werden "erschwerende" Spielregeln aufgestellt (wie zB: Jeder darf nur ein Tor machen - Sieger ist derjenige, der zuerst entsprechend 5 Dinger gemacht hat.)


    Bei diesen Spielen deckt man natürlich die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Spielers auf und - noch wichtiger - sie merken es selbst und entwickeln den Ehrgeiz (im optimalen Falle), sich zu verbessern. Quasi wie in der Schule, wenn man die Zensuren untereinander vergleicht. Nur macht Fußball mehr Spaß als Französisch oder Latein. :thumbup:

    Also,


    in der Truppe von meinem Großen spielt ein 99er, der wirklich alles mitbringt: Schnelligkeit, Schußtechnik und Dribblings.
    In seiner Mannschaft (E:98/99) ist er im Prinzip der Toremacher, hat aber auch ein gutes Auge. Er ist aber zB im Gegensatz zu meinem Sohnemann (der im übrigen der Team-Opi ist) nicht kleiner/schwächer!
    Nun kam der Tag, das der D seines Bruders(96er) Spieler fehlten. Na gut, sein Papa sagte mit etwas Unbehagen zu. Später erzählten sie mir, dass er eine sensationelle Leistung geboten hat. (War aber eben in der Folge eine einmalige Aktion!!!)
    Er mußte natürlich den Paß vorweisen, aber es gab keine Sperre für ihn oä. (ist in der letzten Saison gewesen - er war im Prinzip noch F-Jugend-"tauglich")


    Okay, ich bewerte das jetzt nicht - hängt ja auch immer vom Gegner ab. Und in der D gibt es da halt noch extreme Leistungsunterschiede. Aber vom Tempo/Spielverständnis/Kombinationsspiel konnte er locker mithalten....


    Aber: Der Bursche ist auch echt ein Überflieger... ;)

    Komisch, gestern hatten wir eine ähnliche Thematik.


    Mein Vorschlag: Nix ändern. Soll heißen - ihr meldet drei Mannschaften, aber trainiert weiterhin wie gehabt (in deiner die besagten 12+X, die anderen beiden aufteilen).
    An Spieltagen werden reihum aus deiner Mannschaft zwei bis vier an die anderen - bei Bedarf - abgegeben. (Ich fahre am liebsten mit 9 Spielern los)


    Ähnliches mußten wir im letzten Herbst praktizieren, weil bei einigen Spielen des "jüngeren" Teams Spieler fehlten.
    Desweiteren kommt es einigen Eltern/Spielern bei der Wochenendgestaltung immer entgegen, dass sie ggf. mal "ausweichen" können.
    Und zu guter letzt kann man so auch die Spielstärke variieren: Gegen "Anfänger"-Teams unterstützt du "gleichstark", gegen die Brocken halt auch mal mit einen Stärkeren (damit ausgeglichene Spiele) stattfinden. Dabei lernen sich alle 30 Kinder untereinander viel besser kennen und ggf. werden neue Freundschaften geknüpft.


    Dann braucht man nur noch genügend Betreuer... :D

    Unsere Truppe (2000) spielt seit fast vier Jahren unverändert zusammen. Der Vorteil ist, daß sie mit all ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen unheimlich gut als Mannschaft funktionieren - sowohl fußballerisch als auch sozial. Naja, und irgendwie sind sie einem ans Herz gewachsen. Wenn jetzt ein Obmann käme und sagt, dass ich zB vier Spieler an die andere Truppe abgeben sollte, damit die "besser" werden (und ich bekomme diejenigen, die sich unter dem anderen Trainer jahrelang nicht entfalteten) - dann würde die Mannschaft sicherlich auseinander brechen.


    Generell würde ich sagen, dass man in der GFE die Mannschaften in festen und homogenen 10-12-Kadern ausbildet und erst ab dem Wechsel in die D schaut, aus der "Sahne" von zwei E-Mannschaften eine gute D abzuschöpfen. Meine jetzige Erfahrung ist, dass gerade bei dem Wechsel von E in D die "Untrainierbaren" (5-7 Jahre Training mit mikroskopischer Wirkung) von sich aus aufhören. Schon wird aus ca. 24 plötzlich 18 (optimaler D-Kader).


    Wenn es zu den vereinsinternen Duellen kommt, finde ich es für den Frieden und die Motivation aller auch optimal, wenn quasi immer ein Unentschieden herauskommt. ("Beim nächsten Mal wollen wir aber gewinnen, Trainer!" "Ok, dafür braucht ihr nur üben, üben, üben - dann wird das klappen!"). :D



    Ergänzung: Unsere drei F-Mannschaften (zwei Jahrgang 2000, ein Jahrgang 2001) schlagen sich sehr gut und befinden sich auf unserer Ecke auf gutem Niveau. Bei Nachbarvereinen wird schon in der F sortiert - Folge: Die F1 haut ein oder zwei Jahre alles weg, aber wird dann von den anderen langsam wieder eingeholt. Die F2 und F3 des gleichen Vereins wird aber mit teilweise deftigen Niederlagen regelmäßig von der Konkurrenz verprügelt.

    @thomys: Das habe ich doch gesehen.. =)


    Darum nochmal: Baue zwei "F1"-Teams mit guter Mischung (zweimal neun) aus "Talenten" und "Nachzüglern", in die du bei Bedarf hin und wieder einen der F3 einsetzt.


    Der Effekt: Auch die "Nachzügler" erhalten so viel Spielpraxis, wenn die Mannschaft auch wie eine Mannschaft spielt. Gerade im zweiten F-Jugendjahr machen alle Spieler einen richtigen Leistungssprung (Technik, Schnelligkeit, Kraft, Spielwitz etc.) und die "Nachzügler" ziehen in der Folge oft an den "Talenten" vorbei.


    Das Eltern ihr Kind in einer F "EINS" lieber sehen, muß halt vernünftig kommuniziert werden. Wir sind wegen der Historie eine F2, aber "meine" Spieler/Eltern wissen das einzuschätzen.Nachteil ist der, dass je Verein zu den KHM und Pokalspielen leider nur die ERSTE fahren kann (hat mir mein Obmann so gesagt).

    Fast das gleiche Thema hatte ich im letzten Sommer - meine Mannschaft (12 2000 + 6 2001) sollte noch zusätzliche Spieler (2001er) bekommen.


    Lösung:
    12 2000 in eine Gruppe, die 2001 (waren 10) in die andere (mit neuem Trainer). Ein neuer Zusatzspieler (4Q 2000) sollte ein Jahr bei den Kleinen sein.


    Man hätte zwar mit den "Talenten" ?( der beiden Jahrgänge eine richtig starke Truppe zusammen, aber im Gegenzug wären die anderen möglicherweise überfordert und würden wohl dann bald aufhören (sowas weiß man aber immer nicht sicher, oft kann auch das Gegenteil geschehen).
    Nach Abschluß der Saison mit der geschilderten Einteilung kann man eine sehr positive Bilanz ziehen - alle Kinder haben im Rahmen ihres Potentials zugelegt und die nötigen Erfahrungen (viele Siege UND wenige Niederlagen :D ) gesammelt.


    Zum Thema:
    Baue aus den 18 Kindern des alten Jahrgangs zwei Mannschaften - so die Eltern bereit sind, zu jedem Spiel mitzufahren (Große Zweifel!), die gut balanciert sind: Linksfüße, Abwehrrecken, jeweils gute Torleute, Kreativspieler, Rennhasen.
    Um den kleinen (2002) Spielpraxis zu geben (weil man von 12 Spielern nicht immer alle mitnimmt), lade bei Bedarf immer die Spieler ein, die bei deiner F3 am Spieltag spielfrei sind. Am besten reihum, sodaß am Saisonende alle 30 Kinder möglichst gleichhäufig eingesetzt wurden.
    So könnten die 2002 in der übernächsten Saison hin und wieder auch mal ein oder zwei Spiele E-Jugend-Luft schnuppern. :thumbup:

    Wenn es mit den Mädels nicht klappt (könnte man ja die Spieler deiner F2 als "Scouts" benutzen und GEZIELT jeweils mal zum Training Freunde/Nachbarn/Klassenkameraden ranholen - nur nicht alle Neuen zur gleichen Zeit :D ).
    Zwischenzeitlich sollte man den G-Jugendtrainer ins Boot holen und zu den Spielen immer drei (immer mal andere) 2002er mitnehmen.
    Letztes Jahr waren wir 17 Kinder (elf 2000+ sechs 2001) - also 6 "G-Jugendspieler". Und auch wenn wir zu Beginn JEDES Spiel unterlegen waren (weil wir öfter gegen 99er ran mußten), haben die Jungen ordentlich was gelernt und sind nun in der neugebildeten "F-2001" quasi die Routiniers. Unser jüngster (!) Spieler war letzte Saison sogar unser Topscorer.


    Ziel (so kann man es dann verkaufen): Den 2002ern nutzen die Einsätze und sie bringen ihnen neue Eindrücke (-> G-Jugendtrainer), du hast dann ausreichend Leute zusammen, um den Spielbetrieb zu gewährleisten (->F2-Eltern). Vielleicht will dann einer zu euch hoch ("Januarkind") oder du hast zwischenzeitlich dann doch noch genug. Ist alles besser, als immer kurz vor dem Spieltag deine Nerven zu strapazieren, weil vielleicht noch jemand ausfällt.

    Hmmmm... *grübel*


    Wir haben seit dem Anfang zwei Mädels im Team, die von den Jungs akzeptiert werden. Mehr als das: Sie leisten die meiste Laufarbeit, sind defensiv extrem geschickt und sind absolut keine "Heulsusen" (wie so manche Jungs!).


    Soll heißen: Suche doch auch mal nach Mädels - die sind auch klasse für das Klima. :D

    Zu dem Thema steuere ich noch bei, dass wir F-Trainer irgendwann (Wechsel E->D-Jugend) gegen den Poller fahren, wenn dann der - zB - 12er-Kader später hinten und vorne nicht mehr reicht. Für meinen Teil versuche ich natürlich, die Kinder & Eltern immer brav bei der Stange zu halten (wenn bei dem einen oder anderen langsam andere Sportarten in den Wettbewerb treten - Handball!!). Aber wo bekommt man dann sozusagen die fehlenden 5-6 Spieler her, die in die Chemie der gewachsenen Truppe (NICHT Leistung, sondern der berühmte "Mannschaftsgeist") passen?!


    Generell bekommt man in dem Alter aus JEDEM/JEDER innerhalb eines entsprechenden Zeitraums einen veritablen Fussballer, solange beim Kind (und den Eltern) der Wille und ausreichender Fleiß da ist. Extrem "sozial" auffällige Kinder und auch Eltern (ganz unabhängig ob arm oder reich, Hauptschüler oder Akademiker) versuchen wir an andere Truppen rhetorisch und politisch korrekt "wegzuloben", auch wenn es ein potentieller Nationalspieler ist/sein könnte! 8)

    Fussball verrät extrem viel vom Menschen. Das habe ich in den letzten - sagen wir mal - 30 Jahren erlebt.


    ALLE Mannschaften (von den Bambinis bis zur Rheumaliga) sind doch fast gleich strukturiert: Es gibt am einen Ende die "Wortführer" :whistling: und am anderen die "Mauerblümchen".
    Die ersteren bearbeiten den Trainer solange, bis er sie auf ihre gewünschte Position stellt (oder fragen noch nicht mal und machen was sie wollen).
    Die letzteren spielen im besten Falle ihre zugewiesene Position (auch wenn sie diese absolut nicht mögen) oder aber (was leider eher zu beobachten ist) sitzen das komplette Spiel auf der Bank ohne zu murren.


    Ok, etwas krass - aber so wird die Thematik vielleicht deutlich.


    Was macht (speziell bei den Kindern - später wird ja nach Leistung ausgewählt, bzw auch die Mannschaft kann da aktiv/passiv was bewirken) dann einen "erfahrenen" Trainer aus?


    Die Antwort kennt ihr, daher schreibe ich sie hier nicht extra nochmal hin... :rolleyes:

    Nach leidvollen Anfangsjahren wurde unsere Truppe in Jahrgänge (2000 + 2001) aufgegliedert, danach eine Liste an alle Eltern herausgegeben, mittels jener man sich in der Herbstrunde von 8 Spielen 6 Termine aussuchen konnte (aber dennoch im Notfall/Krankheit ggf. bereitstehen würde).
    Ich hatte dann die Aufgabe, aus unseren 12er-Kader immer die Mischung von 9 Kindern zusammen zu stellen (leichte Gegner/schwere Gegner) - es ging trotz einiger Krankheitsfälle zu 90% auf und alle waren zufrieden (auch die Trainer-/Betreuerkinder blieben mal zu haus oder guckten nur zu).
    8 unterschiedliche Torhüter, jeder hat sich mal mit Angriff oder Abwehr beschäftigen dürfen, 10 Kinder haben eingenetzt (die anderen beiden hatten da etwas Pech, konnten aber diverse Torvorlagen geben). Man muß dazu sagen, daß wir eigentlich nur einige Talente haben, aber diese sich toll der Mannschaft zuordnen.
    Am Saisonfinale (mit anschließender Abschlußfeier) waren dann selbstverständlich ALLE dabei, weil das Event über dem Ergebnis stand (trotzdem schön gespielt...).


    Vor der Saison wurde man etwas milde belächelt, aber die deutliche Formsteigerung und Begeisterung der Kinder ("Nee, ich will nicht zu Omas Geburtstag, ich will zu meiner Mannschaft.") gibt dem Konzept recht.


    Fazit: Bei Kadergrößen >20 in G/F/E wird sich nie eine Gemeinschaft bilden, die über Jahre fest zusammenbleibt und entwickelt.