Beim Recherchieren, wo man den so einen Planer als Demo- oder Freeeware erhalten könnte, bin ich auf die Variante "Kaiserspiel" gestoßen.
Sinnigerweise verwende ich es im Training sehr oft (zB 1:1), denn so sind alle Kinder gleichzeitig in Aktion und man kann die Paarungen besser steuern (stark:stark, mittel:mittel, aber auch mittel:stark, schwach:mittel etc.). Das ganze in fünf oder sechs Runden und am Ende erhält man dann wirklich ein gutes Bild über den Leistungsstand in der Truppe - außerdem sind die Stärksten auch wirklich gefordert und die Schwächsten nicht demotiviert (wegen der Paarungen auf "Augenhöhe").
Umgemünzt auf "Mannschaftsebene":
Grob kennen die Vereine, Verbände als auch Trainer den Leistungsstand ihrer Truppe (Sagen wir mal fünf Töpfe). Aus dem Ersten Topf (Topteams, und solche die es werden wollen) werden dann die Nummern eins bis X gezogen, aus Topf zwei X+1 bis Y, aus Topf drei Y+1 biz Z etc.
Nun treten die Teams 1 gegen 2 an, 3 vs 4, 5 vs 6 etc. an. Die Sieger (zur Not Verlängerung, Siebenmeterschießen, etc.) rücken ein "Spielfeld" auf (außer der Sieger der ersten Paarung), der Verlierer fällt ein "Spielfeld" zurück. In der nächsten Ansetzung haben dann die Sieger der ersten Paarung meinetwegen Heimrecht.
Aus Erfahrung des Trainings kann man sagen, daß sich eben nicht immer wieder die selben Paarungen ergeben. Die Guten rutschen schnell nach oben, die Überschätzten fallen dann auch flugs zurück.
Vorteil: Man bräuchte nur viele Plätzre, aber keine komplizierte/teure Software.
In der Praxis:
Ein Kreis hat zB 60 Teams, dass ergibt 30 Paarungen (Regelung bei ungerader Zahl ... hmmm...)
Vereine mit mehreren Teams müssen diese auf die Töpfe verteilen - wobei dann später bei Vereinsderbies eine "Absprache" Unsinn ist.
Eine Saison hat zweimal 10 Spieltage (Herbst und Frühjahr), somit könnte Team 40 trotzdem noch auf das erste Spielfeld kommen (wenn man alle Spiel gewinnt).
Wenn ein Spiel ausfällt (Absage, Unwetter, etc.), dann würde dieses Spielfeld "eingefroren" und am nächsten Spieltag wiederholt. Die Verlierer des oberen Spielfelds tauscht dann mit dem Sieger des unteren Spielfelds (beide überspringen dann somit zwei Plätze).
Man könnte die "Sprünge" zu Beginn einer Saison auch generell vergrößern, also steigt man nicht einen Platz auf, sondern zwei, drei oder vier (Beispiel mit drei Stufen: Sieger aus 1/2 gegen Sieger 7/8, Sieger aus 3/4 gegen 9/10, Sieger aus 5/6 gegen 11/12, Verlierer 1/2 gegen Sieger 13/14, Verlierer 3/4 gegen Sieger 15/16, Verlierer 5/6 gegen 17/18). Dann würde sich das Feld nach nur wenigen Spieltagen optimal zurecht sortieren und man könnte dann die Sprünge wieder verkürzen.
Hähä ... jetzt dürft ihr meine Idee zerhacken - probiert sie aber mal zum Spaß im Training aus!!! 