Alles anzeigenHab ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Ich habe gerade nach diesem Wort an eine Frau gedacht, weil es "die Koryphäe" ist. Sollen wir jetzt Artikel verbieten, weil männliche Koryphäen diskriminiert werden? Immerhin hat das Wort den weiblichen Artikel. Ich wäre lieber "der Koryphäer".
Ruhig Brauer!
Sonst wird das Debattieren rund um dieses Thema unnötig schwierig. Denn ja - grammatikalisch ist das erstmal alles richtig! Der Text ist doch eigentlich nur ein Beispiel, wie sich Denkprozesse manifestiert haben. Denn obwohl es DIE Koryphäe heißt, denken so ziemlich alle an einen Mann. Ich auch!
Und gerade im Fußball ist die Denkweise Frau = keine Ahnung wirklich noch sehr weit verbreitet, oder? Und gerade in der öffentlichen Wahrnehmung sind wir immer noch auf dem Niveau, dass wir Damen "feiern" wenn sie die Sportschau moderieren dürfen. TollAls ob es Frau Töpperwien die letzten 30 Jahre nie gegeben hätte.
Nur wenn der DFB ein ernstes Interesse an einer Geschlechtergerechtigkeit hätte würde er seinen Einfluss geltend machen und dafür sorgen, dass zumindest ein Spiel der Damenbundesliga in der Sportschau kommt.
Oder dass ein Teilstrom der TV-Gelder in den Damenbereich fließen...
Oder dass vermehrt Damen in den Gremien auftauchen.
Wenn Fußball das Größte ist, dann sollten eigentlich alle daran Interesse haben, dass auch die Frauen diesen Sport ausüben.
Und bis es soweit ist, lassen wir Frauen uns halt noch ein bißchen von den Ewiggestrigen beschimpfen, dass wir auf dem heiligen Rasen nix zu suchen hätten und besser Erbensuppe kochen gehen sollten!
Das erreichen wir aber nicht durch Gendersternchen. Das ist irgendwie mehr ein Feigenblatt.
Auf der anderen Seite finde ich Frauen als Moderatorinnen bei Fußballspielen eher eine Zumutung. Auch Töpperwien, die immer Leverkusen kommentiert hat, empfand ich als nervig. Wobei ich auch Bela Réthy nicht ausstehen kann und Heribert Faßbender damals weit über sein Haltbarkeitsdatum hinaus kommentierte. Allgemein bin ich sicher, dass die besten weiblichen Kommentatoren im privaten Fernsehen zu hören wären, gäbe es sie.

Als ob es Frau Töpperwien die letzten 30 Jahre nie gegeben hätte.