Beiträge von Hattabi

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    Zitat:


    Dennhold schrieb am 07.05.2008 00:44
    Hallo,

    noch eine Frage zu dem Thema.

    Echte Beidfüssigkeit! Wie ist das bei Spielern, die sowohl mit links als auch mit rechts gleichstark sind. Ist dies angeboren (wie linksfuss/rechtsfuss) oder antrainiert?

    Wobei ich jetzt unter echter Beidfüssigkeit nicht einen sicheren Pass über 15m mit beiden Beinen verstehe sondern einen echten Andy Brehme...

    Also: kann man das antrainieren, ist das antrainiert oder muss da schon was in die Wiege gelegt worden sein?




    Es gibt wohl beides. Aber auf jeden Fall kann man es sich antrainieren.

    Meiner Meinung nach ist es zwingend erforderlich die Beidfüßigkeit zu schulen und damit bereits bei den Fußballeinsteigern zu beginnen. Wird dies in frühen Jahren vernachlässigt, so kann das zur Folge haben, dass ein Spieler grundsätzlich seinen starken Fuß benutzt.

    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass manche Spieler es relativ schnell umsetzen, mit beiden Füßen zu agieren und teilweise die Technik mit dem schwachen Fuß sehr schnell gelernt wird, vor allem der Torschuss.

    Und bei anderen Spielern kann man das zwar im Training immer üben, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Spieler gibt, die vermutlich rein gewohnheitsbedingt (weil sie es früher nicht gelernt haben) immer wieder im Spiel ihren starken Fuß verwenden, obwohl die Schussposition schlecht ist oder der Ball umlaufen werden muss oder eine komische Verrenkung notwendig ist. Und dies zieht sich dann die ganze Fußballkarriere durch. Hat hier jemand die selben Erfahrungen und vielleicht Tipps, wie man bei solchen Spielern entgegenwirken kann.

    Zitat:


    Chris schrieb am 23.04.2008 23:17
    DAs wär auch mal ein anderes Thema... kann man von den Einnahmen wirklich den Spielbetrieb am Leben erhalten (also den Mitgliedsbeiträgen)? Ich sag leider auch wieder NEIN.




    nein kann man nicht.

    Zitat:


    Chris schrieb am 23.04.2008 09:50
    Diese letzten Zahlen kann ich nicht nachvollziehen. Wenn wir pro Nachwuchsspieler 400.00 € investieren müssten, dann wären wir nach einem Jahr pleite. Außerdem kriegt kein einziger Amateurverein 600.000 € wenn ein Spieler Profi wird.

    Das ist aber auch genau der Punkt, Hattabi meinte ja auch, dass es sich lohnen würde, wenn ein Spieler Profi wird. Tut es aber dummerweise nicht!

    Wir hatten 2 Spieler in den letzten 5 Jahren, die von uns zu Profivereinen gewechselt sind, für die gab es jeweils so zwischen 3.000 und 8.000 € Ablöse. Super...

    Das ist übrigens meines Wissens auch nicht frei verhandelbar wie im Profibereich, sondern der Wechsel von Amateurverein zu Profiverein ist ebenfalls nach Tabellen festgelegt.

    Ich bleib also nach wie vor (leider) dabei:

    Für eine Fußballabteilung, die mit ihrer 1. Mannschaft Erfolg haben will, rentiert sich eine Jugendabteilung nicht.

    Ich kann genauso gut Spieler einfach so von anderen Vereinen übernehmen, die ich NICHT ausgebildet habe - das kostet mich im Endeffekt weniger Geld.




    Lieber Chris,

    Deine Meinung werde ich wohl nicht umstimmen können und es geht auch nicht um die von Dir genannten Beträge, sondern um die FIFA-Transferbestimmungen, die zweifelsohne etwas kompliziert sind und hier nachzulesen sind

    http://www.dfb.de/uploads/medi…A_Reglement_Spielerst.pdf



    Zitat:


    Chris schrieb am 22.04.2008 16:03
    Ja, wir haben ein paar kleine Sponsoren, prinzipiell zu wenige, aber das geht ja fast jedem so. Was ich aber sagen will ist: Hier zahlen selbst Bezirksligisten und Bezirksoberligisten guten Spielern mehrere Hundert € im Monat! Ist das bei anderen nicht so?


    Oder die Umkehrfrage: Spielen alle Jugendspieler bei euch dann für umsonst in den Herrenmannschaften?




    Ja es spielen alle bei uns umsonst, mit Ausnahme von Fahrtkostenersatz, der gezahlt wird. Vielleicht ist auch die Konkurrenzsituation nicht so groß.

    Ein Verein ist gemeinnützig und von daher darf er nicht gewinnoptimierend arbeiten, es muss natürlich kostendeckend arbeiten. Wenn Du also eine Kalkulation machen willst, dann bist Du schon wieder im Profibereich angesiedelt.

    Ein Verein, der keine Jugendarbeit machen will, weil sie zu viel kostet, ist kein gemeinnütziger Verein mehr, sondern ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen.

    Und eines sollte Euch auch klar sein. Wenn es ein Jugendspieler aus Eurem Verein vielleicht einmal zu einem Profi schaffen würde, dann würde Euer Verein erheblich finanziell davon profitieren.

    Zitat:


    Chris schrieb am 22.04.2008 15:24

    - Konkreter Anlass ist Folgendes:
    Hier in der Gegend kann man als Spieler in der Bezirksoberliga (ist hier die 6. Liga) problemlos ein paar Hundert Euro einstreichen pro Monat. Gute Kicker kriegen das teilweise sogar 1-2 Ligen tiefer, wenn jemand z.B. aufsteigen will. Will sagen: Es fließt Geld an Spieler im Amateurfußball.

    Nun kommen einige Spieler aus unserer A-Jugend in den Herrenbereich, und die Frage, die sie uns gestellt haben, war: "Wieviel krieg ich von euch?". Das ist die gleiche Frage, die uns andere potenzielle Spieler für unsere Herrenmannschaften stellen. Sprich: Wenn ich die Spieler eh pro Monat bezahlen muss, egal ob sie aus unserer Jugend kommen oder von einem völlig fremden Verein, und sie gleiche Beträge aufrufen (wiel eben anderen Vereine ihnen diese Beträge auch bieten), wo ist dann der Sinn der Jugendarbeit, denn diese Spieler haben uns ja vorher auch noch Geld gekostet?




    Nun muss ich aber auch fragen: Kann sich Euer Verein das überhaupt leisten, Spieler zu bezahlen ? Habt Ihr hierfür die Sponsoren und Geldgeber ?

    Ich kann Dir nur direkt aus unseren Verein berichten. Wir haben ein paar Jahre in der Landesliga gespielt. Dort hatten wir einen Abteilungsleiter, der Unsummen an privaten Geldern in den Verein gepumpt hat, um gute Spieler an Land zu locken. Dieser Abteilungsleiter hat eines Tages die Lust verloren und hat sich nach und nach zurückgezogen. Eine andere Person wurde dann Abteilungsleiter und war der Aufgabe nicht gewachsen, hat den Spielern die gleichen Summen zugesagt wie zuvor. So kam es, dass irgendwann der finanzielle Supergau kam. Die Spieler verließen den Verein nach und nach und stellten Forderungen. Der Verein ist gerade noch der Insolvenz von der Schippe gesprungen.

    Der Spielbetrieb konnte aber nur noch Aufrecht erhalten werden, da Jugendspieler einspringen mussten. Diese haben den Verein am Leben erhalten. Wir sind dann dreimal in Folge (Bezirkoberliga bis in die Kreisliga) abgestiegen und haben seitdem nur noch auf eigende Jugendspieler bzw. heimatnahe Spieler, die keinen Cent kosten, gebaut. Mittlerweile sind viele ehemalige Jugendspieler, die zwischenzeitlich den Verein verlassen hatten, zurückgekehrt und wir spielen inzwischen wieder in der Bezirksliga mit der Option, in diesem Jahr in die Bezirksoberliga aufzusteigen.

    Die damaligen Schulden haben wir durch intensives Arbeiten wieder zurückgeführt und wir geben nur noch das aus, was wir Einnehmen. Die Hauptausgaben fließen in den Jugendbereich. Hier wird in qualifizierte Trainer investiert.

    Also genau aus rein finanziellen Gründen sollte man eigene Jugendarbeit betreiben.

    Neben dem von "everysinglelady" genannten Grund, gibt es weitere.

    Ein eigener Jugendspieler hat generell eine gewisse Vereinstreue und wird im Regelfall keine finanziellen Ansprüche stellen.

    Hier ein Link zu den Ablösesummen im Amateurbereich in Bayern: http://www.bfv.de/de/100543/vi…mungen_fuer_amateure.html . Wenn man also keine Jugend hat, kostet das richtig Kohle.

    Und ein Jugendspieler wird vielleicht auch mal eine Aufgabe im Verein übernehmen (Jugendtrainer, Ehrenamt etc.).

    Und wie schon erwähnt von meinem Vorredner. Ohne Jugendarbeit kann nur Kreisklasse oder drunter spielen.

    Hier die Regeln dazu in Bayern:

    § 8 Weitere Zulassungsvoraussetzungen
    (1) Vereine, die zum Herren-Verbandsspielbetrieb zugelassen werden wollen, müssen zugleich eine Junioren- oder Juniorinnen-Mannschaft zum Spielbetrieb melden, und zwar Vereine
    a) der Kreisliga mindestens eine,
    b) der Bezirks- und Bezirksoberliga mindestens zwei und
    c) der Landesliga und Bayernliga mindestens drei.
    (2) Vereine der Frauen-Bayernliga müssen mindestens über eine Juniorinnenmannschaft verfügen.
    (3) Der Nachweis ist nur dann erbracht, wenn die erforderliche Zahl von Mannschaften bis zum 1. Mai des laufenden Spieljahres am Verbandsspielbetrieb teilgenommen haben.
    (4) Spielgemeinschaften werden nur Vereinen der Kreisliga angerechnet.
    (5) Vereine, die die vorgenannten Zulassungsbedingungen nicht erfüllen, haben eine Ausfallgebühr zu entrichten, und zwar
    a) Vereine der Kreisliga und der Frauen-Bayernliga 100 €
    b) Vereine der Bezirks- und Bezirksoberliga 200 €
    c) Vereine der Landesliga und der Bayernliga 400 €


    (6) Vereine, die im folgenden Spieljahr das Soll an Junioren/-innen-Mannschaften wiederum nicht erfüllen, werden in dieser Saison mit einem Punktabzug von drei Punkten belegt und haben wiederum eine Ausfallgebühr zu entrichten und zwar a) Vereine der Kreisliga und der Frauen-Bayernliga 200 €
    b) Vereine der Bezirks- und Bezirksoberliga 400 €
    c) Vereine der Landesliga und der Bayernliga 500 €

    (7) Vereine, die im darauffolgenden Spieljahr die in den Absätzen 1 und 2 genannten Voraussetzungen wiederum nicht erfüllen, werden im nächsten Spieljahr in die nächstniedrigere Spielklasse eingereiht. Hat der Verein einen Tabellenplatz erreicht, der zum Aufstieg berechtigt, so entfällt sein Aufstiegsrecht; er verbleibt in seiner Spielklasse. An seine Stelle tritt der Nächstplatzierte. Steht der betroffene Verein auf einem Abstiegsplatz, wird er im nächsten Spieljahr zwei Spielklassen niedriger eingeteilt. An Relegationsspielen darf er nicht teilnehmen; er kann auch nicht durch andere Vereine ersetzt werden, sondern er steigt ab.
    (8) Absatz 6 gilt in gleicher Weise für Vereine, die in den nachfolgenden Spieljahren ihren Pflichten nicht nachkommen.
    (9) Die vorgenannten Maßnahmen werden von dem für den Verein zuständigen Bezirks-Ausschuss, für Vereine der Landesligen und Bayernliga vom Verbandspräsidium getroffen.

    Also ehrlich gesagt, kann ich es gar nicht glauben, dass dieses Problem mit einer 2. D-Jugendmannschaft auftritt. In diesem Alter sind die Kinder noch motiviert und gehen auch regelmäßig ins Training. Und wenn sogar noch Erfolg hinzu kommt, dann werden die normalerweise noch ehrgeiziger.

    Du solltest schleunigst dahinter kommen, warum die Kinder nicht mehr ins Training kommen. Am besten mit allen sprechen. Auch die Eltern befragen. Es kann viele Gründe geben und vielleicht bist Du sogar der Grund dafür. Nimm auch Kontakt mit Eurer Jugendleitung auf und erzähl denen von Deinem Problem und bitte um Unterstützung.

    Die ganze Sache aber wirklich noch in dieser Woche angehen, sonst wird das jede Woche schlimmer.

    So ist es in der Spielordnung in Bayern geregelt:

    (2) Die Trikots der Spieler in aufstiegsberechtigten Mannschaften müssen mit Rückennummern versehen sein, die sich von der Farbe der Spielkleidung deutlich abheben. Die Rückennummern der Spielertrikots müssen mit den Eintragungen auf dem Spielberichtsbogen übereinstimmen. Jede Rückennummer darf in einem Spiel nur einmal vergeben werden. Verstöße werden gemäß §§ 47, 48 der Rechts- und Verfahrensordnung geahndet.

    Ach so, wie wirds bei uns gehandhabt.

    Es kommt immer darauf an, wie viele Spieler in einer Altersstufe vorhanden sind. In diesem Jahr spielen die Mannschaften nach Jahrgängen in der F-Jugend. Manchmal besteht aber das Problem, dass zum Beispiel jeweils 15 Spieler aus zwei Jahrgängen vorhanden sind und dann werden halt aus 30 Spielern drei Teams gebildet, wobei ein Team halt mit gemischten Jahrgängen antritt.

    Und in der E-Jugend haben wir momentan die Situation, dass in der stärksten Mannschaft die Hälfte der Spieler vom jüngeren Jahrgang spielen, weil nicht genug Spieler des älteren Jahrgangs vorhanden sind.

    Also pauschal kann man das nicht sagen, wie es gehandhabt wird, kommt immer auf die Anzahl der Spieler an.

    Zu Eurer Situation:

    Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die besten Spieler in der ersten Mannschaft zusammenspielen zu lassen.

    Aber: Es sollte nur einmal im Jahr eine Auswahl getroffen werden, wer in welche Mannschaft rückt. Dann sollte man es auch dabei belassen, denn ich bin auch der Meinung, dass ein Mannschaftsgeist entwickelt werden sollte. Möglicherweise kann man dann die Auswahl nach der Vorrunde oder zum Start der Hinrunde geringfügig korrigieren.

    Die Übergangsphase (das Ende der alten Saison in die neue Saison hinein - vor der Sommerpause) bietet wohl die beste Möglichkeit, die Auswahl zu treffen.

    Das ist ein schwieriges Thema. Vermutlich gibt es bei Euch keine weitere Mannschaft, in der schwächere Spieler zum Einsatz kommen können. Grundsätzlich ist es heutzutage fast schon zu spät, in der E-Jugend zum Fußballspielen zu beginnen. Wir in der E-Jugend haben einen ähnlich gelagerten Fall. Dieser Spieler hat auch erst in dieser Saison mit dem Fußballspielen begonnen und kommt in der nächsten Saison bereits in die D-Jugend, wo es eigentlich absehbar ist, dass er dann schon wieder aufhören wird, weil bei uns doch das Leistungsniveau in beiden D-Mannschaften sehr gut ist.

    Dieser besagte Spieler wird bei uns sporadisch zum Einsatz kommen. Und zwar immer dann, wenn es einen Gegner geben wird, der mit uns nicht mithalten kann. Dann kann auch dieser Neuanfänger zum Einsatz kommen, denn man macht dadurch nichts kaputt.

    Ich bin grundsätzlich sehr sozial eingestellt und achte darauf, dass jeder Spieler gleich behandelt wird, d.h. auch ein niveaumäßig schlechterer Spieler wird genauso akzeptiert wie die Schlüsselspieler im Team.

    Nun muss man aber auch, wie Du erwähnst, die Mannschaft berücksichtigen. Man sollte den anderen vermitteln, dass die Spieler auch ein Anrecht haben, zum Einsatz zu kommen und kein Spieler ein Urteil über die Leistung anderer abgeben darf. Das darf nur der Trainer.

    Zu dem Torhüter: Du trainierst schon seit September mit der Mannschaft. Wie hast Du es denn bisher praktiziert ? Ansonsten mache Deinem Torhüter klar, dass der andere der bessere ist und setze ihn nur in den Spielen ein, in denen nichts schiefgehen kann. Du kannst auch Freundschaftsspiele vereinbaren, in denen Du gegen schwächere Mannschaften antrittst und dort den Torwart und den anderen Spieler länger zum Einsatz kommen lässt.

    Aber was man vielleicht auch noch berücksichtigen sollte: Wie ist die Mannschaftsstruktur insgesamt im Verein. Können diese beiden Spieler - langfristig gesehen - überhaupt regelmäßig zum Einsatz kommen. Es gibt halt auch Kinder, die haben kein Talent für Fußball und werden auch nicht im Laufe der Zeit besser. Wenn es sich abzeichnet, dass sie überhaupt keine Chance haben, regelmäßig zum Einsatz zu kommen, dann könnte man ihnen auch nahe legen, das Glück bei einem anderen Verein zu suchen bzw. sich eine andere Sportart zu suchen. Damit entzünde ich sicherlich auch Diskussionen. Aber manchmal sollte man auch ehrlich sein und das den Kindern bzw. Eltern sagen.

    Zitat:


    alph90 schrieb am 10.04.2008 09:27
    Ich finde, wenn man seine Spieler in dieser Form auflaufen läßt, ist das ein sehr schmaler Grat auf dem man sich bewegt. Die Gefahr ist groß, vom Gegener belächelt zu werden, wenn man sein Auftreten nicht durch eine entsprechende Leistung im Spiel untermauert.




    So sehe ich das auch. Und ich bin immer noch der Meinung: Man sollte lieber ein vernünftiges Aufwärmprogramm machen, bei dem sich die Mannschaft auch als Einheit präsentieren kann. Wichtiger ist die Leistung auf dem Platz.

    Zitat:


    SuperTrainer schrieb am 04.04.2008 19:24
    Hallo,

    bei uns ist es so, dass die Mannschaft die das Turnier Veranstaltet
    auch die Einnahmen behalten darf.

    Allerdings müssen diese Einnahmen über einen der Hauptvereine
    unserer JSG Versteuert werden.

    Deswegen ist das Thema was hier behandelt wird auch ein ganz
    sensibeles. Die Finanzämter schauen jetzt auch zusehends mehr
    in unsere Bereiche des Jungendfußballs. In unserer Gegend gab
    es schon einige Abmahnungen!

    Deswegen seid bitte Vorsichtig mit Euren Äußerungen, zu Einnahmen usw.!

    Zu Hattabi möchte ich sagen, dass man sich nicht am Erfolg anderer
    Mannschaften bereichern sollte. Für mich hört sich das so an, als wenn
    deine Mannschaft gar nichts veranstaltet und ihr von den anderen was
    abgreift. Und ich denke jede Mannschaft hat das Recht mit seinem
    erarbeiteten auch das zu machen was sie wollen! Und es muss nicht sein,
    dass eine A-Jugend mehr Geld braucht als eine F-Jugend!

    Gruß,
    Michael




    Du unterstellst mir aber Dinge, von denen ich überhaupt nicht gesprochen habe.

    Ich bin derjenige, der bei uns im Verein die Turniere organisiert. Ich trainiere zudem eine Mannschaft, die sicherlich mehr Sachen veranstaltelt als die anderen Teams (E-Jugend). Aber die Erlöse kommen dem Gesamtbereich zu Gute. Es wäre nur grob fahrlässig, wenn ich die gesamten Einnahmen für meine E-Jugend verbraten würde. Neben den Turniereinnahmen haben wir bzw. die Eltern Sponsoren für eine Mannschaft hergebracht, die € 1.500,00 gezahlt haben für Trainingsanzüge, Regenjacken. Ich habe aber diesen Betrag nicht für meine Mannschaft alleine hergenommen, sondern habe es so geregelt, dass drei E-Jugendmannschaften davon profitieren und jeder Spieler einen Eigenanteil an den Anzügen trägt.

    Aus meiner Sicht sollte es im Verein nicht nur ein Schubladendenken für seine Mannschaft geben, sondern ein Globaldenken. Und das geht mir bei vielen ab.

    Ich weiß ja nicht wie Eure gesamte Fußballabteilung strukturiert ist. Wenn das so gewollt ist, dass jeder für sich Events veranstaltet und sich damit selbst finanziert, dann ist das o.k., aber grundsätzlich halte ich nichts von solchen Vorgehensweisen.

    Zunächst sollten die Turniere durch den Verein veranstaltet werden, natürlich unter Einbindung der jeweiligen Jugendmannschaft und deren Eltern. Und die Einnahmen sollten dem gesamten Verein bzw. der Jugendabteilung zu Gute kommen. Denn eine F-Jugendmannschaft braucht nicht so viel Geld im Laufe einer Saison wie eine A-Jugendmannschaft z.B. In vielen Fällen bekommen die Trainer der Großfeldmannschaften für ihre Tätigkeit einen bestimmten Obulus, der sicherlich höher ausfällt als im Kleinfeldbereich. Ebenso sind die Schiedsrichterkosten wesentlich höher als im Kleinfeldbereich. Hier fallen sogar in vielen Verbänden gar keine Schiedsrichterkosten an. Zudem sind die Einnahmen bei einem F-Juniorenturnier generell höher als bei einem A-Juniorenturnier.

    Nun nehmen wir mal an, eine Mannschaft ist besonders aktiv und veranstaltet im Sommer ein Turnier, ein Hallenturnier, vielleicht auch zwei und macht noch sonstige Events. Dann kommen da locker mal mehrere tausend Euro im Jahr zusammen. Die Frage ist dann: Muss man dieses Geld dann wirklich innerhalb einer Mannschaft ausgeben ?

    Mir fehlt hier das Globaldenken für den Gesamtverein. Dieser könnte aufgrund der erzielten Einnahmen im Jahr dann einen Etat für die jeweilige Mannschaft zur Verfügung stellen, mit der dann Material, Ausrüstung, Weihnachtsfeiern etc. finanziert werden. Zudem finde ich, dass der Verein auch im Überblick haben sollte, für was Geld in den einzelnen Mannschaften ausgegeben wird. In vielen Fällen ist ja auch ein einheitliches Auftreten (Trainingsanzüge, Trikots etc.) gewünscht. Und wenn jeder macht, was er will, dann ist das gar nicht möglich.

    Das Thema kann man sicherlich noch viel weiter diskutieren. Aber das waren mal meine ersten Gedanken.

    Also in diesem Fall gehe ich mal davon aus, dass die Eltern bei diesem Spiel dabei waren. Da hättest Du gleich die Gelegenheit beim Schopfe packen können und über den Vorfall reden können. Du solltest klare Richtlinien aufstellen, was eine solche Verhaltensweise für den Spieler für Konsequenzen hat. Das solltest Du dann nachholen.

    Problematisch wird die Sache allerdings, wenn die Eltern des Kindes das Kind nur zum Fußball bringen und dort "abstellen". Dann könnte die Verhaltensweise des Kindes etwas mit dem Umfeld zu Hause zu tun haben.

    Es ist auch wichtig zu wissen, ob das Kind auch anderswo (Schule, Freundeskreis) immer wieder zuschlägt und worauf diese Verhaltensweise möglicherweise zurückzuführen ist.

    Als Trainer kann man nur reagieren, wenn man genau über die Spieler Bescheid weiß.

    Da ich selber mal Jugendleiter war und noch weiter in der Vorstandsschaft aktiv bin, habe ich seinerzeit die Aufgabenbereiche, die in unserem Verein beim Jugendleiter angesiedelt sind, zusammengefasst. Es ist von Verein zu Verein natürlich unterschiedlich und wird auch anders delegiert.

    Hier mögliche Aufgabenbereiche eines Jugendleiters:




    1.) Organisation Spielbetrieb

    Erstellen von Spielplänen von allen Mannschaften.
    Abstimmung der Spielpläne wegen Terminüberschneidungen (auch mit Seniorenbereich)
    Beantragung von Spielverlegungen bei Terminüberschneidungen
    Weitergabe der Spielpläne an Stadt/Gemeinde, Platzwarte, Vereinswirt und an Seniorenbereich sowie an alle Juniorentrainer
    Aushang der Spielpläne

    Teilnahme an den Spielgruppentagungen für die diversen Jugendmannschaften

    Korrespondenz und Gespräche mit Vereinen, Spielgruppenleitern, Eltern

    Organisation von Hallenturnieren

    Organisation von Freiluftturnieren

    Abstimmung der Platzbelegung

    Koordination der Hallenzeiten für die Juniorenmannschaften

    Bereitstellung von Unterlagen für den Spielbetrieb (Passanträge, Spielberichtsbögen – Anforderung über den Verband)

    Beantragung von Spielerpässen

    Wöchentliche Überprüfung des Internets sowie des BAYERN-Sportes bzgl. Spielverlegungen, Terminänderungen, Regeländerungen, Sportgerichtsurteilen, Neuigkeiten etc.

    Erstellen von Telefonlisten (Trainer, Ansprechpartner Verband, Spielleiter, Presse, etc.)

    Posteingang im Geschäftszimmer überwachen.

    Jährliche Meldung der Mannschaften für den Spielbetrieb.

    Besetzung der Jugendmannschaften mit Trainern

    Ansprechpartner für Eltern, Trainer und Spieler








    2.) Mitgliederverwaltung

    Überprüfung der Mitgliedschaft im Verein in regelmäßigen Zeitabständen





    3.) Material

    Organisation des gesamten Materials für die Juniorenmannschaften für den Spiel- und Trainingsbetrieb (Bälle, Trikots, Hütchen, Stangen etc.)



    4.) Jugendkasse

    Verwaltung der gesamten Jugendkasse
    Auszahlung der ÜL-Vergütungen
    Etatplanung
    Gewinnung von Sponsoren
    Ausstellung von Spendenquittungen bzw. Organisation über Förder- bzw. Hauptverein

    5.) Veranstaltungen

    Organisation bzw. Mitwirkung bei der Organisation von Weihnachtsfeiern für die Juniorenmannschaften

    Organisation des jährlichen Feriencamps und Durchführung


    6.) Presse / Ergebnisdienst

    Verfassung und Weiterleitung von Presseartikeln an die örtlichen Zeitungen

    Meldung der Heimspielergebnisse der einzelnen Juniorenmannschaften über den Ergebnisdienst im Internet an den BFV

    Das, was man allgemein auch bei anderen Mannschaften macht.

    Saisonplanung (Trainingszeiten, Spiele, Turniere, Ausflüge, Weihnachtsfeiern, Abschlußfeier etc.)
    Trainingsschwerpunkte kurz vorstellen
    Aktionen im Verein
    Deine Wünsche bzgl. Verhalten der Spielerinnen und Eltern