Beiträge von let1612

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    Die meisten Anbieter suchen sich einen Kooperationsverein, weil

    - eine eigene Infrastruktur (Sportplatz, Kabinen usw.) aufbauen zu teuer wäre

    - man somit die Miete (z.B. städtische Anlagen) sich sparen kann bzw. weniger bezahlt

    - es bereits Kundenpotential gibt bzw. neu geweckt werden kann


    Zu dem Thema gibt es im Forum z.B. auch diese Posts von mir:

    Ist Nachwuchsförderung im deutschen Fußball sportlich und finanziell rentabel?

    oder

    Ist Nachwuchsförderung im deutschen Fußball sportlich und finanziell rentabel?


    Bayern und Allianz gehen nach Indien, China oder in die USA - PSG und Real Madrid halt nach Deutschland. Das nennt sich Globalisierung. Ich bin mal gespannt, ob die Dorfvereine aufwachen und sich ein eigenes Unique Selling Point (USP - Alleinstellungsmerkmal) aneignen oder ob es zukünftig so sein wird, dass der Ableger von PSG gegen den Ableger von Real spielen wird - in den Großstädten haben wir auch meistens die gleichen Ketten (H&M, McDonalds usw.), aber auch noch sehr lukrative kleinere Bekleidungs- oder Burgerläden.

    Danke für eure Rückmeldungen.


    Mit diesen Rückmeldungen habe ich einen Gesprächsleitfaden zusammen gestellt mit dem ich nun mit zwei Staffelleitern und der Kreisjugendleiterin gesprochen habe. Die Gespräche verliefen sehr gut - und jetzt freue ich mich auf eine weitere ehrenamtliche Tätigkeit :)


    In meinem Gesprächen kamen auch die Themen andere Landesverbände und NLZs hoch. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, Wissen hierzu zu sammeln - im Forum nochmals gesucht, alte Synapsen wiederbelebt und im Internet gesucht. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob meine Informationen auch richtig sind und da dachte ich wieder an euch. Falls wer Lust hat, fände ich es klasse, wenn ihr über die Sammlung NLZ und Landesverbände schauen könntet und mir Ergänzungen oder Korrekturen zukommen lassen könntet - ihr seid an den meisten Vereinen näher dran ;)


    Ich danke euch im Voraus und verspreche meine Erfahrungen hier mit euch zu teilen.

    Kein Mensch sagt, dass Ergebnisse egal sein sollen - selbst beim FUNino steige ich auf und ab. Und sobald es einen Wettkampf gibt, soll der auch gewonnen werden - selbst ein Trainingsspiel.

    Aber warum brauche ich in der D-Jugend eine Saison von September bis Juni? Alle fiebern sie bei der WM oder EM 4 Wochen mit und finden das klasse. Warum spiele ich nicht 6x WM und in der 2 Runde spielen alle Achtelfinalisten oben und alle anderen unten weiter und nach der nächsten Runde dasselbe? Unsere D-Jugend hat dieses Jahr die Gruppe mit 17 Siegen in 17 Spielen und 122:4 Toren gewonnen und ist aufgestiegen - wem bringt das was? Ich sage niemandem. Unsere waren stets unterfordert. Der Gegner stets überfordert. Vom Aufstieg hatte diese Jugend nichts.

    Weiter nach oben haben wir das Phänomen, dass ein Verein in die BOL aufgestiegen ist und jetzt Spieler bei den umliegenden Vereinen einsammelt, weil die Zweite (die Jüngeren) das Niveau nicht haben. Dem Verein bringt das auch nichts, weil die sind so schnell wieder weg, wie sie gekommen sind, wenn er die Spielklasse nach oben nicht anbieten kann.

    In Mittelamerika spielen sie bei den Erwachsenen eine Apertura- und eine Clausura-Runde. Geht bei uns nicht, ist ja kein richtiger Fußball bzw. eine richtige Saison.

    Ich bin mal gespannt, wie viele Vereine sich noch zu SG, JFG oder sonstigem zusammen schließen müssen bis v.a. die Vereinsvertreter merken, dass das bisherige System stirbt. Ich bin kein Freund der Fußballverbände, aber da haben bereits mehr Menschen erkannt, wie sich der Fußball- und Vereinssport entwickelt als in den meisten Vereinen selbst.

    EnterTrainer : was ist ein "richtiges" Spiel? Wenn ich mir die Richtlinien für Kleinfeldturniere im Erwachsenenbereich des BFV (§8) durchlese, ist ein "richtiges" Kleinfeldspiel von 5 gegen 5 bis 7 gegen 7.

    Sollte ein "richtiges" Fußballspiel 11 gegen 11 sein (habe ich z.B. früher auf E-Jugendtore mit Abseits in der E-Jugend und in der D-Jugend auf das Großfeld mit großen Toren gespielt), dann müssten heutzutage mehr Vereine bereits in der E-Jugend eine Spielgemeinschaft machen, weil sie nicht genügend Kinder haben. Und die Frage, ob wir heute mal 11 gegen 11 spielen können, habe ich von E-Jugendlichen bisher nicht gehört.

    Mir stellt sich auch die Frage, was im Erwachsenenbereich (Kleinfeld AH-Turniere; Freizeitturniere) am meisten auf Kleinfeld gespielt wird. Mein Gefühl tendiert zu 6 gegen 6 (5+1).

    Als ich meine Jungs in der G-Jugend trainierte, war anfangs ein "richtiges" Spiel übrigens schon, wenn sie in ihren Trikots gegen andere Mannschaften spielen durften (unabhängig von der Spieleranzahl).

    Was mich auch wundert, warum beschweren sich hier nicht viele D-Jugend Trainer, dass ihre Kinder 11 gegen 11 spielen wollen? 9 gegen 9 wird außer in der D-Jugend gar nicht mehr gespielt. Das ist somit eine eigene Sportart.

    "Bei uns ist die Vororientierung der Spieler auf dem Platz sehr wichtig. Je höher das Niveau ist, desto weniger Zeit bekommt man. Wenn man nur mit 60 Prozent trainiert, bekommen die Spieler mehr Zeit als im Spiel. Da lernen sie nichts. Ich versuche, es im Training sogar schwieriger zu machen. Dann wird es einfacher im Spiel."


    Auflösung und Quelle

    "Talentfrei beziehe ich auf den Fussballbegriff. Sprich, wenn du nicht vernünftig Fussball spielen konntest, dann warst du talentfrei. Mein grösstes Talent ist, dass ich in Situationen, in denen es wirklich darauf ankam, einfach performen konnte."


    Auflösung und Quelle

    Coach31 ein Argument (Missstand) von Thommy sehe ich: "Trainingslehre: vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen." wird nicht umgesetzt, weil es die Wettkampfform nicht forciert.


    Weitere Missstände:

    - alle Kinder wollen spielen - es dürfen aber nur 7 Spielen

    - alle Kinder haben das Recht auf ausreichend (gleiche) Spielzeiten - sie gehen ihrem Hobby nach

    - durchschnittlich zu wenig Ballkontakte und Aktionen in einem Spiel

    - Größenverhältnisse stimmen nicht (Spielfeldgröße, Ballgröße, Torgröße)


    EnterTrainer : ich würde dir 2x wiedersprechen und einmal zustimmen

    - Rechtfertigungsdruck gegenüber den Vätern: dem sind Vatertrainer nicht gewachsen. Ich merke selbst, wie ich meine Vorgehensweise (gleiche Spielzeit; Training ohne E-Jugendtor; meistens nur FUNino; keine Spielzüge, Eckball, Einwurf usw.) immer wieder mit gestandenen Fußballvätern diskutieren muss. Mütter sind gar kein Problem und die Kinder bis auf wenige Ausnahmen (wer sind deren Vorbilder?) auch.

    - Betreuer sind kein Problem - und wahrscheinlich würden diesen Job auch mehr Mütter machen (sie müssen ja nur schauen, wann und wie lange gespielt wird) - ich traue mir auch zu eine Turnriege oder eine Badminton Mannschaft zu betreuen, aber coachen und trainieren könnte ich da gar nichts

    - reizvoller: ich habe noch nie beobachtet, dass auf einem Bolzplatz so lange gewartet wurde bis man 7 gegen 7 spielen konnte. Die Kinder spielen dort 2 gegen 2 bis 13 gegen 13. Wovon hängt es ab? Größe des Feldes, Anzahl der vorhandenen Bälle, Anzahl der vorhandenen Tore usw. Auch Hallenturniere finden die Kinder und Trainer reizvoll (5 gegen 5).

    hoeness2 : zu #130

    Es gibt Kreise in Bayern, die in der nächsten Saison in der A-Jugend im Herbst Qualifikationsrunden spielen und im Frühjahr dann in Ligen. Weiterhin ist das Norweger Modell vorgesehen (Anzahl an Spielern). D.h. man hat im BFV das Problem erkannt und gibt Alternativen. Ob die Vereine die Probleme sehen wollen, bezweifele ich allerdings stark.

    Und auch im FUNino bzw. Fußball 3 tut sich etwas. Bei uns im Kreis wird es erste Festivals im Herbst geben. Und zumindest bei uns im Kreis wird es da keine Dokumentation (Tabellen; Mannschaftseinteilung usw.) geben. Auch wird es zusätzlich und freiwillig zur Spielrunde angeboten. Bis vor einem Jahr war ich sehr skeptisch, aber mittlerweile bin ich optimistisch, dass es langsam und parallel zum heutigen Spielbetrieb kommen wird.

    Ich gebe zu bedenken:

    - Bayern ist ein Flächenland (z.B. habe ich in Stuttgart und Augsburg Bezirksliga gespielt - in Stuttgart musste man höchstens 30 min. zum Auswärtsspiel fahren (vieles hätte man mit der Straßenbahn erreicht), während in Augsburg auch 1:30-2 h drin waren)

    - in der Bayernliga / Landesliga spielen auch "Dorfvereine"

    - das heißt NLZ - Nachwuchsleistungszentrum und nicht NAZ (Nachwuchsausbildungszentrum) oder Fußballschule - da geht es um Leistung und wird die nicht gebracht, ist man weg (und da gibt es mehrere Beispiele dafür, dass dies nicht immer richtig ist (bekanntestes und aktuellstes ist wahrscheinlich Marco Reus))

    Interessantes Thema - allerdings für mich nicht eindeutig.


    Nehmen wir das Beispiel aus dem 1. Post hier:

    man könnte es auch so interpretieren

    - Trainer A hat den Gegner falsch eingeschätzt und falsch aufgestellt und das obwohl er ihn schon beobachtete oder kannte. Kann also ein Spiel schlecht lesen.

    - Die Spieler können die Vorgaben des Trainers A nicht umsetzen oder halten sich nicht daran. Der Mittelfeldspieler verhindert die Pässe auf den Außenstürmer nicht so wie vorgegeben, so dass der linke Verteidiger nur schlecht aussehen kann. Somit sollte er mit dem Mittelfeldspieler reden.

    - Trainer B ist Kindertrainer (oder in der Vorbereitung oder ...) und möchte sehen, wie sich der Spieler gegen einen schnellen, wendigen Stürmer verhält

    - Trainer A liest zwar das Spiel, nimmt aber nicht die Emotionen wahr. Trainer B bekommt diese mit. Am Schluss schlägt Emotion die Taktik. Wer hat das Spiel besser wahrgenommen?


    Was gehört den zu einem Spiel lesen dazu?

    - Spielsystem?

    - Laufwege?

    - Passfolgen?

    - gespielte Pässe? gewonnene Zweikämpfe?

    - was unterscheidet Spiel lesen von Statistik?


    Für mich auch immer interessant: verhält sich der Spieler so, wie es der Trainer erwartete oder handelt er selbstständig aus der Spielsituation heraus (leider weiß ich nicht, was der Trainer seinem Spieler mitgegeben hat)

    Habe einige Jahre auf Kunstrasen mit Sand gespielt (war in den 90igern fast normal). Wie überall bzw. auf allen Belägen kommt es auf das Schuhwerk an. Schürfwunden waren allerdings fast normal bei Bodenkontakt - das soll ja heute besser sein.


    Beim Lesen der Posts habe ich mich gefragt, ob ihr schon mal nach "Made in ..." auf Bällen, Trikots, Popup-Toren oder Schuhen geschaut habt - und wie "umweltfreundlich" diese produziert werden und für wen die produziert werden.


    Hier mal ein Link zum Global Footprint Network - Vorbild Deutschland? Vorbild Europa?

    Und beim CO2 mit Platz 24 von 148 sind wir aus meiner Sicht auch nicht in einer Position um uns als Vorbild hinzustellen - Quelle: www.wikipedia.de

    Trainer2011er : dass es eine Abwehr geben muss, ist selbstverstaendlich. Wie allerdings verteidigt wird, kann man aus meiner Sicht diskutieren. Und ob ich da hinter dem Stuermer oder Mittelfeldspieler stehen muss auch - v.a. spaeter auf dem Grossfeld. In Bezug auf die Orientierung und Entscheidungsfreiheit der Spieler ist es aus meiner Sicht kein "Muss" hinter einem Spieler zu verteidigen.