Beiträge von let1612

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    Niederrheiner : was würdest du mir entgegnen, wenn ich ein 11 gegen 11 auf dem großen Platz auf große Tore mit Bambinis fordern würde? Wahrscheinlich: Tore zu groß, Platz zu groß, zu viele Spieler. Und genau das trifft auch auf das 7 gegen 7 zu - die Größenverhältnisse stimmen nicht.


    Zum Thema sportlicher Ehrgeiz - der wird hier nicht negativ gesehen, sofern er kindgerecht ist (z.B. auch vom Kind kommt). Kinder sollen/wollen Tore schießen und Spiele gewinnen. Und bei Fußball 3 Festivals gewinnen die Kinder mehr, mehr Kinder gewinnen ein Spiel am Wochenende und schießen mehr Tore als beim 7 gegen 7. Die Kinder sollen auch gewinnen wollen und sich im Wettbewerb messen. Und wichtig ist dabei, dass alle Kinder mitgenommen werden. Dass alle die Möglichkeit bekommen zu spielen. Dass alle die Möglichkeit bekommen sich weiterzuentwickeln.


    Würdest du deine Kinder auf eine Schule schicken, die 30% der Kinder beste Weiterentwicklungsmöglichkeiten bietet und 70% nicht? Im heutigen Kinderfußball beim 7 gegen 7 ist das der Fall. Ca. 3 Kinder spielen durch und haben die meisten Ballaktionen. 6 Kinder teilen sich im besten Fall die Spielzeiten und 1 Kind wird in ein viel zu großes Tor gestellt und nimmt die meiste Zeit nicht am Spiel teil. 3 von 10 Kindern sind 30%.

    Der DFB gibt folgendes an Ballgrößen vor und viele Landesverbände haben das auch bei sich in den Durchführungsbestimmungen:


    Es wird mit folgenden Ballgrößen gespielt:

    G-Junioren: Größe 3 (290 g), Ø 19,10 c
    F-Junioren: Größe 3/4 (290 g), Ø 19,10 cm/21,01 cm

    E-Junioren: Größe 4 (290 g/350 g), Ø 21,01 cm

    D-Junioren: Größe 4/5 (350 g), Ø 21,01 cm/22,28 cm

    Quelle: dfb.de


    Wenn ich bei uns im Kreis (dezentrale Schulung) und Verband (zentrale Schulung) frage, ob 3er und 4er Bälle in der Trainerausbildung benutzt werden, schauen mich meistens große Augen an. Wird das Training im Lehrgang mit Erwachsenen gemacht und hat keinen Bezug zum Kindertraining, kann ich es noch (ein bisschen) verstehen. In Lehrproben mit Kindern ist es für mich ein fataler Fehler. Wie sieht das bei euch bei den Trainerlehrgängen aus? Danke.

    Die Frage fand ich interessant:

    "Könnten Cristiano Ronaldo und Thomas Müller zu zweit eine B-Jugendmannschaft besiegen?"

    Quelle und Auflösung

    v.a. die 8 km/h in der Spitzengeschwindigkeit brachten mich zum Nachdenken

    Außer Torhüter fallen mir kaum Spieler ein, die nur auf einer Position gespielt haben - erst Recht nicht, wenn ich noch die Auswahlmannschaften dazu nehme. Somit ist das für mich keine Option.

    Das Argument Auf- und Abstieg ist bei uns im Kreis aufgrund der Meldeliga auch keines mehr.

    Und selbst bei Torhüter sehe ich das anders - Beispiel.

    Das einzige, dass du wirklich ändern kannst, ist deine Sicht auf die Dinge. Die Jungs wirst du nicht ändern können - höchstens dressieren und das bringt in Richtung Fußball auch nicht den gewünschten Erfolg.


    Und nachdem mir in letzter Zeit immer wieder gesagt wurde, wie wichtig das Fußballspielen für die Jungs ist, hier mal eine Anregung bei der sie kooperieren und kommunizieren müssen:

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    -Nils- : Das ist DFB konform. In der G ist Fußball 2 und 3 vorgesehen, in der F Fußball 3 und 5 und E Fußball 5 und 7 (dfb.de)


    ruffy85 : Die Treppe wollen wir auf jeden Fall. In der G-Jugend wird bei uns nur bis Fußball 3 angeboten (Fußball 2 hat sich bisher noch nicht durchgesetzt). In der F-Jugend sind wir im Fußball 3 und 5 unterwegs und bei der E wird auch schon Fußball 5 und 7 gespielt.


    Rein von der Organisation kann ich mit dem google sheet Fußball 3 oder 4 spielen - habe ja beim Fußball 3 einen Rotationsspieler, der dann beim Fußball 4 mitspielen kann. Ich kann aber mit der Festivalplanung auch Fußball 5 spielen. Dann pro Verein max. 2 Teams (2* 6 Spieler = 12 Spieler) und dann wird auf 6 Feldern mit 12 Teams gespielt.


    ruffy85 : eine Coachingzone gibt es bei mir hinter dem Tor oder auf der Linie - ist mir in der G-E-Jugend nicht wichtig.


    Auch müssten sich die Vereine nicht frühzeitig festlegen, ob sie Fußball 3/4 oder 5 spielen. Das könnten sie von Festival zu Festival untereinander absprechen. Je nach Infrastruktur (Plätze, Tore usw.) der Vereine und Entwicklungsstand der Kinder.

    Ich hatte hier in #153 schon mal gefragt, wie ihr euch den Spielbetrieb ab 2024/25 vorstellen könnt.

    Goodie hat mir dann geantwortet - Danke.

    Ich habe das mal aufgegriffen und folgendes Konzept mir erarbeitet:

    Die Mannschaften/Vereine werden in eine 18er Liga eingeteilt. Mit den Mannschaften werden immer 3 Festivals gespielt (3* 6 Vereine=18). Jede Mannschaft kann bis zu 3 Teams bei einem Festival stellen (3*4 Kinder = 12 Kinder). Im Voraus müssen sie nicht melden mit wie vielen Teams sie antreten, weil am Spieltag die erste Runde kurz vor Beginn aufgestellt wird. Bei 6 Vereinen a 3 Teams wären es 9 Felder - würde auf einen Platz passen (wir haben im Herbst 2022 Staffel-Festivals gespielt mit 6 Vereinen und meistens waren 5-7 Felder belegt - hängt aber aus meiner Sicht noch damit zusammen, dass die Vereine noch Kader für das 7 gegen 7 zusammenstellen und deshalb die Kader kleiner sind).

    Die Organisation könnte über das spielplus (Turniere) vom Verband vorgenommen werden. Die Einteilung stelle ich mir so vor (siehe google sheet) - farblich hinterlegt ist der Veranstalter und mit den Buchstaben (A, B, C) sind immer die Festivalsteilnehmer bezeichnet. So könnte man aus meiner Sicht Abwechslung rein bringen und sich gleichzeitig öfters sehen und eine Beziehung aufbauen.

    Was haltet ihr davon? Danke schon mal im Voraus.

    fussballtraining.de schreibt dazu: "Die Grätsche ist das schlechteste Mittel im Zweikampf"


    Hier mal eine Statistik aus dem Jahr 2017 wie oft ein Spieler die Grätsche im Spiel einsetzt.


    Gerade in der G- und F-Jugend erlebe ich, dass viele Kinder bei ihren Aktionen nicht stehen bleiben (z.B. Abwehraktionen oder auch beim Schuss). Deshalb ist ein Prinzip von mir: "Stehen bleiben".


    Und wie sollen Sie es dann lernen?

    Diese Frage würde ich wenn überhaupt mit "wann" anstatt mit "wie" stellen. Und da reicht aus meiner Sicht auch noch das E- und D-Jugend-Alter aus - dann sind auch die von luibo geforderten Fähigkeiten Geschwindigkeit und Entfernungen einschätzen schon weiter entwickelt bzw. vorhanden.

    PlaneggerPowerkick : die frühe Teilung führt dazu, dass die Spieler etwas später die Fliege machen ;) - haben ja dann keine adäquaten Spielpartner mehr in der D- oder C-Jugend bzw. überhaupt keine Partner mehr um ein 9er oder 11er Spiel zu bestreiten, weil die anderen vorher frustriert aufhören.


    Lass sie zusammen und gehe weiterhin (mit allen) auf die FUNino-Turniere - so entwickeln sich die guten genauso wie die (noch) schlechteren weiter. Auf den Turnieren würde ich leistungshomogene Teams empfehlen.

    Mannschaftsführung ist das eine (z.B. Lob, Gespräche, Delegation usw.) und das Wissen über die Entwicklung der Kinder das andere (siehe nGio ) , was helfen kann (ist aus meiner Sicht nicht fußballspezifisch, sondern allgemein).

    Wo sind aber die Qualitäten eines Fußballtrainers? Und da erwarte ich dann, dass er mit den Steuerungsgrößen im Fußball agiert.

    Beispiel: ihr macht eine Lehrprobe und die läuft nicht so - "bestraft" ihr die Kinder dann auch oder lasst sie eine andere Sportart machen (Leichtathletik - Runden laufen oder zum Laufen schicken)?

    In solchen Situationen erkennt man einen guten Fußball-Trainer ;)

    Im Grunde richtig aber wie geht man damit intelligent um, wenn ein Kind eine Zweitsportart an einem Trainingstag absolviert und somit nur noch auf eine Trainingsbeteiligung von max. 50% kommt.


    In dem Fall, wenn es E1-4 gibt, gibts sicher (bessere) Lösungen aber meine Frage zielt eher ins Allgemeine...

    Eine multisportive Ausbildung von Kindern ist aus meiner Sicht immer ein "Drahtseilakt" und in den meisten Sportvereinen nicht möglich bzw. nicht gewollt.

    Nehmen wir mal nur 2 Sportarten. Bei 2x in der Woche Training und einen Wettkampf sind das 6 Termine und die Woche hat 7 Tage. Da muss alles passen und sich vor allem alle Trainer darauf einlassen. Das könnte aus meiner Sicht in einem Verein funktionieren. Sind 2 Vereine daran beteiligt, wird es schon schwierig.

    Wie können wir im Fußball darauf reagieren? Ich habe z.B. bis zur F-Jugend nur 1x wöchentlich trainiert. In der E-Jugend sind meistens 1,5 Training pro Woche auch noch akzeptiert - ein Trainingstag im 14tägigen Wechsel. Danach sinkt die Akzeptanz. Da wird dann immer von den Kindern verlangt, dass sie sich spezialisieren und sich entscheiden müssen. Warum?

    Weiß ein 12/13-jähriges Kind, was es sein Leben lang machen will? Brauchen wir das im Breitensport wirklich? Achso, es ist ja Mannschaftssport und da bin ich auch für andere verantwortlich. Bin ich gerne, aber muss ich dafür 2x in der Woche im Training sein?

    Und komischerweise sind die multisportiven Kinder meistens die, die alle haben wollen, weil sie oftmals die sportlich besseren sind - oftmals in beiden oder allen drei Sportarten. Und warum? Genau darum, weil sie mehr Sportarten machen. Und das sollen sie dann für eine aufgeben? Und wehe sie haben noch ein anderes Talent (z.B. musikalisch) - dann hört oftmals das Verständnis komplett auf, obwohl alle solche Kinder in ihren Kadern haben wollen (natürlich ohne den Nachteil, dass sie manchmal nicht können).

    Ich zitiere mal aus dem Regelbuch: Regel 12

    "Ein direkter Freistoß wird auch gegeben, wenn ein Spieler eines der folgenden Vergehen begeht:
    • Handspielvergehen (gilt nicht für den Torhüter im eigenen Strafraum)
    • Halten des Gegners
    • Sperren des Gegners mit Körperkontakt"

    "Behindern des Gegners liegt vor, wenn sich ein Spieler in den Weg eines Gegners stellt, ihn auflaufen lässt oder zum Abbremsen oder zu einer Richtungsänderung zwingt, wobei der Ball für beide Spieler nicht in spielbarer Distanz ist.

    Jeder Spieler darf seine Position auf dem Feld selbst bestimmen. Er darf dem Gegner zwar im Weg stehen, sich ihm jedoch nicht in den Weg stellen.
    Ein Spieler darf den Ball abschirmen, indem er sich zwischen Gegner und Ball stellt, wenn der Ball in spielbarer Distanz ist und der Gegner nicht mit den Armen oder dem Körper abgedrängt wird. Befindet sich der Ball in spielbarer Distanz, darf der Spieler vom Gegner regelkonform gerempelt werden."

    Quelle: dfb.de


    Zum Thema Freiblocken: ich darf stehen, aber sobald ich mich bewege stelle ich mich ihm in den Weg und dann ist es Foul - und meistens stehen die Spieler, die blocken nicht wie ein Dummy, sondern bewegen sich.

    Und auch das Abschirmen des Balles ist klar definiert - weder Arme noch Körper (z.B. Hintern) dürfen eingesetzt werden.


    Das umgangssprachliche mit und ohne Ball heißt in der Regel - spielbarer Distanz. Oder übersehe ich etwas in den Regeln?

    Schon nach 10 Minuten kann ich nicht mehr bei 100 % spielen. Klar es geht noch eine Weile passabel bei 70-80%.

    Woran machst du das fest? Spielst du mit Tracker? Hast du Daten? Oder ist das nur ein Gefühl.

    Wie sieht dein Programm zum Aufwärmen aus? Haust du da schon alles raus?

    Ich könnte mir vorstellen, dass du einiges Potential im Kopf bzw. mental noch hast. Ich würde mal versuchen im "Energiesparmodus" zu starten und das Spiel mehr zu beobachten. Spiel doch mal ein Spiel über die volle Zeit mit 70-80 Prozent - das reicht heute ja aus um 60 min. mitspielen zu dürfen.

    Stichwort Freiblocken

    Das gibt es in den Fußballregeln auch nicht oder?


    Ich kann verstehen, dass man auf höchstem Niveau die Regeln ein bisschen anders auslegt als in der Kreisklasse - da gibt es noch erhebliche Unterschiede in der Geschwindigkeit, der Koordination, Wahrnehmung usw.

    Leider geben aber die Regelauslegungen aus höchster Ebene immer mehr die Vorgaben bzw. Beispiele für die unteren Klassen und das ist aus meiner Sicht ein Problem, weil die Trainer ihre Spieler auch eher in diesen "Tricks" schulen anstatt Technik, Fitness u.a.

    Und besonders in den unteren Jugendligen (meist ohne offiziellen Schiedsrichter) lernen die Kinder und Jugendlichen keinen regelkonformen Körpereinsatz mehr. Und das ist aus meiner Sicht nicht im Sinne des Fußballs.

    Und ganz ehrlich: ein Halten (z.B. Trikot) egal wie lange ist ein Foul - und da gibt es aus meiner Sicht in Bezug auf die Regeln auch nichts zu diskutieren.

    Im Laufduell, aber auch sonst, darfst du ja auch als Ballführer die Arme "ausbreiten", damit der Gegner nicht nah vorbei kommt und du merkst, wo er es versucht.

    In welcher Regel steht das?

    Ich mache mal ein Beispiel: Ball abschirmen an der Eckfahne

    Viele Spieler breiten dort die Arme nach außen auf, wenn sie mit dem Rücken zum Gegenspieler stehen und in Ballbesitz sind. Das wird meistens geduldet, ist aus meiner Sicht aber nicht regelkonform. Drehen wir das Ganze nämlich um und ich nehme den Ball hinter mich, schaue meinen Gegenspieler an und breite die Arme aus, dann wird jeder sofort sagen, dass dies unsportlich ist und es einen Freistoß geben muss.

    Ich finde das Thema der Vereinswechsel sehr interessant. Nachdem der Thread in Richtung Verband geht, könnte man aus meiner Sicht das hier weiter diskutieren.


    PlayerCallsMeDad schrieb dazu:

    "Bis zur A Jugend kannst Du immer wechseln, wenn Du nicht spielst. Ohne Sperre, Ablöse etc.. Innerhalb einer Liga kannst Du wechseln solange Du keine 7 Spiele zu mindestens 60% gemacht hast. Irgendwie so. Prinzip: Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt, nicht der Verein. Der Verein muss sich anstrengen die Spieler*innen zu halten."


    addi73 meine dazu:

    "Bei allem Verständnis für Spieler,die nicht spielen...( definiere nicht spielen....)... damit wäre kein geregelter Spielbetrieb möglich"


    In der G-Jugend gibt es in Bayern keinen Spielerpass (Zusatz: finde ich gut). Damit kann man in dieser Jugend an einem Wochenende für A-Stadt und am nächsten für B-Dorf spielen (Mitgliedschaften vorausgesetzt). Nachdem es hier nur Festivals gibt, ist das aus meiner Sicht auch OK.


    In der F-Jugend gibt es einen Spielerpass. Sollte der zukünftig nur auf den Spieler und nicht auf den Verein bezogen sein? Könnte ich mir auch vorstellen, wenn man auch hier nur vom Festivalbetrieb ausgeht und wir im Fußball 3 und 5 unterwegs sind.


    In der A- und B-Jugend sind die 2 Wechselperioden im Sommer und Winter aus meiner Sicht ausreichend. Mehr würde aus meiner Sicht auch den Spielbetrieb gefährden.


    Wie kann man in der E- bis C-Jugend auf die geänderten gesellschaftlichen Verhältnisse eingehen? z.B. Zweitspielrecht für talentierte Spieler im NLZ (wird das vom NLZ überhaupt unterstützt?); Zweitspielrecht für Kinder getrennt lebender Eltern, die am Wochenende an einem anderen Ort sind.

    In welchem Wettbewerbsmodus wird gespielt? Bei einer E-Jugend im Festivalmodus (Fußball 5 und 7) könnte ich mir das eher wie bei der F-Jugend vorstellen. Bei einer C-Jugend im Ligabetrieb eher mit den 2 Wechselperioden im Winter und Sommer.


    Bin mal gespannt, wie ihr das seht.