Beiträge von let1612

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    Würde man früher, und damit meine ich ab dem G Jugendalter schon gezielter Talente fördern, würde es perspektivisch dem deutschen Fußball nicht schaden.

    Keine Ahnung, ob es dem deutschen Fußball Schaden würde, aber den Kindern würde es Schaden. Weniger freies Spielen in jüngerem Alter, weniger Sportarten in jüngerem Alter, einseitige Belastung und damit Folgeschäden usw. - und Sorry, ob das Kind ein Talent ist oder nicht, kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand sagen.

    könnten ohne Kürzel bzw. Namen jederzeit weitergegeben werden

    Die können auch mit Kürzel weiter gegeben werden ;) - es kommt immer darauf an, was man aus dem Kürzel macht (z.B. die Abkürzung ER meiner Tochter, akzeptiert mein Sohn (heißt ja ER und nicht SIE); wir lassen oftmals auch nur den Nachnamen drucken, dann passt es auch wieder; und auch die Kürzel der "Größeren" (Vorbilder) sind meistens cool). Ich bin allerdings auch ein Fan von keinen Kürzeln.

    Der BVB verpflichtet Lerma (16 Jahre) aus Ecuador. Transfermarkt schreibt dazu:

    "Er zeichnet sich durch seine Physis, seine Dribblings, seine Technik, sein Geschick und seinen rechten Fuß aus."

    Ich gehe davon aus, dass die Physis mit 1,84m sich auf das Dribbling und den rechten Fuß positiv auswirkt. Geschick und Technik sind bei der Größe in dem Alter für mich überraschend - normal müssen sich viele erst an die Körperproportionen gewöhnen.

    Ich frage mich trotzdem, ob eine Komponente (z.B. Körpergröße - mit 16 ist man normal noch nicht ausgewachsen) fehlen hätte dürfen und es trotzdem zu einem Transfer gekommen wäre.

    Der Trainer sollte bei der Entscheidungsfindung keine Rolle spielen oder sollte maximal bei Grenzfällen "befragt" werden.

    Das sehe ich anders. Die Arbeit und Weiterentwicklung liegt im Verein und die Trainer sehen die Jugendlichen in jedem Training und Spiel - und ich behaupte mal, dass ich Spieler von den Vereinen in der Umgebung öfters in einem Spiel gesehen habe als die Stützpunkttrainer (Spiele über Jahre gegeneinander, Spiele in der Liga/Freundschaftsspiele/Turniere).

    Und man muss schon schauen, wie man eine Trainingsgruppe zusammenstellt und was ein Talent ausmacht. Hierbei werden nicht immer die fußballerisch Besten ausgewählt (Beispiele: EM-Kader, der jetzt bekannt gegeben wird; Diskussion um Paris Brunner vor der WM) - und ja, ich liebe Charakterköpfe und Persönlichkeiten an denen man sich reiben kann ;), aber gruppendynamisch ist das eine oder andere schon mal ein Ausschlusskriterium oder eine besondere Herausforderung

    Wie steht ihr zu der heutigen Talentförderung? Für mich ist die stark verbesserungswürdig und müsste für mich auf den Prüfstand. Meine Punkte sind:

    - für den Stützpunkt wird am Ende der E-Jugend gesichtet und die Kinder/Jugendlichen gehen Montags zum Stützpunkttraining in der D- und C-Jugend. Ab welchem Alter ist eine Talentprognose einigermaßen verlässlich?

    - die Stützpunktspieler sollen ambitioniert Fußball spielen (wird bei uns in der Region mit Bezirksoberliga gleichgesetzt) - die Vereine der Bezirksoberliga müssen sich die Spieler oftmals zusammen scouten

    - in den NLZs spielen die talentierteren (oder zum jetzigen Zeitpunkt leistungsfähigeren) Spieler - das System unterscheidet allerdings nicht zwischen D- und C-Jugend (in der D-Jugend ist Bezirksoberliga das höchste bzw. Förderliga und in der C- Jugend habe ich darüber Regionalliga und Bayernliga - also ein anderes Ligensystem)


    Aus meiner Sicht müsste man in jüngeren Jahren in der Breite mehr fördern und den Kindern mehr Möglichkeiten bieten sich mit anderen zu messen. Meine Ideen:

    - All-Star-Games oder All-Star-Trainings von Staffeln - z.B. 6 Mannschaften pro Staffel in der D-Jugend -> 3 Kinder pro Team -> 18 Kinder -> 9 gegen 9 (gerne auch in einer kleineren Spielform)

    - Auswahlspiele oder Auswahltrainings über Staffeln hinweg - Gruppenauswahl, Kreisklasssenauswahl oder Kreisligaauswahl usw.

    - flexible Spielgemeinschaften - warum nicht ein paar Spiele mit gemischten Mannschaften (die meisten Mannschaften haben 2-4 gute Spieler und aus denen werden 2 Mannschaften gebildet)

    - flexibleres Zweitspielrecht - wird bei uns im Basketball v.a. gemacht. Du spielst bei deinem Heimatverein und bei einem Leistungsverein.

    Dadurch würde man aus meiner Sicht einer breiteren Masse in der D-Jugend und dann in der C-Jugend Spiele auf einem höheren Niveau bieten können.

    Die Maßnahmen würden aus meiner Sicht auch zu einem besseren Miteinander in der Liga führen, weil sich die Kinder/Jugendliche besser kennen.


    Wie seht ihr das?

    Ich bin der Meinung eine Anpassung wird kommen - das wird gar nicht zu verhindern sein.

    Meine Gründe:

    - Schere zwischen stark und schwach wird in der C-Jugend immer größer. Man wird weder den Starken noch den Schwachen gerecht

    - In meinem Umfeld haben alle C-Jugend-Mannschaften Probleme mit der Zuverlässigkeit und Einstellung der Spieler und der Anzahl

    - positive Entwicklungen des Kinderfußballs kommen im Jugendfußball nur an, wenn sich auch der Jugendfußball weiterentwickelt


    Beispiel von heute:

    C-Jugend Kreisklasse: Gegner spielte mit Jahrgang 2008 bis 2013 (3x 2008; 3x 2009; 3x 2010; 3x 2011; 2x 2012 und 1x 2013) - und das hat mit der Reform zum Fußball 3 übrigens gar nichts zu tun ;) (3 Spieler pro Jahrgang)

    Interessant fand ich in dem Beitrag zum einen den multisportiven Ansatz von Hertha BSC und zum anderen das Wechseln zwischen den NLZs.

    Zum zweiteren hatte ich am Wochenende auch sehr interessante Gespräche mit Eltern von NLZ Spielern. Es waren bei beiden keine fußballerischen Fähigkeiten, warum es nicht weiter ging - sonst wäre ja auch ein Wechsel von NLZ zu NLZ nicht unbedingt sinnvoll: warum sollte ein anderes NLZ einen Spieler haben wollen, der in einem NLZ aussortiert wurde, wenn er nicht Fußball spielen kann?

    Müssen sich die NLZs da umstellen und mit mehr pädagogischer Arbeit und Elternarbeit ansetzen? Ist es angebracht bei Jugendlichen U13-16 schon "Erwachsenenmaßstäbe" im Verhalten zu erwarten? Wir wollen Persönlichkeiten in der Bundesliga - kommen die überhaupt dort an oder verhindert das die Persönlichkeit des Spielers? Für mich ist das ein bisschen paradox.

    Bei 7 gegen 7 kann ich halt einen Blockwechsel durchführen und alle 14 Kinder spielen lassen. Bei FUNino Turnieren kann ich meist nur 8 mitnehmen. 14 Kinder in einer nicht Kindgerechten Spielform sind mir lieber als 6 Kinder ohne Fußball.

    7 gegen 7 mit 14 Kindern bei der F-Jugend ergibt bei 2x 20min. = 20 min. pro Kind am Wochenende.

    3 gegen 3 mit Rotationsspieler ergibt 7*7=49 min -> 3*49= 147 min; 147/4 = 36,75 min. pro Kind bei 2 Teams im FUNino. Keine Ahnung, warum man bei euch nicht 3 Teams mitnehmen darf, wie bei uns.

    Du hast 16 Kinder. D.h. bei 14 Kindern müssen auch 2 zu Hause bleiben. D.h. du hast 2*40 min = 80 min 80*7=560 min 560/16=35 min. pro Spieler.

    Und somit gibst du den Spielern in der alten Spielform an 2 Wochenenden 35 min. Spielzeit und beim FUNino 36,75 min. - also in der alten Spielform weniger Spielminuten als in der neuen, selbst wenn die ein Wochenende zu Hause bleiben. Ganz zu schweigen davon, dass sie mehr Ballaktionen (Pässe, Dribbling, Schüsse usw.) haben.

    Der Verein hat das Geld für Tore, aber welcher Verein besitzt schon ü30 Minitore? Haben mit 12 hochwertigen Minitoren eh schon viel Geld investiert.

    Mein Verein :) - und es müssen nicht immer die hochwertigen Tore sein. Für ein Paar hochwertige bekomme ich 3 Paar normale Minitore, die für G- und F-Jugend ausreichend sind.

    Ich habe nur für mich als alleinigen Coach einer recht großen Truppe die schwächen bei der Spielform als "Wettbewerbsform" aufgezeigt.

    Ich bin der Meinung, dass bei dieser Konstellation nicht die Spielform als Wettbewerbsform Schuld ist, höre mir aber gerne die Argumente für z.B. ein 7 gegen 7 an. Wo hat das 7 gegen 7 hier seine Stärken? Oder brauchen wir eine ganz andere Spiel-/Wettkampfsform?

    BambiniFuzi :


    zu hoher Aufwand im Training: ich bin bei meinen Bambini und meiner C-Jugend eine halbe Stunde vorher da - unabhängig von der Größe und Anzahl der Tore. Bei den Minitoren bin ich sogar komplett unabhängig, weil ich sie alleine tragen kann - kann ich bei Jugendtoren nicht.


    hoher Aufwand Organisation: die Felder sind alleine in einer halben Stunde aufgebaut. Ich brauche allerdings auch keine Lautsprecher, keine Überraschungen (wofür? Fußball ist das Motiv) oder Kabinenbeschriftungen. Und Mannschaften nehmen so viele teil, wie kommen.


    Zeitspanne: es gibt Spielformen mit 4 und 2 Toren ab der F-Jugend und somit kommt jeder auf seine Kosten.


    weniger Kinder: bei uns können mehr Kinder spielen. Das liegt nicht an der Spielform sondern an der Organisationsform.


    Feldbetreuer: habe ich bisher immer gefunden und sehe somit kein Problem (ganz im Gegenteil zu Fahrern für Auswärtsspiele in der C-Jugend ;-))


    gut/schwach: die Spielform macht alle besser - was soll daran falsch sein?


    Fazit: der Aufwand lohnt sich für die Kinder :)

    Ich bin von dem Video gerade im Bereich C- bis A-Jugend sehr enttäuscht. Vieles von dem erwähnten machen wir in Bayern bereits. Wir haben eine Meldeliga für Gruppe, Kreisklasse und Kreisliga. Und wir spielen bereits eine Herbstmeisterschaft (Winter) und Frühjahresmeisterschaft (Sommer) mit neuen Gruppen zum Frühjahr. Das funktioniert und kommt gut an.

    In der C-Jugend gibt es darüber die Bezirksoberliga, U15 Bayernliga 3 Staffeln (diese Saison je 10 Mannschaften, nächste Saison je 12 Mannschaften) und U15 Regionalliga (10 Mannschaften). (Aufstiegsregeln)

    In der B- und A-Jugend gibt es nach der Bezirksoberliga, Landesliga, Bayernliga und DFB Nachwuchsliga.

    Die meisten Mannschaften, die ich kenne, sind ab der Bezirksoberliga gescoutet und selektiert und selbst damit ist es schwer sich zu halten. Wo soll da Premium, Gold, Silber und Bronze ansetzen? Wie sollen die Wechsel spätestens ab der C-Jugend verhindern? Hat sich da mal jemand Kader der Mannschaften angeschaut? Wie viele G, F, E und D-Jugendliche spielen in den Vereinen/Mannschaften?

    Aus meiner Sicht geht die Schere in der C-Jugend auseinander, v.a. im Großfeld (in der Halle kannst du mit 5-6 Guten oftmals noch mithalten, aber auf dem Feld bist du unterlegen) - darunter D, E, F und G-Jugend passt das für mich, v.a. mit D7, E5, F3 und G2.

    Der letzte 5. Ligist waren die Stuttgarter Kickers :) - die spielen jetzt genauso wie FSV Frankfurt und Offenbacher Kickers in der 4. Liga (Regionalliga Südwest) - dort spielt übrigens auch die im Artikel genannte SG Barockstadt (und steht in der Tabelle vor dem OFC und FSV ;) ).

    Für 1. und 2. Liga ist es ein muss:

    "Die am Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga teilnehmenden Vereine und Kapitalgesellschaften (nachfolgend Clubs genannt) haben als Fördereinrichtung ein Leistungszentrum zu führen (§ 3 Nr. 2 LO)." (Quelle)

    Das Problem sind wir Erwachsene!

    Verbandsmitarbeiter:

    - die Wettbewerbsformen müssen so gestaltet werden, dass jedes Kind wichtig ist und spielen kann (kommt mit den neuen Spielformen zumindest bei G und F-Jugend, muss aber auf die E- und D-Jugend ausgeweitet werden)

    - die Entwicklung der Kinder muss berücksichtigt werden (hier sind wir viel zu einseitig unterwegs)

    - die gesellschaftlichen Entwicklungen müssen berücksichtigt werden (regelmäßig kann auch einmal im Monat heißen (z.B. bei der G-Jugend) und muss nicht jedes Wochenende sein)

    Vereinsmitarbeiter:

    - wir müssen flexibler werden (ob bei den Kleinen 12 oder 22 Spieler*innen da sind, muss uninteressant sein)

    - wir brauchen größere Kader und somit mehr Spieler (in den 90iger Jahren habe ich mit 16 Jugendlichen in der C-Jugend locker eine Saison bestreiten können. Heute brauche ich ca. 20. Das zieht sich übrigens bis zu den Herren oder Alten Herren durch.)

    - Breitensportvereine brauchen eine viel größere Basis als Leistungsvereine (die guten wechseln in die Leistungsvereine)

    Eltern:

    - gebt den Kindern Zeit

    - die Kinder müssen nicht das erreichen, was ihr nicht geschafft habt!

    - die Kinder sind nicht gleich und vergleichen macht immer traurig!


    Die Kinder sind weder daran schuld, dass es früher erst mit der E-Jugend los ging noch dass es heute Angebote ab 3 Jahre gibt.