Beiträge von let1612

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Aus meiner Sicht müssen die Kinder erst ein Körpergefühl entwickeln und die meisten Tipps der Erwachsenen können die Kinder gar nicht richtig umsetzen und somit ist es meistens ein Foulspiel (und die EM versagt da leider auch total als Vorbildfunktion (z.B. Trikot ziehen ist Foul - und da kommt es nicht auf die Stärke an)).

    Hier aber mal ein paar Beispiele für das Training:

    Ringen und Raufen (albathek.de)

    Kleine Raufspiele (Auer-Verlag)

    Ringen und Raufen (Sportjugend Niedersachsen)

    keine Grafik, aber ein unglaubliches Beispiel:

    "Das Verheerendste dabei: Laut Opta Analyst brachte der künftige Madrilene innerhalb seiner 90 Minuten nur fünf (!) Pässe zustande - und davon lediglich einen (!) bei einem Mitspieler an.

    Wann genau dieser eine erfolgreiche Pass von Endrick gespielt worden war? Beim Anstoß Brasiliens."

    Quelle: kicker.de

    Die Binnendifferenzierung würde mich interessieren.

    z.B. Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad (es müssen nicht immer alle dasselbe machen)

    - Koordination G-Jugend: Ball hochwerfen und fangen -> Ball hochwerfen, vor dem Bauch klatschen und Ball fangen, Ball hochwerfen, vor dem Bauch, hinter dem Rücken klatschen und Ball fangen

    z.B. Wettkampfsformen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad

    - Linienschießen

    - ChampionsLeague-Modus

    z.B. Material

    - Ballgrößen z.B. beim Jonglieren oder wenn ich einen Wettkampf mache ("Sau treiben" -> Gymnastik Sitzball oder Fußball)

    Nach oben fördern wir die Spieler indem wir sie in den Jahrgängen nach oben schieben (hier auch meist im Spielbetrieb) so kommt es das aktuell ein junger F Jahrgang Spieler bereits beim jungen E Jahrgang mitmischt.

    Ich gehe mal davon aus, dass ihr bei der F-Jugend andere Spielformen als in der E-Jugend spielt - nämlich kleinere. Damit hat der Spieler aufgrund der Spielform schon weniger Ballkontakte (weniger Dribblings, Pässe und Schüsse). Dazu kommt noch, dass er in der E-Jugend wahrscheinlich auch weniger Ballkontakte bekommt, weil er nicht mehr überragend (oftmals auch aufgrund der physischen Voraussetzungen) ist. Und das ist nur die sportliche Seite - die soziale lasse ich mal außen vor. Deshalb könnte man aus meiner Sicht diskutieren, ob das ein "fördern" ist.

    fahrender Vater : ein Punkt der MFS in dem Video ist auch der "perfekte" Schuss und die Coachingpunkte dafür. Eine Zusammenfassung zu differenziellem Lernen und Einschleifen findet man unter soccerkinetics.de (dort sind auch die Studien erwähnt).

    Unter die-sportpsychologen.de findest du auch Literaturhinweise zu dem Thema.

    Auch die dfb-akademie.de liefert viele Quellen für das Nachwuchstraining.


    Mit diesem Wissen darf man dann aus meiner Sicht die MFS dann auch hinterfragen - und ich bin der Meinung, dass es gut ist, dass es sie gibt (genauso wie AF) und einen Markt dafür gibt es auch - sonst würden die das nicht machen ;)

    Wo ist das Problem?

    Es gibt einen "Technikblock" :) - 15 min. + evtl. noch beim Aufwärmen 15 min.

    Es gibt Wiederholungen :) - ist neben Intensität und Freude der 3. Hauptpunkt

    Genauso gab es früher meistens das Abschlussspiel (entspricht Spielblock)

    Diskutieren wir hier über 1/3 der Trainingszeit (30 min.) - und da muss ich solche "Gräben" öffnen?

    original_Grafiken_aus_FT10_2023-1_2.png%3F1701088126

    Quelle: dfb-akademie.de

    Allerdings ist Deine erste Folgerung, in anderen Sportarten würden die Kinder anfangs auch nicht von qualifizierten Trainern begleitet meiner Erfahrung nach, und ich bin in einigen Sportarten selbst und in anderen über die Kinder unterwegs gewesen, nicht zutreffend.

    Das ist auch nicht meine Schlussfolgerung.

    Meine Schlussfolgerung ist, dass in anderen Sportarten die Kinder später anfangen und ihnen weniger Wettkämpfe angeboten werden.

    Meine Erfahrungen durch meine Kinder habe ich bei folgenden Sportarten:

    - Schwimmen: mit 4 Jahren Schwimmkurs, dann Schwimmverein und mit 5 Jahren vereinzelte Wettbewerbe (-/-: 2 Jugendliche 16 und 14 heute nicht mehr dabei)

    - Turnen: ab Mutter-Kind-Turnen (2-3 Jahre); Wettkämpfe ab Zwerg-Turnen (+/+) - meine Ausnahme oben

    - Tennis: Kindertennistraining und vereinzelte Wettkämpfe (-/-)

    - Badminton: Kindertraining und vereinzelte Wettkämpfe (-/-)

    - Basketball: U8, weil zuvor nicht angeboten (-/+)

    - Fußball: ab 4 Jahre (+/+)


    Was sind die Sportarten mit vielen deutschen Medaillen? Rodeln, Biathlon, Hockey und Rudern würden mir jetzt einfallen. Wann wird mit diesen Sportarten begonnen?


    Man kann gerne auf meine Fragen antworten - in der Hoffnung, dass wir wieder zu D bis A-Jugend kommen (die von Fantomas angesprochenen Feriencamps hören meistens auch mit der U13 auf ;-)).


    Meine Fragen kann man beantworten, aber ich erwarte es nicht ;)

    Andere Sportarten schaffen es aber aus weit weniger Sportlern Spitzenleistungen zu generieren. Andere Länder schaffen es auch im Fußball. Bin überzeugt davon, dass man das im Fußball bei uns auch schaffen könnte, wenn eben schon ab der G Jugend wirklich qualifizierte Trainer tätig würden.

    Da fehlt mir die Logik. Andere Sportarten schaffen es - Haken dran: ja. Die anderen Sportarten (außer Turnen) nehmen die Kinder allerdings erst später als Fußball auf und haben meistens auch keine Wettbewerbsangebote in diesen Altersklassen. Somit werden die in diesem Alter auch nicht von qualifizierten Trainern begleitet.

    Sind die anderen Sportarten einfacher und können deshalb später begonnen werden?

    Den RAE haben die anderen Sportarten auch.

    Was machen die in der Jugend(zeit) besser? Brauchen wir hier evtl. qualifiziertere Trainer (z.B. pädagogisch)?

    In der D-Jugend soll ja auch das 1. Goldene Lernalter sein. Legen wir hier falsche Schwerpunkte? Sind da die Spielformen gerade zu groß?

    Geht die Schere (gut - schlecht) erst danach zu sehr auf? Haben wir in der C-Jugend zu viele Ligen? Hat der Fußballverein ein "Mitläufer-Problem" (Fußball ja, aber Sozialkontakte, frische Luft, Beaufsichtigung ("weg von der Straße") sind wichtiger - und bei anderen Sportarten ist das weniger der Fall?) gegenüber andere Sportarten?

    Ich frage mich, wohin der Jugendfußball (D- bis A-Jugend) unterhalb der NLZs sich hinbewegt.


    Tendenz 1: Weg von Auf- und Abstieg

    Nach den NLZs (Reform zur nächsten Saison) und den Breitensportligen (Meldeliga: Kreisliga, Kreisklasse und Gruppe - zumindest in Bayern (BFV)) stelle ich auch bei den ambitionierteren Vereinen eine Tendenz zu Ligen ohne Auf- und Abstieg fest. Im BFV gibt es in der nächsten Saison Förderligen für U12, U13, U14 und U16. Ich beobachte, dass viele Vereine, die Probleme haben die obersten beiden Ligen zu halten, jetzt diese Förderligen spielen (wollen). Sie schafften es nicht mit eigenem Nachwuchs und (normalem) Scouting die oberen Ligen zu halten - und gehen jetzt den Weg über die Förderliga und (stärkerem) Scouting. Bin mal gespannt, ob sie es damit schaffen ihre U15 und U17 in den oberen Ligen zu halten.


    Tendenz 2: ohne Spielgemeinschaft (SG, JFG usw.) oder Großverein wird ambitionierter Jugendfußball langfristig im Verein unmöglich

    Man braucht ziemlich viel Breite um Spitze zu generieren - und das nicht nur in einem Jahrgang sondern über die Jahrgänge hinweg. Viele Vereine haben schon Probleme jährlich eine eigene Mannschaft zu stellen (da ist man heute schon (fast) die Ausnahme) und eine Leistungsmannschaft zu stellen ist noch schwieriger.


    Tendenz 3: Fußballschulen nehmen zu - ist der Verein ein Auslaufmodell?


    Was beobachtet ihr noch? Wie seht ihr das? Danke.

    es für dich als Trainer und vor allem die Mannschaft auch befreiend und entwicklungsfördernd sein kann wenn schwierige bzw. nicht in die Gruppe passend Leute das Team verlassen.

    So kann man es positiv betrachten.


    In einigen Vereinen hat es allerdings zur Folge, dass sich Mannschaften auflösen oder zerfallen oder man eine SG danach braucht.