Beiträge von let1612

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    Mein Fred hat kürzlich ein Tor geschossen - hat er damit den Fred Status verloren? Und ist jetzt mein "dicker" Paul der Fred? Einer meiner besten hat übrigens noch kein Tor geschossen (1. Jahr F).


    Der Thread spiegelt ganz gut unsere Gesellschaft wieder. Warum sollte der Fußball hier eine Ausnahme machen? Aber vielleicht kann man auch diese Parallelen für sich nutzen - Alleinstellungsmerkmal, andere Wege gehen. Hier eine kleine Anregung in Bezug auf Schule (SFE Berlin: Beitrag in der ARD Mediathek ist zu empfehlen)


    Lösungsmöglichkeiten:

    - Fred bekommt nicht mehr, aber auch nicht weniger Aufmerksamkeit im Training als MiniMessi

    - es gibt mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit (z.B. Ball hochwerfen und fangen; wer das kann, wirft den Ball hoch, klatscht und fängt ihn; wer das kann macht zusätzlich noch eine Drehung, berührt den Boden usw. - es müssen nicht immer alle das gleiche machen und die Kinder können selbst wählen)

    - es gibt Wettbewerbe mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen (z.B. Linienschiessen)

    - statt reden, Übung vormachen


    Übrigens sind bei unserem Verein nächstes Jahr noch 2 A-Jugendliche aus dem "Super"Jahrgang des Vereins übrig (hat in der E-Jugend alles gewonnen) - so wenige hatten wir schon lange nicht mehr.

    AlexD : bei Frust sehe ich das ein. Was aber, wenn es dem Kind Spaß macht und die anderen Sportarten warum auch immer (finanziell, Anfahrtsweg usw.) nicht in Frage kommen?


    Warum denken wir Erwachsene immer an die Zukunft (C-Jugend)? Die Kinder leben in der Gegenwart.

    Und sollte ich hier nicht alle zum Sport auffordern in unserer Gesellschaft (Haltungsschäden, Übergewicht usw.)?


    Wer hat mit seinen Jungs/Mädels schon Basketball, Volleyball oder Tennis gespielt? Oder wer hat sie schon mal mit Leichtathletik oder Radfahren konfrontiert? Vielleicht findet der/die schlechte FußballspielerIn daran Spaß und ihr trainiert danach nur noch die Guten ? - oder fällt das unter Trainingszeit opfern? (vielleicht auch unter Bewegungserfahrung ?)

    @all: Sorry für den Link - hatte ihn über Twitter und da hat das funktioniert.


    In der Frankfurter Rundschau steht etwas ähnliches:"... Er will wissen, was an der Basis los ist, und findet, dass die Kinder hierzulande oft schon viel zu sehr in ein System gepresst werden und zu selten kritiklos Fehler machen dürfen, um zu lernen, wie man es besser macht. „Die südeuropäischen Nationen gehen mit einer anderen Grundhaltung ans Fußballspielen. Genau dieses Selbstverständnis, einfach nur spielen zu wollen, wünsche ich mir auch bei uns in den jungen Altersklassen.“ " Er heißt Joti Chatzialexiou.


    Hier wird immer von Ronaldo, Messi, Robben oder Ribery gesprochen - und was machen die? Genau dribbeln.

    Ich fördere die Dribbler - und zwar in jeder Altersklasse!


    Und das hier unterstützt meine These: "Beim U17-Turnier ist aufgefallen, „dass andere Nationen im Eins-gegen-eins besser sind als wir – offensiv wie defensiv.“ " Quelle: ovb-online.de


    Passen und Torschuss lernen sie von selbst - das können sie sogar in der Kreisklasse. Aber Ballan- und mitnahme sowie ein Dribbling vermisse ich auch bei vielen Bundesligaspieler.

    AlexD : was würdest du überlegen? Und vor allem wie würdest du handeln? Und warum?


    Müssen wir im Breitensportverein auch "Sozialprojekte" unterstützen? Darf man die "Sozialprojekte" vom Spielbetrieb ausschließen? (Für mich ist ein "Sozialprojekt" ein Spieler oder Spielerin, der/die Gemeinschaft der Mannschaft sucht ohne große Aussicht auf eine Fußball-Karriere).

    "Die Neunjährigen trainieren dreimal in der Woche, am Wochenende spielen sie oft an beiden Tagen. Lennys Mannschaft geht ins Schnelligkeitszentrum, um an der Beweglichkeit zu arbeiten, es wird ein zusätzliches Karatetraining angeboten, um die Körperkoordination zu schulen." Quelle: tagesspiegel.de

    Das sollte immer eine Einzelfallentscheidung sein.

    - wie sehen die physischen Voraussetzungen aus?

    - wie die sozialen? (Mitspieler, Freunde, Eltern, Brüder)

    - wie weit ist der Kopf?

    - wie sind die älteren Jahrgänge besetzt? ( Spieler, Trainer )

    - was sind die alternativen Vereine? (Standort)

    Ich würde auf jeden Fall ein Gespräch mit den Eltern suchen und ihnen mitteilen, was ich bieten kann und was nicht.

    Goodie : das ist eine gute Frage :), die sich uns noch nicht stellte ;) - was heißt knapp? Eine E-Jugend spielt mit 7 Spieler - sind 7 da, kann das Spiel stattfinden. Die Frage ist eher was macht sie bei zu wenig Spielern (<7) bzw. bei genau 6 Spielern. Und selbst dann könnte noch jemand aus der F-Jugend einspringen (ihr Bruder würde sofort einspringen ;))

    Nur mal so zum Nachdenken:

    - meine Tochter spielt Fußball (E-Jugend). Es gibt einen Spielplan. Wir sagen die Spiele vor dem ersten Spieltag für die Runde zu oder ab. Und nachdem bei ihr Turnen 1. Priorität hat, sagen wir die Freitagsspiele (Turntraining) ab. Nachdem sowieso immer Kinder pausieren müssen, macht das meine Tochter dann an diesen Spielen. Sind wir deshalb unzuverlässig? Ist meine Tochter deshalb nicht teamfähig?

    - mein Sohn spielt Fußball (F-Jugend). Fußball ist jedes Wochenende. Badminton oder Turnen (1-2x im Jahr) -> dann geht er dort zum Wettkampf. Ist auch frühzeitig klar und geplant. Soll er deshalb nun mit einer Sportart aufhören?

    - Gedankenspiel: würde ich meinen Sohn/Tochter zum Tennistraining schicken und da einen Trainer bezahlen, würde bei mir - als Schwabe - auch das Tennistraining gegenüber dem Fußballspiel gewinnen (und das sage ich als "Fußballverrückter")


    Mir fehlt noch: "Früher waren die Spieler bzw. Kinder zuverlässiger" - klar, da haben sie erst in der E- oder D-Jugend angefangen, da konnten sie in F- und G-Jugend nicht unzuverlässig und sprunghaft sein ;)


    Wo es mich ein bisschen ärgert, wenn es zu Lasten anderer geht. Ich sage einem Kind ab, weil ich zu viele Kinder habe und dann fährt das Kind kurzfristig mit seinen Eltern in Urlaub. Zum Glück kann dann meistens noch das "abgesagte" Kind.


    Und an alle, die Massen an Kindern in der G- und F-Jugend haben wollen, sei gesagt, dass diese unzuverlässige Verhalten mit wachsender Anzahl an Kindern zunimmt.

    Wir nutzen auch so ein Markierungsband (allerdings eine andere Marke) für die Felder am Wochenende (F - D-Jugend). Und ja, die Plastiknägel gehen schlecht in harte Böden. Sonst sind wir aber sehr zufrieden mit den Bändern.

    Für das Training wäre mir das zu viel Arbeit und die Flexibilität ist auch sehr eingeschränkt (ein langes Band).

    In der Pädagogik heißt das Peer-Education (Peer-Learning) oder Peer-Group-Education (Peer-Group-Learning) - und das wird in Schulen sogar schon bei 1. und 2. Klasse eingesetzt.


    "Verdammt jetzt werden nicht nur unsere Fußballer schlecht und falsch ausgebildet, sondern die Kinder haben auch später keine Chance im Berufsleben, weil sie in der Schule nichts lernen." ;)

    Trau den Jugendlichen das einfach zu!

    Was können sie im schlimmsten Fall kaputt machen? Verletzungen - da hätte ich bei vielen Erwachsenen mehr Bedenken. Falsche Techniken - peanuts (das bekommst du mit und verinnerlicht sich erst durch viele Wiederholungen). Auch da sehe ich von erwachsenen Trainern viel Falsches.

    Was könnte Positives geschehen? Torwarttrainer lernt etwas; Selbstvertrauen; Vorbild; Vereinsbindung; ehrenamtliches Engagement usw.

    Das + wird auf jeden Fall das - überwiegen.

    Ich kann auch schwer loslassen, aber wenn wir das nicht tun, brauchen wir uns nicht wundern, wenn der Nachwuchs fehlt oder keine Lust hat.

    G- und F-Jugend: 1x die Woche 90 min. - bleibt Zeit für andere Sportarten und Bewegungserfahrungen - und v.a. steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der D-/C-Jugend dabei bleiben und nicht aufhören.

    Ich mache Ferienfußballcamps. Da gibt es auch immer ein kleines Turnier. Und da darf der beste Spieler bei 3:0 bzw. 3 Toren Differenz kein Tor mehr erzielen - die Kinder akzeptieren das. Probleme gibt es höchstens mit den Erwachsenen :evil: - und das könnte man auch ganz locker einführen (wenn da nicht die Trainer und Eltern wären).