Vielen Dank für die Beispiele.
Einiges davon habe ich in ähnlicher Form auch schon durchgeführt, aber so vorbildlich dokumentiert macht es die Trainingsvorbereitung und -arbeit natürlich um ein vielfaches leichter und ermöglicht es auch Trainerkollegen zu erklären was man vorhat bzw. andren Trainern im Verein auf die Sprünge zu helfen.
Um nochmal auf den "abgedrifteten" Inhalt der Diskussion zu kommen.
Ja auch ich bin überzeugt, dass Training in Spielformen besser ist als Übungsformen, bleibe aber bei der Meinung, dass es Situationen gibt, in denen es Kindern nicht schadet, ihnen grundlegende technische Ziele und Fertigkeiten in einer Übung ohne Druck zu zeigen und näherzubringen. Dass das dann schnellst möglich in eine Spielform übergehen soll und dass Spielformen mit riesigem Abstand den größten Teil des Trainings abdecken sollte steht außer Frage.
Aber ich möchte Übungsformen trotzdem nicht komplett verteufeln und sehe einen dosierten Einsatz z.B. in meiner U11 als berechtigt.
Beispiel: Spieloffene Stellung bei der Ballannahme. Mir persönlich gelingt es leichter ein2m 10-jährigen Sinn und Zweck der richtigen Positionierung in einem statischeren Aufbau mit passivem oder teilaktivem Gegenspieler zu zeigen und ihn vom Sinn dessen zu überzeugen. Die Spieler hören dann auch besser zu und nehmen das erklärte an, wogegen sie im Spiel meist sehr auf das messen mit dem Gegner fokussiert sind und irgendwie durchkommen wollen. Wenn es ihnen irgendwie gelingt, denken sie nicht darüber nach ob es auch besser gegangen wäre.
Das kann an der Aufnahmefähigkeit meiner Spieler oder an meinen rhetorischen Defiziten liegen, dass wir ausschließlich mit Spielformen nicht immer zum Ziel kommen. Ich halte es aber nicht für grundsätzlich falsch in diesen Fällen, eine vorbereitende oder korrigierende Übung ergänzend zu einer Spielform einzusetzen.
vangaalsnase: vielen Dank für die Beispiele, die werden sobald wieder möglich sicher alle mal zum Einsatz kommen
