Beiträge von fussballschule_tirol

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    Ich periodisiere auch die Ausbildung im Kinder- und Jugendfußball. Ein Beispiel für die Periodisierung ist:

    1 Woche

    Einheit 1 - Dribbling / Passing in der eigenen Hälfte

    Einheit 2 - Dribbling / Passing in der eigenen Hälfte

    Einheit 3 - Ist das Spiel am Wochenende - Fokus auf Dribbling / Passing in der eigenen Hälfte


    2 Woche

    Einheit 1 - Dribbling / Passing in der gegnerischen Hälfte

    Einheit 2 - Dribbling / Passing in der gegnerischen Hälfte

    Einheit 3 - Ist das Spiel am Wochenende - Fokus auf Dribbling / Passing in der gegnerischen Hälfte


    3 Woche

    Einheit 1 - Chancen kreieren

    Einheit 2 - Chancen verwerten

    Einheit 3 - Ist das Spiel am Wochenende - Fokus auf Chancen kreieren und verwerten


    Das kann man dann auf das ganze Jahr ausweiten und schlussendlich auf alle Altersstufen. Die Übungen- / Spielformen werden entsprechend der benötigten Fertigkeiten im Spiel ausgewählt. Zum Beispiel im 5er Fußball (4+1 TM) gibt es nur Spielformen bis max. 5v5. Hierbei liegt der Fokus ganz klar auf die Ausbildung und nicht die Leistungsorientierung. Das wird auch mit den Eltern offen kommuniziert.

    Durch ein klares Konzept, das von allen getragen wird, hat man weit weniger Diskussionen als ohne Konzept und Plan. Und wenn man nach einem Konzept (Periodisierung) vorgeht, kommen die Erfolge ganz von alleine.

    Ohne Overload wird allerdings keine Verbesserung eintreten. Overload muss genau geplant sein, doch das ist auch Aufgabe in der Trainingsplanung und sollte Grundlage sein.


    Viele vorgefertigte Saisonpläne wie der 6 Wochen Power Plan von Rene Renno sind fast ausschließlich im Overload.


    Selbiges gilt für die klassische Vorbereitung in der man in 6 Wochen enorm viel Volumen reinpackt und dadurch auch stets im Overload ist.


    Klingt sehr simpel, doch viele verstehen es nicht, wie man es anwendet und übernehmen Pläne von irgendwelchen Trainern aus dem Netz.


    Trainingsplanung /-steuerung (Periodisierung) ist immer individuell auf die Mannschaft anzuwenden und selbst darin muss Periodisiert werden. Ein Beispiel ist hier ein 30ig jähriger Box-To-Box Spieler und ein 20ig jähriger Stürmer. Diese müssen nochmals separat periodisiert werden, damit man das Verletzungsrisiko reduziert.

    Overload = Überladen

    Underload = Unterladen


    Die 1:1 Übersetzung.


    Wenn man ein System im Overload beanspruche, dann möchte man dadurch eine Anpassung des Systemes erreichen.


    Heißt zum Beispiel, man spielt 8v8 bis das Sauerstoffsystem an seine Grenzen kommt um danach eine Verbesserung des Systems zu bekommen.


    Underload ist das Gegenteil, dort wird eine System nicht ganz ausgelastet.


    War die Erklärung verständlich genug? Ansonsten einfach melden.

    Strznievski

    Auf Seite 1 im Post Nr. 5 bin ich schon aufs Thema eingegangen inkl. Hinweis zur entsprechenden Quelle. Leider darf man auf grund der Forenregeln keine Links zu externen Shops posten.


    1) Du bleibst nicht innerhalb einer Belastungsstufe, sondern erhöhst innerhalb des Zyklus schon. Damit ist rein die Fußballkonditionseinheit gemeint. Da wird genau dieser Teil im Overload gemacht. Also 11v11 bis 8v8 Fußballfitness. Da gehen die Spieler übers Limit. Dazu hast du die nächsten 2 Wochen (7v7 bis 5v5) schon im Underload, also mit 50% Belastung in diesen Wochen auch dabei. In Woche 3+4 dann Overload und 5+6 im Underload. Bei Woche 5+6 dann Overload und 1+2 im Underload. Du gibst dem Körper auch genügend Zeit die entsprechenden Anpassungen in der Physiologie zu geben. Eine Fußballfitness Einheit ist enorm anstrengend für die Spieler, da kriechen sie regelrecht vom Platz.


    2) Da Fußballfitness nicht etwas ist, dass du einmal entwickelst, sondern über die Saison hinweg, wiederholen sich die Zyklen alle 6 Wochen. Dann allerdings mit erhöhter Belastung. Du baust also graduell auf und hast somit mehr Frische. Und was man länger aufbaut, bleibt auch länger erhalten.


    3) Die Zyklen beziehen sich nur auf die jeweilige Fußballfitness Einheit. Dort wird die Fitness überladen. In den anderen Einheiten der Woche hast du dann die andren Elemente wie 1v1 etc. jedoch nicht im Overload von der Fitness her sondern im Bezug auf Entscheidungsfindung, Kommunikation und Technik.

    Das kann durchaus vorkommen, auch ich habe mit diesen Dingen im Amateurbereich zu kämpfen, doch durch die Aktion Theory (Aktions Theroie) ist es nicht so schwer das anzupassen.


    Große Spielformen mit vielen Spielern und großen Spielfeldern = weniger Aktionen pro Spieler

    Kleine Spielformen mit wenig Spielern und kleinen Spielfeldern = mehr Aktionen pro Spieler


    Wenn du jetzt zum Beispiel 12 Spieler hast, kannst du es wie folgt adaptieren.

    Im 8v8 hast du ein Spielfeld von 70x50m.


    Damit einen ähnlichen Trainingseffekt im 6v6 bekommst, musst du eine Umgebung schaffen, in der die Aktionshäufigkeit nicht so hoch ist. Heißt anstatt in einem Feld von 50x30m, kannst du in einem Feld 60x40m Spielen. Die Spieler haben dadurch weniger Aktionen und mehr Zeit zum Regenerieren dazwischen um wieder 100% Aktionen machen zu können.

    Effzeh

    Das Buch von Verheijen "The Original Guide To Football Periodisation" ist die neuere Version vom dem in Strznievski Post ;)

    Es ist allerdings auf Englisch, jedoch sehr klar und deutlich geschrieben. Das beinhaltet alles, was ich auch versucht habe in den Posts über Fragestellungen darzustellen.


    Effzeh die Übersetzung ins Deutsche hab ich gerade in Arbeit. Das wird allerdings noch etwas dauern, da das Buch sehr umfangreich ist.


    Wie schaut das Modell aus:

    6 Wochen Zyklen die in jeweils 2 Wochen aufgeteilt sind.

    1+2 Woche - Große Spielformen 11v11 bis 8v8 mit Explosivity Preparation Exercises

    3+4 Woche - Mittlere Spielformen 7v7 bis 5v5 mit Fußballsprints min. Pause

    5+6 Woche - Kleine Spielformen 4v4 bis 3v3 mit Fußballsprints max. Pause


    In den jeweiligen Zyklen werden dann die Belastungen Stufenweise erhöht, somit trainiert man Fußballfitness über die ganze Saison hinweg. Weiters gibt es noch das Over- und Underloadmodell.


    Es gibt bei diesem Modell auch nur eine Fußballkonditionseinheit pro Woche und weiters gibt es Prinzipien für die Planung einer Trainingswoche basierend auf den Spielen am Wochenende bzw. bei englischen Runden.


    Weiters wird beschrieben was Fußballfitness ist und Theoretisch auf Basis des Spiels erklärt.


    Fußballfitness sind Fußballaktionen über 90 Minuten. Eine Fußballaktion besteht aus 3 Elementen:

    1) Kommunikation

    2) Entscheidungsfindung

    3) Ausführung


    Diese 3 Elemente zusammen Ergeben die Fußballaktion. Ziel ist es diese Aktionen über 90 Minuten aufrecht zu erhalten und zwar in Qualität und Quantität.


    Deswegen gibt es hier auch keine Worte wie Gundlagenausdauer etc. sondern ist wie folgt aufgebaut.

    1) Bessere Aktionen - Kommunikation + Entscheidungsfindung + Ausführung

    2) Mehr Aktionen - Häufigkeit in 90 Minuten erhöhen

    3) Aufrechterhalten von vielen Aktionen

    4) Aufrechterhalten von guten Aktionen


    Das sind die Dinge die im groben die Fitness im Fußball beschreiben, denn Fitness ist nicht etwas eigenständiges sondern ein Teil von Fußball.

    Strznievski

    Im Post Nr. 5 ist das genau so wie gewünscht kommuniziert worden.


    Das Buch von Verheijen ist veraltet, da gibt es bereits ein neueres das "The Original Guide To Football Periodisation"


    Nochmal abschließend weil es Effzeh angesprochen hat:

    Ich verteufle keine Inputs von anderen Sportarten, Trainern oder sonstiges, solange es im klaren Kontext zum Fußball steht. Ist dies nicht gegeben, bringt es den Fußball an sich nicht weiter sondern wird immer mehr zur Mischform im Training aus verschiedensten Sportarten.


    Dass immer noch die Meinung der "klassischen" Vorbereitung mit viel Volumen, viel Ausdauer etc. im Fußball vorhanden ist, macht mich jedoch wirklich nachdenklich. Es gibt nach wie vor gut 30% muskuläre Verletzungen, die einfach nicht hinterfragt werden. Man hat mehr Spartentrainer doch die Verletzungen sind nach wie vor da. Ich bin mir auch sicher, dass gut die hälfte der Verletzungen auf fehlerhafte Trainingsplanung zurückfallen. Wenn ein Spieler müde ist, macht er Schritte die er sonst nicht macht, wird instabil und das resultiert dann in zum Beispiel: Bänderrissen.

    Trainer E

    Jetzt verstehe ich was du damit sagen möchtest mit dem Handballtrainer. Danke, dass du es jetzt mit BEISPIEL anführst, was vorhin ja nicht konkret der Fall war. Und wenn du dir meine Posts vorhin auch durchliest, siehst du, dass ich geschrieben habe, dass man sich INPUTS von anderen Sportarten holt und diese für den Fußball anpasst.

    Da werden Sie aber froh sein, (Sarkasmus, aber die Argumente gehen mir trotzdem nicht aus)

    Es hat unter anderem mit Lerneffekten zu tun, anderer Trainer, andere MEthode, anderer Kontext.

    Wenn ich etwas nicht im Kontext einer Sportart trainiere, wie werde ich dann in dieser Sportart besser?

    Anderer Trainer

    Wie verbessert mich ein Handballtrainer im Bezug auf meine Schusstechnik? Wie kann ein Handballtrainer eine andere Methode für die Schusstechnik haben, wenn es diese Technik im Handball gar nicht gibt?


    Ist im Prinzip mit dem differentiellen LErnansatz vergleichbar.

    Darauf hab ich dir geantwortet.


    Wie ist meine Antwort aus dem Kontext gerissen, wenn ich a) auf dein Argument Differentielles Training eingehe und b) mit Wurftechnik und Schuss auf dein Argument mit andere Trainer, andere Methode, anderer Kontext eingehe?

    Differentieller Lernansatz... Und das kann man nicht mit Fußball trainieren oder wie?
    Differentielles Training wird im Handball anders aussehen als im Fußball oder?

    Im Handball wird es um Wurftechniken gehen und im Fußball um Schusstechniken oder? Das heißt es wird zwar der Differentielle Lernansatz verwendet allerdings im jeweiligen Sportartkontext.


    Wenn ich will, dass ein Spieler einen besseren Schuss bekommt, dann werde ich ihn nicht mit Wuftechniken aus dem Handball konfrontieren.

    Effzeh

    Kannst du mir schildern, was man 8 vs. 8 macht ohne Ball? Hier fällt mir beim Durchlesen all der Posts nicht wirklich was ein...:wacko:

    Du spielst ganz normal 8v8... und wenn du den Ball nicht hast, dann musst du dieselben Läufe wie im Spiel machen... Pressing usw. verstehst du es jetzt? Ich mache keine isolierten Läufe sondern nur im Zusammenhang mit meiner Spielidee, damit die Kommunikation besser wird. Wenn man dann zum Beispiel das Pressing "überladen" möchte, nimmt man der Pressingspielenden Mannschaft einfach einen Spieler weg. Somit müssen sie "besser" Pressen um den Ball zu erobern. Ich wüsste nicht wie man die Kommunikation mit isolierten Läufen verbessern kann...


    Aber auch hier, würde ich (ich denke auch alle anderen) es toll finden, wenn du eine Übung mit Fußballkontext kommunizieren könntest, die den Teamgeist steigert.

    Überzahl / Unterzahl zum Beispiel. Natürlich mache ich auch Teambuilding bei Regeneration zum Beispiel oder an Spielfreien Wochenenden usw. Sehe es allerdings nicht zur Verbesserung der Fußballfitness, wie es hier oft mit dem Waldlauf in Verbindung gebracht wird.


    Ich versuche den Fußball besser zu machen und das geht eben nur, wenn du im Fußballkontext bleibst. Badminton ist eine tolle Sache, doch wie verbessere ich dadurch das Fußballspiel? Es ist Abwechslung für die Spieler, doch diese schafft man auch mit unterschiedlichen Spiel- und Übungsformen. In diese kann ich dann ebenso die Hand-Auge Koordination einbauen usw. Dafür muss ich nicht Badminton spielen... Du hast ja nur wenige Einheiten pro Woche und diese möchtest du nutzen um dein Spiel zu verbessern. Wenn du jetzt ständig andere Sportarten einbindest, dann wirst du Polysportiv aber kein Fußballer.. Verstehst du meinen Ansatz?


    Wenn man alles im Fußballkontext trainiert, dann schließt man doch das menschliche nicht aus. Das ist immer dabei.

    Das krasse Nein;
    Wenn du als Trainer deinen Sport verstehst, brauchst du doch keinen Trainer einer anderen Sportart um deine zu verbessern. Natürlich holt man sich Inputs von Handballern oder sonstigen Trainern. Doch diese versucht man dann entsprechend für den Fußball umzumodeln. Die Hand-Auge Koordination ist übrigens etwas, was im täglichen Leben benötigt wird.

    Trainer E

    Ich möchte durch meine Fragestellungen und vor allem die kritischen Fragestellungen zum Reflektieren anregen. Es bringt relativ wenig, wenn man einfach alles frontal "hinknallt" wie in der Schule.

    Wenn ich fragen stelle wie zum Beispiel: "Wie aussagekräftig ist der Laktattest auf der Laufbahn für einen Fußballspieler?"

    Möchte ich, dass man darüber nachdenkt...

    Beispiel:

    Ah... ein Fußballspieler... ist auf dem Rasen beheimatet. Macht es dann Sinn, den Test auf der Laufbahn zu machen? Hmm... muss ich mal genauer darüber nachdenken.

    Ah... beim Laktattest... wird alle 3-4 Minuten die Belastung erhöht... Hmm... im Fußball hab ich aber keine konstante Belastung sondern wechselnde... ist es dann für mich aussagekräftig?


    Ah... es gibt ja unterschiedliche Typen... ein Sprinter hat mehr weiße Muskelfasern... die können weniger Sauerstoff transportieren... ohne Sauerstoff kommt man schneller in die Laktatbildung... das könnte doch bedeuten, dass ein Sprinter schneller bei diesem Test "sauer" wird als ein ausdauernder... Kann ich dann die Laktatwerte so wie sie kommen auch für meine Planung verwenden...

    Goodie

    Die Dinge die hier bearbeitet werden, hängen direkt mit dem angekündigten Beitrag zusammen. Doch es scheint so, als ob man nicht neue Wege gehen will, sondern sich lieber auf Waldläufe fokussiert... Nur ein Beispiel.


    Trainer E

    Aha... da wären wir bei der Sprachlichen Barriere von DE und AT die Uwe schon angesprochen hat. Also warum hab ich mich dann verzettelt, wenn es sprachlich eine Differenz gibt? Im Englischen gibt es zum Beispiel "Passinggames, Positional Games, Taktical Games, Possesion Games" da wird nur von Spielen gesprochen. Also liegt hier das Problem bei der nicht einheitlichen Sprache, die es aber benötigen würde.


    maider187

    Ich weiß, dass du es Sarkastisch meinst, doch Sarkasmus hat in einer Diskussion nichts verloren. Sarkastisch wird man, wenn einem die Argumente ausgehen.

    Bzgl. meiner Aussage zu Fort- und Ausbildungen:
    Nimm es nicht persönlich, aber du scheinst wirklich noch nicht viel offizielle Fortbildungen des Verbandes oder Ausbildungen des ÖFB besucht zu haben, sonst wären dir einige Dinge etwas klarer auch im Bezug zur Trainingsplanung und -steuerung.


    Wenn du den Waldlauf verwendest um Teambuilding zu machen, warum nennst du es dann Waldlauf und nicht Teambuilding?


    Don Quijote

    Wie kommst du zu der Annahme, dass ich mir keine Gedanken zu den Posts mache?

    Kommt die Dominanz dadurch, dass ich versuche auf jeden Post zu antworten oder einfach, weil es mir Spaß macht und ich sinnloses Zeug poste?
    Die Dominanz auch vielleicht daher:

    Ich poste etwas und dann posten 4 andere etwas im Bezug auf meinen Post. Nun muss ich mehr posten um auf alle 4 Antworten zu können. Daher auch mehr Inhalt und mehr Posts, weil sich meine Antworten mit den Fragenden multiplizieren. Wenn nur 2 Diskutieren würden, wäre es nicht Dominant sondern ausgeglichen.


    Was das zurückhalten betrifft:
    Ich wurde schon darauf hingewiesen und verwarnt.

    Kann es sein, dass du das was ich sage persönlich nimmst und dadurch deine Emotionen ins Spiel kommen?