Beiträge von HansMcMans

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    Die Frage ist ja, was ist ,,zu viel'' ? Lässt sich doch allgemeingültig überhaupt nicht beantworten. Jeder Körper ist unterschiedlich bei der Verarbeitung von Belastungen, einige können permanent ohne Probleme trainieren, bei anderen reicht schon der Weg zum Sportplatz für Probleme mit der Muskulatur.


    Wenn es öfters zu starker Erschöpfung oder Verletzungen kommen sollte, muss man das ganze reduzieren. Durch die weiterführenden Schulen wird das zum Teil aber schon von alleine der Fall sein.


    Ansonsten, lasst die Kinder kicken (oder ähnliches machen), besser wie das sie den ganzen Tag hohle Youtube-Videos gucken.


    Zu Punkt 1: Fussball ist ein Mannschaftssport, ein Vergleich mit Badminton passt nicht. Beim Tennis früher habe ich als 12 Jähriger auch gegen 16 Jährige gespielt, dass lag aber eher daran das ich gut genug war (oder die 16 Jährigen zu schlecht, wie man will) und vor allem, es gibt überhaupt nicht ausreichend Kinder/Jugendliche um dauerhaft reinen Jahrgängen festhalten zu können. Zumindest in den kleineren Klubs. Das ist ja im Fussball (teilweise auch im Handball) anders, aber vor allem sind Fussball und Handball im Gegensatz zu Badminton, Tennis, TT etc. Kontaktsportarten. Lass mal einen nahezu ausgewachsenen 16 Jährigen mit hohem Tempo zu spät in einen Zweikampf mit einem 11 oder 12 Jährigen kommen, kann man den Notarzt rufen.


    Zu Punkt 2: Auch in Ferienfussballschulen wird teilweise auf mehreren Plätzen und aufgeteilt in Gruppen trainiert.


    Zu Punkt 3: Die meisten Trainer sind Ehrenamtlich, teilweise Spielerväter. Da gibt es weder Zeit und oftmals auch kein Interesse mehrere Teams zu trainieren. Auch an Spieltagen ist dies schon von der Organisation nicht möglich, da Teams teilweise am gleichen Tag oder gar gleichzeitig spielen. Habe selber schon zwei Teams zur gleichen Zeit betreut, das geht aber nur wenn man weiß das sich diese nicht überschneiden.


    Zu Punkt 5: Die Lehrer in unseren Schulen sind schon mit 25 Kindern oftmals überfordert, und die sind ausgebildet. Dazu können sich die Kinder nicht auf so einem großen Raum bewegen wie beim Training. Der Überblick über 40 Kinder ist schlicht nicht möglich. Und den Trainer kannst du wahrscheinlich zeitnah in eine Klinik einweisen.


    Zu Punkt 7: Warum sollte man sowas? Mit der Einstellung verfällt mMn. auf Dauer unsere komplette Gesellschaft. Bereits jetzt geht es bei vielen Jugendlichen nur nach Lust und Laune, wer so handelt hat aber einen Mannschaftssport nicht verstanden.

    Ich bin ja aus einem Verband, in welchem die Mädels nur bei gleichaltrigen Jungs mitspielen dürfen. Da wird es in der B naturgemäß schwer.


    Aber bei euch anderen sind ja interessante Konstellationen möglich. Bei uns können die 17-jährigen Mädels ja nur zu den Damen wechseln. Ich weiß gar nicht, ob sie noch bei gleichaltrigen A-Jungs mitspielen dürften.


    Können sie denn den meisten Verbänden könnten noch als 18/19-jährige Mädels in der B mitspielen? Gibt es das und ist das sinnvoll?


    In der A-Jugend spielen dürfen sie nicht bei uns (NFV), nur bis zur B-Jugend. Allerdings können Mädchen hier schon ab dem älteren B-Jugend Jahr zu den Damen wechseln (also mit ca. 16), bei Jungs ist dies hier erst mit Volljährigkeit erlaubt. Warum auch immer.


    Ansonsten dürfen Mädchen 1 Jahr länger in der jeweiligen Altersklasse spielen wie die Jungs. Die Anzahl der einsetzbaren Mädchen am Spieltag ist aber teilweise begrenzt. Das machen dann die jeweiligen Kreisverbände für sich aus, ist von Kreis zu Kreis anders. Dann gibt es noch einmal Ausnahmen für reine Mädchenteams die in Junioren Ligen spielen.

    Das ist eine sehr coole Sache. Machen wir in unserer E1 auch.


    Die Herausforderung ist, Eltern zu finden, die wissens (und fähig ;) ) sind, das Spiel über mit einer Videokamera rumzulaufen.

    Ich habe sowas auch schon einmal überlegt. Wie kommt denn das bei den (eigenen) Eltern und Kindern, sowie beim Gegner an?

    Warum wird bei Mädchen immer davon ausgegangen das sie später in einer Mädchenmannschaft spielen muss. Sie ist 10 oder 11( Habs vergessen). Kann noch mindestens 5 Jahre mit den Jungs kicken.
    Hat irgendjemand bei seinen gleichaltrigen Jungs ein solches Zeitfenster im Kopf.
    Wohl kaum !
    Warum hat dann das Geschlecht irgendeinen Einfluss auf Ihr Standing in der Trainingsgruppe.
    Sie ist sicherlich ein Mädchen, alles andere ist totaler Quatsch.


    Richtig, da Mädchen früher in den Damenbereich können wie das bei Jungs der Fall ist, können sie theorethisch direkt vom (gemischten) Juniorenbereich zu den Damen wechseln.


    Meine Erfahrung ist aber das viele Mädchen nicht mehr B-Jugend spielen wollen, da sie dann eklatante körperliche Nachteile haben - das ist bis zur C-Jugend eher nicht der Fall (teilweise sogar das Gegenteil).


    Trotzdem kann die hier angesprochene Tochter noch problemlos weiter in einer gemischten Mannschaft spielen, bringt ihr sportlich vermutlich sogar noch mehr. Es sei denn sie möchte künftig lieber ,,nur'' unter Mädels kicken.

    Wie soll das möglich sein, wenn die letzte Trainingseinheit Freitags ist? Eine Trainingseinheit vorher (Mittwochs) macht wenig Sinn.

    Ganz einfach, weil einige auch direkt Hinfahren bzw. ein zentraler Treffpunkt oft eher ungünstig ist, da wir auch viele Externe Spieler haben.


    Warum macht es wenig Sinn das früher bekannt zu geben? Wer am WE nicht kann sollte das auch am Mittwoch schon wissen. Und dieses eine Training sollte nun eure generelle Entscheidung über den Kader nicht beeinflussen.


    Am Ende gebt ihr den Eltern und Spielern ja durch die sehr späte Bekanntgabe überhaupt nicht die Chance sich zu organisieren.

    Ich kenne die D2, habe Trainings und Spiele gesehen. Einige der Kinder haben selbst mal bei mir gespielt. Zu sagen die sind ,,schwach'' ist noch beschönigend. Sie verlieren nahezu alles extrem hoch (oft Zweistellig) in der schon Leistungsschwächsten Staffel des Kreises (zugegeben, ein kleiner Kreis).


    In der E-Jugend war eben das Problem das die Mannschaft 5-6 gute bis sehr gute Spieler hatte und 5-6 schlechte bis gänzlich für Sport ungeeignete Kinder (motorisch gravierende Defizite) - hört sich jetzt hart an, ist aber leider so. Ist auch nicht schlimm, dass sind trotzdem nette Kinder die andere stärken haben, nicht jeder ist ein guter Sportler. Muss er auch nicht.


    Wir haben damals trotzdem versucht allen auf die Saison ungefähr gleich viel Spielzeit zu geben (in einem einzelnen Spiel aus meiner Sicht unmöglich), haben wohl die meisten Freundschaftsspiele und Turniere aller Teams im Kreis gemacht, um eben Gegner unterschiedlichen Niveaus zu haben, damit alle Chancen haben zu Spielen und gefordert zu werden.


    Was war das Resultat? In der Liga wurde alles (teilweise hoch) verloren. Obwohl die 5-6 guten Spieler individuell meist gar nicht schlecht spielten. Zum Ende hin bauten sie aber stark ab, weil sie anfingen die Motiviation zu verlieren. Von den schwächeren Spielern haben trotzdem 4 aufgehört, obwohl sie genauso gefördert wurden und spielen durften wie der Rest der Mannschaft. Weil sie schlicht erkannt haben, Fussball ist nicht ihre Stärke.


    In Deutschland werden doch 95% der Kinder die Sport treiben wollen (oder sollen) von den Eltern erst einmal zum Fussball geschickt. Das davon viele aber eigentlich nicht für Fussball geeignet sind, sondern für anderen Sportarten oder Hobbys ist doch nur zu logisch. Das erkennen die meisten im D-C Jugend Alter auch, so zumindest meine Erfahrung aus Jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit. Steckt man die mit Leistungsstarken Kindern zusammen, hören sie eher noch früher auf.


    Sorry, ich bin ja absolut dafür jedem die Chance zu geben Fussball zu spielen, aber so eine Truppe brauche ich nicht - und mein Bruder auch nicht, der fand es als Torhüter auch nicht so lustig damals in der E-Jugend, denn Kinder (auch die Mitspieler) sehen dann nur die 15 Dinger die er aus dem Netz holen musste und nicht die anderen 15 die er Super gehalten hat.


    Dabei geht es mir persönlich auch nicht um Erfolgsdenken (wird einem dann ja sofort immer ausgelegt), wenn ich aber eine Mannschaft übernehme, habe ich mittlerweile schon den Anspruch das die vernünftig Fussball spielen, dafür braucht es eben schon gewisse Grundvorraussetzungen - zumindest von motorischer Seite. Was dann Ergebnisstechnisch dabei rauskommt - zweitrangig. Meinen Erfahrungen nach sind die Ergebnisse ab einem Gewissen Alter den Kindern meist wichtiger wie den Trainern/Eltern (Ausnahmen bestätigen die Regel).



    Die Frage scheint mir aber allgemein zu sein, was man als ,,schwach'' bewertet? Ich glaube das was in eurem Verein ,,schwach'' ist, wäre es bei uns nicht...


    Mal als Beispiele was ich als ,,schwach'' empfinden und erlebt habe:


    - Ein Kind was selbst nach hunderten Erklärungen und Monate langem Training nicht verstanden hat in welche Richtung es spielen muss, in der D-Jugend!
    - Eines welches selbst in der D-Jugend nur rumstand (im Training und Spiel) wie eine Liftfaßsäule und wenn dann mal eine Aktion kam, war es Blümchen pflücken. Selbst wenn ein Gegenspieler mit Ball kam - keine Reaktion.
    - Ein junge war bereits mit dem Weg von der Seitenlinie zu seiner Position (bei Einwechslung) konditionell überfordert. Aber soll ich jetzt mit E-Jugendlichen ständig Kondition bolzen? Zumal man solche Defizite wohl mit zweimal Training die Woche nicht aufholen kann. Da stimmt einfach u.a. die Ernährung nicht, aber das ist nicht meine Aufgabe sondern die der Eltern.



    Kinder mit technischen oder taktischen Mängeln (meisten jene die relativ spät angefangen haben) sind für mich nicht ,,schwach'' - sofern sie eine Grundsportlichkeit mitbringen. Die ersten beiden Sachen kann man zumindest bis zu einem gewissen Grad wieder aufholen und erlernen. Dafür ist man ja eigentlich auch als Trainer da.




    Trotzdem danke für deine Antwort, das Thema hat sich für's erste aber erledigt. Die ersten Spiele der Mannschaft liefen recht frustrierend (wenn auch ergebnistechnisch besser wie ich es erwarte hätte), da kam dann ,,plötzlich'' wieder die Bitte das mein Bruder doch wieder ins Tor der D1 gehen sollte, zumindest bis Saisonende. Wohl auch auf Wunsch und Drängen einiger seiner Mitspieler...
    Er will die Saison jetzt dort zu Ende spielen und dann den Verein wechseln, was er dann eigentlich auch muss, wie weiter oben bereits erwähnt reicht die Anzahl der Spieler für eine weitere Saison nicht mehr, ist auch nicht der einzige der unzufrieden ist und weg will.

    Ist es nicht normal das die meisten Auswahlspieler aus ,,größeren'' Vereinen kommen? Hat ja einen Grund warum das ,,größere'' Vereine sind. Meistens versuchen doch diese schon frühzeitig (noch vor den ersten Auswahlmaßnahmen) möglichst viele der besten Talente im jeweiligen Verein zu versammeln. Hinzu sind die größeren Vereine ja meistens auch in den größeren Orten eines Kreises/Bezirkes, da ist natürlich auch das Einzugsgebiet größer und somit die Chance höher eine höhere Anzahl an talentierten Kindern zu haben.


    Es beschwert sich ja auch keiner darüber das Bayern mehr DFB Spieler stellt wie Mainz oder Hannover. Für mich ist das völlig normal.

    Naja, man legt es negativ aus weil es negativ klingt. Und wenn es ist wie du schreibst, dann wohl auch negativ ist... :whistling:


    Ausserdem drehst du dich im Kreis: Der E-Jugendspieler soll hoch in D1, weil der junge Jahrgang D2 zu jung ist...


    Ich verstehe auch überhaupt nicht wo das Problem liegt mit Jungjahrgang und Altjahrgang eine Mannschaft zu bilden die im Folgejahr eben wieder geteilt wird und im Jahr danach wieder zusammen ... Etc. Aber ich lese in vielen Threads, dass man das auf biegen und brechen verhindern will. Wenn die Spieler dazu nicht da sind dann geht das halt eben nicht. Punkt. In deinem Fall schreibst du auch oft von deinen Ängsten, dass Kinder wegrennen und aufhören. Dann umso mehr: schluss mit reinen Jahrgangs Teams und alle schlafen besser.


    Die Hälfte der D1 ist doch bereits jüngerer Jahrgang (inklusive meinem Bruder). Der Verein hat nur 5 Spieler des Altjahrgangs.


    Den Rest will man nicht hochziehen um zwei Mannschaften stellen zu können, entscheidung des Vereins. Gibt es wie gesagt Gründe dafür und dagegen.

    Die D2 ist ausschließlich jüngerer Jahrgang, wird also nächste Saison sowieso nicht in die C-Jugend kommen. Der ältere D-Jugend Jahrgang ist halt extrem dezimiert, der jüngere C-Jugend Jahrgang leider auch.


    Bringt jetzt auch nichts sich an einem Wort aufzuhängen. Grundsätzliche Erfahrung meinerseits, die kannst Leistungsschwache Kinder genauso behandeln, genauso viel Spielzeit geben wie den besseren - 95% von denen hören im D/C Jugend Alter trotzdem auf. Manchmal leider weil sie von den anderen Kindern rausgeekelt werden (eher noch in der Schule, wo man keinen Einfluss als Trainer hat). Die meisten erkennen aber einfach, dass ihre stärken woanders liegen. Was auch völlig in Ordnung ist.


    Leider haut dir alles oberhalb des Durschnittes ab, wenn man nicht ab einem gewissen Zeitpunkt trennt. Dafür braucht es aber ausreichend Spieler, ansonsten ist halt Ende im Gelände. Bei dem Klub halt spätestens im Sommer.


    Verstehe nicht warum man so etwas immer gleich negativ auslegt, tut man denn sportlich schwächeren Kindern einen Gefallen damit sie gegen Leistungsstarke antreten zu lassen? Wo sie nur auf die Mütze bekommen und keine Stiche sehen? Leider in unserem Kreis keine Seltenheit, da schlicht ein kleiner Kreis. Ergebnisse mit 20 Toren Unterschied oder mehr sind da jedes Wochenende zu beobachten. Macht mir keinen Spaß und ich stand schon auf beiden Seiten! Und weiterentwickeln tut sich dabei niemand.

    Ok danke für deine Ausführungen. Es ist schade, wenn einem für eine an sich normale und positive Angelegenheit nur ein negativer Begriff einfällt. Der wfv zitiert immer Konfuzius: "Denn wenn die Begriffe und Vorstellungen nicht stimmen, dann kann auch das Handeln und Verhalten nicht stimmig sein."


    Für diesen Verein gibt es aus meiner Sicht nur den Weg, die beiden Mannschaften zusammenzulegen. Nicht nur wegen der aktuellen Situation, sondern v.a. auch mittelfristig. Wenn man wirklich in zwei Jahren eine C-Jugend haben will, dann müssten sowieso die "starken" Spieler mit der "Resterampe" zusammenspielen. Es gibt keine Alternative dazu, die D2-Spieler an die D1-Spieler heranzuführen. Das ist die Realität in kleinen Vereinen und kann durchaus auch funktionieren. Steckt halt ein sozialer Gedanke dahinter. Schonmal von Gemeinschaftsschule gehört?? Ohne die Schulsysteme hier diskutieren zu wollen - es gibt für diese Frage nicht nur eine einzige berechtigte Sichtweise!


    Geimeinschaftsschulen sind wohl das gleiche wie Gesamtschulen? Da darf man zwar unabhängiger der Qualifikation aus der Grundschule hin, gibt ab in der Regel auch ein Kurssystem mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad.


    Ich finde eine Leistungsmäßige Trennung, ab einem gewissen Alter (in der F Jugend ist sowas quatsch), durchaus richtig. Das hat positive Effekte für alle Kinder. Muss aber natürlich auch zahlenmäßig möglich sein. Wenn das nicht der Fall ist muss man entweder zusammenlegen (mal dahingestellt wie das ausgehen mag - sicherlich immer individuell) oder hat mittelfristig eine Mannschaft weniger.

    Ein kleiner Nebensatz lässt aufhorchen! Es gibt noch eine D2, aber diese Spieler kommen gar nicht in Frage, in der D9-er mitzuspielen? Was steckt dahinter? Hört sich fast danach an, als ob sowohl der Verein, als auch du (allein schon die Formulierung "Resterampe" *kopfschüttel) hier eine sehr merkwürdige Einstellung zum Jugendfußball zeigt!


    Die D2 ist zahlenmäßig ebenfalls so eng, dass das reine herausziehen von 1 oder 2 Spielern dort mit einer Abmeldung der Mannschaft gleichkommen würde. Womit dann ein wiederrum zu großer Kader für ein Team entstehen würde.


    Ist halt das übliche Dilemma der Dorfklubs, für ein Team sind zu viele Spieler da, für zwei Teams zu wenig.


    Ich habe dem Verein empfohlen trotzdem lieber ein Team zu melden, wie zwei so knapp besetzte. Sehen andere im Verein auch so, wieder andere nicht. Kann hier das für und wieder aber verstehen. Die D1 spielt in einer sportlich starken Staffel, die D2 Spieler wären hier komplett überfordert, da motorisch zum Teil sehr eingeschränkt oder Neueinsteiger, diese Kinder würde den Spaß am Fussball wohl schnell (wieder) verlieren. Denn jedes Wochenende zweistellige Niederlagen machen wohl niemanden Spaß (und die bekommt die D2 selbst in der leisstungsschwachen 7er Staffel noch). Natürlich würde man auch den D1 Spielern komplett die Lust und Motivation nehmen, alleine weil sie (,besonders im Training) nicht mehr gefordert werden und sportlich anderes gewohnt sind.


    Auf der anderen Seite wird die D1 aufgrund der geringen Kaderzahl auch so ,,unter Wert'' abschneiden und mit nur einem Team kann man zumindest jedes WE ein Spiel garantieren und die komplett Absagen drohen nicht mehr.



    Eine ähnliche Situation hatten wir damals in der E2, wir haben damals versucht alle Spieler einzusetzen (unanbhängig der sportlichen Stärke), und jedem versucht möglichst viel Spielpraxis zu verschaffen, haufenweise Turniere und Freundschaftsspiele organisiert so das auf die Saison gerechnet jeder ungefähr gleich viel spielt. Funktioniert natürlich am Ende nicht, weil das die Quadratur des Kreises ist und dabei leider auch viele Eltern nicht so mitmachen. Am Ende haben wir mehrere Starke wie Schwache Spieler verloren, die nun natürlich auch in beiden Teams fehlen.



    Resterampe mag ein fieser Begriff sein, mir fällt dafür aber kein Begriff ein der einen positiven Klang hat. Meine Einstellung zum Jugendfussball ist, dass man jedes Kind mitmachen lassen sollte! Aber: Auf einem für das Kind passendem Niveau. Ich finde eine Leistungssmäßig stark gemischte Mannschaft sorgt am Ende bei jedem Kind für unzufriedenheit, leider manchmal unumgänglich. Auch homogene Teams sollte man weder zu schwach noch zu stark melden. Was leider immer wieder einige Vereine (mit Absicht!) machen. So kann jedes Kind auf einem für sich passenden Niveau spielen, Spaß haben, gefordert werden und Erfolgserlebnisse sammeln ohne unterfordert oder überfordert zu werden.


    Ist doch in der Schule das gleiche, ein Kind mit Hauptschulempfehlung schicke ich nicht zum Gymnasium, andersherum auch nicht. Zur Schule gehen kann trotzdem jeder.

    @Follkao


    Alleine schaffen können sie es eben nicht. Nur mit Hilfe von E-Jugendlichen, welche dann in knapp 2 Monaten 17-18 Spiele machen sollen (da sie auch weiter E-Jugend spielen sollen). Eine Zumutung aus meiner Sicht, wo ich nicht dran glaube das die Eltern mitmachen werden (jedenfalls nicht alle).


    Vom Verein wurde ursprünglich anderes versprochen, daran wollte man sich nach Ende der Wechsel und Meldefrist aber nicht mehr errinern. Dem Obmann geht es bei der ganzen Sache nur ums persönliche Image (Kommunalpolitiker...), die Kinder etc. interessieren ihn aus meiner Sicht nicht. Ich habe selbst Lösungsvorschläge gemacht, welche den Verein nicht interessierten. Habe auch mit anderen Eltern gesprochen, die sind ebenso angesäuert. Eigentlich nur die Frage wer zuerst geht und das Kartenhaus des Vereins einstürzen lässt. Wobei nicht einmal jemand gehen muss, schon 1-2 verletzte Spieler reichen...


    Aber natürlich überwiegt da auch die persönliche Situation, ist das unnormal? Kann man als Verein erwarten, dass die Eltern (in diesem Fall Geschwisterteil) ihr Kind in einer Situation lassen, welches total unschön für das Kind ist? Bei uns ist es jetzt so, dass mein Bruder bei einem anderen Klub mittrainiert hat, die würden ihn wohl auch gerne aufnehmen, aber er möchte auch dort nicht hin. Warum? Aus meiner Sicht fand er das Theater mit dem alten Klub und was die dort abgezogen haben so schlimm, das ihm die Lust auf Fussball fürs erste komplett vergangen ist.


    Es geht nicht darum das jetzt ein anderer Torhüter gefördert werden soll. Der andere Torhüter ist E-Jugendlicher und wird vom Trainer halt noch als ausreichend befunden um aushelfen zu können - aber eben nur im Tor. Ist auf 1-2 anderen Positionen das gleiche. Die ,,arrivierten'' Spieler sollen dann halt auf andere Positionen ausweichen, mag bei Feldspielern auch nichts ungewöhnliches zu sein, für einen Torhüter doch eine enorme Veränderung. Alles nur zu dem Zweck um ausreichend Spieler am Spieltag zu haben - wobei es selbst dann kaum reicht.


    Er könnte in der Spielklasse aus meiner Sicht auch problemlos im Feld mitspielen, möchte er aber halt selber nicht, weil es ihm im Tor halt mehr Spaß macht. Rotation etc. im Tor haben wir auch früher immer gemacht, da es in den Mannschaften zu Teil andere Torhüter gab, trotz guter Leistungen war er aber immer froh wenn er wieder ins Tor durfte.



    Der Verein hat noch eine 7er D2 gemeldet, eine klassische ,,Resterampe'', die würden sie dann wohl zusammenziehen. Die Kids könnten also alle weiterhin spielen. Es wollen aber auch einige andere gehen, scheint mittlerweile eher die Frage zu sein, wer als erstes geht. Nachdem er einmal beim ,,potenziell'' neuen Verein mittrainiert hat, kamen gleich mehre Nachrichten von seinen Mitspielern, die gefragt haben wie das Training etc. dort so ist.



    Wir wollen auch nicht wegen ,,einer'' Kleinigkeit gehen, in dem Verein läuft extrem viel falsch, weswegen ich dann nach Jahren auch mein Traineramt niedergelegt habe (trotzdem schweren Herzens), zur nächsten Saison wollte er sowieso gehen, wir wollten das aber ,,sauber'' machen und erst die aktuelle Saison zu Ende spielen. Nach den letzten Ereignissen (u.a. dem Ausraster des Trainers), möchte er dort aber sofort weg.



    @AKjfv


    Dieses Norweger Modell gibt es in unserem Kreis auch, sogar noch in der A und B Jugend (wobei dort nur noch 9er, keine 7er Teams mehr erlaubt sind).


    Der Verein wird auch zur nächsten Saison keine C-Jugend mehr melden können, bereits jetzt zu wenig Spieler und die Tendenz geht eher in die Richtung des es weniger und nicht mehr werden. Damit würde natürlich auch der aktuell ältere D-Jugend Jahrgang wegbrechen, welcher dann übernächste Saison fehlt, wenn mein Bruder planmäßig in die C Jugend kommen würde.

    Warum hat euch der Verein mit Sperre gedroht?
    Hat er schon mitbekommen, dass ihr Wechselabsichten habt?


    Ich war jahrelang selber - ehrenamtlich - Trainer in dem Verein. Geht dem Obmann wohl eher ums persönliche. Die suchen einen Sündenbock für die Situation der Mannschaft (leider mittlerweile kein Einzelfall in dem Klub), wenn ein Spieler dann während, oder zumindest zu Beginn der Saison, wechselt, kann man diesen natürlich leicht als Sündenbock auswählen. Mit einer Sperre kann man das ganze natürlich untermauern. Denen geht es eher ums wahren des eigenen Images.


    In unserem Verband muss man sich bis zum 30.06 abmelden beim alten Klub, passiert das nicht wird der Spieler automatisch 3 Monate ausgehend vom letzten Pflichtspiel gesperrt. Gibt der aktuelle Verein keine Freigabe, werden es sogar 6 Monate. Diese Freigabe droht man eben zu verweigern.



    Ja, bevor er beim Training des anderes Klubs teilgenommen hat, bzw. eine Teilnahme überhaupt erst angefragt wurde, haben wir seinen (noch) aktuellen Trainer darüber informiert.

    Habt ihr denn die Option "Gespräch mit dem Trainer" schon versucht? Dein Bruder kann ja klar sagen: "ich bin hier der Torwart" und gucken was passiert. Erst nach einer Diskussion und wenn alle Argumente auf dem Tisch liegen, dann kann er eine Entscheidung treffen...
    Man redet nämlich häufig übereinander aber nur noch sehr selten direkt miteinander!


    Der Trainer hat das gestern in einer Besprechung so kundgetan. Ich habe ihn dann heute - vor dem ersten Spiel - drauf angesprochen. Es kam nur Politikerhaftes geschwafel, keine wirklichen Aussagen. Habe ihm gesagt das ich es nicht in Ordnung finde, wenn die vorhanden Spieler dann so ,,geopfert'' werden, gerade für einen TW ist das natürlich dramatisch. Daraufhin ist er ausgerastet und hat den Brüllaffen makiert. War mir zu doof, bin gegangen und habe meinen Bruder wieder mitgenommen.

    Hallo,


    nun bräuchte ich auch mal euren Rat.


    Mein jüngster Bruder spielt seit der G-Jugend Fussball, mittlerweile ist er jüngerer D-Jugend Jahrgang. Er spielte in dieser Zeit eigentlich durchgängig im Tor. Ist für ihn auch kein Problem, er möchte eigentlich auch nur im Tor spielen - macht ihm deutlich mehr Spaß wie im Feld.


    Letztes Jahr hat er als E-Junior bereits durchgängig in der 7er D-Jugend gespielt, die Mannschaft war auch relativ gut und homogen. Hat ihm ingesamt viel Spaß gemacht.


    Nun hat der Verein dieses Jahr eine 9er D-Jugend gemeldet aus den beiden Jahrgängen 2005/2006, was ansich ja auch normal und vernünftig ist. Allerdings haben einige Spieler den Verein verlassen, so dass es lediglich einen Spielerkader von 10 Kindern für diese Mannschaft gibt (wovon ein 2005er eigentlich eher in der C-Jugend spielen soll und nur ,,Aushilfe'' wäre). Gerade wenn man die üblichen Absagen für jedes Spiel betrachtet ist die Mannschaft eigentlich nicht Spielfähig aus meiner Sicht.


    Wir hatten uns nun einen anderen Verein in der Umgebung angesehen, welcher meinem Bruder auch gut gefällt. Der dortige Trainer würde ihn wohl auch gerne in der Mannschaft haben.
    Grundsätzlich würde er dort gerne hinwechseln, wir haben uns aber zunächst entschieden dies erst zur nächsten Saison anzugehen. Er wollte seine aktuelle Mannschaft nicht im Stich lassen (bei 1-2 weiteren Abgängen werden die wohl komplett abgemeldet) und sein aktueller Verein hat bereits gedroht ihm die Freigabe zu verweigern, so dass er erst 2018 wieder an Punktspielen/Turnieren teilnehmen könnte.



    Nun möchte der Trainer die Mannschaft an den Spieltagen mit E-Jugendlichen auffüllen, damit sie Spielfähig ist. Da die Anzahl der ,,sportlich brauchbaren'' E-Jugendlichen in dem Verein aber mehr als gering ist und diese dann auch nur auf 1-2 Positionen einsetzbar sind (zumindest auf dem D-Jugend Niveau) ist die Situation nun so, dass die vorhandenen D-Jugend Spieler auf andere Positionen ausweichen müssen. Für Feldspieler vlt nicht das riesen Ding - für meinen Bruder bedeutet dies aber konkret, es soll ein E-Jugendlicher seine Position im Tor bekommen und er dann den Back-Up im Sturm geben.


    Er ist jetzt natürlich extrem enttäuscht und seine Lust auf Fussball ist aktuell ziemlich verflogen.



    Was meint ihr, sollen wir nun direkt den Verein verlassen? Trotz drohender Sperre und dem ,,Gefühl'' die anderen Kindern im Stich gelassen zu haben. Oder sollen wir am aktuellen ,,Plan'' festhalten mit der Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation während der Saison (welche ich aber eher nicht erwarte, bzw. nur in der Hallensaison)? Oder sehen wir das einfach viel zu eng?