Beiträge von Fantomas

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    also überall das gleich, sowohl im berufsleben als auch beim hobby, willst du an die pfeffersäcke gilt nicht nur das talent, wille, können und disziplin. du brauchst im richtigen moment den türöffner oder einen der dabei ein wenig hilft, dann muss du dich aber ab U17 selber durchbeissen oder wirst entdeckt (0,01%) mit 22 oder 23 in der bezirksliga, weil einer in dir was sieht. es spielen viele zufälle eine rolle.

    Stellst Du 10 Leuten die Frage, wo Leistungssport im Jugendfußball anfängt, bekommt Du 11 verschiedene Antworten. Es konstruiert sich einfach jeder seine eigene Definition und rechtfertigt damit alles.
    Für mich kann Leistungssport erst ab der U15-Regionalliga im NLZ stattfinden. In aller Regel hast Du nur dort die für (Jugend-)Leistungssport erforderlichen Rahmenbedingungen (Wettkampflevel, medizinische/psychologische Betreuung, Trainingsintensität, überregionale Förderung usw.).

    Aber manch einer nennt evtl auch die zusammengecastete U9 in einem ambitionierten Amateurverein Leistungssport...

    So sieht es aus. Kenne etliche Vereine die ihre U9 Elite-Team nennen und gegen NLZ U9 auch regelmäßig gewinnen. Sind top ausgestattet, Eltern sehr engagiert und nehmen jedes Wochenende 2 Spiele in Kauf. Da wird auch jedes Jahr neu sortiert und gescoutet von kleinen Vereinen.
    Der Braten reicht max. mit Elite bis zur U14, weil die Vereine ab der U15 keine wirklichen Teams haben die hoch spielen, dann wechseln diese Spieler zu anderen Amateurvereinen die in der A-B Jugend sehr hoch spielen. Ob das nachhaltig sei mal dahingestellt und die 1 Herren ist zusammengewürfelt und da spielen max. 1-2 Spieler aus dem Nachwuchs mit.

    Ich persönlich finde die Idee von Festivals richtig gut und ich hab schon paar besucht.
    Ich könnte mir auch besser vorstellen alle 2 Wochen an einem Festival (ähnlich wie ein Turnier) mit straffen Programm und vielen Spielen gegen verschiedene Mannschaft teilzunehmen als ein Spiel mit 2 x 25 Minuten und dafür 4 Stunden zu investieren.
    50 Min Spielzeit. 1 Std vorher treffen, 2 Std für An- und Abfahrt einplanen.
    Nach dem Spiel schaut jeder Trainer/Elternteil auf die Tabelle entweder mit einem lächeln und grinsen oder ist schlecht gelaunt beim Anblick drauf und demotiviert und will es jede Woche hinschmeissen, weil es sich nicht lohnt der Aufwand.
    Die Kids bis E-Jugend interessieren sich kaum für Ergebnisse und Tabellen.
    Wenn Vereine gut organisiert sind, können die hier nebenbei gute Einnahmen generieren bei den Festivals.
    Genug Spielzeit für alle Kids, keiner sitzt auf der trögen Ersatzbank und bohrt in der Nase herum und fragt den Trainer über den Spielstand. Win Win für alle.

    Ich hatte schon mehrere Co-Trainer und da hab interessanterweise auch nicht das erste Mal gehört das mein Training (seit der D-Lizenz und noch höher seit der C-Lizenz) für einen Dorfverein wie der unsrige ein zu hohes Niveau hat und wir mit 3x die Woche zu oft Trainieren (U11)


    Genauer Wortlaut: "Bewerte das was du beim Kurs gelernt hast nicht über, die zeigen einen dort ja nur was man bei einem Bundesliganachwuchs trainiert. Ein Dorfverein wie unserer kann das nicht brauchen."

    Also ich versteht nicht warum man sich kleiner machen sollte als man ist.

    Hä, ist doch ein Lob an dich , halt eben nicht gut verpackt.
    Wie kann man sich den deinen Dorfverein vorstellen?
    Es gibt Dorfvereine da ist richtig Leben drin, was ich mir bei meinem Stadtverein wünschen würde. Eine Identität.

    Ich hab mein Co-Trainer auch über die Osterferien das Training überlassen.
    Ich habe ihm keine Vorgaben gemacht - so what .
    Rückmeldung war eher mittelmäßig.
    Der Co-Trainer spielt noch selber in einer Amateurmannschaft und sein Sohn im Team.
    Ich mische mich grundsätzlich nicht in den Trainingsablauf ein, nur wenn ich gefragt werde als Lizenztrainer mit Erfahrung und es erwünscht ist. Credo: jeder macht das was er kann und sich zutraut. . Es ist sowieso schwierig Leute zu finden die überhaupt als Co-Trainer mitmachen wollen und vor allem noch zuverlässig sind und in der heutigen Berufswelt noch Zeit haben.

    Die Lösung wäre doch "easy peasy lemon squeezy".
    1. Alternative wären doch FS-Spiele gegen schwächere Teams, dann kann dein Co doch diese betreuen und jedem genug Einsatzzeiten geben und du machst dir einen schönen Sonntag.
    2. Dann ist es aber auch schwierig die Balance im Training zu finden wenn die Leistungsunterschiede zu groß sind aber mit einem co-Trainer kann man das gut ausbalancieren. und jeder bekommt seine entsprechende Fokussierung. Mal macht der Chef die schwächeren mal der Co-Trainer.

    Die Diskriminierung findet in meinen Augen statt, wenn öffentlich-rechtliche Sender 5 Spiele der Herren und keins der Damen zeigt. Und das war viele viele Jahre der Istzustand. Inzwischen zeigt man auch die Damen.
    Woher soll man denn die Damen kennen, wenn sie nicht im TV präsentiert werden?

    Das ist ungefähr so, wie mit den Sportarten, von denen man während Olympia die Top-Leute kennt - in den anderen 3 Saisons hat man aber keine Ahnung davon.

    Auch hier ist es doch die Frage, warum es während Olympia funktioniert und ansonsten nicht?
    Im Winter wird jedes Wochenende Rodeln, Bob, Langlauf, Snowboard, Alpin, Nordisch, und Skisprung gezeigt. Gerade die ersten vier finde ich persönlich gähnend langweilig. Aber sie werden gezeigt. Steigt automatisch auch irgendwann der Bekanntheitsgrad, die Werbeeinnahmen, das Interesse der Leute? Wahrscheinlich, oder..?
    Ich glaube, dass es so rum auch funktioniert - also über Medienpräsenz das Interesse zu pushen. Radsport, Tennis, Formel 1, selbst Galoppsport war mal präsent.
    Was aber bei fast allen oben genannten Sportarten gilt ist, dass zwischen Männern und Frauen in der Medienpräsenz nicht unterschieden wird - nur beim Fußball und das darf man dann schon als Diskriminierung ansehen.

    wird das jetzt eine Neiddiskussion?

    Ich verstehe ihr seit in einer Zwickmühle. Das heißt er ist seit 4 Monaten ohne Spielpraxis und bis zur neuen Saison sind es noch 5 Monate. Also ingesamt 9 Monate ohne Spielpraxis in diesem Alter ist nicht zu unterschätzen. Hier zählt jede Minute Training und Spielpraxis, wenn man sich entwickeln will. Ich würde an Eurer Stelle mich aber weiterhin in den Dienst des aktuellen Team stellen und die Saison ordentlich zu Ende spielen und mir keine Gedanken über die Ablöse machen. Das sollen die Verein untereinander ausmachen und nicht die Eltern vorschieben.


    Fantomas Genau. Das Leistungsniveau ist von Anfang an niedrig gewesen. Mein Sohnemann hat "früher" immer eine Altersklasse höher gespielt. Im jetzigen Verein wollte in seiner AK spielen. Im Laufe der Saison kam er zu mir und meinte, das er das Gefühl hat sich nicht weiter zu entwickeln, er aber leistungsbezogener trainieren und spielen will. Da steckst ja auch nicht drin wenn Kinder eigene Ideen entwickeln. Jetzt merkt man im neuen Verein, wie groß so eine Lücke in knapp einem Jahr werden kann. Die Jungs sind stark und schnell. Da hat er eine Aufgabe ;) Ich bin gespannt und zuversichtlich.

    und klappt alles so wie ihr es euch vorgestellt habt?

    schon verrückt die Tatsache, das wir uns Trainer in unserer knappen Freizeit noch Gedanken machen wie wir fremde Kinder zum Training bekommen. In meiner Jugend war das Training und Spiel das Highlight in der Woche neben dem Schulstress.
    1 Hat der Stellenwert des Fußballs generell abgenommen? Verein als solches seiner Zeit hinterher (also das Produkt zu billig)
    2. Oder sind es eher andere sozial-gesellschaftlich Hintergründe hinter diesem Phänomen, daß es keine Verbindlichkeit mehr gibt
    Ich würde gern das Thema vertiefen.

    Das kenne ich eher umgekehrt, im Training ein Auftreten das ich denke, die kannst Du nie in ein richtiges Spiel schicken und am Wochenende ist der Einsatz da der nötig ist für einen Wettbewerb.


    Aber der Grund für meinen Frustabbau in diesem Thread ist ein anderer. Eine Spielerin die sich unheimlich gut gemacht hat und im ersten Jahr Fußball enorme Fortschritte hinbekommen hat schreibt mir heute, dass sie nicht mehr spielen darf oder will. Oder beides. Kann ich noch nicht so richtig deuten. Muss und will sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Sie ist wohl in der Schule etwas abgesackt. Vermutlich nicht wegen Fußball, so aufwendig wird der bei uns nicht betrieben. Aber bei schlechten Noten gibt es halt immer die Eltern die dann den Komplettstecker ziehen weil es liegt ja am Fußball, ab jetzt wird vermutlich alles besser. Ach man. So schade, die war wichtig auf und neben dem Platz. Echt frustig gerade.

    Ja, habe da auch 1-2 Kandidaten im Team. Läßt die schulische Leistung nach, kommt umgehend das Sportverbot. Wie Armselig vom Elternhaus.

    Wenn du deine Mannschaft nicht zum Spielbetrieb meldest, darfst du auch keine offiziellen Freundschaftsspiele machen.

    Ausserdem ist diese Idee der größte Mist, den man als Trainer machen kann. Entweder nimmt man als Vereinsmannschaft am geregelten Spiel und Trainingsbetrieb teil, oder die Kinder und Jugendlichen gehen nach Lust und Laune auf den Bolzplatz.

    Pudert den Jungs und vor allem den (nichtintetessierten) Eltern nicht den Hintern, sondern macht klare Vorgaben und zeigt Rückgrat.


    Sorry wenn ich das so direkt sage, aber bei sowas hätte ich die faxen dicke

    Wie vieles hat es natürlich auch eine Vorgeschichte. Es kommt nicht alles so einfach zusammen. Wahrscheinlich hätte ein erfahrener Trainer anders gehandelt und sich mehr Zeit genommen vor der Aufnahme von Kids, mit den Eltern gesprochen und ihnen klar gemacht, was auf Sie zukommt, wenn Ihr Kind im Verein seinem Hobby nachgeht. Ich selber hätte gleich einen Betreuer bestimmen sollen, der sich ,der sich genau um diese Angelegenheiten kümmert. Wer konnte das vorausahnen.

    Ich habe viele Jungs aufgenommen vor knapp 2 Jahren, damit wir überhaupt eine Truppe hatten um am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Da waren auch viele Jungs dabei, die eher auf den Bolzplatz gehören als in einen Verein mit seinen Verpflichtungen.

    Die kannten garnicht, daß man pünktlich zum Training kommt, sondern eher wie auf dem Bolzplatz sich trifft und geht wann man will oder spielt so lange man Lust hat. Mit der Zeit haben sich aber alle Jungs gut eingefügt und ihnen macht es Spass Teil des Teams zu sein.

    Einige haben aufgehört jedoch der Großteil ist geblieben. Die Entwicklung ist gut bis sehr gut bei einigen Spielern , durch das regelmäßige Training bis 3 x Woche. An Zuwachs im Team kann ich nicht meckern. jede Woche kommen 1-2 Probespieler.

    Am Anfang zeigten die Eltern ein wenig Interesse aber da man ja alle 2 Wochen ein Auswärtsspiel hat, war ihnen das wohl zu anstrengend und zogen sich immer mehr zurück oder meldeten die Kinder nicht zu den Auswärtspielen an oder haben sich nicht mal um eine Mitfahrgelegenheit gekümmert. . Ich war ihr Hauptansprechpartner. Ich habe auch mal Kids mitgenommen aber habe das irgendwann gelassen. Ab und zu kam mal, kann jemand mein Kind mitnehmen. Am Anfang haben paar zuverlässige Eltern mitgenommen aber auf Dauer hatten die auch keine Lust den Fahrdienst zu machen für fremde Kinder. Ausreden gibt es natürlich en Masse warum das Kind nicht zum Auswärtsspiel kann. Deswegen kam die Idee (noch nicht verkündet) sich als Mannschaft nur für Freundschaftspiele anzumelden aber auf Dauer geht das wahrscheinlich nicht gut. Danke für die Feedbacks und Einschätzungen bisher.

    Das mit dem Elterninteresse kenne ich. Bei den Kleinen kommt man noch mit, weil die Kleinen halt betreut werden müssen. Bei den Größeren, die das alleine hinbekommen, freuen sich dann die Eltern, dass sie ihre Ruhe haben. Es ist halt auch einfach so, dass manche Eltern schlicht kein Interesse am Jugendfußball haben.


    Nur Freundschaftsspiele? Bekommt man denn da überhaupt ein paar zusammen? Bei uns in der Liga ist, sobald die Saison angefangen hat, fast jedes Wochenende Spiel, da bleibt kaum Zeit für FS.


    Wenn Du diese Probleme wirklich lösen willst, wirst Du um einen Team-Abend mit Spielern und Eltern nicht herum kommen.

    Klar, Elternabend mit Spielern kann man organisieren, mache ich auch beruflich, wahrscheinlich kommen dann die sich für ihre Kids sowieso interessieren. Damit würde ich sicherlich den einen oder anderen kurzfristig aktivieren aber langfristig schleicht sich dann wohl die alte Gewohnheit durch und man hat das Problem nicht gelöst sondern nur temporär verschoben. In der Schule ist das natürlich anders, da kann man schon die Konsequenzen aufzeigen.

    C-Jugend ohne Spielbetrieb ist normalerweise schwierig, da normale Breitensportmannschaften mit ihrem Ligabetrieb so ausgelastet sind, dass selten zusätzlichen Freundschaftsspiele ausgemacht werden. Zusätzliche Spiele machen eher Leistungsteams bzw. ambitioniertere Mannschaften. So wie Du diene Truppe beschreibts wäre das aber der Entwicklung eher nicht förderlich. (eine ähnliche Gefahr sehe ich aber auch, falls die Mannschaft im nächsten Jahr in der D-Jugend bleiben sollte)

    Breitensport nur mit Freundschaftsspielen wird spätestens ab der D-Jugend wirklich problematisch. Entweder Du findest keine Spielpartner, oder die, die zur Verfügung stehen sind deutlich ambitionierter und stärker als die eigene Truppe.

    Die Problematik ist mir bekannt mit den ambitionierten Teams. Deswegen machen das ja in der Regel NLZ der unteren Jahrgänge, das sie nicht am Spielbetrieb teilnehmen und sich nur mit Ambitionierten messen auf Leistungsvergleichen oder Testspielen. Ich dachte auch nicht an jedes Wochenende, sondern nur alle 2 oder 3 Wochen, wenn eine andere Mannschaft Spielfrei hat. Klar Ligabetrieb ist einfacher für Breitensportteams, da ist schon alles organisiert.

    Das ändert nichts aber an der Tatsache, das die Kids wollen, jedoch die Eltern keine Lust haben ihr Kind zu unterstützen. Wir reden hier von bald 13jährigen. Noch wilder, läuft es nicht in der Schule, wird sogar Fussballverbot erteilt. Was wäre die Konsequenz?

    Ich habe derzeit ein U13 Team. Das Team trainiere ich seit 2 Jahren. Wir spielen nicht um den Aufstieg, wir bewegen uns eher im Mittelmaß.
    Wir sind eine Mannschaft die ordentlich verteidigt, taktisch versiert und relativ gut mithalten kann gegen jeden Gegner in der Liga.
    Das Training ist wunderbar mit den Jungs in der Woche. Wir trainieren eine Woche 2 x mal und eine Woche 3 x mal die Woche.
    Im Training ziehen alle mit, haben Spass, es ist richtig Zug drin und neue Spieler integrieren sich schnell.
    Wir machen Weihnachtsfeiern, gehen auf Bundesligaspiele, Klettern.
    jedoch erlebe ich mehr mehr das Desinteresse der Eltern.
    Zu den Spielen kommen immer die gleichen 4-5 Eltern.
    Einige Jungs brauchen immer eine Mitfahrgelegenheit bei Auswärtsspielen, da die Eltern sich nicht rechtzeitig darum kümmern oder noch schlimmer die Jungs oder Eltern sagen nicht zu den Auswärtsspielen zu.
    Wir haben leider im Verein kein VW-Bus mit 9 SItzer den mal ausleihen könnte für die 4-5 Spieler.
    Bei den Spielen wirkt mein Team immer gehemmt und lustlos, quasi kommt es mir vor als wäre es eine Qual für Sie um Punkte und Tore sich zu quälen.
    Vor und nach dem Spiel ist immer gute Stimmung in der Kabine.


    Mein Gedanke ist, daß ich das Team nicht in der kommenden Saison in den Ligabetrieb anmelde und nur FS-Spiele mache und zu Turnieren gehe.
    Also raus aus dem Wettbewerb jedes Wochenende.
    Was meint ihr oder habt ihr schon ähnliche Erfahrung gemacht?
    Macht es Sinn 1 Jahr nur FS-Spiele und Turniere zu gehen, damit Sie sich weiter ordentlich entwickeln ohne den ganzen Ligabetrieb?