Das 3:3 lässt sich sehr gut variieren. Hier einige Anregungen, quasi als Praktiker-Baukasten. Damit sollte man einen Monat auskommen, ohne eine Variation zu wiederholen.
- Schusszone einrichten, es zählen nur Tore, die innerhalb der Schusszone geschossen werden.
- Als Funino mit jeweils 2 Toren. Variation davon jede Mannschaft spielt diagonal auf 2 Tore. Variation, diese durch Leibchen kennzeichnen und im Spiel verändern.
- Mit neutralen oder nichtneutralen Außenanspielern. Auf den Seiten für das Spiel in die Breite, auf den Grundlinien für das Spiel in die Tiefe.
- Als Variante: Trainer ruft "uno", "dos" oder "tres" uno=Wechsel der Spielrichtung auf die gespielt wird, dos= Ballbesitz wechselt, tres=beides gleichzeitig
-Wie oben erwähnt, mehrere Bälle bereit halten, damit nicht Zeit durch Ballholen verloren geht. Evtl. mal einen kleineren Ball oder Tennisball reinwerfen.
- Kontaktbegrenzung (bin ich kein Fan von, kann man aber machen), Pflichtkontakte
- Als Überzahlspiel 3:2, dafür z.B. die Überzahlmannschaft Pflichtkontakte, die Unterzahlmannschaft keine oder die Unterzahlmannschaft bekommt einen Torvorsprung.
- Ohne Tore mit Überdribbeln der Grundline
- Ohne Tore mit kontrolliertem Pass an einen Mitspieler, der hinter der Grundlinie annehmen muss und dann sofortiges Weiterspielen mit Spielrichtungswechsel
"Trockene" Technikübungen jeweils nur kurz, dass die Kinder nicht genervt sind und als Variation möglichst immer mit Torabschluss verbinden. Evtl. die Gruppe teilen (eine Gruppe beim 3:3) (eine Gruppe beim Techniktraining mit Torabschluss.
Ab und zu ein 3:1 oder 4:2 auf Ballhalten. Damit es nicht zu langweilig wird, kann man beim 4:2 oder 5:3 nach einer Anzahl von Pflichtkontakten einen Torschuss auf kleines oder großes Tor zulassen. 4:2 +2 mit Felderwechsel.
Vielseitige Bewegungsschulung möglichst in Wettbewerbsformen anstelle von vorgegebenen Aufwärmübungen. Leibchenfangen, Kettenfangen, als Variation auf sehr begrenztem Raum auf nur auf einem Bein, Fangen mit Dribbeln eines Balles.
4 gewinnt (16 Hütchen, Ziel eine Mannschaft hat 4 Leibchen in einer Reihe), bei jeder Runde eine andere Vorgabe an das Hin- und Zurücklaufen (mit Ball, ohne Ball, mit Pass, Rückwärtslaufen etc.)
Evtl. mal einen oder 2 Spieler eines Teams, das ein Jahr älter ist, mitspielen lassen, damit neue Reize gesetzt werden und sich die Jungs was abschauen können. Ich persönlich würde den Fokus nicht so sehr auf die Schwächen legen, sondern allgemein und breit gefächert weiter machen.
"Ich habe eine D-Jugend übernommen" hörte sich so an, als wärest Du neu zum Team dazu gestoßen. "Seit der Minikickerliga" hört sich wiederum ganz anders an. Nach 5 Jahren mit einem Team, sollte man sich aber auch mal ehrlich fragen, was man dem Team noch geben kann oder ob es nicht einfach sinnvoll wäre, dass die Jungs durch einen neuen Trainer besser mal einen anderen Input bekommen. Mir ist nicht bekannt, dass es in leistungsorientiert spielenden Vereinen üblich wäre, dass ein Trainer die Jungs so lange trainiert.