Beiträge von Trainer E

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    Ich habe 2 2008er die bei den 2006ern ohne Probleme mithalten können und auch genug andere Beispiele... der körperliche Unterschied ist auch nicht gross. Beide 1,60 knapp und drahtig. Gehören zu den grösseren. Aber selbst darum gehts gar nicht... ich finde es sehr interessant wie du deine Meinung immer als allgemeingültig darstellst... vor allem den hinweis auf die eltern die vor stolz platzen(warum eigentlich??? ) vor dem Hintergrund das goodie von ihrem sohn berichtet hat, finde ich grenzwertig...

    Weil es für die Kinder nicht gut ist. Die Altersspanne ist schon innerhalb der bestehenden Einteilung immens. Wenn man Kinder hochzieht, ist sie zu groß, als das Kinder das bewältigen können. Logischerweise ist bei Kindern, die hochgezogen werden, dann auch immer dieselbe Entwicklung zu beobachten, nämlich dass sie Zweikampfvermeidungsstrategien entwickeln, d.h. i.d.R.: Bolzen.

    Dann wurden Kinder aus falschen Gründen hochgezogen und nicht weil Sie besonders talentiert sind.

    Diese Entwicklung ist nicht bei Kindern zu sehen, die richtigerweise im höheren Jahrgang spielen.

    Kinder können das bewältigen und zeichnen sich auch im höheren Jahrgang durch stärke im 1gg1 und individuelle Klasse etc. aus.

    Das sehe ich anders. Auch extreme Überforderung halte ich in einem gesteuerten Rahmen (also ≠ Ergebnisse wie ein 23:0!) aus Ausbildungssicht für sinnvoll.

    ich weiß nicht was an einem 23-0 sinnvoll sein soll.

    Es gibt also einen mehr oder weniger großen Zeitkorridor, in dem trotz Überforderung die Motivation erhalten bleibt. Diesen Korridor nutzen wir zur Ausbildung. Das funktioniert sehr gut in einem zeitlichen Rahmen von 5-10 Minuten. Wir provozieren so unsere schwachen Kids, sich zeigen zu müssen. Und wir provozieren Erfolgserlebnisse. Das ist dann natürlich kein mega gelungenes Dribbling, aber etwa ein gewonnener Zweikampf. Die Kinder freuen sich, dass sie die zuvor von unseren starken Kids herausgespielte Führung gehalten haben. Sie erfahren sich als wichtiger Teil des Teams. Sie erfahren, dass sie Verantwortung übernehmen müssen und können. Sie erleben, dass sie sich auch gegen körperlich überlegene Kinder etwas trauen dürfen und können.

    Also wenn ich das richtig verstehe, dürfen die -schwachen- Kids sich ein Erfolgserlebnis holen, weil Sie ein Ergebnis halten dürfen, das die starken herausgespielt haben? WEnns schiefgeht, kommen dann wieder die starken rein, damit das Ergebnis stimmt?!?

    Und dieses -Erlebnis- nutzt Ihr zur Ausbildung der Kids. Na dann ist ja alles gut. Das die Kinder die Zweiklassengesellschaft bei euch irgendwann erkennen, und sich als Erfüllungsgehilfen der -Guten- sehen, ist für euch kein Problem? Oder ist das auch euer Ausbildungskonzept?

    Der Grund warum man jüngere Talente nicht hochziehen soll, erschließt sich mir nicht.

    mir auch nicht. Ich habe 2 2008er die in der d1mit 2006ern zusammenspielen. Und nein, falls das Argument kommt, nur defensiv weil körperlich stark entwickelt, so ist es nicht. Individuell ebenfalls auch bei 2006ern überlegen. In der e restlos unterfordert. Nur vereinswechsel mit starken Gleichaltrigen würde sinn machen... dagegen spricht sozialisierung und entfernung zu diesen vereinen...

    E Jugend 4+1. Genauso würde es m.e. auch Sinn machen!!! Im Training ner F Jugend mal dann keine Flanken und Kopfbälle -einstudieren- sondern sich am Spielbetrieb orientieren(für die für die das einzig und allein zählt) und das Training kindgerecht und altergerecht durchführen, ganz im Sinne der fußballerischen Entwicklung!!! Alleine Funino im F Bereich würde viel Unsinn auch schon im Training ausschließen. Denn die erfolgsgeilen Trainer, die auch im Funino nicht zu ändern wären, würde wie oben erwähnt, das Flanken/Kopfball üben und ähnlichen Unsinn sein lassen, allein weil es Ihnen nichts mehr bringt. Das wäre, unabhängig von der Intention dieser Trainer, schonmal ein Fortschritt.

    Letzten Endes geht es immer um die handelnden Personen luibo hat da Recht.

    Wir haben hier Funino Turniere ausgerichtet vom Verein( E&F), weil es leider flächendeckend nicht der Fall ist bei uns.

    Die Resonanz der Vereine war immer gut. Manche Vereine haben, wie wir es auch versuchen(und leider zu oft noch scheitern), den Trainingsbetrieb bis einschließlich E Jugend auch auf Funino und H. Wein Modell umgestellt. Die Resonanz hierzu ist mehr als positiv. Die Erfahrung ist, das eher -ergebnisorientierte- Trainer das Modell Funino ablehnen.

    Wir haben für uns entschieden, das das Modell an sich schlüssig ist, weil es unheimlich viel inkludiert, was für uns wichtig ist. Die Vorteile der Ausbildung zähle ich hier nicht mehr auf.

    Der DFB Stützpunkt unterstützt uns hier. Weil es den handelnden Personen um eine gute Ausbildung der Kinder geht und nicht aus Selektions- oder Scouting gesichtspunkten!!!

    Zum Thema Funino an sich haben und dem umgesetzten Training wir uns Meinungen und Feedbacks von verschiedensten Stellen eingeholt. Wichtig auch mal das Spieler der ersten MAnnschaft so ein Training absolvieren und

    als Feedback geben, das Ihnen genau das in Ihrer Jugendausbildung gefehlt habe.

    Man kann sicher eine Umsetzung durch zig Gegenargumente verhindern, die alle nicht belegt sind, oder man macht

    es einfach und erfährt es selbst und durch die Feedbacks der Kinder und deren Entwicklung.

    Wichtig ist, das es sich um ein leicht umsetzbares Training handelt, das auch der Vater Trainer umsetzen kann.

    Die Frage ist nicht ob er es perfekt macht, sondern die Frage ist, ob mögliches Falsches Trainieren hier häufiger vorkommen kann, als beim -youtube raussuch Training-.

    Die Frage ist eindeutig zu beantworten.

    Für mich gibt es daher nur 2 Möglichkeiten:

    Ganz pragmatisch:

    Entweder ich lasse mich auf neues ein, und erfahre selber.

    oder:

    Ich lasse es sein. Entweder weil ich meine, noch tollere Ideen zu haben(die aber bitte andere umsetzen sollen), oder weil ich einfach keine Lust habe, meine alten Pfade zu verlassen.


    Für mich ist klar, das ich lieber neues, was mir schlüssig und gut erscheint, umsetze, anstatt an allem krampfhaft etwas finden zu wollen, was mich hindert, meine ausgetretenen Pfade zu verlassen. Das ist nämlich der Geist der jede Art der Innovation im Kifu verhindert!!!

    Aus Sicht des professionell organisierten Überwachungs- und Sichtungssystems ist es natürlich total praktisch, kleinere Teams im Spielbetrieb zu haben. Denn da können sich starke Spieler weniger gut verstecken. Das ist ja klar, dass die Talentscouts besonders erstmal auf die Ergebnisse schauen. Worauf sollen sie auch sonst schauen, wenn sie sich entscheiden müssen, welche Teams sie beobachten wollen? Sie müssen sich ja entscheiden. Denn es gibt zwar viele Scouts, so viele aber nun auch wieder nicht. Bei 6+1 bekommen sie durch die Ergebnisse allerdings ja nur vermittelt, welches die besten Teams sind, nicht aber, wer die besten Einzelspieler sind. Funino oder 4+1 macht es den Scouts viel einfacher. Und der systemische Druck wird immer größer, die Talente immer früher zu entdecken.

    im 11gg11 können sich dann auch -starke- Spieler besser -verstecken- um den bösen Scouting Leuten zu entgehen.

    Im 3+1 können Sie sich ja -weniger gut verstecken-. Eigentlich ein Vorteil, das sich kein Spieler -verstecken- kann. Man kann es aber auch als Nachteil sehen. Man muß nur nicht von der -Spieler entwickeln- Sicht schauen, sondern die Perspektive ändern...

    MDahlin danke für deinen bericht. Entspricht dem von dr. Lochmann geschilderten Effekten. Dem kann man wieder etwas negatives andichten, wenn man nun will, muss man aber nicht. Dr.Lochmann zu unterstellen das sein antrieb verstärkte Selektion sei, lasse ich unkommentiert. Solche aussagen sprechen für sich.

    In dem bereich definiere ich das so, das es einige individuell starke spieler gibt, die situationen im 1gg1 gut lösen können. hat man -glück-, hat man mehrere davon. hat man -pech-, hat man weniger von der sorte.

    mehr als dieses -Glück- kann man im F Bereich m.e. nicht haben, um eine spielstarke mannschaft zu haben.

    Also ein mehr oder weniger Zufall...

    Trotzdem ich dieses Glück hatte, habe ich nie gg. eine E1 hoch gewonnen. F1 und E1 sind ja schon 2 Jahre Unterschied...

    Andre naja für die Kids ist es schon was besonderes gg. evtl. eine NLZ Buli Mannschaft zu spielen.

    Für den Trainer im ersten Moment vllt. auch. Ich fand das damals auch mal ganz schön. Im Nachhinein hat sich der Mehrwert außer des ERlebnisses nicht wirklich gezeigt. Ich hielt uns damals für spielerisch stark (F Jugend). In einem Spiel haben wir einigermaßen mitgehalten (FS-Spiel), in 2 anderen(Turniere) die Niederlage in Grenzen gehalten. Mehr nicht. Für die Entwicklung der Spieler hatte es keinen nachhaltigen Effekt.

    Diese -Topturniere- habe ich danach nicht mehr gespielt. Ich muß mich nicht mit den Top Jugenden aus Europa messen. Kann ich auch nicht. Ist nicht schlimm gg. gleichstarke oder stärkere MAnnschaften von -kleinen Vereinen- zu spielen. Nur besser für die Entwicklung der Kids.

    Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich daneben, mich über diese Schiene als Diskutant disqualifizieren zu wollen. Was ist denn, wenn ich jetzt "nein" antworte? Sind dann meine Argumente weniger wert?

    Warum stößt Dir die Frage auf? Du hinterfragst mit Vehemenz hier Dr. Lochmanns Beitrag, da ist die Nachfrage doch erlaubt, ob Du seine Arbeit überhaupt kennst? Ist es unwichtig, ob man die Diskussionsgrundlage kennt oder nicht?

    Er erklärt hier in einer Stunde Sachen, die tiefergehend sicherlich über Stunden erklärt werden müssten, wenn man die Hintergründe nicht kennt.

    Für mich ist das schon wichtig.

    Zu Stephan Kohfahl. Man mag von den Camps halten was man will. Da wird aber auach Funino und z.T. nach H. WEin Grundsätzen trainiert. Jedenfalls in der Vergangenheit. Im Interview wird glaube ich sogar M. Lochmann erwähnt.


    https://frmclinics.com/news/ar…erview-mit-stefan-kohfahl


    In Spanien ist Funino übrigens überaus beliebt. Auch im Training in den Jugendmannschaften.

    Du schreibst, das man hoch und weit, nicht sieht, obwohl es ganz normale Tore sind.

    Keiner hat behauptet, das die Funino Tore allein -hoch und weit- verhindern.


    Das Training nach H. Wein verhindert das schon. Das ist klar erkennbar, wenn eine Mannschaft jahrelang danach trainiert oder nicht. Ich habe den direkten Vergleich. Auch finden die Kinder viel häufiger spielerische, individuelle Lösungen. Bei uns im Kreis gibt es 4 Mannschaften, die nach H. Wein seit einiger Zeit trainieren. Das sieht man den Mannschaften und vor allem den Spielern und deren Entwicklung an. So deutlich, das der Stützpunkt Funino Turniere im F und E Bereich mittlerweile unterstützt.


    Wenn es denn noch viel bessere Konzepte gibt, bitte schön, auf den Tisch damit. Es sollten aber ganzheitliche Konzepte sein, die fundiert ausgearbeitet sind. Ich halte wenig davon an Konzepten herum zu kritisieren, die vieles wesentliches verbessern, und den Status Quo deutlich anheben, ohne etwas besseres zu haben.

    let1612 bitte schraube nie den anspruch an dich selber herunter. Du wirst den klar definiert haben für dich. Akzeptiere vllt. Auch mal andere oder sei genauso reflektiv wie du mit deinem anspruch und der -wirklichkeit- bist - mit anderen wirklichkeiten. Das meinte ich mit anspruch und wirklichkeit. Du setzt nämlich m.e. voraus das andere Meinungen zu verstehen ein -herunterschrauben- deiner ansprüche sei.

    Manche andere haben vllt. Auch etwas Erfahrung und wissen - müssen damit aber nicht unbedingt offensiv umgehen...

    Da du gern mit zitaten und Psychologie(anleihen) arbeitest( du wirst wissen wovon du sprichst): ironie ist die stärke der schwachen und die abgeschmacktheit der starken.... du wirst es Verstehen...

    Trainer E : kleiner Ausflug in die Psychologie: "Bitte denke jetzt nicht an den rosaroten Elefanten!" ;)


    Spaß, Freude, Kreativität, Neugier, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Erfolg, Weiterentwicklung, Flow, Solidarität, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Vertrauen usw. - das sind Worte die ich im Zusammenhang mit Kinderfußball lesen will

    Ich glaube kaum das Begrifflichkeiten die kids interessieren. Was du lesen willst ist denen auch egal. Die Wahrheit liegt auf dem (Trainings)platz. Und da scheint mir der anspruch(an andere?) Und die wirklichkeit bei manchen sehr weit auseinander zu liegen..kann aber auch falsch liegen

    "Disziplinierte Kinder", das ist doch eine contradictio in adiectu 8o Kinder sind wild, unbändig, verspielt. Manchmal sind Kinder auch brav, aber das sollen sie beim Fußball doch gerade nicht sein.

    Nenne es doch wie du willst. Bei mir haben die Kinder spass auch WEIL es regeln gibt an die sich jeder hält. Das ist in jeder gruppe so. Wenn dich das wort stört das es umschreibt dann nenn es anders. Schliesst Diziplin Spass und freude aus? Oder das sie -wild und unbändig- sind???

    ... der planet heißt wolkenkuckucksheim?;)

    keine Diziplin, unzuverlässigkeit, nicht mit mißerfolgen umgehen können, -> genau die Worte, die ich mit Spaß am Fußball verbinde!?!

    let1612 kann ich Dir sagen. Weil es für eine Charakterbildung auch wichtig ist, soetwas wie Frustrationstoleranz zu lernen. Aus , neben anderem,diesem Grunde stehen auch Trainer am Rand, die das mithilfe Ihrer Vermittlungskompetenz, den Kindern

    beibringen sollten. Außerdem gibt es noch eine andere Mannschaft. Und es gehört dazu zu gewinnen und zu verlieren.


    Ich mache im Training KEINE anderen Mannschaften, sondern das Spiel wird zuende gespielt. Das ist ein Lerneffekt.

    In der nächsten Spielform kann man das wieder ändern und gut ist. Ein Spiel zu unterbrechen und Kinder neu zu sortieren, halte ich ganz davon ab auch für unsinnig. Man kann das Spiel eher unterbrechen und die unterlegenheit als Coaching nutzen um die Spielweise o.ä. umzustellen.

    ich finde das auch sehr interessant. Deine abstrakte Fragen sind auch durchaus interessant und zum teil überdenkenswert. man könnte sie aber noch mehr ins absurde führen:

    -warum gibt es Trainer, wenn Regeln und Vorgaben doch ohnehin egal sind

    -warum organisieren die Kinder Ihre Spiele nicht selbst

    -warum müssen Kinder, wenn Sie unterlegen sind, ein Spiel zuende spielen, obwohl Sie keine Lust mehr haben?

    etc. etc....

    - Ein Kind zahlt den gleichen Beitrag, nimmt weniger Leistung in Anspruch (weniger Training) und bekommt dafür auch noch weniger (Einsatzzeiten bei den Spielen) - ist das gerecht?

    das finde ich wirklich gut. Nein nicht gerecht, es müßte andersrum sein. Ein Kind was wenig bis gar nicht zum Training kommt, müßte quasi durchspielen. :/