Beiträge von Trainer E

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    ich würde 3-3 spielen lassen. All die Formations-Diskussionen fand ich immer langweilig und überbewertet.

    Letztlich kommt es auf die Aufgabenstellungen für die Spieler an. Grad im Grundlagenbereich schränkt hier eine zu konkrete Aufgabenstellung ein.

    Ich möchte sogar behaupten, das diese Diskussionen dazu beitragen, Spieler positionsspezifisch auszubilden.

    Ich halte selbst in der C -einfache- Grundformationen mit Individueller Aufgabenbeschreibung leichter umzusetzen als

    ein 4-2-3-1. Kann ich ein einfaches 4-3-3 mit Aufgabenbeschreibung draus machen und SPieler flexibel agieren lassen und mir

    Ihre Spielintelligenz zunutze machen, oder diese fördern.

    Mapfi Du machst alles richtig. Die zeit wird Zeigen das Du richtig liegst.

    Und trotzdem wird auch in der C Jugend noch ab und zu ein einzelner Spieler das Spiel entscheiden, und dann wird sich die Mannschaft hinten rein stellen und alles was kommt, rauskloppen. Hätte ich so nicht für möglich gehalten. Stelle ich aber nun fest. Macht man dann seine vielen Chancen nicht, verliert man auch hier noch Spiele, trotz schönem Spiel. Da ist es dann aber die Ausnahme und eigentlich eine Bestätigung für gute Ausbildung.

    Deshalb ist mir das eigentlich egal:)

    Wird deine B-Lizenz vom Verein bezuschußt? Regionalliga dürfte eine Sportliche Leitung Jugend haben, die würde ich einfach mal ansprechen und Deine Zukunftspläne erläutern. Könnte mir kaum vorstellen das es da ein Problem gibt. Trainer direkt würde ich danach ansprechen, und sagen das Du das vereinsseitig abgeklärt hast, und dann gibt das schon mal gar kein Problem.

    Bei Hospitationen in -höherklassigen- Vereinen oder NLZ läuft es meiner Erfahrung nach nie über die Trainer, sondern die Verantwortlichen für die einzelnen Bereiche.

    Jonglieren halte ich schon für wichtig, es zeigt sich schon im ballgefühl, wie einer z.b. in der ball/anmitnahme halbhoch hoch agiert.

    Ich lasse das mal ab und an als Wettbewerb laufen. Vorm Training. Manche Kids sind sehr motiviert, andere weniger. Die 2007er/2008er schwanken da auch von 20 bis 30 mal, 70bis 100, 100- 150 und einer regelmäßig über 300....

    Jeweils ein Drittel bis auf den besten... wichtig ist beidfüßigkeit, wie schon beschrieben.

    Und ruhig verschiedene Ballgrößen.


    Edit: Hausaufgaben bringen m.e. nichts. Eigenmotivierte Kids machen das automatisch und führen einem das dann auch stolz vor, das sie besser geworden sind. andere würden das auch zu hause nicht üben, wenn es hausaufgabe wäre. wichtig finde ich auch fortschritte auf -niedrigem- Niveau anzuerkennen...

    Wenn ich in der Jugend aber schon den Focus auf anlaufen und lange Bälle lege, dann kommt die Technik sicher zu kurz...

    ..

    Alles soweit richtig. Verständnisfrage. früher Ballgewinn, was hat das jetzt mit langen Bällen zu tun?

    ist ja nicht zwingend mit dem -langen ball- in zusammenhang zu bringen. oder verstehe ich das falsch?

    Da kann man auf Coaching eventuell verzichten, wenn man die Regulierung (zB Feldgröße verändern, wenn der Schwerpunkt nicht getroffen wird) nicht als Coaching sieht

    Zu dem diesem Thema mal etwas abschweifend. Ich habe das immer recht schnell über Steuerungsgrößen reguliert (Spieleranzahl, Feldgröße etc. etc.).

    Nach einem Hinweis, das ich darauf achten solle, ob es eine reine Überforderung ist, und kein -falscher- Aufbau, habe ich nun

    das mal ausprobiert, und eine Spielform die überforderte, mal 5-10 Minuten laufen lassen.

    Nach einer Woche dasselbe nochmals trainiert....

    Und es funktionierte. Der Effekt war für die Jungs selbst erstaunlich.

    Das Prinzip kannte ich bisher so noch nicht und zweifelte es auch an.

    War für mich erstaunlich.

    da sind wir ja auf einer linie. Das training in den vereinen muss zwingend besser werden. Es sind ja am STP viele Kids nicht WEGEN des trainings in den Vereinen sondern trotz des trainings in den vereinen. Ich bin oft erschrocken das basics wie dribbling mit gegnerfernem fuss etc. Noch im stp geschult werden muss... deshalb wünschte ich mir eine stärkere rückkopplung.

    Zum -zerstören- von -begabten-.

    Mir ist nach dem letzten c Jugend spiel ein satz eines spielers hängengeblieben. (1-2 verloren super gespielt). Gegnertrainer kam überglücklich über den sieg zu meinen jungs und sagte: fussballerisch wart ihr klar besser.

    Sagt der spieler: der freut sich über den sieg und wir sollen uns über guten fussball freuen?

    Spieler war neu bei mir. ;)

    Generell zeigt es aber alles. Dem trainer war es total egal wie seine jungs gespielt haben. Spiel war auf 2,3 gute abgestellt- rest waren Erfüllungsgehilfen die nichts durften außer rauskloppen oder die Stars anspielen. Hauptsache gewonnen. (EDIT: Kinder die nichts dürfen- werden Spieler die nichts können- genial simpel wie auch wahr;))

    Meine spieler sollten wissen das sie mir nicht egal sind, und wir deshalb NICHT jedes spiel gewinnen müssen, sondern ca. 14 spieler sich jedes spiel und training verbessern dürfen...

    Vieles ist Richtig und Wichtig, was gesagt wurde. Das Umdenken an sich ist ja auch begrüßenswert.

    Die engere Verzahnung STP-Vereine wäre für mich wünschenswert. Und das nicht nur in Hinblick auf die STP Spieler, sondern generell

    die Trainingsmethodik. Es nützt nichts, wenn Spielern empfohlen wird, zu höherspielenden Vereinen zu gehen, damit Sie -gefordert- werden, wenn man das Training in den Vereinen gar nicht beurteilen kann.

    Manche Spieler wollen auch gar nicht wechseln. -Perspektivgespräche- z.b. mit 11 jährigen ohne Eltern bzw. Trainer halte ich für schwachsinnig, das ist aber nur EIN Beispiel, wie entfernt von der Basis der DFB, trotz Reformwillen, noch immer agiert.

    Mein Sohn z.b. will gar nicht wechseln. Der will nur kicken. Der STP hat da anscheinend mehr Ehrgeiz als er(oder ich). Manche Kids sollte man einfach in Ruhe lassen, falls es dann irgendwann nicht mehr reicht, ist das auch ok. (das ist offtopic, aber es hat eben auch mit der Verzahnung DFB-STP- Vereine, Trainer zu tun)

    Um mal zu der Ausgangssituation zurückzukehren. ich habe nun angefangen einzelne Spielausschnitte rauszunehmen und

    Spielern zu zeigen wie wir standen, und welche Möglichkeiten es gibt. mit tactical pad ist das glaube ich. (C Jugend)

    ganz einfach. Situation 1 - falsch. Jungs können Möglichkeiten aufzeigen und selbst erkennen. bzw. Spieler selber in die richtige

    Position -ziehen-. dann kommt die frage welche Möglichkeiten sich für den Ballführenden NUN ergeben.

    das dient glaube ich, wie maider187 auch meint, dazu das sich die Jungs einfach Gedanken machen. sich mit dem Spiel (ihrem Spiel)

    beschäftigen. Für mich ist der Vorteil dieser statischen Geschichte, das ich an den Lösungsmöglichkeiten, die die Kids bringen, auch Ihre Gedankengänge verstehen kann und sehe wo im Training evtl. anzusetzen ist. (fehlt Verständnis an der Spielsituation im Allgemeinen, oder fehlt Verständnis im besonderen, dh. ist jemand gedrillt, immer die gleiche lösung zu suchen - Z.b. Spielverlagerung anstatt das Zentrum mit Schnittstellenpass zu attackieren).

    Bei den kleinen machst du das mit fragen bei den älteren geht das nimmer, die benötigen diesen AHA Effekt und das geht am schnellsten wenn sie sehen was nicht gut ist.

    glaube eben, das es auch bei den -großen- mit fragen geht. nur anders. nicht: wie hätten wir reagieren können, sondern wie oben beschrieben- lösungsansatz selbst erkennen lassen, Möglichkeiten deutlich werden lassen- erkenntnisgewinn ziehen....

    SVM_MK ich nummeriere 1-3 durch(nummerieren deshalb, damit nicht der -schwächste- übrigbleibt, und dann evtl. beim letzten tor -versagt-). weiß Team 2 nun welche nummer zuerst ein tor schießen muß, würde das zu unnatürlichem verhalten (decken dieser Nummer und vernachlässigen des eigenen Spiels) führen.

    Auf der anderen Seite führt es auch dazu, das evtl. bei gleichstand die Teams wissen, wer -übrig- ist. das sehe ich aber als weniger schlimm an, denn dann hat es zu einer erhöhten Aufmerksamkeit geführt.

    das ist auch auf mehreren Feldern mit mehr Kids durchführbar.

    es ist aber kein generelles spiel, das ich immer wieder spielen würde, sondern eher ein lerneffekt spiel, durch das vermittelt wird, wie wichtig der einzelne und bestimmte Verhaltensweisen sind. Kids verstehen das erstaunlich gut.

    Es gibt zwar auch beim Funino Kinder, welche man zur aktiven Teilnahme am Spielgeschehen motivieren muss, aber das liegt am Wesen dieser Kinder und nicht am Spielprinzip.

    Ich greife mal hier nur einen Satz raus. (Ansonsten Danke für Deinen Erfahrungsbericht).

    Im Training beim Funino konzentriert sich ggfs. auch das Spiel beim 3gg3 auf DEN herausragenden Spieler.

    Das Nummernspiel ist hier geeignet, den Alleinikow zum Mannschaftsspieler zu machen (WErt einer Vorlage erkennen) und den

    eher zurückhaltenden zum -Star- zu machen, der Freilaufenverhalten zeigt.

    Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und es macht den Kids Riesenspaß

    (Mannschaften durchnummerieren. Mannschaft gewinnt, in der zuerst alle Tore geschossen haben/Wichtig das unabhängig voneinander zu machen, das keine Mannschaft die Nummern der anderen weiß).

    Das hat übrigens noch ganz andere Effekte(Spieler werden noch mehr zum Umblickverhalten -gezwungen- Freilaufverhalten wird als

    positiv UND notwendig empfunden und akzeptiert etc.)

    Am Samstag gegen eine relativ starke Mannschaft (Einzelspieler) mit der C Jugend gespielt. Zwei etwas gröbere individuelle Fehler wurden bestraft, was der Gegner allerdings auch gut ausnutzte. 0-2 zur hz. Spielerisch war das richtig gut von unserer Seite.

    In der HZ meinte ein Spieler dann, wir müßten -einfach- mal die bälle hoch rausschlagen auf unseren schnellen Stürmer.

    Dazu ein anderer sehr bestimmt: Nein, wir spielen unseren Fußball weiter. Wir lassen uns da nicht drauf ein.

    2 te HZ ist schnell erzählt, 1-2 und totale Überlegenheit, die wir nicht in Tore haben ummünzen konnten, sodaß es 1-2 verloren ging.

    2,3 Situationen waren leider unglücklich, möchte aber nicht auf den Schiri schimpfen. (einmal leider Abseits gegeben, nachdem die gegnerischen Trainer riefen, ich wills nicht beurteilen, aber das Tor war schon gegeben, das war dann ärgerlich)

    Gegnerischer Trainer kommt dann zur Mannschaft und sagt: Hut ab, fußballerisch wart Ihr total überlegen.

    Kann man sich nichts von kaufen, könnte man sagen. Ich konnte die Jungs nur loben, das Sie Ihr SPiel durchgezogen haben und war

    total zufrieden, weil es den jungs auch Spaß gemacht hat, und man nur an ein, zwei Stellen kritisieren könnte, vor allem an der Chancenverwertung, aber das kommt!!!

    Dein eigentliches Problem ist, diese Jugendlichen sich offensichtlich nicht selbst um ihre Termine kümmern können. Wenn 13/14-Jährige sich nicht selbst bei Dir abmelden können, lässt das schon tief blicken, wie es da zu Hause zugeht...

    Generell stimme ich dem beim Thema Eigenverantwortung komplett zu. die Eltern sind bei mir ab C Jugend auch komplett raus.

    Jeder hat sich selbstständig ab und anzumelden. Ebenso die Wichtigkeit eines Trainings und/oder Spiels zu erkennen.

    Eltern werden über Spieltermine wegen Fahren etc. informiert. 21 Jungs im Kader, 2 sind noch nicht spielberechtigt (waren in anderen Ländern im Verein- dauert ewig mit dem pass;(). wer das nicht ordentlich und gewissenhaft macht, wird 2-mal erinnert (rechtzeitig Zu/absage zum Training vergessen ), danach beim nächsten Spiel nicht berücksichtigt. Funktioniert bestens bis jetzt.

    Alle Eltern waren ausnahmslos einverstanden.

    Mein Sohn muß mit 11 Jahren am STP selbstständig absagen, per Telefonanruf, wenn er denn mal nicht könnte. Das finde ich auch total richtig!!!!!

    Mein haupt Argument bleibt , dass die schwächeren Spieler gute Spieler brauchen um besser zu werden.

    Nein. Generell ist das nicht so zu sagen.

    Kinder brauchen stärkenmäßige ähnliche Gegner um besser zu werden. Ein schwächerer Spieler wird nicht besser, weil er 3 starke um sich hat. Er spielt befreiter auf. vielleicht. Das mag aussehen, als ob er besser spielen würde. es ist aber m.e. ein trugschluß zu glauben,

    (deutlich) schwächere Kinder werden -besser- durch starke mitspieler. Sie haben meist in diesen Teams keine Verantwortung, die

    Sie übernehmen müssen. In Spielen gg. gleichstarke Gegner lernen Sie das und verbessern sich auch entsprechend.

    Für viele kommt irgendwann ein böses Erwachen, wenn Sie jahrelang mit starken, dominanten Mitspielern gespielt haben, und

    dann plötzlich müssen Sie Verantwortung übernehmen und vermeintlich schwächere mitziehen. Das geht meist schief dann.

    Die direkte Zuordnung hatte für mich den Vorteil, dass ich so auch einen Gegenpressing-Impuls ("Wenn ich den Ball verliere, will ich ihn sofort wieder haben"). Aber klar, hätte ich den Eindruck gehabt, dass es die Kids überfordert, dann hätte ich das wieder raus genommen.

    Deine Trainertätigkeit in der U19 Landesliga prägt Deine Vorstellungen bei der U9, habe ich das Gefühl. ;)

    Nicht falsch verstehen!

    Ich weiß das Du nur den -Impuls- meinst(beschreibst du ja auch in Klammern), aber wenn ich das Wort -Pressing- höre, in diesem Altersbereich, denke ich an manchen

    Trainer, der Pressing noch in der U14 schreit, und die Jungs machen irgendwas nach dem Motto : ich laufe mal auf den Ballführenden zu, dann wird der da draußen wohl ruhig sein.... der Trainer könnte auch -Chaos- schreien, das Ergebnis wäre das gleiche.

    Um zum Thema zurückzukommen und da bleibe ich mal sehr allgemein. Viele Trainer haben, schon in dem Altersbereich, sehr dezidierte Vorstellungen davon, wie ein Spieler zu agieren hat, schlimmer noch wie eine Mannschaft zu agieren hat. Dabei ist der Grund warum in der C Jugend Spieler ankommen, denen viel fehlt an -Spielverständnis- (ich sage bewußt nicht Spielintelligenz), ein einfacher.

    Aus meiner Sicht wurde das Training im Ablauf zu komplex, und im speziellen zu simpel gestaltet. D.h. Entscheidungstraining wie Du es beschreibst, wenn ich es richtig verstehe, entsteht nur unter Entscheidungsdruck(oder die Entwicklung dieser Fähigkeit).

    Wie oben mehrfach beschrieben- Spielformen unter Druck.

    Ich erlebe, das wieder in meiner C. Frage warum wir auf außen verlagern, anstatt das Zentrum zu attackieren, wenn die Chance da ist. Antwort: Den Spielzug haben wir ja noch nicht einstudiert. =O=O=O=O Das werden wir auch nie tun. Antwort: wie sollen wir das dann spielen können?

    Deshalb ist generell wichtig zu trainieren, was Du als -Spielentscheider- Qualität bezeichnest. Nur ist es für mich nicht der einzelne Spieler, sondern die -besondere- Entscheidung unter Druck im richtigen Moment, richtig zu entscheiden. Dafür muß das Wahrnehmen - verstehen- entscheiden trainiert werden. das ausführen kommt automatisch mit und ist zu coachen.


    So das war jetzt sehr allgemein, und ausdrücklich (!!!!) keine persönliche Kritik.