Beiträge von Chris

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    Ich glaube das ist ein sehr spezielles Problem deines Vereins. Wir haben 2 E-Jugend-Mannschaften, und die meisten Vereine hier haben auch nicht erheblich mehr. Da passiert das kaum, was du beschreibst. Bei so vielen Mannschaften gebe ich dir aber Recht, da sollte man sich was einfallen lassen, es reicht ja, wenn es einen Kleinfeld-Koordinator gibt, der sich die Spiele/Kinder mal anschaut im Laufe der Saison während Spiel/Training und dann die Mannschaften zusammenstellt. Von einem Sichtungstermin in dem Alter würde ich abraten, ich kann mir schon lebhaft vorstellen wie da erfolgsgeile Papis am Rand stehen und nachher das Diskutieren anfangen (Horror...)

    Zitat:


    Andre schrieb am 16.05.2008 12:55

    Ich kann nur davor warnen, die Jungs auszupowern. Wir trainer im unteren Bereich verpflichten uns, auf "Leistungstrainings" und alles, was demotiviert zu verzichten, gestalten alles kindgerecht so gut wir es hinbekommen, damit die Jungs oben ankommen (auch wenn es mich persönlich nicht wirklich interessiert) und ihr wollt sie dann verheizen? Das kann nicht euer Ernst sein und ich möchte darum bitten, darüber nochmal nachzudenken, zwei Trainings gut genutzt dürften doch wohl reichen! Danke und Gruß




    Ich halte es für eine starke Übertreibung zu behaupten, dass 3x Training die Kinder/Jugendlichen "verheizt". Die Kunst liegt in der Dosierung. Was trainiere ich wie und wann usw.

    Und nein, 2x die Woche reicht nicht... in anderen Sportarten wird 4-5 mal die Woche trainiert, sobald wir uns im Leistungsbereich bewegen (dort gibt es in der Regel aber nicht jede Woche einen Wettkampf, daher rechne ich beim Fußball das Spiel immer noch als zusätzlichen Trainingstermin, wenn ich vergleiche). Es ist ganz einfach eine Grundsatzentscheidung, die jeder für sich treffen muss, ganz ohne Wertung: Will ich meinen Sport leistungsorientiert betreiben? Sehen, was ich erreichen kann, auch wenn ich dafür vielleicht auf das eine oder andere Treffen mit Freunden oder Kindergeburtstag verzichten muss? Oder bin ich dazu eben nicht bereit? Da gibt es keine richtige oder falsche, gute oder böse Entscheidung, es ist nur immer eine Entscheidung, die jeder für sich selbst abwägen und treffen muss!

    Noch zwei Anmerkungen:

    Die ideale Trainingseinheit hat wissenschaftlich gesehen eigentlich ca. 70-75 Minuten, das ist also kein Problem (auch meine Einheiten gehen 90 Minuten) - das ist aber bei uns in der Regel nicht möglich, weil wir ja nicht 4-5 mal die Woche trainieren. Lieber 3x 70 Minuten als 2x90 oder sogar 2x120 wie ich das bei manchen Mannschaften sehe.

    Und: Zwei Mal Training die Woche reicht nicht in leistungsorientierten Ligen. Man kann gern drüber streiten, ob das bei einer "Leistungsklasse" schon der Fall ist (ich sage NEIN, wir reden hier ja nur über die höchste Liga auf Kreisebene oder?), aber als wir letztes Jahr die Einser-Mannschaft waren, standen die Mannschaften am Tabellenende, die alle nur 2x die Woche trainieren. Dieses Jahr ist es ähnlich. Kein Zufall in meinen Augen.





    DAs geht mal gut über ein paar Monate, maximal 2 oder 3, aber für eine ganze Saison würde ich das auf keinen Fall machen, das geht nicht gut und ist in der Tat so, dass es die Spieler verheizt, auch wenn sie am Anfang alle sagen, dass sie es gerne machen würden.

    Ich kann nur aufs Schärfste abraten.

    Ich finde drei Trainingseinheiten für leistungsorientierte Mannschaften absolut wichtig, ich krieg mein Ausbildungsprogramm ja kaum bei drei Einheiten die Woche so durch wie ich möchte. Und ganz klar ist doch, dass bei gleicheffektivem Training sich die Truppe weiter entwickelt, die 3 statt 2 mal trainiert (= 50 % mehr Training!).

    TRPietro gebe ich insofern Recht, als dass es gegen Saisonende etwas zur Übersättigung führen kann, das muss man dann eben zu dosieren wissen, im MOment trainieren wir auch meist nur noch 2x die Woche.

    Die Pakete wurden normal über die Kreise an die Vereine verteilt und ich bin sicher, dass ihr auch eins bekommen habt, frag mal beim Kreisfußballwart nach. Hier hat JEDER Verein ein Paket bekommen.

    Ich hab vor kurzem nen EHK für Sportverletzungen gemacht, der war 8-stündig und den fand ich auch ganz gut... die allgemeinen sind eher nicht hilfreich finde ich.

    Hallo Michael,

    zu deinem Urteil: Ich finds sogar noch ein Stück zu weich, ich hätte sie beide gar nicht spielen lassen (ich weiß, die Umstände...). Will nur sagen: du hast dir da nichts vorzuwerfen. Entschuldigen bei ihm? Im Traum nicht... Ihr habt genug gute Spieler, auch in der B2, also gibt's erst recht keinen Grund, auf den Spieler seid ihr nicht mal angewiesen. Nebenbei: Wenn der jetzt zurückkommen würde, würd ich ihn erst mal eine Weile am ausgestreckten Arm verhungern lassen (außer es war evtl. so wie Willi das sagt).

    Was anderes: Ich hab mir gleich gedacht, als ich deinen Beitrag gelesen habe, dass der einigen sauer aufstößt, ist ja auch schnell passiert :D Ich hab zwar auch von C-Kreisklasse bis A-Oberliga trainiert, aber würde deshalb nicht die Probleme der kleineren Mannschaften als "Kinderkram" bezeichnen. Gerade Eltern sind problematisch bis zum geht nicht mehr bei den Kleinen, die kommen auf die bescheuertsten Ideen wie gerade in der G-Jugend, wo die G2-Eltern teilweise den Verein verlassen wollen weil ihr Kleiner in einer Mannschaft spielt die nur verliert. :baby: Auch immer wieder schön: der leistungsstarke Spieler, der aber partout nicht einsieht dass er Abwehr spielen soll und lieber den Verein wechselt damit er anderswo Sturm spielen kann.

    Das kommt natürlich aufs Leistungsniveau an, aber in der Regel dürften die Mädchen relativ chancenlos sein.

    Beispiele: Deutsche Frauennationalmannschaft unterliegt der B2 von Eintracht Frankfurt in der Regel sehr deutlich.

    Eine lokale (gute) jahrgangsjunge B-Jugend (Kreisliga) verlor nur knapp gegen die erste Mannschaft des 1. FFC Frankfurt.

    Mehr Sinn macht es, wenn eine Jahrgangsstufe dazwischen liegt, denke ich. Also evtl. B-Mädels gegen C-Jungs. Liegt einfach an den physiologischen Voraussetzungen.

    Ich stimme prinzipiell zu, insbesondere was den Druck auf die Spieler und die Situation "vom Schultest nach den Hausaufgaben zum Fußball wo weitergetestet wird" angeht, nutze aber gern einen Ausdauertest (Shuttle Run) um mich (relativ) objektiv davon zu überzeugen, ob meine Art der Ausdauerschulung (nur mit Ball, Betonung auf fußballspezifische Ausdauer usw) zu gewünschten Ergebnissen/Verbesserungen führt.

    Es geht mir dabei primär gar nicht mal so sehr um Kontrolle der Spieler, sondern um Kontrolle meines Trainings. Und ich fand es prima, als sich herausstellte, dass ich durch die Bank weg signifikante Leistungsverbesserungen zwischen Trainingsbeginn und Ende der Vorbereitung feststellen konnte (da dies durch die Bank weg zu erkennen war, negiert dies Besonderheiten wie Tagesform oder Leistungswille etc.), während jeweils einige Gastspieler die mittrainierten, und mit klassischer Ausdauerschulung (Dauerläufe, Waldläufe etc.) trainiert worden waren, nur ca. 65-70 % des Leistungsniveaus meiner Mannschaft erreichten.

    Macht auf jeden Fall noch Sinn, vor allem in der B-Jugend und auch in der C-Jugend. Habe es gerade diese Saison mit meiner B2 noch mal verstärkt geübt und deutlich sichtbare Fortschritte gemerkt. Also nur zu!

    Es freut mich sehr, dass ich eine fundierte Antwort bekommen habe, das spricht für dic und dieses Forum, da ich mein Posting ja doch eher als kritisch empfunden habe.

    Ich spiele in der Regel 4-4-2 oder 4-5-1, wobei 3-4-3 und 4-3-3 System sind, die mich irgendwo auch unheimlich reizen würden mal...

    Du hast insofern auch Recht wenn du sagst, dass die Übergänge eh fließend sind.

    Sorry, aber diesen Schluss kann ich so nicht stehen lassen. Er bestätigt eher das, was ich generell beim Frauenfußball zu erkennen meine: Dass dieser nämlich taktisch (und nicht nur technisch) der Entwicklung hinterherhinkt. Man brauch nur in die Frauenfußball-Bundesliga schauen, und gucken, wie viele Mannschaften z.B. gegen den FFC Frankfurt mit Libero antreten und trotzdem zwischen 5 und 7 Gegentoren kassieren (ich behaupte: gerade weil). Oder das UEFA Pokalfinale vor 3 (?) Jahren, wo Potsdam gegen Frankfurt mit Libero agierte und mächtig alt aussah (etwa so wie Schröder). Die versammelte Fachpresse hat das antiquierte Spiel beider Mannschaften zerrissen.

    Dass die Mannschaften mit 3-5-2 besser wirkten, kann schlicht an den besseren Spielern gelegen haben. Dein Schluss, das spielstarke Mannschaften 3-5-2 spielen und schwächere 4-4-2 ist genau das Gegenteil der Meinung der kompletten Fachwelt, dort gilt ein 3-5-2 als defensivere Variante gegenüber dem 4-4-2. Ich meine das nicht persönlich, aber da man mit dir bisher gut diskutieren konnte, bitte ich dich, gerade diesen Punkt zu überdenken: Die haben alle Unrecht, aber der hier von dir gezogene Schluss ist richtig? Wie gesagt, die Tendenz geht im Spitzenfußball eher zu einem 4-5-1 (da greift deine Analyse richtig - aus Angst vor Gegentoren), aber ganz sicher nicht zu einem 3-5-2. Ich bitte, sich diesbezüglich einfach mal mit den diesjährigen CL Halbfinals oder den Halbfinals bei der WM auseinander zu setzen.

    Du ziehst also für mich den falschen Schluss: Dein Schluss ist - da auf dem höchsten Frauen/Mädchenlevel so gespielt wird, ist es modern. Mein Schluss ist: Das höchste Frauen/Mädchenlevel ist leider unglaublich unmodern. Für mich ist eigentlich nur die Nationalmannschaft und in Strecken der FFC Frankfurt im Frauenfußball auf der Höhe der Zeit. Ich glaube kaum, dass ich ein 3-5-2 bei Männer/Jungen-Auswahlmannschaften (ich rede nicht von Kreis oder Bezirk) sehen würde - falls doch, korrigiert mich bitte und ich fall vom Glauben ab :D

    Edit: Was mir gerade noch einfiel: Könnte es sein, dass einige Mannschaften dort 3-4-3 gespielt haben? Das ist/war eine zeitlang mal Ausbildungsphilosophie beim DFB.

    Das bestätigt weniger meine Meinung von einem 3-5-2 sondern eher die schlechte Meinung die ich von einigen Kreisauswahltrainer habe :D.

    Ganz im Ernst: Ein Kreisauswahltrainer ist in der Regel kein Maßstab für mich.

    SuperTrainer, ich will dich nicht kritisieren (das kommt bestimmt von anderen), aber ich kann dir eins garantieren: Ich habe es auch und gerade mit den Leistungsträgern gemacht. Der Effekt ist um ein vielfaches größer: Erstens kapiert jeder, dass du es Ernst meinst, du beeindruckst damit auch die Mittelmäßigen und gibts denen einen Schub und letztendlich müssen auch die Leistungsträger eine Schippe drauflegen (und tun das in der Regel). Wer von den LT dann beleidigt ist und rumzickt, ist auf mittlere Sicht eh der falsche.

    Völlig richtig, eher zu spät als zu früh.

    Wer unentschuldigt fehlt, spielt bei mir nicht, eiserner Grundsatz (einzige Ausnahme, Autounfall, Familiennotfällle usw, wo es also wirklich nicht anders ging). Zieh ich ehern durch, und hab zur Not auch schon mit ein oder zwei Mann weniger gespielt, is mir scheißegal, eher melde ich meine Mannschaft ab. Wenn ich nicht weiß, wer ins Training kommt und warum kann ich mein Training nicht gescheit planen - für mich ist regelmäßige Trainingsteilnahme und Absagen die Basis von allem.

    Daher von meiner Seite aus hast du absolut richtig reagiert. Die Argumente der Mutter sind lächerlich, es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten abzusagen, zumindest auch noch im nachhinein. Hat die Dame echt die Frechheit besessen, sich zu beschweren? Wie viele Tage nach dem Training war das? Haben die sich in der Zwischenzeit mal gemeldet um zu erläutern, warum die Tochter nicht da war im Training? Lass dich bloß nicht unterkiegen...