Beiträge von Chris

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    Bleib dabei! Es ist wirklich so, dass es vielleicht in der D-Jugend mehr "Erfolg" verspricht, aber du wirst die Früchte ab dem Zeitpunkt ernten, da das Körperwachstum eingesetzt hat (C-Jugend 2. Jahrgang). Du hat meiner Meinung nach die richtige EInstellung zu der Sache, das einzige was so ein bisschen durchschimmert, ist der falsche Ansatz, dass Viererkette = Abseitsfalle. Seh ich das richtig?

    Ist 4-4-2 drin, wo es draufsteht? Selbstverständlich nein, weil nicht jeder dieses System richtig trainiert und versteht.

    Als C2 haben wir 2005 gegen eine ebensolche Mannschaft gespielt, deren Mannschaft fast komplett ein Jahr älter, die hat uns im ersten Spiel im November mit 9:0 weggeballert, ist Kreismeister geworden und souverän in die zweithöchste C-Jugendliga in Hessen aufgestiegen. Sie hat hauptsächlich von langen Bällen gelebt und schnellen Stürmern. Damals hätte ich gesagt, dass wir 5-6 von diesen Spielern gut in unserem Verein gebrauchen können.

    Im Rückspiel im Mai 2006 haben wir nur noch 0:2 verloren und hatten einige gute Torchancen, so stand es 5 Minuten vor Schluss noch 0:1 und wir haben nach einer Ecke aus 5 Metern über die Latte geschossen.

    2006/2007 haben wir höherklassig gespielt, deren ein Jahr älterer Jahrgang war bereits in der B-Jugend.

    Nun, in der aktuell abgelaufenen Saison, waren wir wieder als jüngerer Jahrgang B2 und haben gegen diese Mannschaft (älterer Jahrgang) 2x gespielt. Was soll ich sagen? Die Ergebnisse waren 4:1 und 3:0 für uns, die anderen hatten nicht den Hauch einer Chance in diesen Spielen! Über die permanenten langen Bälle hat sich meine Viererkette nur schlapp gelacht, da die Jungs mittlerweile schnell sind und sehr gut stehen. Im eins gegen eins fiel den anderen gar nichts ein, ich weiß nicht ob sie ein einziges Mal gegen einen meiner Verteidiger im eins gegen eins vorbeigekommen sind. Im Mittelfeld haben wir sie mit 2 Viererketten so zugepresst, dass sie nur Fehlpässe und lange Befreiungsschläge produziert haben, weil ihnen die technische Fähigkeit fehlt, um etwas anderes als lange Bälle zu spielen. Durch das Spiel mit Libero haben sie uns in der Tiefe wunderschön viel Platz gegeben, den wir dankend angenommen haben. Das Gegentor entstand aus einem berechtigten, aber völlig unnötigen Elfmeter (Grätsche am Rand des Sechzehners).
    Von dieser ganzen Mannschaft wäre mittlerweile vielleicht noch ein Spieler für uns interessant.

    Ich finde, man muss auch den Verein verstehen:

    Ein 98er gehört halt in die E-Jugend und nicht in die D-Jugend. Nächstes Jahr kann er mit de 97ern spielen, dann ist er D2-Spieler und kann auch D1 spielen. Wie soll das denn weitergehen? Jedes Jahr den Jungen wieder hochziehen? Was ist mit anderen Spielern, die hoch wollen, weil ihnen Art des Trainers/Farbe des Rasens/Was auch immer nicht gefällt? Wo zieht man die Linie? Bei wem erlaubt man es, bei wem nicht?

    Wenn ich richtig verstehe, darf jetzt das Trainerkind hoch und wird nicht von seinem Vater trainiert? Find ich auch nicht so verkehrt, da meiner Meinung nach Kinder nie von ihren Vätern trainiert werden sollten, wenn sich das vermeiden lässt. Natürlich darf der Trainersohn in der D-Jugend trotzdem nur spielen, wenn er die Leistung bringt, ansonsten gehört er auf die Bank.

    Wenn in dem Verein so vieles so negativ ist, wie du in deinem 2. Posting beschreibst, dann sollte dein Sohn den Verein wechseln.

    Zitat:


    Hattabi schrieb am 19.06.2008 11:25

    Zitat:


    Chris schrieb am 19.06.2008 08:55

    Zitat:


    Und seid mir nicht böse, ich glaube kaum, dass sich ein Bundesligaverein, der Spieler zum Probetraining einlädt, jedes Mal eine Genehmigung vorliegen lässt.




    Hier siehst du ein Beispiel vom SV Wehen (2. Bundesliga)

    http://www.svwehen-wiesbaden.d…-131927_Probetraining.pdf

    Doch, das ist oft so, nicht immer, aber immer öfter haben diese Vereine dafür spezielle Formulare, die unterschrieben werden müssen.

    Das hat vor allem einen Grund: Wer woanders mittrainiert, ist dort niemals versichert, wenn er sich verletzt und muss das Versicherungsrisiko alleine tragen/evtl. trifft den Trainer bei einer Gerichtsverhandlung eine Mitschuld, denn er wusste ja, dass er Spieler nicht Mitglied seines Vereins ist.

    Man sollte da also sehr vorsichtig sein!




    Das stimmt nicht mit der Versicherung. Zumindest ist es bei uns im Verein klar, dass die Kinder versichert sind, wenn man ein Schnuppertraining macht. Sonst müsstest Du für jeden Neuankömmling im Verein gleich einen Mitgliedsantrag machen und ihn dann mittrainieren lasse.




    Ich würd mich da an deiner Stelle noch mal ganz genau versichern [sic!]. Wie soll es "klar" sein, dass sie versichert sind? Und du hast leider wohl recht, wer ein Schnuppertraining macht als Neuankömmling ist auch nicht versichert! Bin mir da ziemlich sicher, wenn du das Gegenteil weißt, bitte begründe mir genau, wie die versichert sein sollen.

    Normal ist es so: Als Mitglied des Sportvereins bist du über den Landessportbund/Fußballverband gegen Sportverletzungen versichert. "Schnupperer" sind nur über ihre Eltern versichert!

    Zitat:


    Und seid mir nicht böse, ich glaube kaum, dass sich ein Bundesligaverein, der Spieler zum Probetraining einlädt, jedes Mal eine Genehmigung vorliegen lässt.




    Hier siehst du ein Beispiel vom SV Wehen (2. Bundesliga)

    http://www.svwehen-wiesbaden.d…-131927_Probetraining.pdf

    Doch, das ist oft so, nicht immer, aber immer öfter haben diese Vereine dafür spezielle Formulare, die unterschrieben werden müssen.

    Das hat vor allem einen Grund: Wer woanders mittrainiert, ist dort niemals versichert, wenn er sich verletzt und muss das Versicherungsrisiko alleine tragen/evtl. trifft den Trainer bei einer Gerichtsverhandlung eine Mitschuld, denn er wusste ja, dass er Spieler nicht Mitglied seines Vereins ist.

    Man sollte da also sehr vorsichtig sein!

    Stimmt, bei Bundesliga endet mein Verständnis auch. Ich will noch mal eine Lanze für das Kind brechen. Der ist 10. Das dürfte das erste große Turnier sein, dass er bewusst miterlebt. Klar ist da die Faszination größer als bei dem Training/Spiel, das er dauernd hat. Ich hab allerdings selbst in meiner B-Jugend ne Menge Leute, die 10x lieber selber spielen als ein Spiel zu gucken.

    Nach Abwägung beider Seiten: Nein. Da legt man einfach kein Spiel hin, und wenn, sollte man sich über die ehrliche Antwort freuen. Wie gesagt, wenn du ihn jetzt vernünftig behandelst, dann wird er es dir ihn Zukunft mit einem guten und offenen Verhältnis danken. Du kannst ihm ja ruhig sagen, dass du das anders siehst als er, aber es gut findest, dass er ehrlich war (ohne im unterschwellig Druck zu machen). Wenn du ihn bestrafst, wird er dich in Zukunft belügen.

    Nein Andre, das meinte ich nicht.

    TRPietro hat gegen das "Abwerben" Stellung bezogen und als Gegenmodell aufgeführt, dass er einen Spieler von einem "höherklassigen" Verein "verliehen" bekommen hat. Davon profitiert er (guter Spieler, der ihm weiterhilft) und der andere Verein (Spieler erhält Spielpraxis, kehrt aber wieder zurück).

    Dann schrieb er:

    Zitat:


    So stelle ich mir Jugendförderung vor und so werde ich auch weiterhin vorgehen. Es ist nur ene sache des Willens der zwei Vereine, die verstehen müssen was das Beste für den Einzelspieler ist.

    Ganz erhlich... ich werde aus ethischen Gründen, einem Mittrainer nicht empfehlen können, Spieler aus andere Vereine abzuwerben.
    Auch Bundesligavereine können da "partnerschaftlich" vorgehen und nicht mit Abwerben.




    Was ich meinte ist: Es fällt leicht, so etwas zu sagen, wenn man bei diesem "partnerschaftlichen" Vorgehen profitiert, wie in seinem Beispiel beide Vereine! Ich frage ihn, ob er auch so "partnerschaftlich" vorgeht, wenn er seine besten Spieler an einen höherklassigen Verein ABGEBEN muss, er also NICHT profitiert.

    Hältst du das nicht ein bisschen für naiv? Ich dreh das Ding jetzt Mal? Würdest du deine zwei besten Spieler "partnerschaftlich" abgeben an einen Verein, der höherklassig spielt? Sei bitte ehrlich zu dir und uns...

    Das Zelten ist schon mal eine sehr gute Sache, sowas hilft enorm. Eigentlich ist fast jede gemeinsame Aktivität außerhalb des Fußballs eine gute Sache, egal ob das nun Schwimmen, Bowlen usw ist. Wirklich gut fürs Teambuilding ist vielleicht noch der Klettergarten.

    Aber ich hab ne andere Ansicht: Das alles wird dir nicht viel helfen, wenn du bei 25 Leuten jeden Spieltag zehn (!) zu Hause lassen müssen wirst! Das führt zwangsläufig zu ner schlechten Stimmung, da kannst du so viel Teambuilding betreiben wie du willst. Es wär mir da auch egal wer sich auf welches Feld freut, da 11er-Feld bei der D-Jugend eh nicht optimal ist. Ich würde also auf jeden Fall noch eine 7er-Mannschaft melden!

    So seh ich das auch... auch in Bezug auf die Altersgrenze. Es gibt wirklich genug gute Gründe, warum ein Spieler, der das Zeug dazu hat, höherklassig spielen sollte. Gegenargumente fallen mir wenige ein (wenn, dann Sonderfälle).

    Ich geb wuggman zu 95 % Recht, das einzige was ich nicht so sehe, ist das mit D-Junioren und Viererkette.

    Klar haben Kinder in dem Alter räumliches Sehen entwickelt, das ist nur bei G/F-Jugendlichen nicht so. (Zumindest hab ich es so in Erinnerung, bin aber nicht 100 % sicher, aber ich lass mich gern eines Besseren belehren). Nebenbei: Was hat das mit ner Viererkette zu tun?

    Weil es so gern immer wieder kommt, hier von coach97, Viererkette hat nix mit Abseits zu tun per se. Ich bin sowieso ein Feind der Abseitsfalle, ob mit oder ohne Linienrichter, das Risiko, dass irgendwann einmal ein Gegner frei vor dem Tor auftacht, ob mit oder ohne Linienrichter, ist einfach viel zu groß.

    Ich würde auch in der D-Jugend mit Viererkette spielen, ohne diese aber zu trainieren. Einfach sagen "ihr 4 macht die Abwehr auf einer Linie" reicht in dem Alter, dazu ab und zu das ballorientierte Verschieben in Kleingruppen im Training (keine Gruppen- oder gar Mannschaftstaktik) üben und das passt dann schon.

    Zur Disziplin: Geldstrafen find ich in dem Alter auch sinnlos. Machs wie Alice sagt, beim Training zugucken lassen oder Sonderaufgaben verteilen. "Hören" auf Erwachsene sollten sie schon... sonst hast du schnell ein Problem! Das schließt nicht aus, dass man Spaß haben kann zusammen. Mein "Vertrag" mit den Spielern ist und war immer, dass ich ne Menge Blödsinn mitmache, solange sie immer auf mich hören, wenn ich ihnen "ernst" einen Anweisung gebe. Klappt gut, das verstehen 90 % der Kinder. Wie Wuggman frage ich meine Spieler auch oft, wie sie das Training fanden und die Erklärungen, das kommt gut an, die Jungs fühlen sich Ernst genommnen und es führt auch manchmal zu überraschenden Erkenntnissen, wenn die Übung, die ich Klasse fand, bei den Spielern gar nicht gut ankam...


    Abwerben: Ist und bleibt ein heikles Thema. Wenn ein Spieler eine Liga überspringen kann, also eine neue sportliche Herausforderung annehmen kann, halte ich es für gerechtfertigt (verliere diese Saison auch einen oder zwei Spieler in die B-Jugend-Bundesliga, ich hab ihm natürlich geraten, diesen Schritt zu gehen!). Umgekehrt halte ich für absolut gerechtfertigt, dass ich andere Spieler anspreche, ob sie bei uns spielen wollen. Es ist auch nicht ausreichend zu sagen, dass die Spieler ja von sich aus kommen können. Oft trauen sich viele Spieler den Sprung gar nicht zu, obwohl sie es könnten, also müssen sie angesprochen werden. Die Frage ist doch: An welche Spieler von welchen Vereinen denkst du? Warum sollten sie bei euch spielen? Oft kommt man auch über die Jungs (die du hast) direkt selber weiter, die kennen Schulkameraden bei anderen Vereinen und über diese kannst du Telefonnummern etc. erhalten. Direkt beim Spiel empfinde ich etwas plump. Wenn ich das so machen muss, spreche ich vorher den jeweiligen Trainer an und sage ihm das, sonst finde ich das respektlos.

    Zur Ausdauer ("Kondition"). Vergiss den Waldlauf. Erst recht als Überprüfung. Totaler Quatsch.




    Es ist sicher nicht schlecht, dass den Kreisen Handlungsfreiheit verbleibt, denn sie können die Situation vor Ort oft am besten einschätzen und Dinge wie "Multiligen" initiieren. Doch bei grundsätzlichen Sachen wie Spielfeldgrößen und Ballgrößen würde ich mir definitiv bindende Vorgaben des DFB wünschen.