Es kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, der m.E. hier noch nicht beleuchtet wurde.
Wir reden die ganze Zeit davon, dass der Aufwand zu rechtfertigen ist für Spieler, die ganz nach oben wollen. Das sehe ich auch so. Wer Profi werden will, muss eben in Kindheit und Jugend auf bestimmte Dinge verzichten und Prioritäten setzen. Niemand wird gezwungen (außer von ehrgeizigen Eltern vielleicht) und in anderen Sportarten wird für die nationale Spitze noch weitaus mehr trainiert ab dem 13./14. Lebensjahr oder schon vorher.
Ich denke aber, dass das Problem im Fußball auch darin besteht, dass man auch im hohen bis mittelhohen Leistungsniveau - also bei Spielern, die sehr gut sind, aber nie in der Bundesliga ankommen werden - schon sehr viel Zeit investieren muss, um sportlich mit der "Konkurrenz" mithalten zu können. Da sind drei Trainings die Woche eigentlich Pflicht, während z.B. die Jugendturner bei uns im Verein mit 1x die Woche noch locker bei Landesturnfesten die Podestplätze abräumen. Mit 1x Training in der Woche würden unsere Jugendmannschaften nicht mal um Kreismeisterschaften mitspielen können. Der Großteil der Stützpunktspieler betreibt aber auf diesem mittleren bis hohen Niveau Leistungssport, ohne jemals ganz oben anzukommen (vielleicht auch, ohne das als Ziel zu haben, sondern einfach nur aus Spaß an der Sache!).
Die Frage ist, ob das zu rechtfertigen ist. Die Antwort ist meines Erachtens sehr einfach: Die muss sich jeder selber geben!
Beiträge von Chris
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So sehe ich es auch. Das ist eine zweischneidige Geschichte. Wenn man noch oben will, muss man zwangsläufig so viel trainieren. In anderen Sportarten wird noch viel mehr trainiert.
Das ist per se auch nicht unbedingt schädlich. Es darf nur niemand dazu gezwungen werden, sondern man muss sich bewusst dafür entscheiden. Es gibt doch wirklich keinen Druck, der einen zwingt, diese Angebote wahrzunehmen. Wenn man halt nicht Auswahl spielen will und die Belastungen auf sich nehmen, dann lässt man es halt. Wo ist das Problem? -
Mir sind auch nur die 5-Meter-Tore bekannt.
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Ich bin immer froh, wenn ich die Mannschaften bei uns im Verein mit Trainer besetzt bekomme, die nicht Väter sind.
Ich habe bisher noch KEINEN Vater erlebt, der es schafft, seinen Sohn 100 % wie andere Spieler zu behandeln. Jeder, der das behauptet, macht sich selber etwas vor. Ich bin mittlerweile auch der Meinung, dass das gar nicht geht, und dass ich es wohl auch nicht anders machen würde, wenn ich meinen (noch nicht vorhandenen) Sohn trainieren würde. Eine Menge Trainer, die ich sonst sehr schätze und die sehr vernünftig und intelligent sind, werden irrational/ungerecht, wenn es um den eigenen Sohn geht.
Es pendelt meist zwischen zwei Extremen:
a) Der eigene Sohn wird bevorzugt, trägt die 10, schießt Ecken, Elfer, Freistöße und ist Kapitän. Das Spiel läuft nur über diesen Spieler. Das kommt besonders oft im Kleinfeldbereich vor, wo sich oft die Väter von einem der talentiertesten Spieler zum Traineramt bereit erklären.
b) Der eigene Sohn wird extra gefordert und kommt unter mehr Druck als die anderen Spieler.
Dann gibts noch c) Der Vater verhält sich RELATIV normal, aber der Sohn kann nicht trennen, dass Papa eben der Trainer ist, sobald es auf den Fußballplatz geht.
Alle drei Varianten bei uns im Verein schon erlebt. Hochachtung vor dem Vater, der bei uns kürzlich c) durchleiden musste, der daraufhin beschloss zur neuen Saison nur noch Co-Trainer in der Mannschaft seines Sohnes zu machen, und sich jetzt entschlossen hat, eine andere Mannschaft zu übernehmen, in der sein Sohn nicht spielt. Ich wünschte, alle Väter wären so.
Leider aber, und das ist ein Grundsatzproblem, sind sie nur bereit, Zeit aufzuwenden, um ihren Sohn zu trainieren. Auch hier kein Vorwurf von meiner Stelle, das ist nachvollziehbar. Wenn jeder Vater, der grundsätzlich bereit ist, seinen Sohn zu trainieren, einfach eine andere Mannschaft im Verein trainieren würde, wäre allen geholfen und der Zeitaufwand wäre (fast) der gleiche. -
Zitat:
z.B. Ich war auf Klassenfraht und hatte den Geburtstag von den Kndern in meinem Handy gespeichert. So habe ich da angerufen und gefragt wie das Training war und er hat gesagt, dass es "Scheisse" war.
mfg Äxel l
Ich antworte mal mit dem, was mir einst mein Physiklehrer unter meine Klausur in der 12. Klasse schrieb.
Lore-Ley, Heinrich Heine, 1. Zeile. -
Husten euch eure Eltern nichts, wenn sie 260 km für ein F-Jugend-Hallenturnier fahren müssen, dass evtl. noch nur halbtags ist?

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Das ist hart. Wieso werden die abgeschafft? Web2.0 ist doch der Trend usw^^
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1) Treffen, dabei kann Musik laufen, locker über alles geredet werden, einfach mal "in der Gruppe ankommen".
2) Dabei ziehen sich die Spieler nebenher um, Hosen, Stutzen, Fußballschuhe und Aufwärmshirts und Leibchen fürs Aufwärmspiel.
3) Sobald die Spieler umgezogen sind und ein bestimmter Zeitpunkt erreicht ist, bitte ich um Ruhe, damit beginnt die "offizielle" Spielvorbereitung.
4) Ca. 10 bis maximal 15 Minuten (schon sehr lange) werden taktische Feinheiten besprochen, es wird das referiert, was wir über den Gegner wissen, wie wir ihn erwarten usw und es werden bestimmte Anweisungen erteilt, danach wird die Aufstellung bekannt gegeben.
5) Dann geht es raus zum Aufwärmen (ca. 30 Minuten)
6) Zurück in die Kabine. Trikots an. Passkontrolle. Letzte Motivationsansprache wo es auch ruhig mal etwas aufputschender sein kann, evtl. die letzten wichtigsten Hinweise ("viel schießen. hinten sicher stehen") auf die es an dem Tag ankommt. -
Ich will erst mal nicht inhaltlich zu der Auseinandersetzung reagieren, das werden andere hier tun, die dir vielleicht sagen, dass es falsch war, das Mädchen auszuschließen. Ich seh das nicht unbedingt so, es kann gute Gründe für eine Geschlechtertrennung geben, aber das wie gesagt nur am Rande.
Da deine Überschrift auf die Anzeige abspielt, will ich da mal versuchen dich zu beruhigen. Diese Anzeige hat keine Chance. Es gibt Frauen-Kurse in Selbstverteidigung, es gibt reine Frauen- und Männermannschaften in jedem Verein, es gibt Frauen-/Mädchenvereine oder Vereine wie der unsrige, der z.B. schlicht keine weiblichen Mannschaften hat und das auch nicht vorhat. Eine Anzeige hat da keine Chance auf Erfolg. -
Ich find das auch ziemlich optimal, was BCEfferen da beschreibt. Haut bei uns aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten der Trainer und der Platzkapazitäten nicht hin, aber gerade die Punkte wie "ganzer Platz zum Verschieben" usw und "Austauschbarkeit der Spieler" finde ich ganz wichtig.
Der wichtigste Aspekt ist aber die Möglichkeit, zusätzliche Testspiele auszumachen, das schlägt alles andere. Spielpraxis ist einfach durch nichts zu ersetzen. Wir machen pro Jahr ca. 15-20 Testspiele extra. -
Das ist auch mein Punkt: Ich mag Spiele! Ich liebe dieses Puzzle, zu sehen ob das, was man sich ausgedacht hat, auch funktioniert am Spieltag. Außerdem finde ich dieses Zusammenwachsen eines Teams sehr spannend. Zwei Aspekte, die man als Stützpunktrainer nicht hat.
Interessant finde ich auch, dass bei uns im Verein ca. 50 % der Kinder, die im Stützpunkt sind, nicht besonders gern da hingehen. -
Die große Frage ist, ob das so toll und erstrebenswert ist. Ich habs schon mehrfach angeboten bekommen, kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen, da mir eine "richtige" Mannschaft fehlen würde.
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Nein, du solltest zu Spielen gehen, nicht zu Trainings.
Anschreiben ist keine gute Idee. Warum sollte jemand euch seine Spieler schicken? Würdest du das machen? -
Ich habe als Joystick-Trainer angefangen (immer reingerufen wann, wo, wie abgespielt werden sollte), auch weil ich es nicht anders kannte. Durch Ausbildung wird man klüger
Nach und nach ließ ich das Spiel mehr laufen und stellte fest: Es geht auch ganz gut ohne meine andauernden Anweisungen WIE zu spielen ist. Schlüsselmoment war für mich mal, als wir ein recht wichtiges Qualifikationsspiel hatten, kein Schiri da war, und ich einspringen musste. Da habe ich also GAR NICHTS im Spiel gerufen, und nach etwas nervösem Beginn haben die Jungs das souverän und routiniert mit 5:0 runtergespielt.
Ich hab mich dann mehr und mehr zurückgenommen und feuere eigentlich nur noch an und lobe, oder lasse auch mal einen Tobsuchtsschrei los (nobody is perfect
) wenn ich das Gefühl habe, dass alles nur gemütlich vor sich hinschaukelt.
Also: Vom "Fernsteuern" würde ich auf jeden Fall abraten. -
Bin versehentlich auf ENTER gekommen, daher bitte noch mal das Editierte oben lesen.
Standing: Ansehen, Ruf deines Vereins und deiner Mannschaft in der Region. Z.B. "einer unter vielen" oder doch schon "gute Arbeit, da geht man gerne hin" usw. -
a) Du musst dir Gedanken machen, wen du haben willst, welche Ansprüche er erfüllen soll usw.
b) Dann musst du diese Spieler finden. Von alleine werden sie erst kommen, wenn ihr ein gewisses Standing habt (ich schätze, dass ihr das so noch nicht habt?)
c) Also musst du sichten gehen. Viele viele Stunden auf anderen Sportplätzen verbringen, Spiele anschauen von Mannschaften die in deinem Einzugsgebiet liegen. Es lohnt sich in der Regel selbst, bei sehr schlechten Mannschaften zu schauen, denn oft haben sie doch den einen guten Spieler drin, der einem selber weiterhilft. Gerade solche Spieler sind recht leicht zu einem Wechsel zu bewegen.
d) Du kannst deine Spieler, denen du vertraust, und die so funktionieren, wie du dir das vorstellst, auftragen, selber nach Freunden/Bekannten Ausschau zu halten, die für euch in Frage kommen würden.
e) Nun hast du eine Liste mit potenziellen Neuzugängen, an diese solltest du dich dann wenden. Die Frage ist immer, ob in Absprache mit dem abgebenden Verein oder "heimlich". Meist ist es besser, mit den Trainern direkt zu sprechen, da man spätestens bei den Freigabeverhandlungen eh auf den anderen Verein angewiesen ist und man sich ja seinen Ruf auch nicht kaputt machen will.
f) Wie die anderen schon sagten: Du solltest deinen möglichen Neuzugängen klar darlegen, wie dein Konzept mit ihnen für die nächsten Jahre aussieht, welche Ziele ihr verfolgt, wie ihr die erreichen wollt und warum du ausgerechnet IHN dabei haben willst. Dabei solltest du ehrlich bleiben. Ich finde nichts widerwärtiger, als die ganzen leeren Versprechungen, die in der Wechselphase gemacht werden. So verspreche ich z.B. nie Stammplätze, auch wenn ich überzeugt bin, dass derjenige wohl einen haben wird. Damit halte ich mir alle Optionen offen, ohne mein Wort zu brechen. -
War auch ein Fehler des Schiris. Sobald IRGENDein anderer Spieler den Ball berührt hat, darf der Schütze wieder. Nicht aber, wenn der Ball vom Pfosten kommt.
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Der Elfmeter wird verwandelt:
a) es läuft ein Mitspieler des Torschützen zu früh rein = Wiederholung
b) es läuft ein Verteidiger zu früh rein = das Tor zählt
Der Elfmeter wird nicht verwandelt
a) es läuft ein Mitspieler des Torschützen zu früh rein = Spiel läuft weiter
b) es läuft ein Verteidiger zu früh rein = Wiederholung -
Es ist immer die Frage, was du unter Scouts verstehst. Es gibt viele "mittlere" Vereine, die sich deutlich abheben vom durchschnittlichen Dorfverein. Diese sichten in der Regel beim Dorfverein, wenn sie dich dann holen spielst du dort u.a. gegen Profivereine und wirst dann dort wieder gesichtet usw.
So entgeht in der Regel niemand den Sichtern. Ausnahmen gibts natürlich immer wieder. -
ja, ich hab eigentlich auch nur darauf gewartet dass das system mal furchtbar schief geht

