Beiträge von Chris

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    Zitat:


    Zaungast schrieb am 07.11.2008 08:03

    Zitat:


    Andre schrieb am 06.11.2008 14:40
    Ich könnte dann aber sagen, dass ich es ausprobiert habe und Du nicht.



    Mann muss auch nicht immer dem letzten Schrei nachrennen und kann ruhig abwarten, bis sich das ganze stabilisiert hat. Für mich bleibt Fussball in der Halle (Hallenfussball oder Futsal) ein Verletzungsrisiko und sollte höchstens wenige Male ausgeübt werden. Auch der beste Hallenboden ist im Vergleich zum Rasen einfach Beton. Auch wenn die Regeln Körperkontakt vollständig verbieten würden, kommt es zu Unfällen, die dabei entstehenden Verletzungen dauern schnell mal einige Tage bis Wochen. Hallenmeisterschaften (jedes Wochenende ein Spiel) finde ich darum total daneben.




    Ok, hier sind wir mal anderer Meinung :)
    Ich LIEBE Hallenfußball, egal ob normal oder als Futsal. Das Spiel ist für mich auch ideal für Lernziele, egal in welcher Variante: Es erfordert höchste Ballkontrolle, extrem schnelles Kurz- und Flachpassspiel, ermöglicht viele Ballkontakte und "Action", erfodert Kreativität und schnelles Umschalten sowie ständiges Mitmachen.

    Das mit dem Verletzungsrisiko kann ich so auch nicht bestätigen:

    In der Saison 06/07 haben wir 16 (!) Hallenturniere gespielt (keine Hallenmeisterschaft) und nur eine ernsthafte Verletzung gehabt, die man auch auf die Halle zurückführen kann (Tormann 2 Minutenstrafe, Feldspieler im Tor, Torschuss auf 8 Metern, Handgelenk des Feldspielers knickt um und bricht, Ausfall kein Drama da eh Winterpause und "nur" Hallenturniere waren). Wir hatten uns spielerisch nach der Winterpause auch durch die Halle DEUTLICH weiterentwickelt.

    In der Saison 07/08 spielten wir 9 mal in der Hallenmeisterschaft unseres Kreises sowie 7 weitere Turniere. Ernsthafte Verletzungen: Null.

    Das führe ich vor allem darauf zurück, dass die Spieler bei mir a) in der Regel gut austrainiert sind und b) nur 1,5 bis 2,5 Minuten auf dem Feld stehen. Die Ermüdung ist in der Halle sehr hoch, und wer ermüdet ist, verletzt sich erheblich schneller.

    Zurück zum Thema: Ich habe noch nie ein Futsal-Spiel bestritten, weil mir das Drumherum zu stressig war bisher, es reizt mich aber sehr, und den Futsal-Ball habe ich öfters ins Hallentraining eingebaut, was auch sehr gut ankam. Die Sache mit der Nettospielzeit ist für ein Turnier recht schwierig, wer hat da Erfahrungen, was die Bruttospielzeit anbetrifft?

    Ich spiele mit dem Gedanken, bei unseren diesjährigen Hallenturnieren Einlagespiele mit Futsal durchführen zu lassen.













    Ok, dann hab ich dich missverstanden.

    Bei mir ist es meistens auch so, wie du es beschreibst in deiner "kurzen Geschichte", dass die Spieler keine Sekunde zweifeln, ob sie an ihrem EIGENEN Geburtstag spielen (ja sogar teilweise trainieren) kommen wollen, obwohl ich das IMMER freistelle (von anderen Geburtstagen ganz zu schweigen). Wegen Bundesliga etc. habe ich das Problem nicht.

    Aaaaber, ich hätte halt auch ganz ehrlich gesagt kein großes Verständnis dafür, und hin und wieder hatte ich in Mannschaften schon den einen oder anderen Spieler mit solch einer Einstellung. Wenn derjenige keinen großen Wert darauf legt, bei uns zu spielen, dann lege ich eben auch keinen großen Wert darauf, dass er bei uns spielt (= weniger Einsatzzeit, kein Rausschmiss).

    Zitat:


    Big Bopper schrieb am 04.11.2008 16:24
    Und ja, am besten gleich alle Kids rauswerfen die so denken. Dann braucht man wenigstens nicht über sich selbst als Trainer nachzudenken. Und auch nicht reflektieren, warum das so sein könnte...



    Woher der Angriff auf einmal? Kommt billig rüber.
    Fakt ist: Natürlich arbeite ich lieber mit den Kindern, die bei uns SPIELEN wollen anstatt ein Bundesligaspiel ZUGUCKEN. Und natürlich lasse ich diese Kinder mehr spielen. Wo ist das Problem? Von rauswerfen hat keiner was gesagt.

    Zitat:


    Andre schrieb am 04.11.2008 19:29
    Hi BB, danke, da sind wir -mittler der Weile- auf einer Welle. :]
    Und mal ganz ehrlich Chris, welcher Klopskopf 8o legt die Spiele genau in die Bundesligazeit, ....die ist heilig und ich sitze da total gern, denn ich habe es verdient da zu sitzen und einfach mal nichts zu tun. :);)=)



    Das ist ja legitim. Wie immer: eine Entscheidung, die jeder für sich selber treffen kann und muss, da gibt es für mich kein "falsch" und "richtig". Ich weiß nicht, wie das anderswo ist, aber sind in eurem Bundesland ernsthaft ab Samtag 15 Uhr keinerlei Jugendspiele mehr?
    In Hessen sind dort fast landesweit C-Jugendspiele.

    Das lässt halt nur zwei Möglichkeiten offen: Entweder C-Jugend spielen, oder Bundesliga gucken.

    Wie man das zeitlich anders ansetzen soll, ist mir auch rätselhaft...


    Für mich geht das eigene Aktivsein immer da vor, passiv zu einem Spiel ins Stadion zu gehen. Und wenn ich gucke, geht es den meisten Kindern ebenso: Die sehen zwar gern ihre Stars, aber wenn du ihnen anbietest ein Spiel im TV zu gucken oder selber zu spielen, entscheiden sie sich zu 90 % für das selber spielen.

    Was ich dazu immer mal wissen wollte:

    Muss der Verein das Geld vorher auszahlen?
    Oder dazu in der Lage sein?

    Oder kann das völlig ohne Bargeld und ohne, dass das Geld vorhanden ist, ablaufen:

    Also:

    Übungsleiterabrechnung unterschreiben.
    Dann "spenden" - wie sieht das verwaltungstechnisch aus? Wie passiert das? Wo kann das geschehen, wie geht das in der Vereinskasse vor sich?
    Dann stellt der Verein eine Spendenquittung aus?

    Ist es aber nicht auch so, dass der Verein dann zahlen muss, wenn der Übungsleiter darauf auf einmal besteht?

    Die Situation in den Landesverbänden ist sicher wieder einmal unterschiedlich, aber hier die Info, wie es in Hessen ist:

    Wenn kein Schiri erscheint, muss sich "ernsthaft" um eine neutrale, dritte Person als Schiri bemüht werden. Gelingt das nicht/kann man sich nicht auf einen Schiri einigen, MUSS der Platzverein einen Schiri stellen. Tut er das nicht, verliert er.

    Am sinnvollsten (aber nicht Pflicht) ist es, vor dem Spiel auf den Spielberichtsbogen zu schreiben: "Da kein Schiri erschien, einigten sich Verein A und Verein B darauf, dass NAME von Verein A das spiel pfeiffen wird." Das unterschreiben dann beide Vereinsvertreter. So beugt man Geheule nach dem Spiel vor.

    Allerdings gilt es als stillschweigende Zustimmung, wenn der Gegner das Spiel bestreitet.

    In Hessen hätte ein Protest null Chance auf Erfolg. Ich gehe davon aus, dass das bundesweit genau so ist. Die Tatsachenentscheidung des Schiris -egal wer er ist - steht über allem. Theoretisch hättest du auch 20 Elfmeter für dein Team pfeiffen und 3 rote Karten dem Gegner geben können, und ein Protest hätte keine Chance auf Erfolg.

    Was hättest du besser machen können?
    Beim Pfeiffen nicht mehr, so wie du schreibst (Nachspielzeit, sogar Ecken und Freistöße gezählt), geh ich davon aus, dass du dich bemüht hast, objektiv zu pfeiffen, mehr geht nicht.

    Vor dem Spiel hättest du ihn unterschreiben lassen können (s.o.).

    Besser wäre gewesen, wenn ein Elternteil von dir oder ein Schiri/anderer Jugendtrainer aus dem Verein gepfiffen hätte - konntest du da keinen anrufen?

    AUßerdem empfiehlt es sich, die Telefonnummer des Klassenleiters und vor allem Schiri-Ansetzers im Handy eingespeichert zu haben. Bei uns sind die sehr kooperativ, da heißt es dann z.B., dass sie den eingeteilten Schiri anrufen oder einen anderen schicken, der in der Nähe wohnt.

    Ich sehe das genau so. Für mich ist wichtig in der Halle, dass flach, schnell und aggressiv gespielt wird.

    Jeder Spieler hat sich permanent an der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung zu beteiligen. Aufgrund der hohen anaeroben Anforderungen wechsele ich ca. alle 2 Minuten komplett im Block aus.

    Es ist viel wichtiger, dass die Spieler selber kreativ Lösungen finden, als feste Spielzüge vorzugeben.

    Halle ist für mich die pure Spielfreude, hohes Tempo und technisch hohes Niveau.
    Meine Mannschaft ist mit dieser Einstellung letztes Jahr als rein junger B-Jugend-Jahrgang Hallenkreismeister geworden und hat einige gut besetzte Turniere gewonnen (ich habe das nicht (nur) aus "Stolz" erwähnt, sondern als Hinweis darauf, dass man keine einstudierten Spielzüge braucht).

    EDIT: Nebenbei halte ich auch jede Diskussion um Aufstellungen und Formationen in der Halle für Unsinn. Bei 4:4 Feldspielern hat jeder sich permanent an Offensive und Defensive zu beteiligen, es gibt bei mir nur immer eine grobe Einteilung (etwas offensiver, etwas defensiver), so dass klar ist, wer im Wechselspiel den letzten Gegenspieler zu decken hat, wenn wir angreifen. Wer bei eigenem Ballverlust stehenbleibt, kommt sofort raus.

    Das hat nichts mit Kindern oder Erwachsenen zu tun. Es ist völlig problemlos möglich, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Training zu absolvieren. Viele Jugendmannschaften im oberen Leistungsbereich (nicht: Altersbereich) trainieren 3-4 x die Woche - wie soll das möglich sein, wenn man nicht manchmal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen trainiert?

    Man kann sogar am Spieltag selbst ein Training abhalten, ohne dass es ein Problem ist (es kommt natürlich immer auf die Intensität an).

    - Danach schieben wir 4 Spieler mit Ball auf Platzbreite auseinander und weisen noch mal auf die Abstände der Kette hin. Jetzt geht es ins seitliche Verschieben, sowie draufgehen und fallenlassen. Dabei wird zunächst aber immer nur eine Station weiter gespielt, so dass man vorher schon weiß, wo der Ball als nächstes landet. Als nächster Schritt wird dann freies Spiel der Angreifer erlaubt, während die Verteidiger weiter nur teilaktiv angreifen.
    - Man kann Markierungshilfen verwenden für die Abstände der Spieler zueinander, etwa Hütchen um den Platz in Zonen aufzuteilen, oder Seile, um die Spieler miteinander zu verbinden. Das gilt für alle Übungen.
    - Als Steigerung kann man 5 Spieler über die Platzbreite verteilen. Nun noch mal das Prinzip erklären, warum man den "ungefährlichsten" Spieler freilassen kann, und immer wieder unterbrechen, fragen wer der ungefährlichste Spieler ist, und warum.
    - Als nächstes schnappe ich mir meistens die 4 Besten bis dahin, stelle sie als Kette, und lasse 10 (15) Angriffe der anderen Spieler (im Wechsel) im 4:4, später dann 5:4 oder, wenn es gut läuft,sogar 6:4 aufn ein Tor mit Torwart, freiem Spiel und Abseits laufen. Das Resultat sind meistens sehr wenig Torchancen, geschweige denn Tore. Und das meistens bei Mannschaften mit sehr guten Offensivspielern. Wenn ich dann die Frage stelle: "Wie viel Tore wären bei einer normalen Trainingsübung gefallen, wenn wir vorher einfach 4:4/5:4/6:4 gespielt hätten?", hat das einen gewissen Aha-Effekt, weil jeder weiß, dass bei solchen Übungen im Training dank unsortierten Abwehrverhaltens normalerweise doch einige Tore mehr fallen = Die Viererkette wird als Vorteil erkannt und angenommen
    - Man kann dann dazu übergehen, in der Elferformation ohne Ball das verschieben auf verschiedenfarbige Hütchen zu üben, die die Stellung des Balls symbolisieren, der Trainer gibt durch Nennung einer Farbe die Ballposition vor. Alternativ kann das bei großer Spielerzahl auch dadurch erfolgen, dass die "überzähligen Spieler sich quer im Feld verteilen, statisch sind und sich den Ball hin und herpassen, wobei die Mannschaft entsprechend verschiebt und sich positioniert". Die Spieler werden dann recht schnell selber erkennen, wie eng die Räume für den Ballbesitzenden sind, und dass ihnen das in der Verteidigung einen Vorteil verschafft.
    - zum Abschluss öfters ein freies Trainingsspiel anbieten, indem zum Beispiel bei 14 Spielern zwei ins Tor gehen,. und die beiden Mannschaften in ein 4-2 eingeteilt werden und darauf bestanden wird, dass bei Ballverlust als allererstes gemeinsam dieses 4-2-System formiert wird, um dann GEMEINSAM gegen den Ball zu verteidigen. Das hat ebenfalls einen hohen Lerneffekt und die Angreifer merken erneut, dass es ihnen selbst in einem Trainingsspiel nun viel schwerer fällt, zum Torerfolg zu kommen. Trainingsspiele, die in 20 Minuten vorher 8:6 ausgingen, gehen nun 2:1 oder 3:1 oder gar 2:0 aus = Überzeugung für diese Abwehrform bei den Spielern wächst.

    In der zweiten Trainingseinheit führe ich oft gern ein Video von Nationalmannschaften vor, wobei man die Viererkette und das Verschieben erkennt, sowie Fehler, die zu Toren führen (Dauer: ca 15-20 Minuten inkl. Unterbrechungen und Erklärungen).

    Es gibt noch viele Spiel- und Übungsformen, aber die meisten davon hab ich ja nicht selber erfunden (ich habe versucht, mir die eine oder andere selber auszudenken, manche haben geklappt, andere waren ein Fiasko :D ), daher höre ich hier mal auf, denn ich hab das Rad ja nicht neu erfunden, sondern setze nur das um, was in Lehrbüchern steht und glaube, dass meine Beschreibung bis hierhin schon recht lang und wirr war... Das ist auch nicht ganz die didaktische Reihenfolge, wie ich sie verwende (grob strukturiert schon), da ich das jetzt einfach mal so aus dem Kopf aufgeschrieben habe. Aber ich denke, es wird schon deutlich, wie ich das so ungefähr umsetze.

    Das A und O ist meines Erachtens, dass der Trainer selber voll hinter der Kette steht und den Spielern das WARUM und den VORTEIL vermitteln kann, den sie daraus ziehen können. Immer wieder Übungen unterbrechen und korrigieren: WARUM muss Spieler X jetzt WO stehen? Das führt vor allem bei den Angreifern immer wieder zu Unmut, weil man meistens unterbricht, wenn sie eine gute Aktion haben, aber trotzdem ist das meines Erachtens essentiell. Ich bin der Meinung, jede durchschnittlich talentierte Mannschaft (ich rede nicht von Teams, bei denen die meisten Kinder klar UNTERdurchschnittlich talentiert sind) kann innerhalb von 4-6 Wochen die Grundlagen lernen.

    Hmmm, ich weiß nicht, ob ich mich nicht vielleicht ein wenig missverständlich ausgedrückt habe. Ich bin doch kein Wundertrainer, der innerhalb von drei Wochen ein paar 13jährigen eine perfekte Kette beibringt. Vielleicht beschreib ich noch mal, was man meiner Meinung nach innerhalb von drei-fünf Wochen erreichen kann und wie ich das gemacht habe. Ich hab ja weiter oben auch geschrieben, dass man innerhalb dieser Zeit die GRUNDLAGEN vermitteln kann.

    Erreichtes Ziel, wir reden hier nur vom Spiel ohne Ball(alles andere ist in den paar Wochen nicht hinzukriegen)

    - Die Spieler verstehen den grundlegenden Vorteil einer ballorientierten Verteidigung gegenüber Manndeckung
    - Sie machen kognitiv den Schritt vom "jeder verteidigt für sich" hin zum "wir verteidigen als Team" (das ist fast das Wichtigste für mich), gerade bei Spielern, die aus der D/C2-Jugend kommen.
    - Sie lassen sich wieder in die Kette fallen, wenn der Ball quer gespielt wird, anstatt diesem hinterher zu laufen (mehr dazu unten)
    - Sie verschieben rudimentär schon gut zum Ball
    - die Abstände der Kettenmitglieder sind schon recht passabel (Probleme siehe unten)
    - wenn sie gut sind (wie die jetzige C2), machen sie das Spiel in der Abwehr bei Ballbesitz schon breit, die Innenverteidiger lassen sich sogar fallen, und machen es bei Ballverlust eng
    - noch mal ganz deutlich: wir spielen NICHT auf Abseits, haben das nie vor und werden das wohl nie tun, das ist auch KEIN zwingendes Element der Viererkette
    - man erkennt klar eine Viererkette, und dass verstanden wurde, wie diese zu spielen ist, auch wenn gerade bei schnellen Angriffen natürlich noch nicht alles funktioniert

    NICHT erreicht innerhalb von 3-5 Wochen
    - Eine ganze Menge :D
    - Ich rate zu einem flachen 4-4-2 im Mittelfeld, da man zum Anfang Mittelfeld und Abwehr identisch schulen kann. Die Abwehr kriegt das mit der Kette am Anfang relativ schnell gut hin, im Mittelfeld dauert es sehr viel länger, bis das erkennbar ist. Ein Verschieben zum Ball hin ist erkennbar, eine Ordnung mit einer Linie und seitlichen Abständen eigentlich nicht. Das dauert (Monate), ist aber nach meiner Erfahrung auch normal für mich.
    - In der Abwehr wird oft nicht ganz auf der Linie agiert, wenn es so sein sollte (die L-Bildung ist auch noch nicht perfekt), dadurch wird das gegnerische Abseits oft aufgehoben, wenn es gar nicht passieren dürfte. Das ist aber innerhalb von wenigen weiteren Wochen Geschichte.
    - Gemeinsames Rausrücken und Kommunikation untereinander fehlt noch (das ist aber eher ein grundlegendes Problem)
    - Die seitlichen Abstände in der Abwehr sind auch noch nicht perfekt. Meistens ist es so, dass die Abstände zwischen den IVs schon recht gut sind, aber die AV öfter mal große Abstände zu den IV aufweisen. Ist auch in den nächsten Wochen gut abstellbar.
    WIE haben wir das erreicht?

    Zunächst mal ist es so, dass auf Nachfragen die meisten Spieler das Taktiktraining als eher unspannend empfanden und empfinden (große Teile davon), es aber trotzdem begrüßen, weil sie sagten, dass sie bemerken, dass sie etwas lernen und ihnen das etwas gebracht hat.

    - ich halte nicht so wahnsinnig von der DFB-Schule, vom 1:1 zum 2:2 usw., ich halte mich weitestgehend an die Schule von Arrigo Sacchi, da sie meiner Meinung nach schnellere Fortschritte bringt und gleich mit dem "Ganzen" anfängt. Das 1:1, 2:2 usw. sollte man in E- und D-Jugend eh geschult haben. WICHTIG: ich streiche alles, was mit der Abseitsfalle zu tun hat, obwohl es bei Sacchi natürlich einen großen Teil seines Konzepts einnimmt.
    - prinzipiell fange ich mit einer Schulung an der Tafel an. Obwohl ich mich bemühe, diese kurz zu halten, gerät sie doch immer zu lang, meist so um die 30 Minuten. Man sieht richtig, wie es raucht in den Köpfen der Kinder, aber ich entscheide mich trotzdem, das lieber einmal mit Schmerzen durchzuziehen, als häppchenweise. Ich verbinde das auch immer mit aktuellen Clubmannschaften und erkläre, dass z.B. diese oder jene Mannschaft so spielt, was natürlich den Effekt des nacheifern-wollens hervorruft
    - Dann geht es auf den Platz, das erste was geschult wird ist Draufgehen und Fallenlassen. Zwei Viererketten, die sich gegenüber stehen und auf Kommando (später frei) quer spielen, während die Spieler draufgehen und sich dann beim Querpass fallenlassen. Dann wird aufgezeigt (plastisch) was passiert, wenn die Spieler dem Ball hinterherlaufen, so wie sie es gewohnt sind (Lücken). Das ganze in Frageform verpacken, da die Spieler oft sehr interessiert teilnehmen und das selber erkennen.

    Ich suche schon seit langem eine gute "Trainerbörse", bei der sich entweder Trainer anbieten oder Vereine die Trainer suchen können.

    Ich kenne mehrere Projekte, aber alle haben sich nicht durchsetzen können. Sehr gut hat das mal im Forum des Berliner Fußballverbandes funktioniert.

    Ich bin kein Nürnberg-Fachmann, meine mich aber zu erinnern, dass Meyer damals nicht "offen" mit Libero gespielt hat, aber einer seiner Spieler so weit zurückgezogen agierte, dass es de facto mit Libero war. Aber sicher bin ich mir nicht mehr.