Beiträge von Dirk Coerverfan

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    Constantin

    Wir beide sind auf einer Wellenlänge in Bezug der WM. Ob ich in der U9 allerdings schon von Kinder verlangen kann, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen können?

    Für mich wäre hier das Erlernen der Basistechinken: Torschuss und Dribbling von herrausragender Bedeutung. Die Entscheidungsfindung sollte meiner Meinung nach in diesen Alterstufen spielerisch und ohne Einflussnahme von Erwachsenen erfolgen.


    Ein Vordenker des DFB sagte einmal auf einem Talentfördersymposium. Um einen offensiven Fußballer auszubilden benötigen wir mindestens 13 Jahre. Um einen offensiv ausgebildeten Spieler auf die Defensive umzuschulen, benötigt ein guter Herrentrainer 3 Monate.

    Diese Aussage habe ich extrem verinnerlicht und zu meinem Ausbildungsschwerpunkt in der gesamten Kinder- u. Jugendausbildung gemacht.

    Somit sind wir in der Torjägerausbildung auf einer Wellenlänge.


    Hier sollte jeder für sich seinen eigenen Weg finden.

    Für mich bedeutet offensive Ausbildung der Spieler (hier Torjäger), dass sie 13 Jahre lang immer wieder vor den unterschiedlichsten Torschusssituationen gestellt werden und zwar von der frühesten Alterstufe an. Dadurch sammeln sie extrem viele Erfahrungen. Aus diesen Erfahrungen erwächst, je älter sie werden, eine immer größer werdende Kreativität.

    Je mehr Erfolgserlebnisse ich den Spielern im Training und im Spiel verschaffe, umso mutiger und selbstbewusster werden sie.


    Jetzt die 2 wichtigsten (von mindestens 10) Argumente gegen die kleinen Tore.

    Die Räume vor dem Tor werden so extrem verdichtet, dass es die kognitiven und die koordinativen Fähigkeiten der jungen Spieler überfordert um das Ding erfolgreich ins Netz zu hämmern.



    Ich denke eher das wir kreative Spieler ausbilden sollten. Kreativität kann sich nur aus einen großen Schatz an Erfahrungen entwickeln. Je häufiger Kinder versuchen eine Situation zu lösen, desto größer wird ihr Erfahrungsschatz. Je mehr Erfolgserlebnisse ich schaffe, desto mutiger und selbstbewusster werden sie.


    Das schlimmste was wir den Spielern vermitteln können ist: "Das kann Ich nicht"

    Das erzeuge ich meiner Meinung nach, wenn ich es zu schwer mache ein Tor zu erzielen nur damit ich einen Torspieler nicht frustriere.


    Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir im Kinder- und Jugendbereich Erfolgserlebnisse auch und gerade beim Torschuss schaffen müssen, um unsere Torjägermisere im Erwachsenenbereich endlich zu beenden.


    Die kleinen Tore sind Ausbildungstechnisch für mich eine Katastrophe.

    maider187
    1. Ich hätte folgende Antworten anzubieten

    Tore schießen und Dribbeln bringt den G-D- Kindern/Jugendlichen am meisten Spaß.

    Diese Spaßfaktoren verschieben sich je weiter man zur D-Jugend kommt. Und ja auch in der F- u. E-Jugend gibt es die Ausnahmespieler, die als Feldspieler gerne Tore verhindern.


    2. Lebenslange Freude am Fußballspiel sollen/wollen wir den Kindern vermitteln.

    Früher hat es der Straßenfussball bei den Kinder geschafft.

    Ein wesentliches Merkmal des Straßenfussballs: Keine Steuerung, Überbehütung und Bevormundung und von Erwachsenen. Extrem viele Tore in kurzer Zeit und viele andere kindgerechte Merkmale.


    3. Den Ausbildungszielen abzuschwören, nur weil es vereinzelt weitertwickelte Spieler in den untersten Alterstufen gibt, finde ich persönlich sehr schade. Leider treffen diese Spieler immer noch sehr häufig auf die ergebnisgeilen Betreuer. Vielleicht sollte man im Kinderfussball an diesem Problem ansetzten oder einfach minimale Regeländerungen einführen.


    4. Die spezielle Torhüterausbildung sollte erst in der D-Jugend beginnen.

    Die Idee ohne Torwart hat etwas sehr Positives. Dann würden die Trainer/Betreuer gar nicht mehr auf die Idee kommen, Torhüter schon in den jüngsten Stufen auszubilden.

    Ich fände es besser wenn wir, in diesen Alterstufen, alle Spieler auch als Torhüter einsetzen. Somit brauchen wir nicht auf den Torhüter verzichten. Er gehört für mich einfach zum Spiel dazu.


    5. Ich komme für mich auf die 5x2m Tore, da der Torwart zum Spiel dazugehört. Da jeder Feldspieler bis zur D-Jugend als Torwart eingesetzt wird verteilt sich der Frust auf alle Kinder gleichmäßig.

    RedDevil


    Wenn es für den Torwart unfair wird, stelle doch einfach einen neuen Spieler ins Tor.

    In der Halbzeit oder im 10 minütigen Wechsel kann man ihn doch auswechseln. Dann darf der Torwart zeigen wie gut er als Feldspieler ist.

    Gegenfrage: Ist es fair wenn die anderen Spieler 8-12 am Spiel beteiligten Spieler keine Tore mehr schießen?

    Was bringt den Kindern am meisten Spaß beim Fußball in der G- D- Jugend?


    Was sollen/wollen wir Trainer den Kindern in diesem Alter vermitteln?


    Welches sind laut DFB die Ausbildungsziele in dieser Alterstufe?


    Ab wann sollen wir Trainer, laut DFB, mit der speziellen Torhüterausbildung beginnnen?


    Wenn man diese Fragen richtig beantwortet, weiß man auch wie wichtig diese Tore sind-- oder?

    fussballschule_tirol

    was möchtest Du mit Deiner suggestiven Fragestellung erreichen?

    Ich poste hier nur noch den Werdegang meiner von mir ausgebildeten Spieler.

    Sollten wirklich noch einmal neue Fachfragen über Coerver-Coaching kommen, dann

    werde ich, zwar nicht immer sofort, auch antworten.

    Puh!! Du bist sehr interresiert. Das freut mich. Die Fragen habe ich alle schon in diesem Forum beantwortet. Suche bitte danach.

    GAG(A) findest Du über die Suchfunktion.

    In diesem Thread findest Du auch Videos von der Trainertech in Rosenheim. Das kannst Du Dir gerne anschauen. Damit dürften Deine Fragen weitgehend beantwortet werden.

    Beides!

    Coerver-Coaching wird immer nachgesagt, dass es nur isoliertes Techniktraining durchführt. Das ist falsch.

    Die Coerver-Coaching Trainingseinheit wird ähnlich aufgebaut wie das Schweizer GAGA Model.

    Ich bin mir sicher, dass auch die Schweizer von Coerver gelernt haben.

    Die Spieler kamen im jungen Jahrgang E-Jugend (außer Jann-Fiete und Marco die waren noch F-Jugend) zu mir und gingen nach dem alten Jahrgang D-Jugend (Jann-Fiete Junger Jahrgang D-Jugend).

    Für mich war immer auf ein altersentsprechendes Training extrem wichtig. Dadurch konnte ich mir die Ziele für die Alterstufen klar vorgeben.Niemals habe ich ein Ausbildungsziel aus den höheren Alterstufen vorgezogen. Wenn das Ausbildungsziel erreicht war, habe ich einfach die Intensität erhöht durch die 3 Steuerungsgrößen erhöht.


    Obwohl ich sehr stolz auf meine Leistung bin, ist mir bewusst, dass ich nur einen kleinen Teil zur Ausbildung dieser Spieler beigetragen habe.


    Trotzdem bin ich immer noch überzeugt davon, dass ich in den 1,5 bis 3,5 Jahren, die ich die Spieler in meiner Dorf-Fußballschule und als Techniktrainer der Kreisauswahl ausbilden durfte, vieles richtig gemacht habe.

    Auch lasse ich mich nicht von der These abbringen, dass das Techniktraining in dieser Alterstufe das "A und O" ist.

    Da ich mich als Trainer niemals über den Mannschaftserfolg definiert habe, sondern nur über den individuellen Fortschritt der einzelnen Spieler, möchte hier immer mal wieder den Werdegang einiger meiner Spieler zeigen.




    https://www.transfermarkt.de/j…arp/profil/spieler/343337




    https://www.transfermarkt.de/t…sen/profil/spieler/236986




    https://www.transfermarkt.de/m…ens/profil/spieler/274039


    Marco Drawz.jpg

    https://www.transfermarkt.de/m…awz/profil/spieler/317733



    http://www.transfermarkt.tv/be…uer/profil/spieler/335489




    https://www.transfermarkt.de/t…ohr/profil/spieler/284347

    Tjorve ist auf dem Sprung in die 1. Mannschaft.

    open-minded

    Uupps! Deine Frage hast Du vor fast einem Jahr gestellt. Hier nun meine blitzschnelle Antwort. :sleeping:
    Seit August 2015 bin ich selbständig. Als Trainer habe ich nur einmal die Woche die Mannschaft meines jüngsten Sohnes ausgebildet.

    Bis auf die Tätigkeit als Referent in der DFB-Trainerausbildung wurden von mir alle meine sonstigen fußballerischen Aktivitäten eingefroren.

    @Frechto


    Du machst es richtig.
    Dehnen ohne pysiotherapeutische Ausbildung ist Körperverletzung (Meine Meinung)
    Hier findest Du Argumentationshilfen für Eltern und andere Kritigker:
    http://www.nostretch.de/
    Unter dem Menüpunkt ... etwas einfacher sind wirklich sehr verständliche Texte hinterlegt.


    Diese Wissen ist schon seit über 17 Jahren bekannt.
    Selbst Referentenkollegen von mir sagen immer noch "Dehnen schadet nicht",
    obwohl wir unsere angehenden DFB Trainer C schon seit 2008 nicht mehr im Dehnen ausbilden dürfen.
    Mal schauen wie lange im Fußball noch gedehnt wird?

    @Sir Alex


    Pädagogik hat nur ganz wenig, es sein denn es wird explizit erwähnt, mit der Methodik zu tun und ist somit unabhängig von Coerver, DFB, Schreiner, MFS, Barcelona Fußballschule, Ajax Amsterdam usw.


    In diesem Thread habe ich als Trainer u. Funktionär geschrieben, der ein wenig mehr Einblick bekommen durfte als der Breitensporttrainer.


    NLZ Konzept: Es kann natürlich sein, dass er meine fachliche Inkompetenz so diplomatisch ausdrücken wollte.
    Die Aussage ging aber eindeutig in die Richtung:
    Das NLZ ist eine eigenständige Kostenstelle im Verein.
    Die Mittel dort sind nur begrenzt. Klar haben die nicht auf mich gewartet, dass ich ihnen ein Konzept erstelle.
    Wer ist schon ein Dorftrainer ohne Name. Ich bin gefragt worden, ob ich ein Konzept erstellen kann und mag.


    Ich wollte nur verdeutlichen, dass für die Ausbildung der Ausbilder kein oder nur im geringen Maße Geld zur Verfügung gestellt wird.
    Da arbeiten immer noch ehrenamtliche Trainer nur minimal ausgebildete Trainer am NLZ.
    Für mich unfassbar in einem Millardengeschäft.


    Nur zur Info: Seit 1,5 Jahren bin ich nicht mehr bei Coerver. Mein Honorar als DFB-Ausbilder ist und war wesentlich höher.


    Zweifel an meinem Konzept:
    Wer sich nicht reflektieren kann, ist als Kinder- u. Jugendtrainer völlig fehl am Platz.
    Mir das vorzuwerfen ist schon harter Tobak.
    Aber aus der anonymen Ecke zu schießen ist auch recht einfach.
    Du solltest auch weiterhin annoym hier schreiben, denn deine Ansichten stehen einem NLZ nicht gut zu Gesicht.
    Jeder Leiter würde dich sofort für Dein Geschreibsel feuern.

    @Ralf K.
    Ich bewundere Dich vom ganzen Herzen. Es ist Wahnsinn, was Du im deutschen Kinderfußball bewegt hast.
    Es ist kaum auszumalen was im Kinderbereich passiert wäre, wenn es die Fairplayliga nicht geben würde.


    Jetzt bräuchten wir beim DFB nur noch eine "Lokomotive" im Kinder u. Jugendbereich, der die "schwarze Pädagogik" im
    Kinderfußball, durch kind- und altersgerechte Ansätze ersetzt.


    Mein Ausbildungskonzept für NLZ-Trainer habe ich einmal einen Profiverein vorgestellt.


    Einen Kinder- u. Jugendtrainer 3,5 Jahre in Dualen-System u. in Vollzeit (ca. 5000 - 6000 Stunden) ausbilden würde ca. 50.000€/pro Jahr kosten.
    Im NLZ müssten dann für 7 Trainer pro Jahr ca 350.000,-€ ausgegeben werden.
    Endsumme für die Ausbildung nach 3,5 Jahren 1.225.000,-€


    Die Gehälter der Trainer würden nach der Ausbildung bei 40.000€ bis 75.000€ liegen.
    Somit wären die Jahresgehälter ungefähr bei der gleichen Summe.


    Der NLZ-Leiter war sehr angetan.
    Allerdings kam dann wieder die Aussage:
    "Wir haben kein Geld"


    Das sollte mal ein Industrieunternehmen sagen:
    "Ich will in Deutschland, in Europa und in der Welt Marktführer werden"
    "Sorry; aber für die Ausbildung des Personals haben wir kein Geld"

    @Talentfreier Vater
    Zusammengefasst:
    Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und deshalb müssen die Kinder so früh wie möglich herangeführt werden.
    Und das geht nur wenn sie so früh wie möglich lernen, dass sich Leistung lohnt.
    In Watte packen und Wohlfühl-oase das können sie zu Hause bei Muttern haben.
    Hier im NLZ müssen sie sich auf die Fußballkarriere konzentrieren. Und das geht nur mit Selbstdisziplin und hohem Zeitaufwand.
    Du spiegelst genau die Aussagen der meisten NLZs wieder. Danke dafür


    Du beschreibst den Zeitansatz ganz gut und wie ich vermute auch einigermaßen realistisch. Du hast vergessen zu erwähnen, dass er die Hausaufgaben auch noch macht und sich nebenbei mit seinen Freunden trifft.
    Eventuell bekommt er auch noch Nachhilfe, damit er in der Schule nicht absackt. Das NLZ(wenn es nach den Richtlinien arbeitet) würde ihn ansonsten beurlauben, damit sein wichtiges zweites Standbein (die Schule und somit das normale Leben) nicht wegbricht.
    Und es wird noch mehr, wenn er in die U-Nationalmannschaft berufen wird.


    Puh, Deine Thesen zur Pisa Studien solltest Du bitte noch einmal überprüfen. In Deiner Aussage stecken mindstens 2 offensichtliche Fehler. Bitte, bitte überprüfe noch mal deine Aussagen mit den "Schwachen"


    Dein Sohn würde es Dir auch nie erzählen auch wenn er es anders empfinden würde, jetzt noch nicht. :(
    Frag mal Deine Frau, die hat die Antennen dafür. :)


    Das sind keine Dauernörgeleien, das was Du oben schreibst hast Du doch nicht erfunden-- oder?