Beiträge von Dirk Coerverfan

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    Ich bin ein Verfechter des altersgerechten Trainings und Spielens.

    Mein Training richte ich immer an den Entwicklungsstand der Kinder aus. Sehen_Kindliche_Entwicklung.pdf


    Wenn die Gesichtfelder noch eingeschränkt sind, Wenn die Nahfernumschaltung noch nicht gut funktioniert und wenn Kinder erst mit ca. 9 Jahren (Achtung Statistik betrachtet nie den Einzelnen) Entfernungen einschätzen können, warum muss ich dann Pässe als Taktik üben, bzw. durch Regeländerungen erzwingen?

    Wäre es nicht viel einfacher seine Trainingsschwerpunkte so zu setzten, dass man dabei den Entwicklungstand der Kinder berücksichtigt.

    Wenn Kinder noch keine Entfernungen einschätzen können und noch kein abstraktes Denken bezüglich Gefahrenbewusstsein haben, warum soll ich dann Taktiken (Spieleröffnung und Kurzpassspiel) trainieren und oder einfordern? Wäre es nicht viel besser, dass zu trainieren, wass der Entwicklungsstand der Kinder zulässt.

    Koordination in allen Varianten, denn wer seinen Körper beherrscht wird früher oder später den Ball als seine Partner und Freund behandeln. Wenn Kinder ein eingeschränktes Sichtfeld haben, Entfernungen noch nicht abschätzen können, noch nicht spiegelbildlich Denken können (Pass auf den starken Fuß des Mitspielers ist somit nur Glück) warum dann nicht das Dribbeln bis zum Äußersten trainieren?

    Ist es nicht das, was die Kinder lieben und was ihnen Selbstvertrauen gibt?

    Ich beherrsche meinen Körper, ich beherrsche den Ball und mir gelingt schon mal ein "raumüberwindendes Dribbling" und ein "gegnerüberwindendes Dribbling".

    Ich glaube, bzw. bin davon überzeugt, dass die Kinder dann selten in diesen beiden Alterstufen Spiele gewinnen werden. Erst ab alter Jahrgang E- bzw. ab der D-Jugend kommt dann die langfristig und altersgerechte Ausbildung der Kinder so zum Tragen, dass sie auch Spiele dominieren können. Das habe habe ich schon einmal ausprobiert und werde es jetzt noch einmal so versuchen.

    Achtung ich habe jetzt von F- und E-Jugend geschrieben.

    Thomas0815-2

    Deine Beweggründe für die Spieleröffnung kann ich größtenteils nachvollziehen. Du möchtest die Kinder animieren, in das Kurzpassspiel oder in das Dribbling zu kommen. Nimmst Du ihnen dadurch nicht die Möglichkeit schnell Tore zu erzielen und somit individuelle Erfolgserlebnisse zu schaffen? Zählt ein Tor aus 20 Meter Entfernung weniger als ein Tor aus 5 Metern? Werden deine taktischen Beschränkungen in dieser Alterstufe (F- u. E-Jugend) von den Kindern verstanden?

    Sind Kinder in diesem Alter mit dem Kurzpassspiel als taktische Varianten nicht völlig überfordert? Können Kinder in diesem Alter schon so präzise Pässe über 5 bis 10 Meter immer und immer wieder spielen und das unter Wettkampfdruck?

    Wenn Du solche taktischen Vorgaben in diesen Alterstufen machst, können sich dann die Kinder kreative Lösungen einfallen lassen?



    Ich persönlich denke, dass die Kinder in der F-, E- und D-Jugend keine taktischen Beschränkungen auferlegt bekommen sollten.

    Frei nach dem Zitat von Konfuzius: Sage es mir und ich vergesse es. Zeige es mir und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich selbst erfinden und ich werde es beherrschen. Ich bin mir auch bewusst, dass ich mit meiner Meinung fast ganz alleine da stehe.

    Thomas0815-2

    Es gehört zwar nicht unbedingt in diesen Thread aber du erwähntest, dass du von der F-Jugend an eine Spieleröffnung trainiert hast, die dann in der D-Jugend recht erfolgreich funktionierte.

    Hast Du 4 Jahre (2 Jahre F-Jugend und 2 Jahre E-Jugend) lang die Spieleröffnung bzw. das Aufbauspiel vom Torwart aus trainiert?

    Wieviel Zeit hast du pro Training dafür benötigt?

    Thomas0815-2

    Du beschreibst es im Eröffungsthread genau so wie es ist. Gewinnen und verlieren gehört zum Fußball dazu.

    Deine Frage die Dich umtreibt:

    Ab wann sollte man Kindern sagen ob sie gewonnen oder verloren haben?

    unter #14 hast Du Dir die Antwort selbst gegeben. Sie werden es selbst irgendwann checken.

    Dadurch das sie im Champions-League-Modus spielen gibt es an einen Spieltag sehr viele Spiele und somit sehr viele Siege und sehr viele Niederlagen. Aufgrund der Vielzahl an Spielen sind die einzelnen Ergebnisse in diesem Spielmodus allerdings auch schneller wieder vergessen. Kinder in der Bambini und machmal sogar einige F-Jugendliche vergessen Spielergebnisse sehr schnell. Typisches Beispiel: Oma fragt Enkel wie das Spiel ausgegangen ist. Antwort Enkel: "Keine Ahnung aber ich habe 2 Tore geschossen"

    Spätestens in der F-Jugend oder E-Jugend kommen Jungs in das "Wettkampfalter" Sie wollen sich mit alles und jeden messen und sie wollen auch wissen ob sie Sieger sind oder nicht.

    Entscheident ist Deine HALTUNG als Trainer. Du darfst niemals sagen oder denken: "Die Kinder müssen gewinnen oder die Kinder dürfen nicht verlieren".

    Kinder können Niederlagen und Rückschläge sehr, sehr schnell und gut verkraften. Ich denke der Spruch: "Hinfallen, Krönchen richten (Mund abwischen) und weitermachen" ist von Kindern erfunden worden. Erwachsenen haben mit Niederlagen viel Länger ein Problem. Wir Erwachsenen analysieren, finden Lösungen und für die Zukunft entwickeln wir Strategien und denken stunden- manchmal auch tagelang darauf rum.

    Da Du als Trainer in der Bambini, in der F-Jugend und teilweise auch in der E-Jugend immer noch das Idol der Kinder bist, solltest Du hier unterstützend einwirken.

    Bei den Bambinis ist es überhaupt kein Problem, sie leben "im Hier und im Jetzt". Nach dem Motto neues "Spiel neues Glück".

    Bei den F- u. E-Jugendlichen kannst du die Emotionen ganz leicht steuern und beeinflussen. Bei gewonnenen Spielen kannst du, musst aber nicht, ihre Euphorie ein wenig dämpfen. Die Niederlagen werden von Dir, durch heraustellen der positiven Dinge, abgemildert.

    @FA und @LW

    Wäre es nicht viel clevere die Jungs koordinativ auszubilden?

    In dieser Alterstufe gibt es immer noch Kinder, die mit der harten und überharten Spielweise nicht klar kommen.

    Wenn ihr das Ziel habt eure Kinder auszubilden, dann empfehle ich so lange mit dem körperbetonten Spiel zu warten, bis alle Spieler psychisch so weit entwickelt sind, dass sie damit klar kommen.


    Ab der D-Jugend (vorpuberale Phase und 1. goldenes Lernalter) sind die Jungs dann alle so weit. Diese Altersstufe zeichnet sich durch starkes fast unerschütterlichen Selbstbewustsein und extrem schneller Lernfähigkeit aus.

    Da könnten die Trainer, wenn sie es unbedingt für erforderlich halten und kostbare Lernzeit vergeuden wollen, lustige körperbetonte Spiele einbauen.


    Meine persönliche Meinung, bietet den Kindern so lange und so intensiv wie möglich Koordinations- Schnelligkeits- und Techniktraining an. Erst mit dem Testosteroneinschuss (ca. B-, manchmal auch schon C- oder auch erst A-Jugend) bietet ihnen gezieltes Kraftraining, wenn möglich mit Unterstützung eines Physios, an.


    Damit bin ich wirklich sehr gut gefahren. Aus meiner Mannschaft haben sich u.a. ein hochklassiger Fechter und ein ebenso hochklassiger Motorcrosser entwickelt. Sie haben bis einschließlich D-Jugend nur mein oben beschriebenes Training absolviert. Ebenfalls hat sich ein Handballer (jetzt 3. Liga) aus dieser Mannschaft entwickelt. Er spielte allerdings nur von der F-Jugend bis einschließlich E-Jugend bei mir.


    Und glaubt mir, Handball und Motorcross verlangen mindestens eben so viel Kraft wie Fußballspieler in vergleichbaren Klassen.

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    Hallo xXSodaXx


    Ich möchte eine andere Sichtweise zu diesem Thema aufzeigen.

    Meine Herangehensweise an deine Fragestellung.


    Um welche Altersgruppe handelt es sich?

    7-9 jährige.

    Was können und wollen die 7-9jährigen?

    Keine Ahnung! Also auf die Seite der Fachleute: Das sind F-Junioren :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.


    Welche Punkte davon passen davon zu deinem Thema (Körperkontakt) und gibt es noch andere Punkte die ich berücksichtigen kann/muss?


    Ergebnis der Seite

    -Hohe Lust am Wetteifer

    Hier könnte, muss aber nicht, ein Grund für den übermäßigen Körpereinsatz liegen. Einige Kinder wollen fast um jeden Preis gewinnen. Dafür sind ihnen fast alle Mittel recht. Dieses rücksichtslose Verhalten ist nicht angeboren sondern hat viel mit der Erziehung zu tun. Da können die Trainer gegensteuern.


    -Hohe Bewegungs- u. Spielfreude

    Diese Freude sollten wir den Kindern niiiiiiiiiemals nehmen.


    -Geringes Konzentrationsvermögen

    dadurch kann es schon einmal zu unbeabsichtigten überharten Körpereinsatz kommen. Ist aber meistens an der Reaktion, des überhart Spielers zu erkennen.


    -Trainerorientierung

    Hier können die Trainer sehr gut auf die Kinder einwirken und somit den Spielstil (körperbetont oder körperlos) vorgeben und trainieren.

    Welchen Stil der Trainer wählt, hat sehr viel mit seinem Verständnis vom Kinderfussball zu tun.


    -Geringes Selbstbewusstsein/hohe Sensibilität

    Wenn man das Selbstbewusstsein der gegnerischen F-Jugend noch mehr gegen Wand fahren will, dann ist harter und überharter Körpereinsatz genau das richtige Mittel. Im Training gilt der gleiche Grundsatz für die eigenen Spieler, die nicht so hart spielen können oder wollen.


    -angstfreies Lernen ermöglichen ist mein wichtigster Punkt, leider ist er nicht auf der DFB Seite aufgeführt.

    Angst und Lernen sind Gegenspieler. Sobald die Angst auftritt, hört der Lernerfolg auf. Leider passiert beim harten und überharten Körperkontakt genau das Gegenteil.

    Kinder werden angstfrei geboren. Sie wollen alles Lernen und alles ausprobieren.


    Meine persönliche Meinung und meine Begründung warum ich im Training bis einschließlich D-Jugend das Grätschen, egal ob es regelgerecht war und harten und überharten Körperkontakt unterbunden habe. Im Spiel wollte ich von meinen Kindern auch keine Grätschen sehen.

    1. Wenn ich die Grundtechniken über mehrer Trainingseinheiten (F-Jugend ca.5-6 TE) trainiere, müssen/sollten die Kinder immer Erfolgserlebnisse haben. Erfolgserlebnisse sind ein "Turbo" beim Lernen.

    2. Wie soll ein Kind beim Dribbling Erfolgserlebnisse bekommen, wenn er jedesmal Angst haben muss, dass er mit harten oder überharten Körpereinsatz vom Ball getrennt wird? Siehe oben: Angst und Lernen sind Gegenspieler. Das Selbe gilt entsprechend ebenso für die anderen Techniken: Ballan- u. Mitnahme, Passen, Torschuss, Kopfball.


    Für mich war der Lernerfolg des einzelnen Spielers immer oberstes Ziel meiner Ausbildung. Das gilt natürlich auch für die gegnerischen Spieler. Meine Erfolge habe ich niemals über Sieg oder Niederlage definiert, sonder über den individuellen Lernerfolg meiner Kinder.

    Sobald meine Kinder zu hart spielten, habe ich sie ausgewechselt, mit ihnen über unseren Fairplay Gedanken geredet und sie wieder eingewechselt.

    Wir waren, bis einschließlich D-Jugend, definitiv die fairste und erfolgreichste (individuelle Ausbildung) Mannschaft (meine persönliche Wahrnehmung)

    Deshalb meine Empfehlung: Solange wie möglich den körperlosen Fussball propagieren und damit hohe Lernerfolge ermöglichen. Der körperbetonte Fussball kommt automatisch mit dem Testosteroneinschuss in der C- oder B-Jugend. Erst dann ist auch ein gezieltes Krafttraining möglich und empfehlenswert.

    BambiniFuzi

    du hast es richtig gut geschildert.

    U7 heißt maximal

    7x12 Monate =84 Monate alt

    und maximal

    6x12 Monate =72 Monate alt

    Somit sind die ältesten ca. 14% älter als die Jüngsten

    Wenn du sogar U7 und U6, wie es in kleinen Vereinen üblich ist, gemeinsam trainierst,

    sind es sogar ca. 29% alters und oftmals Entwicklungsunterschied.


    Die Lösung hast du im letzten Absatz schon selbst gefunden. Lass sie gegen Wände schießen. Mache einen kleinen Wettkampf in kindlicher Bildersprache daraus. Diese Feld an der Wand ist die Tür zur Schatzkammer. Wer schafft zuerst 10 Schüsse, der hat die Schatzkammer geöffnet. usw. usw.

    Gebe deine Kindern ganz viel Zeit, um sich zu entwickeln. Sie brauchen oft viel mehr Zeit als wir Erwachsenen ihnen zugestehen wollen.

    Hier mal nach knapp 5 Jahren ein Update.

    Mensch, Fußball - Kampf gegen das harte Geschäft mit Talenten
    Die Sportclub Story über den steinigen und manchmal harten Weg vom Talent zum Fußball-Profi.
    www.ndr.de


    Eine sehr gute Beschreibung wie es immer noch in den NLZ zugeht und mit welchen Drücken die Spieler umgehen müssen. Und niemand an den NLZs scheint es wichtig zu sein, diese Drücke von den Schultern der Kinder zu nehmen. Es scheinen sich aber gaaaaaaaaaanz langsam Änderungen anzubahnen. Frau Porath arbeitet in einem NLZ, deshalb durfte sie wohl nicht so tief in Details gehen. "Beiße niemals die Hand die dich füttert"

    Ab Minute 16 und 9 Sekunden gibt es ein schönes Foto. Ihr kennt es vielleicht noch.

    Vor vielen, vielen Jahren habe ich mich um die Entwicklung des Kinder- u. Jugendfußballs bemüht. In meinen Anfängen (ca.2002/2003) als Kindertrainer habe ich nach Trainingsideen gesucht. Fündig wurde ich auf einem Schnupperkurs des DFB für die FüL-C Trainerausbildung.

    Dort zeigte uns der damalige Ausbilder, Rudi Dautwiz (heute NDR1 Welle Nord Sportreporter), dieses Video:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    (Die ersten 10 bis 15 Minuten reichen um zu verstehen)

    Genau hier sollten alle, die sich für die Entwicklung des Kinder u. Jugendfussball stark machen wollen, ansetzen.

    Nichts aber auch gar nichts hat sich in den letzten 30 Jahren an der Brisanz seiner Aussagen geändert.


    Kinder- und Jugendfussball ist die Quelle und der Schlüssel der Zukunft und der zukunftigen Erfolge der Breiten- u. der Spitzensport Vereine.

    Wer hier investiert, der investiert in seine Zukunft.


    Diesen Link finde ich sensationell. Ich wusste nicht, dass die Niederländer so extrem gegen Wiel Coerver gearbeitet haben.

    Er zeigt aber auch auf welches Potential in der "reinen Wiel Coerver Lehre" steckt.

    Jadon Sancho, Cristiano Ronaldo and individual coaching: Why one-on-one training is on the rise | Football News | Sky Sports

    Charles De Goal

    Es gibt bei Kinden u. Jugendlichen bestimmte Entwicklungsstufen. (Achtung es ist natürlich nur Statistik und Statistik betrachtet niemals den Einzelfall) in denen sie besonders lernfähig sind. Früher hat man von senistiven Phasen gesprochen.

    Stichwörter: egozentrischen Welt, Körperproportionen; 3D Sehen, Perspektivisches Sehen, Blickwinkelerweiterung, Peer Group, abstraktes Denken, planvolles Handeln, Muskelaufbau, Testosteroneinschuß usw; usw.

    Der DFB bezeichnet es als "goldenes Lernalter" 1. Goldenes Lernalter D-Jugend; 2. goldenes Lernalter B-Jugend

    Damit sollten vor allem Techniken in diesem Lernalter entwickelt und geschult werden.


    Aus meiner heutigen Sicht passen diese "goldene Lehrnalter Klassifizierungen" auch sehr gut auf den Breitenfußball.

    Bei 2 bis 3 mal die Woche á 1Stunde Training, bieten die technischen Lernschwerpunkte genügend Ziele, um die Kinder und Jugendlichen zu wirklich tollen Breitenfußballern auszubilden.


    Gruppentaktiktraining gehört auch meiner Meinung nach in den B-Jugend u. A-Jugendbereich. In diesem Alter suchen sich die Jugendlichen ihre Peer Groups auch außernhalb vom Fußball. Diese menschliche Entwicklungphase machen ich mir als Trainer beim Taktiktraining zu nutze.

    Allerdings sollte es niemals ein Schwerpunkt des Trainings sein. Im B-Jugendbereich ist für mich das "A u. O" das Verfestigen und erlernen von Techniken das dominierende Lernziel. Individualtaktiken ist die nächst Prioritätsstufe in der B-Jugend.

    Noch eine Stufe tiefer gehören in der B-Jugend die Kleingruppentaktiken.

    Sorry ich habe deine Fragen noch nicht beantwortet.

    Meine Zeit ist immer knapp. Ich versuche es heute Abend.

    Trainero

    Vielen Dank, in dem Kickerbericht sind schon sehr viele Punkte angesprochen.

    Außerdem ging es auch um die Elternarbeit, Entfernungen, Freizeit usw.

    Für mich persönlich sehr wichtig.

    Endlich wird der Ergebnisdruck von den Spielern und den Trainern genommen.

    Ich finde es völlig verrückt, dass von den besten Fußballern eines Jahrganges, die wir in Deutschland haben, einige auf der Ersatzbank versauern müssen, nur weil das Ergebnis wichtiger als die Ausbildung ist.

    Dann fangen auch schon NLZ-Trainer mit umfangreichen Gruppen- und Mannschaftstaktiken in der C- und B-Jugend an.

    Das muss einfach mal ein Ende haben.

    Wenn sich jetzt auch noch der DFB und die Leistungszentren ein wenig an Twente Enschede orientieren, dann wird auch den Spieler ein wenig vom Druck genommen.

    Ok, bei mir ist es jetzt auch hinter einer Paywall.

    Hier die Überschrift.


    In einer vertraulichen, schonungslosen Analyse von DFB und DFL wird der Niedergang der deutschen Nachwuchsarbeit im Fußball beschrieben und begründet. Und ein „Projekt Zukunft“ entwickelt – doch der Weg zurück an die Spitze ist weit.


    Es geht in dem Artikel:

    Um Ergebnisfussball in den NLZ soll reduziert oder sogar ganz abgeschafft werden. Der RAE (Alterseffekt) soll verschwinden.

    Die Staffeln sollen nicht mehr um Ab- u. Aufstieg kämpfen.

    Die Taktik soll reduziert werden. Die Indiviuelle Ausbildung soll in den Vordergrund rücken.

    Die Pädagogik soll einen viel höheren Stellenwert bekommen.


    Leider habe ich jetzt nicht alle Punkte behalten.

    Aufgrund er neuesten Untersuchungen des DFB und der Veröffentlichung in der

    Frankfurter Allgemeinen Zeitung

    https://www.faz.net/aktuell/sp…m-nachwuchs-17078373.html


    Wir hatten das Thema schon einmal:

    Die Zukunf des deutschen Fußballs


    dort hat TW-Trainer und einige andere genau die Dinge aufgezählt, die in den Nachwuchsleitungszentren und im DFB völlig falsch laufen.

    Mal schauen ob sich jetzt die Ausbildung im Fußball kindgerechter entwickelt.

    let1612

    Ich meine tatsächlich #34


    Thommy  Trainer91

    Wir leben zurzeit in einem Ausnahmezustand, das Vereinstraining findet nicht statt. Deshalb kann alles was hier gezeigt wird nur ein Notprogramm sein.

    Für mich ist ein Notprogramm für Kinderfussballtraining, ein Programm welches sich mit Kinderfussballschwerpunkten befasst.

    Außerdem gibt es kaum noch Plätze auf denen die Kinder trainieren dürfen. Somit sind Übungen für die Wohnung oder für das eigene Zimmer ideal. Dabei muss man immer aufpassen, dass Mama nicht ausrastet, wenn eine Scheibe oder ein Blumentopf kaputt geht.


    Für mich haben die Alba Übungen und die Werder Bremen Übungen etwas mit den 70er oder 80er Jahren zu tun. Natürlich ist es besser als nichts. Wer allerdings seine Kinder unter den oben gegebenen Vorraussetzungen weiter bringen will, sollt schon so viel wie möglich mit dem Ball am Fuß arbeiten und gleichzeitig Beweglichkeit, Ballgefühl, 1 gegen 1 und Koordination trainieren.


    Wenn es dem Trainer auch noch gelingt sich über Facetime oder eine andere App mit allen Spielern gleichzeitig zu verbinden, dann kann er auch Wettkämpfe mit den Coerver Bewegungen organisieren.


    Ivory

    Ich finde dein Engament wirklich beeindruckend. Allerdings solltest Du auch die Altersklasse erwähnen, für die deine Hausaufgaben gedacht sind.


    Trainer91

    Ich bin schon seit 4,5 Jahren kein Coerver-Coach mehr.

    Trotzdem bin ich immer noch davon überzeugt, dass es kein effizienters, innovativeres und altersangepassteres Training gibt als die Coerver-Methode.

    Ich bin wirklich nur noch sehr selten hier. In Zeichen der Krise habe auch ich endlich mal ein wenig Zeit,mein Wissen ein wenig aufzufrischen.

    Die Unterschiede der einzelnen Hometraining finde ich schon extrem.

    Als Vergleich nehme ich einmal das Coerverangebot und das Angebot vom SV Werder Bremen.

    Auf der einen Seite ein wirklich tolles fußballspezifisches Training von Rafael Wieczorek, dass alles enthält was man im Kinderfußball benötigt.

    Koordinationstraining, Ballgefühl u. Ballbeherrschung, Tempowechsel, Beidfüßigkeit, schnelle Schritte (Füße), 1 gegen 1

    und auf der anderen Seite eine Trainingseinheit des SV Werder die man auch schon mit mir vor 50 Jahren gemacht hat.


    Seit 4,5 Jahren bin ich aus dem Kifu raus und es hat sich bei den Profivereinen immer noch kein Wandel vollzogen.

    Schade, hier hätte die Leistungszentren u. die Kinderabteilungen der Profivereine doch wirklich mal was gutes tun können.

    Aber vielleicht wissen sie es nicht besser.

    maider187


    4 Feldspieler sind natürliche des Rätsels Lösung.

    Im Text des FVM und in dem Eingangspost steht nirgends etwas über max. 4 Feldspieler.

    Somit verlieren die meisten meiner für mich wichtigen Argumente an Bedeutung.

    Jetzt verstehe ich auch die Beweggründe des FVM. Mir war dieser Verband schon immer sehr sympathisch. Ich dachte schon, dass sie dort jetzt das Rad zurück drehen wollen.


    Seit Jahren bin ich ein leidenschaftlicher Verfechter des 4 gegen 4 im G- u. F-Jugendbereich.

    Dafür kann man dann auch gerne die Tore verkleinern.


    Ja, ich habe Erfahrungen mit verkleinerten Toren sammeln können.

    Mit meinem Heimatverein fahren wir jedes Jahr zu einem großen Turnier nach Dänemark (Vildbjerg-Cup).

    Seit ca. 2008 habe die Turnierverantwortlichen auf kleine Tore umgestellt.

    In den ersten beiden Jahre wurde dort auch im 6 gegen 6 gespielt. Daher auch meine Bedenken und mein Ausdruck katastrophal. Dort sind keine Tore mehr geschossen worden und somit war die Stimmung der Kinder ehrer verhalten. Erst nach Umstellung auf das 4 gegen 4 wurde das Spiel wieder zum kindgerechten Fußballspiel.


    Ob die Vereine zu einer nicht ganz so geringen Investition bereit sind?

    Die Einführung des 4 gegen 4 würde ich nicht davon abhängig machen.

    let1612


    Klar sollte man sollte man Neues ausprobieren. Stillstand heißt auch in der Ausbildung unserer Kinder oftmals Rückschritt.

    Aber Tore zu verkleinern, um den Kindern die Erfolgserlebnisse zu nehmen, nur um einen Torwart, der in dieser Altersklasse noch gar nicht ausgebildet werden sollte, zu schützen, finde ich ein wenig-- hmmm na ja!!!? Prima für den Zubehörhandel.


    Unter Straßenfussball und Bolzplatzkind ( @Uwe ist das jetzt Schleichwerbung :-)) verstehe ich das Selbe/Gleiche.

    Das hat mit Romantik eher weniger, als mit Pädagogik, zu tun


    Mache einen neuen Thread über mangelnde Ausbildung von Torjägern auf. Ich bin dabei. Da habe ich mindestens eine oder doch mehrere Ideen.

    Hier ist Torgröße zum Schutz des Torhüters das Thema.

    Ich habe hier nichts von Coerver erwähnt. Freut mich aber, dass Du schon in den 80iger Jahren damit Kontakt hattest. Ich bin erst 2001 damit in Berührung gekommen.


    Funino ist einer der genialen neuen Entwicklungen in der KiFu Ausbildung.


    Nur um Einzelfälle wie die "Bogenlampentore" zu verhindern, gleich ein ganzes System neu zu überdenken, empfinde ich wie "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Auch wenn mein Vorschlag verrückt klingt-- wie wäre es wenn der Bogenlampentorschütze nach so einem Treffer ins Tor muss? Hier können Regeln angepasst werden. Ideenwettbewerb?



    Nochmal Torjäger

    wir liegen mit der Analyse der jetztigen KiFu Situation fast gleichauf.


    Das kleinere Tor wäre aus meiner Sicht ein kleiner Baustein mehr, der die Ausbildung der Torjäger noch mehr behindert.

    Gerne neuen Thread. Der DFB findet zurzeit auch keine richtige Lösung. Sie suchen auch noch danach.