Beiträge von Dirk Coerverfan

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    @ oTTo


    Die Trainerausbildung ist im Bereich des DFB und somit in Deutschland überall gleich.
    In keinem Lehrplan steht oder darf etwas von G-Jugend und Positionsvergabe stehen.


    Da hat sich dein Referent über den Lehrplan und die Empfehlungen des DFB hinweg gesetzt.

    Ranwie
    Achtung Manne44 weiß wovon er spricht. Er ist schließlich mit seiner E-Jugend Kreismeister und Pokalsieger geworden. Mit der D-Jugend ist er Vizekreismeister geworden. Und wenn mich nicht alles täuscht ist er sogar in die Bezirksliga aufgestiegen. Der Erfolg gibt ihm Recht. Die Wahrheit liegt auf dem Platz.



    Versuche gar nicht erst, dich mit Manne44 anzulegen.
    Er ist absolute "Old School"

    Super Seite.
    So eine Seite habe ich lange gesucht. Der Link geht gleich an unseren KFV Jugendvorstand.
    Mir fehlt nur noch eine Seite auf der ihr eure Arbeit reflektiert. Ist Zustand vor der Einführung? Was konnte bisher erreicht werden? Wo gab und gibt es die größten Problemen? usw...


    Die Bedenken bezüglich des Spielens ohne Schiedsrichter kann ich zerstreuen. Gegen befreundete Mannschaften spielten wir immer ohne Schiedsrichter allen anderen Trainern bot ich es immer an. Es ist überhaupt kein Problem. Jeder Trainer hat eine Pfeife, sobald seine eigenen Spieler ein Foul begehen pfeift er ab. Bei diesen Spielen fiel nie ein böses Wort von den Trainern, Eltern oder Kindern.
    Es funktionert auch auf Talentebene. Die Kreisauswahlen der E-Jugendmannschaften spielen in Schleswig Holstein immer nach diesem Modus.
    Nur Mut, probiert es aus. Es funktioniert wunderbar.

    Harri


    zu Punkt 3
    Der DFB macht sehr preiswerte Schulungen für den Kindertrainer. Sie umfasst 70 Stunden und wird als Teamleiter Lizenz bezeichnet.
    Der DFB bietet sogar Schulungen an, die völlig kostenlos sind.
    2 x im Jahr gibt es eine Trainerweiterbildung bei den Stützpunkten.
    Das DFB Mobil kommt kostenlos in die Vereine.
    Man kann als Verein so oft man will eine DFB-Kurzschulung für seine Trainer anbieten, natürlich auch kostenlos.


    Deine Idee finde ich Klasse.
    Feuerwehrleute dürfen auch erst in den Einsatz wenn sie eine minimale Ausbildung durchlaufen haben. Als ich noch einer werden wollte, musste ich ein 80 Stunden Anwärterausbildung absolvieren. Warum sollte man so etwas nicht auch für Trainer zur Pflicht machen.
    Es muss ja nicht gleich der Teamleiter sein.
    Es könnte ja reichen, wenn sich die angehenden Trainer verpflichten würden in der laufenden Saison mindestens an einer Kurzschulung und an einer Stützpunktschulung teilzunehmen.

    Hier ein Beispiel aus meinem Verein wie es gehen kann.
    Unsere G-Jugendtrainerin hat sich immer darüber geärgert, dass die Spielfelder für die Bambinis bei den Hallenturnieren viel größer als draußen sind.
    Noch während so eines Turniers sprach sie mit befreundeten Trainern darüber. Alle waren sich einig, dass man beim nächsten Turnier die Halle in 2 Felder unterteilt und somit quer auf Stangentore spielt. Einer der Trainer hatte sehr gute Kontakte zum Kreisfußball-Vorsitzenden eines benachbarten Verbandes und lud ihn zu dem Turnier ein.
    Das Turnier wurde im Modus 5 (inclusive Torwart) gegen 5 in zwei 6er Staffeln ausgetragen. Gigantisch was auf den Tribünen abging. So eine Gaudi habe ich vorher noch nie erlebt.
    Alle, auch die Anfangs skeptischen Eltern, waren restlos begeistert.


    Der anwesende Vorsitzende des KFV möchte diesen Modus im nächsten Jahr als Hallenrunde in seinem Kreis einführen.
    Das Turnier war Mitte Dezember 2009.
    Mal schauen ob der Schneeballeffekt hier greift.

    madd!!
    Ich habe schon sehr viel in diesem Forum darüber geschrieben. Dafür gibt es eine Suchfunktion.


    Hier trotzdem noch einmal zwei Links:


    http://www.dfb.de/index.php?id=11172
    http://fd21.de/40249.asp


    @violett Hammer#


    Ich bin leider immer noch ein Vereinsmeier. Deshalb betrachte ich die Ausbildung der Kinder als grundlegende Vorraussetzung für das Fortbestehen meines breitensportorienteren Heimatvereines.
    Ich bilde die Kinder doch nicht aus, damit ich Sonntag für Sonntag die Kinder in den Ring schicke um mich daran zu erfreuen wie sie sich die Bälle um die Ohren hauen.
    Aber hier gibt es bestimmt noch ganz andere Meinungen.

    @madd

    Zitat

    Frage: Hat es den Erwachsenen, den A, B und C Jugend Spielern(die seid Anfang an Spielen(Minis,F)) geschadet das es Tabellen gab???


    Diese Frage ist genauso hypothetisch, wie folgende Frage:
    Ich habe früher auch Backpfeifen von meinen Eltern bekommen, und hat es mir geschadet?
    Deine Frage könnte ich wie folgt beantworten: Ja es hat ihnen geschadet, hätten sie ohne Tabellen gespielt, würden sie alle Nationalspieler sein!!
    Die Backpfeifen-Frage kann man auch so beantworten: Hätte ich keine Backpfeife bekommen, wäre ich jetzt Nobelpreisträger!!
    Auf beide Fragen gibt es keine Antwort.


    Eine, wenn auch nur etwas bessere, Frage könnte lauten: Wen haben die Tabellen in der G-, F-, E- und vielleicht auch noch in der D-Jugend geschadet?
    Meine ganz persönliche Antwort:
    Es hat allen Kindern geschadet, die ich in den 90er Jahren trainiert und betreut habe und die pro Spiel nur 0 Minuten bis max 10 Minuten Einsatzzeit von mir bekommen haben, nur weil sie nicht weit genug entwickelt waren. Leider kann ich nicht sagen was aus diesen Kindern fußballerisch geworden ist. Sie haben einfach so und ohne Grund in der E- bis C-Jugend mit dem Fußball aufgehört. Dabei hatten sie doch immer so viel Spaß. Sie haben sich doch auch gefreut wenn die Mannschaft gewonnen hat, auch wenn sie mal ein ganzes Spiel auf der Bank saßen. Die Feier zur E-Jugend-Vizemeisterschaft in der C-Klasse des KFV Segeberg hat sie doch für alles entschädigt.


    So wie ich damals gedacht habe, denken heute immer noch viel zu viele Kindertrainer.
    Erst solche Maßnahmen wie, Regeländerungen und Abschaffung der Tabellen in den unteren Altersstufen, bringen die nicht informierten Betreuer und Trainer zum Nachdenken. Und genau diese Trainer sind ja auch die Zielgruppe dieser Maßnahmen.


    Beispiel aus dem wirklichen Leben:
    Vor jeder Saison, berufen die Straffelleiter unseres Verbandes für die G-, und F-Jugendtrainer eine Sitzung ein. Jedes mal gibt es hitzige Diskussionen, über die Spielfeld- und Ballgröße, über die Spielerzahl, über die Nichtansetzung von Schiedsrichtern und über die nicht vorhandenen Tabellen.
    Ist ja auch verständlich, da die Trainer nicht als Kindertrainer geboren wurden und immer noch ihr Erwachsenen-Fußball-Denken haben. Auf diesen Sitzungen kann man förmlich sehen, wie einige Trainer/Betreuer ins Grübeln kommen. Und wenn nur 10 Trainer umdenken und sich informieren, dann haben wir pro Saison wieder ca. 100 Kinder mehr die kindgerecht ausgebildet werden.


    Jetzt mal von mir eine hypothetische Aussage:
    Wenn die Maßnahmen nicht eingeführt worden wären, hätten wir in 10 - 15 Jahren kaum noch aktive Fußballer im Seniorenbereich.


    Zum Schluss noch eine Antwort auf die Frage wen es geschadet hat.
    Meinem Heimatverein, denn die ganzen Spieler die damals dem Verein verloren gegangen sind, spielen heute auch nicht im Seniorenbereich.
    Somit habe ich damals auf ganzer Linie versagt, da ich meiner Hauptaufgabe nur ungenügend nachgekommen bin. Die Kinder- und Jugendtrainer sind dafür verantwortlich, dass die Seniorenmannschaften genügend Nachwuchsspieler bekommen, damit der Verein oder die Fußballsparte fortbestehen kann.

    Hier noch einmal mein Posting vom Mai zum Thema F-Jugend: Feste oder wechselnde Positionen?



    Heute, wieder ein halbes Jahr später, spielen wir in der D-Jugend auf Halbfeld 9 gegen 9.
    Die Kinder/Jugendlichen sind in ihrer Spielweise immer noch hochflexibel. Jeder kann auf fast jeder Position, ausgenommen Torwart, spielen. Sie bekommen seit dieser Saison auch im Spiel feste Positonen zugewiesen. Nach spätestens 6 Minuten beginne ich das Rotieren, so dass die Mannschaft nach der ersten Hälfte fast komplett die Positionen durch gewechselt hat.
    Folgende Vorteile:
    Der Rhythmus der Mannschaft wird gebrochen, dadurch müssen sie innerhalb der Mannschaft immer neue Laufwege finden/suchen.
    Kein Einschleifen von Taktiken (Doppelpass, Hinterlaufen) mit nur einen oder zwei bestimmten Mitspieler. Typische Aussage hierfür "Peter kann ohne Franz überhaupt nicht"
    Sollten diese Kinder/Jugendlichen später in einer anderen Mannschaft/Verein spielen, dann haben sie keine Anpassungsprobleme.


    Nachteile:
    Meisterschaften sind so nur schwer zu erreichen.

    Sorry, auch der DFB oder einfach nur der Betreuer der Hompage macht Fehler, diese Einheit unterschiedet sich ganz gewaltig von allen anderen F/E-Jugendeinheiten des DFB -Archiv.
    Das sieht nach D-Jugend aus. Wer die Ziele für die Alterstufen noch einmal nachlesen möchte: http://www.dfb.de/uploads/media/dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf


    Der FC Bayern München ist genau das Gegenteil vom aufsaugenden Verein. Udo Bassemir, ich habe ihn anfangs erwähnt, ist dort der Ideengeber und Koordinator für das Partnerverein-Konzept.
    Für mich das absolute Vorbild in für eine durchdachte Talentförderung in Deutschland. Er propagiert die dezentrale Ausbildung von Talenten. Sie sollen so lange wie möglich in ihren Heimatvereinen reifen. (Häuptlinge und Indianer)


    Wäre prima wenn wir alle mal die Emotionen runter fahren können.

    Sorry ich habe lange an dem vorigen Text geschrieben.
    Somit habe ich nicht gesehen, das kuebler 76 seinen Text geschrieben hat.


    Keine meiner Fragen wurde beantwortet.
    Der Verweis auf irgendwelche DFB Archiv Übungen ist für mich schon fast ein Eingeständnis für das was ich von Vornherein befürchtet habe.
    Die Stuttgarter Kickers sind mit ausgebildeten Trainern genauso spärlich besetzt wie jeder normale Dorfverein.
    Ein Konzept gibt es dort nicht. Dieser Verein lebt nur davon, dass er in den untersten Altersstufen Talente aus den umliegenden Vereinen aufsaugt und sie ausbremst.


    Wäre es anders, hätte ich auf meine Fragen auch Antworten bekommen.
    Denn jeder Trainer der nach einem Konzept arbeitet, kennt auch seinen Inhalt.

    Das Problem fängt schon beim Mannschaftsdenken in der F-Jugend an. Ich versuche so individuell wie möglich auszubilden. Die Mannschaft und ihre Ergbnisse sind in der F-Jugend nicht wichtig Was passiert denn wenn Peter den Pass noch nicht so präzise spielt wie der viel weiter entwickelte Hans. Ich beginne also für Hans einen neuen Ausbildungsabschnitt mit einen neuen Ziel. Was mache ich mit Peter?
    Stell dir vor du hast 5 Kinder mit völlig unterschiedlichen Lerntempo in Deiner Mannschaft. Du passt Dich immer dem Schnellsten an. Irgenwann einmal wirst Du 5 verschieden Ausbildungsziele in der Mannschaft haben. Das kann ich in meiner Coerver-Schule leisten, da wir zurzeit ein Verhältnis von 5 Kinder zu einem Trainer haben. Als Vereinstrainer bin ich damit völlig überfordert. Also nehme ich für alle das gleiche Ziel nur mit unterschiedlichen Anforderungen(siehe oben "Druck"). Die Supertalente (zur Erinnerung das war unser Thema) bekommen dadurch ein gewaltiges Fundament und schießen nicht wie eine Bohne in die Höhe, sonder wachsen ganz langsam gestützt von vielen kleinen Ausbildungszielen in die Höhe. Der Rest der Mannschaft wächst mit den gleichen Zielen mit. Es muss also immer differenziert werden.


    Wichtige Begriffsdefinition: das Gegenteil von kindgerecht ist nicht kinderfeindlich, sondern nicht kindgerecht.
    Wenn wir einer Meinung mit der Definition sind, dann sage ich ja, das Überspringen von Altersstufenzielen ist nicht kindgerecht. Außer bei Hochbegabten Kindern. Aber wer hat diese Kinder schon, bzw. kann erkennen das es sich um Hochbegabte handelt?
    Das können die Pädagogen in der Schule nur mit einer speziellen Ausbildung erkennen. Wie sollen die normalen Trainer das bei Fußballern erkennen? Also Ball flach halten und weiterhin die individuellen Ziele der Altersstufe im Fokus behalten.


    Spielraum:
    Das Wichtigste für einen Trainer überhaupt. Jedes Kind und jeder Trainer tickt anders.Wir beide können die gleiche Ziele haben, aber jeder von uns sucht sich doch seinen Weg, der zu ihm passt. Wir müssen als Trainer authentisch sein. Wenn du versuchst den Kinder auf einmal den Innenseitstoß nach der Coerver-Methode beizubringen, aber eigentlich nur von deinem Jugendleiter dazu verdonnert wurdest, dann wäre das Ergebnis doch schrecklich. Wenn Du Ziele bekommst bzw. mit deinem Jugendleiter gemeinsam festlegst, die du am Ende der Saison erfüllt haben musst, kannst Du dir doch das Wann, das Wo, das Wie, und das Womit aussuchen. Du kannst Dein ganzen Gehirnschmalz (Kreativität) dafür verwenden, um Deinen Jugendwart und somit deine Kinder glücklich zu machen).


    Das es in Berlin und in Brandenburg so betrieben wird, kann ich ais eigener Erfahrung bestätigen. Das es dadurch richtiger wird weil es in der Hauptstadt Realität ist, bezweifle ich ganz stark.
    Das hat auch Hertha BSC schon vor Jahren erkannt. Sie ließen/ lassen ihr D-Jugend nicht mehr an den Meisterschaftsrunden teilnehmen, da es dort nur um Ergebnisse geht. Wenn es in der D-Jugend schon nicht richtig läuft, warum soll es für die E- und F-Jugend besser sein?
    Noch eine Frage.
    Diese Ligen gibt es schon sehr lange in Berlin. Sind aus diesen Bereichen eher mehr oder eher weniger Supertalente(Thema dieses Thread) in den Bezahlfußball gekommen? Ich meine nicht Hertha BSC sondern aus den Vereinen, die in Bezirksligen in den unterenen Alterstufen spielen

    Hallo Karl,
    natürlich ist es auch mit einem lädierten Knie möglich.
    Die Faszination der Coerver-Methode erschließt sich den Teilnehmern am Besten, wenn man es am eigenen Leib erlebt wie es funktioniert. Neudeutsch "Learning by Doing"
    Passe die Bewegungen deinen Fähigkeiten an. Du musst kein Leistungsfußballer sein.
    Solltest Du überhaupt nicht mitmachen können, würdest Du die Übungen für die anderen Teilnehmer protokollieren. Der Lerneffekt durch das Mitschreiben und fotografieren ist auch ziemlich hoch.

    @ kuebler 76
    Du könntest viel Druck aus dieser Diskussion nehmen. Wenn Du die Fragen auch beantworten würdest.
    Ich versuche noch einmal einige zusammen zu fassen.
    Wie häufig trainierst Du das Passspiel als taktische Maßnahme (Dreieck bilden, Viereck bilden, niemals überschneiden, Einschränkung der Ballkontakte, Immer den besser Postierten anspielen)?
    Wenn ihr eine Vereinsphilosophie oder ein Konzept habt warum veröffentlicht ihr es nicht.
    Wer gibt dir die Ausbildungsziele für Deine Altersstufe vor?
    Wie heißen diese Ziele?
    Wenn Du vorgegebene Ausbildungsziele hast, wer kontrolliert die Ziele und wer genehmigt dir eventuelle Abweichungen.
    Hat sich mit dem neuen Jugendleiter auch etwas in eurer Jugendarbeit geändert?
    Mich persönlich würde auch interessieren welche Lizenz du hast und wann und wo Du sie gemacht hast?
    Haben alle eure Trainer eine moderne DFB Ausbildung (ab ca.2004) absolviert?


    @violett hammer
    ich wollte aber den Zeigefinger erheben, weil hier für mich der Anschein entstanden ist, das ein renommierter Verein nicht kindgerecht ausbildet. Gerade diese Vereine müssen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst werden. Ganz in dem Sinne: Ach!, das was die Kickers machen muss richtig sein. So werde ich es auch mit meinen Kindern machen.
    Der Wink mit dem Zaunpfahl ist wohl leider nicht wirklich rüber gekommen.


    @ alle
    Auch wenn der Name sehr klangvoll ist, so spielen die Kickers nur in der vierten Liga. Es ist nur ein ambitionierter Amateurverein. Sie brauchen kein Leistungszentrum zu unterhalten.
    Somit sind sie auch nicht vom DFB verpflichtet nur lizenzierte Trainer im Kinder und Jugendbereich einzustellen.
    Hier braucht niemand vor Ehrfurcht zu erzittern, nur weil ein Trainer dort tätig ist. Niemand muss sich verbiegen oder gar "Radfahren"


    Auch wenn es manchmal weltverbesserisch bei Andre rüberkommt, so ist er doch ein Trainer(hoffentlich bald wieder aktiv) der sich wie kein Anderer, mich eingeschlossen, reflektieren kann.
    So wie diese Diskussion zurzeit läuft, könnte man meinen das es gegen oder für Andre und seine Meinung geht.


    Andre vertritt doch nur die Seite der kindgerechten Ausbildung, so wie sie die vielen Fachleute des DFB (Mediziner, Pädagogen, Sportwissenschafter, Talentforscher, Breitensporttrainer Spitzentrainer aus anderen Ländern und und und) für richtig erachten.
    Es gab mal eine Zeit (so ab 1998 ) beim DFB, da haben ganz viele schlaue Leute zusammengesessen und sich gefragt, warum es den Bundesliga Vereinen und den den Breitensportvereinen nicht mehr gelingt, den Bedarf an Profifußballern aus den eigenen Reihen zu decken. Außerdem war das Niveau der Nationalmannschaft unterirdisch. Es musst also etwas passieren.
    Mit ganz viel Geld hat der DFB sich die oben genannten Personen eingekauft. Ziel sollte es sein ein ganzheitliches (Breiten- und Spitzensport) Ausbildungskonzept zu erarbeiten damit wir in 5-10 Jahren wieder eine konkurrenzfähige Nationalmannschaft haben.
    Also begannen sie eine Analyse des Ist-Zustandes. Die Wissenschaftler waren erschrocken wie dilettantisch die Spieler in Deutschland ausgebildet wurden.
    Und das bei einer Sportart, die schon damals Milliarden Umsätze machte


    Einige Stichpunkte
    -zu große Spielfelder
    -zu schwere Bälle
    -zu komplexe Regeln
    -zu große Mannschaften


    -Erwachsenen Denken dominiert das Kindertraining
    -keine kindgerechte Sprache
    -viel zu frühe Spezialisierung
    -einseitiges Training (Fußball, Fußball, Fußball) in den unteren Altersstufen
    -Unterdrückung der Kreativität durch Fremdsteuerung
    -Ergebnisdenken und dadurch keine langfristige Ausbildungsplanung.
    -kaum Vorhandene Konzepte in den Spitzenvereinen dadurch machte jeder Trainer was er wollte.
    -Ausdauertraining schon bei den Baminis


    -Talentförderung wie in den Anfängen des Fußballspielens
    -Talentsichtung nur über subjektive Wahrnehmungen.
    -unkoordinierte Talentförderung.


    -keine einheitliche Kindertrainerausbildung.
    -Wenn es eine Ausbildung in den Landesverbänden gab, dann ging es nur um die Methodik
    -die Pädagogik spielte in der Trainerausbildung kaum eine Rolle.
    -Das Erschreckenste war die hohe Prozentzahl an nicht ausgebildeten Trainer und nicht Informierten Trainern.
    usw.
    Hier mussten also Ideen und somit auch Maßnahmen seitens des DFB der Bundesligavereine und der Verbände entwickelt werden.
    Dieses Ideenfindung dauerte seine Zeit.
    Diese Ideen umzusetzen dauert seine Zeit.
    Diese Ideen in die Köpfe der Trainer und Funktionäre zu bekommen dauert seine Zeit.
    Diese Ideen flächendeckend in ganz Deutschland umzusetzen dauert seine Zeit.


    Diese Maßnahmen sollte jetzt nach ca.10 Jahren aber endlich abgeschlossen bzw. installiert sein.
    Ich glaube das wir es erst in 10-15 Jahren geschafft haben, das wir in ganz Deutschland den Kinderfußball ähnlich betrachten wie eine schulische Ausbildung oder wie ein langfristiges Erlernen eines Berufes.
    Andre ist da halt sehr viel ungeduldiger und somit viel emotionaler in der Diskussion. Ich finde, dass er in der Sache zu 100% die kindgerechte Ausbildung sieht. Von diesen Leitgedanken abzuweichen, heißt nicht kindgerecht ausbilden. Hier darf es keine Kompromisse geben. Andre, bitte bleib der Leuchtturm in diesen Forum.


    Ganz zum Schluss:
    Manchmal habe ich das Gefühl, das es eine Ur-deutsche Mentalität ist, alles was von Wissenschaftlern und Fachleuten erdacht wird, in Frage zu stellen.
    Nein, nicht allen und jeden wird misstraut , dem Radio und Fernsehtechniker glaubt man immer.

    Also noch einmal. Meine Äußerungen habe ich nicht nur auf Grund der Videos getätigt. Wer Augen hat der sehet.
    Ich bin auf der Hompage der Mannschaft und des Vereins gewesen. Was ich da sah, veranlasste mich zu meinem ersten Posting.
    Es geht auf dieser Seite nur um das Gewinnen und den Glanz nach außen. Es wird viel von Fehlern der Spieler gesprochen. Kinder machen in diesen Altersstufen keine Fehler, sie sammeln Bewegungserfahrungen. Der Sieg ist um so süßer je klangvoller der Namen des Gegners ist. Zitat:"Hier wartete Mainz 05 auf uns. Gepuscht von der Stimmung und dem Wissen um das eigene Können, gab es nur ein Ziel, der Sieg!"
    Nicht einmal wird wird etwas von dem Erreichen der Ausbildungsziele erwähnt.
    Niederlagen werden als mittlere Katastrophe geschildert. In der Außendarstellung zählen nur die Ergebnisse und die Teamleistung.


    Wäre hier ein modernes Konzept, würde die Spielberichte völlig anders aussehen.
    Wenn es doch ein modernes Konzept gibt, wird es dort nicht mit Leben erfüllt.
    Wenn dieses Konzept wirklich gelebt wird, würde es mindesten teilweise veröffentlicht werden. Denn über ein in sich schlüssiges Ausbildungskonzept kann man super Eigenwerbung für seinen Verein betreiben.
    Hier ist noch die "Old School" in seiner schönsten Ausprägung am Werk.


    Entschuldigung lieber kuebler76 ich bin leider nicht so ein genialer Diplomat wie Andre.


    Leistungsorientierter Fußball fängt im Leistungsbereich an. Dieser beginnt laut moderner DFB Philosophie (ab 2003/2004) ab der C-Jugend.

    @ Andre
    Sorry, ich werde einfach nicht alle Geheimnisse(wenn man es denn so nennen mag) unserer Methode in diesem Forum preisgeben. Wir sind nun mal ein kommerzieller Haufen. Wenn man die Methode grob umschreiben will, kann man sagen das sie aus einer Mischung aus Straßenfußball und drillmäßigen (aber immer mit Freude und Spaß) Üben besteht. Es wird immer spielnah ausgebildet. So hat z.B. das Ballhochhalten keinen Platz in unserer Ausbildung. Wenn man es auf Videos doch sehen sollte (Super Scills aus dem Jahre 2009) dann nur als Zirkusnummer oder Eye-Catcher.
    Die Schweizer und neuerdings auch der DFB (seit Mitte 2009 in denStützpunkten und in der Trainerausbildung zu bewundern) haben sich Vieles von Coerver zu eigen gemacht. Als Stichwort "GAGAG" (Spiel, Ausbildung, Spiel, Ausbildung, Spiel)


    trainer 2005
    altersgerechte Ausbildung immer.
    Abweichungen in absoluten Ausnahmefällen ja. Die 0,3%-0,5 % Hochbegabten (Achtung ich meine nicht die 2% Talente) dürfen auch schon einmal eine Alterstufe höher trainieren.
    Einen von diesen super seltenen Spieler (er ist auch in der Schule sehr weit entwickelt) habe ich in meiner Vereinsmannschaft. Seit 3 Jahren bilde ich ihn immer in einer höheren Alterstufe aus. Aber nur weil er ein Januarkind ist und somit nicht weit weg von den vielen Juli- bis Dezemberkindern (gleiche Schulklasse) ist. Diesen Jungen musste ich auch erst das Dribbeln beibringen. Seine ehemaligen Trainer haben seine Begabung gnadenlos in den Dienste der Mannschaft gestellt.


    Differnziert ausbilden: Das ist unser Job als Trainer. Es heißt für mich aber nicht, das ich Ausbildungsziele überspringe.sondern bei besonders weit entwickelten Kinder setzte ich die Anforderungen durch Präzisons- Raum-, Gegner- und Zeitdruck einfach höher als bei den normal entwickelten Kindern der gleichen Trainingsgruppe. Dadurch werden ihre Grundlagen noch stärker ausgeprägt. Somit brauche ich zu diesen Zeitpunkt der Ausbildung keines meiner Kinder in ein Leistungszentrum zu bringen, bevor sie dafür reif sind.


    Talentepools. Das ist ja das Problem an der Förderung der Kinder in den Leistungszentren der Profivereine. Stichwort: Häuptling und Indianer
    Dieses Thema ist übrigens auch beim DFB und bei Udo Bassemir sehr gut beschrieben.


    Jetzt weiß ich auch wo ich die Spielweise der Stuttgarter Kickers schon einmal gesehen habe. Die alte Ajax-Schule hat bis Mitte der 90er so ausgebildet. Technisch auf hohen Niveau aber schon in den untersten Jugenden wurde das Spielsystem und somit von klein auf an die Positionen und deren Aufgaben drillmäßig einstudiert. Für die damaligen Verhältnisse wurden überaus erfolgreiche Mannschaften ausgebildet. Nachdem die Erfolge ausblieben hat man sich bei Ajax hinterfragt und ist auch hier auf die positions ungebundene, individuelle und offensive Ausbildung umgestiegen.


    Und denkt immer daran, egal wie talentiert die Jungs und Mädchen sind, wir haben es mit Kinder zu tun.

    @ Andre.
    Ich möchte keinen Streit über die richtige Methode vom Zaun brechen, dafür ist mir dieser Thread viel zu wichtig.
    Unsere Postings haben sich gestern Abend überschnitten. Diese kleine Anmerkung von mir war keine Antwort auf Deinen Beitrag. Mit befremden
    nehme ich zur Kenntnis, dass Du anhand von Videos über eine Methode urteilst. Es wäre so als ob du anhand von Ausschnitten der Videos vom
    DFB (Fußball PUR und Fußball von Morgen) die Methodik erkennst. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Coerver für Dich ein rotes, weil
    unbekanntes, Tuch ist.


    @ kuebler76
    Respekt, dass du dich diesem Forum stellst.


    Zu Deiner Aussage.Wo glaubt Ihr sind und werden wir ausgebildet? Mmh, stimmt vom DFB


    Und genau das macht uns Trainer/Menschen ja aus, dass wir das angeeignete Wissen so umsetzten wie wir es für richtig halten.
    Es ist wie mit dem Führerschein, die Regeln kennen wir aus dem FF aber keiner unter uns hält sie immer ein. Hier und da wird ein wenig an
    den Regeln gekratzt oder sie werden übertreten. Genau wie im Kinderfußball, jeder Trainer sollte seinen Weg finden und dabei immer an die
    Grenzen gehen und auch mal neue Wege finden.
    Aber keiner von uns hat im Straßenverkehr dafür Verständnis, wenn jemand durch die geschlossene Ortschaft mit 120 km/h knistert und meint
    er müsse für die nächste Formel 1 Weltmeisterschaft üben.
    Genauso ist es wenn ausgebildete Trainer meinen die Ziele des DFB gelten nur für die breite Masse.
    Sobald sie ihre Prüfungen absolviert haben hat man als Fahrlehrer oder DFB-Ausbilder leider keinen Zugriff mehr auf seine Fahrschüler bzw.
    Trainer.
    Ich hätte gerne einigen Fachübungsleitern-C, die ich ausgebildet habe, die Lizenz wieder entzogen.
    In der Ausbildung sind 4 LE (Lehreinheiten) für die Talentförderung und Sichtung vorgesehen. Niemals erwähnt der DFB in der
    Trainerausbildung etwas davon, dass von den Ausbildungszielen dieser Kinder abgewichen werden soll.


    Es kann natürlich sein, das Du in einem anderen Land lebst und dort so schnell fahren darfst. Deine Gesetze (Konzept/oder Richtlinien für
    die Ausbildung) kommen jedenfalls nicht aus der Feder eines Trainers der nach den Richtlinien des DFB ausbildet wurde. Wie es auch bei
    Profivereinen besser gehen kann, zeigt Udo Bassimir im folgenden Link:
    http://www.buch24.de/1001-133572589/shopdirekt.cgi?id=4748632&p=3&t=&h=&kid=0&klid=2&sid=2


    hier gib es eine Leseprobe: http://shop.philippka.de/fussb…siv-fussball-spielen.html


    nächste Aussage Abweichung haben stattgefunden
    Diese Abweichungen sollten bei weit entwickelten Spielern so stattfinden, dass Die Kinder im Training durch mehr Gegner-, Raum-, Präzisions- und Zeitdruck gefordert werden. Ausbildungsziele einer anderen Alterstufe als Lerninhalt zu nehmen ist schlichtweg falsch.



    nächste Frage Soll ich Passspiel verhindern weil Sie noch nicht alt genug sind, komische Ansicht. Ich denke ich soll Stärken fördern
    Du sollst Das Passspiel nicht verhindern aber auch nicht fördern. "One-Touch" oder Begrenzung der Anzahl der Ballkontakte ist eine
    Förderung. Altersentsprechende Förderung der Stärken ist nun einmal das Dribbling. Wenn das Dribbling bei Deinen Spielern keine Stärke ist,
    dann solltest du dich unbedingt daran machen, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen.
    Eventuell solltest du eure Scouts darauf hinweisen.


    nächste Aussage: Propagiert wird das Selbstbewusstsein zu stärken und eigene Entscheidungen zu treffen
    Eigenen Entscheidungen zu treffen bedeutet aber auch viele Lösungsmöglichkeiten zu kennen damit man Situationen im Fußball kreativ lösen
    kann. Das Abspielen ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten. Bei den Kindern im Video sieht es so aus als ob sie nur den Zeitpunkt des
    Passes als eigene Entscheidung treffen können. Alles andere ist Rasenschach-- äähh?! Linoleumschach oder auch Marionetten-Fußball.
    Hast Du schon einmal gesehen mit welchem Selbstbewusstsein Kinder durch die Gegend laufen, die 5 Spieler in der F-Jugend ausgedribbelt haben
    und anschließend aus freien Stücken einen tödlichen Pass gespielt oder ein Tor erzielt haben.


    Aussage: Das Wie ist entscheidend, dann das Ergebnis. Auf die Dauer zählt aber der Erfolg, deshalb Leistungsbereich.
    Außerhalb von Deutschland würde man solche Fragen nicht stellen.

    Wie das Wie? Auf die Dauer zählt der Ausbildungserfolg der Individuellen Ausbildung, Eurer Job ist es doch soviel Kinder wie möglich in den Profibereich zu bringen. Dafür wirst Du bezahlt. Das ist Dein Job. Oder bekommt ihr eine Punkteprämie?


    Du hast Recht. Heute stellt man sich außerhalb von Deutschland diese Fragen, jedenfalls in einigen Ländern, nicht mehr.
    Außerhalb von Deutschland hat man sich diese Fragen vor 30 Jahren schon gestellt. Von diesen Ländern haben wir sehr viel in die Ausbildungsphilosophie des DFB übernommen.


    Aussage: jein, sonst wären Sie nicht in einer Mannschaft sondern auf dem Bolzplatz
    Und genau da will der DFB hin. Holt den Straßenfußball mit all seinen Vorteilen in die Vereine zurück.


    Aussage: Hier geht es um nachhaltige Ausbildung
    Nachhaltigkeit beruht auf einer soliden Ausbildung im Grundlagenbereich. Genau dort befindet sich Deine F-Jugend.


    Alle Deine Aussagen habe ich mit den Aussagen des DFB versehen.
    Meine Kommentare und Ratschläge konnte ich mir auch nicht verkneifen, sorry.


    Für mich steht fest: Du kennst zwar die Regeln und Richtlinien weil du den Führerschein gemacht hast aber
    du fährst eindeutig mit 120 km/h durch die geschlossene Ortschaft.

    Talentfreier Vater
    alle meine bisherigen Postings zu diesem Thema habe, habe ich aus der Sicht der DFB Philosophie gemacht.
    Ist ja prima, dass Du aufgrund meines Nicknames nach der Coerver-Methode googelst. Weil es so spät ist eine oder zwei kurze Erklärungem zu der Pyramide.
    Grundsätzlich ist der Erwerb der Ballbeherrschung niemals abgeschlossen. Selbst Profis staunen immer noch wenn sie es mit Coerver-Ballberrungsübungen zu tun bekommen.
    Auch sie verbessern ihre Ballbeherrschung durch unser Training.
    Wie Du es richtig verstanden hast, ist die 2 Stufe der Pyramide die Ballan- und mitnahme und das Passen, in der F-Jugend allerdings nur die reine Technik (Innenspann, Außenspann, usw) und nicht bzw. nur ganz wenig die Individualtaktik. Wir schulen genauso wenig wie der DFB die Gruppentaktik (Dreieck bzw. Viereck bilden, Doppelpässe, One Touch, usw) in diesem Alter.
    Die Kinder sollen, den Ball riechen, schmecken, hören, spüren und fühlen können, damit sie sich ab einem gewissen Alter (je nach Entwicklungsstand irgendwann zwischen 10 und 13 Jahren) nicht mehr auf den Ball konzentrieren müssen und somit den Blick frei für das Spielfeld haben. Das kann man nur über Ballkontakte und über noch mehr Ballkontakte erreichen. One Touch und andere Taktiken sind da absolut kontraproduktiv. Es spielt auch keine Rolle ob es sich um Supertalente oder um Breitensportler handelt.