Beiträge von Dirk Coerverfan

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    Hallo ich habe eben eine PM beantwortet.
    Der Trainer bat mich noch einmal den Unterschied zwischen DFB und Coerver zu erläutern.
    Sollte wie immer kurz sein. :)


    Hier ein Auszug.
    Im nachfolgenden Link findest Du viele Infos von mir über die Unterschiede. Wie ich es damals (frisch und noch mitten in der Ausbildung zum
    Coerver-Coach gesehen habe)
    Coerver Coaching vs. DFB-Philiosophie


    Alle Unterschiede in dieser PM aufzulisten würde zu weit führen.
    hier ein paar Punkte.
    Die Methodik ist anders als beim DFB. Der DFB arbeitet nach: Vom Einfachen zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Leichten zum Komplexen.
    Wir arbeiten vom "Ohne Druck" bis hin zum vollen Zeit-, Raum- und Gegnerdruck.
    Während der DFB das Training immer in 3 oder 4 Teilen zergliedert.
    1.Vielseitige Bewegungsschulung,
    2.Fußballorientierte Bewegungsschulung,
    3.Fußballspezifisches Techniktraining (gibt es erst ab der F-Jugend),
    4. Fußballspielen,
    arbeiten wir die Pyramide im Training einmal komplett durch.
    Wir sind, anders als Sir Alex es im Forum vermitteln möchte, sehr viel spielnäher in der Ausbildung als der DFB.
    Coerver bildet zurzeit nur offensiv aus. Das defensive Verhalten wird nebenbei mit geschult, wird aber vom DFB viel besser erklärt.
    Sammer bemängelte noch im November 2010, dass wir im Bereich des DFB viel zu wenig gute Stürmer ausbilden. Das wir wohl auch der Grund sein,
    weshalb sich Sammer, Marcel Lucassen geholt hat. Er kann zwar nicht alles auffangen, was in den Jahren zuvor in den Vereinen, Stützpunkten und
    Verbänden versäumt wurde, aber durch seine Art der offensiven Ausbildung werden Signale auch in Richtung der vorgeschalteten Trainer gesendet.



    Eine Anmerkung zu unserem "geheimen" Wissen:
    1. Wir veröffentlichen nicht wie wir die Pyramide, natürlich immer dem Alter entsprechend, in jede TE einbinden.
    2. Es geht hier um viele kleine pädagogische und methodische Tricks, die wir nicht erfunden haben, glaube ich zumindest, die wir aber überall
    anwenden können. Eines davon habe ich hier schon sehr häufig erwähnt, das ist das so genannte "Positiv Pushing“. Das wurde
    mittlerweile auch vom DFB in Teilen übernommen. Dort heißt es dann unter dem Thema "pädagogisches Handwerkzeug" positives und angstfreies Klima
    erzeugen. Wie die DFB Trainer das bewerkstelligen sollen bleibt ihnen überlassen. Wir Coerver-Coaches geben den Trainern kleine Tipps.
    3. Unser Detailwissen über Bewegungsabläufe werden wir nicht veröffentlichen. Auch das haben wir nicht erfunden, aber wir binden auch dieses Wissen
    in die Pyramide mit ein.


    @ Coach Oliver
    Sorry, ich habe dich zwei Mal überlesen. Das war wirklich keine Absicht.
    Wir kommen auch in die Vereine. Wenn Du willst, kannst Du eine Schulung in deinem Heimatverein bekommen.


    Folgende Empfehlung spreche ich den Trainern aus, die sich mit genau dieser Frage an mich wenden.


    Da Coerver-Coaching, die neuen Videos ab 1997, in Deutschland nur in englischer Sprache erschienen sind und ich von einem einfachen Wissenstand der
    Trainer ausgehe, schlage ich folgende Vorgehensweise vor.


    1. Damit man die Bewegungen, Finten und Organisationsformen besser versteht, sollte man sich vorher Peter Schreiner „Erfolgreich Dribbeln Teil 3“
    ansehen. Peter Schreiner gibt den Bewegungen einen griffigen deutschen Namen. Dadurch versteht man auch als Trainer viel schneller die unterschiedliche Bewegungen.
    Ich persönlich denke, dass wir in Deutschland auch die deutsche Fußballersprache sprechen sollten. Schere hört sich einfach besser an als scissors. Die Kinder werden es uns danken.


    2. in den Videos der Master Class Serie (Building essential Skills und fast break attack) findest Du dann viele Übungen sowie Spiel- und Übungsformen. Hierzu gibt es ein Buch. Dort werden genau wie in den Videos, die einzelnen Stufen der Pyramide angesprochen und die Inhalte erklärt.


    3. Die "Make your Move" Videos (2006) handeln vom 1 gegen 1. Ich habe nie nachgezählt aber dort werden ca. 20 bis 30 Finten erklärt. Das dazu gehörige Buch inklusive beiliegender CD ist auch zu empfehlen.
    Das 1 gegen 1 Training galt lange als das Markenzeichen von Coerver. Hier gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Bewegungen.


    4. Wenn Du vertraut in der Anwendung der Pyramide bist, dann kannst Du dir ganz viele Ideen aus der Dubai Reihe (deutschsprachige Ausgabe) holen.
    Für mich bis heute immer noch Wahnsinn was Wiel Coerver dort an Ideen rein gebracht hat.


    5. Die "Improve your Game" Reihe (3x DVD aus 2008). Ist eine Ansammlung vieler guter Übungsideen.
    DVD1 "Skills" bringt neue Übungen die Ballbeherrschung und einige Übungsformen zum Technikerwerbstraining.


    DVD2 "Strength" zeigt eine Stufe "Stretch" mit der ich mich persönlich nicht identifizieren kann. Es sind sehr viele Übungen mit sehr guten aktiven Dehnübungen (völlig ok für mich) aber es gibt tatsächlich eine Übungen mit passiven Dehnen (richtiges Stretching für mich ein totales NOGO).
    Stufe Speed, bring wieder super Ideen um die Kopfgeschwindigkeit zu erhöhen. Aber auch hier bin persönlich doch ein wenig irritiert, wenn ich einen Trainer sehe, der mit der Stoppuhr arbeitet.
    Der Stufe "Stamina" beinhaltet gute Übungsformen, aber das die Fitness extra trainiert wird, ist für mich in diesen gezeigten Alterstufen ebenfalls ein NOGO.


    DVD 3 "Science" hier äußert sich ein Arzt über das "Warm up". Auch hier werden noch einmal mehrere passive Dehnübungen gezeigt (Aua) Hier haben sich die Erkenntnisse der deutschen Wissenschaftler in Bezug auf Stretching wohl noch nicht rum gesprochen.
    Der Arzt erklärt dann 20 Minuten lang in gebrochenen englisch, wie wichtig das richtige Essen für Kinder ist. Diese DVD braucht meiner Meinung nach kein Trainer.


    Tolle Ideen in dieser Reihe (für Insider: hier wird "head and catch" in einer leicht abgewandelten Form gezeigt) aber man muss schon differenzieren ob man wirklich Alles eins zu eins umsetzt.

    Es ist wirklich sehr schwer.
    Hier sind 3 oder 4 Trainer, die so tun als ob sie Interesse an Coerver haben, aber dann sofort immer versuchen mich irgendeiner Unwahrheit zu überführen.
    Mir wird außerdem unterstellt, das ich ich Marketing betreiben will. Trainer die sich wirklich über den Tellerrand schauen wollen, reagieren auf
    jeden Fall anders.
    Hier habe ich das Gefühl, das jemand Angst vor dem Unbekannten hat.


    Was ich aber überhaupt nicht leiden kann ist, wenn man mich der Verbreitung von Unwahrheiten oder gar der Lüge bezichtigt.
    Ich poste hier immer offen und ehrlich. Ich verstecke mich nicht hinter irgendwelchen anonymen Trainern, die irgendwann mal was gesagt haben, was
    mir vielleicht in diesen Posting in meinen Kram passt.


    Wenn ich schreibe, dass der FC Bayern München seit langer Zeit ihre Jugendtrainer von Coerver-Coaches fortbilden lässt, dann darf man getrost
    hinnehmen, dass es nicht irgendwelche Freunde oder Verwandte von diesen Trainern waren. Die Jugendtrainer des FC Bayern München und deren
    Partnervereine bedienen sich seit sehr langer Zeit der Coerver-Methode.
    Somit sind alle Spieler die beim FC Bayern ausgebildet werden auch mit Coerver in Berührung gekommen. Und wenn es bei Kross nur 2 Jahre in der
    A-Jugend waren oder bei Lahm nur 5 Jahre und bei Schweinsteiger nur 6 Jahre waren, so ist das auch immer belegbar. Ein Anruf bei Udo
    Bassemir oder Hermann Gerland genügt.
    Wenn ich schreibe, dass Man Utd. seit 24 Jahren in ihrer Ausbildung die Coerver Methode einbezieht, dann ist dieses auch nachprüfbar (googlen).
    Es ist nicht irgendein Coerver-Coach zu Man Utd gewechselt. Neben Meulensteen und Ricardo Muniz gibt es nur sehr wenige Trainer, die direkt von Wiel Coerver über einen sehr langen Zeitraum ausgebildet wurden.
    Meulensteen wurde von Sir Alex (den Echten) ganz bewusst nach Man Utd geholt. Sir Alex (der Echte) hat die Coerver-Methode als einen Teil der
    Ausbildung schon kurz nach seinem Amtsantritt vor 25 Jahren einfließen lassen. Mit Meulensteen bekam er aber erst das richtige "Know How". Jedes Training bei Man Utd beinhaltet zurzeit 20 Minuten Coerver-Training



    Die Jugendtrainer des HSV werden dir dann auch bestimmt erzählt haben, an wie vielen Trainerweiterbildungen, die Muniz durchgeführt hat, sie teilgenommen
    haben. Kann sein, dass es an dem ein oder anderen Kinder- und Jugendtrainer abgeprallt ist. Die Trainer, die ich vom HSV kenne, waren alle begeistert und
    haben viele Inhalte übernommen. Da der HSV aber kein durchstrukturiertes Konzept im unteren Bereich (F- bis D-Jugend) hat, dürfen sich die Trainer
    dort noch sehr weit nach links und rechts bewegen.
    In der B-, A-Jugend und der 2. Mannschaft und mit den Profis hat Muniz regelmäßig ein Coerver-Training durchgeführt. Diese Aussagen sind absolut
    nachprüfbar.


    Hermann Badstuber, hat mir persönlich das F- und E-Jugend Konzept (über 80% Coerver) für die Partnervereine des FC Bayern München gesendet. Mag
    sein, dass sich das Konzept in den letzten 2 Jahren geändert hat, das weiß dann aber Sir Alex (der aus dem Forum) bestimmt. Die Kontakte hat er ja.
    Nichts wäre für mich schlimmer als wenn ich hier Märchen erzählen/schreiben würde.
    Sobald ich mir in meinen Aussagen nicht sicher bin, schreibe ich es auch so. Wenn ich von der Lehrmeinung des DFB oder von Coerver-Coaching abweiche
    schreibe ich auch, dass es sich um meine persönliche Meinung handelt.


    Bekanntheit:
    Hier noch ein Anekdötchen. Als ich 2005 meine C-Lizenz machte, erzählte ich dem damaligen Verbandsportleher, dass ich ein Fan der Coerver-Methode
    bin. Nach kurzem Überlegen kam folgender Spruch: "Ach, das ist doch der Holländer, bei dem sich die Kinder im Training die Beine verknoten". Das zum
    Thema, welchen Stellenwert bzw. Bekanntheitsgrad Coerver noch im Jahre 2005 bei der Trainerelite in Deutschland hatte.


    Übrigens werden heute fast alle deutschen Jugendnationalmannschaften von Marcel Lucassen im Technikbereich trainiert. Die TSG Hoffenheim nutzt ihn
    ebenfalls als Techniktrainer. Lucassen arbeitete 8 Jahre lang bei Man Utd ganz eng mit Meulensteen zusammen.
    Da er eine eigene Firma "Sportpartners" aufgemacht hat, die sich mit der Ausbildung von Fußballern befasst, sagt er heute nicht mehr, dass er die
    Coerver-Methode anwendet.Er vermarktet sein eigenes Produkt.
    Unser jetziger Verbandssportlehrer ist öfter einmal Assistenztrainer bei den DFB U-Nationalmannschaften. Dadurch kam er auch mit Lucassen in
    Kontakt. Lucassen sagte ihm, dass er die U-Nationalmannschaften angelehnt an die Coerver-Methode trainiere. Daraufhin hat der Verbandssportleher mich
    gebeten, mit der U 15 Landesauswahl ein Techniktraining zu absolvieren. Es wird zwischen Coerver und dem SHFV zukünftig eine Zusammenarbeit geben.
    Andere Landesverbände werden mit Sicherheit folgen.


    Angebliche Marketingstrategie von mir:
    In diesem Forum bin ich seit 2006 aktiv. Über Coerver habe ich bisher nur gepostet, so glaube ich jedenfalls, wenn jemand Fragen diesbezüglich hatte. Zweimal habe ich Uwe um Erlaubnis gebeten, hier für meine Coerver-Clinc Werbung machen zu dürfen.
    Die Eigenwerbung habe ich so schlecht gemacht, dass die erste Schulung gar nicht zu Stande kam und an der zweiten haben nur 3 Trainer aus diesem Forum teilgenommen.
    Auch in diesem Thread wollte ich Anfangs nicht antworten. Über die Suchfunktion hätte Kölnkicker alles zu diesem Thema finden können. Über PM habe ich ihm trotzdem die Möglichkeit geboten mehr Infos von mir zu bekommen. Nachdem German Coach aber so viele falsche Infos als Insider-Wissen verbreitete, sah ich mich gezwungen hier einzuschreiten.

    Warum nicht alle Vereine Coerver mit einbinden?


    1. Es gibt Coerver-Coaching in Deutschland erst seit 2009 völlig eigenständig. Vorher (2006-2009) gab es Coerver-Coaching in Deutschland allerdings
    waren wir nur ein Anhängsel von FD21. Dort war Coerver-Coaching anfangs nur für die Durchführung der FD21 Fußballcamps zuständig.


    2. Es hat sehr lange gedauert bis man die richtigen Trainer gefunden und auch ausgebildet hatte. Wie ihr euch denken könnt ist es ein Unterschied, ob
    ich als Trainer ein Fußball Camp durchführe, ob ich Trainer ausbilde, ob ich Techniktrainer einer Landesauswahl bin, ob ich ein Trainingslager mit
    einer Jugendmannschaft durchführe, ob ich Grundschullehrer eine Einweisung in Coerver-Coaching, gebe oder ob ich eine Präsentation für einen Profi
    Club mache. In Deutschland sind wir erst seit ca. Ende 2009 in der Lage alle diese Themen abzudecken.


    3. In Deutschland war es bis zur Ära Klinsmann auch im Profi Bereich nicht überall üblich, mit Spezialtrainern im Technikbereich zu arbeiten.
    Selbst Ralf Rangnick, für mich einer der fortschrittlichsten Trainer, hat erst 2009 einen Spezialisten eingestellt.


    4. Es gibt viele Wege sich bekannt zu machen. Wir haben es Anfangs über die Camps probiert. Damit haben wir aber wirklich nur wenige Trainer
    erreicht. Auch wenn wir immer von allen Seiten für diese Camps gelobt wurden, so kommt man durch solche Veranstaltungen nicht in die Köpfe der
    entscheidenden Trainer. Erst durch den Artikel in der "Fußball Training" wurden die Vereine auf uns aufmerksam.


    5. Die Leistungszentren versuchen sich natürlich auch ein positives Image zu geben.
    Bei einigen Verantwortlichen würde es nicht wirklich gut klingen wenn sie sich Unterstützung von außen holen.
    Sie versuchen, und das ist uns wirklich schon in angeboten worden, lieber unser "know how" abzuziehen.
    Nach dem Motto: "Coerver-Coaching Deutschland bilde bitte einen Trainer von unseren Leistungszentrum zum Coerver-Coach aus und der wird dann als
    Angestellter unseres Vereines die anderen Jugendtrainer ausbilden."


    6. Vielleicht machen es doch schon viel mehr Vereine und Verbände (siehe oben) als ihr denkt, nur habt ihr es noch nicht mitbekommen.

    Willi
    Jetzt verlangst Du aber echt zuviel von mir.
    Soll ich jetzt recherchieren welche bekannten Spieler die Bayern Schule, die Manchester United Schule, die Real Madrid Schule usw., die FFF Elite Schule und die Jugendnationalmannschaften von Spanien durchlaufen haben. Das darfst du gern selbst machen.
    Ich kann ja mal mit einigen Spielern anfangen:
    Schweinsteiger, Lahm, Kroos, Ribery, Iniesta, Xavi, C.Ronaldo.

    Ich unterbinde schon in ganz jungen Jahren das Grätschen konsequent.
    Warum?
    Grätschen erzeugt beim ballführenden Spieler Angst. Der Spieler der den Ball führt ist im Ballbesitz und somit Angreifer und in der Offensive.
    Meine Spieler bekommen von mir immer eine offensive Schulung. Wer offensiv ist, muss agieren und somit kreativ sein oder werden.
    Defensive Spieler müssen reagieren und brauchen somit kaum kreativ sein.
    Kreativität sein, braucht Freiheiten und keine Beschränkungen. Angst ist für das Zulassen von Kreativität die größte Bremse. "Angst fressen Seele auf"


    Wie sollen meine Spieler einen offensiven Zweikampf lösen, wenn sie Angst haben müssen, das sie umgegrätscht werden?
    Sie würden den Ball sofort abspielen.
    Wenn mein Ausbildungsschwerpunkt aber das 1 gegen 1 im offensiven Bereich ist, wäre das Abgrätschen kontraproduktiv.

    Jetzt wird es ganz lang:


    Eine Bitte.
    Es wäre schön wenn ihr nachher nicht folgende oder ähnliche Vergleiche mit den Niederländern oder irgendeiner anderen Nation zieht.
    Ganz nach dem Motto. "Tolle Jugendarbeit, aber haben sie jemals einen Titel geholt?" "Das zeigt ja wohl eindeutig, dass die
    Jugendarbeit der NL nichts taugt" Denn Mannschaftserfolg der Nationalmannschaften, hat nicht unbedingt etwas mit der Klasse der individuellen Ausbildung zu tun. Die sogenannten "Softscills" dürfen in einer Teamsportart nicht unterschätzt werden.
    Die Niederländer haben, für mich unstrittig, über mittlerweile fast 40 Jahre vorbildliche Jugendarbeit geleistet.


    Eine Klarstellung:
    Coerver ist kein Allheilmittel und auch nicht die universelle Ausbildungsmethode.
    Das habe ich hier in diesem Forum nicht geschrieben. Im Gegenteil, ich habe immer darauf hingewiesen, das viele Wege nach Rom führen. Über die Suchfunktion kann man sich ein Bild darüber machen.Dafür ist Fußball auch viel zu Komplex. Im Kinderbereich bieten wir ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept an.
    Das ist indiesen Alterstufen auch kein Problem. Kondition, Technik und Taktik können hier ganzheitlich trainiert werden.
    Erst nach der Pubertät wird in der Talentförderung immer mehr Wert auf ein differenziertes Training gelegt.
    Ob das gut ist soll hier nicht diskutiert werden, es ist halt wie es ist.


    Wir Coerver-Coaches verstehen uns ab einer Alterstufe (Ende C- Anfang B-Jugend) hauptsächlich als Spezialisten im Koordinations-,
    Technik-, Schnelligkeits- und Gruppentaktiktraining. Dort auch wieder in ganz speziellen Bereichen. Das heißt aber nicht, dass wir
    die Jugendlichen nicht auch bis in den Seniorenbereich ganzheitlich ausbilden könnten.


    Persönliche Angriffe:
    Fortschritte oder Änderung werden meiner persönlichen Meinung nach, immer nur durch Vordenker bzw. durch Extreme erzielt.
    Dadurch, dass ich in einigen Bereichen polarisiere, bin ich natürlich auch angreifbar, aber bitte immer auf der Sachebene. Für mich
    ist der Mittelweg halt nicht der goldene Weg. Wenn jemand ein persönliches Problem damit hat, darf er mir das auch gerne über PM
    oder Mail mitteilen.


    Erfolge:
    Es gibt zurzeit keinen Fußballverein oder -verband, der durchgehend nach der Coerver-Methode trainiert. Wenn wir irgendwo im B- und
    A-Jugendbereich tätig werden, dann immer nur als Spezialisten. Ich bin deutschlandweit wohl der einzige Trainer, der zurzeit von
    sich behaupten kann, eine Mannschaft von der G-Jugend bis zum Ende der D-Jugend nach der Coerver-Methode ausgebildet zu haben. Meine
    erzielten Erfolge im Vereinsbereich habe ich schon im Forum beschrieben.
    "System" in der F-Jugend


    Zurzeit betreiben wir im südlichen Schleswig Holstein 2 Coerver Trainingsgruppen.
    Die Ausbildungserfolge an denen wir maßgeblich durch unsere Master-Class mitgewirkt haben, publiziere ich hier auch gerne einmal.
    Leider wird das nicht auf unserer Hompage veröffentlicht. Es gibt in Bezug auf Bilder und Namen der Kinder immer wieder rechtliche Problemen.
    und eine Aufzählung wie ich sie hier mache, wäre auf auf unserer Hompage nicht wirklich werbewirksam. " Schöne Statistiken aber schreiben kann man ja viel"
    Vielleicht finden wir auch hier noch einen Weg uns besser zu vermarkten.


    1997er Jahrgang (zurzeit junger Jahrgang C-Jugend):
    1 Spieler beim HSV, 2 weitere sollten zum HSV, dort haben die Eltern aufgrund des Fahrweges abgesagt.
    2 Spieler bei Holstein Kiel (einzige Leistungszentrum in Schleswig Holstein) auch dort sollten 2 weitere Spieler hin wechseln. Absage wegen des Fahrweges.
    2 Spieler beim VFB Lübeck C-Jugend Regionalliga (höchste Klasse)
    7 Spieler in der Schleswig Holstein Liga (zweithöchste Klasse)
    3 Spieler in der Verbandsliga (dritthöchste Klasse)
    6 Spieler spielen auf Kreisebene(aufgrund des jungen Jahrgangs in den zweiten Mannschaften). Mindestens 4 von ihnen Spielen nächstes Jahr in der Verbandliga oder höher.
    5 von den oben aufgeführten Jungs haben den Sprung in den erweiterten Kreis der Landesauswahl geschafft.
    Alle Spieler trainieren in ihren jetztigen Vereinen nicht mehr nach Coerver. Somit kann man später nicht mehr sagen ob der Erfolg
    durch Coerver ermöglicht wurde. Alle Spieler haben die Coerver Masterclass mit Eintritt in die C-Jugend leider aufgrund der hohen
    schulischen und vor allem der hohen Belastung durch das Vereinstrainig verlassen.


    1998er Jahrgang (zurzeit alter Jahrgang D-Jugend)
    Von diesem Jahrgang hatten wir nur 5 Kinder in unserer Schule.
    2 Spieler sollten beim HSV spielen (beide haben aufgrund des Fahrweges abgesagt)
    1 Spieler spielt in der C-Jugend Schleswig Holstein Liga (laut Aussage von mehreren Scouts der Beste 98er in Norddeutschland)
    1 Spieler spielt in der neu gegründeten D-Jugend Verbandsliga (höchste Klasse)
    3 Spieler spielen in der D-Jugend in den höchsten Kreisklassen.
    3 von den 1998er haben den Sprung in den erweiterten Kreis der Landesauswahl geschafft.
    Alle Spieler trainieren in ihren jetzigen Vereinen nicht nach Coerver. Nur 2 Spieler trainieren noch bei uns.


    1999er (zurzeit junger Jahrgang D-Jugend)
    4 Spieler beim HSV
    1 Spieler beim FC St.Pauli
    14 Spieler spielen in den höchsten Kreisklassen
    Die Spieler vom HSV und FC St.Pauli sind nicht mehr bei uns und trainieren somit auch nicht mehr nach Coerver.


    2000er
    habe wir leider nicht beworben. Deshalb hatten wir nur einen Spieler
    1 Spieler beim HSV.


    2001er
    bauen wir gerade auf
    6 Spieler haben wir bisher in die Kreisauswahl gebracht.
    Und es werden garantiert noch mehr.


    Das die Jungs so früh in die Leistungszentren wechseln, halte ich persönlich für suboptimal. Die Entscheidungen treffen letztendlich die Eltern.



    Welche Fußballer?
    Es ist jetzt ziemlich schwer, anhand einer Auflistung von aktiven Fußballern fest zu machen, wie erfolgreich die Methode ist.
    Gründe hierfür:
    1. welcher Fußballer erinnert sich daran nach welcher Methode er in der Kindheit ausgebildet wurde. Welcher Trainer erzählt es seinen Kindern?
    2. Es gibt keinen Verein auf der Welt, der Coerver-Methode von 6-18 Jahren durchgehend als Hauptkonzept anwendet. Somit gibt es
    keinen reinrassigen Coerver-Spieler. Eventuell werden es die ägyptischen Spieler auf der Wiel Coerver DVD „de complete werken.“
    Der HSV hat seine Chance 2010 mit der Entlassung von Ricardo Muniz verpasst.
    Je älter die Spieler werden, desto weniger werden die Schwerpunkte in den Vereinen auf Coerver gelegt. Ab der B-Jugend benutzten die
    Vereine, die Coerver integriert haben, nur noch als spezielles Techniktraining.
    3. Die Fußballschulen die nach Coerver ausbilden, geben ihre weit entwickelten Spieler meistens in der C-Jugend an die
    Leistungszentren (in anderen Ländern mögen sie anders heißen) ab. Dort wird Coerver meistens nicht weitergeführt, somit kann man
    vielleicht noch am Bewegungsablauf oder an der Ballbeherrschung erkennen, dass ein Spieler aus der Coerver Ecke kommt.
    4. Leider hat in früheren Jahren kein Coerver-Coach offizielle Statistiken geführt, auf die man heute zugreifen kann. Das bringt mich auf eine
    Idee. Mal schauen ob es vielleicht doch Etwas gibt.
    5. Wiel Coerver selbst gibt leider keine Auskunft, welche bekannten Fußballer er als Kinder ausgebildet hat.
    6. Ab wann kann man von einem Coerver-Kind sprechen. Reichen 2 TE oder müssen es 200 TE sein.
    7. In einigen Ländern gab/gibt es im Kinderbereich keinen so straff organisierten Fußball wie in Deutschland. Dort lernen die Kinder
    im normalen Sportunterricht an Universitäten oder in Fußball-Akademien das Fußballspielen. Sobald sie dann in die Vereine gehen, werden die Coerver
    Wurzeln vergessen, bzw. nicht mehr erwähnt.
    Als typisches Beispiel hierfür gelten Japan, Australien und wenn mich nicht alles täuscht, viele US-Bundesstaaten.
    8. Zählen die Spieler die in den Leistungszentren mit der Coerver-Methode in Kontakt kamen auch als Coerver-Kinder. Z.B hat der HSV
    fast 2 Jahre (2008-2010) lang ihre Jugendmannschaften mit Ricardo Muniz in Kontakt gebracht.


    Grundsätzlich kann man alle Spieler aufzählen, die in den letzten 24 Jahren bei Manchester United ausgebildet wurden. Dieses gilt
    ebenfalls für Spieler, die in den letzten 15 Jahren bei Bayern München und seinen Partnervereinen ausgebildet wurden. Diese Info
    habe ich sogar persönlich von Hermann Badstuber bekommen. Er war damals der Ansprechpartner beim SSV Ulm für die Bayern
    Partnerschaft. Arsenal London; Newcastle United, Tottenham Hotspurs, AC Mailand und Real Madrid holen sich immer wieder Anregungen
    für ihre Kinder- und Jugendausbildung.


    Bei Mark von Bommel ist man sich ziemlich sicher, das er auf der Dubai Reihe zu sehen ist.
    Bei allen Japanischen Profispielern kann man davon ausgehen, dass sie mit Coerver-Coaching längere Zeit in Kontakt kamen.
    Boudewijn Zenden ist auf der Masterclass-Series (1997) zu sehen. Er hat die Coerver Schule mehrere Jahre durchlaufen.


    Gérard Houllier der ehemalige technische Direktor, Nationaltrainer und Jugendnationaltrainer (1988-1998) des Französischen
    Fußballverbandes (FFF) war Vordenker für die fußballerische Ausbildung der Spieler und für die Eliteförderung seines Verbandes. Er
    band die Coerver-Methode schon 1988 (damals noch die ältere Methodik) ganz massiv in die Ausbildung mit ein. Ab 1993 war sie
    Hauptbestandteil in Clairefontaine(Eliteschule des FFF) in der 1 vs 1 Schulung.
    Sein Wunsch war es, dass sie Standard in ganz Frankreich werden sollte. Warum daraus nichts geworden ist... ???
    Nicolas Anelka, Thierry Henry and Lilian Thuram kommen aus dieser französischen Eliteschule.


    Der Spanische Fußballverband arbeitet ebenfalls in seiner Jugendausbildung eng mit Coerver zusammen.

    Das soll/sollte nicht in einen Streit enden. Mir geht es nur um eine Richtigstellung.


    Germancoach stellt sich halt so dar, als ob er ein Insider wäre oder über Insiderwissen verfügen würde. Das ist aber definitiv nicht der Fall


    Ich habe überhaupt keine Probleme über die Methode zu diskutieren, das kann man in diesem Forum in vielen Threads, die sich mit Coerver beschäftigen, hoffentlich erkennen.


    Kommerzielle Ausrichtung:
    Bevor ich Coerver-Coach wurde, hatte ich auch meine Probleme damit. Ich war, wie meine Name es schon sagt, ein Fan der Coerver-Methode.
    Als ich dann aber ausgebildet wurde, und ganz viel Zeit und Geld (Fahrt- und Hotelkosten) investierte, war ich doch ganz froh, das ich ein wenig Geld über die kommerzielle Idee wieder rein bekommen konnte.
    Übrigens bin ich als Referent in der DFB-Trainerausbildung tätig. Dort bekomme ich wesentlich mehr Stundenlohn und Aufwandsentschädigung als bei Coerver-Coaching. Jeder angehende Trainer muss auch beim DFB für seine Ausbildung bezahlen.
    Von Coerver-Coaching kann in Deutschland niemand leben. Bisher haben wir alle einen Job und widmen uns dem Coerver-Coaching aus Überzeugung. Das was ich dort in einem Jahr verdiene, würde ich als Kreisligatrainer einer Seniorenmannschaft in einem Monat bekommen. Aber was ja nicht ist kann ja noch werden. Ich persönlich würde mich freuen wenn ich mein Hobby zum Beruf machen könnte. Aber machen wir uns nichts vor. In Deutschland können nur fest angestellte Trainer in Leistungszentren und die DFB-Landeskoordinatoren der Stützpunkte vom Kinder- und Jugendfußball leben.


    Wäre unser Marketing gut, würden wir in Deutschland schon sehr viel bekannter sein. Es gibt Coerver-Coaching seit 26 Jahren und kaum jemand in Deutschland kennt Coerver-Coaching. Hätte Jürgen Klinsmann die FD21 Seite nicht ins Leben gerufen, würden auch heute nur ganz wenige von Coerver-Coaching wissen. Unsere Zielgruppe ist nicht elitär. Wir wollen vom Breitenfußballer bis zum Spitzenfußballer alle erreichen.


    Gute Ideen würden sich am "Fußballmarkt" durchsetzen:
    Das hoffen wir auch immer noch. Leider bedarf es beim Fußball schon einer ganz langen Zeit bis sich gute Ideen durchsetzen. Denke einmal an die Kleinfeld-Philosophie des DFB. 2003 das erste Mal propagiert und 2010 immer noch nicht komplett durchgesetzt.
    Den Anfang haben wir 2010 mit einem wirklich guten Artikel in der "Fußball Training" gemacht. Seit dem werden wir auch von einer breiteren Masse war genommen.

    Grundsätzlich arbeitet Coerver-Coaching weltweit nach einer einheitlichen Methodik aber wie überall gibt es Ausnahmen von der Regel.
    Während in Deutschland die Trainer sehr frei ihren Trainingsschwerpunkt wählen, mögen es die Amerikaner lieber nach klaren "to do" Listen zu arbeiten.
    Es gibt sehr viele Beispiele wie unterschiedlich die Trainermentalitäten sind. Das ist aber in allen Bereiche so, in denen Menschen tätig sind.
    Dadurch ändert sich der Inhalt der Methodik aber nicht.
    Wenn jemand von den drei "main moments" spricht, dann hat das nichts mit der Coerver-Methode zu tun. Das sind dann Vorlieben eines einzelnen Trainers, die er mit in die TE einbringt.
    Solche Schlagwörter sind regionale oder auch globale Fußballerweisheiten und kein Bestandteil der Methode.


    Eines machen Coerver-Coaches auf keinen Fall, wir veröffentlichen niemals die wichtigen Details der Methode. Ich habe im Internet auch noch nichts darüber gefunden.
    Das Veröffentlichen dieser Details ist uns vertraglich unter Androhung einer hohen Geldstrafe untersagt worden.
    Übungen und Spielformen sind keine wichtigen Details der Methodik, daher kann man sie auch veröffentlichen.


    Coerver geht auch bei unter 8 jährigen immer noch einen anderen Weg der Wissensvermittlung als der DFB.
    Falsch ist das Coerver eine Selbstvertrauensschulung ab U10 macht. Durch unser "Positiv Pushing" bekommen die Kinder in jeder Altersstufe genügend Selbstvertrauen.
    Falsch ist auch, dass wir bei Kinder die Raumwahrnehmung schulen. Was in einer Altersstufe nicht schulbar ist, schulen wir auch nicht. Ein spezielles Programm dafür haben wir auch nicht.
    Ich mag jetzt nicht deine Posting bezüglich Coerver komplett zerlegen aber ich finde es schon kritisch, dass Du dich hier hinstellst als wenn Du Einblick in das Coerver-Coaching hättest.


    Mein Fazit: Du hast dein Wissen über Coerver-Coaching aus dem Internet und stellst Dich hier als Fachmann mit Insiderwissen hin. Mir kommt es so vor als wenn "Sir Alex" nach langer Internetrecherche auferstanden wäre.

    @ Germancoach
    Sorry, es las sich für mich halt sehr negativ. Hast aber recht, nirgendwo schreibst du in diesem Thread etwas Negatives über Coerver.
    Das mit dem "du Lesewunder" kann man auch sehr viel netter formulieren. Auch diese Äußerung: "Ein gewisser "Dirk" wirkt auf mich nicht wirklich so als wenn wir auf der Sachebene schreiben/diskutieren würden.
    Was ich persönlich überhaupt nicht mag, ist deine Äußerung: "Ein gewisser "Dirk" hat das so zusammengestellt. Aber hätte er es nicht getan, hätte ich es gemacht"
    Woher hättest Du damals das ganze Insider-Wissen nehmen wollen?


    siebener siehe: Coerver Coaching vs. DFB-Philiosophie
    dort hättest Du alles nachlesen können. Als ich diesen Beitrag schrieb befand ich mich noch am Anfang der Ausbildung zum Coerver-Coach (damals noch über FD21). Ich war noch nicht Mitglied von Coerver-Coaching Deutschland. Heute würde ich es noch differenzierter betrachten/erklären können. Z.B.: das Thema würde nicht mehr DFB vs(gegen) Coerver-Coaching heißen. Heute müsste das Thema heißen: In welchen Punkten kann Coerver die DFB Philosophie ergänzen oder verbessern?


    Das was Germancoach hier gepostet hat ist die Grundlage eines Konzeptes für eine Jugendabteilung in Gelsenkirchen.
    "Cobbek", ein User aus diesem Forum, fragte mich ob er den Text aus diesem Forum verwenden dürfte.
    Wer will braucht nur zu googeln. Auszüge aus dem obigen Text konnte man 2009 ein paar mal in Konzepten von Jugendabteilung finden.

    Sorry, auch diesemal wird die Antwort ziemlich kurz.


    koelnerkicker
    Als ich im Jahre 2002 den Jahrgang 1997/98er (Bambini) übernommen habe, gab es damals kaum Literatur oder Videos, die sich mit dem Kindertraining beschäftigten.
    Die DFB-Philosophie steckte zwar schon in den Köpfen der Fachmänner, wurde aber noch nicht publiziert.
    Nach langer suche bin ich auf die Coerver-Methode gestoßen. Über Ebay habe ich mir die 4 Videos der Dubai-Reihe (1991) besorgt. Hier gibt Wiel Coerver die einzelnen Trainingseinheit vor. Über den theoretischen Ansatz der Methode erfährt man dort nichts.
    Mit meinen Jungs und Mädels habe ich mich auf die Übungen gestürzt. Wir haben ganz viel, wie sagt es Germancoach so schön, Hin und Her Tanzübungen gemacht.
    Zeitmäßig sah es damals so aus, dass wir ca. 5 Minuten getanzt und dann das Training mit mit kleinen Spielen, max. 3 gegen 3, fortgesetzt haben. Anschließend folgte wieder eine Tanzeinlage und wieder ein Kleinfeldspiel.
    Heute würde ich aufgrund der Entwicklung der Gesellschaft in den letzten 8 Jahren (Stichwörter: Verinselung, Bewegungsarmut, usw.) bei den Bambini einiges anders machen. Bambinitraining ist heute für mich Bewegungsschulung. Fangen, klettern, laufen, fallen und kommunizieren wären heute für mich die Schwerpunkte. "Tanzen mit dem Ball" würde ich maximal 5 Minuten im ganzen Training machen.
    Die Dubai-Reihe nutzte ich heute nur noch als Ideengeber. Die Methodik hat sich ab 1997 durch das Erscheinen der Master-Class Series stark verändert. Seitdem sprechen wir auch erst von der Spielerpyramide.


    F-Jugendtraining:
    Vorweg noch eines: Coerver ist stark kommerziell ausgerichtet. Somit werde ich hier im Forum keine Mustertrainingseinheit veröffentlichen.
    Wer die Details der Methode kennenlernen möchte, darf sich gerne bei einer Coerver-Clinic (Trainerweiterbildung) anmelden.
    Grundlage des Trainings:
    Jede Stufe der Pyramide wird in einer einzigen Trainingseinheit erklommen.
    Das Training in einer Trainingseinheit wechselt immer zwischen Training und Spiel hin und her: Training, Spiel oder Wettkampf, Training, Spiel oder Wettkampf
    Die methodischen Schritte: Ohne Druck, leichter Druck, voller Druck, Wettkampf.
    Da die Coerver-Methode sich ständig den neuesten Entwicklungen anpasst, trainieren wir seit ca. 3 Jahren vor der ersten Stufe (Ballbeherrschung) die koordinativen Fähigkeiten/Fertigkeiten ohne Ball. Nach dem Motto: nur wer seinen Körper beherrscht, kann auch den Ball beherrschen.


    Die Pyramide ist weltweit als methodischer Ansatz gültig.



    Germancoach
    Sich so ein negatives Urteil zu erlauben, ohne sich auch nur annähernd mit der Methode zu befassen, finde ich persönlich nicht in Ordnung.


    wuggman
    Natürlich kann man sich das Beste aus allen herausziehen. Wer seine Kinder entwickeln will, sollte nicht zu oft einen Methodikwechel durchführen.
    Ihr schickt eure Kinder ja auch nicht auf die Waldorfschule, dann auf die Gesamtschule und später wieder auf die 3 gliedrige Schule.
    Als Ideengeber für Übungen sind die Übungen natürlich geeignet

    Sehr schöner Bericht. Prima mach weiter so.


    Ein Problem habe ich mit folgender Aussage.


    Zitat

    Mein Training richtet ich zur Hälfte nach den DFB-Idealen (Koordination, Athletik, Spaß, Fang-, Lauf- und Kletterspiele) und zur Hälfte nach eigenen Vorstellungen (ich versuche das, was im Spiel schlecht gelaufen ist, zu analysieren und denke mir eine Trainingsmethode aus bzw. suche eine geeignete hier oder auf der DFB-Seite, um dem in Zukunft vorzubeugen) sowie klassischen Trainingsinhalten (Dribbling, Torschuss).


    Im Erwachsenenbereich würde ich dir fast zu 100% zustimmen, bei den Kindern dürfen wir den Trainingsschwerpunkt erst verlassen, wenn das Ausbildungsziel erreicht ist.


    Da musst du noch ganz massiv dran arbeiten.
    Wer von Spiel zu Spiel trainiert und ständig sein Trainingsschwerpunkt an die Fehler des letzten Spieles ausrichtet, kommt mit seine Ausbildungszielen nicht voran.


    Viele Grüße
    Dirk hat immer noch keine Zeit, um sich wieder aktiver am Forum zu beteiligen.

    Liebe SabineMö,
    du möchtest deinen Kindern den Aufsatz beibringen, obwohl sie noch nicht einmal das Alphabet können.


    Du fragst wie man es als Trainer schafft, dass sie ihre Positionen halten. Hier meine Antwort
    Das schafft man als Trainer in dieser Altersstufe gar nicht. Es sei denn mal will aus ihnen Befehlsempfänger, Schachfiguren oder Zinnsoldaten machen.
    Dann kann man es auch trainieren.
    Idee:
    Du spielst im Training immer 7 gegen 7. Bei jeder Situation die nicht deinen Vorstellungen entspricht, frierst Du das Spiel ein. Dann erklärst Du ihnen wie es deiner Meinung nach besser geht.
    Hier musst Du dann aber sehr konsequent sein. Immer wenn es deiner Meinung nach falsch läuft, sofort einfrieren und erklären. Besser und schneller klappt es wenn du bei Fehlern das Viertaktprinzip anwendest. Dann werden sie ihre Positionen nur noch auf Befehl verlassen. Ganz WICHTIG: Dribblings solltest Du ganz verbieten, denn wer dribbelt verlässt in diesem Alter viel zu oft seine Position.


    Ach übrigens unter deiner Beschreibung steht : Triainerin


    Und noch etwas: Du behauptest das du weist wann man was in welcher Altersstufe trainieren soll. Diese Behauptung, ist nach deinem Posting zu schließen, schlichtweg falsch.


    Andre
    warum bist Du hier so "weichgespült"?

    Für mich persönlich ist das Wochenendspiel gegen fremde Mannschaften, die Erfolgskontrolle des Trainings.
    15 Minuten vor dem Spiel machen die Kinder ein paar Übungen mit dem Trainingsschwerpunkt.
    Das hilft beim Verfestigen der Bewegungen und ruft bei den Kindern noch einmal das zuvor im Training erworbenen Wissen ab.
    Es fällt ihnen durch diese Vorübung viel leichter den Trainingsschwerpunkt im Spiel anzuwenden.
    10 Minuten vor dem Spiel stimmen sich die Kinder durch kleine Spiele, so wie Otto sie beschrieben hat, ein.
    Dadurch haben sie im Spiel keine Anlaufschwierigkeiten.

    vanbassten
    Bremer Fußball Verband
    Die Lehrgang ist in 4 Modulen (3x40h und 1x20h Prüfung) unterteilt.
    In einer Woche ist das nicht zu schaffen. Da muss wohl ein Fehler in der Kommunikation passiert sein.
    3 1/2 Wochen sind realistisch.



    Unterschiede in den Preisen.
    Die Verbandssportschulen müssen wirtschaftlich handeln. Jede Schule hat andere Kosten. Diese Kosten werden auf die Teilnehmer umgelegt.
    Daher die Unterschiede.


    Voraussetzung C-Breitenfußball
    Das darf nicht sein. Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich, die Eingangsvorausetzungen ebenso.
    Hier könnte ein Telefongespräch mit dem Hamburger Fußball Verband für Klarheit sorgen.


    Ich kann dir auch den SHFV empfehlen. Da die Lehrgänge alle inklusive Übernachtungen angeboten werden, ist es doch eh egal wo du ihn machst. Preis: 3 x 175 Euro und Prüfung 1x 150 Euro
    Dort kannst dann sogar den Geist von Malente suchen.

    @Uwe
    Da bin ich aber gespannt, was du/ihr euch ausgedacht habt.


    Um komplexe Bewegungen zu automatisieren, bedarf es einer extrem hohen Anzahl an Wiederholungen. Durch unsere Spiel- und Übungsformen schaffen wir auch schon einmal 100-500 Wiederholungen in einer TE.
    Damit es nicht langweilig wird, hat Coerver-Coaching folgenden Spruch erfunden oder vielleicht auch nur übernommen: "Niemals Gleiches mit Gleichem trainieren"
    Unser Job ist es Langweiliges durch geschickte Abwechslung interessant zu gestalten.

    @wäre prima wenn Du dafür einen anderen Fred aufmachst.


    Und bitte Alex, erst belegbare Infos einholen und dann argumentieren. Pauschale Argumente bekomme ich jeden Tag von meinen pubertierenden Kindern. "Die machen das auch immer".
    "Alle sind dagegen" , "Alle Eltern erlauben das", "Alle finden das toll/doof" , "Die aller Meisten dürfen das" usw.
    Bisher hast Du hier nur bewiesen, dass Du von Coerver-Coaching keine Ahnung hast.
    Ich habe mir die alten Forum Freds von 2003-2005 alle kopiert bevor es gelöscht wurde.
    Lieber Sir Alex ich bin mir aufgrund deiner Ausdrucksweise, deiner Satzstellung und deiner Einstellung zur Taktik im Bezug auf den Kinderfußball ziemlich sicher, dass Du früher einmal als Man. Utd. geschrieben hast. Ich freue mich drauf wenn Du dein Fenster aufmachst und die Segel aufspannst.
    Aber bitte mache einen neue Fred auf.

    Willi
    Es gibt DFB weit nur einen einzigen gültigen Lehrplan für die Lizenzstufen. Bundesweit haben alle Trainerausbilder den gleichen Ausbildungsordner (ein sehr schönes Hochglanzexemplar befindet sich auch in meinem Besitz).
    Somit dürfte es keine Abweichung von den Ausbildungszielen geben. Natürlich gibt es die persönlichen Noten des Referenten aber das die Funktionäre der Landesverände in die Ausbildungsthemen eingreifen, halte ich für sehr weit her geholt.
    Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen, die Organisation (bis einschließlich Trainer C-Lizenz) der Ausbildung liegt in der Verantwortung der Landesverbände. Die vorsintflutlichen Landesverbände dürfen nicht in die Ausbildung rein funken.
    Die Inhalte und Ziele der Ausbildung gibt der DFB vor.
    Da es drei Instrumente der Trainingsteuerung (Regeln, Spieleranzahl, Feldgröße) gibt, werden diese auch intensiv auf dem Lehrgang (2 Stunden Theorie und 2 Stunden Praxis) behandelt. Hier hat der Referent wohl vergessen, die richtigen Regeln für die richtigen Alterstufen deutlich zu trennen.
    Das ist bei saramoons Ausbildung wohl auch nicht angesprochen worden.


    Auch wenn sie für eine F-Jugend alle nicht empfehlenswert sind, den Anspruch hatte sie in ihren Posting auch nicht, so sind doch sehr viele kreative Ideen dabei.
    Wer jetzt noch will, kann sich ihre ganzen Ideen für bestimmte Alterstufen abspeichern. Ich habe sie kopiert und werde sie irgendwann später (ab D-Jugend) alle einmal ausprobieren.


    Was in meinen Augen überhaupt nicht geht ist die Regel: "Wer den Ball hat bleibt stehen"
    Als Trainer möchte ich, dass alle Spieler zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort den Ball haben wollen(alle sollen sie "Ballgeil" sein).
    "Bitte Spiel mich nicht an Fußballer" haben wir wirklich schon genug in den unteren Klassen. Genau diese Fußballer erzeuge ich mit dieser Regel. Sollte ich in diesem Spiel mitspielen, würde ich alles dafür tun, damit ich den Ball nicht oder nur zum Torschuss bekomme.