Beiträge von Dirk Coerverfan

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    @ alle die das Ergebnis in den Vordergrund stellen und für alle anderen Interessierten.
    habe ich folgenden Link gefunden:
    http://www.tus-gehlenbeck.de/w…Kinderfussball_Praesi.pdf


    Danach bilden wir im Bereich des DFB unsere C-Trainer Breitenfußball aus.


    @Fussballgott eigentlich wollte ich auf etwas Anderes hinaus. Aber du hast mich auf die Idee gebracht nach dieser Datei zu googeln. Dafür gilt dir noch einmal mein
    Eigentlich dürfen wir Referenten diese Dateien nicht veröffentlichen aber für dieses Thema ist es doch prima, dass sich nicht alle daran halten.


    Bitte fangt jetzt nicht wieder an, dass die Leute vom DFB keine Ahnung haben was an der Basis los ist.

    Zitat

    um das ganze zu beschleunigen schieb ich die nächsten 2 Fragen direkt hinterher:


    2. wer glaubt, dass er als Trainer das genaue Gegenteil ist selbst und der Verein


    3. wer glaubt, dass er einen vernünftigen Mittelweg geht selbst und der Verein


    Kannitverstan

    Günter
    Ohh Sch**** bin ich alt. Letztes Jahr wurde ich von unserem Ehrenamtsbeauftragten (bin ich übrigens selbst) für 40 jährige treue Mitgliedschaft mit einer Urkunde geehrt.
    Wenn man die Damenmannschaft mitrechnet, die ich von 1984 bis 1987 trainiert habe, dann bin ich schon seit 26 Jahren in der Jugendarbeit meines Vereins tätig.


    In welchen Armen Bundesland lebst Du denn? Ich dachte schon Schleswig Holstein ist das Ärmste. Irgendwann habe ich mal gehört, dass es ein Süd-Nord-Gefälle bei dem Reichtum der Bundesländer gibt.
    Tja, Statistiken!!!


    Germancoach
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du keine Kindermannschaft coachst. In keinem Thread hast Du uns verraten welche Mannschaft du coachst. Du hast noch keine überehrgeizigen Trainer gesehen? Du hast noch keine verletzte Kinderseele gesehen. Dann setze dich mal auf eine Bank neben einen Bankdrücker.
    In welcher Welt lebst Du denn?
    Ich kann dir nur aus meiner Statistik sagen, das 70% aller F-Jugendtrainer, die ich dieser Saison kennengelernt habe, überzogen ehrgeizig waren. Schlagwörter wie:Bankdrücker, Fouleinforderer, Schreihals, Anweiser, Nörgler usw. sind für mich die Inbegriffe des Ehrgeizes. Der Sieg wird über die Kinderseele gestellt.
    Und glaube mir ich habe schon viele Trainer in dieser Saison kennengelernt.
    Eine Bitte hätte ich noch. In unserem Betrieb versuchen wir gerade das Englisch und das Denglish einzudämmen. Eine fremde Sprache grenzt die aus, die sie nicht verstehen.


    Ach nochwas, ich bin mir ziemlich sicher, dass auch in deinem Landesverband keine Platzierungen im G- und F-Ling-Bereich mehr bekannt gegeben oder noch schlimmer ausgespielt werden dürfen.
    Diese DFB Richtline ist, wenn mich nicht alles täuscht, von allen Landesverbänden umgesetzt worden.

    Sir Alex
    Solch eine Veranstaltung besuchen wir auch jedes Jahr in Dänemark. Wir fahren dann mit allen unseren Kinder- und Jugendmannschaften dort hin. http://www.vildbjerg-cup.de/
    Diese Reise ist für uns eine Teambuilding Maßnahme.
    Die Dänen organisieren diese Turniere so, dass es immer eine Siegerrunde und eine Trostrunde gibt. Somit bekommen alle Mannschaften fast die gleiche Anzahl an Spielen.
    Da sind uns die Dänen um Jahre voraus.
    Es kann mal vorkommen, das man am letzten Tag kein Spiel mehr hat, diese Zeit kann dann für weitere Teambuilding Veranstaltungen genutzt werden.
    Dadurch das solche Turniere angeboten werden und auch noch von großen Namen gepuscht werden, sind sie doch nicht Richtiger--oder?


    Günter Grafe
    mir geht es zurzeit genau so wie du es beschrieben hast. Dadurch das ich neu in das F-Ling Geschäft eingestiegen bin, fehlen mir natürlich noch die Netzwerke.
    Somit habe ich dieses Jahr noch ganz wenig Einladungen bekommen. Da tut jede Absage meinerseits, Aufgrund von nicht kindgerechten Modus, doppelt weh.
    Wer sich aber ein wenig anstrengt, wird sicher auch ein eigenes Turnier ausrichten können. Dieses Jahr hatte ich Glück, kurzfristig wurden 2,5 Stunden Hallenzeit frei. Innerhalb von 2 Tagen habe ich mir neun Mannschaften eingeladen. Somit konnten wir ein 10er Turnier spielen. Nach dem Turnier kamen dann auch die erhofften Einladungen.


    Wie Halle zu klein? Mein Training absolviere ich in einer Halle 20m x12,4m. Hier kann man zur Not auch ein 5er Turnier organisieren.



    Günter, zu meiner Schande muss ich gestehen, das mein Heimatverein leider auch nicht durchgängig bis zur A-Jugend nach einem Konzept arbeitet. Warum? Das habe ich in einem anderen Fred erklärt.
    Uns ist es aber gelungen, von der G- bis zur D-Jungs und D-Mädchen alle Trainer und Trainerinnen auf die gleiche grobe Linie zu bringen. Wir lassen dabei auch den persönlichen Stil der einzelnen Trainer freien Lauf. Ganz nach dem Motto "Vielfalt statt Einfalt" Was wir nicht dulden, sind nicht kindgerechte Auslegungen des Kinderfußballs durch die Trainer. Dazu gehören alle Missstände wie sie Andre immer wieder aufzeigt. Das wissen auch alle Trainer bevor sie bei uns unterschreiben.

    @ Sir Alex
    dieser Turniermodus hat im G- bis E-Jugendbereich absolut nichts zu suchen.
    Hier sind Turniere mit 5 oder maximal 6 Mannschaften in einer Gruppe die kindgerechte Organisationsform.


    Alleine die Ausspielung von Plätzen hat im Kinderbereich nichts zu suchen.

    Verantwortungsvolle Veranstalter, die etwas vom Kinderfußball verstehen, würden niemals diesen Modus anbieten. Natürlich würden genauso verantwortungsvolle Kindertrainer vor einer Zusage prüfen wie der Modus ist und dann solche Turniere nicht besuchen.


    Deshalb kann deine Fragestellung nur fiktiv gemeint sein und nicht wirklich der Realität entsprechen.


    Ab der D-Jugend könnte ich mich mit dieser Organisationsform einverstanden erklären. Mit meiner D-Jugend Mannschaft würde ich solche Turniere trotzdem nicht besuchen.

    Meine Meinung zur Hallenkreismeisterschaft:
    Bis einschließlich E-Jugend geht es für mich persönlich um Andre´s "goldene Banane"


    Leider waren die Eltern in den letzten Jahren nicht mehr besonders fleißig, somit sind wir zwingend auf auswärtige Spieler angewiesen.
    Da ich in einem Dorfverein (ca. 750 Einwohner) trainiere, brauchen wir, damit wir überhaupt noch Spieler bekommen, eine gute Presse.
    Deshalb versuchen wir in der D-Jugend auch schon einmal, den einen oder anderen Titel einzufahren.
    Jedes mal wenn wir mit unseren D-Mädchen oder D-Jungs einen Titel errungen haben, der dann auch in der Presse bekannt gemacht wurde,
    stellten sich anschließend Kinder aus allen Alterstufen bei uns vor.
    Das sind aber wirklich die einzigen Ausnahmen die wir im Kinderbereich (G-bis D-Jugend) machen.


    saschatoni
    Klar Hennef
    Aachen ist der Fußballkreis tsss, tsss, tsss

    @ Andre
    Du hast meine absolute Hochachtung. Wahnsinn wie du dich immer wieder rein hängst, für das Wohl der Kinder, die uns anvertraut werden.
    Wie du merkst, werden meine Beiträge immer seltener, da ich das Gefühl habe gegen Windmühlen zu rennen. Immer und immer wieder müssen wir uns hier anhören, dass wir wohl Ideen vom anderen Stern verbreiten wollen. Die, die unsere kindgerechten Ansätze immer wieder kritisieren, bringen periodisch immer die gleichen Argumente. Mir wird es manchmal dann doch zu viel.


    Jetzt geht es schon wieder los mit diesen Sprüchen: "Wenn ich mit meiner Mannschaft zum Turnier fahre, dann will ich es gewinnen.


    Hierzu hätte ich mal ein paar passende Zitate aus dem Ausbildungsleitfaden eines Partnervereins von Bayern München:
    Wir beginnen unseren Leitfaden mit der kurzen Vorstellung der gravierendsten Fehler, die man im Kinder- und Jugendtraining (und ganz besonders im E- und F-Junioren Bereich) machen kann.
    Allein die Vermeidung von diesen Undingen wird Euch von der großen Masse von Stammtischtrainern und egogeilen Pseudo-Erfolgs-Coaches
    unterscheiden.

    Kinder sind nicht Eure Spielfiguren, sie müssen nicht in taktische Zwänge gepresst werden und sie müssen nicht gewinnen, nur damit ihr Eure erbärmliche Eitelkeit vor Freunden und Trainerkollegen ausleben könnt.
    Ihr seid für die Ausbildung der Kinder da und nicht umgekehrt!
    Ihr habt 9-13 Jahre Zeit, um aus unseren Kindern Fußballer zu machen.
    Gebt unseren Kindern diese Zeit.


    Ich fahre mit meinen mir anvertrauten F-lingen zu Turnieren, um ihnen die Freude am Fußballspielen zu vermitteln.
    Andre hat schon einmal meine Ausbildungsphilosophie lobend erwähnt. Damit meinte er nicht mein Coerver-Coaching sondern, dass ich Kinder ohne Ergebnisdruck absolut frei spielen lasse. Es gab und gibt bei mir keine Positionen
    Beim ersten Mal (7 Jahre lang 1997er und 1998er) hätte man noch vermuten können, dass es Zufall (Anhäufung von Talenten) war, jetzt stellt sich herraus, das es wohl doch reproduzierbar ist.
    Seit 6 Monaten darf ich 15 Kinder der Jahrgänge 2002-2004 trainieren. Wie sich diese, schon vorher sehr kindgerecht (nach dem DFB Konzept) ausgebildeten, Spieler in dieser Zeit entwickelt haben, ist der Hammer. Selbstbewusste, mutige, handlungschnelle, verantwortungsbewusste Dribbler und Fummler, Knipser und manchmal auch Abspieler(leider) so weit das Auge reicht und das Alles haben sie in dieser kurzen Zeit erreicht, ohne das ich auch nur einmal daran gedacht habe, dass Ich mit meinem Team gewinnen muss/will.
    Wir haben sogar eine Zusage zu einem Turnier zurückgezogen, nachdem ich erfahren habe, dass es dort um Punkte, Platzierungen und Pokale geht.


    saschatoni
    Uwe, Thom und ich haben uns angemeldet.
    Sollte es Uwe gelingen uns unfallfrei nach Aachen zu fahren, werden wir dabei sein.

    Ein Schlüsselerlebnis, das mich gaaaanz nachdenklich in Bezug auf Talentförderung werden ließ.


    Ohne zu wissen wie es jetzt, im Jahre 2010, genau aussieht, da sich beim HSV das Personalkarussel im Leistungszentrum immer schneller dreht, eine kleine wahre Begebenheit.
    Vor 2 Jahren durften 2 meiner Vereinsspieler über eine Gastspielberechtigung beim HSV mitspielen.
    Sie haben eine halbe Saison in der U11, bzw. U10 des HSV mitgekickt.
    Es waren 8 große Wochenendreisen im halben Jahr.
    Was aus meiner Sicht aber viel schlimmer als die Reisetätigkeit wiegt, ist die Tatsache das diese Reisen für das Leistungszentrum richtig viel Geld kosten. Schätzungsweise kostet so eine 3 tägige Tour dem Leistungszentrum zwischen 1500 und 3000 Euro.
    Somit stehen die Trainer unter einem enormen Erfolgsdruck. Als wir die Jungs nach solch einer Tour abholten, stand einer der Funktionäre direkt an der Bustür und fragte den Trainer sofort nach der Platzierung.
    Über den erreichten 8.Platz war er so sauer, dass er den Trainern nicht einmal die Hand gab.
    Wenn man dann noch bedenkt, dass die Kinder alle 6 Monate eine schriftliche Leistungsbeurteilung bekommen, dann ist für mich ganz klar, dass der aufgebaute Druck auf die Spieler viel zu hoch ist.


    Ich habe einmal eine Statistik aus allen U19 Spielern (171) der Bundesligavereine (9) gemacht, von denen es im Internet öffentliche Daten gibt. Achtung U19 heißt nicht, das die Jungs auch den Sprung in die Bundesliga schaffen!
    Daraus kann man erkennen. dass es zurzeit nicht einmal 15% der Kinder, die vor der U12 in das Leistungszentrum gewechselt haben, den Sprung in die U19 schaffen.
    Im Umkehrschluss bedeutet es, dass 85% durch das Rost fallen. Wenn man dann noch bedenkt, dass es die angeblich Besten ihres Jahrgangs waren, dann muss man die Leistungszentren fragen warum das so ist?
    Mit einer unsicheren Talentprognose kann man nicht alles begründen.
    Und wenn ja, dann ist es doch Quatsch wenn man die Kinder so früh in den Leistungszentren zusammenfasst.
    Hapert es eventuell der Qualität des Scouting?
    Dann ist es es genau so ein Quatsch die Kinder in Leistungszentren zu locken.
    Ist die Ausbildung dieser Alterstufen in den Leistungszentren eventuell nicht gut?
    Dann ist es ebenfalls Quatsch und Geldverbrennung.
    Oder haben Udo Bassemir vom FC Bayern und Bernd Stöber vom DFB mit folgender These recht? Nur Häuptlinge schaffen den Sprung in die Bundesliga. Wenn man die Häuptlinge (sind meistens auch die talentiertesten Spieler) zu früh in einer einzigen Mannschaft zusammenfasst, gibt es wieder nur einen oder zwei Häuptlinge und die anderen Spieler werden wieder Indianer.
    Wenn das stimmt, muss man sich fragen ab wann das richtige Alter erreicht ist.


    Aus meiner Statistik geht auch hervor, dass die Hälfte aller Spieler, die aktuell in der U19 spielen, den Wechsel erst ab der U16 und
    später vollzogen haben.
    Somit ist es doch ein Märchen, wenn man behauptet, das man so früh wie möglich in ein Leistungszentrum Wechseln muss, damit man den
    Sprung schafft. Denn diese Jungs gehörten mit unter 15 Jahren nicht zu den Besten ihres Jahrganges, denn sonst hätten die Scouting
    Abteilungen schlecht gearbeitet.
    Eigentlich dürften sie den Sprung ja auch nicht schaffen, denn das beste Ausbildungskonzept und die besten Ausbilder sind doch in den
    Leistungszentren--oder?


    Das durchschnittliche Wechselalter liegt laut meiner Statistik bei 13,9 Jahren.
    Natürlich kann man jetzt auch meine Statistik wieder total auseinander nehmen. Mir ist bewusst, das es sich hierbei nicht um eine wissenschaftliche Statistik handelt. Auszüge, bzw. einige Schlussfolgerungen aus einer wissenschaftlichen Studie: http://www.bdfl.de/assets/file…istungszentren_Anhang.pdf
    findet man hier:
    http://www.bdfl.de/assets/file…mente/ITK_2010/Schott.pdf (leider nur ein Auszug, das Original muss irgendwo im Internet zu finden sein)

    Hier zwei Links die von Leuten geschrieben wurden, die sich mit Talentförderung intensiv beschäftigen.
    Udo Bassemir FC Bayern München: http://www.fcbayern.t-com.de/m…aften/mainpost_150306.pdf


    Sehr empfehlenswert ist auch sein Buch: Kreativ offensiv Fußball spielen Hier beschreibt er sehr genau, warum man Talente so lange wie möglich in ihrer Heimat Region belassen soll.


    Und von jemanden der wieder an der Basis arbeitet.
    Eberhardt Ziemke ehemaliger Jugendnationaltrainer und jetziger Kreisauswahltrainer E-Jugend: http://www.kfv-neumuenster.de/cms15/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=556

    Sir Alex.
    so wie du den Torschuss beschreibst ist es auch gängige Lehrmeinung des DFB. Absolut in Ordnung auch die methodischen Schritte finden meine Zustimmung. Du differenzierst sogar, in dem du einzelne Spieler individuell förderst. Deine Übungen zum Verfestigen der Technik ermöglichen eine hohe Wiederholungsanzahl. Alles genau so wie wir es unseren DFB Trainer beibringen. Von deinen Übungen werde ich auch Einige in mein Coerver-Training übernehmen, da sie sehr hohe Wiederholungszahlen bieten.
    Bei der Fehlerkorrektur kann man unterschiedliche Wege gehen. Du beschreibst Einen von Mehreren, der auch der gängigen Lehrmeinung des DFB entspricht.
    Das du zwischen Torabschluss und Torschuss unterscheidest ist ungewöhnlich zeigt aber auch, dass du versuchst auch hier noch einmal die Ausbildungsschritte zu differenzieren. Somit kannst Du noch mehr im Detail trainieren. Da ich diese Hintergrundinfo nicht hatte, konnte ich nicht davon ausgehen, dass du den Vollspannstoß meintest.


    Steini
    Deine methodischen Schritte sind meiner Meinung nach absolut gut. Damit können die Kinder schnell lernen und das Erlernte auch verfestigen.


    Zu deinem zweiten kurzen Posting mit meinem Zitat (95 % der Trainer mache es).
    Sorry, diese Übung ist so mit das Schlechteste und wird auch in auf allen Lehrgängen des DFB so dargestellt, was es im Training geben kann.


    Dadurch, dass es schon immer so gemacht wurde, wird diese Übung nicht besser. Diese Übung, so wie ich sie oben beschrieben habe, macht keinem Kind Spaß.
    Schau dir die Kinder an wenn sie geschossen haben und wieder 2-3 Minuten in der Schlange stehen und warten müssen bis sie dran sind.
    Die beiden Einzigen, die dabei vielleicht Spaß haben, sind der Torhüter und der Trainer, der sich über jeden gelungenen Pass in die Gasse freut.


    Auch die "Gewöhnung für den Torwart" zählt nicht. Es gibt wie es hier vorher auch gut beschrieben wurde, kaum eine Situation im Spiel, wo der Spieler ganz frei aus ca. 10 Meter auf das Tor schießen kann.


    Mir ging es um die Gewichtung des Torschusses bei den "Trainern" im Kinderbereich. Denn genau diese 95 % der Trainer sind nicht ausgebildet, gewichten den Torschuss aber intuitiv sehr hoch, sonst würden sie es nicht vor jedem Spiel machen.
    Da diese Übungsform während der DFB Ausbildung und auch in den Kurzschulungen immer wieder als schlechtestes Beispiel angeprangert wird, würden ausgebildete Trainer diese Übung meiden, wie der Teufel das Weihwasser.


    Insgesamt sind hier sehr viele Punkte angesprochen, die absolut der gängigen Lehrmeinung entsprechen.
    Ein kleiner aber für mich wichtiger Punkt fehlte bisher noch. Für mich ein ganz wichtige Grundlage. Denn das ist reinste Physik.
    Ich kann das Bein noch so fantastisch durchschwingen und das Standbein perfekt platzieren und auf die Fußstellung achten wenn ich den Ball am falschen Punkt treffe.
    Wo muss ich ihn treffen, damit er steigt, damit er flach gespielt wird, damit er einen Links- oder Rechtsdrall bekommt?
    Wir sprechen in der DFB Ausbildung davon, dass der Ball ein Herz (die Mitte des Balles die am nächsten zum Schussbein des Schützen zeigt) hat.
    Trifft man den Ball unter dem Herzen, so steigt er usw.


    @ Sir Alex
    Was glaubst du, welcher Schuss der natürlichsten Bewegung am nächsten kommt, und welchen die Kinder ohne von Trainer und Eltern beeinflusst worden zu sein, als erstes ausführen?


    Da Sir Alex immer mal wieder einen raus lässt, möchte ich noch eine Erläuterung zur "Abschluss"Stufe der Coerver Spielerpyramide bringen.
    Alfred Gaulistian, Mitbegründer von Coerver-Coaching, und immer noch einer der Vordenker der Methode, antwortete Folgendes auf eine Frage von uns deutschen Trainer, warum Coerver nicht, so wie es der DFB tut, zwischen Pass und Stoßtechnik(Torschusstechnik) unterscheidet? "Ihr Deutschen seid da zu perfekt, bei euch hätten Spieler wie Aiton, Luca Toni, der ältere Ronaldo (Weltmeister 2002) und viele andere Knipser keine Chance gehabt in die Talentförderung zu kommen, da sie den technisch perfekten Torschuss nicht auch nur annähernd beherrschen."


    Weiter oben wurde einmal beschrieben, wie die Profis beim Warmmachen aus 25 Metern ein Ding nach dem Anderen versenken. Sie besitzen im Gegensatz zu den Amateuren die bessere Torschusstechnik. Diese Aussage kann ich absolut betätigen.
    Warum aber versagen sie dann genau wie die Amateure der untersten Kreisklasse bei den Distanzschüssen im Spiel, bzw., warum wenden sie dann diese Technik gar nicht erst an?
    Und genau da setzt Coerver an.
    Wir sind der Meinung, dass man nicht zwischen Pass- und Torschusstechnik differenzieren sollte.
    Es ist unserer Ansicht nach ein psychologisches Problem, dem man dadurch aus dem Weg gehen kann, indem man schon von frühester Kindheit die Spieler immer wieder dazu animiert, aufs Tor zu schießen. Dabei gilt der Sepp Herberger Spruch: "Das Runde muss ins Eckige"
    Hierbei helfen uns im Training sehr hohe Wiederholungsraten. Ich persönlich schaffe es in der F-Jugend, dass meine Kinder bis zu 200-mal im Training auf das Tor schießen können. Außerdem versuchen wir mit immer neuen aber spielnahen Übungen, den Kindern neue Lösungen für den Abschluss finden zu lassen. Dabei ist es uns egal ob er er das Runde mit Hacke, Spitze oder 1,2,3 im Eckigen versenkt.


    Hierzu eine Anekdote von mir.
    Ich durfte vor 2 Monaten mit der U15 Landesauswahl einige TE Coerver praktizieren.
    Beim Training des Abschlusses korrigierte ich nur extreme technische Ausreißer, alles Andere ließ ich durchgehen. Die Jungs hatten eine unglaublich hohe Trefferquote. Nach dem Training, kam der zusätzlich anwesende DFB-Stützpunkttrainer auf mich zu und sagte, dass ihn Coerver schon beeindrucke aber dass ich beim Torschuss die fehlerhafte Fußstellung nicht korrigiert habe, hat ihn schon gestört.
    Darauf hin habe ich in gefragt, "warum soll ich korrigieren, wenn der Ball im Netz zappelt?" Nach wirklich langer Überlegungszeit grinste er mich nur an und hob den Daumen hoch.

    Ich bin müde und platt, darum erst einmal nur zwei Antworten.


    @LumexHH
    Offiziell gibt es in Deutschland keine VHS-Videos der Dubai-Reihe mehr.


    Wenn Du an einer Coerver-Clinc teilnehmen möchtest, warum nicht in deinem Verein. Wir kommen auch in die Vereine und führen vor Ort eine Weiterbildung durch.


    Kommerz:
    Ich habe es oben schon einmal gesagt. Geld verdienen wir nicht wirklich. Jedenfalls jetzt noch nicht. Als Referent in der C-Trainer Breitfußball Ausbildung bekomme ich mehr Geld als bei Coerver.
    Für mich ist es nicht mehr als eine Aufwandsentschädigung. Es soll Länder geben, in denen man sich mit Coerver selbständig machen kann. Davon sind wir in Deutschland aber noch gaaaaanz weites Stück entfernt. Meine Meinung dazu: Dadurch das wir in Deutschland so eine hohen Organisationsgrad im Vereinsfußball haben, werden hier nur 1 oder 2 Trainer bundesweit von Coerver existieren können.
    Ich bin Coerver-Coach aus Überzeugung, sonst würde ich es nicht wegen dieser paar Kröten machen.

    Puh ganz viele Fragen und nur wenig Zeit in der Mittagspause. Da hilft mir mein 10 Fingersystem auch nicht wirklich.
    Ich versuche eine Antwort nach der Anderen zu geben.


    oTTo


    Nicht ganz.
    Nur zum Verständnis für alle. Du hast nach den Unterschieden der Methodik und nicht nach der Philosphie gefragt. Als Beispiel nehme ich die Alterstufe der F-und E-Jugend.


    Hier der Aufbau einer TE nach der DFB Methodik.
    Trainingseinheit für F-Jugend und E-Jugend.
    in Klammern prozentualer Zeitansatz während einer TE. Kann je nach Schwerpunkt und Alterstufe und Könnenstand vom Trainer variert werden.
    Aber die grobe Richtung stimmt so.


    1. Vielseitige Bewegungsschulung (20%)
    2. Fußballorientierte Bewegungsschulung (20%)
    3. Fußballspezifisches Techniktraining (20%)
    4. Freies Fußball spielen.(40%)


    In Punkt 1 wird sehr viel Koordinationstraining in Spielform durchgeführt
    In Punkt 2 werden sehr viele Spiele mit den unterschiedlichsten Bällen und auch Luftballons durchgeführt.
    Ab Punkt 3 wird der Trainingsschwerpunkt geschult. (Eine der 4 Basistechniken Kopfball wird erst ab der D-Jugend als Schwerpunkt geschult).
    Hier greift dann die Methodik, vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen und vom Bekannten zum Unbekannten.
    In Punkt 4 wird der Straßenfußball in die Vereine zurück geholt. Z.B.Unterschiedliche Spieleranzahl, Feldgrößen usw.


    Bei Coerver wird der Schwerpunkt des Trainings schon ab der ersten Stufe der Pyramide trainiert.
    Den Zeitansatz von Coerver werde ich hier nicht auflisten (Geheimnis :)


    Beispiel der Volleyschuss als Schwerpunkttechnik.


    Die Ballgefühl- und Ballbeherrschungsübungen werden so gewählt, dass sie genau auf die Technik abgestimmt sind.
    Beim Passen und Ballan und und -mitnahme wird alles auf die Schwerpunkttechnik abgestimmt.
    Beim 1 gegen 1 wird nach der Finte/Bewegung die Technik eingefordert.
    Bei der Schnelligkeit ist die Technik dann unter Zeit- und/oder Gegner-, Raumdruck der Schwerpunkt
    Beim Abschluss wird die Technik als Torschuss ausgeführt.
    Beim Gruppenspiel wird die Anwendung der Technik durch kleine Regeländerungen gefördert/gefordert.



    Ich benutzte auch einige DFB Übungen und binde sie in die Pyramide ein.
    Da mein Arbeitsweg an fast 10 Sportplätzen vorbei führt, halte ich häufiger mal an und schaue mir das Training der anderen Vereine an.
    Die Übungen, die ich dort sehe und in die Pyramide mit einbinden kann, übernehme ich ebenfalls.
    Hauptsächlich entnehme ich die Übungen aus den Coerver-Videos. Da ich schon seit über 20 Jahren Kinder- und Jugendmannschaften trainiere, bin ich auch kreativ genug, um die Übungen der Videos auch weiter zu entwickeln.
    Aber gerade im Abschluss und beim Passen, Ballan und -mitnahme entnehme ich viel von den DFB Seiten.
    Zu den anderen Stufen der Pyramide gibt es kaum etwas gleichwertiges beim DFB.

    Schon wieder ein Behauptung in Bezug auf Coerver, die völlig falsch ist. Der Torschuss in seinen ganzen Varianten heißt bei uns Abschluss. Merkst selbst, dass du von Coerver keine Ahnung hast?


    Also, gute Trainer die sich mit der DFB Philosophie auskennen, kennen natürlich die 5 Basistechniken.
    Gute Trainer wissen auch, das es ein goldenes Lehrnalter gibt und das man bis zu diesem Alter alle Techiken in der Grobform trainiert.
    Das Feintuning findet erst ab der D-Jugend statt. Da darf man natürlich nicht erwarten, das sie innerhalb von einem oder zwei Jahren Stützpunkttraining den perfekten Torschuss können. Da sind dann auch die guten ausgebildeten Vereinstrainer gefragt. Diese Trainer gibt es im Verein aber zu selten.


    Das Problem ist wohl eher wie gewichtet ein Trainer die unterschiedlichenTechniken.
    Oftmals kann man beim "Warmmachen" vor dem Spiel sehen, wie das Spiel in die Gasse mit dem abschließenden Torschuss geübt wird.
    Für mich ein Zeichen, das die "Trainer" schon irgendwie einen besonderen Wert auf die Torschusstechnik legen, ansonsten würden nicht 95% der Kindertrainer diese Übung vor einem Spiel machen.


    Wenn man sich die Kommentare der Trainer, die auch noch überflüssigerweise den Pass selbst in die Gasse spielen, anhört, dann weiß man woran es wirklich hapert.
    Keinem Spieler, egal ob Kind oder Erwachsener, ist damit geholfen, wenn der Trainer sagt: " Der hätte reingehen müssen, der war nur knapp daneben, das war wohl nichts, den musst Du weiter nach links schießen," usw. usw.


    1. gilt hier der Spruch: "Wer selber arbeitet, verliert den Überblick" Wie soll der Trainer, wenn er fachlich dazu in der Lage wäre, denn darauf achten welche Fehler der Spieler macht.
    2. Den meisten Trainern fehlen die praktischen und theoretischen Grundlagen wie ein Schuss ausgeführt werden muss. Dadurch sind sie nicht in der Lage zu erkennen, welche Fehler gemacht werden. Somit ist eine Fehlerkorrektur für diese Trainer auch gar nicht möglich.
    Hier hilft natürlich ein Trainerlehrgang enorm.


    @ Sir Alex
    Mich würde mal intressieren wie man deiner Ansicht nach ein gutes Schußtraining durchführt wird.
    Mit deiner Feststellung hast Du meiner Meinung nach zu 100% den Nagel auf dem Kopf getroffen. Es wird viel zu wenig Wert auf den Torschuss gelegt.
    Wenn die Schusstechnik nicht stimmt, dann ist es unser ureigenster Job als Trainer, den Kinder die richtige Schußtechnik bei zu bringen.
    Denn wenn sie in der C- oder in der B-Jugend die Muskeln und somit die Kraft bekommen, damit sie auch mal aus 20 oder 30 Metern aufs Tor schießen können, haben sich viel zu viele Fehler eingeschlichen.
    Auf welche Punkte achtest du bei deinen Spielern beim Torschusstraining?
    Wie würde dein Training aussehen, damit die von dir angesprochen Fehler im Training und im Spiel nicht auftreten?

    Natürlich kanst Du Übungen aus dem Coerver-Repertoire nehmen.
    Welche Übungen aus welchen Bereichen meinst Du speziell?
    Ballgefühl und Ballbeherrschung,
    Passen Ballan und -mitnahme
    1 gegen 1
    Schnelligkeit
    Abschluss oder
    Gruppenspiele.


    Die Coerver-Methode ist besonders für Anfänger geeignet. Und ganz speziell für Mädchen, da sich die meisten Mädchen in der von dir trainierten Alterstufe viel besser konzentrieren können als Jungs.


    Aber egal ob du die Coerver-, Schreiner-, DFB-Methodik, oder die brasilianischen Fußballschule anwendest, du musst in deinem Training differenzieren. D.h. teile die Kinder nach dem Könnenstand in unterschiedliche Gruppen. Dann kannst du ihnen, ihrem Könnestand entsprechende Aufgaben geben.

    @ hope. und willi
    Willi, dich habe ich nicht gemeint. Der Schuh war wirklich nicht für dich gedacht.


    Angekommen im Breitsport


    War auch schwer für mich zu antworten. Erst wollte jemand wissen, welche bekannten Spieler, Vereine und Verbände mit der Coerver.Methode in Kontakt zu bringen sind. Da ist mir das andere Thema völlig abhanden gekommen.


    Uns gibt es in Deutschland eigenständig erst seit 2009.
    Vorher waren wir eingebunden in die FD21 Fußballcamps. Dort konnte man auch etwas über Coerver erfahren.
    Wer mehr erfahren wollte, dem konnte ich in diesem Forum Rede und Antwort stehen.


    Eine Marke, die auch noch ein Nischenprodukt ist, innerhalb eines Jahres bekannt zu machen und das ohne finanzielle Unterstützung ist schon recht sportlich. Von den Coerver-Coaches ist auch meines Wissens nach niemand ein Marketingexperte. Wir können uns auch bis auf unseren Coerver-Direktor nicht darum kümmern.
    Jetzt gibt es mehrere Wege eine Marke bekannt zu machen. Ich zähle mal einige auf, die mir spontan einfallen.
    1. Du findest ein Zugpferd (Spieler oder Trainer) aus der Bundesliga, das bereit ist ohne Geld (hahahaha) Werbung für uns zu machen.
    2. Du machst über Jahre einen guten Job und irgendwann werden die entsprechenden Trainer auf uns aufmerksam.
    3. Du gehst bei den Profi Vereinen klinken Putzen.
    Denn machen wir uns nichts vor, erst wenn wir bei den Profi Vereinen angekommen sind, werden wir auch von einer breiten Öffentlichkeit war genommen. Und erst dann kommen wir in die Köpfe der Trainer im Breitensport.
    Wenn jemand noch ein Idee hat, immer her damit.



    Der wichtigste Grund ist meines Erachtens genau der Gleiche/Selbe wie bei der DFB Philosophie.
    90% der Kinder und Jugendtrainer bemühen sich nicht einmal um die Teilnahme an einer Ausbildung.
    Die Trainer in diesem Forum sind nicht wirklich ein Abbild der Kinderfußball-Wirklichkeit. Hier im Forum finden sich nur engagierte Trainer wieder.
    Zum Vergleich in Deutschland gibt es ca. 110000 Kinder und Jugenmannschaften. In diesem Forum sind ca. 2300 Trainer angemeldet. Wenn es hoch kommt, dann lesen hier ca. 10.000 Trainer mit. Somit kennen nicht einmal 10% der Jugendtrainer diese Forum.


    @ hope
    Punkt 1. Stimmt genau: Wer im Kinder- und Jugendbereich Kreis- oder Landesmeister werden will oder muss, der wird niemals Coerver integrieren oder als alleinige Ausbildungsmethode anwenden wollen.


    Die Coerver-Methode ist leicht zu vermitteln. Man muss nur bei der Methodik ein wenig umdenken. Das trifft ja eh nur für ausgebildete Trainer, Lehrer, andere Ausbilder oder ADA-Schein-Inhaber zu.Somit brauchen sich nicht ausgebildete Trainer auch nicht umstellen.


    Das ein Trainer technisch begabt sein soll stimmt so nicht ganz. Hier diene ich als Beispiel.
    Ich kann aufgrund einer Sportverletztung auch nicht alle Übungen perfekt vormachen.
    Es reicht wenn der Trainer es langsam zeigt.


    Coerver muss nicht in einem Konzept stehen. Es wäre wünschenswert aber um einzelne Bewegungen zu erlernen, braucht es kein Konzept.
    Hierzu benötigt man, genau wie beim DFB, nur einen längerfristigen Trainingsplan.
    B-Jugend = zweites Goldenes Lehrnalter. In dieser Alterstufe kann man ebenfalls damit beginnen. Selbst im Seniorenbereich ist es nicht zu spät. C.Ronaldo wurde erst so ein genialer Techniker durch Meulensteen. Olic war beim HSV früher als Kampfsau verschrien. Erst Muniz machte ihn zu einen begnadeten Techniker.
    Natürlich ist es immer schwer neue Spieler zu integriere,n die nicht langfristig aufgebaut/ausgebildet wurden. Das Problem ist aber völlig unabhängig von der Methode.


    Sorry, ich werde später auch noch auf andere Postings antworten. Vor allem auf Alex, der sich wieder auf die Sachebenen begeben hat. Prima.