Beiträge von Dirk Coerverfan

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    golfstrom und @TrainerE


    Ich bin hier wohl eine Ausnahme: Bis auf den Torwart und dem 2. Torwart bekommt Jeder Spieler bis einschließlich D-Jugend von mir die selbe Ansage:

    Torhüter

    Spieler A: "Du spielst in der ersten Halbzeit im Tor und in der zweiten Halbzeit schießt Du vorne Tore und passt hinten auf"

    Spieler B: "D schießt in der ersten Halbzeit vorne Tore und passt hinten auf. In der zweiten Halbzeit spielst Du im Tor"

    Spieler C bis K: Du schießt vorne Tore und passt hinten auf.


    Da ich alle 1 bis 2 Minuten Wechsel (je nach Anzahl der Wechselspieler) kann ich alle ausgewechselten Spieler durch Fragen auf andere Ideen bringen, wie sie eine, immer nur aus meiner begrenzten Trainersicht beobachtete Spielszene, vielleicht besser hätten lösen können.


    Thomas0815-2

    Pädagogik kommt niemals ohne Vorgaben aus. Da liegt wohl ein Missverständnis vor.

    Thomas0815-2

    Ich persönlich freue mich wirklich, dass Du in diesem Forum bist.

    Durch Deine etwas andere Sichtweise schaffst Du es, dass ich meine Ideen vom Kinderfußball hinterfrage.


    Da Du deine "Segel ziemlich weit aufspannst" musst Du natürlich mit Gegenwind rechnen. Bisher ist doch alles ziemlich sachlich geblieben.


    Wenn Du Ausbildungsziele vorziehst, dann musst Du dich nicht wundern wenn dir eine leichte bis mittelstarke Brise entgegen weht.


    Ich habe hier mal einen Link, wie die Wissenschaft die Ausbildung im Kinder- u. Jugendfußball sieht.

    Achtung es ist ein wenig schwierig zu lesen. Alles was rot geschrieben ist, sind Kommentare von "normalen" Trainer. In schwarz sind die Erklärungen der Wissenschaftler. In dem grauen Bereich mit dem roten Balken sind die Pukte noch einmal zusammengefasst was und wie trainiert werden sollte. Leider sind die Alterstufen


    – Anfängerbereich: U5 bis U7

    – Grundlagenbereich: U8 bis U11

    – Aufbaubereich: U12 bis U15

    – Leistungsbereich: U16 bis U19


    sehr klein geschrieben und schlecht plaziert worden.


    lsp20_04_Pietzonka_Hohmann_Ergaenzung_Lit.pdf

    Leodegar

    Tolles Thema. Ich praktiziere die Inhalte Deiner These schon seit 2003 mit, so denke ich, einigen Erfolgen in der Ausbildung.


    Warum Deine Thesen funktionieren können, kann man an den pädagogischen Konzepten, die es gibt, erkennen. Ich führe hier mal ganz kurz zusammengefasst die Konzepte mit ihren Hauptmerkmalen auf, die man auch fast 1 zu 1 auf den Kinderfußball übertragen kann. Aber Achtung es gibt nicht das beste pädagogische Konzept. Vielmehr ist es so, dass jedes Kind für ein bestimmtes Konzept empfänglicher ist.

    Ich habe hier bewusst nicht die "schwarze Pädagogik" der Kaiserzeit, die Nazipädagogik der Johanna Haarer und auch nicht Kollektivpädagogik der DDR aufgeführt. Dort ging es immer nur darum die Kinder, zu obrigkeitshörigen, gehorsamen Schafen zu erziehen.


    Hier mal die Auflistung der gängigsten Konzepte (es gibt noch sehr viel mehr):


    Fröbel-Konzept (Er war der Erfinder des Kindergarten)

    Grundannahme: Kinder lernen am effektivsten durch ihre Umgebung

    Häufigste Lernmethode: Freies Spiel

    Rolle der Fachkräfte: Anregendes Umfeld schaffen und als Begleitung zur Seite stehen


    Montessori-Pädagogik

    Im Fokus: Eigenständiges und selbst bestimmtes Lernen der Kinder

    Dezente Raumgestaltung (keine Reizüberflutung durch grelle Farben o. Ä.)

    Rolle der Fachkräfte: Ansprechperson im Hintergrund, die nur bei aktiver Bitte eines Kindes eingreift


    Reggio-Pädagogik (wurde in Italien nach dem WW II. gegründet und mit dem Verkauf der dortigen Schrottpanzer der deutschen Wehrmacht finanziert)

    Starke Einbeziehung der Eltern

    Kinder eignen sich ihr Wissen selbst an, es werden keine Lösungen vorgegeben

    Kinder fungieren selbst als erste Erzieherinnen und Erzieher


    Situationsansatz

    Alltägliche Lebenssituationen der Kinder werden situativ dargestellt (z. B. in Form von pädagogischen

    Spielen oder Rollenspielen)

    Erlebnispädagogik

    Kinder lernen von den pädagogischen Fachkräften und umgekehrt


    Walddorf-Pädagogik

    Grundannahme: Lernen durch Beobachten und Nachahmen

    Erzieherinnen und Erzieher sind Vorbild für die Kinder

    Ansprechen von Körper, Geist und Seele der Kinder


    Im Gegensatz zu den 3 oben aufgeführten Ansätzen "schwarzee Pädagogik, Nazipädagogik und Kollektivpädagogik der DDR

    wird in den anderen Ansätzen hauptsächlich das selbstbestimmte Lernen bevorzugt.


    Zodiak

    Ein ehemaliger Spieler promoviert gerade an der TU Dortmund

    Noah ist damals aus Freiburg nach Schleswig-Holstein gezogen um auf Lehramt zu studieren. Er hat hier im Trainertalk viel mit gelesen und hat sich damals bewusst für meine Mannschaft entschieden (ja,ich wollte auch mal eine Seniorenmannschaft trainieren).

    Er und seine Frau haben damals bei meiner F-Jugend aktiv mitgemacht, um die Coerver-Coaching Methodik (Sorry Rafael, ich habe es unentgeldlich gemacht ;( ) und die Pädagogik zu erlernen.


    Ich bin so gespannt auf die Ergebnisse und ob er seine Doktorarbeit öffentlich macht.https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/dortmund-studie-kinder-fussball-108.html

    Alex82


    Es geht bei dir um die B-Jugend (2. goldenes Technik-Lernalter)


    Wenn ich dich richtig verstehe, geht es um die Ausnutzung der Chancen, von denen ihr in jedem Spiel genügend habt.

    Es ist natürlich aus der Ferne sehr schwer zu sagen woran es wirklich liegt. Ich stelle einfach eine Vermutung in den Raum.

    Für mich sind es aus deiner Schilderung 3 Faktoren, die man auch in diesem Alter sehr gut bis perfekt schulen kann.


    1. Technik (Torschusstechnik fehlt die Präzision unter Gegner, Raum und Zeitdruck)

    2. Mental

    2a. Tore aus jeder Position erzielen "wollen/können"

    2b. Konzentrationsfähig/willigkeit beim Umschalten (die Situation ist erst beendet wenn der Ball im Tor oder im Aus ist)

    2c. mangelndes Selbstbewusstsein (verzetteln statt selbst zu schießen)

    2d. die Angst der Maus (Torschütze) vor der Schlange (Torwart).

    2e. Angst Fehler zu machen (lieber abspielen, als daneben zu schießen)


    3.Kondition hier der Unterpunkt

    die Koordination

    3a. Reaktionsschnelligkeit, Handlungsschnelligkeit

    3b. Orientierungsfähigkeit im Raum


    Eventuell auch noch ein Punkt 4

    4. höchstwahrscheinlich sind zu wenig Knipser (meine Vermutung aus dem Text habe ich es so verstanden) im Team


    Wenn Du Lust hast kann man aufgrund meiner Ferndiagnose einige Trainingsformen hier besprechen.

    Doch, den Lehrer, der sie durch Buchstaben wie x und y ersetzt um nur die Spitze des Eisbergs zu nennen.

    Stimmt und dann muss der Schüler individultaktisch die Zahlen verteidigen, die der Lehrer ihm klauen will. :D




    Konkret: Ich will damit ausdrücken, dass mMn für das Erlernen von Offensivfähigkeiten (wie dem Einsatz von Finten), ein Verteidiger dabei sein muss, der auch (entsprechend gut) verteidigen kann. Sonst kann der Spieler ja gar nicht lernen, was gut funktioniert und was eigentlich nicht.

    Und genau, dass war ja früher(heute auch noch) einer meiner vielen methodischen Tricks, um den Spielern so viele Erfolgserlebnisse beim offensiven 1 gegen 1 zu ermöglichen, dass sie voller Selbstvertrauen in diese Zweikämpfe gegangen sind.


    Jeder der ausbildet hat seine Methodik, ich habe die ausgesucht, die am besten zu mir passt. Und glaube mir ich kenne sehr viele und beherrsche auch mindestens noch eine weitere.


    Warum ich mich mich mehr um den offensiven Teil der Ausbildung bemühe, liegt an folgenden Spruch siehe auch oben.

    "Wer den Ball hat, ist Stürmer." Daraus schließe ich: Die Spieler müssen in der Technik geschult werden. Technik laut DFB. Passen, Torschuss, Ballan- und Mitnahme, Dribbling und Kopfball.


    Noch ein Grund: Anfang der 2000er Jahre war ich auf einer Verantaltung des BDFL beim HSV. Dort war Ralf Peter, der auch das Buch "Modernes Verteidigen" (siehe Video-Link oben) mit geschrieben hat. als Referent. Er sagte fasst wörtlich. Um einen kreativen Stürmer auszubilden benötigen wir 12 bis 15 Jahre. Um aus einen kreativen Stürmer einen Verteidiger zu schulen, brauchen wir im Seniorenbereich maximal 3 Monate. Als Beispiel brachte er damals Marcell Jansen der in der Jugend ein exzellenter Stürmer war und später zum erfolgreichen Linksverteidiger umgeschult wurde.

    Constantin

    Ja, genau so ist es. Ich bringe den Kindern, bzw. Jugendlichen erst ab der C-Jugend die individualtaktischen Fertigkeiten bei.


    Ich gehe davon aus, sobald ich meinen F-, E-, und D-Jugendlichen methodisch die Techniken beibringe, werden sie automatisch auch in dem Verteidigerverhalten mitgeschult. Allerdings bringen, sie es sich dabei selbst durch "Versuch und Irtum" bei (natürlich noch nicht perfekt).



    Den Vergleich mit dem 5.Klässler verstehe ich nicht ganz.

    Ich denke, wenn ich die Plus-Rechnung nicht kann, brauche ich doch auch nicht mit der Bruchrechnung beginnen....oder? Hier bin ich jetzt mal wieder überfordert.

    Außerdem habe ich doch keinen Gegenspieler in der Schule, der mir die Zahlen klauen will.

    Thomas0815-2

    Den folgenden Link stelle ich nur unter Protest hier rein.

    Es folgt eine rethorische Frage und eine Antwort.


    Warum unter Protest?

    Wie ihr sehen könnt, handelt es sich bei den Spielern um C- und/oder. B-Jugendliche.

    Bitte greift jetzt nicht mit euren Ausbildungszielen vor und trainiert es noch nicht in der D-Jugend oder jünger.


    Ihr nehmt sonst euren jüngeren Kindern den Spaß am Techniktraining. Ihr erinnert euch..?

    Wann seid ihr Angreifer? Wenn ihr den Ball habt!

    Was ist die Schlussfolgerung beim Techniktraining? Techniktraining ist immer Training für den Angreifer.

    Wenn ihr eure D-Jugend jetzt taktisch im defensiven Bereich ausbildet, nehmt ihr ihnen viele Erfolgserlebnisse beim Techniktraining.


    Der Link ist schon 10 Jahre alt und das dazugehörige Buch des DFB und die DVD Reihe ist noch älter. Eventuel könnt ihr es hier im Shop noch käuflich erwerben.

    Es ist von der methodischen Aufbereitung eines der besten Lehrbücher, die ich jemals gelesen haben (sehr viele Detailstipps) und die Videos sind eine unglaublich gute Unterstützung.

    Viel Spaß bei diesem kurzen Video:


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    Hallo Moritz33

    ich persönlich habe in der D-Jugend nur 4 Trainingseinheiten die Devensivarbeit trainiert. Mir ist dabei aufgefallen, dass mein Offensivtraining dadurch nicht mehr so gut funktionierte. Das Offensivtraining hat den Spielern nicht mehr die Erfolgserlebnisse gebracht, da ihre Gegenspieler im Training besser wurden. Meine Idee vom Kinder- u. Jugendfußball ist zu 100%, die Offensivfähigkeiten der Spieler zu stärken. Da die D-Jugend, das sogenannte "goldene Lehrnalter" für Techniktraining ist, habe ich das Defenivtraining komplett aus obigen Grund eingestellt.


    "Die Kette ist immer so gut wie ihr schwächstes Glied"

    Du solltest dir die indiviuellen Qualitäten deiner Spieler ansehen.

    Können sie schon den starken Fuß zustellen und den Gegenspieler dadurch lenken?

    Können sie schon die Außenlinie als Freund nutzen und dem Gegenspieler dort hin lenken?

    Können sie schon schräg anlaufen, dann das Tempo des Gegenspielers zum richtigen Zeitpunkt, mit dem richtigen Abstand aufnehmen?

    Können sie sich schon zwischen den Gegenspieler und dem Ball schieben und dabei den Körper robust aber fair einsetzen?

    Können sie schon ihren eigenen Gegnerschatten vergrößern?

    Können sie schon als Verteidiger eine 1 gegen 2 Überzahl des Gegners verzögern, bis Hilfe kommt?


    Das sind 6 individualtaktische Fähigkeiten, die Du ihnen beibringen kannst.

    Für jede Fähigkeit benötigst Du ca. 2 bis 4 Trainingseinheiten damit sie dies Fähigkeiten in der Feinform können. Einige Fähigkeiten kannst du gegebenenfalls in eine TE zusammenlegen.


    Wenn das alles bei deine Spieler sitzt, kannst Du auch die 3er Kette sehr erfolgreich ab der C-Jugend trainieren.

    Vernachlässige niemals die individuelle Defensivschulung aller Spieler.


    Zwei kluge Fragen und 2 passende "Klugscheißersprüche" als Antwort.

    Wann ist man Verteidiger?

    Man ist Verteidiger wenn die andere Mannschaft im Ballbesitz ist.


    Wer ist der erste Verteidiger?

    Der Stürmer oder der Spieler, der dem Ball am nächsten ist.

    Lindmann


    willkommen im Club der Exceltabellen Trainer und der Mittagspausenplaner.

    Es gibt heute bestimmt schon bessere Möglichkeiten, die ich nicht kenne, um Trainings zu planen.


    Mir reicht mein Excelplan, den ich ca. 2003 begonnen habe und ihn bis heute immer wieder anpasse.

    Damals habe ich ihn für meine Vereinsmannschaft geschrieben. Später habe ich sie für meine Fußballschule, die Kreisauswahl und die Vereinsmannschaft umgeschrieben, damit meine Vereinsspieler (viele Kreisauswahl und einige in der Fußballschule) bestmöglich gefördert werden konnten. Ja, hier war ich tatsächlich egoistisch und habe meine Vereinsspieler ein oder zwei weitere methodisch aufeinander abgestimmte Training zukommen lassen.

    Es ist ein Jahresplan, immer abgestimmt auf die Alterstufen. z.B.:

    Lernfähigkeit altersentsprechend (ob sie 2 oder 6 Trainingseinheiten benötigen) berücksichtigt.

    Lernzielsetzung altersentsprechend (ob die Grobform, die Feinform, die Behrerrschung mit leichten Gegnerdruck, mit hohen Gegnerdruck, mit Wettkampfdruck, oder ab der B-Jugend die Perfektion im Wettkampf) berücksichtigt.


    Ja, ich musste und werde auch in der Zukunft den Trainingsplan immer wieder anpassen, da die Lernziele mal früher oder mal später erreicht wurden, die Lernziele zu hoch angesetzt wurden oder die Trainingseinheiten ausfielen oder, oder, oder.

    Zurzeit mache ich die Erfahrung, dass die allermeisten Kinder überhaupt keine polisportive Ausbildung in das Vereinstraining mitbringen.

    Deshalb habe ich die Lernziele und somit meine Trainingsplanung um ein ganzes Jahr nach hinten verschoben. Das hatte übrigens für mich den Lerneffekt, dass ich das 1 gegen 1 im Champions-League-Format mit unterschiedlichen Regeln als einen 20 minütigen Hauptteil fest in mein Training etabliert habe.


    Entscheidend ist, dass du einen langfristigen Lernplan hast und dich niemals von den Ergebnissen oder Auswertungen vom Punktspielbetrieb davon abbringen lässt.


    Ich bin wirklich schon ein alter Hase, würde mich aber nie trauen ohne eine geschriebenen Trainingsplan ein einzelnes Training durchzuführen. Ich denke, dass Du sehr vieles in deiner Auffassung vom strukturierten Kindertraining richtig machst.

    Damit bist du mehr als 90% der Kinder- u. Jugendtrainer in Deutschland einen weiten Schritt voraus.


    Stimmt ihr beiden euch über die Lernziele ab?

    Dann hättet ihr den Vorteil, falls ein Spätentwickler den Sprung in deine Mannschaft schafft, dass er schon die selben Trainingsschwerpunkte hatte.

    Zum Thema habe ich noch eine Anekdote.

    Training mit hohem Niveau oder viel Spielzeit??

    In meiner Fußballschule haben wir 3 Kinder aus einer F-Jugendmannschaft (Dorfverein ca 600 Einwohner).

    Mein Trainingseinheiten werden vom Fußballspielen (60min von 75min, vor allem vom 1 gegen 1 ca. ) dominiert.

    Der Vereinstrainer übernahm, nachdem ich ihm die Vorzüge erklärt habe, diese Trainingsphylosophie fast komplett von mir.

    In der Hallenzeit nahm er mit seinem Team an einem Hallenturnier teil und erklärte mir, dass sie wohl alle Spiele auf dem Turnier verlieren würden. Seine 3 Spieler, die bei mir trainieren sind alle verhindert. Für mich war es genau der Moment, um ihn noch einmal die Vorzüge zu erklären, warum er immer alle Spieler gerecht durchwechseln sollte. Meine Antwort: " Du wirst sehen, dass die Spieler, die sich immer hinter den weitentwickelsten Spielern verstecken, heute in die Verantwortung gehen und sich von ihrer "besten Seite" zeigen und vielleicht sogar über sich selbst hinauswachsen." Und genau so kam es. Der Trainer wurde noch mehr zum Fan meinen Ideen und ich hatte 2 neue Spieler aus seiner Mannschaft für meine Fußballschule entdeckt.


    Hohes Trainingsniveau und viel Spielzeit (nicht oder) entwickeln den einzelnen Spieler und somit steigt das Niveau des Teams.

    Trener

    dann machen wir doch alle das Selbe.

    Wir bringen Kindern Fußball bei.

    Die Einen nennen es Ausbildung, die Anderen nennen es Training, die Nächsten nennen es Beibringen und wieder Andere sagen Lehren Ich denke wir meinen fast alle das Selbe.


    Und jeder hat hier seine eigene Meinung. Und wenn jemand um unsere Meinung bittet, dann gibt es auch immer wieder unterschiedliche Ansichten.

    Und das ist gut so.


    Diese Meinung als Schreiber von Markus Krösche zu bezeichnen, ist echt schade.

    Letztes Wochenende haben 3 Kinder aus meiner Fußballschule mit ihrer F-Jugend Vereinsmannschaft im 5 gegen 5 (halte ich für viel zu früh) gegen eine Mannschaft gespielt, gegen die sie in der Qualirunde noch sehr weit von der individuellen Klasse der Anderen entfernt war. Nach dem Spiel fragte der extrem ergebnisorientierte und ehrgeizige Trainer, den Trainer meiner Spieler, was er ihnen in den letzten 6 Monaten zu essen gegeben hätte.

    :]

    Nur weil der DFB da etwas gegen hat, heißt das nicht, dass man diese Sache nicht trainieren kann. Logischerweise keine 2 Stunden aber immer mal wieder sollte man das trainieren

    Joshua3004

    Der DFB hat nichts dagegen. Er empfiehlt Aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Trainingsinhalte für bestimmte Altersstufen


    Immer mal wieder für 2 Stunden etwas zu trainieren, ist aber keine Lerneinheit für D-Jugendliche. Was meinst du, wie lange sie brauchen, um Gruppentaktiken zu lernen?

    Ich nehme das Wort „Fußballspielen“ für mein Training, bzw. meine Einstellung zum Fuẞball, egal ob F-Jugend oder Alt-Herren, „ernst“ :D


    Fußball = so oft und so viele Ballkontakte mit dem Fuß wie möglich.


    Spielen = bedeutet immer das wir Spaß haben.


    Ballkontakte heißt für mich: Lernen, lernen, lernen.


    Spaß heißt für mich: Dinge an denen ich Spaß habe, liebe ich und mache es leidenschaftlich gerne.


    Wenn ich etwas mit Leidenschaft mache, bin ich auch bereit zu leiden, um etwas zu schaffen.


    Ich stelle mir folgende Frage:

    Warum kommen nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene (egal ob Profi oder Breitensport) gerne zum Training?

    Meine kurze und einfache Antwort: Es sind 3 Punkte aus dem Wort „Fußballspielen“

    1. Sie wollen lernen.

    2. Sie wollen Spaß.

    3. Sie wollen Leiden (gefordert werden)


    Wenn ich das bei Kindern u. Jugendlichen beherzige, erzeuge ich bei ihnen die Lust auf lebenslangen Spaß am Fußballspielen.


    Somit kann es mir gelingen, die „Dropout-Quote“ ,so gering wie möglich zu halten.


    Kommt das Deiner Frage/Antwort näher?

    CommentNCo

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann trainierst Du eine C-Jugend im Breitensport.

    C-Jugendliche sind körperlich und geistig hochgradig pubertierend.

    Hier von schwachen und starken Spielern zu schreiben finde ich sehr gewagt. In diesem Alter ist die körperliche und manchmal auch geistige Entwicklung sehr, sehr weit auseinander. Daher kann es zu extremen Leistungsunterschieden im Können und Wollen innerhalb deiner Mannschaft kommen. Beispiel: Du hast bestimmt noch einen Spieler dabei, der im Körper eines E-Jugendlichen steckt und eine Spieler der 185cm Gardemaß hat. Daran kannst du schon festmachen, dass es nur früh und spätentwickelte Jugendliche in deinem Team gibt.

    Jungs in dieser Alterstufen haben auch ein mentales Problem. Beispiel: "Ich kann nichts", "ich bin der Schlechteste", "keiner mag mich", "eigentlich habe ich keine Lust" usw. usw.

    Das ist normal in dieser Alterstufe. Wenn Du dir die Jungs genau ansiehst, dann kannst Du auch erkennen, dass die Extremitäten bei vielen Spielern auch unterschiedlich schnell wachsen (linkes Bein länger als das Rechte). Wie soll ein Spieler mit zwei unterschiedlich langen Beinen gut Fußballspielen können? Wie soll ein Spieler mit sehr schwankenden Selbstwertgefühl gut Fußballspielen können?


    Dein Job sollte es sein, mit den Jungs sehr viel koordinative Spiele und Übungen, im Training zu machen. Wenn Du dann diese Spiele auch noch als Mannschaftswettbewerbe machst, wirst Du auch das Teambuilding verstärkt fördern.

    Wenn du dann auch immer mal wieder eine Trainingseinheit für Teambuilding (Stadionbesuch, Schwimmen gehen, Zelten, "opferst" kann es dir sogar gelingen, ein echtes Team zu formen. Die Jungs in dieser Alterstufe sind dafür sehr empfänglich.

    Wenn sie sich als ein Team betrachten, dann werden die Jungs auch aktzeptieren, dass alle das Recht auf gleich Spielzeit haben.


    C-Jugend ist für einen Trainer wirklich nicht so einfach. Manchmal hilft es, wenn man zurück zur D-Jugendzeit der Jungs zurückblickt. So wie sie dort waren, so werden sie fast immer in der B-Jugend sein.