Beiträge von Dirk Coerverfan

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    dschibi

    Danke für den Hinweis auf die bestehende Regel im Erwachsenenfußball.


    Früher gab es noch Durchführungsbestimmungen für den Kinder- u. Jugendfußball auf der Kreisfußballverbandsebene. Dort wurden u.a. solche Regeln für den Kinder- u. Jugendfußball verschärft oder erklärt.

    Ich finde jetzt nur "Wischi Waschi Ausagen" auf Landesebene.

    Internationale Haerte

    wir wohnen in "Bullerbü" :saint:


    Wenn ich solche Kinder von einem "Rüpeltrainer" bekommen sollte, ist es doch umso wichtiger, sie wieder auf den "Pfad der Tugend" zu bringen. Ja, mir reichen 4 TE.


    Dieses "hört sich alles so geschmeidig an" musste ich mir auch erst erwerben. Seit dem sich meine Haltung vom "Saulus" (Ergebnis- u. Tabellendenken) zum Paulus (Ausbilder) geändert habe, gibt es auch nicht mehr diesen typischen Testosteroneinschuss vor einem Spiel bei mir. Ich beobachte immer nur, ob die Spieler schon ihre Ausbildungsziele erreicht haben.


    Tja, von diesen Schiris gibt es immer noch sehr viele und das in allen Teilen der Republik.

    Sie wissen es nicht besser, denn sie werden nicht geschult. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich der Fußball auch in den letzten Ecken der Provinz weiter entwickelt aber die Schiedsrichter Referenten haben diese Entwicklung verschlafen.

    Es heißt immer Kinder- u. Jugendfußball ist kein Erwachsenfußball. Die, die diesen wirklich sehr richtigen Spruch erfunden haben, hätten gleichzeitig die Schiedsrichterreferenten über das pädagogische Pfeifen aufklären müssen.

    So früh wie möglich begleiten..?

    Ich denke, dass ich jede Kinder- u. Jugendmannschaft in jedem Alter übernehmen kann und spätestens nach 4 TE kennen sie meine Normen, bzw. geben/erarbeiten sich diese Normen ab der D-,C-Jugend selber.


    Überzeugungskraft: Beim ersten Spiel gegen eine Mannschaft, dessen Trainer ich nicht kenne, begrüße ich die Trainer schon beim Betreten unseres Geländes. Dabei suche ich sehr schnell und natürlich sehr freundlich das Gespräch, wie ich mir das Spiel vorstelle. Spätestens wenn ich sage, dass mir Ergebnisse egal sind und meinen Jungs einfach nur kicken wollen, werden die Trainer und somit meistens auch die Eltern der Gegner entspannt.


    Schiris:

    Für mich besteht hier noch extremer Handlungsbedarf. Leider haben die meisten Schiris noch nichts vom pädagogischen Pfeifen gehört.

    Da ist noch viel Schulungsarbeit auf den Schiedsrichterlehrgängen nötig.

    Goodie


    Kurze Antwort: Ja es klappt. Siehe Erfolge in meiner Individuellen Ausbildung


    Lange Antwort:

    Wir reden hier von einer F-Jugend

    Rüpel in meiner Trainingsgruppe....? Bei der Zusammenstellung der Gruppe gab es einige Spieler die etwas robuster spielten. Nach dem zweiten Training gab es keine Rüpel mehr. Das ist mein Job als Trainer, den Kindern in diesem Alter, meine Normen(Regeln) zu vermitteln.

    Hier wird in der F-Jugend fast überall Funinio gespielt. Das nimmt dem Spiel die Schärfe. Wenn es doch einmal einen Rüpel gibt, dann suche ich sofort das partnerschaftliche Gespräch mit dem Trainer der gegnerischen Mannschaft.


    In der E-Jugend kam es des öfteren vor, dass es auf die "Socken" gab. Dann half die "Zauberpuste", ein "Tapferkeitsspruch" und ein "Mutzusprecher"

    Ich werde niemals bis einschließlich B-Jugend das Takling trainieren, da ich alle Kinder und Jugendlichen erst offensiv ausbilde.


    Tatsächlich habe ich bei meinem ersten Durchgang in der D-Jugend (ca. 2008) angefangen, die defensive Individualtaktik zu schulen.

    Dadurch hatten es die Spieler, bereits im Training beim offensiven 1 gegen 1, viel schwerer im gegnerüberwindenden Dribbling. Es kam schon im Training Frust auf.

    Daraufhin habe ich das defensive Training zugunsten des offensiven 1 gegen 1 aufgegeben. Kinder wenden ihre Finten nur an, wenn sie genügend Erfolgserlebnisse im Training haben. Erfolgserlebnisse machen mutig und verleihen Selbstbewusstsein.


    Ab der D-Jugend wurden aus Ergebnissgründen, viele gegnerische Mannschaften von den Trainern gebrieft, dass sie nur gegen uns gewinnen können wenn sie "robust" spielen. Zum Glück waren meine Spieler, den Spielern der anderen Mannschaften koordinativ sehr weit voraus, so dass sie auch sehr gut antizipieren, und durch Ausweichbewegungen reagieren konnten.

    Seit 2 Tagen ist dieses Video online. Schau dir mal diese Tore an. Genial so sieht mein Trainingsplatz immer aus.

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    Das ganze Video ist einfach genau so wie ich es seit 19 Jahren in diesem Forum poste. Endlich wird auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes eingegangen.

    Es befasst sich mit dem D-Jugend Zwillingsspiel. Hannes Wolf ist, meiner Meinung nach, ein absoluter Fachmann des Kinderfußballs.

    Ich werde vom Coerverfan zum Hannes Wolf Fan.

    Nils


    Sorry, ich kann es mir nicht verkneifen. Ein uraltes Sprichwort lautet:

    "Wer nicht will sucht Gründe. Wer will sucht Wege"


    Ganz ehrlich, ein Verein, der nicht in seine Zukunft (Kinder) investiert hat.....


    Diese Gründe gab es schon bei der Einführung der kleinen Plätze für E- und D-Jugend in den 1960er Jahren, bei der Einführung der Lightbälle, bei der Einführung des Funinio usw.

    Constantin

    1. Sprache kann Mauern oder Brücken bauen.

    2. Meine Antwort auf deinen #72. Siehe mein Posting #57 (angstfreies Lernen deshalb auch fast körperlos)

    3. Ich trainiere in diesem Alter (E-Jugend) die Koordination, das Ballgefühl und die Ballbeherrschung, Schnelligkeit (mit und ohne Ball) , Ballan- und Mitnahmetechniken, Pass- und Torschußtechniken (für mich sind es absolut die gleichen Techniken), Dribbeltechniken (90% gegnerüberwindendes Dribbling, 10% raumüberwindendes Dribbling).


    Das defensive 1 gegen 1 ist für mich keine Technik sondern eine Individualtaktik. Beim Körperkontakt sehe ich es genau so. Wer seinen Gegenspieler durch Körperkontakt attackiert, macht es aus individualtaktischen Gründen.


    Aus meiner Sicht gehört spezielles individualtaktischen Training nicht in die Alterstufe der E-Jugend.

    Dadurch, dass ich sehr viele 1 gegen 1-, Gruppen-, und Kleinfeldspiele im Training(bis zu 80% der Trainingszeit) anbiete, kommt es natürlich zu sehr vielen Körperkontakten und sehr vielen Situationen, die individualtaktisch gelöst werden müssen. Diese Dinge trainiere ich in dieser Alterstufe aber nicht. Ich gebe den Kinder die Zeit, sich selbst auszuprobieren und selbst Lösungswege zu finden.

    Die Kinder entscheiden im Training immer, so wie es die Fair-Play-Liga Regeln vorsehen, selbst was und ob es ein Foul war.

    Das Grätschen und das Pressen an die Bande ist verboten und wird mit einem Strafstoß geandet.

    Wir haben es mit Kindern zu tun. Kinder in diesem Alter unterliegen unseren besonderen Schutz.

    Wir können sie nicht auf die Erwachsenenwelt vorbereiten indem wir sie behandeln als wären sie erwachsen.

    Schritt für Schritt dürfen wir sie in die begleiten.

    CoachT

    Krasses Beispiel was das für ander Sportarten bedeuten könnte:


    In der Formel 1 fahren die Autos jetzt auch viel schneller und auf engeren Pisten.

    Wir sollten unsere Kinder unbedingt mit 7 Jahren den Führerschein machen lassen und mit 8 sollten ihre Go-Cards schon mindestens 120 km/h fahren können/müssen.


    Wie würde es beim Boxen, Karate, Judo usw. dann wohl aussehen?

    dschibi

    Mache ich jetzt einen Denkfehler. Bis einschließlich F-Jugend gibt es doch keine Bundesligaschiedsrichter... oder?


    Sobald in der E-Jugend mit Schiedsrichtern gespielt wird, sind es doch meistens Vereinsmitgliede des eigenen Vereins.

    Die kann ich als Trainer briefen, so dass sie pägdagogisch pfeifen.

    RedDevil

    Wahnsinn!, die Seite ist eine einzige Katastrophe für jemanden, der speziell für seine Altersstufe etwas finden möchte.


    Sorry, das konnten die Jungs und Mädels vom DFB schon viel besser.

    Ich finde gar nichts über Kinder und Jugendfußball.

    Hat jemand einen direkten Draht zum DFB?. Dann triggert sie mal an, dass dieses Thema verbuddelt wurde.

    Goodie

    Uups, ich habe die erste Frage nicht beantwortet.

    Wenn ich auf Gegner treffe, die schubsende Spieler habe und ein Trainer "alles mit Körper" verlangt, dann würde ich das Spiel unterbrechen, zum Trainer gehen und ihn bitten sich, wie es in der Spieleordnung steht, zu verhalten. Allen Kindern würde ich in dieser Unterbrechung sagen, dass das Schubsen nicht erlaubt ist und mit einem Freistroß geandet wird.

    Goodie

    in fast allen meiner Trainings spiele ich das 1 gegen 1 in der Championsleague Form.

    Dadurch, dass ich die Spielfelder sehr dicht aneinander aufbaue, kommt es ständig zu leichten Berührungen auch mit Spielern des angrenzenden Felder. Neben sehr vielen anderen positiven Effekten, z.B. dass die Spieler ihre Kopfgeschwindigkeiten um ein vielfaches erhöhen, kommt es körperlich immer wieder, allerdings ohne den Hintergrund einer bewussten Attacke, zu Berührungen.

    Ich komme aus der Ecke der Trainer, der individuellen Ausbildung.

    Mein Leitspruch Nr. 1

    Wir können es uns als Dorfverein nicht erlauben auch nur einen einzigen Spieler im Kinder- u. Jugendbereich, durch "Drop-Out" zu verlieren. Meinen Erfolg messe ich niemals an Ergebnissen und Meisterschaften, sondern daran wieviele Kinder ich in den Senioren und Frauenbereich überführen konnte. Denn Kinder sind die Zukunft des Vereins. Jedes Kind, dass aufhört geht dem Verein und dem DFB verloren. Diese Kind hätte Schiedsrichter, Vorstand, Trainer, Betreuer oder Vereinswirt, Bundesliga- oder/und Nationalspieler uvam. werden können.


    Mein Leitspruch Nr. 2

    "Die Mannschaft ist immer nur so stark wie die Summe seiner Einzelspieler."

    Deshalb bilde ich auch alle Spieler gleich aus und lasse alle Spieler gleich lange spielen und wenn möglich gleich lange trainieren.

    Das Spiel ist für mich die Ausbildungskontrolle, ob das Lernziel erreicht wurde. Deshalb muss ich als Kindertrainer vom Ergebniss- und Meisterschaftsdenken verabschieden.


    Mein Leitspruch Nr. 3

    Das Training ist immer voller Spaß. Das Training ist für die Kinder wie eine Ausbildung. Das Training ist angstfrei und frei von Leistungsdruck.


    Warum ich erst ab der A-Jugend das körperbetonte Spiel trainiere.

    Meine Lernziele unterscheiden sich etwas von den Lernzielen des DFB:

    Sie sind angelehnt an das Entwicklungpyramide des Coerver-Coaching (Ich war fast 10 Jahre lang Coerver-Coaching Regionalleiter Nord)

    Für mich haben neben Ballgefühl u. Ballbeherrschung sowie der Schnelligkeit das 1 gegen 1 im offensiven Bereich einen überragenden Stellenwert. Natürlich werden von mir auch das Passen sowie die Ballan- u. Mitnahme sehr intensiv trainiert.


    Das 1 gegen 1 im offensive Bereich trainiere ich ab Ende der F-Jugend, bzw. Anfang der E-Jugend in der Grobform. Ab der D-Jugend in der Feinform und nochmals in der B-Jugend zum perfektionieren.

    Methodische Schritte:

    1. Bewegung lernen ohne Gegner

    2. Bewegung mit Zeitdruck ohne Gegner lernen

    3. Bewegung aus dem Laufen ohne Gegner

    4. Bewegung mit Zeitdruck in der Bewegung ohne Gegner

    5. Bewegung mit Spiegelbewegung und ganz leichten Raum- und Gegnerdruck

    6. Bewegung mit Spielgelbewegung und mit Zeit sowie leichten Raum- und Gegnerdruck

    7. Bewegung mit Zeit-, Raum- und leichten Gegnerdruck.

    8. Bewegung mit Zeit, Raum- und mittleren Gegnerdruck

    9. Bewegung mit Zeit, Raum- und Gegnerdruck

    10. Bewegung mit Wettkampfdruck

    11. Bewegung im Wettspiel mit anderen Mannschaften.


    Wenn ich jetzt von meinen Spielern verlange, dass sie den ballführenden Spieler körperlich attakieren (wir reden immer noch von F-, bis D-Jugend) dann erzeuge ich, in der Technikerwerbsphase, bei den ballführenden Spieler Ängste. Das will ich auf jeden Fall vermeiden. Denn "Angst frisst Seele auf"

    Mein Training ist bis einschließlich genau aus diesem Grund fast körperlos.

    Zwei klare Regeln gelten bei mir bis einschließlich D-Jugend. Wer grätscht, egal ob er den Ball trifft oder nicht, bekommt eine 2 minütige Pause und hat einen Strafstoß(egal wo es auf dem Spielfeld war) verursacht.

    Bodychecks und in die Beine treten wird genau so geandet.

    Damit gelingt es mir, dass die Spieler niemals bei der Ausführung des gegnerüberwindenen Dribbling Angst haben müssen.


    Das ich das körperlose Spiel fordere hat nur etwas mit der angstfreien Ausbildung zu tun.

    Ab der D-Jugend suchen die Spieler von sich aus immer mehr das körperbetonte Spiel. Somit ist es für mich kontraproduktiv, wenn ich es in schon in der F-, u. E-Jugend einfordere.