Ich komme aus der Ecke der Trainer, der individuellen Ausbildung.
Mein Leitspruch Nr. 1
Wir können es uns als Dorfverein nicht erlauben auch nur einen einzigen Spieler im Kinder- u. Jugendbereich, durch "Drop-Out" zu verlieren. Meinen Erfolg messe ich niemals an Ergebnissen und Meisterschaften, sondern daran wieviele Kinder ich in den Senioren und Frauenbereich überführen konnte. Denn Kinder sind die Zukunft des Vereins. Jedes Kind, dass aufhört geht dem Verein und dem DFB verloren. Diese Kind hätte Schiedsrichter, Vorstand, Trainer, Betreuer oder Vereinswirt, Bundesliga- oder/und Nationalspieler uvam. werden können.
Mein Leitspruch Nr. 2
"Die Mannschaft ist immer nur so stark wie die Summe seiner Einzelspieler."
Deshalb bilde ich auch alle Spieler gleich aus und lasse alle Spieler gleich lange spielen und wenn möglich gleich lange trainieren.
Das Spiel ist für mich die Ausbildungskontrolle, ob das Lernziel erreicht wurde. Deshalb muss ich als Kindertrainer vom Ergebniss- und Meisterschaftsdenken verabschieden.
Mein Leitspruch Nr. 3
Das Training ist immer voller Spaß. Das Training ist für die Kinder wie eine Ausbildung. Das Training ist angstfrei und frei von Leistungsdruck.
Warum ich erst ab der A-Jugend das körperbetonte Spiel trainiere.
Meine Lernziele unterscheiden sich etwas von den Lernzielen des DFB:
Sie sind angelehnt an das Entwicklungpyramide des Coerver-Coaching (Ich war fast 10 Jahre lang Coerver-Coaching Regionalleiter Nord)
Für mich haben neben Ballgefühl u. Ballbeherrschung sowie der Schnelligkeit das 1 gegen 1 im offensiven Bereich einen überragenden Stellenwert. Natürlich werden von mir auch das Passen sowie die Ballan- u. Mitnahme sehr intensiv trainiert.
Das 1 gegen 1 im offensive Bereich trainiere ich ab Ende der F-Jugend, bzw. Anfang der E-Jugend in der Grobform. Ab der D-Jugend in der Feinform und nochmals in der B-Jugend zum perfektionieren.
Methodische Schritte:
1. Bewegung lernen ohne Gegner
2. Bewegung mit Zeitdruck ohne Gegner lernen
3. Bewegung aus dem Laufen ohne Gegner
4. Bewegung mit Zeitdruck in der Bewegung ohne Gegner
5. Bewegung mit Spiegelbewegung und ganz leichten Raum- und Gegnerdruck
6. Bewegung mit Spielgelbewegung und mit Zeit sowie leichten Raum- und Gegnerdruck
7. Bewegung mit Zeit-, Raum- und leichten Gegnerdruck.
8. Bewegung mit Zeit, Raum- und mittleren Gegnerdruck
9. Bewegung mit Zeit, Raum- und Gegnerdruck
10. Bewegung mit Wettkampfdruck
11. Bewegung im Wettspiel mit anderen Mannschaften.
Wenn ich jetzt von meinen Spielern verlange, dass sie den ballführenden Spieler körperlich attakieren (wir reden immer noch von F-, bis D-Jugend) dann erzeuge ich, in der Technikerwerbsphase, bei den ballführenden Spieler Ängste. Das will ich auf jeden Fall vermeiden. Denn "Angst frisst Seele auf"
Mein Training ist bis einschließlich genau aus diesem Grund fast körperlos.
Zwei klare Regeln gelten bei mir bis einschließlich D-Jugend. Wer grätscht, egal ob er den Ball trifft oder nicht, bekommt eine 2 minütige Pause und hat einen Strafstoß(egal wo es auf dem Spielfeld war) verursacht.
Bodychecks und in die Beine treten wird genau so geandet.
Damit gelingt es mir, dass die Spieler niemals bei der Ausführung des gegnerüberwindenen Dribbling Angst haben müssen.
Das ich das körperlose Spiel fordere hat nur etwas mit der angstfreien Ausbildung zu tun.
Ab der D-Jugend suchen die Spieler von sich aus immer mehr das körperbetonte Spiel. Somit ist es für mich kontraproduktiv, wenn ich es in schon in der F-, u. E-Jugend einfordere.