Beiträge von Dirk Coerverfan

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    Meine damaligen F-Jugendlichen ( 2006) konnten am Ende des Jahres 2 Finten (80% der Spieler) im Wettkampf anwenden. Sie hatten höchstwahrscheinlich völlig andere Vorraussetzungen als Deine heutigen Spieler.
    Heute würde ich die Ziele etwas anders definieren.


    Meine Meinung


    1. 2 Wochen Training (max 4 TE) reichen in der F-Jugend niemals aus um so etwas wie eine Finte zu beherrschen. Meine Erfahrung für diese Alterstufe (mindestens 4-8 TE
    2. Das Ziel des Fintentraining in der F-Jugend kann nur sein: " Der F-Jugendliche soll die Bewegung der Finte in der Grobform können" Wettkampfdruck ist hier als Ziel bewusst von mir herausgenommen worden.
    3. Der Übersteiger ist eine der schwiergen Finten, die im Spiel auch nur selten Anwendung findet. Scheren (Wortdefinition von Peter Schreiner) sind wesentlich einfacher und auch schneller zu erlernen.
    4. Die Einstiegsfinte in der F-Jugend sollte der Ausfallschritt Außen, Außen (Wortdefinition Peter Schreiner) sein. Manche bezeichnen ihn auch als Körpertäuschung.
    5. Gebe Dich mit dem Erlernen 1 Finte pro Jahr zufrieden.


    Das A und O ist: Üben Üben Üben


    Wäre echt klasse wenn du sie in ihrem Tun bestärken würdest. Sei mutig! Toll wie mutig du bist! Trau dich! Beim nächten Mal klappt es! Dribbel dich durch! Versuch es nocheinmal! Zeig mir den Messi! usw.
    Los Totti trau dich, auch gegen die Widerstände der Eltern.
    Abspieler gibt es in Deutschland wie Sand am Meer. Abspieler bekommst Du an jeder Straßenecke.
    Wir brauchen auch mal jemanden in Deutschland, der als Trainer einem jungen Messi, einem jungen Ronaldo, einem jungen Robben, oder einem jungen Bale eine Chance gibt. Diese Jungs hören im Bereich des DFB leider meistens in der D- bzw. C-Jugend auf.


    Deine Ansätze in dieser Alterstufe, auch wie du die Kinder spielen lässt, sind echt Klasse.
    Von solchen Trainern wie Dich, die den Kinder Mut zusprechen und die es ihnen erlauben höchstes Risiko einzugehen, brauchen wir im Kinder- und Jugendbereich viel, viel mehr.

    @Francesco1912
    In der F-Jugend habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Trainingsschwerpunkte 6-8 Mal wiederholt werden sollten.
    Außerdem wirst Du in dieser Alterstufe in der Auführung maximal die Grobform einer Technik erreichen können.
    Pro Training sollten die Kinder mindestens 200, bessser 500 Wiederholungen der Technik in unterschiedlichsten Übungs- und Spielformen erreichen.
    Uups, Andre war ein paar Sekunden schneller. Hier meine Antwort auf Andre´s Einwand der hohen Wiederholungszahlen.
    Wenn man weiß, wie es geht, dann gibt es auch keine stupiden Wiederholungen.
    Deshalb behaupte ich ja auch immer, dass der Lernerfolg bei meiner Methodik wesentlich höher ist als die des DFB. Aber das ist natürlich eine rein hypothetische Aussage und wird wohl so niemals wissenschaftlich bewiesen werden.

    @werweisswas
    Es geht grundsätzlich nie darum, ob eine Übung einwandfrei funktioniert.
    Sollte ein Übung nicht einwandfrei funktionieren, dann ist sie eventuell
    1. zu schwer
    2. zu komplex
    3. zu kompliziert
    4. oder alles auf einmal


    Solltest Du, was ich hoffe, lernziel- oder lerngruppenorierntiert ausbilden dann ist
    es, meiner Erfahrung nach, in deiner Alterstufen (D-Jugend) erforderlich einen Trainingsschwerpunkt mindestens 3 bis 6 Mal zu trainieren.
    Gehe in deiner Trainingsplanung von 5 Mal aus. Dann hast in deinen Jahresausbildungsplan Luft für mindestens 1 bis 4 weitere Trainingsschwerpunkte.
    Denk immer dran beim Technikerwerbstraining helfen sehr hohe Wiederholungszahlen.
    Trainiere aber niemals Gleiches mit Gleichem.
    Beim Erlernen von Taktiken ist es meiner Erfahrung nach besser, dass sich die Spieler in diesen Alterstufen ausprobieren dürfen. Der Trainer gibt nur Situationen vor, die
    sie selbst lösen sollen.

    @Zodiak
    Bei meinem letzten Posting habe ich noch nicht gewusst, dass man durch "@ username" informiert wird. Sorry, ich lerne immer noch dazu.


    Bist du der Meinung, dass die nachfolgende Wandzeitung überholt ist?
    http://www.tus-deuz.de/fussball/docs/Entwicklungstabelle.pdf


    Welche Bedürfnisse haben Kinder in der G-Jugend?
    Wie erkennst du ob sie ihrem Alter voraus sind?
    Wie verträgt sich die Individuelle Ausbildung mit der Struktur der Mannschaft?


    Gruß Dirk

    @hinkebein
    Ich bin ein absoluter Verfechter der 1 gegen 1 Ausbildung. Ich finde es immer wieder Klasse wenn ich lese wie sich Trainer an dieses schwierige Thema herantrauen.
    Als ich mit meinen 1997er in der Bambini war (ca.2003) habe ich diese Finten ebenfalls trainiert. Meine Jungs hatten aber noch nicht diese gigantische mediale Umwelt.
    Sie kamen sprichwörtlich aus den Bäumen zum Training und haben sich ihre koordinativen Fähigkeiten im Wald und auf der Straße und beim Gummitwist erworben Bei diesen Jungs und Mädels konnte ich
    sofort mit Fintentraining anfangen.
    Im Jahre 2011 habe ich wieder eine Bambinitruppe übernommen. Diese Kinder kamen direkt vom Computer oder vom Sofa zum Training.
    Keines der Kinder war auch nur annähernd auf den Stand, den die 1997er im Jahre 2003 aufwiesen.
    Ich habe fast 2 Jahre benötigt um sie koordinativ in die Lage zu versetzen einfache Finten in der Grobform auszuführen.
    Aus heutiger Sicht würde ich erst frühestens im alten Jahrgang F-Jugend mit dem Fintentraining beginnen.
    Leider zeigt dir Zodiak in seinem Video ein nicht altersentsprechendes Training. Mir war schon klar, dass er sehr viele Nachahmer findet-- schade!
    In dem Video trainieren die Kinder mindestens 4 Finten. Das mag zwar hübsch aussehen aber einen nachhaltigen Lernerfolg wird er dadurch nicht erzielen.
    Jeder Trainingsschwerpunkt hat seine Altersstufen. Finten gehören meiner Meinung nach nicht in die Bambini.

    Und das Tanken /Stromsaugen gibt es an den Tesla-Tankstellen (Superchargern) völlig umsonst.


    Für Frauen haben sie sogar eine Rückfahrkamera eingebaut, deren Bilder man auf dem Riesenbildschirm sehen kann.


    Für Fußballmannschaften bis einschließlich E-Jugend gibt es ihn sogar als 7 Sitzer.
    Leider haben die Autos als Gebrauchte nur einen minimalen Wertverlust.
    Sonst stünde so eine Mühle schon in meinem Carport.

    Ich habe die automobile Zukunft schon gefahren.
    Hier ein amerikanisches Video:

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    Hier ein deutscher Tester von Focus:

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    Achtung dieses Auto macht süchtig. Meldet euch zur Probefahrt an.


    Wenn das Model X oder das Model 3 rauskommt, bin ich dabei.
    Nie wieder Verbrenner!!!

    @ Zodiak
    Hallo Björn,
    die Übung an sich ist abwechslungsreich und bestimmt gut geeignet für eine D-, besser noch für eine C-Jugend da sie koordinativ recht anspruchsvoll ist.
    Für mich ist deine Übung nicht altersentsprechend.
    -Solche langen Übungszeiten haben meiner Auffassung nach nichts im Fußball, und schon gar nicht im Bambinibereich zu suchen.
    -Zu viele Schwerpunkte im Training. Weniger ist mehr.
    -keine Steigerung der Schwierigkeit
    -kein Wettkampf
    -bestes Zeichen für nicht altersgerecht. Die Kinder lachen nicht.


    Die Anzahl der Torschüsse pro Kind ist schon recht gut, allerdings solltest Du Tobns Tipp beherzigen. Baue ein zweites Tor auf oder nimm die Rückseite dieses Tores. Dann hast du nicht mehr
    solch hohen Standzeiten deiner Spieler.


    Prima fand ich, wie ihr beiden fast gleichzeitig den Jungs den Ronaldo gezeigt habt.
    Deine/Eure ständigen Ermunterungen erzeugt bei den Kindern eine extrinsische Motivation.
    Ermutigungen sind wichtig, aber nicht ständig.


    Deine Fußballfachsprache ist nicht altersgerecht. "Diagonal spielen", "Pass in die Tiefe", "Raum gewinnen", Schwungbein usw.
    Ihr redet von Fehlern, die eure Spieler machen. Kinder in diesem Alter machen keine Fehler sondern machen Bewegungserfahrungen und die müssen sie meiner Meinung nach auch ohne Kommentar machen dürfen.


    Tut mir leid in der DFB-Trainerprüfung wärest Du damit durchgefallen.
    Bring mich bitte nicht gleich um. Lobhudelei war noch nie mein Ding.



    @schroeppke0815
    Zitat:
    Ich kann nachvollziehen, wenn einige eine monotone Ausführung anmerken. Allerdings gebe ich auch zu bedenken, dass ein sich ständig wiederholendes Ball tanzen bei Coerver tendenziell eher langweiliger bzw. monotoner erscheint.
    Zitatende
    Kleine Klarstellung über Coerver
    Unser Training bringt den Kindern immer Spaß u. darf nie langweilig werden.
    Coerver tanzt nicht ständig monoton. Tanzen = Ballgefühl und Ballbeherrschung darf im Training max. 3-5 Minuten(inklusive dem dazugehörigen Wettkampf) dauern.
    60% des Coervtrainings in dieser Alterstufe sind Spiele.
    Spiele sind für Kinder dieses Alters nie langweilig.

    @ ElPannaking


    Da hast du ja mal jemand sehr Wichtiges vor dem Mikro.
    Mich würde interessieren, wann es zu einer Trennung der Trainerausbildung (Fußballlehrer) in NLZ Trainer und in Profitrainer kommt.
    Grund:
    Es gibt in der Fußballlehrerausbildung kaum pädagogische Ansätze. Wie kann es sein, dass ein Trainer mit der gleichen Lizenz Profis ausbilden darf und gleichzeitig die Richtlinien für das Konzept einer NLZ vorgeben darf? Warum wird für die NLZ Trainer nicht zwingend eine pädagogische Ausbildung (damit meine ich nicht die Ausbildung zum Lehrer sondern die Ausbildung zum Erzieher oder Sozialarbieter) vorgeschrieben?


    Warum wird in den meisten NLZ immer noch auf die Tabelle und somit auf die Meisterschaft geschaut, statt die individulle Schulung in den Fokus der Ausbildung zu stellen? Hat der Chefausbilder hier in der Ausbildung seiner Fußballlehrer dieses Thema nicht angesprochen?


    Warum werden Profis bei den Trainerlehrgängen bevorzugt behandelt? Beispiel. Erlass der alten C-Lizenz (jetzige B-Lizenz)
    Aus welchem Grund wird den Exprofis zugetraut, Kinder und Jugendliche altersentsprechend auszubilden ohne jemals etwas vom altersgerechten Training in der Ausbildung gehört zu haben?
    Mir kommt es so vor als ob hier eine Zunft geschützt werden soll. Ist das so?
    Du darfst diese Fragen natürlich diplomatischer an den Mann bringen. :)


    Hat der DFB schon einmal die Firma überprüft, die für die Punktevergabe der NLZ verantwortlich ist?
    Mir kommt es so vor als ob man manchmal die Argumente zwischen Daumen und Zeigefinger einen Stern mehr bringen können!


    Der Leistungstest der Stützpunkte ist schon in die Jahre gekommen. Hat der DFB daraus irgendwelche Kosequenzen in Bezug auf die Betrachtung von Talenten gezogen, oder wird der Test eventuell sogar komplett in Frage gestellt?


    Sorry, ich hätte 100te von Fragen aber diese bewegen mich zurzeit am meisten.

    AKjfv

    Zitat

    Eine Korrektur von falschen Bewegungsabläufen, halte ich jedoch auch bei den Jüngsten für nötig


    Das ist für mich eine Fehlerbekämpfungsaussage.


    AKjfv. Bist du Dir ganz sicher, dass du beurteilen kannst, wie eine ideale Schusstechnik in der G-Jugend aussehen soll, wenn ja, wer hat es dir gezeigt?

    @AkjF
    @ Alle
    Kinder in diesem Alter machen keine Fehler. Kinder in diesem Alter machen/sammeln Bewegungserfahrungen.
    Somit brauche ich als Trainer auch keine "falschen" Bewegungen korrigieren. Wenn es also kein "Falsch" gibt, dann gibt es auch kein "Richtig"
    Wie sollte ich somit den Kindern die richtige Schußtechnik in dieser Alterstufe zeigen können?


    Bietet ihnen viele Koordinationsspiele eventuell auch Koordinationsübungen mit und ohne Ball (Größe 2-3 wäre ideal) an. Dann können sie ihren Körper kennenlernen und Bewegungserfahrungen sammeln.


    PS: Liebe Kinder- u. Jugendtrainer mir fällt in ganz vielen Postings immer wieder auf, dass ihr die Schwächen ausmerzen und die Fehler bekämpfen wollt.
    Was haltet ihr denn davon, die Stärken zu stärken?
    So, ich geh jetzt wieder ins Krankenlager.

    maitre999


    Zitat

    Nutzt Du das während des Spiels, z.B. in der Halbzeitansprache?
    Leitest Du damit Schwerpunkte für das Training ab?
    Besprichst Du davon etwas mit den Spielern?


    Frage 1
    Je nach Alterstufe erinnere ich die Spieler in der Halbzeitpause an den Trainingsschwerpunkt. Ab der D-Jugend macht es aus meiner Sicht erst Sinn.


    Frage 2
    Nein, es ist eher umgekehrt. Die Schwerpunkte für eine Alterstufe habe ich in meinem Jahrestrainingsplan festgelegt.
    Die Ergebnisse des Bogens sind für mich die Info, ob ein Trainingsschwerpunkt von fast allen Spielern erreicht worden ist.
    Sobald dieses der Fall ist, wende ich mich einem neuen Ausbildungsziel zu.


    Frage 3
    Was soll ich mit meinen Spielern besprechen? Sorry ich stehe auf dem Schlauch!

    Andre
    Der Echte???
    JUHUUUUU


    maitre999
    Ich habe mir einen Bogen mit Excel vorbereitet.
    Sobald ein Kind einen Trainingsschwerpunkt (maximal 3 Schwerpunkte) im Spiel zeigt, gibt es einen Strich. Die Ausführungqualität wird nicht bewertet.
    Außerdem sind auf dem Zettel noch die Spalten:
    Tor (Für mich mit das Wichtigste im Kinderfussball. Am Ende der Saison gibt es für die besten 10 Torschützen Pokale)
    Einsatzzeit (Wird nur mitgeführt wenn jemand verletzt war) da bei mir alle Spieler die gleiche Zeit bekommen. Dieser Spieler bekommt beim nächsten Spiel dann mehr Einsatzzeit.
    Torwart: Da ich persönlich keinen Torwart ausbilde, müssen/dürfen alle Spieler auch hier die gleichen Zeiten bekommen. Ich wechsel immer in der Halbzeit die Torhüter durch.


    Mit dem Ausfüllen des Bogens und dem ständigen Ein u. Auswechseln habe ich so viel zu tun, das ich kaum noch Zeit für irgendwelche, sowieso überflüssigen, Anweisungen haben.
    Früher war ich auch ein HB-Männchen. Durch den Beobachtungsbogen ist es mir gelungen bei mir selbst zu bleiben und auch wirklich zu beobachten.

    Meine Sichtweise aus der Ausbilder Perspektive..
    Die Klausur ist eine Lernzielkontrolle. Kein Lehrer gibt den Kindern Tipps wie sie ihre Klausur schreiben sollen.
    Lehrer beurteilen das Ergebiss des einzelnen Schülers.
    Für mich heißt es:
    Meine Lernzielkontrolle ist das Spiel.
    Ziel ist immer: Können die Kinder/Jugendlichen den Trainingsschwerpunkt um Wettkampf eigenständig umsetzen.
    Um das zu beurteilen, muss ich die einzelnen Spieler beobachten. Da ich kein Gedächnis wie ein Elefant habe, muss ich mir einen Beobachtungszettel machen und diesen während des Spiels ausfüllen.
    Richtig beobachten kann ich nur wenn ich keine oder nur sehr geringe Emotionen als Trainer habe.
    Der Zettel hilft mir, mich auf meinen Job als Beobachter zu konzentrieren.
    Wenn ich meine Spieler über Lautstärke pushen muss, habe ich in meiner Trainer-, Betreuerarbeit vieles falsch gemacht.
    Hier muss ich dafür sorgen, dass die Kinder aus "intrinsischer Motivation" zum Fußballspielen kommen.
    Dann brauche ich sie nicht zu pushen.

    Trainero
    Da habe ich wohl was in den falschen Hals bekommen. Stimmt die alte B-Lizenz (vor 2004/2005 erworben) wurde zur C-Lizenz.


    @Björn
    Das Wort "Supertrainer" hat bei mir gleich Karriere assoziert.
    Auf meinen Trainerlizenzlehrgängen habe ich sehr viel über Pädagogik und Methodik mitbekommen.
    Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Wissen, welches man dort vermittelt bekommt, mit dem normalen Menschenverstand zu vergleichen ist.


    Viele Grüße an Ralf und nach Rosenheim
    Dirk

    @bonjamin


    Google mal nach "Konrad Fünfstück"
    Ich hatte mal das Vergnügen, ihn vor 11 Jahren in Berlin kennenzulernen. Er war 23 und hatte gerade seine B-Lizenz (wenn mich nicht alles täuscht ist das heute die A-Lizenz) gemacht.
    Damals hatte er genau die gleichen Hoffnungen und Träume wie du.
    Durch konsequente Verfolgung seines Zieles hat er schon sehr früh Karriere gemacht, wie ich finde zurecht.
    Wenn du ein Supertrainer werden willst, ist es unerlässlich die Lizenzen des DFB zu erwerben. Dort "lernst du von der Pike auf" was du wann in welcher Alterstufe den Spielern methodisch richtig beibringen kannst.


    Coerver:
    Coerverbücher auf deutsch gibt es kaum. Es gibt zwei sehr, sehr alte Bücher von Wiel Coerver. Dort sind die Anfänge der Methodik zu erkennen. Wie der gesamte Fußball, so hat sich die Coerver-Methode
    auch immer weiter entwickelt. Die Bücher der Masterclass-Serie gibt es leider nur in englisch, allerdings ist es ein sehr leicht verständliches "football-english".
    Erst in der neuesten Video-Reihe "Session Planner" ist ein Deutsches E-Book als PDF-File integriert. Sehr lesenswert, wie ich finde.

    fak
    Da ich schon oft gegen NLZ Mannschaften spielen durfte bzw, mit ihnenTrainingseinheiten durchführen durfte, glaube ich mir ein gutes Bild von vielen NLZ Mannschaften von U12 (gehört nicht zum NLZ)-U19 machen zu können.
    Dieses Bild ist nicht repräsentativ für alle NLZ aber für mich persönlich ist hier ein Trend zu erkennen.
    Du hast es in deinem ersten Post schon sehr viele Dinge sehr gut erkannt.


    1. Die Handlungsschnelligkeit der NLZ Spieler ist oftmals höher. Das liegt in der Tat an der Trainingsgruppe. Die Jungs müssen sich im Training immer mit den, zu diesem Zeitpunkt, am weitesten entwickelten Spielern ihres Jahrganges messen.
    Das kannst du mit deiner Trainingsgruppe aber auch ganz schnell erreichen. Lasse sie viel im 1 gegen 1 bis 4 gegen 4 auf kleinen Feldern spielen. Biete ihnen Umschaltspiele in sämtlichen Variationen an. usw.
    2. Die physische Geschwindigkeit ist im gesamten Durchschnitt einer Mannschaft gesehen höher. Das ist eines der wichtigsten Talentsichtungsmerkmale. Deshalb sind auch die zu diesem Zeitpunkt schnellsten Spieler dort. Das ist aber nur eine Momentaufnahme.
    Wie schnell ein Spieler wirklich ist zeigt sich erst sehr viel später.
    3. Die Anzahl der weiter entwickelten Spieler ist dort wesentlich höher als in einem "Dorfverein" Wäre ja aus heutiger NLZ Sicht ja auch fatal wenn es anders wäre, dann hätten deren Scouts, aus Sicht der heute gültigen Lehrmeinung, versagt.
    4. Das körperbetonte Spiel im NLZ ist viel stärker ausgeprägt. Das ist meiner Meinung nach auch eines der größten Probleme der NLZ. Es wird sehr viel Wert auf körperbetonten Fußball schon in den unteren Alterstufen gelegt. Hier könnte man meiner Meinung nach wirklich für eine Verbesserung der Ausbildung ansetzen. Für mich zählt gerade hier bis hin zur A-Jugend die These des angstfreien Lernes. Viele Spieler rufen ihr, von den Scouts prophezeites Potential, nicht ab weil sie sehr viel Angst vor körperlichen Schäden haben.
    5. Fehler unter Druck sind dort seltener (aber warum glaubst Du dass?) Ihr konntet sie doch nicht unter Druck setzen.
    6. Dadurch das sie taktisch sehr gut (für mich immer noch viel zu früh) geschult sind, können sie euch bei gleicher Laufleistung(so schilderst Du es) natürlich viel mehr unter Druck setzen.
    7. Die NLZ Spieler sind oftmals stabiler. Das liegt aber eher daran, das gerade in dieser Alterstufe immer wieder "Aschenputtel" an den NLZ gespielt wird. Jungs die sich gerade in einem Längenwachstumsschub (massive Koordinationsprobleme) befinden, der auch mal sich über 2 und mehr Jahre erstrecken kann, gehen dann schon mal ins "Kröpfchen". Spieler von außerhalb die schon weiter entwickelt sind, schließen oftmals die Stabilitätslücke. Einige NLZ sortieren halbjährlich aus.
    Spezielles Stabitraining gibt es im Bereich der C-Jugend kaum an den NLZ. Es wäre auch in dieser Alterstufe nicht wirklich förderlich. So wie ich es aus meinen Beobachtungen und Interviews mitbekommen habe, werden diese speziellen Übungen erst mit Beginn des Breitenwachstums an den NLZ angeboten.


    Für mich heißt es,
    1.) Nicht alles was du als positive Merkmale der Spieler des NLZ ansiehst, sind es auch.
    2.) Schuster bleibe bei deinen Leisten, verbessere dein Jungs, dort wo es altersentsprechend Sinn macht und freue Dich wenn ein Spieler von dir an das NLZ wechselt.
    3.) Nutze jede Gelegenheit, um gegen Mannschaften aus den NLZ zu spielen. Denn nur dann weißt du wo dein Ausbildungsziel mindestens hinführen könnte. Du hast es ja selbst gesehen was machbar ist.
    Ganz nach dem Motto: "Nur wer groß denkt, kann auch Großes erreichen"