Beiträge von SG-Nr8

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    Da will ich nicht unbedingt widersprechen, ich sehe jedoch weiterhin Vorteile bei der verteidigenden Mannschaft.

    Im zweifel positioniert sich der Verteidiger so, dass er den heranfliegenden vom eigenen Körper abprallen lässt.

    Dies stellt keine große Herausforderung da.

    Sollte dies dem Abwehrspieler trotzdem mal nicht gelingen, so läuft es letztlich auf ein Laufduell zwischen Angreifer und Verteidiger hinaus. Sieger wird halt der athletischere von beiden werden.

    Da ist eine kurze Eröffnung Selbstmord, selbst mit dem mir sonst auch nicht sonderlich lieben (einigermaßen) weiten Ball des Torhüters gibt es genügend Gegentore (oft zweistellig), bei der Reaktionsfähigkeit vieler Spieler und ihren koordinativen und technischen Fähigkeiten wird praktisch jeder Flachpass des Torhüters Beute des Gegners.

    Heißt das nicht im Umkehrschluss, dass Flugbälle noch häufiger beim Gegner landen, da die Mitnahme des hohen Balles technisch noch anspruchsvoller ist?


    Im Grunde genommen ist es völlig egal welche Variante der Spieleröffnung gewählt wird. Sind Ballan- und mitnahme nicht zur genüge verinnerlicht, so endet es fast immer im Ballverlust.

    Ich behaupte jetzt mal, dass die Ballannahme bei der flachen, kurzen Variante für die Spieler am einfachsten und schnellsten zu erlernen ist.

    Was den Zusammenhalt abseits des Platzes angeht, so sehe ich keine Schwierigkeiten. Er ist voll in der Mannschaft integriert und akzeptiert.

    Ich habe zu keinem Zeitpunkt feststellen können, dass sich jemand über sein Übergewicht lustig gemacht hat.

    Es gab sicherlich Szenen wo sich der eine oder andere an einer missglückten Szene von ihm belustigt hat. Dies sind oft Kinder, die selbst mit ihren Problemen zu kämpfen haben. Ich konnte es leider nicht immer verhindern, jedoch gab es immer ein Gespräch mit den Spielern die gelacht haben. Die meisten haben zumindest verstanden warum ein Auslachen nicht angebracht ist.


    Auf dem Platz sieht es schon etwas komplizierter aus. Dort hat nicht nur er damit zu kämpfen, dass er nicht so häufig angespielt wird wie andere, sondern auch vier weitere Spieler.

    Wir arbeiten dran, dass auch hier alle gleich behandelt und wahrgenommen werden. Es ist allerdings nicht so einfach wenn der Leistungsunterschied so gravierend ist das die Kinder es selbst realisieren.

    Ähnliches wie Trainer E habe ich auch bei uns beobachtet.

    Mit dem Wechsel von F- zu E-Jugend hat bei unseren Gegnern vor allem das körperbetonte Spiel stark zugenommen. Das spielerische ist bei weiten nicht so viel anspruchsvoller geworden.


    Jetzt kann ich versuchen meiner Mannschaft aufzuzeigen, wie man, sowohl defensiv als offensiv, die körperbetonten Zweikämpfe vermeidet. Jedoch muss ich Ihnen auch Hilfestellung geben, wenn der Körperkontakt unvermeidbar ist um diesen bestehen zu können.

    Ich entschuldige mich für das Ausgraben des Threads, jedoch passt dieser sehr gut zu meiner Situation die einen meiner Spieler betrifft.


    Ausgangslage ist, dass dieser Spieler schwer übergewichtig ist.

    Jetzt kommt es bei nahe zu allen Trainingseinheiten zu der Situation, dass ihm seine Gegenspieler mit Leichtigkeit den Ball abnehmen. Dies ist leider zumeist seiner fehlenden Schnelligkeit und Beweglichkeit geschuldet.

    Sobald sich dies zwei, drei mal wiederholt, ist seine Motivation vollständig am Boden. Der Kopf geht runter und am Spiel nimmt er dann nicht mehr Teil. Es flossen mitunter auch schon Tränen.

    Tröstende oder aufmunternde Worte zeigen dann auch keine Wirkung mehr. Ich habe schon öfters versucht ein Gespräch mit ihm zu führen um seine Sicht der Dinge oder Gefühlslage zu verstehen. Er blockte jedoch bisher alle Versuche mit einem: >>darüber möchte ich nicht reden<< ab. Um es klar zu stellen: von meiner Seite gab es nie Kritik, wenn er mal den Ball verloren hat. Trotzdem habe ich es nicht geschafft genügend Vertrauen zu ihm aufzubauen, dass er mir mit eigenen Worten sagt was ihn so runterzieht.


    Ein bereits geführtes Gespräch mit der Mutter war nur teilweise aufschlussreich. Sie hatte mir ledig bestätigt, dass er sehr ehrgeizig ist und dieser Ehrgeiz auch in anderen Bereichen (wie bspw. Schule) bei ihm für Frust sorge.

    Sein Übergewicht habe ich nicht thematisiert, da auch seine Mutter es nicht zur Sprache brachte.


    Nun zu meiner Frage: wie würdet ihr handeln?

    - Warten bis sich der Spieler mir anvertraut, um vielleicht auszuschließen/bestätigen, dass das Problem doch anders gelagert ist?

    - Nochmals mit der Mutter sprechen und auch das Übergewicht des Sohnes ansprechen?

    - andere Vorschläge?

    Danach windet er sich, denn er weiss was käme wenn so wäre! Und so schrieb er, dass sein Team 3 mal trainiert... TEAM... das sind 12!

    Unterstellungen und Anfeindungen bringen hier doch nichts.

    Der TE hat es doch mittlerweile klar beschrieben. 3 Einheiten pro Woche, wovon eine für den Großteil am Stützpunkt stattfindet.

    Warum wird denn immer von schlagen geredet? Was ist mit einem schönen Flugball auf einen weiter vorne positionierten Spieler? Ob der den dann verarbeiten kann ist in der E-Jugend sicherlich eine andere Frage, aber bringt ihr euren Spielern nicht bei wie man einen Flugball spielt?

    Haben wir bislang nur am Rande im Zuge der möglichen Schusstechniken Thematisiert.

    Obwohl wir es nicht trainieren, können trotzdem mehr als die Hälfte meiner Spieler einen durchaus präzisen langen Ball schlagen.

    Da, wie du selbst angedeutet hast, nicht wirklich viele einen solchen Ball verarbeiten können, haben die meisten Spieler begriffen, dass es keinen Sinn macht diesen zu spielen.

    Können wir versuchen die Emotionen mal aus dem Spiel zu lassen? Es scheint, dass viele Antworten aus reiner Interpretation von anderen Beiträgen entstanden sind, obwohl einige Dinge so gar nicht geschrieben wurden.


    PhilMiku

    Im Gründe finde ich es löblich, dass du deinen Spielern ermöglichst sich so häufig sportlich zu betätigen.

    Was Andre vielleicht sauer aufstößt ist, dass es halt immer nur Fußball ist.


    Haben deine Spieler die Möglichkeit Trainingseinheiten ausfallen zulassen weil sie anderen Hobbys/Aktivitäten nachgehen?

    MightyReds

    Du hast mein Mitgefühl. Die Situation kenne ich aus eigener Erfahrung.

    Der eine war nie da, der andere war nicht wirklich interessiert. Somit konnte ich mir, mit der Zeit, die Vorbereitung sparen, bzw. ich bin auf handschriftliche Notizen und Skizzen umgestiegen.

    Das klingt so als ob du ein Bungee schon im Einsatz hattest.

    Nicht als Trainer. Ich hing selbst dran.


    Wie sollte sich NUR der Kraftaufwand erhöhen ?

    Ich verstehe deine Frage vielleicht nicht oder kann dir nicht folgen worauf du hinaus möchtest.

    Möchtest du sagen, dass sich Bewegungsabläufe verändern?

    Ich möchte gerne wissen ob 5 Minuten pro Kind, pro Trainingseinheit zu wenig/zu viel ist ?

    Das wird dir aber ohne den betreffenden Spieler zu kennen doch keiner wirklich beantworten oder begründen können.

    Je nach Übungsform, Intensität, und unter Berücksichtigung des Leistungsstand des individuell zu trainierenden Spielers könnte es heißen zu viel, zu wenig oder genau richtig.



    Trainer E

    Im Bezug auf erschwerte oder veränderte Bewegungsabläufe stimme ich dir auch zu.

    Dein Beispiel bezieht sich auf diese, während sich jedoch beim laufen mit Bungeeseil primär nur der Kraftaufwand erhöht.

    Ich würde es somit nicht gleichsetzen.

    Wohin verschiebt sich der Fokus ?

    Auf das Anlaufen gegen den Widerstands des Seils.

    Die Ball An- und Mitnahme und alle weiteren Aktionen müssen sich diesem Kraftaufwand unterordnen und werden nicht mehr sauber ausgeführt.

    Wie gesagt, ich beziehe mich damit nur auf die mir bekannten U11 Spieler und will mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, als dass ich es deinen Spielern absprechen würde das zu bewerkstelligen.

    Die Konzentration auf den Ball und die vergebenen Übung und der Widerstand am Körper ist für einige schwierig.

    Dieser Satz hat mich etwas skeptisch gemacht.

    Die meisten mir bekannten U11 Spieler würde ich nicht als körperlich soweit entwickelt ansehen, als dass ich bereits mit Bungeeseilen trainieren würde.

    Meiner Meinung nach, verschiebt sich der Fokus zu sehr weg vom eigentlichen Schwerpunkt den man trainieren möchte.


    Sicherlich kannst nur du beurteilen ob deine Spieler dem körperlich gewachsen sind. Ich wollte nur begründen warum ich dem eher kritisch gegenüberstehe.

    Bennoah

    Ich kann nicht beurteilen wie groß deine Ansprüche an deine Spieler sind.

    Dazu müsste ich wissen wie du einen schwachen Spieler der 4 oder 5 Jahre alt ist definierst.

    Den eigenen Anspruch an die Fähigkeiten meiner Mannschaft anzupassen, hat mich mit zunehmender Erfahrung vor einigem Frust bewahrt. Das wollte ich dir nur auf den Weg geben.



    Das zweite Zitat, beschreibt meine Erkenntnis, dass man die unterschiedlichen Entwicklungsstände durch eine allen unbekannte Aufgabe sehr deutlich verkleinern kann.

    Alle Kinder haben sich hier an einer Aufgabe abgearbeitet und zwar gemeinsam und unabhängig von unterschiedlichen bisher erworbenen Fähigkeiten. Ich fand das durchaus positiv und zwar vollkommen unabhängig von der Qualität der Ausführung.

    Was für eine Aussagekraft hat dies? Wenn alle bei Null anfangen, dann hat man zwangsläufig ein gemeinsames Niveau für alle definiert.

    Im Regelfall wird es aber bereits nach wenigen Durchläufen wieder auseinanderdriften.

    Trainer E hat das entscheidende, was ich als Trainer daraus ableiten kann, bereits beschrieben:

    Interessant ist aber zu beobachten, wie sich Kinder an -unbekannten- Übungen/Spielformen abarbeiten. D.h. wie bereit sind Sie sich auf neue Übungen einzulassen und eben nicht das Muster erkennen lassen, die Aufgabenstellung zu umgehen, oder aber resignieren.


    Ich habe möglicherweise überlesen oder nicht verstanden worauf du mit deinem Beispiel hinaus möchtest.

    Mein Problem liegt darin, dass die "Schwachen" wirklich schwach sind.

    Das sind junge 13er, Träumer und wirklich unbegabte Anfänger. Ich schreibe das nur ungern so, es entspricht aber den Tatsachen.

    Der Rest der Mannschaft rückte auf einem sehr niedrigen Niveau sehr nah zusammen und übte konzentriert und absolut herausgefordert.

    Ich kann dir nur raten nicht den Fehler zu machen die talentierten Spieler als Maßstab zu betrachten.

    Meine Erkenntnis, und das was ich eigentlich sagen wollte, war das unbekannte Aufgabenstellungen 95% einer Mannschaft auf ein ähnliches Niveau bringen, da sie den Erfahrungsvorteil eliminieren bzw. zu eingefahrene Bewegungsmuster sogar das Erlernen eines neuen behindern können.

    95% hieße 11 von 12 Spielern auf dem selben (guten) Niveau. Das wirst du dauerhaft nicht mal erreichen wenn du eine von Hand selektierte Mannschaft trainieren kannst.