Beiträge von SG-Nr8

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    HansMcMans

    Angenommen ein Spieler ist bei deinem Training anwesend der während der gesamten Zeit keinerlei Motivation zeigt.

    Hört nicht zu, setzt keine Übung/Spielform vernünftig um zu allen Überfluss lenkt er 4 weitere Spieler durch Faxen und Gespräche vom Training ab.

    Wie reagierst du auf diesen Spieler?


    Disziplin, Zuverlässigkeit, Frustrationstoleranz, Selektion usw. -

    Sind alles Begriffe die Abseits des Fußballplatzes zur Erziehung bzw. zum Erwachsen werden dazugehören.

    In wie weit man diese einfließen lässt, darüber kann man sicherlich diskutieren. Man sollte sie jedoch sicherlich nicht völlig wegschließen.

    Auch die Aussage von SG-Nr8 das Spieler nicht kommen brauchen wenn sie keine Lust haben ist mir unverständlich.

    Meine Sichtweise hatte ich in einem meiner vorherigen Beiträge beschrieben.

    Fußball oder anderer Sportarten im Verein sind nun mal freiwillig. Wenn ich selber nicht die Motivation oder den Antrieb verspüre daran teilzunehmen, dann sollte ich es auch nicht machen.


    Die Pause, die sich die Kinder nehmen dürfen, wird nur sehr selten bei uns in Anspruch genommen.

    Wenn dies jedoch der Fall war, so kann man bei ihrer Rückkehr deutlich merken, dass die Motivation wieder da ist und das Feuer brennt.


    Ich muss ja auch kommen, wenn ich keine Lust habe (war zum Glück weder bei mir noch den Spielern bisher wirklich der Fall).

    Der Vergleich hinkt. Das Training ist nicht davon abhängig ob ein einzelner Spieler da ist.

    Wenn der Trainer fehlt würde es im Zweifel ausfallen sofern kein Co-Trainer da ist.

    Des Weiteren hat man als Trainer die Möglichkeit sich an schlechten Tagen auch mal zurückzunehmen.

    Man kann die Leitung dem Co überlassen oder Spielformen trainieren zu lassen, die kein intensives Coaching erfordern.


    Im übrigen finde ich deine Herangehensweise völlig in Ordnung.

    Ich gehe einen anderen Weg, da mir dieser bei uns als am sinnvollsten erscheint.

    Es bringt keinen Vorteil in voller Stärke zu trainieren, wenn einige so wenig Lust haben, dass sie auch andere vom Training abhalten.

    Dies ist halt der Persönlichkeit einzelner Kinder in unserer Mannschaft geschuldet.

    In der F-Jugend habe ich bei vielen Dingen tief durchgeatmet. Immer mit den Kindern besprochen, aber selten tandelnd oder gar Strafen ausgesprochen.

    Im Verlauf der E-Jugend habe ich dann bereits konsequenter auf Verfehlungen reagiert.

    Mit dem Wissen, dass in dem momentanen Alter der Kinder, eigentlich jeder das Prinzip von Lob und Tadel verstanden haben sollte.

    Leider scheint dem nicht so. Für die Versäumnisse in der Erziehung einzelner kann weder ich was für, noch die anderen Kinder.


    Wenn ein 10-Jähriger tatsächlich nicht verstehen kann, dass man an einem Training auch teilnehmen sollte wenn man anwesend ist, anstelle sich permanent mit anderen Dingen zu beschäftigen, dann resultiert das auch mal mit einer Denkpause am Wochenende.

    Ich verstehe überhaupt nicht warum Parallelen zwischen Schule und Vereinssport gezogen werden.

    Für das erste gibt es die Schulpflicht, da kann es sich kein Kind erlauben zu sagen: "Heute habe ich keine Lust/keine Zeit, ich bleibe zuhause."

    Schulbehörden, Lehrer und Erziehungsberechtigte haben dem Kind gegenüber die Verantwortung die Schulzeit so schön wie nur möglich zu gestallten und es nicht wie eine Pflichtveranstaltung aussehen zu lassen.


    Konträr dazu sehe aber die Teilnahme am Vereinsleben. Diese ist für jeden freiwillig, keiner wird gezwungen sich an diesem zu beteiligen.

    Das ist innerhalb unserer Mannschaft mit Kindern und Eltern besprochen worden. Wer mal keine Lust auf Training hat, der darf auch zuhause bleiben, er muss nicht befürchten für zukünftige Spiele nicht berücksichtigt zu werden.

    Gleichwohl muss sich aber auch jeder bewusst sein, dass jemand der nicht so häufig trainiert auch nicht zwingend die gleichen Einsatzzeiten erwarten kann wie der, der immer anwesend ist und fleißig mittrainiert.


    Natürlich sollte das Verhalten der Eltern keine Rolle spielen, wie man mit Kindern umgeht.

    Es ist aber auch so, dass wenn der Vereinsport einen sehr niedrigen Stellenwert bei den Eltern hat, so wird er bei vielen Kindern ebenfalls irgendwann an Bedeutung verlieren bzw. nie wichtig werden.


    Ich finde es wichtig, dass man sich kennengelernt hat. Dann weiß man nämlich, ob ein Kind für Fußball brennt oder ob nur ein Teelicht leuchtet.

    Dem stimme ich zu. Jedoch bin ich es leid mich mit Kindern zu befassen deren Flamme erloschen, bzw. niemals brannte und diese durch ihr Verhalten laufend versuchen das Feuer der anderen Spieler mit einem Wassereimer zu löschen.

    Ich bin voll dabei, das jeder unabhängig vom Können gleiche Spielzeit erhält, aber zum Training zu kommen, und das möglichst regelmäßig(Krankheit etc kann keiner verhindern), zählt für mich zu den Grundbedingungen.

    Bei unserer letzten Trainingseinheit habe ich nochmal mit der Mannschaft darüber gesprochen, dass die bloße Anwesenheit beim Training auf Dauer auch nicht ausreichen wird regelmäßig für das Pflichtspiel berücksichtigt zu werden.

    Unsere Trainingszeiten sollten tatsächlich auch für Fußball genutzt werden, anstelle von Smalltalk über Fortnite und andere "wichtige" Themen der heutigen Jugend.

    Trainer E

    Ich gebe dir recht, sofern die Spieler in der Lage sind diese in koordinativen Übungen umzusetzen.

    Ich kenne aber auch die Spieler, die völlig überfordert sind wenn zusätzlich Element und Utensilien eingebracht werden.

    Sobald Hütchen, Hürde, Ring oder Koordinationsleiter mit Spiel sind, geht bei denen nichts mehr.

    Da ist das einfache Lauf-ABC mit dem Fokus auf die Bewegung deutlich praktikabler, auch wenn die Motivation leider schnell nachlässt.

    Es wird nach keinem für mich ersichtlichen Kriterium eingeteilt.

    Tut mir leid, wenn ich mit meiner Fragerei nerve, aber gibt es keinerlei Möglichkeit dem Zuständigen mal Feedback bezüglich der Einteilung zu geben? Auch nicht im Nachgang?


    Bei uns werden über die Meldung der einzelnen JL an den Staffelleiter die Staffeln eingeteilt. Verschiebungen gibt es sicherlich mal, aber grundsätzlich wird erstmal nach der Entscheidung des Trainers eingeteilt, somit besteht da wenig Grund für eine Diskussion.


    Sollte wir mal mit den einzelnen Spieltagsansetzungen nicht zufrieden sein so bekommt der Staffelleiter von uns bzw. dem JL eine Rückmeldung.

    Wir haben momentan das Problem, dass wir Spieltage haben, an denen nahezu alle unsere F- und E-Jugendmannschaften am selben Tag ein Heimspiel haben.

    Auch da wird der Staffelleiter, von Vereinsseite mal eine Nachricht bekommen haben, da wir nicht die Kapazitäten haben um 14 oder mehr Mannschaften unterzubringen.

    Diese Möglichkeit gibt es leider nicht überall.

    Ich verstehe ja, dass es nicht überall die Möglichkeit zu melden. Aber irgendjemand (im Normalfall der Staffelleiter) entscheidet doch wie eingeteilt wird. Hat man dort keine Möglichkeit seine Mannschaft leistungsgerechter einzuteilen?

    Bei uns in der Staffel sind die Spiele leider für uns immer recht einseitig (wir werden die Staffel ziemlich locker und entspannt gewinnen).

    Wie kann es dazu kommen? Warum wird nicht das Gespräch mit dem Staffelleiter gesucht um in eine höhere Klasse eingeteilt zu werden?

    Naja, man hätte mit einem Spieler weniger spielen können

    Das ist z. B. etwas, was ich nie machen würde.

    Ich kann einen Spieler oder eine Mannschaft nicht dafür bestrafen, dass er/sie besser ist/sind als die Gegner.


    Am Wochenende haben wir mit sechs Toren zurück gelegen. Der Trainer der gegnerischen Mannschaft nahm dann auch einen seiner Spieler vom Platz. Da ich es sofort bemerkte, bat ich ihn, den Spieler wieder auf das Feld zu schicken.

    Dies tat er auch nachdem wir uns kurz ausgetauscht haben.

    Stattdessen hat er vermehrt auf den Positionen rotiert.

    Am Ende verloren wir mit vier Toren Unterschied, hätten es noch knapper gestallten können wenn wir unsere zahlreichen Chancen besser genutzt hätten.


    Ich möchte das 20:0 von Powerzwergenpapa nicht verteidigen, da ich nicht weiß wie dieses Resultat zustande gekommen ist und ob man es hätte verhindern hätte können.

    Mittlerweile, im älteren Jahrgang der E-Jugend angekommen, halte ich nicht mehr meine Hand schützend vor die eigene Mannschaft wenn wir mal wieder abgeschossen werden.

    Möchten wir nicht zweistellig kassieren, so müssen wir auf dem Platz genügend Engagement zeigen um dies zu verhindern, anstatt die Schuld beim selten übermächtigen Gegner zu suchen.

    Trainer E  Skriwer


    Nach euren Schilderungen zu urteilen, wäre es sicherlich angebracht gewesen die Fair-Play-Karte auch unter den Eltern und Trainern der älteren Jahrgänge zu verteilen.


    Bei uns herrschte dieses Wochenende eine ruhige Stimmung abseits des Platzes, obwohl es auf dem Platz leider manchmal etwas ruppiger zur Sache ging. Ob es jetzt der Verdienst der DFB-Aktion war lass ich mal so dahingestellt. Die Zuschauer die eine Karte bekommen haben, haben sich diese zumindest interessiert durchgelesen.


    Frust: Leider waren, trotz Heimspiel, nur wenige meiner Spielereltern anwesend. X/

    Ich finde es schwierig, während der Runde Freundschaftsspiele auszumachen. Jedes Wochenende ein Pflichtspiel ist bei uns spätestens ab der E-Jugend normal.

    Geht den meisten nicht viel anders.

    Freundschaftspiele müssen ja nicht regelmäßig vereinbart werden.

    Es geht viel mehr darum, den Kindern gegen gleichstarke Mannschaften ein Erfolgserlebnis zu ermöglichen oder ggf. mal richtig herauszufordern.


    trainer

    Man kennt ja seine Pappenheimer die absichtlich zu tief melden. Letztlich bleibt es aber doch viel Lotteriespiel, da man bis zur Bekanntgabe der Staffeln doch gar nicht weiß wie die anderen gemeldet haben.


    Follkao

    Das ist dann natürlich inkonsequent aus Barsinghausen. Ein Blick bei Fussball.de und die wüssten sofort welchem Kreisverband man mal auf die Finger klopfen sollte.

    Aber eine durchschnittliche U8 bekommt ne Packung gegen eine durchschnittliche U9.

    Wie willst du definieren was eine durchschnittliche Mannschaft ist?

    Beispiel:

    Letztes Wochenende wurden wir, als U11, von einer U10 in Grund und Boden gespielt.

    Die Woche davor haben wir eine U10 deutlich geschlagen.


    Welche Mannschaft ist jetzt die Durchschnittliche U10? Die erste? Die Zweite? Oder vielleicht unsere U11?


    Die Einteilung ist für die Trainer und Staffelleiter sicher nicht einfach.

    Sicherlich kann es mal passieren, dass man seine Mannschaft völlig falsch eingeschätzt hat im Vergleich zu den anderen.

    Spätestens in der nächsten Saison kann man dies korrigieren und in der Zwischenzeit muss man sich mit Freundschaftspielen auf 'Augenhöhe' behelfen.

    Allein in Niedersachsen haben wir 37 Kreise, die zwar ein Grundgerüst zu befolgen haben (z.B. keine -öffentlichen- Tabellen bei F und G), ansonsten aber recht frei sind.

    Bist du sicher, dass die Nichtveröffentlichung von Tabellen in der F-Jugend ein fester Grundsatz ist?

    In Niedersachsen sind in diversen Landkreisen alle Ergebnisse und Tabellen einsehbar.

    D.h. bei der langen Eröffnung liegt die Gefahr, dass der Ball relativ bald wieder zurück kommt, bei vielleicht 60%, bei der kurzen aber bei 90%.

    In dem Punkt würde ich widersprechen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein lang gespielter Ball wieder zurück kommt erachte ich als deutlich größer.

    Das Ballverluste in der Nähe des eigenen Tores viel gefährlicher und deutlich häufiger zum direkten Gegentor führen bleibt natürlich unbestritten.


    Mag sein, dass sich unsere Erfahrungen in diesem Punkt einfach deutlich unterscheiden.



    Auch das stimmt, aber wir reden hier nicht von der Trainings-, sondern der Spielsituation.

    Ich missverstehe dich möglicherweise an diesem Punkt. Ist das auf die Abwesenheit/Anwesenheit von Gegnerdruck bezogen?

    Oder auf die Wahrnehmung zwischen Trainingseinheit und Punktspiel?



    Aber ich habe auch nichts dagegen bzw. schlage ihnen sogar vor, dass sie stattdessen den hohen und langen Abschlag praktizieren, wenn die flache, kurze Eröffnung mehrmals hintereinander in die Binsen gegangen ist.

    Kommt sehr auf die Gründe an, warum die kurze Spieleröffnung gescheitert ist.

    Sollte der Gegner uns zustellen und unsere Verteidiger in Manndeckung nehmen, so würde ich nach drei, vier Versuchen sicherlich zum Torpieler rüber rufen: >>Versuch mal was anderes<<.


    Bei Fehlern im Zuspiel oder der Annahme und bei Unachtsamkeit der Spieler, würde ich hingegen nicht eingreife. Sie werden selbst den Fehler bemerkt haben (spätestens beim Gegentor) und ihre Schlüsse draus ziehen. Irgendwann wird sich der Lerneffekt einstellen.


    Somit sind wir gedanklich nicht all zu weit auseinander.

    Ich hatte diese Woche eine Absage 11 Min. vor Trainingsbeginn...

    Diese Woche bei mir waren es 11 Min. nach Trainingsbeginn. Auch ohne Begründung, die konnte ich mir aber zusammenreimen.


    Vereinzelte Absagen ärgern mich schon lange nicht mehr. Was mich stört ist die Rolle des "Buhmannes" wenn ich diesen Kindern die Spielbeteiligung am Wochenende verwehren muss.

    Obwohl es bereits oft genug kommuniziert worden ist, sind die Kinder immer wieder überrascht, dass sie zuerst mit pausieren dran sind bzw. andere den Vorzug erhalten.:(

    Es gibt ja durchaus Mannschaften, die das perfektioniert haben und damit auch Erfolge haben.

    Ich bin der Meinung, dass es nichtsdestotrotz einfache Mittel gibt diese Spielweise auszuhebeln.

    Ein Verteidiger der sich traut in Richtung des Balles zugehen ist schon mehr als die halbe Miete.

    Hat man dazu noch einen mitspielenden Torwart, der nicht an der Torlinie festklebt, so ist man schon gut gewappnet gegen die langen Bälle.


    Ich möchte nicht behauten, dass wir solche Gegentore nicht kassieren, jedoch ist ihr Anteil im Verhältnis zu den vielen einfachen Balleroberungen mittlerweile sehr gering.


    Von daher Spieleröffnung flach, auch wegen mir mit Dribbling und Ballverlust und Lerneffekt.

    Bin ich voll und ganz bei dir.



    Meiner Meinung nach kann man eine misslungene Spieleröffnung häufig auf zwei Ursachen zurückführen.

    Oft zu hektisch, Torwart spielt den Ball obwohl der Mitspieler sich weder gelöst hat noch gedanklich auf das Zuspiel vorbereitet war.

    In manchen Fällen zu unentschlossen. Die Frage wohin mit dem Ball wird dann so dominant, dass vergessen wird darüber nachzudenken wie der Ball eigentlich gespielt wird. Durch eine technische Unsauberkeit misslingt das Zuspiel entsprechend.


    Obwohl die Ballannahme auch wichtigen Anteil zu einer erfolgreichen Spieleröffnung beiträgt, so kann die vorangehende Entscheidungsfindung des Torwarts einen großen Anteil haben, dem Mitspieler die Ballannahme deutlich zu erleichtern.



    Was das Zustellen anbelangt, so resultiert es, meiner Meinung nach, eher aus dem unsicheren Zusammenspiel bei der Spieleröffnung als es der umgekehrte Fall ist.

    Da gibt es sicherlich auch andere Meinungen zu.