Beiträge von Das_Huhn

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    also in bessere Dorfvereine.

    Bayernliga spielt kein Dorfverein.


    Vieles, was du bzgl. übermotivierter Eltern schreibst, sehe ich ähnlich. Wir müssen aber akzeptieren, dass die Situation nun mal so ist. Unsere Gesellschaft tickt so. Wenn ich allein sehe, wieviele Kinder aufs Gymnasium gezwungen werden, die dort eigentlich überhaupt nichts zu suchen haben und was diese Kinder an Stress durchmachen.

    Meiner Meinung nach ist das genau das Problem, dessen Lösung du hier schon 1000 mal gesagt bekommen, aber dennoch dein Erfolgsstreben immer eisern verteidigt hast. Die Eltern, die dich angeblich immer bestätigt haben zeigen dir jetzt was dahinter steckt. Lösung: Einfach eine für alle Kinder faire Rotation mit gleichen Spielzeiten spielen. Dann hast du kein so krasses Gefälle, sondern eine homogene Mannschaft: kein Zwang der Starken wegzugehen, weil sie nur mit Nieten spielen, keine präferenz der schwachen für andere Sportarten, weil sie nie spielen dürfen. Das kommt natürlich dann zum tragen, wenn die schulübertrittsklasse die Kinder vor solche Entscheidungen stellt. Hausgemachtes problem.
    Es gibt noch andere Gründe, aber auf viele der anderen Gründe wirst du kaum Einfluss haben.

    Die stärkeren Spieler in meiner Region wechseln nicht in einen besseren Dorfverein, sondern in die Vereine, die für wirkliche Talente als Sprungbrett nach Fürth, Nürnberg und Ingolstadt gelten. Das sind hier ganz konkret der SC Eltersdorf, die SV Bubenreuth und der FV 48 Erlangen. Die wechseln also nicht, weil sie mit "Nieten" zusammenspielen, sondern um zu schauen, wie weit es nach oben geht. Und ja, das wird natürlich von den Eltern betrieben.


    Ich habe doch das besagte Problem gar nicht. Heute 18 Uhr treffen sich die beteiligten Jugendleiter und Trainer beider Vereine und die Spielgemeinschaft ist in trockenen Tüchern.
    Übrigens besteht der andere Verein auf einer leistungsorientierten Einteilung: E1 für die stärkeren Spieler, E2 für die nicht ganz so spielstarken (wobei zugesichert wurde, dass auf hinreichende Qualität geachtet wird, damit die nicht den Spaß verlieren). Begründung: Sonst wandern die guten Spieler ab. 8o


    Und es geht doch in diesem Thread auch gar nicht darum, Probleme zu lösen, sondern ein Bild zu bekommen, ob diese Problematik des Mitgliederschwunds in Jugendmannschaften beim Übergang E3->E1 allgemein existent ist oder ob ich mir das nur einbilde.

    Hallo zusammen,


    wir bekommen aktuell von einer signifikanten Zahl Mannschaften hier im Umfeld mit, das ihnen nach dieser E3-Saison Mannschaften faktisch zusammenbrechen.


    Die wesentlichen Gründe scheinen folgende zu sein:
    - Wechsel zu einem höherklassigen Verein
    - Druck der Eltern, aufgrund des anstehenden Einstiegs ins Gymnasium nur noch 1 Sportart auszuüben
    - Kinder wollen keinen Fußball mehr spielen


    Meine Truppe hatte ja leider bereits im vergangenen Jahr 3 Leistungsträger verloren. Vergangenen Freitag wurden wir informiert, dass unser aktuell bester Spieler auch wechseln wird. :(
    Zusätzlich hören 2 Spieler ganz auf mit Fußball. Zugute kommt uns, dass wir clever genug waren, schon vor Wochen mit einem guten Nachbarverein eine Spielgemeinschaft in die Wege zu leiten. Das bedeutet aber dann trotzdem, dass 1 Mannschaft in der kommenden Saison wegfällt (aus 2 mach 1).


    Der Trainer unseres heutigen Gegners (gutes Team) hat frustriert erzählt, dass er seine 4 besten Spieler einbüßt: 2 zu besseren Vereine, 2 mussten sich auf Druck der Eltern zwischen Handball und Fußball entscheiden und spielen ab der kommenden Saison nur noch Handball (recht hochklassige Teams). Er wird seine Truppe dann wohl abmelden.


    Aktuell denke ich, dass mindestens 25% der kommenden E1-Teams hier im Raum Erlangen entweder große Probleme mit der Spieleranzahl bekommen werden (max. 9 Spieler), sich ganz abmelden oder in Spielgemeinschaften eintreten.


    Wie sieht das bei euch aus? E3 -> E1 scheint aus den oben genannten Gründen vielen Teams das Genick zu brechen.

    Bleibt zu hoffen, dass @Das_Huhn mit seinem "pragmatischen" Ansatz nicht gegen die Wand fährt. Interessant finde ich wie diese "Gestzesbeugung" öffentlich als richtig dargestellt wird - also ob es animieren soll. Und das von so einer hochqualifizierten und hochbezahlten Führungskraft. Huhn, ich zweifle mehr und mehr.


    Da fährt gar nichts vor die Wand. Das ist alles im grünen Bereich, auch wenn einige Leute daraus einen Staatsakt konstruieren. Ich glaube vielmehr, dass du noch lernen musst, einige Dinge richtig zu bewerten ;)


    Vorab: Ich bin selbst Vorstandsvorsitzender eines gemeinnützigen Vereins mit mehr als 70.000 € Jahresumsatz.


    Mit der Mannschaftskasse hat der Verein selbst überhaupt nichts zu tun. Weder werden aus dieser Aufwände des Vereins (Schiedsrichterzahlungen etc.) bestritten, noch landen dort Mittel des Vereins. Das läuft komplett mannschaftsintern.


    Wir reden hier beim Verkauf von Umsätzen mit pro Jahr um die 100 €. Das interessiert beim Finanzamt keine Sau. Wäre aber eine coole Schlagzeile in der Lokalpresse: " Finanzamt konfisziert Mannschaftskasse der 9-Jährigen".


    Und eine pauschale Trainerentschädigung von 60 € pro Quartal ist völlig gesetzeskonform (bei uns ist es sogar weniger, da 60 € pro Team gezahlt werden). Und wenn wir als Privatpersonen diese in die Kasse legen, ist das ok.


    Die Teilnahmegebühr kommt natürlich nicht in die Vereinskasse, da hiervon die Pokale bezahlt werden.


    Trikots, Bälle etc. muss jede Mannschaft selbst besorgen und zahlen. Da sponsored der Verein gar nichts. Falls die Mannschaft einen Sponsor findet, der die Trikots/Bälle zahlt, bekommt dieser natürlich eine entsprechende Spendenquittung.


    Mann, Mann, typisch deutsche Diskussion.


    Der DFB hat zumindest schon mal den Sinn solcher Kassen erkannt: http://www.dfb.de/trainer/f-ju…eamfahrt-trikots-co-2143/

    Schaffen das die Eltern bei euch ein turnier zu organisieren? Also sind die z.B: in der Lage selbst auf der eigenen homepage mal die Telnummer des Platzwartes herauszusuchen etc.? Oder sind die bei Euch mehr Kind als die Kinder? Erzählt mal wie ihr das immer löst.

    Mal ehrlich: Ich denke, du bist der Trainer. Binde die Eltern ein, aber die Leitung sollte von dir kommen. Das ist dein Job. Wie sollen denn die Eltern beispielsweise auf Trainer der einzuladenden Teams oder auf den Platzwart und die Jugendleitung des Vereins zugehen? Ich bin schon einigermaßen erstaunt, wie du dich hier als Trainer einer Kindermannschaft anstellst.

    Grund dieses Threads ist, dass die Eltern die Mannschaftskasse führen, die Eltern die Mannschaftskasse füllen wollen, ich als Vereinsangestellter offiziell nichts mit solchen schwarzen Kassen zu tun haben darf,

    Was ist denn das für ein Blödsinn? Mannschaftskassen sind keine "schwarzen Kassen". Bei uns im Verein müssen die Mannschaften beispielsweise selbst die Trikots besorgen und finanzieren. Hierzu wird dann u.a. die Mannschaftskasse herangezogen. Gleiches gilt für Weihnachtsfeier (kleiner Zuschuss vom Verein für Geschenke), Saisonabschluss etc. Die Trainer bekommen pro Team pro Quartal 60 € vom Verein. Viele Trainer, auch ich und mein Trainerkollege, leiten diese Summe direkt in die Mannschaftskasse weiter. Und die Kasse selbst verwalte ich als Trainer.


    Zum Thema Turnierplanung: Da habe ich den Ruf eines "Perfektionisten". ;)


    Erstens: Mindestens mit einem Vorlauf von 3 Monaten das Datum festlegen. Also Klarmachen, dass genügend Kinder und Eltern verfügbar sind (die Eltern brauchen wir für's Verkaufen) und dass Platz und Umkleiden frei sind.


    Meine Hausnummer zum Thema Einladungen: Wenn man 5 Mannschaften einladen möchte, sollte man mindestens 15 auf dem Radar haben. 3 Monate vor Turnier auf 5 zugehen und um Teilnahmebestätigung/Absage innerhalb 1 Woche bitten. Bei Absage/keine Reaktion sofort auf einen weiteren Kandidaten zugehen. Bis man 5 Zusagen hat, können z.B. bei Turnier am Ende der Sommerferien schon mal 6 Wochen vergehen.


    4 Wochen vor Turnier Pokale bestellen. Ich besorge pro teilnehmender Mannschaft 1 und drucke für jedes Kind eine farbige Urkunde aus. Manche Vereine vergeben pro Kind einen "Mini-Pokal" und größere Pokale für die ersten drei Teams. Dann ist die Teilnahmegebühr entsprechend höher.


    4 Wochen vor Turnier mit den Eltern abstimmen, wer was zum Verkauf mitbringt und wer verkauft (2 Schichten, je 2-3 Personen, sind optimal). Regel bei uns im Verein ist, dass jede Mannschaft Snacks und Kaffee frei verkaufen darf, Bratwurst etc. und Kaltgetränke vom Vereinsheim zu beziehen sind und die Verkaufserlöse auch in die Vereinsheim-Kasse gehen.


    Gutes Verkaufssetup im Frühjahr/Spätsommer bei 6 teilnehmenden Mannschaften: Kuchen (4-5), Käsespieße, Gummibärchen-Spieße, Muffins (gehen super!) und Butter-Brezel (auch ein Renner!), dazu vieeel Kaffee.


    Bei einem 6-Mannschaftenturnier kommen so schnell 150 € in die Kasse.


    Wichtig: Für Regen- und Sonnenschutz am Verkaufsstand sorgen. Gleiches gilt natürlich für hinreichend Auslagefläche und Platz für das Verkaufspersonal.


    Das zu organisieren ist kein Hexenwerk. Positiver Nebeneffekt: So kommt man auf die Einladungsliste der anderen Vereine, wenn diese Turniere veranstalten.

    Alle anderen kommen weiter, sie scheint die einzige zu sein, die auf der Strecke bleibt. Ich weiss nicht, wie ich ihr das erklären soll, ohne sie zu verletzen
    Ich meine, der Trainer sollte das tun. Das würde ich nur fair finden. Was meint ihr ?

    Das Erklären von Niederlagen verletzt immer. Deshalb müssen das wenn möglich IMMER die Personen übernehmen, zu denen das Kind (und auch später der junge Erwachsene) das größte Vertrauen hat. Und diese Person bist doch hoffentlich du und nicht irgendein Trainer.
    Meine Kinder bekommen immer sehr direkt Feedback von mir, nicht nur im Sport. Das führt dazu, dass sie sich manchmal riesig freuen, weil sie wissen, dass die Anerkennung ehrlich ist und ich tatsächlich beeindruckt bin, oder sie sind mal für ein paar Stunden sauer auf mich und enttäuscht. Pack deine Tochter nicht in Watte und rede mit ihr. Für den Trainer ist sie nur eine Nummer.


    @Das_HuhnDu diskutierst hier immer so schön mit und ich schätze dich wegen deiner Art diese Diskussionen immer offen anzunehmen. Ich wünschte mir nur, dass du irgendwann die Kurve bekommst und weiter denkst. Alleine was Du immer über deine Position und Stellung in deiner Arbeit schreibst sagt mir: Hirn solltest Du haben, sonst wärst Du nicht da wo du bist! Was muss denn passieren, dass du diesem ergebnisorientierten, kinderunfreundlichen Anti-Spaßfußball endlich den rücken kehrst? (oder ist mein Ansinnen hoffnungslos??)

    Sarkastisch gesagt: Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es im Jugendfußball Paralleluniversen gibt. Warum?


    Hier im Forum bekomme ich aufgrund des geschilderten Ansinnens, aus Leistungsgründen eine Spielgemeinschaft eingehen und dort die Kinder auch noch nach Leistung in E1 und E2 aufteilen zu wollen, heftigsten Gegenwind.
    Hier in Mittelfranken wurde ich mittlerweile von einem Dutzend E-Jugendtrainern angesprochen, ob wir nicht Lust hätten, eine Spielgemeinschaft zu gründen, um genau die beschriebene Struktur einzuführen. Hab denen natürlich abgesagt, weil wir das ja schon vorhaben. Gleichzeitig ernte ich höchstes Lob von Jugendleitern der umliegenden Vereine, die mich ansprechen, weil ich nach deren Meinung "genau die richtigen Schritte unternehme, gute Spieler zu fördern."


    Worauf ich hinaus will: Man kann immer unterschiedlicher Meinung sein, aber ihr solltet immer offen genug sein zu erkennen, dass es sehr viele Leute im Jugendfußball gibt, wie meine Philosophie nicht so ganz schlecht finden ... :whistling:

    Wieso sind die drei Besten der E3 wegegangen, wenns eine E2 gibt? Und weter im Thema....gehen da im gemeinnützigen Verein besser die DERZEIT Schwächeren besser oder wie...und vor allem wofür....für was?


    Die Gründe liegen möglicherweise ganz woanders!

    Neben E3 und E1 eine E2 zu gründen setzt voraus, dass genügend Spieler vorhanden sind. Und das ist hier in der Gegend aufgrund der Vereinsdichte kaum in einem Verein gegeben. Meine aktuelle Truppe spielt E3 und besteht aus 8 2007ern und 5 2008ern. Legen wir die nun mit einem anderen guten Verein zusammen, bekommen wir einen Pool von mehr als 40 Spielern, bestehend aus 2007ern und 2008ern. Diese Anzahl ist hinreichend, um E1, E2 und E3 aufzustellen und jeweils auf den Entwicklungsstand der Kinder einzugehen.

    Alter Schwede. MMn seid ihr total neben der Spur! gib den drei Vollpfosteneltern einen Handschlag und wünsche Ihnen alles gute und tschüs! aber das willste ja nicht - ich nehme mal an, die drei liegen gut auf deiner Wellenlänge, oder liege ich falsch?
    Wenn die stärksten ihrgendwo hongehen wo sie mehr erreichen können ist das doch prima. Dumm nur wenn man keinen Unterbau hat der das abfängt weil man nie gleichberechtig rotiert und alle spielen lässt. wir halten keine Kinder auf, die woanders hin wollen. Und solche Checker-Eltern sehe ich sowieso am liebsten von hinten, doof nur, dass es meist nicht fair ist die Kinder für die Eltern zu strafen und direkt zu supendieren.


    Die Jugendarbeit ist neben dem Breitensport ein maßgeblicher Faktor, um leistungsfähige Spieler für die Seniorenmannschaft auszubilden. Die Spieler, die man in der Jugend verliert, kommen nicht zurück.


    Und genau deshalb kommt jetzt die Spielgemeinschaft, in der genügend Spieler vorhanden sind, um eine E1 für die leistungsstarken Spieler zu bilden und eine E2 für die schwächeren (unter Berücksichtigung, dass dort so viel Qualität drin sein muss, dass die nicht ständig abgeschossen werden).


    Allein die Ankündigung dieses Umbaus (der maßgeblich meine Idee war) hat dazu geführt, dass es mehrere Interessenten aus anderen Vereinen gibt, die eventuell zu uns wechseln wollen. Und die Senioren-Trainer sind begeistert, weil endlich was zum Halten der guten Nachwuchsspieler getan wird.


    Wir reden hier nur von der Kreisliga, aber eine Mannschaft, die Ambitionen auf den Aufstieg hat, muss etwas tun, um Spieler zu halten. Das Niveau ist hier in der Liga beachtlich stark.


    Hier im Landkreis gibt es eine Handvoll E3/E1-Mannschaften, die den Rest an die Wand spielen, weil sie dafür bekannt sind, starke Spieler zu sammeln. Da müssen sich die anderen Vereine halt mal fragen, warum diese Vereine Magneten für starke Spieler sind. Da liegt viel in der Vereinsphilosophie begründet. Und der Rest darf nicht jammern, wenn sie gegen die Truppen ständig auf den Sack bekommen, sondern muss halt was ändern oder das akzeptieren.


    In der (Breitensport)Jugend hat das Ergebnis nie erste Priorität.

    Mit diesem Herangehen zerlegst du spätestens ab E1 den eigenen Nachwuchs, weil die guten Spieler weggehen.


    Wir stehen mit unserer E3 gerade vor dieser Herausforderung: Zum Ende der vergangenen Saison haben die drei besten Spieler die Mannschaft verlassen (einer spielt nun eine Altersklasse höher, einer ist weggezogen, einer hat den Verein gewechselt). Die Mannschaft hat entsprechend an Substanz verloren und verliert nun mehr. Nun sind die Eltern der 3 besten verbliebenen Spieler auf uns zugekommen, dass sie für die kommende E1-Saison eine qualitative Aufwertung der Mannschaft erwarten, sonst wechseln sie den Verein.


    Resultat: Wir streben die Bildung einer Spielgemeinschaft an. Es geht sehr wohl ums Gewinnen!

    Deine Aussagen stimmen nach meiner Interpretation zumindest in Bayern so nicht:
    https://www.bfv.de/cms/docs/Kl…nioren)_ab_17.12.2014.pdf


    Zitat:
    "Jeder Einsatz von mehr als zwei Spielern die in der höherklassigen bzw. 1. Mannschaft eingesetzt wurden, ist im nächsten Spiel der niederklassigeren oder weiteren unteren Mannschaften der gleichen Altersklasse nicht zulässig "


    Oder interpretiere ich das falsch?


    Sanktionen wären auch was interessantes. Vielleicht kommt da Anfang nächster Saison etwas in dieser Art.Aktuell will ich nicht permanent am nörgeln und schimpfen sein. - Es muss auch mal gut sein und allen die Zeit gegeben werden etwas zu ändern. Ich komme mir gerade vor wie ein Hauptamtlicher "Schimpfkasten" - und dabei lasse ich schon das meiste was ich nörgeln könnte weg und vom Rest versuche ich positiv und motivieren d zu wirken. Meistens! :rolleyes::whistling:
    Jetzt am kommenden Sonntag habe ich zum Beispiel das erste Funinofestival draußen und dachte mir die sind alle heiß! Mein Sohn fragt mich z.B. schon des Öfteren wann wir endlich wieder Turnier haben. Das sollte doch bei den anderen ähnlich sein. übermorgen ist Meldeschluss und ich habe bei 31 Kindern bisher 9 zusagen und 3 Absagen. Beim ersten Turnier! Und es können alle spielen - keiner muss daheim bleiben und es gibt keine Ersatzbank.
    Es kristallisierst sich mehr und mehr heraus, dass meine Ansprüche einfach nicht zur Bereitschaft der Eltern passen sich zu committen und einzubringen. Für mich bedeutet Mannschaftssport einfach mehr als hin und wieder Bespaßung.


    Die Eltern, die du da beschreibst, suchen nur einen Deppen, der ihre Kids ein paar Stunden abnimmt. Um Fußball geht es denen nicht. Die würden von mir einen derartigen Einlauf bekommen, dass sich entweder was ändert, sie ihre Kids freiwillig aus dem Verein nehmen, oder ich gehe. Ich hab einer Mutter schon mal O-Ton vor versammelter Elternschaft ins Gesicht gesagt, dass ich nicht ihre Erziehungsarbeit mache und sie ihren Sohn samt eigener Person bitte augenblicklich vom Platz entfernen möchte. Diese Familie kam dann auch nicht wieder und das war gut so. Was du dir alles gefallen lässt ...

    Alleine beim Titel des Threads möchte ich mit dem Kopf schütteln. Warum denken Eltern, sie könnten irgendetwas fordern? Warum meinen Eltern einen 10 jährigen so pushen zu müssen? Ich habe zur Zeit in meinem Jahrgang (F-Jugend) ähnliche Probleme. Eltern meinen es auf einmal besser zu wissen, wie man Kinder in diesem Alter trainiert und fangen an Forderungen zu stellen.


    Wenn dann hier in diesem Alter von "talentfreien Mitspielern" die Rede ist, könnte ich platzen. Die Kinder verstehen meist sehr schnell, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, während die Eltern vom Egoismus zerfressen alles in Frage stellen, was die Entwicklung ihres Supertalents ausbremsen könnte. Kann man die Kinder nicht einfach mal spielen lassen?
    Eine riesen Frage stelle ich mir : Würden die Eltern genau so einen Zirkus veranstalten, wenn es im Profifußball nicht so viel Geld zu verdienen gäbe? Ich denke, um die Kinder und das was sie gerne möchten, geht es einigen Eltern schon lange nicht mehr.


    Die Realität sieht halt so aus, dass einige Eltern ihre Kinder gern zu Weltstars pushen oder zumindest in der Regionalliga spielen sehen wollen. Ob das Kind dies auch so will, ist da erst mal völlig belanglos. Und wenn die Jugend-Trainer bzw. Vereine sich diesen Zielen nicht wenigsten ein bisschen anpassen, sind die Spieler halt im nächsten Jahr weg. Ein super Verein mit sehr engagiertem E3-Trainer in meinem Umfeld hat so innerhalb 2 Wochen drei seiner besten Spieler eingebüßt. Alle zum "Star-Verein" in Erlangen abgewandert, weil der bekanntlich ein Sprungbrett nach Fürth, Nürnberg und Ingolstadt ist. Und dort ist nix mit "einfach mal spielen lassen" in F und E. Da wird gesiebt.

    Selbstverständlich würde ich das Kind und das Vorkommnis sofort dem Jugendleiter melden wenn es bei mir im Training oder auf dem Sportgelände stattfindet und dann auch von ihm die Zustimmung erbitten das Kind für unbestimmte Zeit vom Training auszuschließen. aber solange das außerhalb des Sportvereins passiert kann ich doch nicht Selbstjustiz betreiben.

    Und wie ich das kann. Solche Typen spielen nicht im Team, in dem mein Sohn spielt und das ich trainiere. Falls das dem Verein nicht passt, kann er sich einen neuen Trainer suchen und Ersatz für meinen Sohn.


    Würde ich ein Kind, das ein anderes Kind egal wo mit dem Messer bedroht, in meinem derzeitigen Team weiterspielen lassen, bin ich übrigens sicher, dass mehr als 50% der Eltern meiner E3 ihre Kinder sofort vom Verein abmelden würden.


    Eine Bedrohungslage, wo ein Polizist die Pistole ziehen würde, mit Schwarzarbeit gleichzusetzen, erfordert übrigens schon etwas Phantasie ...

    Der Ruf nach einem Schiri ist immer schnell ausgesprochen aber würde das wirklich anders aussehen, wenn ein 12 Jähriger ein F-Jugendspiel pfeifen würde? Würde ein Brüllaffe sich deshalb zurückhalten? Bei jeder kleinen Fehlentscheidung eines Schiris geht doch das Theater so richtig los. Das kann man doch keinem jugendlichen Schiri zumuten.


    Einfach wie heute bereits in der E-Jugend üblich nach der Regel verfahren, dass die Gastmannschaft den Schiri stellen darf und falls diese nicht will, die Heimmannschaft einen stellen muss. Das sollte ein Erwachsener sein. Da ich diese Aufgabe für die Spiele meiner Truppe übernehme, weiß ich auch, dass das nicht konfliktfrei abgeht. Ich scheue mich da aber überhaupt nicht, auf des Gegners Platz das Spiel zu unterbrechen und den Trainer der Heimmannschaft aufzufordern, Zuschauer zu beruhigen oder rauszuschmeißen, falls diese sich danebenbenehmen. Sonst mache ich das nämlich notfalls selbst oder breche das Spiel ab. Und falls Trainer rummotzen, rede ich nett mit ihnen und versuche die Wogen zu glätten, aber notfalls kommt das Ganze dann in den Spielbericht. Die von mir gepfiffenen Spiele laufen jedenfalls geordnet ab, ganz im Gegenteil zu vielen FPL-Spielen, die ich erleben "durfte".

    Ich habe gestern wieder Schiedsrichter bei einem E3-Punktspiel gemacht. Beide Mannschaften mit recht hartem Zweikampfverhalten, hab für beide Seiten je einen Strafstoß und viele Freistöße gepfiffen, wurde von Trainern wie Zuschauern heftig angegangen (was mich überhaupt nicht stört). Solche Spiele enden ohne Schiedsrichter in Kloppereien, da weder die Trainer willens sind, Niederlagen zu akzeptieren noch die Eltern. Das ist halt so. Natürlich nicht in der Welt des Ralf Klohr, der noch an das Gute in Trainern und Eltern glaubt. Da kann ich nur sagen: "Aufwachen!"