Beiträge von Das_Huhn

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    Die Probleme liegen doch viel tiefer, als es hier angekratzt wird.


    Viele Vereine tun sich schwer, geeignete und willige Vorstände zu finden. Desweiteren läuft in vielen Vereinen Jugendarbeit so nebenher. Die Eltern stehen beruflich unter Druck und finden keine Zeit mehr, Kinder zum Training zu bringen, die KInder haben Stress in der Schule, andere sportliche Herausforderungen locken,


    Die Region Erlangen ist eine der wirtschaftlich stärksten in Deutschland mit vielen jungen Familien und vielen Kindern. Die trotzdem hinsichtlich der Anzahl Mannschaften komplizierte Situation im Jugendbereich findet ihr in den zwei Anhängen aus der Perspektive des verantwortlichen Kreisjugendleiters beschrieben.


    Jugendliche wollen Spaß beim Fußball. Das bedeutet, cooles Training und Erfolgserlebnisse. In einem Umfeld, wo ein Drittel der Mannschaften dominant ist, weil in den Vereinen gute Leute mit entsprechender Rückendeckung am Werk sind und die finanziellen Rahmenbedingungen spassen, werden die anderen Vereine immer weniger, da die einen Spieler aufhören und die anderen den Verein wechseln. Auch mein Sohn spielt ab kommender Saison in einem anderen Team, da der aktuelle Verein (in dem ich Trainer war) nicht willens war einzugreifen, als Mannschaften offensichtlich in Schräglage gerieten. Das Resultat ist, dass aus einer ehemals super Truppe 5 Kinder am Ende der diesjährigen Saison gewechselt haben und die MAnnschaft tot ist. Ist bin als Trainer im neuen Verein auch wieder dabei. Super Jugendleitung, super Trainerkollegen (durchaus fordernd den Kindern gegenüber, und das ist gut so) und tolle Sportanlagen.

    Wie ist denn die Spielstärke der 5 hinzukommenden Spieler? Falls das 5 Überflieger sind, wird es natürlich schwierig, weil eine "Degradierung" von Spielern aus der E1 in die E2 (das wäre dann ja wohl die Konstellation) zwangsläufig zu Vereinsaustritten führen dürfte. Falls die 5 hinzukommenden sich in 3 stärkere und 2 schwächere Spieler (oder umgekehrt) einstufen lassen, einfach die stärkeren in die E1 setzen und die schwächeren in die E2. Klar kann es sein, dass die in die E2 gesetzten "Neuankömmlinge" wechseln, weil sie E1 spielen wollen, aber so läuft das nun mal.


    Wichtig wäre zu verstehen, welche Ziele die Trainer verfolgen. Die machen die Ansage.


    Gerade für den Fall, dass eure Spieler körperlich nicht die robustesten sind, würde ich von der Meldung einer D-Jugend Abstand nehmen. Da geht's dann schon ruppiger zu. Ich habe meinen Torwart (bester im Landkreis) für die kommende Saison in die D3 unseres Partnervereins vermittelt, obwohl er eigentlich E1 spielen würde. Das habe ich aber nur getan, weil er sehr athletisch ist, gefordert und gefördert werden muss und ich ihm zutraue, auch einem D3-Spieler einfach mal eine zu scheuern, falls das notwendig ist. Er hats halt körperlich und spielerisch drauf.

    Komische Mannschaftszusammenstellung.
    5 F Jugendliche haben E 3 gespielt, um eine weitere Mannschaft aufzustellen. Bei nur 8 Kindern in einem Jahrgang, war die Geschichte nicht sehr zukunftsfähig. Von einer erfolgreichen Mannschaft die zusammenbleiben soll bei einer F Jugend zu sprechen?
    Wenn der Erfolg bereits in dem Alter scheinbar das einzige Bindeglied ist, ist das Ergebnis wohl auch folgerichtig.

    Was ist denn daran komisch? Wenn man eine halbe Mannschaftsstärke F1 and und eine habe E3, würfelt man beide zur E3 zusammen. Alternative: F1 und E3 beide schließen.

    Ein wichtiger Wechselgrund wurde noch nicht genannt.
    In so manchen Vereinen agieren die Verantwortlichen schlicht an den Bedrüfnissen ihrer Schützlinge vorbei und der Spaß bleibt dabei auf der Strecke.
    Zu frühe Spezialisierung ("ich möchte ja auch mal ins Tor aber ich darf ja nicht"), zu starker Erfolgsdruck, zu viele/wenig Termine, Unstimmigkeiten in der Mannschaft und der Trainer kümmert sich nicht...


    Ich beobachte bei unserem alten Verein gerade, wie es erdrutschartig zusammenbricht. Ich könnte die Probleme und deren Lösungen benennen aber das wollen die Verantwortlichen nicht hören. Und so wurschteln sie weiter, schimpfen auf die doofen Eltern, die ihre Kinder heiß machen und verkennen komplett ihren Eigenanteil.


    Das sind auch wichtige Punkte, aber daran liegt es bei uns nicht. Und wir als Trainer bekommen sehr positives Feedback von den eltern, was unser Verhältnis zu den Kindern anbelangt. Kann gut sein, dass sie deshalb bis zum Ende der Saison geblieben sind. Was mich wirklich erstaunt ist, wie wenig Wert die Kinder darauf legen, mit ihren Klassenkameraden zusammen in einem Team zu spielen. Das spielt bei den Wechselabsichten nur eine ganz untergeordnete Rolle.


    Der Verein muss für talentierte Kinder attraktiv sein. Da spielt das Training eine große Rolle, aber ganz maßgeblich auch die Werbung für den Verein in Schulen etc. Und wenn man schon ein gutes Team beieinander hat, muss man schauen, wie man das zusammenhält. Und da kann man halt nicht einfach mitten in der Saison den vereinsinternen Wechsel des besten Spielers zulassen, wenn dies absehbar zum Zusammenbruch des Teams führt, sondern man hätte einen Kompromiss anstreben müssen (z.B. weitere Einbeziehung des Spielers zu den 4 schwierigsten Spielen in der Saison).


    Die Kinder wollen ja weiterhin Fußball spielen, nur halt in einem Verein, wo sie auch ab und zu mal einen Pokal in der Hand halten. In der Halle haben wir das sogar geschafft, aber das hat halt nicht genügt, um die Stimmung wirklich positiver zu gestalten. Wer behauptet, Kindern geht es nicht um Erfolg und sie würden Niederlagen schnell verkraften, liegt aus meiner Erfahrung komplett daneben.

    Wieso eigentlich diese ganze Wechslerei in G, F und E Jugenden?
    Also für mich kommt ein Wechsel für meinen Sohn nicht in Frage. Wenn ich bei einem Verein spiele dann bin ich mit diesem Verein auch verbunden und bleibe da auch in schwächeren Zeiten (sieht er übrigens genauso). Sehe ich das falsch?

    Du siehst das im Prinzip richtig, bist mit dieser Einstellung aber die Ausnahme. Zumindest hier in meiner Region. Da sind halt 2/3 der Spieler zugezogene ohne Bindung an den Verein.

    Nicht das Kind liegt im Brunnen, sondern die Mannschaft ;) - die Kinder haben sich gut entwickelt und spielen in älteren und besseren Mannschaften.
    Was macht ihr mit den restlichen Kindern? Oder Bestand die Mannschaft nur aus 7 Spielern? Gibt es dann nur eine E1 und E2 oder nur noch eine Mannschaft?
    Was hat die Mannschaft in der F-Jugend zusammen gehalten? War es der Erfolg? Dann verstehe ich die Reaktion bei nicht Erfolg von Kindern und Eltern schon (Sozialisation). Oder wollten die Kinder in der F-Jugend einfach nur Fußball spielen und jetzt streben sie nach Höherem (was ist denn das Höhere? das evtl. auch von den Trainern des Vereins vorgelebt wird (Abgang zu den Älteren)).

    Die Mannschaft bestand aus 8 2007ern und 5 2008ern. Die 2008er kommen in der Spielgemeinschaft unter (E3), die verbliebenen 2 2007er auch (E1/E2). Mein Sohn will allerdings auch weg (wir haben eine gute Alternative, wo einer der starken Spieler voriges Jahr hingegangen ist und wo ich die Trainer auch sehr gut kenne) und 2 Spieler der 2008er sind mit der Spielgemeinschaft nicht glücklich und die Eltern zickern wegen gänderter Trainingszeiten/-orte.


    Ja, der Erfolg hat das Team zusammengehalten. Und ist der weg, kollabiert das System. Da kann man als Vorstand über mangelnde emotionale Bindung an Vereine jammern, man muss aber die Realität anerkennen. Und deshalb muss der Verein darauf achten, dass die Rahmenbedingungen für Erfolg geschaffen werden. Wer das nicht begreift, geht unter.

    Interessant (und frustrierend) sind die Abläufe, die zum Zerfall einer vormals guten Mannschaft führen können.


    Vor einem Jahr haben zwei der besten Spieler meine damalige F1 verlassen (1 Umzug, 1 Vereinswechsel).
    Bei der Planung der aktuellen E3-Saison hatte ich dem Jugendleiter mitgeteilt, dass die Mannschaft trotzdem noch erfolgreich funktionieren kann, wenn nicht weitere Leistungsträger abspringen. Mit dieser Annahme sind wir in die Saison gestartet.


    Vor dem ersten Spieltag wurde ich informiert, dass der beste Spieler des Teams auf Wunsch der Eltern (Vater ist auch Trainer im Verein) vereinsintern eine Alterstufe nach oben wechselt, um besser gefordert zu werden. Ich habe mich dagegen heftig zur Wehr gesetzt und darauf hingewiesen, dass dies dazu führen wird, dass die Mannschaft über das Jahr bei den Spielen massiv unter die Räder kommen wird, da zuviel Substanz verbricht. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich eine Spielgemeinschaft organisiert. Wurde aber ignoriert.


    Die E3-Saison haben wir ohne Abgang überstanden, nur haben wir aber innerhalb 2 Wochen 6 Austritte zu verzeichnen. 2 Kinder hören auf, 4 Kinder (die besten verbliebenen) wechseln in andere Teams. Kommunizierter Grund: Die Kinder wollen in besseren Mannschaften spielen. Es half auch nichts, dass wir für die kommende Saison eine Spielgemeinschaft gegründet haben, um die Situation zu stabilisieren. Die Kids (und die Eltern) wollten weg.


    So ist innerhalb nur eines Jahres eine der besten Mannschaften im Landkreis zerlegt worden, weil die Jugendleitung und der Vorstand die Situation völlig falsch bewertet haben. Die haben das mittlerweile mitgekommen, aber das Kind liegt im Brunnen.

    Es ist ganz klar der falsche Ort.


    Beispiel aus dem "richtigen Leben": Warum werden einige Ingenieure mit tollem Abschluss in mittelständischen Betrieben nicht glücklich? Ganz einfach weil dort nicht nach der "reinen Lehre" gearbeitet wird, sondern pragmatisch und mit ganz anderen Zielen als im Großkonzern.


    Man sollte als Trainer auch in sich hineinhören, welche Inhalte man dem Fußballernachwuchs vermitteln will. Im Dorfverein stehen hier ganz andere Sachen im Vordergrund als im NLZ.

    Ich kann JEDEM nur empfehlen, im frühen Alter schon seine Trainer-Scheine zu machen, um dann bereits im Leistungsbereich einsteigen zu können. Weil mit Visionen und vorallem Ambitionen wird es zu 90% frustrierend in einem ''Dorfverein''.


    Es ist fast unmöglich, sämtliche Dinge, die von der D- bis A-Jugend versäumt wurden, aufzuarbeiten.
    Sowohl sportlich als auch (und vorallem) menschlich.

    Da wurde in der D- bis A-Jugend nichts versäumt, sondern die Jugendlichen in berühmten "Dorfverein" haben schlichtweg einen ganz anderen Anspruch. Die emporstrebenden Spieler haben den Verein bereits in der E-Jugend gewechselt und was übrig bleibt sind Spieler, die mit Spaß kicken und Unter-Dodesleben besiegen wollen. Du passt da einfach nicht rein. Genau so wenig, wie ich in ein NLZ passen würde. Ich kenne eine Menge Trainer, die mit Freude im Dorfverein arbeiten, aber das ist eine andere Welt als das NLZ.

    Einfache Antworten a la "Es betrifft halt Vereine ohne Konzept" werden dieser komplexen Thematik doch nicht gerecht.


    Zerfallsprozesse beginnen doch schon ab der E1.


    Einige Spieler hören auf, weil sie keine Lust mehr haben. Ich habe so dieses Jahr einen recht guten Spieler verloren, der als aktueller Bezirksmeister im Karate zeitgleich aus dem Karateverein ausgetreten ist. Die Eltern wissen auch nicht so recht, was mit ihm los ist.


    Einige Spieler hören auf, weil sie einfach über die eigenen Beine fallen und nie im Leben im Fußball Erfolg haben werden. Der berühmte dicke Paul stößt halt irgendwann an seine Grenzen und beginnt, über den Sinn des Ganzen nachzudenken. Auch so einen Spieler habe ich verloren. Diese Kinder hätten aber auch nie eine Chance, jemals in einer A-Jugend berücksichtigt zu werden.


    Und einige stärkere Spieler zieht es halt zu den erfolgreicheren Teams. Meine beiden aktuell besten Spieler werden in solche Teams wechseln, nachdem ich vor einem Jahr bereits 3 Leistungsträger verloren habe (1x Umzug, einmal vereinsintern einen Jahrgang höher gewechselt um ihn zu halten, einmal Vereinswechsel)


    Und schwupp, schon ist eine Mannschaft zerlegt, die bis vor einem Jahr im Landkreis ganz oben mitgespielt hat. Und an uns Trainern scheint es auch nicht zu liegen, da wir beide von Eltern und Kindern gebeten wurden, zumindest als Co-Trainer in der kommenden Spielgemeinschaft (das war unser Weg, das Problem zu lösen) an Bord zu bleiben, was wir auch gern tun.


    Dorfvereine tun sich halt immer schwerer, da die Bindung an die dörfliche Gemeinschaft nicht mehr vorhanden sind. Hier in Mittelfranken sind 50% und mehr im Ort Zugezogene, denen es völlig Wurscht ist, ob die Kinder in Verein A oder Verein B spielen. Und so konzentrieren sich die wirklich begeisterten und meist recht guten Fußballer dann in zehn Vereinen im Landkreis und der Rest versucht, irgendwie eine Mannschaft vollzubekommen.


    Und Jugendliche ticken hier noch viel extremer. Vieles von Mädchen über Schulstress zur Neuorientierung im Leben wurde ja bereits angesprochen.
    Unsere A-Jugend ist im vorigen Jahr aufgestiegen und hat eine Riesenparty gefeiert. 6 Wochen später haben der Torwart (Riesentalent!) und zwei weitere Kernspieler zum American Football gewechselt. 8|


    Die Vereine machen sicher einiges falsch, aber das ist erstens nicht immer der Fall und zweitens oft nicht die alleinige Ursache für wegbrechende Mannschaften. Die Handballer, Basketballer etc. sehen sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert.

    Vorab: Es kommt bei mir äußerst selten vor, dass ich mit Trainern hart aneinander gerade. Falls das aber der Fall ist, lebe ich ganz bewusst den Kindern vor, dass man nicht alles akzeptieren muss. Wir haben auch schon mit den Kindern gemeinsam entschieden, das sonst in der F/E-Jugend obligatorische Abschluss-8-Meterschießen nicht durchzuführen, wenn die gegnerische Mannschaft sich mit Billigung des Trainers übel aufgeführt hat. Im Leben zählen klare Standpunkte. Genau das sollte man Kindern auch vermitteln.

    Und wieder..warum alle glech machen...warum nicht die Meisterteams belohnen? Und jetzt hört auf mit diesem Theater... es ist nicht möglich, alles gleich zu machen... und das finde ich nicht wirklich schlimm. Oder würdest Du , wenn an dem Tag nur ´die halbe Mannschaft Zeit hat, mit dem Rest zu Hause bleiben, damit es für alle gleich ist????

    Die Meisterteams spielen oben mit, weil der dicke Paul und Anfänger, ja teils sogar durchschnittlich Begabte, bei ihnen auf der Bank sitzen bzw. man den Eltern gleich beim versuchten Eintritt sagt, dass sie sich besser einen anderen Verein suchen sollen. Und das schon in F-und E-Jugend. Wenn man solch ein Herangehen fördert, muss man sich nicht über die wegbrechende Basis wundern, weil sich die guten Spieler in den "Meisterteams" konzentrieren und der Rest den Spaß verliert.


    Ich erlebe das gerade selbst: Wir treten in eine Spielgemeinschaft ein, um gute Spieler halten zu können. Die Guten spielen dann E1, der Rest E2. Nur so funktioniert es. Wir bilden selbst ein "Meisterteam", sonst wechseln die Guten in solche Mannschaften. Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass die E2 keine "Resterampe" wird, ob das aber klappt, muss sich noch zeigen. Mehrere Eltern der E2-Kandidaten haben aber bereits durchblicken lassen, dass ihre Kinder unter diesen Umständen ggf. aufhören werden, im Verein Fußball zu spielen. Das ist den Vereinen nicht egal, aber der Fokus liegt klar auf der E1.

    Ich habe meinem Kind auch noch nie für eine schlechte Note eine Belohnung gegeben - darüber muss ich jetzt mal nachdenken.


    Mit solch einem Herangehen bestärkst du gute Spieler, in gute Teams zu wechseln und schlechtere Spieler bekommen keine Spielzeit mehr, weil es ja um etwas geht. Die treten dann frustriert aus. Der Jugendfußball driftet so immer weiter auseinander in Spitzenteams und den Rest. Der BFV jammert rum, dass die Zahl der aktiv Fußball spielenden Kinder zurückgeht. Solche Aktionen ändern an diesem Zustand eher wenig.

    Ich gehe davon aus, dass der BFV ein bestimmtes Kontingent mit den Parkbetreibern (Legoland, Playmobil usw.) vereinbart hat und das kann er vergeben. In der G und F verlost er die Karten und bei E und D bekommen es die Rückrunden Sieger (man hätte wahrscheinlich auch "ausgeglichener" Gruppen schreiben können).
    Liegt das nun am BFV oder an den Parkbetreibern? Ich könnte mir vorstellen, dass die Parkbetreiber (und die Gesellschaft) das als Belohnung für die Kinder sehen - es wurde eine Leistung erbracht und die wird belohnt. Sieger dürfen da hin.
    Hätte man die Tabellenletzten eingeladen, wäre es ein Trostpreis - meist gibt es aber auch noch etwas Besseres wie einen Trostpreis (und das wollen die Parkbetreiber wahrscheinlich nicht mit ihnen in Verbindung bringen). Und jetzt mal ein Vorurteil von mir: obwohl die sich vielleicht schlechter ernähren und dann mit Cola und Pommes mehr Umsatz möglich wäre (Bitte nicht ganz ernst nehmen).
    Ich habe meinem Kind auch noch nie für eine schlechte Note eine Belohnung gegeben - darüber muss ich jetzt mal nachdenken.


    Nicht die Rückrunden-Sieger bekommen freien Zutritt, sondern diejenigen Teams, die sich in der Vorrunde aufgrund der Ergebnisse für die starken Rückrunden-Gruppen qualifiziert haben. Also im Prinzip die besten 25% der Teams.


    Es ist doch völlig egal, welche Abmachungen zwischen Playmobil-Land und BFV zu dieser Situation geführt haben. Wenn sich der dicke Paul, der schnell Tim und der clevere Klaus, der schon vor einem Jahr die Mannschaft gewechselt hat, auf dem Schulhof treffen und der Klaus erzählt, dass er mit seinen Kumpels kostenlos in den Playmobil-Park darf, weil sie so viele Spiele gewonnen haben, will der Tim auch in diese Truppe und nicht mehr mit dem dicken Paul spielen, weil man mit dem immer verliert.


    Außerdem soll mir mal jemand erklären, wie ein Trainer unter diesen Rahmenbedingungen allen Spielern gleich viel Spielzeit zugestehen soll. Hier wird den Kindern ganz klar signalisiert: Die guten Spieler werden belohnt und wer schlechte Spieler einsetzt, geht leer aus. Genau so etwas führt zu Frust und Mobbing.


    Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn die besten Mannschaften gefeiert werden und einen coolen Pokal plus Kinogutschein erhalten. Aber die schlechteren Teams auszuschließen, geht gar nicht. Die Message des BFV ist klar: "Uns interessieren die Sieger".

    Hier für Interessenten die komplette Email:


    Liebe Sportfreunde, liebe Jugendleiter,



    hiermit laden wir alle mittelfränkischen Jugendfußballmannschaften zusammen mit ihren Betreuern, Trainern, Eltern, Freunden und Verwandten ganz herzlich zum ersten Mittelfränkischen Fußballaktionstag am Montag, 11. September 2017 in den PLAYMOBIL FunPark nach Zirndorf ein.


    An diesem Tag warten auf dem insgesamt 90.000m² großen Areal des PLAYMOBIL-FunParks neben den zahlreichen PLAYMOBIL-Spielwelten auch zahlreiche spezielle Fußballaktionen auf alle Nachwuchskicker und –kickerinnen.


    Eines der Highlights wird die Meisterehrung aller mittelfränkischen E- und D-Juniorenmannschaften der Saison 2016/2017 (Rückrunde) sein. Dazu erhalten alle Meistermannschaften der E- und D-Junioren sowie Juniorinnen (der „leistungsstärkeren“ Rückrundengruppen) freien Eintritt. Auch alle G- und F-Jugend Mannschaften im Fair-Play-Liga Spielbetrieb haben die Chance auf kostenfreien Eintritt und können nach Ende der Saison an der Verlosung von Freikarten für die ganze Mannschaft teilnehmen.


    Alle weiteren Infos finden Sie im angehängten Einladungsschreiben. Bitte leiten Sie dieses an die Mannschaftsverantwortlichen/Trainer ihrer G- bis D-Jugend Mannschaften weiter.



    Wir freuen uns auf Euer Kommen!



    Sonja Kienzler
    Geschäftsstelle Mittelfranken


    Bayerischer Fußball-Verband e. V.
    Bezirk Mittelfranken
    Allersberger Str. 99
    90461 Nürnberg
    Telefon 0911 / 468 868
    Fax 0911/ 49 28 81
    Mail sonjakienzler@bfv.de
    www.bfv.de/mittelfranken

    @das Huhn...lorrekt, sehe ich auch so.


    Wie siehts aus...wie verantwortlich bist du auch bei anderer Meinung?


    Willst du dahin schreiben...eine schön sachliche Mail mit den Fakten und deinen Anmerkungen oder soll ich das aus Nrw tun oder wollen wir zuschauen und nichts tun?


    Unser Jugendleiter teilt meine Meinung und wird da ggf. aktiv.


    Die Sache scheint aber fundamentalere Gründe zu haben: Nach dem, was ich höre, lehnt der BFV ausdrücklich nicht leistungsorientierten Kinderfußball ab E-Jugend ab und geht da eigene Wege. Ich glaube, die wissen genau, was sie da tun.

    Ich habe Folgendes bereits in einem anderen Thread gepostet:


    Hab gerade folgende Mail von BFV erhalten:


    "hiermit laden wir alle mittelfränkischen Jugendfußballmannschaften zusammen mit ihren Betreuern, Trainern, Eltern, Freunden und Verwandten ganz herzlich zum ersten Mittelfränkischen Fußballaktionstag am Montag, 11. September 2017 in den PLAYMOBIL FunPark nach Zirndorf ein.
    ...
    Eines der Highlights wird die Meisterehrung aller mittelfränkischen E- und D-Juniorenmannschaften der Saison 2016/2017 (Rückrunde) sein. Dazu erhalten alle Meistermannschaften der E- und D-Junioren sowie Juniorinnen (der „leistungsstärkeren“ Rückrundengruppen) freien Eintritt."


    So sieht die Realität in der E-Jugend aus, offiziell kommuniziert durch den BFV. Freier Eintritt nur für die leistungsstarken Gruppen, große Bühne für die Gewinner. Meine Jungs dürfen da z.B. nicht hin. Voriges Jahr wären wir dabei gewesen. Und deshalb wechseln starke Spieler in starke Mannschaften.


    Nochmal: Das ist eine offizielle Mail des BFV. Man fördert gezielt die Starken. Die Schwachen dürfen nicht mal ohne Eintritt zu zahlen zum Gratulieren vorbeikommen.


    Ich bin ja bekannterweise kein Fan der FairPlay-Liga, aber was der BFV hier macht, nämlich Kinder schwächerer Teams auszuschließen, ist ja wohl völlig daneben und geht in eine völlig andere Richtung.

    Hab gerade folgende Mail von BFV erhalten:


    "hiermit laden wir alle mittelfränkischen Jugendfußballmannschaften zusammen mit ihren Betreuern, Trainern, Eltern, Freunden und Verwandten ganz herzlich zum ersten Mittelfränkischen Fußballaktionstag am Montag, 11. September 2017 in den PLAYMOBIL FunPark nach Zirndorf ein.


    ...


    Eines der Highlights wird die Meisterehrung aller mittelfränkischen E- und D-Juniorenmannschaften der Saison 2016/2017 (Rückrunde) sein. Dazu erhalten alle Meistermannschaften der E- und D-Junioren sowie Juniorinnen (der „leistungsstärkeren“ Rückrundengruppen) freien Eintritt."


    So sieht die Realität in der E-Jugend aus, offiziell kommuniziert durch den BFV. Freier Eintritt nur für die leistungsstarken Gruppen, große Bühne für die Gewinner. Meine Jungs dürfen da z.B. nicht hin. Voriges Jahr wären wir dabei gewesen. Und deshalb wechseln starke Spieler in starke Mannschaften.


    Nochmal: Das ist eine offizielle Mail des BFV. Man fördert gezielt die Starken. Die Schwachen dürfen nicht mal ohne Eintritt zu zahlen zum Gratulieren vorbeikommen.