Beiträge von Powerzwergenpapa

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Trainer E , das Thema Talentmerkmale und Talenterkennung ist in diesem Zusammenhang aber doch wichtig. Bennoah spricht ja auch von "Talent" bzw. "Talenten".


    Wir haben bei uns in der G auch einen Jungen, der alles platt macht. Das kommt aber daher, dass er körperlich zwar gar nicht groß, abet ansonsten extrem weit und kräftig ist. Das ist zwar auch ein Talentmerkmal, aber ja doch für sich genommen noch ein bißchen wenig, um wirklich von einem "Talent" sprechen zu können.


    Ich denke, ein guter Trainer kann solche Dinge einordnen, sieht, was Kinder mitbringen und wo die Notwendigkeit besteht, sie zu entwickeln.

    Ich verstehe nicht ganz, wo das Problem ist :)


    In einer nicht-selektierten Breitensport-Mannschaft ist es ja normal, dass es eine mehr oder weniger extreme Leistungsschere gibt.


    In der G und F sehe ich darin aus Ausbildungssicht überhaupt kein Problem. Und 11 Kinder ist doch optimal.

    Ich finde ja das System mit den BFV-NLZ interessant.


    Ich würde ja sagen, im Prinzip gibt es das bei uns in Norddeutschland auch. Bei uns läuft es nur "inoffiziell", ohne die Transparenz eines entsprechenden Zertifizierungssystems auf Verbandsebene. Bei uns im Norden gibt es in diesem Zwischenbereich zwischen NLZ und Breitensport meiner Wahrnehmung nach ziemlichen Wildwuchs.

    Für fußballbegeisterte, bewegungsfreudige Kinder gibt es da eigentlich kein Limit. Die kriegen nie genug. Die Frage ist, was die Eltern mitmachen.


    An sich reicht in dem Alter Training 1x/Woche. Bei uns ist 2x/Woche Training à 60min.

    Fechter, niemand schiebt die Verantwortung für die WM auf die U-Teams ab, das ist doch absurd. Du vermischt zwei Themen.


    Bei der WM sehe ich es mittlerweile so, dass da einiges zusammengekommen ist und auch, insbesondere gegen Südkorea, einfach Pech dabei war. Deutschland hatte da durchaus Chancen, gerade Özil hat eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Nicht zuletzt das Ding von Hummels war eigentlich eine 100%ige und es ist unglaublich, dass er den nicht gemacht hat.


    Wir hatten letztens Hallen-Endrunde und der Top-favorit, die eigentlich bis dahin in der Halle alles gerockt haben, haben beim Abschlussturnier nur einen Platz im Mittelfeld der Abschlusstabelle gemacht. Insbesondere das Spiel gegen uns hat sie demoralisiert und war gefühlt der Knackpunkt. Das war eigentlich eine klare Kiste, ein Spiel auf ein Tor (nämlich unsers:saint:). Aber es sollte einfach nicht sein. Irgendwie war immer noch ein Bein dazwischen oder der Spieler hat verzogen, was auch immer. Wir hatten im ganzen Spiel nur einen einzigen Torschuss, und das Ding saß. War für uns geil, aber war natürlich total unverdient. Aber manchmal läuft es eben im Fußball so. Und bei dem Turnier hat man gemerkt, dass das besagte Spiel bei den Kindern des Top-Favoriten den Flow abgerissen hat, die Leichtigkeit war danach futsch.

    Powerzwergenpapa, ich finde die Bewertung falsch, dies mit fußballbegeistert abzutun. Und nein, das dürfen sie nicht! Kein Kind hat das Recht einem anderen weh zu tun durch überharte Spielweise. Und kein Kind sollte so gepusht sein, dass es ausrastet. Es ist Teil der Sorgfaltspflicht, dafür zu sorgen, dass so was nicht passiert und da muss man den Hitzkopf eben mal runter nehmen bevor was passiert.

    Ich sehe es so wie let1612 und Follkao.


    Der Impetus des Kindes Ist nicht das Problem, den würde ich auch nie bremsen wollen. Im Gegenteil, ich finde das toll, wenn die Kinder Feuer haben, gewinnen wollen, sich für ihr Team einsetzen.


    Die Wahl der Mittel ist das Problem. Daran trägt aber - meiner persönlichen Erfahrung nach - nicht der Junge schuld. Das sagt Libra ja auch, wenn ich es richtig verstanden habe, dass der Trainer das Spiel mitgespielt hat. Der Junge spiegelt da nur das, was ihm die Erwachsenen vorleben. "Das beste am Straßenfußball früher war, dass kein Erwachsener dabei war." (Hermann Hummels, ist aus dem Gedächtnis zitiert.)

    Libra, also dass der Trainer da mitmacht, finde ich auch nicht gut. Ein Trainer sollte da beruhigend wirken.


    Aber ansonsten, hört sich an als ob der Junge super fussballbegeistert wäre, so wünscht man es sich doch.


    Natürlich schlagen Kinder manchmal noch über die Stränge. Dafür sind es ja Kinder, da darf man das noch ?


    Bei einem unserer letzten Turniere gab es einen Jungen, den man nur einmal schief anzuschauen brauchte, schon lag er weinend am Boden (obwohl der Junge aussergewöhnlich groß und kräftig war). Es war offensichtlich, dass es der Junge nicht akzeptieren wollte, wenn er einen Zweikampf verloren hat. Das war nicht zuletzt auch deshalb nervig, weil das zu ständigen Spielunterbrechungen geführt hat. Aber sein Trainer ist da gut mit umgegangen. Anstatt das Spiel mitzuspielen, hat er den Jungen, als er mal wieder heulend am Boden lag, ausgewechselt, mit ihm liebevoll ein paar ernste Worte gewechselt und danach war gut.

    Ich meine, der Auftrag Spieler richtig gut auszubilden, sollte wieder stärker hin zu den Amateur-Vereinen vor Ort gehen. Die Idee mit den NLZ war vielleicht mal gut, aber das System hat sich - aus verschiedenen und im Einzelnen ja auch durchaus nachvollziehbaren Gründen - in die falsche Richtung entwickelt.


    -Kinder, die in ihrem Umfeld vor Ort gefördert werden

    -Knowhow, das aus den NLZ in die kleinen Vereine transferiert wird, durch Kooperationsmodelle (auf Kreisebene!), durch die Fussballschulen, durch Fortbildungsangebote für die Trainer.

    -Kifu als Fussball sui generis betrachten (Also nicht als Erwachsenenfussball in Klein)


    Ich fürchte, dass das nicht so einfach ist, aber ich meine, dass sich auch die NLZs verändern müssen. Bis einschließlich D-Jugend sollten die Kinder in ihrem vertrauten Umfeld bleiben und die Begabten dort auch ausreichend gefördert werden können. Statt das Geld in aufwendige Strukturen zu investieren, sollten sich die großen Vereine als Multiplikatoren verstehen.


    Von den Weltmeistern 2014 war m.W. kein Spieler in einem Internat und Lahm oder auch Schweinsteiger waren m. W. bis zur D-Jugend in ihren Heimatvereinen.

    Ist ja schön, dass diese Mannschaft erfolgreich ist. Die eigentliche Frage, die für mich in diesem Thread schlummert, lautet: zu welchem Preis?


    Kann ich nicht beurteilen. Gibt es Videos von der Mannschaft?


    Ich kenne Vereine, die versuchen, trotz schlechter Rahmenbedingungen "mit den Großen" mitzuhalten. Nach meiner Wahrnehmung ist das, grob gesagt, im Sinne des Ausbildungsgedankens nicht gerade hilfreich.

    Ballaufpumper, wir sind F-Jugend in der Großstadt. Alle Kinder spielen gleiche Zeit. Wir haben keine Abgänge, dafür können wir uns vor Zugängen nicht retten, weshalb wir mittlerweile fast 20 Kids in der Mannschaft haben.


    Ich denke, für die Eltern ist wichtig, dass sie ein gutes Gefühl haben bei dem Verein, bei dem ihr Kind spielt. Wir haben auch einfach einen sehr guten Ruf, weil alle Teams hochklassig spielen und wir regelmäßig viele Kids ins NLZ abgeben bzw. in der Auswahl haben.


    So pauschal kann man das also nicht sagen. Einen guten Ruf muss man sich natürlich über Jahre erarbeiten. Aber das Thema Elternkommunikation ist auch ganz wichtig. Wenn man das gut kommuniziert und wenn die Eltern eine gute Entwicklung sehen, dann bleiben sie auch.

    Don Quijote,

    naja, die beiden Trainer haben ja mit ihren beiden Söhnen die zentralen Säulen ihres Teams. Das macht es leichter, Abgänge zu ersetzen, weil das Team nur um die beiden herum gebaut werden muss.


    Ich habe keine Ahnung, aber nehmen wir an, die beiden Trainersöhne sind sehr ballsicher, abschluss- und stark im Spielaufbau. Dann braucht es ergänzend dazu "nur" ein paar Kids, die Körper haben und diszipliniert sind; vielleicht dazu noch einen Jungen, der vorne als Passabnehmer eingesetzt werden kann und das reicht schon.

    1. Es gibt Millionen Eltern, die es für naturgegeben halten, dass ihr Kind so geil kickt, dass Kaliber wie Real Madrid oder PSG gerade gut genug sind.


    2. Es gibt noch viel mehr Eltern, die es Supergeil finden, wenn ihr Kind gegen solche Kaliber spielt.


    3. Es gibt darunter immer noch genügend, die dafür bereit und in der Lage sind, (fast) jeden Preis zu bezahlen.


    Deshalb gibt es im KIFU solche Parallelstrukturen, die gerade an Standorten mit einem großen Einzugsgebiet sich relativ lange halten können. Es gibt ja auch einige Beispiele für Fussballer-Karrieren, die über diesen Weg gestartet sind.


    Über das Für und Wider bei der Karriereplanung für ihr Kind müssen die Eltern im jeweiligen Einzelfall entscheiden. Dieser Frankfurter Verein hat dabei einige Argumente auf seiner Seite. Deshalb kann er ja auch in der u12 noch auf so einem Level spielen.


    Zufälligerweise sind es die Trainersöhne, die in diesem Team hervorstechen. Ja, das ist natürlich mal echt außergewöhnlich, dass es auch noch beide Trainersöhne sind. Das kennt man ja sonst so gar nicht. SCNR


    Solche Strukturen ausserhalb der NLZ können sich eine Zeit halten, bei großen Standorten wie Frankfurt geht das auch länger, aber irgendwann ist Schluss. Bei diesem Team scheint das, wenn man zwischen den Zeilen liest, sehr bald der Fall zu sein. Ist aber auch normal.


    Edit.

    Dass in einem der Artikel darüber geschrieben wird, dass eines der Kinder "alle Anlagen" für einen Profi hat, finde ich nicht gerade verantwortungsbewusst. U12 sind für mich immer noch Kinder. Ich finde, da sollte man sich mit so etwas zurückhalten.

    Mamaohneplan wenn dein Junge so fussballverrückt ist, dann wird er das auch ausleben - egal wo, egal bei welchem Wetter, egal mit was für einem Ball, egal ob alleine oder mit wem auch immer.


    Ich lese bei dir zwei Probleme

    - seit er in der F ist, ist das Team nicht mehr so "erfolgreich" (=die Ergebnisse stimmen vermeintlich nicht mehr)

    - dein Junge spielt scheinbar nicht mehr so gut (=verliert manchmal den Ball, schießt weniger Tore)


    Jetzt soll die Lösung 'mehr Training' sein?


    Das ist m. E. ein Trugschluss.


    Erst einmal ist der vermeintliche 'Leistungseinbruch' als F-Jungjahrgang nicht verwunderlich, im Gegenteil. Die Gegenspiel sind da halt - tendenziell - älter, größer und kräftiger.


    Dann ist da noch das von dir geschilderte Spielverhalten (wildes Hinter-dem-Ball-Herrennen vs. strukturiertes Zusammenspiel). Auch dieses von dir geschilderte Verhalten eures Teams ist für einen F-Jungjahrgang völlig normal. Genauso normal ist es, dass das Spiel eurer Altjahrgangs-Gegner bereits strukturierter wirkt. Da geschieht in der F zur E hin eine Entwicklung, die auch bei eurem Team - mehr oder weniger - zu beobachten sein wird und sich ganz normal im Laufe der Zeit einstellt.


    Fussballschulen, Trainieren in der F1 usw., alles schön und gut, werden aber nichts verändern. Da kann es eigentlich nur darum gehen, euerm Jungen einfach eine Freude zu machen und dann ist das auch gut! ?


    Ich bekomme gerade ein wenig das Sichtungsprozedere unseres örtlichen NLZ mit. Da sind einige Kinder, das ist völlig bekloppt, die haben Training und werden von ihren Eltern noch für teures Geld zu x Fördertraings, privaten Fussballschulen usw. hingeschleppt. In der wahnwitzigen Hoffnung, dass ihr Kind einen Platz im Kader des NLZ bekommt. Tatsächlich bringt es aber absolut gar nichts!

    Also bei uns sind nach Niederlagen auch schon Tränen geflossen. Ich finde das völlig okay. Meiner Erfahrung nach ist das für die Kinder dann auch schnell abgehakt.


    Zum Thema Schuldzuweisungen kann ich mal eine kleine Geschichte erzählen, ist schon etwas her. Das Team führt souverän 3:0. Ein Junge war hochmotiviert und hat ein super Spiel gemacht, weil er gegen seine Klassenkameraden gespielt hat. Nachdem der Junge ausgewechselt wurde, haben seine Mitspieler das Spiel in kürzester Zeit noch hergeschenkt. Der Junge saß hinterher heulend bei seinem Vater. Da hätte ich es okay gefunden, wenn der Junge seinen Mitspielern ein paar deutliche Worte sagt. Hat er nicht gemacht :)


    Schuldzuweisungen gegen einzelne würde ich aber sehr konsequent unterbinden.


    Gegenüber den Eltern finde ich es wichtig, dass man mit ihnen spricht und erklärt. Ich war kürzlich auf einem großen Vereinsturnier. Da waren einige Teams, deren Platzierung nicht ihre Leistung widergespiegelt hat. Umgekehrt war da etwa der Drittplatzierte, das fand ich schon peinlich für eine Kindermannschaft, mit was für einer niedrigen Torausbeute die sich den "Erfolg" ergaunert haben.


    Solche Dinge kann man auch seinen Eltern verständlich machen, die haben ja auch Augen im Kopf.

    Störungen von aussen beeinflussen natürlich die Kinder. Ein Stück weit ist das unvermeidlich und die Kinder müssen lernen, das auszublenden.


    Problematisch wird es, wenn es die Kinder in ihrer Entscheidungsfindung beeinflusst. Deshalb sind mir die leisen, zurückhaltenden Trainer lieber.


    Ich sehe es auch so wie Goodie, dass anfangs eigentlich erst einmal Druck raus genommen werden bzw. erst langsam aufgebaut werden muss, weil Kindern erstmal zugestanden werden muss, Gelerntes sich in ihrem eigenen Tempo anzueignen. Ich kenne es auch so: Sorgfalt vor Schnelligkeit.

    Ich für mich habe beschlossen, im Kleinfeldbereich nur noch solange wie unbedingt notwendig zu trainieren.

    Ich will nicht sagen, ab D-Jugend wird alles besser, aber das Zuschauerinteresse niemand rapide ab und das hilft schonmal.


    Kann ich so nicht sagen. Ich habe schon extrem heftige D-Jugend-Spiele gesehen.


    Statt der Mamas stehen irgendwann die Feundinnen am Platz. Oder noch besser: die Mamas und Freundinnen :cursing: