Interessant. Mir gefällt natürlich der Ansatz der Familie, das Team nicht im Stich zu lassen. Das halte ich sogar für Pflicht im Mannschaftssport! Jedoch bin ich bisher mit dieser Ansicht immer davon ausgegangen, dass die Jungs grundsätzlich kommen wollen und spielen wollen und sogar mit Spaß.
Dieser Fall ist da schon anders. Sollte der Junge tatsächlich nicht mehr spielen wollen würde ich daher mit ihm und den Eltern besprechen, ob es möglich wäre, dass er zumindest für Spiele zur Verfügung steht, die sonst mangels Spieler nicht stattfinden könnten. Das wäre doch genug - so viele sind das nicht mehr. Warum dann diese Sache mit 1 mal trainieren? Ist das eine Vorgabe von Dir, dass wer nicht trainiert auch nicht spielt?
Da er grundsätzlich noch Mitglied ist und genauso auch bezahlt wie alle, gibt es keinen echten Grund, ihn von Deiner Seite aus anders zu behandeln als andere. Auch wenn das wohl subjektiv immer passieren wird. Ich wusste am Ende der letzten Saison, dass ein Junge zur Einschulung in einen anderen Sprengel ziehen wird und er auch deshalb nicht mehr kommen würde. Seitdem war es mir auch irgendwie nicht mehr wichtig, ob er kommt oder nicht und habe bei dieser Familie dann auch nicht mehr für-egal-was hinterhertelefoniert oder so.
Dass er trotzdem selbstverständlich zur Abschlussfete eingeladen wird und so ist logisch; eine Verabschiedung gehört dann, wenn man das schon weiß, auch zum state of the art.
Lass dir wirklich mal von ihm erzählen was er so denkt du sagt. Nimmer dir gerne dafür mehr Zeit als nur 1 Minute - Cotrainer macht das training und du spazierst solange mit ihm eine runde um den Platz oder setzt dich mit ihm irgendwo auf eine Bank wo ihr ungestört seid.
Aber die aktuelle Lösung einmal weniger Training und sonst alles gleich obwohl er angeblich nicht mehr möchte kommt mir verbesserungswürdig vor und hat irgendwie ein "geschmäckle", zumal du ja genug Wechsler hast.