Beiträge von Ersatzbank

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    Wir haben in der jungen E seit 2 Jahren 2 Mannschaften mit je 10 Kindern bei 6+1. Dadurch können immer alle spielen. In der 1.klappt das super, weil immer alle da sind. In der 2. gibt es öfter Probleme mit Absagen, sodass der Trainer da langsam aufstocken will.

    Ich denke da liegt der Hund begraben. In der "1." spielen einfach meist Kinder, die mehr Lust auf Fußball haben und/oder das Elternhaus entsprechend mitzieht und weiß was Mannschaftssport verlangt. Und so würde ich das aber auch beim aufteilen der Mannschaften berücksichtigen. Der TE rechnet mit etwa 15 Kindern und er hat bestimmt auch eine Statistik über Trainingsbeteiligung und Spielbeteiligung. Ausgehend davon von den 15 Spieler so viele in die eine Mannschaft schieben, dass er sicher sein kann, das Team funktioniert, sollte eine ziemlich zuverlässige Aussage darüber ergeben wie seine Mannschaft sich präsentiert und man wird dann auch sehr schnell erkennen, wie viele dann letztlich noch für die zweite Mannschaft übrig bleiben. Bei fleissigen Spielern kommt er vielleciht mit einer Truppe aus 10 oder gar 9 Jungs gut durch, bei weniger fleißigen braucht er vielleicht die berühmten 12 (ist so ein Standardwert den ich mal irgendwo gelesen habe: für 6+1 seien 12 spieler als Faustgröße gut.) oder gar 13.
    Selbst bei 9 hat er nur 6 für Mannschaft 2 - also eigentlich ist das gesamte Gedanken spiel damit erledigt.

    Wenn du es so abänderst, unterschreibe ich das:
    "Wenn du willst, dass die schwächeren auch an Bälle kommen, dann nimm die Starken raus und spiele gegen ein gleich oder ähnlich schwaches Team". Ansonsten wird es sehr frustrierend für die Kids, die evtl. dann den Hintern versohlt bekommen.
    Selbst in meiner C-Jugend ist es so, dass wenn ich die jüngeren im Training Frage: "Abschlußspiel als Großfeldspiel (gemischt mit den älteren)?" die meisten es ablehnen, mit der Begründung, da sie dann ja eh kaum Bälle bekommen von den Älteren...

    Genau so wie du das ausformuliert hast, meine ich es auch (siehe meine Antwort Nr. 32 weiter oben).

    Bin begeistert! Ich habe ja mitbekommen, dass es in Essen bis in die E gespielt wird. Aber wenn ich mir vorstelle, dass es Regionen in D gibt, die bereits erfolgreich FPL-Abwandlungen in der D erfolgreich spielen, dann werde ich schon fast wieder traurig, dass es in meiner Region so viele Ewiggestrige gibt, die FPL nicht mal in der F wollen.


    Bitte mehr davon!

    Bei uns in der F pfeifft immer der Gasttrainer das Spiel! Bedeutet also, dass der Trainer oder Co über den Platz läuft und seine Mannschaft coacht und nebenbei pfeifft. Also durch die Fairplayliga verlieren wir bei uns keine Schiedsrichter sondern die Kinder können endlich ungestört spielen. Es ist aber wichtig den Nachwuchs Schiris Platz zu schaffen. Das kann aber doch problemlos in der D losgehen, oder?

    die Sichtweise halte ich für zu naiv.
    Nachwuchsschiris werden schon ab der ersten Millisekunde in der die FPL nicht mehr greift von den üblichen verdächtigen fertig gemacht. Und das tut mächtig weh. Wer einen Jugendlichen Schiri wie auch immer aggressiv anschreit oder fertig macht dem gehören eigentlich die Kniescheiben gebrochen.
    Ich war damals gerade 18 als ich die ersten Spiele gepfiffen hatte. Alleine auf fremden Platz. Noch Schüler. Keine Erfahrung, Eigentlich noch mehr Kind als Erwachsener. Keinem kannst du es recht machen. Alle brüllen dich aggressiv an - egal ob D oder A oder Herren. Du weißt nie ob Du jetzt aufs Maul bekommst. Oder ob Dir denn der andere Verein zur Seite steht - weil du ja selbst weißt, dass du beiderseitig manches anders gepfiffen hast als die Meute das will. Das ist so ein scheiss Job. Und das beginnt in manchen Regionen und Verbänden in der G. Letztes Jahr habe ich es erlebt. ein Teenager Pfiff eine E1. das Kind wusste gar nicht mehr was es tun sollte. Der Junge war vielleicht 16. Ein duzend Erwachsene Blökte ihn an. Alle Achtung vor ihm , weil er nicht es geschafft hat nicht in Tränen auszubrechen. Ich bin seit 2 Jahren im Kifu und hier in meiner Umgebung mache ich jeden rund, der meint er kann einen auf Arsch machen. Für nächsten Samstag habe ich sogar mit dem befreundeten Turnierleiter schon eine Ansprache vorbereitet, weil es ein Team nicht schafft die Fresse zu halten. Es wird wohl ken Sturkopf etwas lernen - aber man muss die Stirn bieten.
    Der Nachwuchs-Schiri sollte doch genauso wie die Kinder in entspannter Atmosphäre auch Fehler machen dürfen ohne dass er sich vor Angst gleich einpissen muss.
    Ich bin übrigens letztes Jahr zu dem einen trainer (leider unser eigener Verein - den Mann hab ich später nie mehr gesehen) hingegangen und hab gefragt was er da treibt. Dann hat sich alles ein wenig beruhigt, nachdem ich ihnein wenig gebramst habe.

    Ähnliche Erfahrungen wie hier schon beschreiben - Kinder verstehen das schnell, gewöhnen sich auch schnell daran.


    Es gibt ja eine Reihe von Sportarten, in denen ohnehin in Blöcken gespielt wird (Eishockey, Floorball...). In Abweichung zum Kommentar von @Skriwer habe ich da gelernt: für die Entwicklung der Spieler ist es am besten, wenn die Stärksten (und dann logischerweise auch die Schwächsten) zusammenspielen, gerade unter Wettkampfbedingungen. Es gibt dann auch weniger Unmut (der "Star" spielt nicht ab, weil der Ball seiner Meinung nach eh verloren geht), und oft ist man gerade von seinen "Schwächeren" überrascht, wie sie sich dann ins Zeug legen (und sich nicht auf den "Star" des Blocks verlassen). Natürlich gilt das nicht sklavisch, manche Spieler spielen trotz homogenem Leistungsniveau einfach nicht gut zusammen.

    wenn drei unterschiedlich starke blöcke: dann ist auch immer gleichzeitig zum schwächsten Block mindestens ein moderater Block auf dem Feld - dann geht das Team schon mal nicht unter!


    Wobei ich mit dem Gedanken horizontal zu rotieren bisher tatsächlich noch nicht geliebäugelt habe ( Skriwer).

    Auch für das Problem, dass die Verbleibenden dann Sorgen haben müssten, keine Chance zu haben, ist es wichtig mit dem anderen Trainer zu reden. Der sollte dann halt auch fair sein und schwache spielen lassen. Leider übersteigt das bei vielen den Horizont und ist deshalb ein systemisches Problem in der Spielform, die dringend geändert werden muss.

    Meine Erfahrung damit: Habe das in der Halle mit meiner gemischten F gemacht: Kapiert haben das alle schnell. Aber ich habe es wieder aufgegeben. Weiß nicht so genau warum eigentlich - es war nicht geplant es wieder aufzugeben - das hat sich einfach entwickelt, weil es manchmal einfach nicht gepasst hat und ich habe den Weg zurück noch nicht wieder gefunden.

    Diskussionen über "Alternative Wege und Möglichkeiten" geben ja Raum zum ungestraften ausleben von Fantasie :) :
    - Gib Videos vor: Mentaltraining.
    - Bilde Lerntandems: 1 A-Jugendlicher bekommt eine fixen Trainings-Paten aus dem Seniorenbereich.
    - Die Jugendlichen dürfen sich selbst mehr an der Trainingsplanung beteiligen: "Lehrprobenmäßig" zu einem Thema, dass dem Buben selbst aufgefallen ist - binde die Jungs mehr ein.


    Der Knackpunkt - so von den ersten Eindrücken - wird sein, dass Ruhe am Platz herrscht. Min. zwei Väter stehen mit den Zehen auf der Seitenlinie und texten beim Abschlussspiel.
    "Pass auf!", "Schieß", "Lauf"...
    *grrrr* das kann ich leiden wie Zahnschmerzen und Fußpilz.

    Frag sie einfach ob sie ihre Kinder für so doof halten. ... :saint:

    ...


    Unentschuldigt fehlen geht freilich gar nicht! Du musst nicht den Bambinis die Werte vermitteln sondern den Eltern. Da wäre ich auch knatschig und wenn mein Kader nicht super klein wäre, würde ich den Eltern klar machen, dass man auf solche Familien verzichten kann. Dann sollen sie sich einen Sport ohne Wettkampfbeteiligung suchen.

    :thumbup: Yessssssssssssss!!!!!!!

    Das kommt auf dein Team an. Häufig geben die starken Spieler den Jüngeren Sicherheit. Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass die Stärkeren mal zusammen spielen wollten, ohne die Schwächeren dabei zu haben.

    Wenn die Starken das Grundgerüst bilden, dann sind die Schwachen doch sowieso nur schmückendes Beiwerk. Wenn du willst, dass die schwächeren auch an Bälle kommen, dann nimm die Starken raus. Wenn du jedoch einfach mal den Blümchenpflückern die Chance geben willst sich zu akklimatisieren, dann ist es ok, wenn das Grundgerüst manchmal bleibt. Oft ist es ja so, dass wenn ein Kind zum ersten mal dabei ist, du gar nicht sicher sein kannst, ob das Kind nicht einfach lieber mal bei Dir an der Linie stehen bleiben möchte - wenn das so ist, dann kannst den Jungen ein wenig aufklären und fragen was er so sieht, das ist oft schon das höchste was auch manchen Zwerg herausgekitzelt werden kann. Ich hatte sogar schon Kinder die nach dem Umziehen wieder nach Hause gefahren sind. Das ist alles gut, wenn es für das Kind eine positive Erfahrung ist. also wenn einer partout nicht den Durchblick hat zu spielen, dann kannst du drum herum auch deine Starken stehen lassen.

    Es ist doch zu begrüßen, wenn die Kinder die Sache ernst nehmen. Besser als la Paloma, komm ich heut nicht, komm ich morgen. Wieso ziehen die Eltern nicht mit? Vor der Saison wird den Eltern erklärt, wie es ablaufen soll. Wer damit ein Problem hat, kann und muss es sagen.Wie gesagt, über einige Jahre hinweg ist es meine Erfahrung, dass bei einem engen Kader Kinder und Eltern sehr gut mitziehen, während bei (zu) großen Kadern schnell Absagen mit der Ausrede kommen, es sind doch noch genug andere Kinder da.
    Es ist eine gute Schule, wenn die Kinder und Eltern von klein auf daran gewöhnt werden, verläßlich zu sein. Ein weitere Erfahrung: im Alter ab D aufwärts, wo es dann meistens (zumindest hier in der Region) auf jedes Kind ankommt, tun sich die Kinder schwerer, wenn sie plötzlich immer dabei sein "müssen", es aber über Jahre hinweg nicht gewohnt waren.

    F-Kinder sind eigentlich sogar noch zu klein, um ohne Aufsichtspersonen zu Hause zu bleiben. Wenn Kinder so extrem Abhängig sind vom Goodwill der Eltern, dann will ich keinen solchen Sozialdruck ausüben. Es spielen nun mal nicht die Eltern und es soll OK sein, wenn es Sachen neben dem Fußball gibt. Ich schreibe das so, obwohl ich genau die Probleme die Du bei großen Teams beschreibst massiv derzeit habe. Die Kinder haben gerade erst gelernt, dass man in die Schule muss. Das befreit die Familien, die vielleicht bevor sie Kinder hatten selbst nie im Verein gewesen sind nicht von der Pflicht sich ordentlich an- und abzumelden.

    Dann kann man ja trotzdem einschreiten und das Spiel unterbrechen...und dann den Trainer ansprechen. Vorher geht das Spiel nicht weiter....

    Genau so sehe ich das auch. Wenn der andere Trainer durch Ignoranz glänzt und einfach weiterspielt, dann ist das gegen die Regel. Das Spiel geht dann weiter wenn beide Trainer einvernehmlich eine Lösung gefunden haben. Im Zweifel wird die verlorene Zeit halt nachgespielt. Und im Zweifel verschiebt sich dann halt das ganze Turnier. Aber das ist egal. Es gibt keine Verbandsregel, die besagt der turnierablaufplan ist unter allen Umständen einzuhalten. aber es gibt die Regel in der FPL, dass die Trainer im Zweifel einvernehmlich eine Lösung herbeiführen sollen.
    Ich hab für solche Zwecke immer meine Pfeife in der Tasche - und ich mache das auch.

    In so einem arroganten Fall von Elternwahn: Du machst die Regeln. Fertig.
    Unentschuldigt beim Spiel fehlen ist mit die größte Verfehlung die die Eltern machen können. Wer das mehrfach macht hat nichts zu fordern.

    Das heisseste Eisen bei mir sind die Zu- und Absagen.
    Aber auch wichtig ist die Eltern zu Wort kommen zu lassen und abzufragen welche Erwartungen sie haben. Damit das gut klappt empfehle ich eine Gruppenarbeit (3 Gruppen mit je 6 Leuten oder so) mit Gruppenpräsentation nach der Vorstellungsrunde. Fotodoku der Ergebnisse machen!

    In Hessen wird doch 1+6 gespielt, da würde ich bei 19 Kindern schon zwei Mannschaften melden.Meine Erfahrung ist: enge Kader führen zu mehr Verantwortung. Jedes Kind /Elternteil weiß, dass es auf den Einzelnen ankommt. Eine Absage wegen Oma´s Geburtstag oder einem Friseurtermin kommt da längst nicht so schnell, wie bei einem sehr großen Kader, bei dem eh immer 4-5 Kinder nicht nominiert werden. Auch das Gefühl unbedingt gebraucht zu werden, ist eine wichtige Erfahrung.

    Diese wichtige Erfahrung bringt aber auch viel Unruhe in die Familien. Die kinder nehmen den Fußball dann sehr wichtig und die Eltern ziehen nicht mit. Ich denke in der F2 sollte das noch nicht mit einkalkuliert werden, daher präferiere ich lieber entspanntere Kadergrößen.

    Heute mit einem Trainer gesprochen: Seine Kinder wollen kein 7:7 mehr spielen, sondern nur noch Funiño :)


    Leider aber auch: oben bereits erwähnt neue Mannschaft macht uns echt sorgen. Es gibt einfach Leute die passen nirgendwo rein. Man sollte einfach, wenn man neu in eine Gruppe kommt, Respekt vor der Gruppe haben und nicht erwarten, dass die Gruppe sich dem Neuling anpasst und alles erkämpfte über Bord wirft. Korreliert Empathie eigentlich positiv mit dem IQ??

    Sarkastisch gesagt: Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es im Jugendfußball Paralleluniversen gibt. Warum?
    Hier im Forum bekomme ich aufgrund des geschilderten Ansinnens, aus Leistungsgründen eine Spielgemeinschaft eingehen und dort die Kinder auch noch nach Leistung in E1 und E2 aufteilen zu wollen, heftigsten Gegenwind.
    Hier in Mittelfranken wurde ich mittlerweile von einem Dutzend E-Jugendtrainern angesprochen, ob wir nicht Lust hätten, eine Spielgemeinschaft zu gründen, um genau die beschriebene Struktur einzuführen. Hab denen natürlich abgesagt, weil wir das ja schon vorhaben. Gleichzeitig ernte ich höchstes Lob von Jugendleitern der umliegenden Vereine, die mich ansprechen, weil ich nach deren Meinung "genau die richtigen Schritte unternehme, gute Spieler zu fördern."


    Worauf ich hinaus will: Man kann immer unterschiedlicher Meinung sein, aber ihr solltet immer offen genug sein zu erkennen, dass es sehr viele Leute im Jugendfußball gibt, wie meine Philosophie nicht so ganz schlecht finden ... :whistling:

    @Das_Huhn
    Ich habe in meinem Umfeld bestimmt 85% der Menschen bei denen ich problemlos wie du agieren könnte. vielleicht 5% wie ich denkende - ach was - 2%! Trotzdem gebe ich mir den Gegenwind. Ich habe keine Ahnung warum eigentlich - außer meiner inneren Überzeugung. Niemand würde mich kritisieren, ja sogar eben alle gut heißen. Auch Trainer die mein Konzept nicht kennen und die mich irgendwo auf Turnieren treffen finden es gut was ich mache, ohne zu wissen was ich mache - gut mit den Kindern umzugehen geht ja in beiden deiner Universen. Aber sooft ich die Sache auch in allen möglichen Varianten zu ende denke - und im weiterdenken bin ich sehr leidenschaftlich - komme ich immer wieder zum selben Ergebnis: Der Ergebnisansatz ist bei Kindern im Breitensport nicht haltbar.
    On topp: Gibt es außer Aussagen "Ihr ihn eurer rosaroten welt" und "die Praxis ist nicht schwarzweiß" oder "komm doch endlich ins echte Leben" nichts, was die Richtigkeit des Ergebnisuniversums rechtfertigt. Dummer Weise lebe ich dann einfach lieber in einem idealen Theorieuniversum, das nur in Utopia machbar ist und versuche es vorzuleben, als dass ich meine Überzeugungen über Bord werfe. Dabei ist mir klar. Das macht mein Leben nicht einfacher! Bin halt nicht der Typ für den einfach Weg. Dieses wir folgen der Mehrheit weil es bequem ist und alle gut finden hat für mich zu wenig "alles". Ich denke gerne selbst!

    Chacka!