Beiträge von Ersatzbank

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    AlexD hat recht: die zu späten Abmeldungen sind viel schlimmer! Denn das nimmt einem die Möglichkeit zu reagieren. Und oft stört es dann eben einfach nur.


    Fantomas Ich habe einen Jungen, der kann einfach nicht Fußball. Der kann auch nicht Motorik. Und er lebt in einer Traumwelt - hört selten zu was ich sage und führt nie aus was ich meine. dieser Junge kommt nur zu etwa 50% der Termine und wird nicht besser. Seine entwicklungskurve ist nicht so steil wie bei den anderen Kindern. Er wird wohl den Anschluss verlieren. Die Ausreden sind vielfältig. Ich habe keine Warteliste. Aber die Eltern-Kommunikation ist 1a vorbildlich. Die Kinder im Team kommen mit ihm ordentlich aus. Da gibt es nichts zu bemängeln. Und der Junge selbst kommt wirklich gerne. Meine Lösung: Ich werde ihn einfach ohne Gespräch und irgendetwas weiter mitmachen lassen. Warum auch nicht?

    Ersatzbank : Hast du denn dein Training aufgrund des Wunsches nach 7vs7 etwas angepasst?

    Nur wenig. in Spielen mache ich es seither immer so, das wenn ich ungerade Anzahl Spieler habe das Spielfeld asynchron aufbaue: eine Hälfte Funino und eine Hälfte klassisches Tor mit Torwart und zwei Halbzeiten Spiele.

    Und wie letztes Jahr habe ich mit der Hallensaison begonnen ein wenig mehr schusstraining zu machen.

    jetzt in der Halle spielt man ja sowieso 5:5 oder 6:6, das ist so ein Kompromiß, der mir sehr entgegen kommt. und ab Mai fahren wir auf 7:7 Turniere.

    Mein Ansatz ist ähnlich vermischt. Wobei ich die Schwerpunkte bei Wein setze und ab und an in einer Art Benchmark-Training betrachte, ob die Kinder dabei Fortschritte zeigen wie ich sie mir aus Sicht der dfb Pyramide vorstelle. Mit anderen Worten, ich freue mich, wenn das was die dfb Pyramide fordert bei meinen Jungs durch das Konzept von Horst Wein automatisch rechtzeitig sichtbar wird. Da das eigentlich klappt, ist das für mich wiederum die Bestätigung, dass das Konzept funktioniert und das auch ich nicht alles verkehrt mache.


    A(ni)mateur da hast du sehr gut aufgepasst - und Recht! :thumbup:Ich werde meine f1 an meinen Co abgeben und wieder eine f2 übernehmen. Und inzwischen bin ich sogar tatsächlich in eine Funktion gerutscht: allerdings lautet die "Kleinfeld-Koordinator" - das beinhaltet Funino und Fairplay.

    Nun ist es so, dass mein Co und ich natürlich schon miteinander die Zeit in der E planen und solche Gedanken durchspielen.

    Ich selbst könnte mir dann schon vorstellen in drei Jahren meine künftige F2 in die E zu führen. Aber das ist noch weit weg und hängt davon ab, wie das Funino sich manifestiert. 8)

    Es geht mich als Trainer definitiv nichts an, warum die Kinder nicht kommen. Was mich angeht: Wann die Kinder wieder kommen werden/könnten. Dafür ist es wichtig genannt zu bekommen Krank/verletzt/schule/Was-auch-immer. Aber ich habe kein Anrecht darauf, es zu verlangen.

    Anderes ergibt sich im Sonderfall.

    Ich hatte eine unterirdische Beteiligungsquote - also habe ich versucht herauszufinden woran das liegt. Dazu gehört natürlich auch, die Absage- und Teilnahmementalität zu beleuchten.

    Neben einigen anderen Maßnahmen habe ich festgestellt, dass die Eltern und Kinder meiner Funinotruppe einfach gerne auch öfter 7:7 spielen würden. Also habe ich ihnen unsere Statistik vor Augen gehalten und gefragt wie ich es machen solle mit so geringen Quoten guten Gewissens ein Spiel zu vereinbaren? Das haben sie Kapiert und es kommen nun durchschnittlich schon so viele, dass ich soweit bin, im Frühjahr Spiele vereinbaren zu können. Durch "Alle spielen gleich" hatte sich ein unguter Schlendrian eingebürgert, der das Team gefährdet hat. Das war ein sehr interessanter Prozess.

    Inzwischen habe ich ein System gefunden, mit dem ich transparent klar stelle, dass ich nur aufstelle, wer sich beteiligt. Ich habe das Gefühl diese Fairness, Transparenz und klare Einhaltung der Richtlinie hilft den Eltern. Die wissen nun auch, woran sie sich orientieren können.

    Durch diese Klarheit, woran es hängt, trat die Frage nach dem "warum fehlt der Junge" in den Hintergrund. Nicht da, bedeutet einfach "Nachteil". Und wie onkel1978 sagt, ist es immer den anwesenden gegenüber unfair, wenn abwesende belohnt werden.

    Ich werde mich in der E weiterhin an H.Wein halten. Da kommen schöne neue Entwicklungen dazu: Verteidiger- und Stürmer- und Torhüter-Spielformen und Übungen. Und es wird der Wahrnehmung Rechnung getragen. Fußball5 und Formino. Bisher war alles auf den dribbelstarken und lauffreudigen Mittelfeldalrounder ausgelegt. Nun werden die Felder größer und die Spezialisierungen halten langsam Einzug. Analog totog sollte es den Spielern nun möglich sein freie Räume zu erkennen: vorausschauend denken.


    Aber grundsätzlich musst du in meinen Augen immer die DFB-Pyramide im Auge behalten - was sich aber nicht mit Wein widerspricht.

    Meine Söhne sind inzwischen beide in der Schule und ivh finde es gar nicht mehr gut, dass der 1.1. der Stichtag ist.

    Als ich keine Kinder hatte, fand ich es gut, sich am Kalenderjahr zu orientieren, weil man sich das einfach besser merken kann - ohne Kinder. Inzwischen sehe ich darin keinerlei Vorteil. Nur den Nachteil, dass die Kinder in einer Schulklasse im Fussball in unterschiedlichen Altersklassen spielen. Das macht nur mehr Aufwand.

    Und ich würde hier auch nicht auflockern oder Tolerant sein - ich würde klare Demarkationslinien ziehen. Denn mMn würde wesentlich mehr Missbrauch getrieben werden, als es sinnvoll eingesetzt wird.

    Ja. Das weiss ich. Es gab bei mir einen Punkt vor etwa 10 Monaten, da haben die Kinder geschnallt, dass sie weniger verlieren, wenn manche weniger oder mehr nicht auf bestimmten Positionen (Tor) spielen. Da habe ich gelernt, dass das Alter in dem es eben "nur" um Spaß geht bei uns sich dem Ende neigt. Wenn die Entwicklung der Kinder so ist, dann muss man dem zwingend Rechnung tragen.

    onkel1978 kennst du die Volksweisheit "Betroffene Hunde bellen"? Es muss sich in einem Diskussionsforum wie diesem doch niemand rechtfertigen.

    Ich lese deine Beiträge immer fleißig und verstehe schon, worauf du hinaus willst.

    Leider ist meine Wahrnehmung auf dem Platz so, dass ich schon glaube zu erkennen wer in deinem und wer eher in meinem Fußball-Weltbild lebt. Und ich stellte für mich eben immer wieder fest, dass in meiner Variante mehr Spaß und weniger Tränen, mehr Fairness und weniger aggressive Lautstärke ihren Platz haben. Deswegen denke ich, es ist ein guter Weg, den ich gehe. und darum diskutiere ich gerne mit anderen, wie dir, in der Hoffnung diesem Weg zu verbreiten. du tust das selbe dich anders herum auch. Schade, das du zwar bemerkst, dass mehr und mehr Trainer es anders sehen als du, aber deine Reaktion ist mMn falsch: du solltest dich eher öffnen, als so zu poltern.

    Ich habe mein Team einmal als "Anderstrainer" wie Vieh zur Schlachtbank einer solchen Leistungsschau getrieben und mit "alle spielen gleich" und "keiner bleibt zu hause" und Rotation bis zum Abwinken sich blamieren lassen. das würde ich nie wieder tun! wenn du dahin gehst, Rate ich dir: passe dich an.

    Und, bitte, stehe deinen Trainer-Mann und lasse nicht abstimmen. Ich empfände es mega feige diese Last auf die Schultern von kleinen Kindern zu legen.


    Eine Möglichkeit wurde noch nicht explizit erwähnt: sage dass Turnier ab.

    Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass das Wetter ungemütlicher geworden ist, oder woran es liegen kann.

    Die letzten Wochen war sehr magere Trainingsbeteiligung, Abmeldungen kamen immer erst kurz vor Trainingsbeginn oder gar nicht.

    Ist irgendwie komisch. Der harte Kern in der Mannschaft beschwert sich auch schon, was mit den anderen Spielerinnen los ist.

    Ist schwierig im Moment alle zu motivieren. Der Teamgeist ist im Moment auf Sparflamme

    Wenn ihr noch draussen trainiert, kann ich das durchaus verstehen.

    Goodie so eine Ballerina habe ich auch - kaum am Ball beginnt er Kreisel zu drehen und zu tanzen und dann ist der Ball auch schon weg - dabei ist er ein echt guter Spieler - bzw.: könnte einer sein. Habe ihm im letzten turnier einfach mal gefragt, warum er das so macht und ihm erklärt wie es auf mich wirkt - bin gespannt was er heute im Training zeigt!


    Eine meiner Leitlinien ist grundsätzlich die Orientierung am schwächsten Glied. Das betrifft sowohl Team, als auch Einzelspieler. Da wo die Kinder am schwächsten sind, kann ich am leichtesten am meisten Verbessern. Und je jünger die Kinder sind, desto mehr sind wir im Bereich Grundlagen, wo die breite allgemeine Orientierung der Ausbildung diesen Ansatz unterstützt.


    Interessant finde ich den Ansatz von holzi und die Hintergründe, warum du möchtest, dass die kinder ruhig sind - meine sind so ruhig und kommunizieren so wenig, dass ich genau das, was du untersagst derzeit sogar vehement vordere! - Egal ob der Gegner das hört oder nicht. Wenn einer im deckungsschatten steht, warum sollte denn der Einkickende diesem nicht zurufen "Hannes, lauf dich frei!" oder "Michel klatsch" - bis die Gegner kapieren wer "Hannes" ist, ist das Kind doch schon in den Brunnen gefallen. Ich will, dass das Team miteinander kommuniziert.

    In der Halle bin ich bei Dir! Da spielen wir auch mit 5 oder 6 Teams jeder gegen jeden. Mehr ruhe, weniger Streß, mehr Spaß. Gewinn ist da auch egal. Im Außenbereich werde ich den gold-silberrunden Modus aber nächstes Jahr mindestens 1 mal wieder spielen lassen.



    luibo Ich finde es sehr natürlich und gut, dass du diesen Siegeswillen besitzt - du bist auch Erwachsen - und dennoch weißt, wie Du dich den Kindern gegenüber zu verhalten hast. Das ist doch prima! Du kannst dich beherrschen und "dem Tier in Dir" mittels Kultureigenschaften beherrschen. Ich sehe da weder ein Problem noch etwas das Du ändern solltest. du hast Dich sehr angemessen verhalten.

    Erwachsenenmodus überdenken und dann ein All-Star-Team wählen lassen?!? Lieber DFB.de wie soll das zusammen passen?

    das mit dem Allstar Team ist echt lächerlich. Aber der Turniermodus ist geil! habe das schon in unserem Heimturnier spielen lassen und ist echt geil gewesen.

    Äh. Moment. Das muss doch anders herum sein!! Ich bin dafür verantwortlich, meine Spieler so auszubilden, das die andere nicht verletzen!! Nicht anders herum!! Ich bin der Meinung, dass aufgrund des von Torsten erwähnten Ideals und den Hoffnungen viel zu rücksichtslos ausgebildet wird! Welcher Trainer pfeift denn seine Spieler zurück und ermahnt sie, auf die Gesundheit der anderen zu achten? das dieses Defizit und nun negativ auffällt ist normal. aber die Ursache des verkrampften Verhaltens ist mMn doch nicht bei den Opfern zu suchen.

    entschuldigt, wenn ich bei dem Thema nicht so sattelfest bin, aber die Definition von Konter bei Wikipedia finde ich ausgesprochen treffend. Eben im Gegensatz zum Pressing oder einer Balleroberung. Denn sonst wäre ja u.U. theoretisch jeder Ballgewinn ein Konter.

    aus dem Gedanken heraus wollte ich eben den Versuch starten abzugrenzen, wann ist etwas denn ein Konter und wann eben nicht. Aber vielleicht bin ich da auch auf einer falschen Fährte?


    Aus diesem Ansatz, das dann eine Überlegenheit des Gegners das entscheidende ist, musste ich nicht lange überlegen, wir sich das aus meiner Erinnerung immer anfühlte :)

    und es schien mir schon so, als wären im überlegenen Team immer 2 Mann mehr auf dem Platz will immer jemand frei stand. also wir immer gefühlt in Unterzahl spielten. dadurch auch immer schon sofort Druck auf und ausgeübt wurde bei Ballgewinn - nicht so geschulte defensiv Kräfte müssen lernen damit umzugehen. deswegen finde ich schon, dass die Unterzahlsituation das Richtige ist um das im Training zu schulen.

    Erlebnisse im FUNiño:


    1) Letzten Sonntag rotiert ein Spieler allein, obwohl kein Tor gefallen ist, weil der andere schon so lange draußen gewartet hat.


    2) Spieler helfen immer öfter bei anderen Teams aus, wenn sie nur zur dritt sind. Schöner Nebeneffekt ist, dass die Kinder lernen nicht so verbissen in Freund und Feind zu unterscheiden.

    Geil!

    Punkt zwei ist mir auch schon aufgefallen. Anfangs war das immer ein Kampf, inzwischen läuft das gut.

    (es gibt nun auch dafür eine Regelerweiterung: Mixed Teams dürfen immer auf dem schwächsten Feld starten. dadurch haben sie Jungs dann auch Erfolg und lernen sich ohne ein wenig kennen - diese Maßnahme finde ich auch ausgesprochen fair und gut!)

    Fantastischer Ansatz zum entwickeln eigener Spielformen! Danke!


    Habe nun drei mal rauf und runter überlegt, was ich mit dieser Aussage anfangen soll:


    Die erste Frage die sich ergibt für ein Training des Konterspiels ist: "Wo wollen wir den Ball gewinnen?"

    Denn nur daraus lässt sich dann schließen wie es mit dem Ball weitergeht. Es macht einfach einen zu großen Unterschied ob ich den Ball vor dem Eigenen oder vor dem gegnerischen 16er gewinne.

    Konnte mich nicht anfreunden damit - den Ball am gegnerischen 16er gewinnen ist für mich nicht Teil des Konterspiels.


    Habe mal bei Wikipedia nach einer Definition geschaut:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Konter_(Sport)


    Wenn das Wesen des Konters voraussetzt, das ein Team überlegen ist, dann kommt es wohl nicht oft vor, dass man den Ball am 16er des Gegners erobert. Man agiert also aus einer sehr Defensiven Spielstrategie heraus. Dazu kommt dann der Überraschungsmoment, den nicht darauf vorbereiteten Gegner zu überspielen.


    Der einfachste Ansatz, das zu üben ist doch dann mMn: Die Mannschaft die Kontert spielt in Unterzahl und bekommt wenn sie den Ball gewinnt die Provokationsregel Innerhalb 10/15 Sekunden zum Abschluss zu kommen - dafür zählen die Tore dann dreifach und schon ein Abschluss zählt als Tor.


    Es geht um das Umschaltspiel bei dem der Ball erobernde Spieler sofort erkennt, dass er jetzt ein wichtiger Angriffsspieler geworden ist.