Beiträge von Ersatzbank

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    Kuck mal in die zweite Fußball Entwicklungsstufe bei Wein und kuck dir die Varianten des 5:5 auf dem vergrößerten Funinofeld an! Da bald die zweite Hälfte der Saison beginnt, könnten die Spielformen klappen.


    Es gibt zur Einführung der Torwart-Position um den Übergang zum 7:7 zu erleichtern auch die Variante die Schusszone zur Mittellinie zu verlagern und einen Torhüter abzustellen (der in der 6m Zone auch die Hand nehmen darf) und der beide Tore bewachen muss. Die Spielform haben wir jetzt 1 mal gemacht und sind ALLE begeistert.

    ... warum soll ich dann 11 einsetzen? Das löst dann doch bei denen die nicht wollen Frust aus.

    Habe absichtlich 9 - 11 geschrieben wegen der Teamgröße: Ich denke die Kleinsten Teams werden so um die 12 Spieler groß sein wenn 7:7 gespielt wird und bei 12 Spielern hast du, wenn du 9 einsetzt, eine quote von 25% die Du schonen kannst, die sich verweigern dürfen etc. Ich denke es MUSS für einen empathischen und Spaß vermittelnden Trainer möglich sein 75% des Teams mindestens einmal im Jahr im Spiel ins Tor zu stellen. Ich, mit meinem geringen Einblick, würde das das, wenn ich Jugendleiter im Verein wäre, als Kriterium für einen guten KiFu-Trainer in meiner "Checkliste" führen (wenn ich denn eine hätte) ;)

    Genau - wir sind keine Bettler! Deswegen habe ich das Betteln auch aufgehört und sehe es entspannt wie Goodie .

    Was nicht gemacht wird, das wird eben nicht gemacht. Ich habe sogar schon geschrieben "wenn niemand die Trikots wäscht, dann werden die Kinder im nächsten Spiel mit ungewaschenen Trikots auflaufen." Nun, seitdem hatte ich keine Sorgen mehr mit Trikotwäsche. Ich glaube man muss einfach nur die Erwartungshaltung deutlich machen. Und dann kann vieles von diesen "Freiwilligen Zusatzleistungen" wie Kaffee kochen, Essenverkauf etc. delegiert werden. Ich habe das z.b. 100% delegiert und kümmere mich um gar nichts mehr. Es läuft! Und wenn es nicht läuft, dann eben nicht. Inzwischen haben die Eltern sogar bemerkt, dass sich durch die Verkäufe die Mannschaftskasse angenehm füllt und haben es sich selbst angewöhnt das meiste zu organisieren. Ich denke, das wichtigste ist wirklich loszulassen und sich zu entspannen und die Verantwortung auch zu delegieren. Das klappt schon!

    ...

    Ich würde erstmal anfangen, das Passspiel, also die reine Technik zu schulen, zu coachen. Und das muss man losgelöst davon machen, ob der Ball sein Ziel erreichte oder nicht. Und das zu erkennen und das dann richtig zu coachen, das können die wenigesten. Da trennt sich doch deutlich die Spreu vom Weizen. Das wäre zB etwas, bezüglich des Themenstrangenes, was wir Trainer bewirken können in den jungen Jahren. Und da unterscheidet sich die Qualität des Passspiels aller Spieler bei einem wirklich guten Trainer doch erheblich von den Spielern der meisten anderen Trainer.

    In der F sollen die Kinder die unterschiedlichen Pass-Techniken den Kinder vorstellen, so dass diese sie kennengelernt haben (Ausbildungspyramide DFB). So halte ich es auch. Das Thema Zusammenspiel folgt in höheren Altersklassen.

    Ich frage mich jedoch wie weit ich dabei gehen darf. Denn grundsätzlich glaube ich, dass falsche Technik sich tatsächlich später nur noch schwer korrigieren lässt. Gerade die Körperstellung zum Ball und vor allem der Druck machen mir da sorgen und ich würde macnhe Kinder am liebsten in die Muckibude schicken, denn die Brauchen im zarten alter von 8 bis 9 Jahren 7 Schritte Anlauf, damit ein 5 Meter Pass nicht nach 3 Metern ausrollt und liegen bleibt. Ganz abgesehen davon, dass manchmal der Ball gefühlt im 90° Winkel von der geplanten Linie abweicht.

    Ergänzend zu dem was ich oben schrieb, fällt mir zu dem Thema noch die Psyche in Bezug auf Überforderung ein. Mein Sohn ist bei uns der beste Spieler und auch der beste Torspieler. Außerhalb des Vereins und auch im Training will er fast immer im Tor stehen solange wir unter uns sind - und was er rausholt ist mächtig. Es gab vor 1,5 Jahren ein Turnier in dem er mal im Tor stand - und auch rein wollte - und das spiel wurde 5:0 verloren. Das hat ihn so fertig gemacht, es konnte kein Trost helfen. Seitdem ist es unmöglich ihn im Spiel ins Tor zu bekommen. Wobei dieses Erlebnis als Einzelnes noch nicht so gravierend ist, wie die Überforderung die einem U7 Kind bei uns im Verein dieses Jahr angetan wurde, als der Trainer dieses G-Kind als "Stammtorwart" für den Ligabetrieb der F2 hochgezogen hat. Es hieß, man habe keinen anderen (alleine das ist schon sooo krass!). Nun kam es wie es kommen musste: nach drei Spielen ist der Junge nach einem Gegentor weggerannt und hat das Tor verlassen. Er hat es mental nicht verkraftet. Reaktion der Erwachsenen inkl. Trainer: "So was geht gar nicht!". Dann passierte es ein Spiel später wieder - man dreht sich um und das Tor ist leer - der Junge sitzt irgendwo und bockt/heult. Reaktion der Erwachsenen: "Das können wir im Team nicht brauchen", §Er kann doch das Team nicht so hängen lassen" etc. Als voll die krasse Psychonummer zu Lasten des Kindes. Zwischenergebnis: Das Kind wollte nicht mehr Fußballspielen - das war ende Oktober - und ward nicht mehr gesehen. Aktueller Stand: Er war nun bei einem Funinofestival seiner Altersklasse dabei und hatte viel Spaß. Ich hoffe jetzt das er über dieses Trauma hinwegkommt und uns erhalten bleibt.

    Besonders schade: Die Mutter sucht den Fehler auch eher beim Kind. Denn die Trainer machen alles super.


    Was ich damit sagen will: Die Last, die auf den Schultern des Torwartes liegt ist enorm und darf in dem Alter - in dem die Tore noch so riesig für die Kids und die Körper und der Geist noch so wenig fähig sind das alles richtig zu machen - nicht nur auf ein oder 2 Kindern liegen. Das sofortige selbst erkennbare Feedback des Fehlers im Tor, der sofort einen Gegentreffer bedeutet, ist zu heftig. Mit anderen Worten: Wer bis einschließlich E Jugend am Ende der Saison nicht mindeste 9 bis 11 unterschiedliche Kinder im Tor hatte, macht etwas grundlegend falsch.

    Die Frage nach "richtigem" Fußball ist meiner Meinung nach je nach Umfeld anders. Drei Faktoren stelle ich fest, die bei dieser Frage bei mir in der Regel bemerkt werden:

    Ich vermute pro Funiño sind

    • mehr Mütter als Väter
    • mehr die Väter die selbst Spaßfußball und weniger Leistungsfußball gespielt haben (oder denken gespielt zu haben)
    • Familien in weniger prekären Vermögensverhältnissen (ich nehme an, sie verlören die Hoffnung auf das Millionengehalt des Zöglings wenn kein richtiger Fußball gespielt wird, dann das ist die einzige Hoffnung).
    • Leute mit höherem Kultur- und Bildungsniveau - einhergehend damit sehe ich die Offenheit für neue Themen.

    Wenn Du ausschließlich Leute hast, die diesen 4 Punkten folgend pro Funiño sind, dann erledigt sich die Frage von selbst. Hätte ioch ein Team in dem das gegenläufig ist, dann wird die Frage zum Problem.


    Ausnahmen bestätigen die Regel und das sind nicht belegbare Statistiken oder so, sondern ist nur mein Bauchgefühl das sich nach 2 Jahren Funiño incl. Funiño als Regelspielbetrieb und mit Hallenfestivals herausausgebildet hat.


    SVM_MK Wenn die Kinder zu sehr fertig sind, denke bitte daran, dass sie bei Funiño häufigere Pausen haben müssen - wenn du die 30 Minuten im ersten Training durchgespielt hast, dann ist das viel zu viel: Wenn keine Rotationsspieler da sind, dann solltest du alle 5 Minuten kurz trinken lassen. Bei einem Rotationsspieler im Training alle 6-8 Minuten.
    Aber es ist doch geil wie schön es bei dir angenommen wird und es freut mich deine positive Bestätigung zu lesen!

    Hab gestern Rocky gekuckt und dachte "eigentlich sollte ich den Film mal im Training mit den Jungs kucken". Teilweise ist der Gedanke natürlich abwegig, aber die Idee gefällt mir. Da habe ich mal nachgedacht, welche Filme ich in der U9 mal zum Zweck der Trainingsmotivation schauen könnte. Dabei ist mir "Die Bären sind los" eingefallen.


    Was für Filme könntet Ihr Euch denn vorstellen, sollten Kinder in welcher Altersklasse bezüglich Motivation unbedingt angekuckt haben?

    Ok, das wusste ich nicht, da bin ich noch auf dem alten Stand. Der SC Freiburg z.B. startet erst mit U12 - keine Ahnung, wie die das verargumentieren. Aber vielleicht reicht es auch, auf die Partnervereine zu verweisen.


    Grüße

    Oliver

    Ist es nicht so, dass die NLZ all die Kriterien nicht oder nur teilweise erfüllen müssen, sondern wollen, weil sie dann ein entsprechendes Sterne-Rating bekommen?

    Ich habe einen Jungen in Team, der sowohl den Mund aufbringt, als auch rechtzeitig aus den Tor raus kommt wenn er sich alleine dem Angreifer stellen muss und auch den Angriff vorantreibt und das Team von hinten lenkt. gleichzeitig ist er im Feld am Ball so fokussiert und stur, das er das Team meist schwächt, obwohl er einer der stärksten ist. Dabei ist er immer super entspannt und so Charakterfest, das er oft über seine Fehler lacht.

    Aktuell wechsle ich zwar permanent die Torspieler, aber vor meinem inneren Auge habe ich ihn längst auf diese Torspieler Position festgenagelt. :)

    Das weiss nur niemand und ich würde mich sehr freuen, wenn er irgendwann Mal Tw wird. ich sehr in ihm ein absolutes Talent. so eine Mixtur von Meier, Kahn und Neuer.

    Deshalb war der Rat eines Elternabends ja auch richtig.


    Ich höre das Genöle am Rande auch und bei uns trifft es häufig die TW-Position. Wir spielen noch ohne feste TW. Und jeder der möchte, darf auch mal rein. Die Eltern halsen, wenn die Kinder deswegen ein Spiel verlieren, vorallem wenn beim Gegner ein "TW-Talent" alles rausholt, was irgendwie haltbar ist, während unseren Kurzen die Bälle zum Teil durchrollen.

    Deshalb bezog sich mein Vorschlag es zu ignorieren auch nur auf den Fall, das es sich ausschließlich um diese eine Mutter handelt! Wenn du einen Flächenbrand oder eine Revolution hast, oder eine droht, dann bleibt nur der Elternabend mit klarer Ansage. Aber bitte hohle dazu Unterstützung des JL - zumindest erzähle ihm vorher was du verlangst und sichere dich ab, sodass er dir den Rücken zumindest Mental deckt.

    Bezüglich Schiri und Qualität war interessant für mich zu erfahren, dass selbst bei Freundschaftsspielen von NLZ D-Jugenden gegen "normalo-Vereine" ein "hochwertiges" 3er Gespann Schiedsrichter eingesetzt wird, wohingegen in diesen Altersklassen selbst bei Punktspielen oft nicht mal ein einziger Schiri zur Verfügung steht und die Vereine selbst pfeifen.

    totog Das ist eine sehr interessante Differenzierung.

    So habe ich das bisher wohl einfach mangels meiner Fähigkeiten als Koordinationstrainer nicht betrachtet. Wohl auch deswegen, weil ich auch noch so viele allgemeine Koordinative Defizite in miner Truppe sehe, dass ich noch weit davon entfernt bin solche Details ins Auge zu fassen - denn dann stimme ich zu und würde die Trainingszeit tatsächlich nicht in der F dafür hergeben. Für allzu auffällige Bewegungen von einzelnen Kindern, die ich erkenne nehme ich jedoch schon mal eine 5-Minuten Einlage für individuelles Augenmerk heraus.

    Einigen Eltern ist die Trainer Knappheit egal. Die selbe Mutter von der ich schrieb, hat noch einen älteren Sohn. Dieser spielte zwischenzeitlich bei einem anderen Verein, weil er nicht auf der gewünschten Position spielte (im Sturm). Selbige Diskussion hatte ich auch schon mit der Mutter. Auch der Junge in meiner Mannschaft soll im Sturm spielen. Ich denke ich werde die Sache nach der Hallensaison nochmal explizit ansprechen vor allen Eltern. Es kann nicht sein, dass versucht wird auf Spielzeit und Aufstellung Einfluß zu nehmen.

    Wenn das Problem nur von einer Mutter ausgeht, dann würde ich die anderen Eltern nicht damit belästigen. Mein Tipp: Zieh entweder dein Ding durch und ignoriere einfach was die Mutter will oder rede direkt nur mit ihr.

    Wenn das Anwaltsgehalt nicht näher spezifiziert ist, dann heißt das wenig. Denn letztlich wird denn Spielern dort wohl Vollpension mit Rund um sorglos Paket und eventuell Taschengeld geboten. Wenn man das vergleicht mit Leuten die in der Nähe des Nlz Leben müssen und dann ein Anwaltsgehalt eines Berufseinsteigers "Generation Praktica" dagegen stellt - eventuell noch aus der falschen Region - nehmen wir die Heimatregion Berlin der Jungs, wo keine so guten Gehälter bezahlt werden - dann steht da eben so etwas in der bz.

    Ich dachte dass selbe wie Powerzwergenpapa übernimm doch die andere freie Aufgabe, die deine JL dem anderen Trainer nicht so Recht schmackhaft machen kann.

    Hast du dich vertraglich gebunden, will deine Lizenz bezahlt wurde, oder wie kam das?

    Ich würde bei all dem was du beschreibst mit niemandem über das Problem reden, sondern wenn alle es gut finden, das so lassen. Man muss nicht in jedes WespenNest stechen. Eher noch würde ich versuchen selbst Feedback über mich einzuholen. Denn wenn alle anderen etwas toll finden, nur man selbst nicht, warum sollten dann andere das Problem sein? Ich würde bei mir mit der Reflexion beginnen! In Zweifel hilft das, die aktuelle Situation besser/anders einzuschätzen.

    in der Tat sollte das Problem des Einwurfnachteils bei den Kindern behoben werden. in meine Augen sind sowohl eindribbeln als auch einkicken bessere Alternativen. Wobei einkick nur die Teilprobleme Trainingszeit und Reichweite löst, das eigentliche - im Spielfeld herrscht Unterzahl des eigenen Teams und somit ein Nachteil bleibt bestehen. Im Funino spielen wir mit eindribbeln und ich bin damit Happy: da spielt niemand den Ball absichtlich ins aus oder verschnauft!

    HansMcMans Wir Leben nun eben in einer Zeit, in der es und möglich ist auf so etwas zu achten.

    In der Zeit alsbald unsere Alten Kinder waren hat die Welt ganz andere Sorgen gehabt und andere Möglichkeiten. und selbst bei uns "Mittelalten" ich es so, dass die wenigsten in diesem Alter in Verein gespielt haben - da war das Kopfball spielen also eher in der privaten Eigenverantwortung der Bolzplätze.

    Und ja: alte Fußballer mit denen man sich auf einem ansprechenden kulturellen Niveau unterhalten kann, kenne ich keinen einzigen.