Ich finde totog hat es ganz trefflich beschrieben.
Das Problem ist doch oftmals in der Person des Trainer begründet.
Dieser legitimiert durch sein Verhalten die Spielweise seiner Kinder und das Verhalten der Eltern.
Zum einen animiert er seine Kinder durch sein verbal aggressives Verhalten zu einer rüderen Spielweise, durch welche zwangsläufig das Risiko von (bösen) Foulspielen erhöht wird, was für die ausführenden (Foul spielenden) Kinder dann aber leider "normal" ist.
Zum anderen sind die Eltern oftmals auch ein Spiegelbild des Trainers, dessen Verhaltensweise übernommen wird.
Die Floskeln "das wollte er/sie doch nicht" und "er/sie hat doch (auch) den Ball gespielt" greifen hier auch nicht, weil durch ein entsprechendes Gebaren an der Außenlinie ein derartiges Verhalten zumindest toleriert und verharmlost wird.
Und jetzt der Kernpunkt, den ich leider häufig genug beobachtet habe:
Wir kann es sein, dass nach einem "nicht gewollten", gleichwohl rüden Foulspiel, welches die Auswechslung des Gefoulten zur Folge hat, der foulende Spieler nicht einmal zur Seite genommen, im Idealfall (von mir aus auch nur kurzfristig) ausgewechselt wird und der Trainer ihm erklärt, dass die Spielweise nicht in Ordnung ist.
Wie solle der foulende Spieler denn erkennen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn keinerlei Reaktion von Außen erfolgt?