Beiträge von totog

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    DenSen

    Aktuell kann ich nur von Plänen berichten, und auch diese sind in erster Linie mit Trainerkollegen und den Eltern derer die meistens da sind abgestimmt. aber alle anderen sind nun mal eher schwer zu erreichen.


    Da unserer Spielrunden erst im September starten werden wir Mitte August wieder ins Training einsteigen.

    Geplant ist hier eine Spieler Versammlung (nicht Elterabend) nach dem ersten Training. Hier sollen mit den Spielern gewisse Regeln und Abstimmung erarbeitet werden.


    Die bisherigen Pläne sehen wie folgt aus:

    A) Jeder der zwei Wochen (vier Einheiten) in folgen da ist muss auch Spielen können.

    Hieraus ergibt sich zum einen für uns Trainer der Auftrag ggf. Freundschaftsspiele zu organisieren, zum anderen für alle Spieler ein klares Ziel wenn man spielen will. Vor allem sollte dieses Thema für alle Spieler gleich gelten. In den letzten Monaten hat sich nämlich sowohl in der D als auch in der E1 (nächstes Jahr gemeinsam) ein gewisse Sonderrolle derer die gerne in Tor gehen eingestellt. Auch ohne Training sollten diese (Wunsch der Mannschaft) lieber ins Tor als andere. Das will ich nicht weiter stützen. Wir haben nächste Saison zwei "Torhüter" plus drei "Feldspieler" die ich jederzeit ins Tor stellen kann und werde.


    Zusätzlich sollten hierbei noch weitere Mannschaftsregel erarbeitet werden die Dinge wie "Pünktlich zum Training" usw. betreffen.


    Diese Regeln werden wir festhalten und auch in der Kabine dauerhaft aushängen.


    Ich denke (hoffe) hierbei dass man D-Junioren durchaus auch für eigenständige Persönlichkeiten ansehen sollte. Daher sollen Sie auch die Möglichkeit haben Regeln mitzubestimmen an diese sie sich dann zu halten haben. Auch ein Thema wie "abhängig von den Terminen der Eltern" sehe ich in der D-Jugend nur noch bedingt.



    Zugegeben hoffe ich darauf mit dieser "Selbstverpflichtung" die Kinder dahin zu bringen das ich viele Freundschaftsspiele organisieren muss und sie sich selbst eine "Nachmeldung" einer D6 im Frühjahr erarbeiten.


    Gruß

    Torsten

    Kurzes Update zu unserer situation:


    Da nun zwei Spielerinnen auch bei mir in der D-Jugend spielen wollen (junger C-Jahrgang) haben wir 19 Kinder im Kader. Davon möchte ich 15Kinder als "trainingsfleißig" und vier als "unzuverlässig" einstufen.


    Nach einigen Diskussionen mit Verantwortlichen im Verein, Trainerkollegen und auch Eltern haben wir nun beschlossen nur ein D9 (max. 13Kinder pro Spieltag) zu melden.


    In unsere Überlegungen sind folgende Punkte eingeflossen:


    Für ein Team:

    + ab einer D-Jugend sollte eine gewisse Zuverlässigkeit eingefordert werden können und auch belohnt werden

    + mit einem zweiten Team müsste man wohl bereits von Beginn zu jedem Spieltag E-Spieler einplanen (mehr als nur Aushelfen)

    + In unserem Kreis ist es auch im Winter erneut möglich eine D6 nach zu melden (Option bei entsprechender Trainingsbeteiligung)

    + In den letzten Jahren gab es in jeder D-Jugend Spieler die aufgrund von Wachstumsproblemen oder Verletzungen zeitweise ausgefallen sind


    Der aktuelle Plan sieht also vor das jeder der zwei Wochen regelmäßig im Training ist auch spielen kann. sollte dies mit den Rundenspielen nicht klappen werden wir Freundschaftsspiele zusätzlich organisieren. Bei guter Trainingsbeteiligung steht im Frühjahr dann immer noch die Möglichkeit einer 2ten Mannschaft im Raum.


    Was mich persönlich überrascht hat war die positive Rückmeldung hierzu von den Eltern. Diese scheinen nun durchaus damit leben zu können dass die Kinder nicht immer spielen. Im Gegenteil, viele unterstützen die steigende Verantwortung des Trainings und sehen den Spielerüberhang durchaus positiv. Hier hing ich selbst wohl noch viel zu sehr in meiner bisherigen Rolle als F- und E-Trainer.


    Gruß

    Torsten

    10 der aktuellen Nationalspieler sind in der zweiten Jahreshälfte geboren, sieben davon im letzten Quartal...

    Neun Spieler aus der dt. Mannschaft sind in der zweiten Hälfte geboren, davon aber nur drei Spieler im letzten Quartal...

    Ehrlich gesagt verstehe ich den Post nicht!


    Die deutlichen RAE Effekte die hier Diskutiert wurden zeigten doch eher einen enormen Abfall von Spielern aus dem zweiten und dritten Quartal. (Ohne alles nochmal gelesen zu haben)

    Auch neun Spieler aus dem dritten Quartal liegen hier bereits entgegen dem Trend. Daraus jetzt eine These für oder gegen Deutschland zu stricken, das ist in meinen Augen nicht tragfähig.


    Ebenso sind die deutschen U Mannschaften in den letzten Jahren, hier ist immer mehr als eines zu betrachten, nicht ganz erfolglos. Klar kann man daraus einen Beleg für die Verbesserung dichten, in meinen Augen ist sowohl das engl. Konzept als auch der Betrachtungszeitraum hierzu zu kurz.


    Gruß

    Torsten

    Das ist ja ein sehr klares, einfaches Beispiel; ich denke, es gibt noch viele weitere Beispiele dafür, dass Gewinnen und Ausbilden sich manchmal gegenseitig ausschließen und ich würde aus der Verantwortung für die Kinder heraus da immer die Ausbildung höher gewichten.

    Und wieder fällt die Gewichtung. Das herausnehmen des/der besten gibt den anderen Entfaltungsmöglichkeiten. Im Bestfall wird man überrascht und es entsteht dennoch ein Sieg. Hab ich selbst bereits erlebt.

    Im häufigsten Fall steht man vor der Fragen "was geht vor" und genau hier sind wir im grauen Bereich. Ausbildung vor Erfolg, unterschreibe ich sofort.

    A) Besten Spieler auf dem Feld lassen, aber auf "schlechter" Position (wird er in der F nicht halten) und versuchen den Erfolg und Ausbildung parallel zu erreichen. - Auch ein Weg.

    B) Den besten so lange mit Abschlägen füttern bis das Spiel entschieden ist und dann "für die Ausbildung" die schwächeren gegen lustlose Gegner spielen lassen. - nicht meine Lösung, aber häufig genug erlebt.

    C) in beide Richtungen gibt es noch viele weitere Stufen


    Auch ich nahm und nehme eine Niederlage gerne in Kauf wenn ich meine Mittel- und langfristige Ausbildung dafür über den haufen werfen muss. Dann mit erhobenen Fahnen untergehen, für mich keine Frage.

    Gleichzeitig kann ich in engen Spielen aber ebenso eingreifen da meine Spieler Rotation gewöhnt sind. Sollte ich damit, innerhalb meiner Ausbildungsphilosophie, ein Spiel positiv entscheiden können werde ich dies auch tun. Das bin ich den Kindern schuldig die ja auch dafür trainieren.


    Klar gibt es Situationen in denen man, der Ausbildung zu liebe, spiele verliert. Ob man alle bei anderer Handhabung wirklich gewonnen hätte stelle ich einfach auch mal in Frage. Spielt man selbst anders wird auch der Gegner anders agieren, auch und gerade in der F.


    Dieses Schwarz/Weiß gewinnen oder ausbilden ist aber nun auch nicht die Realität. Und wenn ich es nur in Ausbilden und dafür (hoffentlich) später Gewinnen lumwandle.


    Gruß

    Torsten

    ursalien

    Das wurde hier im Thread ja bereits diskutiert. Ich für meinen Teil stelle fest, das sich Mechanismen und Verhaltenseisen mit der Zeit "abnutzen". Das bedeutet das sich entweder der Trainer, von Zeit zu Zeit, neu erfinden muss, oder eben ein Wechsel stattfinden sollte.


    Das Argument oben müsste aber wohl eher lauten "bestreiten wohl die wenigsten". So habe ich es zumindest hier aufgefasst. :saint:


    Gruß

    Torsten

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum du mit aller Macht das Haar in der Suppe suchst!


    Zum einen

    Gleichzeitig aber auch

    Ich trainiere das, was mir bei meinem Team in den letzten Spielen als Defizit aufgefallen ist, das kann auch mal Verhalten bei Standards sein.

    Ich drehe das Rad jetzt weiter und sagen, wenn deine Kinder im nächsten Spiel diese Standards nicht in der trainierten Form ausführen wirst du es ansprechen. Also forderst du im Spiel die Fortführung des erlernten bzw. trainierten.


    Trainerwechsel:

    ich bin überzeugt, dass ein Trainerwechsel nach 2-3 Jahren jedem Team und jedem einzelnen Spieler sehr gut tun würde. Aber welcher Papa-Trainer ist schon dazu bereit, das Team, in dem sein Sohn spielt, abzugeben und dafür gleichzeitig ein anderes Team im Verein zu übernehmen? Ich, ehrlich gesagt, nicht.

    Hier hast du sicherlich Recht. Wer aber sagt das der Vatertrainer dafür ein anderes Team übernehmen muss?

    Das ein regelmäßiger Wechsel gut ist bestreitet sicherlich keiner. Meist sind es aber doch die Gegebenheiten die zu einem anderen Ergbnis führen.

    z.B. Der Verein hat generell zu wenige Trainer und ich mache wenn dann nur das Team meines Sohnes. (Auch hier ist die Trainersituation das tragende Argument, sonst könnte ich einfach aufhören)


    Rotation:

    Systematische Positionsrotation wäre aus Ausbildungssicht wünschenswert, bringt aber erstmal Frust und keinen Spaß. die Kinder haben nun mal Positionen, wo sie gerne spielen wollen, und dann meist auch am besten spielen. Dennoch setze ich, wenn es Sinn macht, einzelne Spieler auch mal gegen ihren Willen auf anderen Positionen ein, einfach um ihnen ihre Möglichkeiten aufzuzeigen. Insgesamt ein schwieriges Thema für mich.

    Hier schreibst du genau einen ganz wichtigen Punkt an. Wenn die Kinder ihre Lieblingsposition "meistens" spielen und dann "ab und zu" auf anderer Position spielen müssen entsteht Frust. Da hast du Recht.

    Warum aber spielen die Kinder meist auf ihren Lieblingspositionen, zumal meine Erfahrung ist das sich das Fähigkeiten und Positionswünsche generell nur selten decken. Eine generelle Rotation und Positionswechsel führen dazu das es das normale ist und gibt mir zudem die Möglichkeit ggf. sogar auch in der Halbzeit jeden auf seine "beste" Position zu stellen und ein Spiel wieder zu drehen. Und die Kinder merken das gar nicht, weil Positionswechsel völlig normal sind und keine Strafe oder Belohnung (in ihren Augen).



    Generell schließen sich deine KO Kriterien "Gewinnen wollen und Zukunftsorientierte Ausbildung" doch nicht aus.

    Die Frage ist doch nur wie ich was gewichten will. So sehe ich in deinem Weg "trainieren das was uns im Spiel nicht gelungen ist" als gefährlich an. Das kann dazu führen das du viele Zeit in einzelne Punkte wie eben Ecken oder anderes verwendest. Das alter bis zum Ende der D-Jugend ist aber nun mal das beste Alter um Technik "bis hin zur Feinform" zu erlernen. Denn später kommen viele Jahre in denen aufgrund von Wachstum und anderen Ursachen eine Verbesserung der Technik deutlich mehr Aufwand erfordert. Und wohin wer bei einer Ecke laufen soll das erkläre ich einer C-Jugend viel schneller und nachhaltiger als einer E-Jugend. Ich setze hier für mich einfach Aufwand und Nutzen gegenüber.


    Was nicht heißt dass das Verhalten (und Fehler) bei Ecken oder anderes nicht auch angesprochen werden. eigene Trainingszeit ist mir hierfür aber zu schade.


    Ähnlich verhält es sich mit dem Gewinnen.

    Da in unserem Kreis die Runden nach dem Herbst nach Stärke neu eingeteilt werden hatten wir in den letzten Wochen nur ausgeglichene Wettkämpfe in der "Gold" Runde vor der Brust. Und das an sich war bereits ein Erfolg da wir vor drei Jahren noch letzter in der "Bronze" Runde waren. Das erkläre ich den Eltern und den Spielern auch so.

    Und natürlich will ich mit meinem Team hier auch etwas gewinnen. Nur eben nicht auf Kosten der Ausbildung. Wenn das Mittel der Wahl also "hohe Bälle auf den stärksten und dann BUM!" heißen muss verzichte ich darauf und ermutige meine Spieler dennoch zum "herausspielen". Das schließt aber auch einzelne Angriffe im Angesprochenen Stil nicht aus. Im Gegenteil, ich freue mich wenn die Spieler hier selbst einen Weg finden auch mal zu Variieren.

    Sollte das Spiel dann deshalb verloren gehen kann ich damit leben.


    Btw:

    In unserer Runde war mit uns noch ein zweiter Verein der eine ähnliche Ausbildungsstrategie verfolgt. Da wir das letzte spiel vorverlegen mussten, und es hierbei um die "Meisterschaft" ging, standen an diesem Tag auch die Trainer von zwei weiteren Teams bei uns auf der Anlage.

    Kurz gefasst, es endete 2:2 und durch die restlichen Ergebnisse wurden die beiden Teams am ende 3ter und 4ter in der Staffel. Gleichzeitig waren sich aber alle Zuschauer, einschließlich der Trainer der anderen Teams, einig das dies das "mit Abstand beste E-Jugend Spiel in der ganzen Runde war". Wie uns Trainern und unseren Team von diesen Herren mehrfach mitgeteilt wurde.


    Was soll ich jetzt deiner Meinung nach daraus machen?

    Hinschmeißen weil wir die Meisterschaft im letzten Spiel verkakt haben? Die Vertrauensfrage stellen weil ich "vercocht" habe? Oder m ich ganz einfach und ehrlich darüber freuen das wir in der Lage sind diesen tollen, wenn auch in diesem Fall nicht von Sieg belohnten, Fußball zu spielen?

    Der Erfolgstrainer auf meiner rechten Schulter sagt ganz klar - SCHEIßE!!!!!

    Der Ausbildungstrainer auf meiner linken Schulter tanzt aber immer noch wenn er daran denkt.


    An Ende ist alles eine Frage der Gewichtung. Ganz klar werden Fehler die immer wieder gemacht werden trainiert und angesprochen. Ich lege aber mein Training und die Schwerpunkte bereit vor der Saison fest um auch alles abzudecken. Und ja, es kann auch vorkommen das ich die Reihenfolge ändere um grobe Baustellen schneller zu beheben. Ich werfe aber nicht alles über den Haufen weil in den letzten spielen XY nicht funktioniert hat. Sondern ich freue mich darüber das die trainierten Inhalte im Spiel greifen (fortführung des Trainings) und weiß das wir anderes erst später noch behandeln werden.


    Zwischen schwarz und weiß gibt es nämlich noch sehr viel Grau.


    P.s. Sorry für den langen Text!


    Gruß

    Torsten

    Und meine Mission im Breitensport kann ja nicht lauten "möglichst viele Profis" oder was würde mein Vorstand sagen, wenn ich verkünde "ich bilde bilde Kinder aus damit sie später zum Nachbarverein gehen"

    In dieser Form hast du sicherlich Recht.

    Ich (und auch unser Verein) vertreten aber generell das Motto "Bestmögliche Ausbildung mit Spaß vermitteln" und hier ist auch immer wieder das Thema "die besten werden wir nicht halten können, aber wir können darauf hoffen das sie vielleicht später wieder den Weg zu uns finden" offen kommuniziert.


    Und ja, der Spruch unter Trainer-Kollegen "Ich freu mich schon wenn ich in X Jahren mit einer halben Bier den Herren zusehe und lästern kann "Das hat er damals schon nicht gekonnt!" ist auch immer wieder dabei. In so fern ist der Nachwuchs für die Herren ganz klar eines der Lang- bzw Mittelfristigen Ziele der Jungendarbeit im Verein. Für mich als Trainer ist es aber keine Mission. Sollte ich es schaffen einen ganzen Kader voller zukünftiger BuLi-Spieler zu erzeugen werde ich die Arbeit nicht aufgeben. Im Gegenteil! Ich werde mich schlau machen was der Verein hierdurch zukünftig an Ausbildungsvergütungen erhalten kann (ja das gibt es) und mich dann freuen das ich dem Verein und der BuLi etwas gutes getan habe. (das setze ich jetzt mal unter das Motto Vision)


    Da ich aber im Dorfverein tätig bin wird es auch in Zukunft eher so sein das der Großteil meines Kaders, wenn gut ausgebildet, den Herren ggf. beim nächsten Aufstieg helfen kann. (Und auch das ist immer noch Vision)


    Gruß

    Torsten

    Das Kinderfußball ein Wert für sich ist, wurde bereits erschöpfend dargelegt. Daneben finde ich es auch gut, wenn bereits im Kindesalter die Identifikation mit dem Verein durch welche Aktionen auch immer gefördert wird (Allerdings nicht mit dem Zwang zum Kauf von teuren Trainingsanzügen in den Vereinsfarben!)

    Ich denke genau das ist der Punkt den viele Vereine und Verantwortliche übersehen. Ich hatte zuletzt erst eine Diskussion mit einem Verein bei welchem du erst einmal ca. 150€ auf den Tisch legen musst um dein eigenes Trikot, Trainingsanzug usw. zu erhalten. Und nur mit dieser Ausstattung ist die Teilnahme am Spielbetrieb erst möglich.

    Die Verantwortlichen sind davon überzeugt hierdurch "Vereinsbindung" zu erzeugen.


    Die (ignorierte) Realität zeigt aber das innerhalb von drei Jahren alle Teams zu mindestens 50% erneuert werden mussten um abgewanderte Spieler zu ersetzen. Das wirkt also nur bedingt.


    Zu Spaß-Fußball gehört neben Spiele im Team gewinnen, Alle spielen lassen und ausschließlich mit Ball trainieren natürlich auch, aber eben nicht primär das Verbessern der fußballerischen Fähigkeiten.

    Ich verstehe nicht ganz warum du Spaß bzw. Zukunftsorientierung und das Verbessern der fußballerischen Fähigkeiten gegenüberstellst?

    Für mich ist es genau das Gegenteil. Wenn ich den Kindern in jedem Alter das lerne und vermittle was z.B. der DFB Weg vorgibt habe ich am Ende gut ausgebildete Fußballspieler (jeder natürlich auf seinem Level).

    Wenn ich aber nur auf kurzfristige und schnelle Ausbildung (leider häufig auch Erfolge) Ziele laufe ich Gefahr manches in der Ausbildung zu schnell oder gar nicht zu vermitteln.

    Ich kann nämlich selbst in der D Jugend noch Turniere gewinnen wenn 50% der Mannschaft die Pässe mit der Pieke spielen (und etwas Glück hinzu kommt). Auf Dauer werde ich hier aber ins Hintertreffen geraten, denn manchen kann in höherem Alter einfach nur noch mit deutlich mehr Aufwand erlernt werden. Und hierzu muss dann auch noch die entsprechende Motivation vorhanden sein.


    So wie ich deine Beiträge lese grenzt du hier viel zu sehr ab! Und auch die Beiträge hier im Forum gehen in erster Linie in die Richtung, das beste und Richtige zur richtigen Zeit wenn von Zukunftsorientierung die Rede ist.


    Gruß

    Torsten

    Ich sehe das aus folgendem Grund anders: Das höchste Ziel, das die Kinder bei uns erreichen können ist die eigene erste Herren Mannschaft.

    Gibt es denn keine anderen Vereine in eurer Umgebung?


    Wenn ich dieses Gedankenmodell fortführe nehme ich "schlechte" Kinder erst gar nicht auf weil die Herrenteams in der "was weiß ich"-Liga spielen. Ich weiß aber aus deinen Posts das du es anders handhabst.


    Gleichzeitig werde ich einen "Überflieger" nicht vernachlässigen weil er "zu gut für unseren Verein wird". Ich gebe dir insofern Recht das der Verein, und hier häufig auch die Spielklasse der Herren, die Rahmenbedingungen beeinflusst. Ein NLZ wird selten nur 1x pro Woche trainieren und der Dorfverein wird im Regelfall keine 3x pro Woche oder mehr einfordern.

    Das sehe ich aber in der Grundsätzlichen Ausrichtung des Vereins und somit im Konzept (geschrieben oder nicht) verankert. Somit entscheide ich mich hier ja meist auch bereits vor dem Eintritt als Trainer für den Pfad.



    Generell geben mir als Trainer aber dann doch die Kinder den Weg vor. Habe ich eine Truppe von Überfliegern wird das Training und auch der mein Ehrgeiz im Wettkampf ein anderer sein als mit der Dorftruppe inklusive Anfängern.

    Somit sehe ich mein Ziel in erster Linie durchaus in der optimalen Ausbildung meiner Spieler unabhängig vom Nachwuchs für die erste.


    Gleichzeitig muss ich den Verein und die Herrenteams dabei nicht völlig außen vor lassen. Unser Verein wird in der Ebene Abteilungsleiter - Jugendleiter derzeit ausschließlich von jungen Personen geführt welche entweder den Sprung ins Team nicht geschafft haben (zu schlecht) oder aufgrund von Verletzungen ausgeschieden sind. Parallel spielen derzeit drei Spieler welche mindestens eine Altersklasse in NLZ oder höherklassigen Vereinen durchlaufen haben.


    Daher heißt mein Motto:

    - Jeden Spieler bestmöglich Ausbilden! (In Rahmen meiner Möglichkeiten und unabhängig von der Herrenklasse)

    - Positive Erfahrungen und Erlebnisse schaffen, auch abseits des Spiels! (Hierdurch entsteht in meinen Augen ein großer Teil der Vereinsbindung)

    - Jeder Spieler kann in den nächsten Jahren wichtig werden! (Egal ob als Spieler, Trainer oder Funktionär)

    - Reisende kann ich nicht aufhalten, nur auf Wiederkehr hoffen! (Sei es nun der Spieler der ins NLZ wechselt und vielleicht wieder kommt, oder der Dropout Kandidat)


    Gruß

    Torsten

    Trainer E Ich denke wir gehen den selben weg. Zwischen den "schwächeren" und jenen "die sehr weit sind" liegen aber noch jede Menge weitere Spieler.


    Klar müssen Sie in der Lage sein Abseits usw. zu verstehen. Das ist aber auch kein Wunderwerk. Das müssen alle meine E-Spieler zum Start in die neue Saison.


    hoeness2 Das Problem sehe ich auch zum Teil. Deshalb zögere ich auch noch. Der Vorteil in unserem Kreis ist das die D6 Teams zum Winter immer wieder neu gemischt werden und somit auch Abmeldungen möglich sind. Diesen Hebel hätte ich dann wohl noch.

    Genau deshalb überlege ich aber auch immer noch über den anderen Weg. Erstmal keine zweite Mannschaft melden, und bei guter Beteiligung von ausreichend Spielern dann im Winter ein zweites Team anmelden.

    Heute Abend gibt es hierzu ein ersten Gespräch mit der Jugendleitung. Einerseits ist es möglich das noch zwei Spiele hinzukommen, dann sind es 19 was für ein D-Team dann schon wieder sehr viel ist, andererseits will ich aber auch keine Spielgarantien verteilen.


    Gruß

    Torsten

    E Jugendliche die sehr weit sind, können sich bei D Jugend aushelfen...

    ????? Verstehe ich nicht!
    Alle meine E1-Spieler kommen zur neuen Saison in die D. Fangen hier also auch bei "Null" an. Warum sollen dann nur E Spieler aushelfen können die "sehr weit sind"?


    Klar eignet sich nicht jeder fürs Aushelfen, bzw. ist nicht jedem Spieler damit etwas gutes getan. Aber ein normaler "jetzt E2" Spieler ist einem normalen "jetzt E1" Spieler nicht soo weit hinterher. Klar, die Kinder müssen wollen und auch in der D-Jugend mitspielen können. Alles andere ist aber zu erlernen und hilft wiederum in der E.

    Auch bisher haben meine Spieler immer sehr gut erkannt das wir ohne die Aushilfen aus der E2 und F manchmal gar nicht und manchmal in Unterzahl spielen hätten müssen. Auch wenn uns der Aushilfsspieler nicht deutlich nach vorne geworfen hat war es daher mit ihm besser als ohne.


    Daher werde ich auch hier weiterhin nicht nur die Besten als Aushilfen anfragen. Mein Ziel bleibt die Ausbildung, und wenn es kurzfristig auch den anderen Teams mehr hilft als unserem.


    Gruß

    Torsten

    15 Kinder für zwei E-Teams sind definitiv zu knapp. Zwei mal 6+1 ergibt bei kompletter Anwesenheit nur einen Auswechsel insgesamt. Das kann eigentlich nur schief gehen.


    Coach_ bei 18 sieht die Welt für mich ganz anders aus. Ergibt für jedes Team zwei Auswechsel. Das ist dennoch knapp, aber den Kindern zu liebe würde ich wohl so in die Saison gehen.


    Generell bedenkt bitte immer wie bei euch die Situation in den Teams darunter aussieht. Ist keines vorhanden, oder will ich darauf nicht zugreifen sind 18 vielleicht auch zu knapp. Ist dies aber möglich, auch wenn ich es nicht immer in Anspruch nehmen will, können 18 locker reichen.


    Selbst überlegen wir gerade mit 17Kindern in zwei D-Jugend Teams zu gehen 8+1 und 6+1(bzw. 5+1 je nach Auslegung). Ist definitiv auch knapp, ich habe aber auch zwei E-Teams darunter die gerne aushelfen.


    Gruß

    Torsten

    Der Bezug um Großfeld gefällt mir. Auch ich baue meine Funino Felder normal anhand der Linien des Großfeldes auf. 1/4 Großfeld sind zwei Funino Felder (Breite). Ecke bis Torpfsten (oder 5m Linie) ist die Länge. Damit spare ich mir das ewige Abmessen.


    Den Bezug das ein Formino-Feld ebenfalls darein passt hatte ich noch nicht. Hab aber auch erst einmal Formino im Training gespielt.


    Gruß

    Torsten

    Jeder kann den Ball erhalten, somit hat jeder Bänder. Wir verwenden hierzu normale Leibchen die rechts und links in die Hose kommen. Vorgaben gibt es hierbei.
    Shirts auch in die Hose und Leibchen muss bis zu den Oberschenkeln runter hängen. Sonst bleibt nur ein Zipfel draußen und das Shirt hängt drüber.


    Touch ist bei uns wenn das Leibchen vom Gegner aus der Hose gezogen wird. Wendiges Laufen kann also auch Vorteile bringen. Denn eine normale Berührung reicht nicht, ich muss das Leibchen erwischen.


    Gruß

    Torsten

    KaiMane Herzlichen Dank für die weiteren Infos. Ich habe mir deine Posts jetzt gerade noch mal durchgelesen und muss auch zugeben das einiges schlicht noch nicht drin stand. Deshalb auch die vielen Vermutungen und Posts.


    Ein Konzept ist sicherlich der richtige Weg für dein Ansinnen. Und nur mit regelmäßiger Überprüfung macht dieses Sinn, da hast du Recht.


    Gruß

    Torsten

    SG-Nr8

    Spielst du das dann mit O-Line und Aufstellung, wie beim Original?


    Zugegeben spielen wir auch immer wieder mal eine Version, allerdings spiele ich es durchgehend und ohne Aufstellung sondern als Fangspiel-Variante. "Getackelt" werden also Leibchen klauen darf nur wer den Ball gerade hat. Sollte er den Ball nicht vorher loswerden erhält das andere Team den Ball.


    Das ganze gibt es bei uns dann in verschiedenen Varianten wie z.B. Pässe nur zurück erlaubt, oder in Verschidenen Spielfeldern.


    Aber wenn ich deine Erklärung lese fällt mir auf dass das nicht wirklich viel mit dem Original Football zu tun hat. Bei dir hört sich das anders an.


    Gruß

    Torsten

    Powerzwergenpapa denn Sinn wollte ich auch gar nicht absprechen.


    Das Problem ist vielmehr, wohin will ich korrigieren und worauf stütze ich hierbei mein Recht andere zu Belehren? Was gar nicht böse gemeint ist.


    Ich habe hier im Umkreis einen Fall erlebt in dem ein Trainer beinahe alle vorhandenen Trainer des Vereins bis kurz vors "hinschmeißen" geführt hat. (Obwohl er mit seinen Ansichten, soweit ich es von außen beurteilen kann) sehr richtig lag.

    Am Ende wurde er gebeten den Verein zu verlassen. Klar, würde ich in diesem Fall auch von selbst machen, er hätte sich aber vieles ersparen können.


    Andere Vereine sind ähnliches z.B. Über ein Jugendkonzept, mit Unterstützung von oben, Schritt für Schritt angegangen und haben am Ende viel mehr erreicht.


    Am Ende ist die Idee sich und die Kollegen regelmäßig zu hinterfragen gut. Aber bitte nicht von Außen im Stil "jetzt hab ich ne Lizenz und deshalb bewerten ich dich". Vielmehr muss man gemeinsam festlegen was, von wem, wann und mit welcher Zielsetzung bewertet werden soll. Nur wenn dieses gemeinsam entsteht kann die Kritik oder die Verbesserungsvorschläge auch fruchten.


    Denn ich setzte einfach mal voraus auch die Trainerkollegen machen die Fehler nicht mit Absicht, sondern sind der Überzeugung vieles richtig zu machen. Häufig auch bestätigt durch sportliche Erfolge in der Vergangenheit. Und genau dort muss man Sie ggf. abholen. Denn ich vermute auch dieser Verein hat nicht Zigaretten Trainer in der Hinterhand. Weshalb ein Frisst oder Strich auch vieles für die Kinder verschlechtern kann. That's Realität.


    Gruß

    Torsten

    Das ist in meinen Augen der wichtigste Punkt. Warum sollen die anderen Trainer fortgebildet werden und befähigt dich dazu andere zu unterrichten?


    Fortbildung ist wichtig, und der Ansatz dein Wissen aus der C-Lizenz weiter zu geben ist gut. Aber mehr als Ablauf- bezogenes (wenig Standzeiten, jeder einen Ball, usw.) und einen Verweis auf das DFB Konzept, welches auch aus Büchern ersichtlich ist, gibt deine Ausbildung doch nicht her.


    Meiner Meinung nach kann also in erster Linie auf ein eigens Vereinskonzept hin gearbeitet werden. Das muss aber erst vorhanden sein. Gibt es derartiges bei euch?


    Gruß

    Torsten