Und weiter...
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Dennoch darf darüber über inhaltliche Verbesserungen diskutiert werden.
Jede Erkenntnis darf nur solange Gültigkeit besitzen, bis sie widerlegt wurde.
Jede Theorie muß auf das eingeschrämnkt werden, wo sie keine gültigen Antworten mehr liefert.
Geschieht dies nicht, so reden wir von Dogmen, die eine Vergangenheit beschreiben,
jedoch differenziert zu Gegenwarts- und Zukunfsaussagen zu sehen sind.
Wo gab es denn diese Diskussion über Verbesserungen?
Jeder entscheidet es für sich.
der Einpeitscher, der Schreihals, der Athletiktrainer, etc. jeder von ihnen kann sich darauf berufen das alte System verbessert zu haben.
Da die Kriterien dieser "Verbesserungen" im Kinderfussball nicht so leicht zu ermitteln sind. Oder ?
Welche nehmen wir denn:
Tabellenstand?
Fussballerische Entwicklung? (Korrekte Ausführung der Basistechniken)
Dropout Quote?
etc.
Solange es diese Kriterien nicht gibt, wie oder wer will eine Verbesserung bewerten können?
Bis dahin bleiben nur die Allgemeinen wissenschaftlichen Ansätze für die Leistungsfähigkeit von Kindern.
Und die sind meiner Meinung nach mit dem DFB-Konzept recht gut erfasst worden.
Und das Konzept beschreibt eben auch wie das Wissen vermittelt werden soll.
Im Bereich F-Jugend: Spielerisches Erlernen der Basistechniken
Mit Übungsform an Übungsform wird es nur für den Lehrenden leichter es zu vermitteln, aber dadurch wird es nicht richtiger.
Spaß bleibt dabei auf der Strecke.
Da muss man nur mal zuhören, wie oft Kinder lachen, wenn eine reine Übungsform durchgeführt wird.
Oder Alternativ eine Spielform angeboten wird. Mehr Spaß habe ich und auch Kinder in der Spielform.
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Natürlich ist es schwierig Neues mit Kindern auszuprobieren.
Denn man muß die nötige Erfahrung und Sensibilität besitzen, um zu erkennen,
wie weit es gehen darf. Nicht alles, was man machen kann, sollte man auch Machen.
Das kann zu Sackgassen in der Entwicklung führen, sobald etwas gemacht wird, was nicht verstanden wird.
Das ist das Ergebnis von Drill, die du sehr gut beschrieben hast!
Das Einführen von G8 und die teilweise Abschaffung zeigt: Es ist nicht schwierig mit Kindern einfach mal was auszuprobieren.
Die Rechnung für dummes Verhalten gegenüber Kindern kommt dann eben später, aber sie kommt.
Es kann und darf gerade bei der Fürsorgepflicht gegenüber den Kindern keine einheitliche Meinung geben,
weil sonst keine effektive Kontrolle und Weiterentwicklung möglich wäre.
So dürfen sich jedoch nicht gegenseitig blockieren,
denn dann ginge es lediglich darum, wer Recht hat. Gute Ideen werden erst gar nicht geprüft!
Eltern sind schon seltsame Wesen.
Denn sie akzeptieren ein Verhalten von Erwachsenen gegenüber Kindern in einem Verein anders als in der Schule.
Im Verein können die Trainer die Kinder anschreien, willkürlich bestrafen, viel zu schweres von ihnen verlangen etc.
Passiert dieses aber in der Schule, dann sind die gleichen Eltern die auf dem Fußballplatz noch ruhig daneben standen als ihr Kind niedergemacht wurde, auf einmal hoch aktiv und geben sich richtig Mühe um dem Kind beizustehen.
Das ist doch Wahnisnn. Es ist sogar so, wie du selbst geschrieben hast, auf einmal müssen Kinder zu Siegermonstern werden.
Eltern sollten/müssen hier eine große Rolle spielen, wenn sie verstanden haben worauf es im Kinderfussball ankommt.
Und Gute Ideen müssen eben auch einer Bewertung unterzogen werden.
Ein Bewertungskriterium: Altersgerecht.
Aber eines Tages treffen dann Trainer auf Eltern, die das Konzept vom DFB kennen und auch gut finden. Und dann sollte die Argumentation vom Trainer schon sehr gut sein um zu erklären warum es sich nicht dran hält.
Und dann sind es nicht die bösen Eltern die nerven !!!!!
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Aus persönlichen Erfahrungen heraus habe ich schon oft miterlebt,
wie junge Menschen nach Einheitsbrei beurteilt später zu großartigen Leistungen fähig waren.
Jedoch ist es mir bis heute nicht gelungen,
sie im altersmäßigen Vergleich oder anlalog des DFB-Konzepts zu beschreiben.
Zu start waren individuell unvorhersehbare Faktoren.
Sollte das nicht aber auch Grund genug sein, der Invidiualität stärkeren Raum zu lassen,
um sich unabhängig gängiger Theoriken in der Praxis entwickelnt zu dürfen?
Es gibt eine Einrichtung die die Kinder ähnlich lange in der Hand hat wie die Vereine und das ist die Schule.
In Klasse 1 ist es schön wenn du schon gewisse Fähigkeiten hast. (Lesen, Schreiben, Rechnen)
Aber zuvor im Kindergarten wurden diese Fähigkeiten der Kinder gar nicht gezielt gefördert.
Müssen wir jetzt der Invidiualität stärkeren Raum lassen?
In Klasse 1 fangen ja alle bei 0 an. Und alle machen die gleichen Übungen.
So haben wir alle auf die gleiche Art und Weise das Schreiben gelernt und trotzdem ist jede Handschrift ein Unikat.
Die Parallelen zur Technik des Passspiels drängen sich mir da auf....
Wie schon gesagt, beim Fussball werden Dinge akzeptiert, die in der Schule keiner akzeptiert.
