Beiträge von Skriwer

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    Es wird vor der B-Jugend oft keine vernünftige Grundlage gelegt. Wie oft sieht man die so viel gepredigten Fangspiele denn tatsächlich auf den Plätzen? Wie oft wird mit fußballfremde Sportarten das Training erweitert, außer ab und zu mal eine Runde Handball-Kopfball?
    Es gibt hier D-Jugendspieler, die gute Fußballer sind, die ganz komische Laufabläufe haben und diese sind nicht mit einem individuellen Körper zu entschuldigen. Es wird getrampelt und unrhythmisch mit den Armen gependelt. Die meisten F-Jugendspieler die ich so sehe können einen Ball nicht mal vernünftig in den Fuß werfen.
    Ich habe letzten Winter in der Halle feststellen müssen, dass es nicht wenige 10-Jährige (!!!) in meiner Mannschaft gibt, die keine vernünftige Rolle vorwärts hinbekommen, geschweige denn eine rückwärts. Das sind zwar alles nur Anekdoten, aber was sind denn eure Erfahrungen damit?
    Ich bin auch der Auffassung, dass es für eine gesunde sportliche Zukunft unausweichlich ist in der Kindheit eine Breite an koordinativen Fertigkeiten zu erlernen, leider ist das immer seltener der Fall. Stattdessen wird mit F-Jugendlichen im Training nur Fußball gespielt.
    Dazu kommt noch, dass bis auf ein Alibi-Aufwärmprogramm in den älteren Jugendmannschaften kaum auf Prävention geachtet wird. Oft ist ein Eckle und ein kurzes Lauf-ABC das höchste der Gefühle…

    @Manndecker Eine hohe Verletzungsrate ist ein Merkmal eines schlechten Trainings. Hier wird nicht ordentlich Periodisiert und nicht genug Wert auf Prävention gelegt. Es ist jedoch ab der B-Jugend zwingend nötig das zu tun. Außerdem wird vorher selten der Grundstein einer gesunden Sportlerkarriere durch ausgiebiges Koordinations- und Stabilisationstraining gelegt, so kommt es dann häufig schon in A-Jugenden zu überbelasteten Knien und Dauerverletzungen (wie Reizungen und Entzündungen), da die Muskulatur um die Gelenke herum nicht mehr den Anforderungen entspricht.
    Es sollte eigentlich mittlerweile in jedem Konzept stehen, das die Trainer nicht von Minis bis A durchgehen. Spätestens ab der C-Jugend alle 2 Jahre ein Trainerwechsel ist eigentlich die Norm und meiner Meinung nach gut für die Ausbildung der Spieler. Bei dem rest gebe ich dir jedoch recht.
    Mein Verein Spielt oben in der Landesliga mit und es ist schwer die Jugendlichen zu halten, da das Niveau was oben Ankommt nicht gut genug ist um direkt in der 1 Mannschaft mitspielen zu können. Bei uns schaffen das pro Jahrgang vielleicht 2. Das sind dann aber die berühmten Rückkehrer, die im Kleinfeldbereich bei uns waren, dann zu Hochklassigen Vereinen oder NLZs gegangen sind, dann aber eben zurückgekommen sind und richtig gute Fußballer sind.
    Die meisten jungen Erwachsenen merken halt, das für sie dann im Verein Schluss ist. Sie wollen nicht 3 oder 4 Herren Spielen, sondern 1 oder 2. Das ist aufgrund der etablierten Spieler und begrenzter Kadergrößen jedoch nicht möglich. Dann schwindet schon mal die Lust weiter zu machen.

    Nicht mein Spiel, aber ich war diese Saison beim ersten Bambinispiel dabei und hab zugeguckt. War ein gewusel vom feinsten! Alles war dabei: Blümchenflücken, viele Tore, Fouls, Tränen und Lachen usw. Negativ fällt mir nichts ein außer das die Eltern vllt. zu dicht am Spielfeldrand (2-3 m)waren, aber die Eltern sind mir eigentlich positiv in Erinnerung geblieben, sie haben bei jedem Tor (egal für wen) gejubelt , aber sich sonnst zurück gehalten.

    Bei jedem Trainer den ich getroffen habe der Probleme mit organisatorischen Dingen und Eltern hatte, lag es daran, dass sie ihren Mund nicht aufmachen. Man muss klipp und klar sagen was man will und wie man sich den generellen Ablauf vorstellt und da auch nicht mit sich Diskutieren lassen. Wer nicht einverstanden damit ist sucht sich eine andere Mannschaft (die meisten sind Einverstanden oder tuen wenigstens so)
    Ich bin immer gut gefahren damit meinen Standpunkt am Anfang der Saison bei einem Elternabend klar zu machen: "Ich bin hier, damit alle beteiligten den größt möglichen Spaß haben insbesondere die Kinder und ich, es ist auch mein Hobby. Um das zu garantieren muss sich an bestimmte Regeln (Fairplay, Pünktlichkeit,Absagen etc.) gehalten werden und bestimmte Aufgaben durch euch Eltern Übernommen werden. Dazu zählen Trikots waschen und die Waschliste verwalten, die Mannschaftskasse verwalten, Organisation der Turniere (Halle/Platz, Gegner und Zeitpunkt organisiere ich, den Rest die Eltern) und Fahrgemeinschaften bilden" Ich sage dann noch, dass ich keine diese Aufgaben unter irgendwelchen Umständen übernehmen werde und gebe einen Kalender raus mit allen Daten für die kommende Saison. Da drin steht dann schon alles, von Trainings und Pflichtspiele über geplante Freundschaftsspiele und Turniere bis Mannschaftsfahrten. Es kann dann jeder schon mal Planen und mir in den kommenden Tagen/Wochen mitteilen wer wann wegen langfristigen Planungen nicht kann, das trage ich mir dann ein. Die Eltern sind meist sogar sehr dankbar über einen solchen Plan und sind auch gewillt für ihren Sprössling mal den Urlaub um 1 Woche zu verschieben, wenn sie es denn schon ein halbes oder dreiviertel Jahr vorher wissen.

    Naja, wenn ich mich mit Verbandstrainern hier unterhalte, höre ich immer nur: "Lasst, den kindern ihre Freiheiten, die NLZs bilden einen bestimmten Spielertyp aus, der dann "technisch Perfekt" aber ohne wirkliche Idee spielt" und "Es gibt kaum noch 18 Jährige kreative Toptalente" Was da drann ist kann ich nicht sagen, ich kenne nur ein Paar NLZ Spieler, aber auf die trifft das schon etwa zu soweit ich das beurteilen kann.


    Was ich jedoch öfter sehe sind die "Topteams" in den E- und D-Jugenden mit "Star-Ensemble", wenn man die so sieht fragt man sich was das soll. Wenn man ehrlich ist sind sie von den Talenten eher die zweite oder dritte Wahl und man kann keinerlei Spaß erkennen. Sie dürfen auch nicht das zeigen was sie am Ball können (um sich evtl. für den Stützpunkt oder das NLZ zu empfehlen) da sie ständig Passen sollen. Oft wird dann auch noch ein falsches Abspiel gefordert, anstatt z.B. den Raum anzudribbeln muss sinnlos gepasst werden. Zwar gewinnen diese Teams in der E und D dann auch oft gegen die NLZ Teams doch haben die gleichen Vereine keine B- und A-Jugend Bundesliga/Regionalliga beteiligung. Ob das am weiteren Scouting der NLZs oder eben an der Ausbildung liegt weiß ich nicht, ich denke aber es ist ein bisschen von Beidem.

    Ich bin da bei @Strznievski . Wichtig ist auch das Spiel auf Jugend-Tore, da hier das Tore schießen einfach ist und sich so auch die nicht so zielsicheren Kids viele Erfolgserlebnisse holen können. Man sollte sich auch nicht scheuen das Feld klein zu machen auch wenn dann kein "richtiges" Fußballspiel entsteht. Ich finde, das Feld sollte auch bei Jugendtoren meist nur so groß sein, dass nach der Spieleröffnung durch den Torhüter, nach einem kurzen Dribbling schon ein Schuss versucht werden kann. Man sollte aber genügend Ersatzbälle bereit haben.


    Ein kleiner Trick der bei meinen Jungs (am Anfang der E) geholfen hat, die wollten immer 7 gegen 7 zum Abschluss spielen, war 2 Mannschaften in der Größenordnung Einzuteilen, jedoch spielen immer 2 Spieler aus jedem Team für eine kurze Zeit in deinem 2 gegen 2 auf Minitore in einem Nebenfeld. Ich rufe dann irgendwann wechsel und sie entscheiden selbst wer raus geht, jeder muss halt mal. Das "große" Spiel im 5 gegen 5 wird aber nicht unterbrochen.

    In der Großstadt ist praktisch das Gegenteil der Fall. Wir können uns vor Spielern kaum retten und haben in fast allen Kleinfeldmanschaften einen Aufnahmestopp.
    Spieler hören bei uns in dem Alter auch eher selten auf. Trotz des Wechsels auf eine weiterführende Schule spielen die meisten lieber Fußball als andere Sportarten zu betreiben. Es ist eher der Fall das die Kinder jetzt den Eltern Druck machen dass sie nicht mehr bei Spielen und im Training fehlen möchten wegen anderer Hobbys von denen die Eltern gerne hätten das die Kinder sie ausführen. Zum Beispiel Cello spielen oder so.
    Das gute Spieler mal wechseln kommt vor, so extrem wie du es beschreibst kenne ich das nicht. Die meisten "Topteams" genießen auch mittlerweile nicht mehr wirklich einen guten Ruf und haben Probleme die guten Spieler ohne überehrgeizige Eltern einzusammeln.

    Mir geht es auch nicht um das 1 gegen 1, es soll lediglich das Absetzen und Aufdrehen geübt werden. In einem Spiel will ich eben nicht, dass immer klatschen gelassen wird und dann ausgespielt. Kann der Spieler direkt zum Tor aufdrehen und abschließen soll er das tun, alles andere ist Zeitverschwendung, bzw. kann er danach noch einmal abspielen. Oft sieht man auch bei ganz guten Mannschaften (ab dem C Bereich) das zu früh abgespielt wird und dadurch keine freien Männer in der offensive entstehen. Die Steigerung wäre dann noch einen Verteidiger abzustellen, der den Passgeber attackieren soll, dann ist das Klatschen lassen auch nicht mehr so einfach, außer man kann schon richtig gut einen Doppelpass spielen.


    Für jüngere Spieler reichen meiner Meinung nach kleine Spiele. Hier ist es wichtig immer wieder zu Zeigen wie sie sich Anbieten sollen.
    Ich würde in einer F oder E einfach z.B. Funino spielen lassen (oder die Varianten Funino im 3 gegen 1 oder 3 gegen 2) und folgende Vorgaben machen:


    1. mindestens 2 Kontakte, mehr sind auch OK! (direkte Schüsse sind erlaubt)
    2. Mitnahmen (bzw. direkte Pässe, wenn ohne mindestkontaktzahl gespielt wird) übers Standbein sind nicht erlaubt. <- nur, wenn es ständig gemacht wird, sollte es nur gelegentlich vorkommen ist es kein Problem


    Hier muss man dann aber zeigen, was es heißt übers Standbein zu spielen und erfragen warum es denn von Vorteil ist dann doch lieber den anderen Fuß zu nehmen (oder mit dem Außenrist zu spielen, wenn man geschlossen steht).
    Es gilt außerdem darauf zu achten, dass jeder mal Links, Rechts und in der Mitte spielt.


    Wenn man dann doch noch mehr Fokussieren will kann man in der F Jugend auch schon mit Rondos (3 gegen 1 zum Einstieg) arbeiten.
    Auch hier ist es wichtig darauf zu achten, das nicht ständig übers Standbein gespielt wird, man sieht das viel zu oft!
    Dafür muss man aber auch den Passgeber darauf hinweisen was passiert, wenn er in den nahen oder fernen Fuß spielt.
    Außerdem sollten wieder Mindestkontakte vorgegeben werden, da viele junge unerfahrene Spieler dazu neigen den Ball direkt und unkontrolliert zu spielen.

    Wäre es nicht realistischer einen Verteidiger im Rücken zu haben? Wann kommt es schon mal vor, dass man direkt vor dem Tor so entgegen startet ohne einen Verteidiger im Rücken zu haben? Da kommt man dann eigentlich immer aus dem Abseits oder man dreht direkt in einen Verteidiger rein. Übertragen lässt sich das auch nur bedingt auf andere Situationen, denn die Art zu drehen und sich den Ball vorzulegen ist beim Torschuss eine andere als sonnst. Vor einem Schuss nimmt man meist den Ball schräg zur Seite mit, um sofort eine Schussmöglichkeit zu erhalten. Dieses mitnehmen schränkt einen im Mittelfeld jedoch ein, besonders aus einer Drehung braucht man vermutlich mehr Kontakte um den Ball in die gegenläufige Richtung weiterzuleiten.
    Ich schlage folgende Variante der Übung vor, vielleicht auch als Steigerung:



    Hier ist das Viereck etwas gößer, der Spieler hat einen Verteidiger im Rücken, er soll sich möglichst seitlich von dem Verteidiger absetzen und einen Pass erhalten. Der Passgeber läuft seinem Pass aggressiv nach. Nun muss der Angreifer entscheiden: kann ich direkt richtung Tor drehen und den Abschluss suchen oder lasse ich lieber klatschen. Es ist ein Teamwettkampf, bei dem das gewünschte Verhalten (in unserem Fall direkte Mitnahme richtung Tor und ein Abschluss) mit mehr Punkten belohnt werden sollte als das Ausspielen der 2 gegen 1 Situation. Gewinnt der Verteidiger den Ball kann er auf die Positionstore Kontern um einen Punkt zu erhalten.
    Als weitere Steigerung würde ich einen Verteidiger nachstarten lassen, sobald der Pass gespielt wurde.
    Man kann sowas auch in einer endlosen Spielform machen bei der 2 Teams auf 2 Tore gegeneinander antreten:
    Der der Verteidigt hat wird zum Angreifer und bekommt den Pass, der nachgestartete Passgeber wird nach der Aktion sofort zum Verteidiger, und der der den pass empfangen hat geht raus und stellt sich wieder bei den Passgebern an oder er muss auch direkt Umschalten und wird zum Torhüter, der Torhüter stellt sich wieder an. Sowas macht oft viel Spaß ist aber SEHR intensiv, besonders in der Variante mit dem Torhüterwchsel.
    Ich glaube ich hab so eine ähnliche Spielform schonmal auf der DFB seite gesehen bei einer E-Jugend von Hoffenheim oder so.


    Was ich sehr gerne mache ist die Zeit vor Spielen für einfache Übungen zu nutzen. Die Kids wollen ja immer vor dem Spiel aufs Tor schießen, also sorge ich dafür das sie dann auch noch den Ball mitnehmen, Aufdrehen oder einen Trick machen oder so. Je nachdem was ich gerade verbessern will. So hab ich jede Woche eine 20-30 minütige Extraeinheit für das Techniktraining ;)

    1. Vom Anspieler zum Anspieler in allen Varianten:


    Es wird in einem Feld 2 gegen 2 gespielt, an gegenüberliegenden Enden befinden sich 2 neutrale Anspieler auf den Linien. Ein Punkt wird erzielt, wenn eine Mannschaft zwischen beiden Anspielern hin und her gespielt hat, also beide einmal angespielt hat. Die neutralen Spieler dürfen nicht direkt miteinander spielen. Nach 2 Minuten tauscht ein Team mit den Anspielern.


    Variationen:
    - Die Anspieler befinden sich in den Ecken (es wird mehr Bewegung von den Spielern im Feld gefordert)
    - ein zusätzlicher neutraler Spieler ist im Feld (Überzahl im Ballbesitz, weniger Freilauf- und Zweikampfaktionen mehr Passaktionen)


    In einem Feld wird 2 gegen 2 gespielt, jedes Team hat an gegenüberliegenden Seiten noch jeweils einen Anspieler (insgesamt 2, also 4 gegen 4). Einen Punkt gibt es wenn man zwischen den beiden Anspielern hin und her Spielt.
    Nach einem Ballverlust dreht das Spiel dann um 90°.


    Variationen:
    - Die Anspieler befinden sich in den Ecken (es wird mehr Bewegung von den Spielern im Feld gefordert)
    - ein zusätzlicher neutraler Spieler ist im Feld (Überzahl im Ballbesitz, weniger Freilauf- und Zweikampfaktionen mehr Passaktionen)
    - nach einem Zuspiel dribbelt der Anspieler ins Feld und tauscht die Aufgaben mit dem Passgeber (Mitnahme des Balles, gff. Annahmefinten fordern)


    2. Varianten des Eckspiels mit mindestens 2 Kontakten als Vorgabe.


    Hier finde ich ein 5 gegen 2 (oder 6 gegen 3) ganz gut wobei sich ein Spieler immer wieder in der Mitte anbieten muss.


    3. Ballhaltespiele mit Zielzonen:


    In einem Feld wird auf Ballhalten gespielt, Ziel ist es durch verschiedene Zielzonen zu kombinieren, die innerhalb des Feldes verteilt sind (z.B. Quadrate)
    Statt Zielzonen können auch Hütchentore verwendet werden.
    Als Vorgabe würde ich bei besseren (älteren) Spielern geben, dass sie entweder mit dem 1 Kontakt in die Zone gelangen müssen oder mit dem 1 Kontakt aus der Zone raus müssen um einen Punkt zu erzielen. Oder halt den ersten Kontakt vor dem Hütchentor und den zweiten dahinter haben müssen um ein Punkt zu erzielen.


    Variationen:
    - neutraler Spieler bei der ballhaltenden Mannschaft
    - neutraler Spieler bei der verteidigenden Mannschaft (sehr schwer)
    - farbige Zielzonen, die auf Signal bespielt werden können
    - es kann immer nur eine bestimmte Reihenfolge von Farben bespielt werden.
    - bespielte Zonen sind tabu und dürfen von Angreifern nicht betreten werden
    - Tore einrichten: nach bespielen von Zielzonen besteht die Möglichkeit ein Tor zu erzielen.


    4. Spiele auf kleinem Raum:


    Als Beispiel finde ich hier ein 3 gegen 3 auf einem Rautenförmigen Feld ganz gut, da hier natürlich eine offene Stellung provoziert wird.


    5. 1 gegen 1 Spiele nach Zuspielen


    So ich habe grad erstmal keine Zeit mehr, vllt. schreibe ich später noch mehr (bzw. genauer), wenn mir noch mehr einfällt.
    Grüße


    PS. Über mehr Anregungen würde ich mich auch freuen ;)

    Die Sache ist halt die, bei uns rotieren viele Teams, und manche auch Blockweise. Wenn man dann aber mal darauf achtet Spielen die gleichen Spieler immer auf ihrer Seite bzw. in der Mitte.
    Es ist natürlich verlockend die starken Spieler immer in die Mitte zu stellen, doch auch diese müssen Erfahrungen als außenspieler Sammeln. Und oft wird man auch überrascht was die anderen so können.
    Ich habe einen Spieler der mit dem Ball nicht so gut ist, doch wäre er nicht 10 würde ich ihm 6er qualitäten zuschreiben ;) , er geht mutig in jeden Zweikampf und gewinnt die Bälle auch gegen starke dribbler öfter als nicht. Dann hat er sogar noch die Ruhe den Ball an einen freistehenden Mitspieler abzugeben. Unser Team ist sogar besser wenn er hinten in der Mitte spielt, aber diese Qualitätet zeigt er auf den Außen halt nicht und wirkt eher verloren und nimmt kaum am Spiel teil. Trotzdem muss er alle Positionen spielen. Meist rotiere ich so, das die Spieler im Spiel mindestens einmal ihre Lieblingsposition haben(ich bestimme den Block und lasse sie meistens erst selbst aussuchen wer wo spielt), z.B. Hinten Mitte, dann spielt er ja dannach Vorne in der Mitte. In der zweiten hälfte kommt der Spieler aber eben erstmal nicht in die Mitte sondern z.B. auf links.
    Man kann auch blockweise Horizontal wechseln. Ich mach das immer wenn ich nur zwei Wechsler(oder auch bei 4) habe. Links geht raus, Mitte wird Links, Rechts wird Mitte und Rechts kommt neu rein. Funktioniert eigentlich auch ganz gut.

    Anfangen würde ich damit, sobald die Kinder das erste 6+1 Spiel bestreiten. Je früher desto besser. Planen muss man da auch Nichts, einfach gucken das immer ein ungefähr ausgeglichenes Team auf dem Platz ist. Wenn die Marschroute heißt: alle verteidigen und alle greifen an, gibt es kein Problem wenn man mal schwächere Spieler in der Abwehr hat.
    Achja, aber nicht vergessen auch horizontal zu rotieren! Das kann man ja aber gleichzeitig machen.

    Ich finde schon das jedes Kind in dem Alter nach lust und laune kommen können sollte, es herrscht eh viel Rotation (neue fangen an andere hören auf). Ich würde auch keine Spielstunde mit Kindern machen wollen die eigentlich keine Lust haben. Darum geht es ja aber eigentlich nicht.
    Wenn klare Regeln vereinbart wurden sollte man sich doch auch dran halten. Das ist in jeder sozialen Struktur so und im zweifel einfach nur nett. Sei es nun Famillie, Freunde, Schule, Arbeit oder eben der Fußballverein: Wenn man nicht kann dann sagt man bescheid.
    Die Kinder haben damit aber wenig am Hut und ich würde auch nicht das Kind dafür "bestrafen" wenn die Eltern sich nicht dran halten. Mit den Eltern würde ich offen darüber reden, dass das Leben im Verein eben auch ein paar Verantwortungen mit sich bringt.
    Den Eltern muss klar werden, dass der Verein keine Servicestation ist, sondern eine Gemeinschaft, dann klappt das meist auch besser.

    Hmm 15 Kinder sind eine Mannschaft. Wenn im Verein generell viele Kinder sind lohnt es sich eigentlich immer eine extra Mannschaft zu melden, wenn man einen Betreuer dafür findet.
    Was ich meine ist: Ihr habt z.B. 3 Jahrgangsmannschaften die regelmäig trainieren mit 14,13 und 15 Kids. Jedes Team nimmt maximal 9-10 Spieler zum Spiel mit, da bleiben dann 12-15 Kinder über die nicht spielen können. Das reicht dann um noch eine gemischte 4te Mannschaft zu gründen die nicht zusammen trainiert aber im Wettkampf antritt, selbst wenn noch welche Krank sind. So bekommt jedes Kind jedes Wochenende Spielzeit.

    Naja, 20 Kinder auf einen Trainer sind schon zu viel. Deswegen sollte die Gruppe geteilt werden. Ich denke 6-8 Kinde pro Trainer ist optimal, weniger geht natürlich auch ;-).
    Ob die Gruppen nun immer die gleichen sind, ist da Nebensache solange ihr einen Überblick über die Ausbildung habt.
    Naja

    Ja, aber konkreter, denn aus dem Ziel muss abzuleiten sein welche lang-, mittel- und kurzfristigen Konsequenzen daraus entstehen. Kinder- und Jugendmannschafften haben hier eigentlich keine Wahl denn sie werden im organisierten Verein Mittel zum Zweck, da dieser die Ziele vorgibt.
    Der Verein könnte z.B. sich als Ziel setzen:" Die 1. Herren spielt Verbandsliga und spielt dort regelmäßig um den Titel mit"
    Hieraus kann man nicht ableiten wie dieses Ziel erreicht werden soll, das gehört jedoch für mich dazu, denn nur so bekommt man alle ins Boot. Hier kommen die immer viel, besprochenen Konzepte ins Spiel.
    Konzepte und Ziele bedingen sich gegenseitig, Eins ist sinnlos ohne das Andere.
    Als ziel könnte man also Formulieren: " Die 1. Herren spielt Verbandsliga und spielt dort regelmäßig um den Titel mit, hierzu verpflichten wir regelmäßig Spieler aus höheren Ligen und die Topspieler aus der Verbands und Landesliga" Nun ist gleich klar was man braucht und machen muss. Geld und Kontakte um die Spieler zu verpflichten.
    Soll das Ziel jedoch mithilfe der Jugend erfüllt werden, können dadurch auch sportliche Ziele für die Juniorenmannschaften entstehen. z.B. könnte ein Ziel dann sein das die A-Jugend nun mindestens Verbandsliga spielen muss, damit die Jugendlichen schon an die Anforderungen im Herrenbereich gewöhnt sind. Dies reicht sich dann nach unten durch.
    Hier muss man dann immer abwägen ob es dem übergeordneten langfristigen Ziel gerecht wird mittel- und kurzfristige Kompromisse zu machen. Man könnte z.B. in der D-Jugend ein paar Spiele sehr ergebnisorientiert spielen um den Abstieg zu vermeiden, damit der Jahrgang danach, der vllt. viel talentierter ist in der Spielklasse vernünftige Gegenspieler hat. Somit wird das ergebnisorientierte Spielen den langfristigen Zielen gerecht und jeder wusste worauf er sich einlässt, denn es steht ja im Konzept.
    Ob der Zweck jedoch nun die Mittel heiligt ist dann nochmal eine andere Frage.

    Im Fußball beginnt Leistungssport in den C-Jugenden der NLZs.
    Leistungssport bedeutet im Jugendbereich des Fußballs jedoch nicht das Ergebnisorientiert gespielt und trainiert wird.
    Bzw. Die Kriterien nach der Spieler und Trainer beurteilt und ausgewählt werden hängen nicht unmittelbar mit den im Wettspiel erzielten Ergebnissen zusammen.
    Man könnte es auch mit dem Trainingsaufwand bzw Trainingszielen quantifizieren. Wird z.B. täglich trainiert um später einmal Höchstleistungen zu erreichen, sollte man doch von Leistungssport sprechen. Dann fallen in anderen Sportarten (z.b. Turnen) auch 8 jährige in diese Kategorie.
    Im Fußball würde man dann jedoch erst in der B- oder A- Jugend von Leistungssport sprechen.
    Aber wieder hat hier die unterscheidung Leistungssport und Breitensport nichts mit Ergebnisorientiert zu tun. Man kann Leistungssport sowie Breitensport Ergebnisorientiert betreiben oder eben nicht. Die frage für uns ist nun: Wann ist es im Fußball sinnvoll Ergebnisorientiert zu trainieren und zu spielen?
    Eine generelle Antwort gibt es hier nicht. Ergebnisorientierung sollte meiner Meinung jedoch nicht zum Selbstzweck ausgeführt werden, sondern mit konkreten langfristigen sportlichen Zielen verbunden sein. Insbesondere im Jugendbereich.

    Nein, im Breitensport denke ich nicht. Ich als Herrenspieler will mit meinen Freunden kicken und da ist es nicht so wichtig ob wir gewinnen oder verlieren. Wenn unser Trainer nicht regelmäßig jedem Einsatzzeiten geben würde oder das Training keinen spaß machen würde, würde ich die Mannschaft wechseln. Ergebnisorientiert musst du dann spielen, wenn es dein Job ist zu gewinnen. Vorher nicht! Ich würde sagen, das ist bei einer 1. Herrenmannschaft oft ab der Landesliga so, aber gerade dann sollte die Jugend der Unterbau sein um die Mannschaft immer wieder zu verstärken. Dass hierfür im B- und A-Jugendbereich eine gewisse Spielklasse nötig ist, ist klar. Aber diese sollte nicht innerhalb weniger Saisons erzwungen werden, sondern durch gute Ausbildung langfristig erarbeitet und gehalten werden. Ist dies nicht möglich kann der Verein eben nicht höherklassig spielen oder muss auf teure Legionäre zurückgreifen.
    Ergebnisorientiert solltest du spielen wenn die gesamte Mannschaft das will. Wir haben als Senioren so unsere Lieblingsgegner gegen die wir gewinnen müssen (alte Freunde, Kollegen, Derby etc :D ) dann bekommen einige Spieler weniger/keine Einsatzzeiten, die dürfen dann aber bei anderen Gegnern ran. Ich denke so eine Einstellung (das oft beschriebene ich setze die Schwächeren gegen schwächere Gegner ein etc.) ist auch gut in einer B- und A-Jugend umzusetzen und sollte (bei ambitionierten Mannschaften) auch so gemacht werden. Aber rein Ergebnisorientiert (die Stärksten spielen immer) sollte man in der Jugend nie spielen.